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INFOS DES TAGES (MONTAG, 9. JULI 1018)

09.07.2018 | Aktuelles

INFOS DES TAGES (MONTAG, 9. JULI 2018)

 

SOFIA: FOTOS AUS „DIE WALKÜRE“ am 6.7.2018

Zum Kurzbericht von Dr. Klaus Billand


Copyright: Svetoslav Nikolov


Copyright: Svetoslav Nikolov


Copyright: Svetoslav Nikolov

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CLEMENS UNTERREINER RETTET „FAUST“- PREMIERE IN FINNLAND / SAVONLINNA


Clemens Unterreiner in der Szene des „Valentin“. Copyright: Savonlinna-Festival

Retter in der Not! Und wieder konnte der Wiener Publikumsliebling CU in letzter Minute eine Premiere retten.

Nach seinen Premieren Rettungseinsätzen in Kopenhagen (Butterfly), Linz (Rosenkavalier) und der Wiener Staatsoper (Hänsel und Gretel) verschlug es ihn diesmal nun kurzfristig ins finnische Savonlinna. Unter dem Motto „Freunden hilft man“ sprang er mit nur einer Probe in der Faust Premiere beim renommierten „Savonlinna Opern Festival“ ein und begeisterte als souveräner Valentin das nordische Opernpublikum. Zur Seite stand ihm dabei Maestro Philippe Auguin mit dem er bereits schon öfters in Wien zusammenarbeiten konnte. 

Unterreiner: „Ich bin glücklich und dankbar, hier im hohen Norden so einen schönen Einstand mit tollen finnischen und internationalen Kolleginnen und Kollegen feiern zu dürfen und besonders freut es mich, dass ich einem ehemaligen Tenor Kollegen und nunmehrigen Festival Intendanten Jorma Silvasti zur Seite springen konnte.“


Clemens Unterreiner vor der Burg Savonlinna. Foto: Privat

Jetzt heißt es aber bis zur nächsten Vorstellung auch ein paar Tage die Natur und Schönheit der finnischen Seenlandschaft zu genießen…

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ZUM GESTRIGEN TAGESKOMMENTAR BZW. ZUM ROSCIC-BERATER:

https://kurier.at/kultur/drozdas-berater-folgt-roci-in-die-staatsoper/249.482.975

Ohne Kommentar

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DER FESTSPIELSOMMER 2018 IM FERNSEHEN. BAYREUTHER „LOHENGRIN“ AUCH AUF 3SAT

Bildergebnis für 3sat

Mittwoch, 18. Juli 2018, 10.15 Uhr · LIVE
Eröffnung Bregenzer Festspiele 2018
Live-Übertragung des Festaktes aus dem Festspielhaus in Bregenz (95 Min) · ORF

Samstag, 21. Juli 2018, 20.15 Uhr
Sommernachtsgala Grafenegg 2018
Das Tonkünstler-Orchester Niederösterreich spielt unter Chefdirigent Yutaka Sado (90 Min) · ORF
Mit Pretty Yende, Joseph Calleja und Harriet Krijgh

Freitag, 27. Juli 2018, 11.00 Uhr · LIVE
Eröffnung Salzburger Festspiele 2018
(120 Min) · ORF

Samstag, 28. Juli 2018, 20.15 Uhr · ERSTAUSTRAHLUNG
Wagnerfestspiele Bayreuth: Lohengrin
Oper (240 Min) · ARD/BR/3sat
Musikalische Leitung: Christian Thielemann
Regie: Yuval Sharon
Bühne und Kostüme: Neo Rauch, Rosa Loy
Mit Roberto Alagna, Anja Harteros, Georg Zeppenfeld u.a.

Sonntag, 5. August 2018, 10.50 Uhr
Klassik Open Air Nürnberg 2018
Konzert (100 Min) · ARD/BR/3sat
Die Staatsphilharmonie Nürnberg und ihr Generalmusikdirektor Marcus Bosch spielen Songs aus George Gershwins „Porgy and Bess“

Samstag, 11. August 2018, 20.15 Uhr
Salome von den Salzburger Festspielen 2018
Oper (105 Min) · ORF
Musikalische Leitung: Franz Welser-Möst
Regie, Bühne, Kostüme und Licht: Romeo Castellucci
Mit Asmik Grigorian, John Daszak, Anna Maria Chiuri, Gábor Bretz u.a.

Sonntag, 12. August 2018, 11.25 Uhr
Classic Open Air 2018
Konzert (90 Min) · ARD/BR/3sat
Zum 100. Geburtstag des Deutschen Filmorchesters Babelsberg
Dirigent: Robert Reimer

Samstag, 18. August 2018, 20.15 Uhr · ERSTAUSTRAHLUNG
Daniel Barenboim und das West Eastern Divan Orchestra
Konzert (ca. 100 Min) · ZDF
Mit Lisa Batiashvili

Samstag, 1. September 2018, 20.15 Uhr · ERSTAUSTRAHLUNG
Ballet de Monte Carlo
Ballett (90 Min) · ZDF
Choreografie: Nacho Duato/Joseph Hernandez
Musik: Karl Jenkins/Johannes Till

Samstag, 8. September 2018, 20.15 Uhr · ERSTAUSTRAHLUNG
Opernhaus des Jahres (Lyon): Entführung aus dem Serail
Oper (180 Min) · ZDF
Orchester und Chor der Opéra de Lyon
Musikalische Leitung: Stefano Montinari
Mit Jane Archibald, Cyrille Dubois, Michael Laurenz, Peter Lohmeyer u.a.

Samstag, 15. September 2018, 20.15 Uhr · ERSTAUSTRAHLUNG
Jonas Kaufmann in der Waldbühne
Es spielt das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin unter der Leitung von Jochen Rieder (120 Min) · ZDF

https://pressetreff.3sat.de/startseite/programmhinweise/artikel/der-festspielsommer-2018/

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ORF-„kulturMontag“ am 9. Juli über Ingmar Bergman, Madame d’Ora und Paulus Mankers Inszenierung von „Die letzten Tage der Menschheit“

 Außerdem: Neue Ausgabe „lesArt“ und die Doku „Die Geträumten“

Wien (OTS) – Im „kulturMontag“ mit Clarissa Stadler am 9. Juli 2018 um 22.30 Uhr in ORF 2 stehen Ingmar Bergmann, Madame d’Ora sowie „Die letzten Tage der Menscheit“ im Mittelpunkt. Der Jahrhundertregisseur Ingmar Bergmann würde heuer seinen 100. Geburtstag feiern. Eine seiner Töchter, die Schriftstellerin Linn Ullmann, hat in ihrem neuen Roman die Kindheit an der Seite ihrer berühmten Eltern verarbeitet. Madame d’Ora war eine Frau vor ihrer Zeit und hat sich bereits um 1900 einen Namen als Fotografin gemacht. Das Wiener Leopold Museum widmet dieser Ausnahmekünstlerin eine umfassende Schau. Und Paulus Manker hat sich das Unmögliche getraut und Karl Kraus‘ Weltkriegstragödie „Die letzten Tage der Menschheit“ inszeniert. Vier Jahre wurde daran gearbeitet und 75 der insgesamt 220 Szenen hat Manker für seine Version ausgewählt, die in der ehemaligen „Serbenhalle“ in Wiener Neustadt aufgeführt wird. Anschließend an das Magazin steht eine neue Ausgabe des Literaturmagazins „lesArt“ (23.30 Uhr) auf dem Programm, gefolgt von der Dokumentation „Die Geträumten“ (0.00 Uhr).

Von Angesicht zu Angesicht – der Jahrhundertregisseur Ingmar Bergman

„Niemand rückt dem Antlitz des Menschen so nah wie Ingmar Bergman“, so hat der französische Regisseur Francois Truffaut einmal gesagt. Tatsächlich gilt der schwedische Filmemacher, der heuer seinen 100. Geburtstag feiern würde, als einer der einflussreichsten Regisseure des 20. Jahrhunderts und als Erfinder des psychologischen Kinos. Mit „Das siebente Siegel“, „Szenen einer Ehe“ oder „Fanny und Alexander“ hat Bergman Filmgeschichte geschrieben. Sein Werk umfasst rund 60 Filme für Kino und Fernsehen, mehr als 170 Theaterproduktionen sowie zahllose Drehbücher und autobiografische Texte. Ingmar Bergman war fünfmal verheiratet, mehrfach liiert und hatte neun Kinder. Eines entstammt seiner Beziehung mit der norwegischen Schauspielerin Liv Ullmann. Die Schriftstellerin Linn Ullmann hat jetzt in ihrem neuen Roman „Die Unruhigen“ ihre Kindheit verarbeitet, das Aufwachsen als Tochter zweier egomanischer Arbeitstiere, die nie zusammen lebten, sichtbar gemacht. Es sind Erinnerungen einer Tochter an ihren berühmten Vater, der als Meister der Darstellung menschlicher Beziehungen das Kino revolutionierte.

Eine Frau ist eine Frau: Das Ausnahmetalent Madame d’Ora

In der österreichisch-ungarischen Monarchie war sie eine der ersten Atelierfotografinnen des Fin de Siècle: die außergewöhnliche Madame d’Ora, geboren als Dora Kallmus. In ihrem Universum gingen die Reichen und Schönen, die Intellektuellen, Künstlerinnen und Künstler ein und aus. Ob Gustav Klimt, Alma Mahler, Arthur Schnitzler oder gar Kaiser Karl I. – nahezu alle Größen der Gesellschaft zählten zu ihren Stammkunden, die sich in exzentrischen Posen für die Nachwelt verewigen ließen. Für eine Frau war es zum damaligen Zeitpunkt schwierig, eine Ausbildung als Fotografin zu erhalten. Erste Erfahrungen sammelte sie bei Besuchen im Atelier des Gesellschaftsfotografen Hans Makart, als erste Frau erhielt sie Zutritt zu den Theoriekursen an der „Wiener Grafischen“ und gründete schon 1907 in Wien ihr erstes Atelier. Mitte der 1920er Jahre ging Madame d’Ora nach Paris, fotografierte Josephine Baker, Marlene Dietrich oder Coco Chanel, wurde Haus- und Hof-Fotografin für Maurice Chevalier und arbeitete als Modefotografin für die ganz großen Häuser. Das Jahr 1938 veränderte das Leben der Dora Kallmus tiefgreifend, sie flüchtete nach Südfrankreich, während ihre Schwester und zahlreiche Verwandte deportiert und ermordet wurden. Sie kehrte nach dem zweiten Weltkrieg nach Wien zurück. Während dieser Zeit entstanden auch zahlreiche autobiografische Essays, in denen sie über ihr Leben und die Fotografie sinnierte: Das Wiener Leopold Museum widmet dieser Ausnahmekünstlerin eine umfassende Schau.

Die durch die Hölle gehen: Die letzten Tage der Menschheit

Geht es nach dem Willen des Autors, ist das Drama einem „Marstheater“ zugedacht. Karl Kraus hat seine Weltkriegstragödie mit ihren 220 Szenen als unaufführbar eingestuft, weil sie nicht nur im Umfang über jede menschliche Vorstellung hinausgeht. Eine Katastrophe von apokalyptischen Dimensionen, der Untergang der Welt in einer „Extraausgabe“. Mit satirischem Furor und moralischer Beschämung hat Kraus anhand von authentischen zeitgenössischen Quellen die Unmenschlichkeit und Absurdität des Ersten Weltkrieges dargestellt. Im Gedenkjahr 2018 wagt sich der österreichische Regie-Berserker Paulus Manker an den Mammuttext. Er inszeniert „Die letzten Tage der Menschheit“ in der ehemaligen „Serbenhalle“ in Wiener Neustadt, die im Zweiten Weltkrieg als Herstellungsort für Rüstungsgüter diente. Vier Jahre hat er intensiv daran gearbeitet. 75 der 220 Szenen hat er für seine Version des Antikriegsdramas ausgewählt, besetzt es mit 23 Darstellern, darunter der österreichische Schauspieler Alexander Waechter, der u. a. in die Rolle von Kaiser Franz Joseph I schlüpft oder der deutsche Kollege Stefan Kolosko als Kaiser Wilhelm II. Mankers „Die letzten Tage der Menschheit“ ist ein grell-buntes wie grotesk-düsteres musikalisches Polydrama in einer faszinierenden Bühnenlandschaft.

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Musikfestival „harriet&friends“ auf Burg Feistritz
Unter der künstlerischen Leitung von
Harriet Krijgh kommt vom 18. bis 21. Juli 2018 die internationale Musikwelt zusammen.

Bildergebnis für harriet krijgh
Harriet Krijgh. Copyright: Marco Borggreve

Feistritz am Wechsel – Die besondere Kombination aus Burg-Ambiente und einem fein abgestimmten Programm lockt bereits zum siebten Mal Konzertgäste nach Feistritz. Harriet Krijgh, künstlerische Leiterin von „harriet&friends“ und erfolgreiche junge Cellistin, lässt vom 18. bis 21. Juli 2018 Herzstücke des Kammermusikrepertoires erklingen.

„Es ist für mich jedes Jahr wieder eine sehr große Freude“, so Harriet Krijgh, „ausgewählte internationale Topstars der klassischen Musikszene, darunter meine engsten Musikerfreunde, nach Feistritz am Wechsel einzuladen.“ Mit dabei sind namhafte und preisgekrönte Musikerinnen und Musiker der aufstrebenden Generation, so die Geiger Emmanuel Tjeknavorian und William Hagen sowie der Kontrabassist Dominik Wagner. Moderiert werden die Abendkonzerte von Ulla Pilz (Ö1) und Wilhelm Sinkovicz (Die Presse).

Berühmte Werke der Romantik

Gleich im Eröffnungskonzert in der Alten Reitschule am Mittwoch, dem 18. Juli 2018, um 19.30 Uhr, steht mit dem Streichsextett Nr. 2 von J. Brahms eines der großen Werke der romantischen Kammermusikliteratur auf dem Programm. Harriet Krijgh musiziert gemeinsam mit ihren Musikerfreunden wie Candida Thompson (Violine) oder Georgy Kovalev (Viola). Der Donnerstag bringt um 17 Uhr ein Liedrezital mit der deutschen Mezzosopranistin Britta Schwarz, sie singt R. Schumanns berühmten Liederkreis op. 39 (nach J. v. Eichendorff). Im Abendkonzert um 19.30 Uhr erklingt als weiterer Höhepunkt das Streichquintett in C-Dur von F. Schubert. Am Freitagabend ist der junge, vielfach ausgezeichnete Geiger Emmanuel Tjeknavorian zu Gast in Feistritz, als „Rising Star“ der European Concert Hall Organisation hat ihn in dieser Spielzeit eine Tournee durch die renommierten Konzertsäle Europas geführt. Bei den „Brillanten Kunstwerken“ am Samstag, dem 21. Juli 2018, um 19.30 Uhr, zeigt der 20-jährige Wiener Kontrabassist Dominik Wagner sein virtuoses Können, bis schließlich beim Oktett von F. Mendelssohn Bartholdy nochmals viele der Festivalmusiker auf der Bühne vereint zu erleben sind.

Junge Talente auf dem Podium

Der 1991 geborenen künstlerischen Leiterin und erfolgreichen Cellistin Harriet Krijgh liegt die Förderung von ganz jungen Talenten besonders am Herzen. Seit diesem Studienjahr gibt sie als Lehrende der MUK – Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien mit viel persönlichem Enthusiasmus ihr Wissen und Können an die Studierenden weiter. Ausgewählte Talente wie der niederländische Geiger Emil Grubert (Jahrgang 2001) und der in Wien lebende Cellist Brendan Goh (Jahrgang 1999) dürfen sich in einem eigenen Konzert am Freitag, dem 20. Juli 2018, um 17 Uhr, auf dem Podium präsentieren und auch gemeinsam mit den etablierten Musikern im Abendkonzert auftreten.
Harriet Krijgh: „Obwohl ich das ganze Jahr hindurch weltweit konzertiere und viel Schönes erleben darf, bleibt harriet&friends für mich das absolute Highlight in meinem Kalender. Alle Mitwirkenden und ich können es kaum erwarten, diese liebevoll gestalteten Festivaltage gemeinsam zu genießen.“

Das in diesem Jahr vom 18. bis 21. Juli 2018 auf Burg Feistritz im südlichen Niederösterreich stattfindende Festival wurde im Jahr 2012 unter der künstlerischen Leitung von Harriet Krijgh gegründet. Ein Freundeskreis an Förderern und Sponsoren unterstützt die Ausrichtung und den Ausbau des Festivals. Der Veranstalter des Festivals ist das Forum Burg Feistritz.

Kartenreservierung über das Tourismusbüro Kirchberg am Wechsel, Tel. +43 2641 2460, tourismus@kirchberg-am-wechsel.at

www.harrietandfriends.at

www.burgfeistritz.com

 

„harriet&friends“ Musikfestival vom 18. bis 21. Juli 2018

Mittwoch, 18. Juli 2018, 19.30 Uhr The Grand Opening

Donnerstag, 19. Juli 2018, 17 Uhr Sehnsuchtsorte – Liedrezital, 19.30 Uhr Werke der Ewigkeit

Freitag, 20. Juli 2018, 17 Uhr Young Talents, 19.30 Uhr Böhmische Märchen

Samstag, 21. Juli 2018, 11 Uhr Matinee Kirche Feistritz, 17 Uhr Tea Time Concert, 19.30 Uhr Brillante Kunstwerke

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