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INFOS DES TAGES (MONTAG, 8. OKTOBER 2018)

08.10.2018 | Aktuelles

INFOS DES TAGES (MONTAG, 8. OKTOBER 2018)

Solistenkonzert mit KS Angelika Kirchschlager und Julius Drake an der Wiener Staatsoper

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Angelika Kirschlager. Foto: Wiener Staatsoper

 KS Angelika Kirchschlager kehrt am Donnerstag, 11. Oktober 2018 mit einem Solistenkonzert zurück auf die Bühne des Hauses am Ring. Die der Wiener Staatsoper seit vielen Jahren eng verbundene Mezzosopranistin – sie gestaltete hier bereits 20 Rollen an rund 260 Abenden – präsentiert gemeinsam mit dem englischen Pianisten Julius Drake Franz Schuberts Liederzyklus „Winterreise“.

Karten von € 8,- bis € 65,- erhältlich an den Bundestheaterkassen

sowie unter www.wiener-staatsoper.at
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INTERVIEWS ZU „LES TROYENS an der Wiener Staatsoper (Premiere 14.10.):

GESPRÄCH MIT PAOLO FANALE (Tenor, singt die Rolle des „Iopas“)

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Paolo Fanale. Foto: Agentur

Es ist bereits seine zweite Premiere an der Wiener Staatsoper. Nach dem „Fenton“ in der Falstaff-Produktion unter dem Regisseur Sir John McVicar nun der „Iopas“ in den „Troyens“ unter dem selben Regisseur.   

Der Iopas ist eine äußerst schwierige Rolle, meint der Künstler aus Palermo. Er ist ungefähr so heikel angelegt wie der italienische Sänger im Rosenkavalier, nur dass im Rosenkavalier der Sänger auf die Bühne kommt und loslegen kann, der Iopas ist schon lange zuvor in der Szene anwesend, mit kleineren Einwürfen und erst nach circa zwanzig Minuten des fast Nichtstuns muss er sich präsentieren. Das ist wie von 0 auf 150 in drei Sekunden…

ZUM INTERVIEW Paolo Fanale mit Elena Habermann

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SONOSTREAM-TV: MADAMA BUTTERFLY AUS GLYNDEBOURNE

Bildergebnis für sonostream

Dear friends,

Sonostream.tv is excited to be making another striking production from the Glyndebourne Festival available as a video on demand: Giacomo Puccini’s Madama Butterfly, filmed in June 2018 by François Roussillon, one of the most brilliant film producers and directors working in opera today.

This Madama Butterfly was the first ever to be shown at the Glyndebourne Festival when it premiered in 2016. Stage director Annelise Miskimmon updates Puccini’s masterpiece to the early 1950s, with Pinkerton depicted as a serviceman with the American occupying forces and the title character as his GI bride. Although many war brides at this time did make exciting new lives abroad with their strapping Western husbands, Butterfly is still callously abandoned by the father of her child. The production’s postwar setting therefore lends a gritty edge to this tragic story, which becomes ‚painfully realistic, making its emotional impact all the stronger‘ (The Telegraph).
As the young geisha who gives up everything for love, Olga Busuioc gives a compelling performance which shows all the complicated facets of the strong-minded title character. Joshua Guerrero portrays Pinkerton ‚to a tee‘ (Seen & Heard International), while Elizabeth DeShong sings the role of Suzuki with a ‚voice of superb authority‘ (The Telegraph). Omer Meir Wellber’s conducting has a ‚tremendous, slow-burning intensity that draws us relentlessly into the opera’s unsettling world‘ (The Guardian).
The performance is available to watch at home with 30-day access for only €4.99. The opera is performed in the original Italian and can be followed with English subtitles.

Watch Madama Butterfly now!

Conductor Omer Meir Wellber
Stage Director Annelise Miskimmon
Designer Nicky Shaw
Lighting Designer Mark Jonathan
Movement Director Kally Lloyd-Jones
Video Designer Ian William Galloway

Executive Producer George Bruell
Film Director François Roussillon

CAST
Cio-Cio-San Olga Busuioc
Lieutenant B. F. Pinkerton Joshua Guerrero
Suzuki Elizabeth DeShong
Goro Carlo Bosi
Sharpless Michael Sumuel
The Cousin Jennifer Witton
Cio-Cio-San’s mother Eirlys Myfanwy Davies
Yakuside, Cio-Cio-San’s Uncle Adam Marsden
The Aunt Shuna Scott Sendall
Imperial Commissioner Adam Grayson
Official Registrar Jake Muffett
Bonze Oleg Budaratskiy
Prince Yamadori Simon Mechlinski
Sorrow Rupert Wade
Kate Pinkerton Ida Ränzlöv

London Philharmonic Orchestra
Leader Peter Schoeman
The Glyndebourne Chorus

Also from the Glyndebourne Festival on Sonostream.tv
Samuel Barber’s Vanessa
Performed and recorded on 14 August 2018

Conductor Jakub Hrůša
Stage Director Keith Warner
Executive Producer George Bruell
Film Director François Roussillon
Erika Virginie Verrez
Nicolas, the Major-Domo William Thomas
Vanessa Emma Bell
Anatol Edgaras Montvidas
The Old Baroness Rosalind Plowright
The Old Doctor Donnie Ray Albert
Footman Romanas Kudriašovas
Actors
Jessica Barlow
Elle Carter
James Chuma
Joanna Cordle
Adam Grayson
Paul Gunn
Andie Morgan
Zachary Street
Dan Vernan

London Philharmonic Orchestra
Leader Kevin Lin
The Glyndebourne Chorus

In his Glyndebourne directorial debut, the acclaimed stage director Keith Warner takes on this quintessential 20th century opera, a psychologically charged tale about three generations of women in a remote mansion who are confronted by the romantic ghosts of the title character’s past. Romantic idealism and yearnings meet the harsh truths of life, with the opera asking the question: how emotionally vulnerable should you let yourself be?

Watch Keith Warner’s new production of Samuel Barber’s Vanessa

Have a look at our other video-on-demand programs from the Theater an der Wien , Glyndebourne Festival and Aix-en-Provence Festival, as well as beautiful documentaries from Arthaus Musik!

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„In memoriam Montserrat Caballé“: Hommage in ORFIII und ORF2
 Caballé-Schwerpunktsendung in „Kultur Heute“ mit Angelika Kirchschlager und Barbara Rett =

Wien (OTS) – Die Starsopranistin Montserrat Caballé ist im Alter von 85 Jahren verstorben. Am Montag, dem 8. Oktober 2018, widmet „Kultur Heute“ (19.45 Uhr) dem Opernstar  eine Schwerpunktsendung. ORF-III-Moderatorin Ani Gülgün-Mayr begrüßt Angelika Kirchschlager und Barbara Rett bei sich im Studio, um auf die Karriere der spanischen Sopranistin zurückzublicken.

In ORF2 steht am Sonntag, dem 14. Oktober 2018, ab 9.00 Uhr im Rahmen der Matinee ein Porträt von Montserrat Caballé gestaltet von Karina Fibich auf dem Programm.

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Eine persönliche Hommage an Charles Aznavour

„Les poètes ne meurent jamais – Die Dichter sterben nie“

 Emmanuel Macron


Line Renaud und Charles Aznavour. Copyright: Anderea Matzker

Von Andrea Matzker und Dr. Egon Schlesinger

Eine ganze Woche der Trauer überschattete die Musikwelt und liegt nun hinter uns. Als am Montag, dem 1. Oktober 2018, bekannt wurde, dass Charles Aznavour gestorben sei, hörte man auf allen Sendern in Frankreich 24 Stunden lang seine Stimme. Ebenso in Italien. Die Italiener sahen ihn fast als einen der ihren an, seit Iva Zanicchi vor langer Zeit als erste Künstlerin überhaupt eine ganze Langspielplatte allein mit seinen Liedern auf italienischer Sprache eingesungen hatte. Dies war der Anlass dazu, ihn selbst auf die Idee zu bringen, auf Italienisch zu singen. Seither begleiteten seine Songs die Italiener aller Generationen und bildeten den musikalischen Hintergrund für ihre diversen Lebensphasen. Er liebte die Italiener sehr, denn sie seien optimistischer als die Franzosen. In Deutschland wurde sein Tod nur marginal mit ein oder zwei Sätzen erwähnt; der Film „Die Blechtrommel“ lief am Tag seiner Beerdigung auf Arte.

Die Autoren dieser kleinen Würdigung hatten sich zu Beginn des Jahres ganz besonders darauf gefreut, dass Charles Aznavour im Rahmen seiner Europatournee am 4. August auch in Köln gastieren sollte und hatten sich sofort Karten gekauft. Als das Konzert leider abgesagt werden musste aufgrund seines Armbruchs, den er sich Mitte Mai zugezogen hatte, bestand die Hoffnung, dass das Konzert sogar nachgeholt werden würde, und in jedem Fall aber die restlichen Konzerte der Tournee ab September wie geplant stattfinden sollten. Das Schicksal erlaubte diese weiteren Termine nicht mehr, obwohl er noch in der vorletzten Woche verschiedenste Auftritte hatte, zweimal mit Jean-Paul Belmondo im Pariser Restaurant „Le Centenaire“ gespeist hatte, guter Dinge war und bereits viele Pläne für die kommende Woche und die Zukunft hatte. Seine Freunde sagten allerdings, dass ihn ein tiefer Kummer erfasst hatte, seit am 5. Dezember 2017 sein langjähriger Freund Johnny Hallyday und nun am 18. September auch der Schauspieler und Schriftsteller Jean Piat, dem er fast ein ganzes Leben lang verbunden war, starben. Vielleicht haben ihm diese Schicksalsschläge das Herz gebrochen.


Patricia Kaas und Charles Aznavour. Copyright: Andrea Matzker

Bis zu diesem Jahr gab es drei persönliche Begegnungen mit Charles Aznavour für die Kölner Autoren. Nach seinem Konzert in der Rheingoldhalle von Mainz lud der Künstler sie persönlich zu seinem 80. Geburtstag in das Palais des Congrès von Paris ein. Das Konzert „Bon Anniversaire Charles“ am 22. Mai 2004 wurde so zu einem unvergesslichen Erlebnis. Der französische Staatspräsident Jacques Chirac war mit seiner Frau zugegen, Weltstars wie Liza Minelli, Nana Mouskouri, Patricia Kaas, Line Renaud, Roberto Alangna und Johnny Hallyday traten zusammen mit dem Jubilar auf. Zur lit. Cologne kam er im Jahre 2011, um gemeinsam mit Volker Schlöndorff im Schauspielhaus seine Autobiographie “Mit leiser Stimme“ vorzustellen. Bei dieser Gelegenheit traf man sich persönlich im Hotel Wasserturm der Stadt zu einem Gespräch.

Sein Lebenslauf, seine diversen Engagements auf sozialer Ebene und für Armenien, seine Filme und seine unendlichen musikalischen Erfolge sind hinlänglich bekannt. Daher nur ein paar Worte zu seiner Person. Freundschaft war für ihn eine ernstzunehmende Sache, denn einen wirklichen Freund hat man erst nach 30 Jahren. Nach dem Grund für seine eindrucksvolle Intensität bei jedem einzelnen Auftritt befragt, sagte er ganz einfach: „Ich nehme keine Drogen, gehe früh ins Bett, arbeite jeden Tag und habe seit 50 Jahren die gleiche Frau. Das ist die solide Basis für meine Ausstrahlung und der Grund für meinen Erfolg.“ Er schrieb jeden Tag an neuen Kompositionen, verwarf auch Vieles, aber Arbeit war für ihn das Leben. Über 1400 Chansons hat er geschrieben. Er selbst hat sie in sieben Sprachen eingesungen, darunter auch auf Neapolitanisch, worauf er besonders stolz war. Um die 300 Millionen Schallplatten hat er verkauft, und Konzerte hat er bis zu seinem – trotz des hohen Alters – überraschenden Tod gegeben. Er glaubte an einen allen Religionen übergeordneten Gott und gab seine Angst vor dem Tod unumwunden zu: “Leben kannst du zweimal, sterben nur einmal.“ Als er 50 Jahre alt wurde, wollte er die nächste Geburtstagsfeier erst wieder zum 100. machen. Fast hätte er es geschafft. Aber seine Lieder bleiben ewig. Genau wie sein eigenes Lieblingslied „Hier encore“ oder auf Italienisch „Ieri si“. Der größte Traum seines Lebens war, einmal in der Mailänder Scala zu singen.

Auf Wunsch der Familie, die nicht ein riesiges Volksereignis wie bei der Beerdigung von Johnny Hallyday gewünscht hatte, fand die Trauerfeier am vergangenen Freitag, dem 5. Oktober 2018, im Hof des Hôtel des Invalides als extrem würdiger, ergreifender und bewegender Staatsakt mit militärischen Ehren statt. Die ehemaligen Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy und Francois Hollande waren zugegen. Emmanuel Macron, mit dem Charles Aznavour in der nun kommenden Woche ursprünglich zum Frankophonie-Gipfel nach Armenien reisen sollte, sprach die Trauerrede, die schöner, passender, geschmackvoller und emotionaler nicht hätte sein können, ebenso wie die gesamte Feier an sich. Hätte Charles Aznavour sie hören können, so wäre er mit dem letzten kleinen Kümmernis, dass er zeitlebens hatte, nämlich dem Eindruck, dass er in Frankreich nie so sehr geschätzt worden sei wie im ganzen Ausland, absolut versöhnt gewesen. Kein Zweifel hätte mehr daran bestanden, dass er in Frankreich die allerhöchste Wertschätzung genoss und genießt.

Der Samstag war aus diesem Anlass ein nationaler Trauertag in Frankreich. Nach der Messe in der Kirche Saint-Jean-Baptiste in Paris wurde Charles Aznavour im Familiengrab auf dem Friedhof von Montfort-l’Amaury in der Nähe von Paris unter Ausschluss der Öffentlichkeit bestattet. Am gleichen Tag wie er starb der bekannte Komponist Stelvio Cipriani, der die Musik für über 200 Kinofilme schrieb und mit der Titelmelodie zum Film „Anonimo Veneziano“ weltberühmt wurde, und am Tage seiner Beerdigung verstarb Montserrat Caballé. Arte widmet dem großen Künstler am Sonntag (7.10.) mehrere Sendungen

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Ausstellung  GERHARD RICHTER  in Köln (Verkaufsaustellung bis 22.12.)

Von Dr. Egon Schlesinger

33 Werke des Künstlers, alle handschriftlich signiert, hängen bis zum 22. Dezember 2018 in der Kanzlei CMS Hasche Sigle im Kölner Kranhaus 1 und können auf Anfrage hin besichtigt werden. Bevorzugter  Besichtigungstermin ist voraussichtlich jeweils Freitag nach Arbeitsschluss, damit der Betrieb der Kanzlei nicht zu sehr aufgehalten wird (Anmeldung und Terminvereinbarung über die E-Mail: kunsthilftgeben@gmail.com).


Gerhard Richter: Seltene signierte Ersttagsbriefmarke. Foto: Andrea Matzker

Richter und andere Gönner haben die Werke zu guten Zwecken dem Verein Kunst hilft geben überlassen, der in möglichst naher Zukunft die Casa Colonia für Arme und Obdachlose errichten möchte. Neben Fotografien, wie dem Luftbild „Bridge“ von Köln oder „Frau mit Kind“, seinen berühmten „Kerzen“ und „Rosen“ und anderen großflächigen Werken gibt es auch die von Richter doppelt signierte Ersttagsausgabe einer Sonderbriefmarke nach seinem Werk mit dem Titel „Seestück“, eine echte Rarität.


Gerhard Richter: „Merlin“. Foto: Andrea Matzker

Da die Werke der Wohltätigkeit dienen, fallen keine Gebühren für Galeristen an. Insofern sind sie von besonderem Interesse für Sammler und Verehrer des Künstlers.


Gerhard Richter: „Hund“. Foto: Andrea Matzker


Gerhard Richter: „Neuschwanstein“. Foto: Andrea Matzker

Dr. Egon Schlesinger/ Andrea Matzker

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