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INFOS DES TAGES (MONTAG, 7. MAI 2018)

07.05.2018 | Aktuelles

INFOS DES TAGES (MONTAG, 7. MAI 2018)

WIENER STAATSOPER: SAMSTAG PREMIERE „SAMSON ET DALILA“

Zur Premiere und Produktion

Nach 24 Jahren kehrt Samson et Dalila zurück an die Wiener Staatsoper:

Am Samstag, 12. Mai 2018 feiert die Oper in einer Neuinszenierung von Alexandra Liedtke Premiere im Haus am Ring.

Camille Saint-Saëns komponierte ausgehend von einem Libretto Voltaires eine Oper (die ursprüngliche Musik zu diesem Werk ist verschollen), die aus der bekannten biblischen Geschichte nur einen Ausschnitt wählt: Die Liebesgeschichte. Besonders interessierte den Komponisten aber auch der einsame Raum rund um die Protagonisten – und so sind Samson und Dalila nicht nur Liebende, sondern auch Einsame in sich bekriegenden Gesellschaften.

Uraufgeführt wurde das Werk 1877 in Weimar, kam 15 Jahre später an die Pariser Opéra und 1907 in der Direktion Gustav Mahlers und unter Dirigent Bruno Walter an die Wiener Hofoper. Die bisher zweite Staatsopern-Produktion von Samson et Dalila kam im Dezember 1990 heraus, mit KS Plácido Domingo als Samson, KS Agnes Baltsa als Dalila, unter dem Dirigat von Georges Prêtre und in einer Inszenierung von Götz Friedrich.

Die anstehende Neuproduktion wird musikalisch geleitet vom italienischen Dirigenten Marco Armiliato, der seit seinem Debüt im Haus am Ring 1996 mit Andrea Chénier eine Vielzahl an Repertoirevorstellungen – insgesamt 30 unterschiedliche Werke – sowie die Premierenproduktion von Il trovatore (2017) dirigierte. Bei Samson et Dalila „handelt es sich um eine durchwegs französische Musik, um eine sehr abwechslungsreiche, kurzweilige, elegante französische Musik, in der jeder einzelne Moment für sich ebenso beeindruckend ist, wie der Gesamteindruck! […] In dieser Oper reiht sich ein besonderer Moment an den nächsten“, so Marco Armiliato im Gespräch mit Andreas Láng für das Staatsopernmagazin Prolog.

Regie führt – erstmals an der Wiener Staatsoper – die deutsche Regisseurin Alexandra Liedtke, die bisher u. a. am Schauspielhaus Hamburg, dem Burgtheater, am Theater in der Josefstadt, den Salzburger Festspielen und am Schauspielhaus Bochum arbeitete. Ihr Debüt als Opernregisseurin gab sie mit Das Labyrinth bei den Salzburger Festspielen, mit Samson et Dalila debütiert sie nun im Haus am Ring. Ihr Zugang zum Werk ist mitunter geprägt von David Grossmans Buch Löwenhonig, in dem die These aufgeworfen wird, dass Samson eine Art Selbstmordattentäter ist: „Sein Buch hat für mich in der Auseinandersetzung und Vorbereitung auf die Inszenierungsarbeit einen ganz großen Reiz besessen. Es tauchen ja viele Fragen auf: Wie wird unterschieden in der Frage, ob ein Mensch ein Held ist oder ein Mörder?

Wenn man sich die großen Stoffe anschaut – egal, ob Bibel oder griechische Mythologie – was definiert Menschen, ob sie Helden sind oder Mörder? Wenn jemand tausende Menschen umbringt: Wann nennen wir ihn einen Helden? Bei Samson frage ich mich: Wie sehr wollte er das tun? Er wurde schon vor seiner Geburt auserwählt – hatte er eine Wahl? Wie lebt es sich mit dem Wissen, der Retter eines Volkes zu sein? Ein Gottgesandter zu sein? Manchmal habe ich ja fast den Eindruck, dass Samson wie ein Kind durch die Welt wandelt und niemals an Konsequenzen denkt.“

Der deutsche Bühnenbildner Raimund Orfeo Voigt, der an der Akademie der Bildenden Künste in Wien studierte, ist mit Samson et Dalila erstmals an der Wiener Staatsoper tätig. Er arbeitete bisher u. a. für das Schauspielhaus Graz, die Salzburger Festspiele, das Theater in der Josefstadt, Burgtheater, Salzburger Landestheater, Staatstheater Mainz, Schauspiel Leipzig, für die Opernfestspiele der Bayerischen Staatsoper, das Residenztheater München, das Berliner Ensemble.

Alexandra Liedtke und Raimund Orfeo Voigt entschieden sich bewusst für ein schlichtes Bühnenbild und gegen Exotismus aus biblischer Zeit, was die Regisseurin erläutert: „Ich stelle mir lieber die Frage: Wie modern ist das Thema? Es geht um Macht, um Machterhalt. Und es geht um Verantwortung und Liebe – und die Spannung, die sich daraus ergibt.

Was passiert, wenn man sich zwischen Herz und Verstand entscheiden muss?

Ich fürchte, es geht selten gut aus …“

Die Kostüme gestaltet die deutsche Kostümbildnerin Su Bühler, die an der Wiener Staatsoper bisher die Kostüme für Lady Macbeth von Mzensk kreierte.

Für das Lichtdesign zeichnet Gerrit Jurda (Debüt im Haus am Ring) verantwortlich, die Choreographie stammt von Lukas Gaudernak.

Die Sängerbesetzung

In den Titelpartien geben zwei der international gefragtesten Sänger ihr persönliches Rollendebüt: KS Roberto Alagna als Samson sowie KS Elīna Garanča als Dalila.

Den Protagonisten Samson beschreibt KS Roberto Alagna so: „Für mich ist er der größte Held der Bibel. Als ich Kind war, erzählte mir meine Großmutter die bekannten Geschichten aus der Bibel nach. […] Und Samson wurde bald zu meinem liebsten Helden. […] Weil Samson nicht nur enorm stark war, sondern auch eine gewisse Fragilität hatte. Wir lernen in der Bibel ja, wie er auch Schwäche zeigte. Abgesehen davon scheint er mir bis heute ein nobler Charakter: Sein Flehen zu Gott um Vergebung hat ja keine persönlichen Gründe, sondern er bittet um Macht, um seinem Volk helfen zu können. […] Samson zu studieren ist so wie sich zu verlieben.

Umso mehr man sich mit der Partie beschäftigt, desto vielfältiger und faszinierender erscheint sie einem. Es ist überraschend, wie reich diese Oper an Melodien ist, wie viel Atmosphäre in ihr steckt. Man hört Phrasen, die unglaublich bewegend sind und einen an Puccini erinnern.“ Im Haus am Ring feierte der Tenor in den vergangenen Wochen großen Erfolg als Otello sowie als Calaf (Turandot); nach Des Grieux (Manon), Faust sowie Manrico (Il trovatore) ist Samson et Dalila seine vierte Staatsopernpremiere.

KS Elīna Garanča verkörpert erstmals die Dalila, eine Partie, die für sie besonders interessant ist: „Bei Dalila ist es ja tatsächlich so, dass wir sehr wenig über sie wissen. Woher kommt sie? Wer hat welche Macht über sie – und warum? Hat sie einen Glauben – und wenn ja, welchen? Wie ist ihr Verhältnis zum Oberpriester? Alles ist ziemlich nebelhaft. Da muss ich mir eben viele Fragen stellen und bin gefordert, die Bühnenfigur zum Leben zu erwecken. Das ist durchaus eine sehr schöne Arbeit – und macht die Proben auch spannend! […] Sie ist ein komplexer Charakter, und das interessiert mich! […] Ich hatte immer großen Respekt vor der Partie, weil sie so als Alto-mäßig verschrien ist. Dalila ist in Wahrheit aber eine unglaublich lyrische Partie, die man auch so singen muss.“ KS Elīna Garanča startete ihre Karriere als Ensemblemitglied der Wiener Staatsoper, der sie seit ihrem Debüt eng verbunden ist. Mit Samson et Dalila wirkt sie bei ihrer fünften Premiere im Haus am Ring mit; bisherige Neuproduktionen waren Meg Page (Falstaff), Charlotte (Werther), Giovanna Seymour (Anna Bolena), und Sesto (La clemenza di Tito).

KS Carlos Álvarez gestaltet den Oberpriester des Dagon, den großen Gegenspieler des Protagonistenpaares Samson und Dalila. Die Produktion ist die achte Staatsopernpremiere des Publikumslieblings nach Don Carlo (Ernani), Don Giovanni (im Theater an der Wien), Figaro (Le nozze di Figaro), Alphonse XI (La Favorite), Ford (Falstaff), Sulpice (La Fille du régiment), Don Carlos (La forza del destino).

Den Oberpriester des Dagon verkörperte er erstmals vor rund drei Jahren in Oviedo und gibt nun sein Staatsopern-Rollendebüt. Im Gespräch mit Andreas Láng für den Prolog erklärt er auf die Frage, ob der Oberpriester der eigentliche Bösewicht in Samson et Dalila ist: „Was ist der Oberpriester des Dagon? Die zentrale politische und religiöse Macht der Philister in einer Zeit, in der Menschenleben nicht viel galten und die Geschichte nur von den Siegern geschrieben wurde. […] Aus seiner Sicht kann das Ziel nur in der Vernichtung Samsons liegen – und darin wird er nichts Verwerfliches erkennen. Das Publikum soll durchaus über die Sinnhaftigkeit dieses Standpunktes nachdenken, über alternative Wege diskutieren, aber so einfach als Bösewicht würde ich den Oberpriester nicht abqualifizieren.“

In den weiteren Partien sind die Staatsopern-Ensemblemitglieder Sorin Coliban als Abimélech, Dan Paul Dumitrescu als Alter Hebräer, Leonardo Navarro als Kriegsbote der Philister, Jörg Schneider als Erster Philister und Marcus Pelz als Zweiter Philister zu erleben.

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WIENER STAATSOPER:  L’ELISIR D’AMORE AM  8. und 11. Mai

Dirigent Pavel Baleff
nach einer Inszenierung von Otto Schenk
Ausstattung Jürgen Rose

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Paolo Fanale (Nemorino)

Der italienische Tenor PAOLO FANALE wurde in Palermo geboren und studierte am Vincenzo Bellini Konservatorium. Sein professionelles Operndebüt gab er als Don Ottavio (Don Giovanni) in Padua. Mittlerweile ist er regelmäßig an wichtigen Bühnen, wie an der Mailänder Scala, an der New Yorker Metropolitan Opera, bei den Salzburger Festspielen, beim Luzern Festival, an der Opéra National de Paris, an der Bayerischen und Berliner Staatsoper, an der Deutschen Oper Berlin, am Liceu in Barcelona, am Pariser Théâtre des Champs-Elysées, am New National Theatre Tokyo, an der Accademia Nazionale di Santa Cecilia, in Verona, Valencia, Genua, Neapel, Florenz, Turin, Marseille, Monte Carlo zu hören. Sein Repertoire umfasst Partien wie Fenton, Roméo, Nemorino, Tamino, Pelléas, Ferrando, Belmonte, Rinuccio, Tebaldo (I Capuleti e i Montecchi), Gennaro (Lucrezia Borgia), Grimoaldo (Rodelinda), Edgardo, Faust, Rodolfo, Tito, Duca di Mantova, Nadir. Außerdem ist Paolo Fanale auch auf Konzertbühnen zu erleben. Bislang hat er mit Dirigenten wie Claudio Abbado, Daniele Gatti, James Levine, Kurt Masur, Zubin Mehta, Daniel Oren, Antonio Pappano und Jordi Savall zusammengearbeitet. (Quelle: Wiener Staatsoper)

Adina Valentina Naforniţa
Nemorino Paolo Fanale
Belcore Gabriel Bermúdez
Doktor Dulcamara Paolo Rumetz


Der Dirigent Pavel Baleff bei seinem Besuch im Dezember 2016 beim Online-Merker. Foto: Barbara Zeininger

Auszug aus dem Interview mit dem „Online-Merker“: Als Chefdirigent der Philharmonie Baden-Baden leitet Pavel Baleff seit Anfang 2007 eines der traditionsreichsten Orchester Deutschlands.  Baden-Baden ist eine sehr lebenswerte Stadt, in der sich auch seine Familie sehr wohl fühlt. Aufgrund seines umfangreichen Repertoires führten ihn Engagements als Opern-, Ballett- und Konzertdirigent u.a. an das Zürcher Opernhaus, an die Dresdner Semperoper, an das Leipziger Gewandhaus, an die Hamburger Staatsoper und an das Bolschoi Theater in Moskau. Er arbeitet mit international renommierten Solisten wie Anne Sophie Mutter, Anna Netrebko, Krassimira Stoyanova, Diana Damrau,  Edita Gruberova und Vesselina Kasarova, Ramon Vargas, Thomas Hampson, Piotr Beczala und Luca Pisaroni. In 2012 wurde die CD  „Slavic Opera Arias“ mit Krassimira Stoyanova mit dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik und dem „International Classic Music Award“ prämiert…

ZUM INTERVIEW mit Pavel Baleff (2017)

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ELISABETH MARIA WACHUTKA: KURSSEMINARE ZUM THEMA „ATEM/ STIMME/ KOMMUNIKATION“

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Elisabeth-Maria Wachutka

Liebe Freunde und Bekannte!

es freut mich Ihnen mitteilen zu können, dass für meine tätigkeit als atempädagogin und atemtherapeutin meine neue Website

http://atem-bodensee-oberschwaben.de/

heute online gegangen ist.

meine kurseminare zum thema “atem /stimme/ kommunikation” bestehen aus 3 gleichwertigen teilen zu den jeweiligen themen. es sind also keine alleinigen “ilse-middendorf-atem seminare”.

mit herzlichen Grüßen

Elisabeth-Maria Wachutka

Schudele-Strasse 43
D-88339 Bad Waldsee
Telefon: +49 7524 4093275
Mobil: +49 171 5305210
Telefax: +49 7524 4093278
E-Mail: soukup.wachutka@t-online.de

Gesang
www.elisabeth-maria-wachutka.de

www.elisabeth-maria-wachutka.com
Atem
http://atem-bodensee-oberschwaben.de/
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KÜNSTLERGESPRÄCH BEIM ONLINE-MERKER: ALEKSANDRA KURZAK

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BITTE VORMERKEN/ MERKER-KUNSTSALON:


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TIFLIS/ Georgien/Opernhaus: „OPERA CROWN“ – internationaler Sangeswettbewerb mit südafrikanischer Beteiligung

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Nombulelo Yende

In der ersten Mai-Woche 2018  fand in Tiflis/Georgien an der dortigen Oper unter dem Titel “Opera Crown” ein internationaler Sangeswettbewerb statt , bei dem die suedafrikanischen Saenger  Palesa Malielola , Cecilia Rangwanasha, Siphamandla Yakupa  und Nombulelo Yende teilnahmen.  

Von vier suedafrikanischen Saengern kamen drei in das Finale. Hier ein erster Bericht von Nombulelo Yende.

“The Tbilisi Opera Crown Competition was the most amazing experience for me, to even make it through to the semi-finals was the greatest achievement for me seeing how high the standards were with the most amazing singers from around the globe. When they called my name to say I had made it to the final round I couldn’t believe it, I couldn’t even celebrate because I thought they made a mistake. I am most grateful for the opportunity to have performed in front of the most prominent people in our field from all the big opera houses and the amazing Grace Bumbry.”

Nombulelo Yende sang in der ersten Runde Non mi dir (Mozart), Qui la voce (Bellini) , im Semifinale  O quante volte (Bellini) ,Una voce poco fa (Rossini) und im Finale: Dove sono (Mozart) und Ernani involami (Verdi) .

Sie wird am 22.Juni in Johannesburg im “Rand Club’ auftreten.

Auf face book finden sie Informationen unter “ Nombulelo Yende’ und “Rand Club”. Siehe auch website: www.randclub.co.za

Dr. Harald Sitta
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THEATER HEIDELBERG – MUSIKTHEATERPREMIEREN 2018/2019

Aufeinander zugehen, miteinander reden, voneinander lernen, einander respektieren– diese eigentlich selbstverständlichen Umgangsformen gewinnen an Bedeutungin einer Zeit, die zunehmend geprägt ist von Aggression und Ausgrenzung. (Holger Schultze/ Intendant)

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Das 2012 wiedereröffnete Theater Heidelberg

Premieren MUSIKTHEATER

RIGOLETTO von Giuseppe Verdi
Regie Alexandra Szemerédy, Magdolna Parditka
22. September 2018 | Marguerre-Saal | S. 26

IDOMENEO von Wolfgang Amadeus Mozart
Regie Peter Konwitschny
16. November 2018 | Marguerre-Saal | S. 29

LA VERITÀ IN CIMENTO von Antonio Vivaldi
Regie Yona Kim
30. November 2018 | Schwetzingen | S. 31

BENJAMIN von Peter Ruzicka
Regie Ingo Kerkhof
9. Februar 2019 | Marguerre-Saal | S. 32

DIE LUSTIGE WITWE von Franz Lehár
Regie Holger Schultze
6. April 2019 | Marguerre-Saal | S. 37

KATJA KABANOVA von Leoš Janáček
Regie Andrea Schwalbach
24. Mai 2019 | Marguerre-Saal | S. 38

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KÖLN/ Theater am Dom: „Honig im Kopf“ (zu sehen bis 15. Juli)

Von Dr. Egon Schlesinger


Premierenfeier: Marianne Roggèe gratuliert Achim Wolff. Foto: Andrea Matzker

Bis zum 15. Juli 2018 ist die erfolgreiche Bühnenadaption des berühmten Films von Til Schweiger in Kölns traditionsreichem  Boulevardtheater zu sehen. Das gesellschaftlich relevante und subtile Thema Demenz, eigentlich nicht gerade für eine Komödie geeignet, wird ausgesprochen empfindsam und doch zugleich humorvoll behandelt. Im Gegensatz zu den sonstigen komödiantischen Aufführungen handelt es sich hier eher um eine leise und anrührende Charakterstudie rund um die dramatische und tragische Erfahrung, die Betroffene und Angehörige durch die Alzheimer-Erkrankung machen müssen. Im Grunde ist fast jeder Besucher irgendwie involviert, denn wer hat keine betagten Anverwandte oder Freunde im Bekanntenkreis. Das Stück zeigt eindrucksvoll den fantasiereichen und oft sehr geduldigen Umgang mit den Patienten. Der zermarternde und nicht selten Familien zerrüttende Zwiespalt, den liebende Angehörige in sich tragen, weil sie nicht wissen, wie sie selbst mit der Situation zurande kommen sollen und andererseits den Kranken nicht weggeben wollen, wird deutlich dargestellt.

Die Katastrophen, die Opa Amandus unfreiwillig hervorruft, bringen die Familie an den Rand der Verzweiflung. Sohn und Schwiegertochter sind ohnehin überfordert, da sie beruflich und privat genug Probleme haben. Allein Enkeltochter Tilda schafft es ernsthaft, ihrem Opa Verständnis entgegenzubringen. Als Sohn Niko den Vater in seiner Hilflosigkeit in einem Heim anmelden will, entführt Tilda den Opa kurzerhand auf eine abenteuerliche Reise nach Venedig, wo er einst so glücklich mit seiner verstorbenen Frau war. Diese Reise durch halb Europa, die eindrücklich mit den einfachsten, aber sehr geschickten Bühnenmitteln sowie hervorragenden Darstellern (nicht zuletzt Achim Wolff als hinreißendem Opa Amandus) vermittelt wird, zeigt, dass Liebe, Freude und oft ein guter Witz die beste Medizin sein können und dadurch die ansonsten äußerst traurige und belastende Grundsituation erleichtern. Trotz anhaltendem Applaus und vielen Lachern verließen die Zuschauer das Theater sehr nachdenklich, verhaltener als sonst und teilweise mit Gänsehautgefühl und einem Tränchen im Auge, was für ein Boulevardtheater nicht gerade typisch ist.

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KÖLN: Die Auferstehung des Maca-ronni

Von Andrea Matzker und Dr. Egon Schlesinger


Moshe Fleischer, Mark Keller und Metin Illica (der Padrone). Foto: Andrea Matzker

Die Neueröffnung eines der beliebtesten Kölner Lokale seit sicherlich 30 Jahren kommt einem Paukenschlag gleich, denn nicht nur die neue, bequeme und elegante Einrichtung besticht, sondern das gesamte Ambiente. Restaurantchef Metin Illica hat keine Kosten und Mühen gescheut, das Restaurant nach neuesten Gesichtspunkten umzugestalten, ohne jedoch den ursprünglichen Charakter und Charme außer Acht zu lassen. Nach wie vor kann man im Maca-ronni drinnen und draußen sitzen, es gibt Livemusik, eine offene Küche, eine neue Bar, neue Sanitäranlagen und ausgezeichnetes Personal.


Die drei Spitzenköche Roberto. Massimo und Pino. Foto: Andrea Matzker

Absoluter Höhepunkt und Glücksfall für das Restaurant allerdings sind die drei italienischen Spitzenköche, die Illica engagieren konnte. Roberto Di Modica ist allen Kölnern bekannt als jahrelanger Chef des Restaurants La Stella, Massimo Sciacca kommt von einem Luxusrestaurant an der Elfenbeinküste und Pino Bruno war vormals Chefkoch im Hasen, im Playboy und anderen Kölner Feinschmeckerlokalen. Alle drei verstehen sich prächtig und arbeiten Hand in Hand. Die Spezialitäten übertreffen alle Erwartungen. Die von einem Spezialisten handgefertigte Pasta, wie zum Beispiel die violetten Gnocchi mit Ziegenkäse-Füllung oder die riesigen, quadratischen Schinken-Ravioli, begeistern alle. Sehr beliebt ist die gemischte Vorspeisenplatte. Die Palette der Hauptgerichte lässt an nichts zu wünschen übrig: Frischer Thunfisch, Oktopus vom Grill, Lachs, Kalbskoteletts, Filet, Leber, alles was das Herz begehrt und frisch vor den Augen zubereitet in raffinierten noch nie da gewesenen Variationen und äußerst liebevoll dekoriert. Auch die Desserts sehen nicht nur aus wie Kunstwerke, sondern schmecken auch köstlich. Die große Weinauswahl rundet das Menü ab.


Die mitternächtliche Geburtstagstorte für Mark Keller. Foto: Andrea Matzker

Mark Keller kam mit Familie und Freunden, um bis spät in die Nacht in seinen 53. Geburtstag zu feiern. Begleitet vom Pianisten Moshe Fleisher, der Seele des Lokals seit jeher, sang er selbst den Dean Martin-Dauerbrenner Everybody Loves Somebody Sometimes und den spanischen Hit Amigo für das voll besetzte Restaurant, bevor ihm Alex Carrington und Tenor Michael Kleitman stimmgewaltige Ständchen brachten. Neben Happy Birthday zur Geburtstagstorte erklangen neben vielen weiteren Standards O sole mio und Caruso. Zum Geburtstag gratulierte auch Schauspielerin Janine Kunze, die dort zufälligerweise einen netten Mädelsabend verbrachte. Das alte Maca-ronni ist wieder auferstanden, vielleicht sogar schöner denn je zuvor, wovon sich jeder selbst überzeugen kann und sicherlich auch wird!


Janine Kunze gratuliert Mark Keller zum Geburtstag. Foto: Andrea Matzker


Tenor Michael Kleitmann singt im vollbesetzen maca-ronni. Foto: Andrea Matzker


Moshe Fleischer begleitet Mark Keller an Klavier. Foto: Andrea Matzker

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 ORF  Opening Ceremony des „Eurovision Song Contest“ – Cesár Sampson am Blauen Teppich

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Meet and Greet mit Deutschlands Michael Schulte und Auftritt bei der Israel-Party =

Wien (OTS) – Cesár Sampson auf Promotour in Lissabon! Auf einer Terrasse hoch über den Dächern der portugiesischen Hauptstadt traf Cesár Sampson gestern den Deutschen ESC-Künstler Michael Schulte. Neben Interviews und Fotos stand auch eine ganz besondere musikalische Performance auf dem Programm: Gemeinsam präsentierten die beiden Sänger Cesárs Song-Contest-Song „Nobody but You“. Am Abend stattete der österreichische ESC-Teilnehmer noch der Israel-Party im Cineteatro Capitólio einen Besuch ab, wo er u.a. neben Künstlern aus Irland, Dänemark, Island, Finland, Bulgarien und Gastgeberin Netta seinen Song performte.

Gestern (6. Mai) am Abend stand der Bürgermeisterempfang in Lissabon auf dem Programm. Dann wurde der 63. Eurovision Song Contest in der portugiesischen Hauptstadt offiziell eröffnet. Alle Künstler gingen davor über den zu „All aboard“ – dem maritimen Motto des ESC 2018 – passenden Blauen Teppich. Als Location dafür wurde das direkt am Tejo gelegene MAAT-Museum gewählt. Fotos vom Blauen Teppich sind ab ca. 20.00 Uhr unter presse.ORF.at abrufbar.

Der TV-Fahrplan zum „Eurovision Song Contest“:

Dietmar Petschl berichtet in den aktuellen „Zeit im Bild“-Sendungen während der Entscheidungswoche aus Lissabon. Und auch die ORF-Landesstudios, die „Seitenblicke“, „Guten Morgen Österreich“ und Sendungen der „Unterwegs in Österreich“-Familie widmen sich in ihren Programmen dem Song Contest. Am Montag, dem 7. Mai, zeigt Christoph Feurstein in „Thema“ um 21.05 Uhr in ORF 2 eine Reportage über Österreichs ESC-Künstler Cesár Sampson. Nach dem Semifinale am 8. und dem Finale am 12. Mai lässt jeweils eine „ZiB24“-Spezialausgabe mit Jürgen Pettinger die ESC2018 live aus Lissabon ausklingen.

Montag, 7. Mai: 21.05 Uhr, ORF 2: „Thema“ – Reportage über Cesár Sampson

Dienstag, 8. Mai: 20.15 Uhr, ORF eins: „Mr. Song Contest proudly presents“ – Andi Knoll präsentiert seine Top Ten des ersten Semifinales 21.00 Uhr, live in ORF eins: ESC 2018 – Erstes Semifinale (Österreich mit Startnummer 13) 23.15 Uhr, live in ORF eins: „ZiB 24 spezial“ aus Lissabon

Donnerstag, 10. Mai: 20.15 Uhr, ORF eins: „Mr. Song Contest proudly presents“ – Andi Knoll präsentiert seine Top Ten des zweiten Semifinales 21.00 Uhr, live in ORF eins: ESC 2018 – Zweites Semifinale

Samstag, 12. Mai: 20.15 Uhr, ORF eins: „Mr. Song Contest proudly presents“ – Andi Knoll präsentiert die Finalisten des größten TV-Unterhaltungsevents der Welt. 21.00 Uhr, live in ORF eins: ESC 2018 – Finale – die Live-Show 0.15 Uhr, live in ORF eins: „ZiB 24 spezial“ aus Lissabon
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