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INFOS DES TAGES (MONTAG, 29.JULI 2019)

29.07.2019 | Aktuelles

INFOS DES TAGES (MONTAG, 29. JULI 2019)

PRAG/ Domingos „Operalia-Wettbewerb“. Doppelter Erfolg für Maria Kataeva bei Operalia 2019

Operalia, The World Opera Competition, Placido Domingo

OPERALIA 2019

Die Mezzosopranistin aus dem Ensemble der Deutschen Oper am Rhein gewinnt den zweiten Preis und den Publikumspreis beim Plácido Domingos Gesangswettbewerb in Prag

Congratulations to all winners and participants for another great edition of Plácido Domingo’s Operalia, The World Opera Competition!

First Prize
Adriana Gonzalez, soprano, Guatemala
Xabier Anduaga, tenor, Spain

Second Prize

Maria Kataeva, mezzo-soprano, Russia
Gihoon Kim, baritone, South Korea

Third Prize

Christina Nilsson, soprano, Sweden
Aryeh Nussbaum Cohen, countertenor, USA/Germany

Birgit Nilsson Prize

Felicia Moore, soprano, USA
Christina Nilsson, soprano, Sweden

The Pepita Embil Prize of Zarzuela

Adriana Gonzalez, soprano, Guatemala

The Don Plácido Domingo Ferrer Prize of Zarzuela

Xabier Anduaga, tenor, Spain

Prize of the Audience

Maria Kataeva, mezzo-soprano, Russia
Gihoon Kim, baritone, South Korea

CulturArte Prize

Anna Shapovalova, soprano, Russia

OPERALIA 2019

 

Finalists Opera – 2019

Xabier Anduaga, tenor, Spain
Mario Bahg, tenor, South Korea
Piotr Buszewski, tenor, Poland
Adriana Gonzalez, soprano, Guatemala
Maria Kataeva, mezzo-soprano, Russia
Gihoon Kim, baritone, South Korea
Bongani Justice Kubheka, baritone, South Africa
Felicia Moore, soprano, USA
Christina Nilsson, soprano, Sweden
Aryeh Nussbaum Cohen, countertenor, USA/Germany
Liv Redpath, soprano, USA
Anna Shapovalova, soprano, Russia

Finalists Zarzuela

Xabier Anduaga, tenor, Spain
Mario Bahg, tenor, South Korea
Adriana Gonzalez, soprano, Guatemala
Maria Kataeva, mezzo-soprano, Russia
Gihoon Kim, baritone, South Korea

Maria Kataeva, Mezzosopranistin im Ensemble der Deutschen Oper am Rhein, geht als zweifache Preisträgerin aus Plácido Domingos Gesangswettbewerb Operalia 2019 hervor. Sie gewann sowohl den zweiten Preis als auch den Publikumspreis des international bedeutenden Opernwettbewerbs. Damit ist zum zweiten Mal in Folge ein Ensemblemitglied der Deutschen Oper am Rhein als Sieger oder Zweitplatzierte bei diesem Wettbewerb hervorgegangen, der als der wichtigste weltweit gilt. (Adela Zaharia gewann 2017 den ersten Preis.)

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Maria Kataeva (Elisabetta I.), Adela Zaharia (Maria Stuarda), Richard Šveda (Lord Guglielmo Cecil), Bogdan Taloş (Giorgio Talbot). FOTO:Hansjörg Michel, Deutsche Oper am Rhein

Die Finalrunde wurde am Freitag, 26. Juli 2019, im Nationaltheater Prag ausgetragen. Zum Abschluss der sechs intensiven Wettbewerbstage präsentierte Maria Kataeva hier die Arie der Angelina „Nacqui all’affanno e al pianto“ aus Gioachino Rossinis Oper „La Cenerentola“.

„Wir sind sehr stolz auf Maria Kataeva, und ich gratuliere ihr sehr herzlich zu diesem fantastischen Erfolg“, sagt Generalintendant Christoph Meyer. „Maria Kataeva ist nach dem Sieg von Adela Zaharia vor zwei Jahren eine weitere Künstlerin der Deutschen Oper am Rhein, die mit ihrer Auszeichnung bei einem der renommiertesten Wettbewerbe der Welt beweist, auf welch hervorragendem Niveau sich das Ensemble der Deutschen Oper am Rhein befindet.“

Maria Kataeva studierte in St. Petersburg. Ihre Opernlaufbahn begann 2011 im Opernstudio der Deutschen Oper am Rhein, von dort wurde sie 2013 fest ins Ensemble übernommen. Die Titelpartie in Rossinis „La Cenerentola“ gehört auch hier zu ihren Glanzrollen. Große Erfolge feierte sie in Düsseldorf und Duisburg zuletzt auch als Elisabetta in Donizettis „Maria Stuarda“ und als Polina in Tschaikowskys Oper „Pique Dame“.  

In Düsseldorf gibt Maria Kataeva in der Spielzeit 2019/20 ihre Rollendebuts als Ruggiero in der Neuinszenie­rung von Georg Friedrich Händels Barockoper „Alcina“ und als Eboli in Giuseppe Verdis „Don Carlo“. Als Angelina in Rossinis „La Cenerentola“ ist ab 17. Oktober in Duisburg und ab 3. Mai in Düsseldorf zu erleben.

Der 1993 von Plácido Domingo ins Leben gerufene Wettbewerb Operalia beflügelte die Karrieren von Opernstars wie Sonya Yoncheva, Joyce DiDonato, Nina Stemme, José Cura und Rolando Villazón. Ein Ensemblemitglied der Deutschen Oper am Rhein gewann ihn bereits vor zwei Jahren: Die Sopranistin Adela Zaharia wurde bei Operalia 2017 mit dem ersten Preis und dem Zarzuela-Preis ausgezeichnet.

Weitere Informationen zum Wettbewerb: https://www.operaliacompetition.org/

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Das Opernsänger-Ehepaar KOLOSOVA & KOWALJOW gibt sein Operndebüt bei den Salzburger Festspielen mit Médée

Alisa Kolosova Opernsängerin
Alisa KOLOSOVA. Foto: Website Salzburger Festspiele

Das international bekannte und beliebte Opernehepaar Vitalij KOWALJOW (Bass) und Alisa KOLOSOVA (Mezzosopran) sind heuer zum ersten Mal gemeinsam bei den Salzburger Festspielen, beide geben ihr Operndebüt, sind dort aber längst keine Unbekannten mehr.

Beide Künstler sind international an ersten Häusern und mit ersten Orchestern tätig, haben aber einen speziellen Bezug zu Österreich.

Für Alisa Kolosova ist Salzburg fast wie zuhause, war sie doch 2009 Mitglied des Young Singers Project der Salzburger Festspiele, bevor sie als Giuditta in Mozarts “Betulia liberata” 2’10 bei den Salzburger Pfingstfestpielen, unter Leitung von Riccardo Muti, erstes internationales Aufsehen erregte. Von 2011 bis 2014 war sie Ensemblemitglied an der Wiener Staatsoper.

Einer ihrer Rollen dort war, neben Polina/“Pique Dame”, Olga/“E.Onegin” oder Suzuki/“Madama Butterfly”, die Fenena in Verdis “Nabucco”. So auch im September 2013. Der Zaccaria dieser Serie an der Wiener Staatsoper war Vitalij KOWALJOW, berühmter Bass, regelmäßiger Gast an Häusern wie die New Yorker MET, die Los Angeles Opera, das Liceu Barcelona, das Mariinsky St.Petersburg, die Bayerische Staatsoper München, u.v.m.

Nach diesem “Nabucco” wurden die beiden ein Paar, klar, dass Österreich nun noch einen spezielleren Platz in ihrem Herzen nahm.

Vitalij KOWALJOW hatte riesige Erfolge bei den Osterfestspielen 2017 als Wotan in “Die Walküre” und heuer als Veit Pogner in “Die Meistersinger von Nürnberg”, jeweils unter der Leitung von Christian Thielemann, während Alisa KOLOSOVA letzten Sommer, bei den Salzburger Festspielen 2018, in Schuberts Es-Dur-Messe, unter der Leitung von Riccardo Muti zu hören war.

Im Sommer 2019 stehen sie zum ersten Mal gemeinsam auf der Bühne des Großen Festspielhauses, als Neris und Créon in Cherubini’s “Médée”, eine Neuproduktion von Simone Stone, unter der Leitung von Thomas Hengelbrock. Die Premiere findet am 30.7.2019 statt.

Zukunftsprojekte von ALISA KOLSOVA: “Luisa Miller” an der Lyric Opera Chicago, “Rigoletto” an der Bayerischen Staatsoper München, “Nabucco” in Amsterdam und Valencia, “Evgenij Onegin” an der Bayerischen Staatsoper München und am Théâtre des Champs-Elysées Paris, Mahlers “Auferstehung-Symphonie” mit den Berliner Philharmonikern unter Gustavo Dudamel in Berlin und Japan

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VITALIJ KOWALJOW. Foto: Salzburger Festspiele

Zukunftsprojekte von VITALIJ KOWALJOW: “Nabucco” am Opernhaus Zürich, an der Bayerischen Staatsoper  und an der Semperoper Dresden, “Don Carlo” an der Opéra de Paris und dem Opernhaus Zürich, Wotan/Wanderer im “Ring” in Australien und Peking, “Meistersinger” (Pogner) in Dresden, “Boris” in Hamburg und Zürich, und sein Holländer-Debüt in Toronto.
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SALZBURG/ FESTSPIELE: FOTOS AUS DER PREMIERE „IDOMENEO“


Paula Murrihy (Idamante). Foto: Ruth Walz / Salzburger Festspiele


Paula Murrihy (Idamante, Nicole Chevalier (Elettra). Foto: Ruth Walz/ Salzburger Festspiele)
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BAYREUTHER FESTSPIELE: „MEISTERSINGER“-FOTOS (von Klaus Billand)

Bayreuth-Gerücht: Angeblich soll heute Anette Dasch anstelle von Camilla Nylund die „Elsa“ in der zweiten Lohengrin-Aufführung singen!


Wagners Hunde warten auf den Auftritt. Ist da auch ein Ersatzmann dabei oder waren es auch im Vorjahr drei Hunde?. Foto: Klaus Billand


Foyer des Festspielhauses. Foto: Klaus Billand


Schlussapplaus nach „Meistersinger“ am 27.7.. Foto: Klaus Billand
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WIE SICH DIE BILDER GLEICHEN: TOBIAS KRATZERS „TANNHÄUSER 2011 IN BREMEN

KRITIK  TANNHÄUSER BREMEN SEPTEMBER/2011

https://www.deutschlandfunk.de/terroristin-und-tannhaeuser.691.de.html?dram:article_id=56062

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Tannhäuser 2019. Foto: Enrico Nawrath/ Bayreuther Festspiele


Bremen 2011. Foto: Youtube

YOUTUBE-KURZVIDEO

Terroristin und Tannhäuser

Richard Wagners „Tannhäuser“ am Theater Bremen

Jungregisseur Tobias Kratzer zieht in seiner Inszenierung von Wagners „Tannhäuser“ eine Verbindung zum Terrorismus der deutschen RAF. Die Inszenierung an der Bremer Oper, die eine kurze Fassung zeigt, wird jedoch mit Witz immer wieder aufgelockert.

Von Jörn Florian Fuchs

Auszug aus der Beschreibung aus 2011: Am Anfang gibt’s erstmal ein ausführliches Bacchanal. Dazu sehen wir auf der Bühne das Büro einer Bank oder Versicherung, eifrig putzt hier eine Reinigungskraft, die zu Wagners wonnigen Rhythmen ihre Hüften schwingt. Allerdings sinkt die heitere Raumtemperatur wenig später, nachdem der Chef die Putzfrau ermahnt hat, sodann begrüßt er Personal und erste Gäste. Plötzlich stürmen ein Clown, ein menschliches Insekt und ein Pirat herein. Was wie Schabernack von Jugendlichen wirkt, wird bald blutiger Ernst. Es ist ein Überfall und das erbeutete Geld verteilt man großzügig an die verschreckt am Boden kauernden Kunden und packt auch selbst reichlich davon ein. Dummerweise tauchen nun Polizisten auf und beim turbulenten Schusswechsel stirbt die Putzfrau.

Aus diesem Szenario entwickelt Kratzer auf frappierende Weise die gesamte Tannhäuser-Geschichte. Ein etwas ältlicher Mini-Anarchist in Clownsmaske lässt sich von der militanten Wespen-Venus zu diversen Aktionen anstacheln, wobei Venus auch noch mit einem spiddeligen Lover – ideal verkörpert vom österreichischen Tänzer und Choreograph Günther Grollitsch – zusammen lebt. Eine WG der besonderen Art ist das…

(Quelle: Deutschlandfunk)

Soweit Bremen 2011. Bayreuth 2019 haben Sie Samstag auf 3SAT erleben können. Die selbe „Handschrift, eine Handschrift kann man nicht verstellen
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KANZLERIN-BESUCH IN BAYREUTH. DIE SICHERHEITSKRÄFTE HABEN HOCHSAISON

Frau Merkel war zumindest vier Tage in Bayreuth. Samstag wurde sie bei den „Meistersingern noch gesehen:

Im Publikum saßen auch am Samstag wieder die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel, diesmal mit ihrem Mann Joachim Sauer. Samstag trug sie  sie ein knallbuntes Cape.


Foto: privat


Foto: privat

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Maestro Herbert Blomstedt wurde am vergangenen Freitag im Rahmen der Vorbereitungen für die gemeinsamen Orchesterkonzerte in Salzburg zum Ehrenmitglied der Wiener Philharmoniker ernannt.

Die Auszeichnung wurde vom Vorstand der Wiener Philharmoniker, Daniel Froschauer, überreicht. „Mit Maestro Blomstedt verbindet uns eine sehr intensive künstlerische Partnerschaft. Wir sind ihm auch persönlich sehr eng verbunden und für viele außergewöhnliche Konzerterlebnisse dankbar.“
Der Dirigent ist 2011, im Alter von 83 Jahren, erstmals mit den Philharmonikern aufgetreten. Herbert Blomstedt hat die Wiener Philharmoniker regelmässig bei Abonnementkonzerten, bei Konzerten der Salzburger Festspiele und bei Gastspielen in Europa dirigiert.

Zuletzt stand Blomstedt im Oktober 2018 in Wien am Pult der Wiener Philharmoniker mit Werken von Berwald und Dvorak. Jetzt wird er in Salzburg Mahlers 9. Sinfonie dirigieren.
Maestro Blomstedt zeigt sich über die Ehrung sehr erfreut: „Diese Auszeichnung macht mich sehr stolz und dankbar. Als Ehrenmitglied der Wiener Philharmoniker verspreche ich meinen Kollegen, künftig noch besser auf das zu hören, was alles im Orchester geschieht – musikalisch und darüber hinaus. Ich bin glücklich, ein Mitglied dieser Gemeinschaft zu sein und freue mich auf die Fortführung unserer fruchtbaren Zusammenarbeit.“
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 ORF „kulturMontag“-Spezial live aus dem ORF-Landestudio Salzburg: Peter Sellars, Markus Hinterhäuser und Carolin Emcke zu Gast

 Danach: „Orte der Kindheit“-Porträt mit Angelika Kirchschlager

Wien (OTS) – Live aus dem Foyer des ORF-Landesstudios präsentiert Martin Traxl am 29. Juli 2019 um 22.30 Uhr in ORF 2 die jährliche Spezialsendung des „kulturMontag“ von den Salzburger Festspielen. Diese bietet umfassende Ein- und Ausblicke auf die 99. Ausgabe des Traditionsfestivals, das morgen (27. Juli) mit einem feierlichen Akt in der Felsenreitschule von Bundespräsident Alexander Van der Bellen und der Festrede von Regisseur Peter Sellars offiziell eröffnet wird (live um 11.00 Uhr in ORF 2 und 3sat). Sellars, der gemeinsam mit Stardirigent Teodor Currentzis die viel erwartete Neuinszenierung von Mozarts „Idomeneo“ als Eröffnungsoper verantwortet, ist live zu Gast im Studio – ebenso wie Festspielintendant Markus Hinterhäuser und die renommierte deutsche Philosophin, Historikerin und Politologin Carolin Emcke. Anschließend an das Kulturmagazin steht das Porträt „Orte der Kindheit“ mit Angelika Kirchschlager (23.30 Uhr) auf dem Programm, für das die Mezzosopranistin eine Reise in ihre Geburtsstadt Salzburg antrat und über Einflüsse in ihren Kindheits- und Jugendtagen erzählte.

Barockes Kleinod als künstlerische Hauptstadt Europas – Die 99. Salzburger Festspiele sind eröffnet

Salzburg – einst „antiquarisches, schläfriges, romantisches Städtchen am letzten Abhange der Alpen“ wie es Festspielmitbegründer Stefan Zweig bezeichnete – mutiert jährlich zur künstlerischen Hauptstadt Europas, so auch heuer wieder. Die Salzburger Festspiele sind eine internationale Weltmarke. Aus aller Herren Länder strömen Kulturbegeisterte sowie Prominente in das barocke Kleinod an der Salzach. Im 99. Jahr seines Bestehens legt das größte Musik- und Theaterfestival der Welt rund 240.000 Karten für 199 Aufführungen an 16 Spielstätten auf – mit 42 Opern inkl. fünf Neuinszenierungen, 55 Schauspielproduktionen, darunter vier neue, sowie 81 Konzerten. Das Gesamtbudget beträgt heuer 62 Millionen Euro. Der „kulturMontag“ gibt einen Ausblick.

Mozarts „Idomeneo“ als Appell an eine ökologische Zivilisation – Regisseur Peter Sellars live zu Gast

Mit seinem starbesetzten Programm sucht das Leading Team der Salzburger Festspiele in der Welt der Mythen Antworten auf drängende Fragen der Gegenwart. So steht beispielsweise als Eröffnungspremiere die mit Spannung erwartete Neuinszenierung von Mozarts „Idomeneo“ des Dreamteams Peter Sellars und Teodor Currentzis mit dem Bühnenbild der versunkenen und an Plastikmüll erstickenden Stadt Atlantis von George Tsypin ganz im Zeichen der globalen Erderwärmung. Ein Thema, das gegenwärtig niemand kalt lassen sollte, steigt doch der Meeresspiegel stetig. Die Oper rund um den Kreterkönig Idomeneo, der seinen Sohn Idamante opfern soll, ist für Sellars eine Geschichte über ein aufgewühltes, wildes Meer bis hin zu einem in Musik gefassten Tsunami. Für den US-amerikanischen Regisseur, der gemeinsam mit dem griechisch-russische Stardirigenten Currentzis 2017 die umjubelte Inszenierung von „La clemenza di Tito“ realisierte, führt der Zukunftsdialog über die Mythologie. Er will nicht nur mit seiner Opernproduktion, sondern auch mit seiner Festrede zur Eröffnung der Festspiele über die Bedeutung und Dringlichkeit einer ökologischen Zivilisation für die nächste Generation aufrütteln. Darüber und auch wie umweltbewusst der Klassik-Betrieb ist, spricht Sellars live zu Gast bei Martin Traxl.

Simon Stones „Médée“-Inszenierung – Markus Hinterhäuser live im Gespräch

Der australisch-schweizerische Regisseur Simon Stone inszeniert heuer in Salzburg die 1797 uraufgeführte Oper „Médée“ von Luigi Cherubini und beleuchtet dabei, wie bedingungslose Liebe in radikale Rachsucht umschlägt. Der Theatermacher, der vor zwei Jahren mit seinem Festspieldebüt von Aribert Reimanns „Lear“ reüssierte, ist mit dem antiken Stoff der Medea bestens vertraut – im Vorjahr verwandelte er die Tragödie von Euripides am Wiener Burgtheater in eine Geschichte von heute. Dirigent Thomas Hengelbrock besinnt sich auf die französische Originalfassung. Die fordernde Rolle der Médée wird der russischen Sopranistin Elena Stikhina anvertraut, die ihr Salzburger Festspieldebüt gibt. Über die ewiggültigen Fragen nach der menschlichen Existenz spricht Martin Traxl mit Intendant Markus Hinterhäuser. Horváths „Jugend ohne Gott“, Gorkis „Sommergäste“ und mehr – gesellschaftspolitisch relevantes Schauspiel in brüchigen Zeiten; dazu Carolin Emcke live zu Gast

Die Schicksalshaftigkeit des menschlichen Daseins in antiken Werken versucht Salzburgs Schauspielchefin Bettina Hering mit ihrem ambitionierten Programm, angesiedelt zwischen Maxim Gorkis „Sommergäste“, Horváths „Jugend ohne Gott“ bis zu Molnars „Liliom“, zu konterkarieren. Im Landestheater steht heuer die Dramatisierung des Romans „Jugend ohne Gott“ von Ödön von Horváth durch Thomas Ostermeier auf dem Spielplan. Eine egoistische wie gefühlskalte Gesellschaft ortet der kasachische Regisseur Evgeny Titov in der Produktion „Sommergäste“ auf der Perner Insel. Der für die erkrankte Mateja Koležnik kurzfristig eingesprungene Regisseur Titov entdeckt in Gorkis Stück ein unglaubliches Potenzial für eine reflektierte Gesellschaft, die zwar ihre eigene Existenz genau analysiert und die richtigen Fragen stellt, aber dennoch nicht handelt. Live zu Gast im „kulturMontag“ ist die renommierte deutsche Philosophin, Historikerin und Politologin Carolin Emcke. Sie analysiert, inwieweit der Mensch der Macht des Schicksals entkommen kann und wie viel Zivilcourage und Verantwortung des Einzelnen in brüchigen Zeiten notwendig ist.

Porträt „Orte der Kindheit“ mit Angelika Kirschschlager (23.30 Uhr)

Gemeinsam mit Peter Schneeberger unternimmt Mezzosopranistin Angelika Kirchschlager eine Reise in ihre Geburtsstadt Salzburg, an die Orte ihrer Kindheit. Hier waren nicht nur die musikalische Tradition der Festspiele und die Ausbildungsmöglichkeiten für die spätere Sängerin lebensbestimmend. Zu den „wichtigen Themen“ ihrer Kindheit und Jugend gehörten vor allem eine Mofa-Gang, Mozartkugeln und die Mode der 1970er Jahre. Warum das Kind Angelika immer die Prinzessin sein wollte, weshalb sie nie mit ihrer Schwester raufen musste und wie eine „Erleuchtung“ im Schulbus ihren Lebensweg entschied, zeigt das 2013 entstandene halbstündige Porträt. Erzählt wird eine Geschichte voller Poesie, Wärme und Lachen, in der Angelika Kirchschlager völlig neu zu entdecken ist. Die Gestaltung hat Ute Gebhardt übernommen.

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