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INFOS DES TAGES (MONTAG, 28. JUNI 2021)

28.06.2021 | Aktuelles

INFOS DES TAGES (MONTAG, 28. JUNI 2021)

SAMSTAG PREMIERE IN KLOSTERNEUBURG: LA FORZA DEL DESTINO

Ein versehentlich sich lösender Schuß…
Ein über Leonora und Álvaro ausgesprochener Fluch des sterbenden Vaters zerstört nicht nur die Liebe und das Leben beider sondern auch das Leben des, an beiden Blutrache schwörenden, Bruder Leonoras.

Drei getrennte individuelle Leidenswege beginnen. Jahrelang auf der Flucht voreinander und getrieben ihrem Schicksal zu entrinnen, steuern sie dennoch unerbittlich auf die Katastrophe zu…

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Grüße von Chara Helene Mitsotaki aus Simousi/ Insel Kythnos/Griechenland. Dort entsteht 2022 ein neues Kulturfestival

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Chara Helene Mitsotaki. Foto: privat

Chara Helene Mitsotaki gehört einer Familie mit ranghohen griechischen Politikern an. Sie ist hauptberuflich zuständig für die Kommunikationsarbeit und Kultur am Athener Internationalen Flughafen Eleftherios Venizelos

Zu Wikipedia

https://de.wikipedia.org/wiki/Eleftherios_Venizelos

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Die Insel Kythnos bei Nacht. Foto: privat

Sie bereitet ein Sommer-Festival mit dem Namen KYTHNIALE auf der Insel Kythnos , 2 Boots-Stunden von Athen entfernt vor. Sie freut sich, dort Freunde der Klassischen Musik und der Oper zu begrüßen. Chara Helene Mitsotaki spricht perfekt Deutsch.

Der Online-Merker wird über die Initiative und über die multiplen Kulturtätigkeiten von Frau Mitsotaki durch Dr. Manfred A. Schmid berichten!

Esther Hatzi

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Chara Helene Mitsotaki. Foto: privat

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Klaus Billand zur Fußball-EM: „Gleiche Höhe großzügiger fassen“!

Klaus Billand ist auch an Fußball stark interessiert und hat anlässlich des aberkanntenArnautovic-Tores eine Vorschlag bereit:

Ich finde die Haarspalterei beim Abseits langsam unerträglich! Wieviele schöne Tore wurden wegen Zentimetern bisher schon annulliert!

Ich schlage vor, die Regel wie folgt zu ändern. Gleiche Höhe sollte so definiert sein, dass beim Ziehen der Linie irgendein Körperteil beider Spieler von der Linie berührt wird. Die Zentimeterzählerei zwischen hinterer Schulter und nach vorn strebender Mittelstirn muss jedenfalls ein Ende haben.

Man sollte hier das Motto der Justiz beherzigen, „In dubio pro reo“. Es geht schließlich darum, Tore zu schiessen und nicht geschossene zu annullieren!

Mit dieser Neudefinition der sog. „Gleichen Höhe“ wäre das österreichische Tor gegeben worden.

Klaus Billand
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Warum sinken die TV-Zahlen der EM so stark?

https://www.faz.net/aktuell/sport/fussball-em/tv-quoten-bei-fussball-em-bei-ard-und-zdf-sinken-deutlich-17406964.html?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE

Früher waren die emotionale Aufnahme einer Opernaufführung und eines Fußballspiels im gleichen Rahmen menschlichen Empfindens, der mentalen Aufnahme.  Man konnte sich seinen Gefühlen hingeben, hier wie dort.

Man gab sich hin, war im Flow und die Aufführung verinnerlichten Menschen im überwiegenden emotionalen Empfinden, wie im Fußball, erreichte Gefühle und Intentionen. Das hat sich in vielen Fällen geändert, da man dieses tiefe Empfinden kaum noch erreichen kann. Kanäle menschlichen Verstehens und der Hingabe werden  ständig  durch szenische Informationen im werkzertrümmernden Regietheater blockiert, die im Unterbewußtsein sofort als unstimmig emfunden werden. Man muss ständig intellektuell hinterfragen oder resignierend Achselzucken.

Somit zerstören die von TTT in 10 Plädoyers beschiebenen Umtriebe im Regietheater, historisch aus den „Werkzertrümmerungen“ der 80’er des letzten Jahrhunderts entstanden, die  tiefe durch alle menschlichen Empfingungen gehende Partizipation der umfassenden Ansprache sämtlicher menschlichen Gefühlswelten in einer Musiktheater – Aufführung. Das war einzigartige „Droge“ und  wichtigster Teil der Musiktheaterbegeisterung für empatische Menschen. Diese „Begeisterungs-Droge“ gibt/gab es auch im Fussball.

Im Fußball scheinen ähnliche Entwicklung dies emotionale Anteilnahme der Zuschauer nun auch zu reduzieren.

Hier wie dort zerstören wohl technokratische, fast nur rational unfertig gesteuerte Umsetzungen, Organisationen tiefes menschliches Erleben. Auditives, visuelles Erleben als Derivat für schwierigen Alltag des Menschen werden marodiert.

TTT

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„kulturMontag“ am 28. Juni: Zukunft des Reisens, Jugend ohne Party, Liessmann featuring Nietzsche

Außerdem: Doku-Premiere „Wann. Ein Versuch über die Zeit“ =

Wien (OTS) – Der von Peter Schneeberger präsentierte „kulturMontag“ am 28. Juni 2021 um 22.30 Uhr in ORF 2 befasst sich zunächst mit der Zukunft des Tourismus, der sich nicht zuletzt aufgrund der Pandemie im Wandel befindet. Weiters hinterfagt die Sendung u. a. anlässlich aktueller Ereignisse, wem der öffentliche Raum gehört, und stellt das neue Buch des „Pop-Philosophen“ Konrad Paul Liessmann vor, das das Werk und Denken Friedrich Nietzsches auf überraschende wie provozierende Weise mit der Gegenwart verbindet. Liessmann ist live zu Gast im Studio. Anschließend an das Magazin steht die neue Doku „Wann. Ein Versuch über die Zeit“ (23.15 Uhr) auf dem Programm.

Reiselust statt Coronafrust – Die Zukunft des Tourismus

Die ersten Corona-Lockerungen und die Impfungen versprechen einen Sommer wie damals – nur wollen wir dahin zurück? Der extensive Massentourismus der vergangenen Jahrzehnte hat die Umwelt massiv angegriffen und viele Städte und Landschaften zerstört. Die Pandemie hat diese Entwicklung abrupt gestoppt, doch wie geht es jetzt weiter? Wir brauchen neue Ideen für den Tourismus, darin sind sich Expertinnen und Experten ebenso wie Reisende einig. Klasse statt Masse: Der Urlaub soll individuell und nachhaltig sein – ein Trend, der sich seit Jahren abzeichnet und den die Pandemie und der Klimawandel beschleunigt haben. Wie werden wir in Zukunft reisen oder sind wir bereits im Zeitalter des Posttourismus angekommen und zufrieden mit einem Urlaub auf Balkonien? Der „kulturMontag“ ergründet, wie Österreich auf die veränderten Bedingungen und Bedürfnisse reagiert.

Jugend ohne Party – Wem gehört der öffentliche Raum?

Die pandemiebedingten Lockdowns von Gastronomie, Handel und Freizeiteinrichtungen haben verdeutlicht, wie lebensnotwendig der urbane öffentliche Raum für eine Gesellschaft ist. Spätestens seit die Polizei Ende Mai den Wiener Karlsplatz räumen ließ und einen Platzverbot verhängte, weil Jugendliche dort ohne Corona-Abstand den lauen Sommerabend genossen haben, reißt die Diskussion darüber nicht ab. Kritiker/innen sprechen von einer demokratiepolitisch bedenklichen Situation. Menschen in der Stadt brauchen konsumfreie, nutzungsoffene Räume. Für Jugendliche, für die Treffen, Partys und Clubs wichtige soziale Funktionen erfüllen, stellen die eingeschränkten Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung ein massives Problem dar. Aber: Wem gehört der öffentliche Raum, mit welchen Konzepten wird er genutzt und wo gibt es noch konsumfreie Zonen für junge Menschen in der Stadt?

„Alle Lust will Ewigkeit“ – Konrad Paul Liessmanns Nietzsche 2021

Österreichs prominentester Denker, Konrad Paul Liessmann, widmet sich in seinem jüngsten Buch den Versuchungen des Menschen und dem Werk des Philosophen Friedrich Nietzsche. In „Alle Lust will Ewigkeit“ holt er zwölf zentrale Fragen aus dessen Werk „Also sprach Zarathustra“ in die Gegenwart und begibt sich damit in die unbewussten Tiefen der menschlichen Gefühlswelt, indem er das Spannungsfeld von Schmerz und Lust, von Leben und Tod analysiert. Liessmann greift klar nach dem Hier und Jetzt – mit Themen wie Digitalisierung und Datenschutz, Gutmenschen und Selbstoptimierern, Mindfulness und Sterbehilfe. Über die „Convenience“-Gesellschaft, die „Cancel Culture“ oder die Impfkrise spricht der Pop-Philosoph live im Studio mit Peter Schneeberger.

Dokumentation „Wann. Ein Versuch über die Zeit“ (23.15 Uhr)

Keiner hat Zeit. Aber was ist Zeit? Wenn wir warten, gähnt die Zeit, wenn wir glücklich sind, rast sie davon. Und der Blick auf die Uhr hilft auch nicht weiter: Kein Zeitmesser der Welt zeigt an, wie wir Zeit subjektiv wahrnehmen. Was ist Zeit? Eine Dimension? Eine Illusion? Filmemacherin Angelika Kellhammer versucht in der Dokumentation „Wann. Ein Versuch über die Zeit“, das große Menschheitsrätsel Zeit aus verschiedensten Perspektiven zu ergründen und fragt nach bei Physik, Kunst, Soziologie und Gehirnforschung.

Physikalisch gesehen ist eine Sekunde: 9.192.631.770 Schwingungen eines Cäsium-Atoms. Nur, was klärt das? Wie lange dauert ein Augenblick und wieso fühlen wir Zeit, obwohl wir kein Sinnesorgan dafür haben? Die Zeit ist ein Rätsel. Die einen sagen: „Zeit ist das, was die Uhr anzeigt“. Die anderen sagen: „Zeit ist das, was du hast, wenn du die Uhr wegwirfst“. „Die Physiker hassen die Zeit“, meint Physiker und Astronom Harald Lesch, denn während wir Zeiträume messen, werden wir immer älter. „Zeit ist Geld“ ist inzwischen ein zutiefst schuldig machendes Lebensgefühl, findet der Soziologe Hartmut Rosa: Wer einfach nur herumsitzt, der verschwendet sie und muss befürchten, verloren zu gehen im Wettbewerb. Die Zeit herrscht immer über uns, nur in der Kunst hat der Mensch die Oberhand über sie: kann in ihr reisen, kann sie anhalten, beschleunigen und vergessen machen. Für die Dirigentin Joana Mallwitz erzeugt die Musik ihr eigenes Zeit-Tempo: Sie spiegelt, dehnt und beugt die Zeit.

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