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INFOS DES TAGES (MONTAG, 26.November 2018)

26.11.2018 | Aktuelles

INFOS DES TAGES (MONTAG, 26. NOVEMBER 2018)

WIENER STAATSOPER/ Besetzungsänderung:

In der heutigen, 26. November 2018, Vorstellung von „La Bohème“ singt Jongmin Park den Colline anstelle des erkrankten Ryan Speedo Green.

In „La Cenerentola“ am Dienstag, 27. November 2018, wird erneut Margarita Gritskova anstelle der erkrankten Serena Malfi die Angelina verkörpern.

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NEU EINGELANGTE PREMIERENBERICHTE:

BERLIN/ Komische Oper: CANDIDE von Leonard Bernstein. Premiere am 24.11.2018


Allan Clayton und Tänzer. Copyright: Monika Rittershaus

Ein Genie, wie Leonard Bernstein es war, kann in diversen Stilen komponieren. Würde jedoch sein „Candide“ im Radio erklingen, käme wohl kaum jemand auf den Gedanken, dass diese voll europäisierte Musik mit deutlichen Anleihen bei Johann Sebastian Bach über Richard Strauss, Gustav Mahler und Franz Lehár bis zu Kurt Weill vom Schöpfer der West Side Story sein könnte…

Zum Bericht von Ursula Wiegand


Anne Sofie von Otter und Tanzensemble. Foto: Monika Rittershaus

Die Amüsierfabrik Komische Oper läuft wie geschmiert. Barry Koskys Vorliebe für Freaks und schräge Typen zündet auch bei dieser so heterogenen musikalischen Reiseerkundung mit pseudophilosophischer Attitüde aus der genialischen Feder Leonard Bernsteins. Allerdings wird diese so typische amerikanische Operette in einer hanebüchenen deutschen Übersetzung gespielt. Als Dr. Pangloss muss Franz Hawlata den weisen Travel-Agent mimen und verfängt sich mit ausgeprägtem wienerisch Meidlinger „L“ (klingt ähnlich wie das im Russischen ausgesprochene L) in den Untiefen der überlangen Textvorlage. Nach 3 1/2 Stunden alles Jubel, Trubel, Heiterkeit. In einer launigen Ansprache begrüßt Hausherr Kosky drei eigens aus New York zur Premiere angereiste Mitglieder der Familie Bernstein…

Zum Premierenbericht von Dr. Ingobert Waltenberger

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Berlin/ Staatsoper: Simon Rattle dirigiert die Premiere von Hippolyte et Aricie an der Staatsoper Berlin – 25.11.2018

Hippolyte et Aricie Staatsoper Berlin Sara Aristidou
Foto: Karl und Monika Forster

Simon Rattle kehrt an die Berliner Staatsoper zurück und verpasst Rameaus 1733 uraufgeführter Oper eine Frischzellenkur. Es singen u.a. Magdalena Kožená, Anna Prohaska und Elsa Dreisig. Die Inszenierung der britischen Choreographin Aletta Collins enttäuscht auf ganzer Linie. Auch Bühne und Lichtregie des Künstlers Ólafur Elíasson erfüllen trotz des virtuosen Lichtkonzepts nicht die Erwartungen. Applaus, aber auch deutliche Buhs für das Regieteam. Die Premiere ist Teil der erstmals stattfindenden Barocktage an der Staatsoper Unter den Linden.
Konzert-und Opernkritik Berlin

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LINZ/ Landestheater: EIN AMERIKANER IN PARIS. Musical von George Gershwin. Premiere am 25.11.2018


Gernot Romic und Ensemble. Copyright: Barbara Palffy/Landestheater

Der 38-jährig an einem Gehirntumor verstorbene George Gershwin war ein brillanter Grenzgänger, der die (ohnedies konstruierten, trotzdem/deswegen aber oft verbissen verteidigten) Grenzen zwischen U- und E-Musik ignorierte und planierte. Neben dutzenden Kompositionen für diverse Orchesterbesetzungen und für Klavier schrieb er alleine 31 Revuen und Musicals, natürlich die Oper „Porgy und Bess“ und die Musik für etliche Filme, namentlich mit Fred Astaire. Parallelen zu den früh verstorbenen so fruchtbaren „Klassikern“ Mozart und Schubert bieten sich an – nicht zuletzt, als vieles aus deren Oeuvre ja auch „Gebrauchsmusik“, also Unterhaltungs- wie Hintergrundmusik war…

Zum Premierenbericht von Petra und Helmut Huber
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HANNOVER: LE ROI CAROTTE – Opéra-bouffe-féerie von Jacques Offenbach

Die Macht wächst empor aus den tiefen Schlünden, wo es kalt, finster und feucht ist und man die Sohlen von unten sieht. Sie schraubt sich mit Hilfe magischer Kraft ans Licht und wankt als bedrohliche Schar in den Dunst, wie er in düsteren Krimis wabert. Das ist der Moment, in dem Jacques Offenbachs „König Karotte“ unheimlich wird.

Den Rest ihrer vier Akte und drei Stunden bleibt die köstliche Polit-Satire von 1872 in der Regie-Handschrift von Matthias Davids an der Staatsoper Hannover ein buntes Spektakel. Der Klamauk wuchert, wenn das Gemüse die Macht ergreift, denn der Herrscher des sagenhaften Reiches Krokodyne, ein Prinz namens Fridolin XXIV., hat alles Geld auf den Kopf gehauen und feiert mit Band, Mütze und blauer Pekesche mit einer fröhlichen Studentenschar: „Wir sind hier, gib uns Bier, wir haben Durst“ – Jean Abels Übersetzung trifft punktgenau…

Zum Bericht von Werner Häußner
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WIEN: MEISTERKLASSE GRACE BUMBRY – Terminkorrektur: Meisterklasse-Abschlusskonzert am 1. Dezember um 14 h (!)

Am 1. Dezember 2018 – 14 h werden die Abschlussstudenten der Meisterklasse von Grace Bumbry singen.
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ORF „kulturMontag“: Porträt Lars von Trier, Grand Egyptian Museum, Restitution afrikanischer Kunst

Außerdem: „Reden in der Eden“ mit Hans Zimmer und Verena Altenberger =

Wien (OTS) – Sehr international präsentiert sich der „kulturMontag“ am 26. November 2018 um 22.30 Uhr in ORF 2. So wirft die von Clarissa Stadler moderierte Sendung einen Blick nach Giseh in Ägypten, wo neben den berühmten Pyramiden mit dem Grand Egyptian Museum ein neues kolossales Kulturbauwerk entsteht. Außerdem thematisiert die Sendung die aktuelle Rückführungsdiskussion um afrikanische Kulturgüter, die im Zuge der Kolonialisierung nach Europa gelangt sind. Weiters steht u. a. ein Porträt des umstrittenen und vielfach preisgekrönten Filmemachers Lars von Trier auf dem Programm. Anschließend an das Kulturmagazin heißt es „Reden in der Eden“ (23.15 Uhr): Zu einem musikalischen Late-Night-Kulturgespräch aus der legendären Wiener Eden Bar, die schon Helmut Qualtinger besang, begrüßen Teresa Vogl und Aleksey Igudesman Filmkomponist Hans Zimmer und Schauspielerin Verena Altenberger.

Tutanchamun, Ramses und Co. – Das spektakuläre Grand Egyptian Museum

Kolossal, beeindruckend, beinahe unwirklich – als neues Wahrzeichen wird schon vor seiner Eröffnung das derzeit entstehende weltgrößte Museum ägyptischer Kunst und Kultur gepriesen. Das Grand Egyptian Museum (GEM) in der Nähe der berühmten Cheops-Pyramide von Giseh ist ein Projekt der Superlative: Rund 50.000 Exponate sollen auf einer Ausstellungsfläche von rund 50.000 Quadratmetern ihren Platz finden, darunter der legendäre Grabschatz von Tutanchamun, der erstmals komplett zu sehen sein wird. Die Kunstwerke kommen aus Museen und Sammlungen aus ganz Ägypten, viele davon wurden noch nie öffentlich gezeigt. Das erste prominente Ausstellungsstück ist schon an seinem endgültigen Bestimmungsort angekommen: die elf Meter hohe und 82 Tonnen schwere Steinstatue von Ramses II. Für Ende des Jahres ist eine Teileröffnung des Megaprojekts, das rund 15.000 Besucher/innen täglich anziehen soll, geplant. Der „kulturMontag“ gibt einen Ausblick.

Psychogramm eines Unbequemen – Lars von Trier im Porträt

Mit „Antichrist“, „Dancer in the Dark“, „Dogville“ oder „Melancholia“ hat sich Lars von Trier in die Filmgeschichte eingeschrieben und zahlreiche internationale Auszeichnungen erhalten. Schon mit seinem Dogma-Film „Idioten“ aus dem Jahr 1998 sorgte der dänische Kultregisseur mit expliziten sexuellen Darstellungen für Kontroversen, 2011 mit einer vermeintlichen Sympathiebekundung für Adolf Hitler für einen handfesten Eklat bei den Filmfestspielen in Cannes, die ihn zur Persona non grata erklärten. Erst sieben Jahr später durfte er diesen Mai erstmals wieder an die Croisette zurückkehren und präsentierte den Film „The House That Jack Built“ außerhalb des Wettbewerbs. Mit seiner zynischen Serienkillerstudie löste der Filmemacher abermals heftige Diskussionen aus. Lars von Trier schaut in die Psyche eines hochintelligenten Täters, vielleicht ist es aber auch ein Blick in seine eigene Seele.

Jenseits von Afrika – Der ausgebeutete Kontinent

Kaum ist die Debatte um Nazi-Raubkunst leiser geworden, beschäftigt die westliche Welt eine neue und ebenso brisante Rückführungsdiskussion: Afrika soll seine Kulturgüter zurückerhalten, die sich in renommierten ethnologischen Museen in ganz Europa, wie dem British Museum in London oder im Wiener Weltmuseum befinden. Massive Kritik erfuhr zuletzt das Humboldt-Forum in Berlin. Dort sollen bei der Eröffnung des Stadtschlosses im nächsten Jahr die eine Million Objekte zählenden Sammlungen gezeigt werden. Doch wie rechtmäßig sind die Exponate während der Zeit des Kolonialismus nach Berlin, Wien oder Paris gelangt? Losgetreten hat die Debatte Emmanuel Macron. Der französische Präsident kündigte vor einem Jahr bei einem Staatsbesuch in Burkina Faso an, dass Frankreich Objekte, die sich illegal in seinem Besitz befinden, nach Afrika zurückgeben würde. Denn die Grande Nation stand unter Druck. Ein halbes Jahr zuvor hatte mit Benin erstmals eine ehemalige afrikanische Kolonie von Frankreich Kulturgüter offiziell zurückverlangt. Für seine „Mission Macron“ hat er mit Bénédicte Savoy und Felwine Sarr zwei Experten eingesetzt, die ein Konzept für die Rückführung ausgearbeitet haben und es Ende dieser Woche präsentieren. Europas Museen befürchten eine Signalwirkung – und leere Vitrinen.

„Reden in der Eden“ – Kulturtalk auf Qualtingers Spuren: mit Hans Zimmer und Verena Altenberger

„Da neulich, da sitz’ ma in der Eden und reden“, sang Ende der 1950er Jahre Helmut Qualtinger und machte damit den traditionsreichen Wiener Nachtclub zur berühmtesten Bar des Landes. Zu einem unterhaltsamen und kurzweiligen musikalischen Kulturgespräch begrüßen ORF-Moderatorin Teresa Vogl und Entertainer und Geiger Aleksey Igudesman Hollywood-Komponist Hans Zimmer und Schauspielerin Verena Altenberger in der legendären Wiener Eden Bar. Zimmer, der gerade im Rahmen des Konzerts „Hollywood in Vienna“ mit dem „Max Steiner Film Music Achievement Award“ ausgezeichnet wurde, und Altenberger, die zuletzt im Filmdrama „Die Beste aller Welten“ brillierte, außerdem im ORF in den „CopStories“ und am 8. Dezember in „Das Wunder von Wörgl“ im ORF zu sehen ist, lassen sich schnell von der guten Laune von Moderatoren und anwesendem Publikum anstecken. Sie geben u. a. freimütig Einblick in ihren lebensbestimmenden Arbeitskosmos. Running Gags des geigenden Moderators Aleksey Igudesman und sein Musikquiz für Hans Zimmer befeuern die Stimmung genauso wie eine spontane Bauchtanz-Einlage mit Verena Altenberger. Als Show-Act tritt der österreichische Shootingstar Wenzel Beck mit seinem erfolgreichen Song „Immer wieder“ auf. Für den richtigen Sound sorgt die Stageband The Everdrops. Eine Koproduktion von ORF und All4media.
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WIEN: 25.000 Besucher bei „Die großen Meister“ in der Votivkirche (nur noch bis 2. Dezember)

Bildergebnis für die großen meister in der votivkirche

Noch bis zum 2. Dezember zeigt das Kunsterlebnisevent „Die großen Meister“ die bekanntesten Kunstwerke der Menschheit wie Leonardo da Vincis „Mona Lisa“ und das weltberühmte Fresko „Das Abendmahl“, sowie den 5 Meter hohen David von Michelangelo und 50 weitere Meisterwerke in einer Ausstellung. Jetzt konnten die Veranstalter den 25.000 Besucher in der Wiener Votivkirche begrüßen.

Die spektakuläre Inszenierung „Die großen Meister“ setzt die Bildwelten und Wandfresken der Renaissance, von Leonardo da Vincis „Mona Lisa“, dem weltberühmten Fresko „Das Abendmahl“, einem mehr als 5 Meter hohen David von Michelangelo, bis hin zu den Fresken Raffaels aus den Stanzen (Gemächern) des Vatikans u.v.a. Meisterwerke in Szene. 53 der bedeutendsten Kunstwerke der Menschheit werden so für jeden und in allen Facetten in der Wiener Votivkirche erlebbar gemacht. Die Veranstalter von „Die großen Meister“, Prof. Manfred Waba und Fliesendorf-Eigentümer Mag. Wolfgang Grimme, konnten nun den 25 000. Besucher am Burgenland-Tag in Anwesenheit des designierten Landeshauptmanns Hans Peter Doskozil begrüßen. Über einen Geschenkkorb und kostenlosen Eintritt freute sich Michael „Mike“ Reich aus Mönchhof. Manfred Waba: „Wann immer ich durch die Ausstellung gehe, treffe ich auf die unterschiedlichsten Besuchergruppen aus dem Inland, aus dem Ausland, auf Jugendliche, Erwachsene und Kinder. Diese Begeisterung beweist, dass wir mit ,Die großen Meister` eine neue Form der Erlebniskultur geschaffen haben, die auch über die heimischen Grenzen hinaus auf Interesse stößt und das Kulturangebot in Wien zusätzlich bereichert.“

Die Highlights von „Die großen Meister“

Unter den gezeigten 53 Schauobjekten der Früh- und Hochrenaissance finden sich u.a. das 4 Meter breite Wandfresko „Jüngstes Gericht“ von Michelangelo, Leonardo da Vincis 8,8 Meter breites Gemälde „Das Abendmahl“ in Originalgröße, der 5,17 Meter hohe „David“ von Michelangelo im Kuppelnachbau der Galleria dell‘Accademia, Botticellis „Geburt der Venus“ sowie die Mona Lisa, die im Louvre nur hinter zentimeterdickem Panzerglas bestaunt werden kann. Neben Raffaels „Sixtinischer Madonna“ werden auch die berühmten Fresken aus den Stanzen (Gemächern) des Vatikans gezeigt, wie etwa „Die Schule von Athen“ (6 Meter breit/4 Meter hoch). Eingebettet sind die Kunstwerke in einem sakralen Raum, der in sich wie eine Bühne mit Nischen, Erkern und Säulengängen aufgebaut ist, um dem Besucher ein vollständiges Eintauchen in diese Kunstwelt zu ermöglichen. „Die großen Meister“ knüpfen damit an das Konzept der Ausstellung „Sixtinische Kapelle“ an, die 2016 mehr als 80.000 Besucher in die Votivkirche lockte. Zu sehen sind „Die großen Meister“ noch bis zum 2. Dezember in der Wiener Votivkirche am Rooseveltplatz, 1090 Wien.

Öffnungszeiten:

Täglich geöffnet, von 10 bis 18 Uhr

Wien Ticket:

https://www.wien-ticket.at/de/ticket/55501/die-grossen-meister-leonardo-da-vinci-michelangelo-raffael-botticelli-votivkirche-votivkirche-wien

Tel. +43 1 58885

www.diegrossenmeister.at

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WIEN: Konzertabend und Präsentation des Kunstkalenders 2019 der Norwegisch – Österreichischen Gesellschaft, am Mittwoch, 28. November 2018, 19 Uhr, Bösendorfer-Saal im Mozarthaus Vienna

Weitergeleitet von der Norwegisch-Österreichischen Gesellschaft mit der Bitte um Anmeldung, danke!  Herzl. Grüße Ingrid Schuster (Mitglied)

 Sehr geehrte Damen und Herren!

Verehrte Freunde Norwegens!

Liebe Mitglieder unserer Gesellschaft!

Wir freuen uns, am Mittwoch, 28. November 2018 um 19.00 Uhr, zu einem Konzertabend in den Bösendorfer-Saal im Mozarthaus Vienna zu bitten.

Ania Druml, Sophie Druml und Kristin Okerlund werden Werke von Johann Sebastian Bach, Frédéric Chopin, Edvard Grieg, Franz Liszt, Wolfgang Korngold, Jules Massenet und  Enrique Granados zu Gehör bringen.

Unser Kunstkalender 2019 „Impressionen aus Norwegen“ ist mit ausgewählten Aufnahmen gestaltet.

Gerne weisen wir auch auf unser traditionelles Neujahrskonzert der Talente“ hin , welches am Mittwoch, den 30. Jänner 2019 um 19 Uhr im Konzertsaal der Krypta der Peterskirche in Wien stattfindet.

Wir wünschen jetzt schon viel Vergnügen und verbleiben

mit besten Grüßen

NORWEGISCH-ÖSTERREICHISCHE GESELLSCHAFT

                               Vorstand

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