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INFOS DES TAGES (MONTAG, 24. SEPTEMBER 2018)

24.09.2018 | Aktuelles

INFOS DES TAGES (MONTAG, 24. SEPTEMBER 2018)

Il barbiere di Siviglia an der Wiener Staatsoper – Besetzungsänderung

Am 1. und 4. Oktober 2018 steht Rossinis Il barbiere di Siviglia auf dem Spielplan des Hauses am Ring. Margarita Gritskova verkörpert anstelle der erkrankten Daniela Fally die Rosina.

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WIENER STAATSOPER: FOTOS AUS DER ERSTEN VORSTELLUNG „WERTHER“ AM 22.9.)


Stefano Secco (Werther), im Hintergrund Maria Nazarova (Sophie). Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn


Sophie Koch (Charlotte). Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn


Clemens Unterreiner (Albert). Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn


Maria Nazarova (Sophie). Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

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20 JAHRE RADIO STEPHANSDOM

(Heinrich Schramm-Schiessl)

Bildergebnis für radio stephansdom

Eigentlich heißt der Sender ja seit dem 1. Juni 2015 korrekt „RADIO KLASSIK-STEPHANSDOM“, aber im Sprachgebrauch wird immer noch der Ursprungsname verwendet, wobei ihn manche auch gerne als „Radio Heilig“ bezeichnen. Dies rührt daher, dass der Betreiber niemand geringerer als die Erzdiözese Wien der katholischen Kirche ist. Es war ungewöhnlich, als sich im  Jahr 1998, als die Privatradiofrequenzen vergeben wurden, eine solche Institution darum bewarb. Radio Stephansdom kann man terrestrisch in Wien, Wien Umgebung und in Niederösterreich (südlich bis ca. Wr. Neustadt, westlich bis ca. St. Pölten), in Salzburg und Umgebung sowie in Graz empfangen. Ferner besteht die Möglichkeit des Empfangen über das Wiener und Salzburger Kabelnetz sowie über das Internet (https//radioklassik.at).

Als Ende der 90er-Jahre in Österreich Privatradio gesetzlich endlich möglich war, bewarben sich vor allen Dingen Betreiber, die mit ihrem Programm Ö 3 Konkurenz machen wollten, z.B. „Kronehit“ oder „Radio Arabella“. Lediglich bei der Erzdiözese Wien hatte man die Idee, mit einem Programm auf Sendung zu gehen, dass ausschliesslich sogenannte E-Musik anbietet, wobei natürlich auch die Absicht dahinter stand, über diesen Sender kirchliche Inhalte zu verbreiten und die Sonntagsmesse aus dem Wiener Stephansdom zu übertragen. Der Hauptteil des Programms bietet jedoch Musik in seinen verschiedensten Ausformungen, wobei man nicht in den Fehler verfiel, einen Berieselungssender anzubieten, sondern achtete von Beginn an auf eine klare Senderstruktur. Es gibt jeweils zu fixen Zeiten moderierte Sendungen zu den verschiedensten kulturellen und musikalischen Themen, wobei dabei immer auf einen ausgewogenen Mix von Wort und Musik geachtet wird. Zentraler Punkt des Programms sind in jedem Fall die Ausstrahlungen kompletter Opern, jeweils Dienstag, Donnerstag und Samstag immer um 20 Uhr.

Heute sind es genau 20 Jahre, dass der Sender erstmals „on air“ ging und er ist mittlerweile für viele Liebhaber der klassischen Musik so etwas wie eine zweite Heimat geworden, zumal ja Ö 1 immer mehr zum reinen Wortsender (Zitat des Senderchefs: „Musik hört man ohnehin überall“) mutiert, während speziell der Anteil der Musik im allgemeinen und der der Oper im speziellen immer mehr zurückgedrängt wird.

Man muss Radio Stephansdom zur 20-jährrigen Erfolgsgeschichte gratulieren und die Hoffnung aussprechen, dass es so weitergeht, ja man vielleicht einmal sogar in Erwägung zieht, österreichweit zu senden.

Heinrich Schramm-Schiessl 
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KREFELD: DIE ZAUBERFLÖTE. Premiere war am Sonntag, 23.9.2018

Inszenierung: Kobie van Rensburg


„Opernfreund“ Peter Bilsing unmittelbar vor der Premiere. Er hofft, dass wenigstens die Musik von Mozart ist.

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CHEMNITZ: Wagners „Ring des Nibelungen“ wird mit „Siegfried“ fortgesetzt

Bildergebnis für chemnitz der ring des nibelungen siegfried

Am 29. September 2018 setzen die Theater Chemnitz mit der Premiere von Richard Wagners „Siegfried“ ihr großes „Ring“-Projekt anlässlich des 875. Stadtjubiläums fort. Dabei wird die gesamte Tetralogie in nur einem Jahr als Neuproduktion auf die Bühne gebracht.

Der Idee folgend, dass im Zentrum des komplexen Geschehens die Frau als entscheidende Impulsgeberin steht, wurden vier Regisseurinnen engagiert, die sich jeweils eines Teils des „Rings“ annahmen. Verena Stoiber inszenierte „Das Rheingold“ (Premiere am 3. März 2018) und Monique Wagemakers „Die Walküre“ (Premiere am 24. März 2018), Sabine Hartmannshenn erarbeitet aktuell „Siegfried“ und Elisabeth Stöppler setzt mit der Premiere „Götterdämmerung“ am 1. Dezember 2018 den Schlusspunkt. Dabei arbeitet jede Regisseurin mit einem eigenen Ausstatter-Team, so dass jeder Teil der Tetralogie einen separaten und eigenen Blick auf die Geschichte ermöglicht und erst in der Abfolge aller vier Inszenierungen die stückimmanenten Verbindungen offenbart werden.

Als Wagner sein Mammutwerk „Der Ring des Nibelungen“ konzipierte, wollte er mit Siegfried einen Menschen auf die Bühne zu bringen, der die bestehende Ordnung radikal in Frage stellt. Nach dem Tod seiner Eltern Siegmund und Sieglinde wächst Siegfried bei dem Nibelungen Mime auf. Schon bald zeigt sich eine Besonderheit des Jungen. Er weiß nichts von alldem, was vorher war und er hat vor allem eines: keine Angst vor nichts und niemandem. Innerhalb des Stückes erlebt er eine Verwandlung vom naiven, unbedarften Naturburschen zum liebenden, fühlenden Menschen, der die Hoffnung auf den sinnvollen Umgang mit Macht in sich trägt.

In der Chemnitzer Premiere „Siegfried“ debütiert der international gefragte Tenor Daniel Kirch in der Titelpartie. Neu in der Premierenbesetzung sind Simone Schröder als Erda und Avtandil Kaspeli als Fafner. Weiterhin sind Arnold Bezuyen als Mime, Ralf Lukas als Wanderer, Bjørn Waag als Alberich, Christiane Kohl als Brünnhilde sowie Guibee Yang als Waldvogel zu erleben. Die musikalische Leitung liegt in den Händen von Felix Bender.

Für die Premiere gibt es noch wenige Restkarten unter Tel. 0371 4000-430 und www.theater-chemnitz.de.

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MÜNCHEN/ IBS: KÜNSTLERGESPRÄCH MIT GEORG ZEPPENFELD (Samstag, 29. um 16 h Künstlerhaus Lenbachplatz)


Ein junges Talent, welches aufhorchen lässt: MILAN SILJANOV
 
Hören Sie sich bitte den sensationellen ARD Musikwettbewerb Gewinner des 2. Preises sowie des Publikumpreises an:
 
den Schweizer Milan Siljanov
Milan Siljanov (Foto: Minjas Zugik)
Milan Siljanov. Copyright: Minjas Zugik
 
 
welcher durch einen wunderschön timbrierten Bass-Bariton und durch interpretatorische Klugheit und Differenzierungskunst betört und überzeugt!
 
 
Tip:
Liederabend
5. Dezember um 19h30
Wernicke Saal der Bayer. Stastsoper in München 20€
 
Lieder von Franz Schubert, Robert Schumann, Johannes Brahms und Hugo Wolf
 
Karten: 20€
https://www.staatsoper.de/stueckinfo/ensemble-liederabend/2018-12-05-19-30.html
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STUTTGART/ Hugo Wolf-Akademie: Dienstag, 18. September 2018 bis Sonntag, 23. September 2018
11. Internationaler Wettbewerb für Liedkunst Stuttgart


Die Jury mit den Preisträgern. Copyright: Reiner Pfisterer

Am Ende einer musikalisch überaus bewegten Woche fielen am Samstag die mit Spannung erwarteten Entscheidungen. 32 Duos aus aller Welt konkurrierten um die begehrten Preise. Trotz der stattlichen Dotierung spielen die Preisgelder in Höhe von insgesamt € 35.000 für die jungen Musikerinnen und Musiker erfahrungsgemäß eine untergeordnete Rolle. Schließlich gilt der Internationale Wettbewerb für Liedkunst Stuttgart in der Klassikszene vor allem als extrem aussagekräftiger Indikator und Sprungbrett für eine große Konzertkarriere.

Dazu Cornelia Weidner, Intendantin der Internationalen Hugo-Wolf-Akademie: „Die 96 Bewerbungen aus Europa, Asien, Amerika und Australien unterstreichen das Renommee des Wettbewerbs und zeigen die Leidenschaft für das immer wieder abgeschriebene Lied, sowohl bei den jungen Musikern als auch beim Publikum. Diese Begeisterung haben wir ganz unmittelbar gespürt, auf der Bühne und bei den vielen Besuchern der öffentlichen Wettbewerbsrunden. Und das ausverkaufte Preisträgerkonzert ist ebenfalls ein Zeichen dafür.“

Die fein austarierte Verteilung der Preise zeigt, welches Kopf-an-Kopf-Rennen, sich die sieben Finalisten-Duos lieferten. Dazu Brigitte Fassbaender, die Vorsitzende der Jury: „Die Auswahl der Preisträger ist uns nicht leicht gefallen, denn eigentlich hätten alle einen Preis verdient. Wir haben vier wunderbare Tage hier erlebt, die künstlerisch und musikalisch sehr erfüllend waren.“

Ein herzlicher Glückwunsch der Hugo-Wolf-Akademie an die Gewinner 2018!
1. Preis in Höhe von € 15.000:
Mikhail Timoshenko, Bass-Bariton (Russland, geb.1993) und Elitsa Desseva, Klavier (Bulgarien, geb. 1993)

2. Preis in Höhe von € 10.000:
Alex Rosen, Bass (USA, geb. 1992) und Michał Biel, Klavier (Polen, geb. 1990)

3. Preis ex aequo in Höhe von jeweils € 5.000:
Irina Jae-Eun Park, Sopran (Südkorea, geb. 1987) und Dokyung Han, Klavier (Südkorea, geb. *1988)
Klaudia Tandl, Mezzosopran (Österreich, geb. 1986) und Gisela Jöbstl, Klavier (Österreich, geb. 1987)
Nähere Informationen zu den Preisträgern gerne auf Anfrage.

 Selbst wenn Sie in der vergangenen Woche nicht vor Ort in Stuttgart sein konnten: Die einzelnen Auftritte der teilnehmenden Duos sowie das Preisträgerkonzert mit Preisverleihung wurden per Live-Stream übertragen und sind im stetig wachsenden Wettbewerbsarchiv abrufbar.

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MICHELANGELOS DAVID ZU BESUCH IN WIEN
Eine Renaissance-Ikone im gotischen Rahmen der Votivkirche
Die Ausstellung läuft bis 2.Dezember


Michelangelos DAVID Foto(C)PSkorepa

Schon zum zweiten Mal lädt Prof. Hans Waba in die Wiener Votivkirche ein, eine Schau von Nachbildungen in Originalgröße der wohl berühmtesten Ikonen der Italienischen Renaissance zu besuchen. Waren es im Vorjahr Michelangelos Decken- und Wandfresken aus der Sixtinischen Kapelle in Rom, so tragen heuer unter dem Titel

DIE GROSSEN MEISTER

vier der größten Renaissance-Künstler mit Original-Repliken ihrer Werke zu einem Ausstellungserlebnis bei, das dank ihrer Imaginationskraft südliches Reisefeeling und Sehnsucht nach einer Pilgerfahrt zu den Originalen in Florenz, Rom, Mailand und anderen Städten wach werden lässt.

Leonardo da Vinci 1452 bis 1519

Michelangelo Buonarotti 1475 bis 1564

Raffaello Sanzio da Urbino 1483 bis 1520

Sandro Botticelli 1445 bis 1510

Auge im Auge mit Christus beim letzten Abendmahl. Ob tatsächlich Da Vinci Maria Magdalena als Apostel Johannes ins Bild geschwindelt hat? Fragen Sie den Da Vinci Code. Foto(C)PSkorepa

Insgesamt 52 Objekte bilden den Querschnitt durch das Schaffen der genannten, davon 51 mit der Wiedergabe von Fresken und Gemälden, darunter Ikonen wie Raffaels Disputa des Allerheiligsten Sakramentes oder dessen Sixtinischer Madonna. Oder das letzte Abendmahl von da Vinci: Man kann das Fresko quasi gegenüber Christus mit an der Tafel sitzend bewundern, so nah wie es in natura wohl nie möglich wäre und man kann aus nächster Nähe die Behauptungen des Autors des „Da Vinci Codes“ nachprüfen, dass es sich bei der Abbildung von Apostel Johannes eigentlich um ein Portrait Maria Magdalenas handeln könnte. Einige Zeichen sollen darauf im Gemälde hindeuten und liefern spannende Überlegungen zu diesem Thema.

Da Vincis Verkündigung ist ebenfalls vertreten, wie auch dessen Darstellung des Salvator Mundi, die erst unlängst durch Christie`s in New York durch eine Versteigerungserlös um 450 Millionen Dollar zum teuersten Gemälde der Welt avancierte. Da Vincis Mona Lisa verschwindet fast zwischen den großen Exponaten, Sandro Botticellis sehenswerter Frühling und seine Anbetung der Könige ist ebenso zu bewundern wie Michelangelos Jüngstes Gericht aus der Sixtina, zarte Madonnen Raffaels neben der knackigen Leda mit dem Schwan Da Vincis, dazu als Ausgleich der in seinen Proportionen exakt vermessene sogenannte Vitruvianische Mensch, des berühmten römischen Baumeisters und Architekturtheoretikers.


David unter der „Haube“ der Tribuna. Links die Madonna della seggiola von Raffael Foto(C)PSkorepa

Optischer Mittelpunkt der Ausstellung ist jedoch ohne Zweifel Michelangelos DAVID, eine Kopie in der Originalgröße von 5,17 Meter, der ersten Kolossalstatue der Renaissance, welche der Künstler aus einem 12 Tonnen schweren Marmorblock aus den Apuanischen Alpen innerhalb dreier Jahre bis zu seiner Fertigstellung 1504 herausmeißelte.
Dabei blieb rund die Hälfte des Materials dieses Marmorblocks (ca.6,6 Tonnen), eines sogenannten Statuario-Carrara vom Monte Altissima bei Servezza für die Statue des David übrig.

Eine Kommission, der auch Da Vinci angehörte bestimmte als Aufstellungsort der Statue den Platz vor dem Palazzo Vecchio in Florenz. Dort stand die Riesenstatue dann, die von den Wollwebern der Stadt ursprünglich für die Aufstellung an der Fassade des Domes beauftragt worden war, bis zu ihrer Übersiedlung in die Accademia 1873 und war zerstörerischen Angriffen und Wetter ausgesetzt. Erst 1910 wurde wieder eine Kopie vor dem Palazzo aufgestellt. Sie sehen die Statue unter der für die Aufstellung in der Accademia errichteten apsidenähnlichen Tribuna.

Die Ausstellung in der Wiener Votivkirche ist bis 2.Dezember täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet

 


Die Erschaffung Adams – der Übergang des göttlichen Funkens: So in der Sixtina wie in der Votivkirche. Hat Gott den Finger viel zu kurz berührt? Foto: (C)PSkorepa

Prof. Manfred WABA, gebürtiger Burgenländer, der künstlerische Leiter dieser Ausstellung wurde durch seine gigantischen Bühnengestaltungen für die Opernfestspiele im Steinbruch von St.Margarethen bekannt, übernahm nach deren Einstellung 2018 mit Erfolg die Bühnengestaltung im benachbarten Operettenmekka Mörbisch und wurde auch in Planungen für Produktionen mit Placido Domingo und für die Weinviertler Festspiele einbezogen.

Peter Skorepa
OnlineMERKER

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WIEN: REGINA SCHÖRG PRÄSENTIERT „EINE BITTERSÜSSE REVUE“

Ich möchte gern mein neues Programm präsentieren, nach einer fulminanten Voraufführung in „meinem “ Dschungeldorf in Altenberg und einer äußerst erfolgreichen Vorstellung im KUMST in Strasshof nun zum ersten Mal in Wien! Der plüschige Wiener Theaterkeller in der Hegergasse 9 eignet sich hervorragend für meine bittersüße Revue zwischen Ideal und Weiblichkeit:

Authentisch, ausgefallen, anzüglich, autobiographisch, gar nicht antiquiert – neu und frisch räsonniert Regina Schörg über Liebe, Lust und Leid einer Opernsängerin. Bekannte Melodien und unbekannte Geheimtipps aus Operette und Film vereinen sich mit Juwelen aus der goldenen Zeit des spitzzüngigen Kabarettliedes zu einem ganz besonderem Cocktail… …na dann, Prost!

Am 18. Januar findet „Für Dich, mein Schatz…!?“ im wunderschönen Max-Reinhardt-Foyer im Stadttheater Baden statt , wo ich auf der großen Bühne von 15.12.18- 31.1.19 auch als Mirabella im ZIGEUNERBARON zu sehen sein werde. 

Ich freue mich schon darauf, viele bekannte Gesichter im Publikum zu sehen und nachher vielleicht auf ein Glaserl…? 

Es grüßt Euch ganz herzlich

Regina Schörg
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HEUTE IM „MERKER-KUNSTSALON“


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ORF-„kulturMontag“ am 24. September: „Babylon Berlin“, Philisophicum Lech und „viennacontemporary“

Außerdem: neue Doku zu 60 Jahre Stadthalle =

Wien (OTS) – Der von Clarissa Stadler präsentierte „kulturMontag“ am 24. September 2018 um 22.30 Uhr in ORF 2 gibt u. a. einen Ausblick auf die demnächst im ORF startende Erfolgsserie „Babylon Berlin“, blickt auf das Philosophicum Lech und sein diesjähriges Thema „Hölle“ und hinterfragt anlässlich der Kunstmesse „Viennafair“, wie sich Wien als Schauplatz für zeitgenössische Kunst entwickelt. Anschließend an das Kulturmagazin feiert das neue Filmporträt „Für immer jung! Die Wiener Stadthalle ist 60“ von Werner Horvath seine TV-Premiere.

Erfolgswelle „Babylon Berlin“: Die TV-Serie ab 30. September im ORF

Eine TV-Serie mit dem Gütesiegel „Must watch“ kommt auch ins heimische Fernsehen. „Babylon Berlin“ gilt als die teuerste deutschsprachige TV-Serie, waren doch die ersten beiden Staffeln mit einem Budget von satten 40 Millionen Euro ausgestattet. Demnächst wird schon die dritte Staffel gedreht, das Format ist an mehr als 90 Länder verkauft und ab Ende September im ORF zu sehen. Der Erfolg der Geschichte, die rund um Kommissar Gereon Rath in der Weimarer Republik und im Nationalsozialismus spielt, basiert auf dem Bestseller-Kriminalroman „Der nasse Fisch“ des deutschen Autors und Journalisten Volker Kutscher. Das Regie-Trio Tom Tykwer, Henk Handloegten und Achim von Borries führt in eine Stadt am Wendepunkt, in das Berlin der 1920 und 1930er Jahre. Mit einer Mischung aus historischem Drama und Krimi zeigen sie eine Stadt voller Luxus, Armut, Sex und Korruption, eine Metropole in Aufruhr. Ökonomie und Kultur, Politik und Unterwelt – alles befindet sich in radikalem Wandel. Für ihr Vorhaben konnte das Team um Tykwer auch Schauspieler wie Lars Eidinger und Karl Markovics gewinnen, der einen österreichischen Journalisten spielt. Die Serie startet am 30. September im ORF, der „kulturMontag“ bringt einen Vorgeschmack.

„Die Hölle. Kulturen des Unerträglichen“: Das Philosophicum Lech über das Inferno auf Erden

„Die Hölle, das sind die anderen“, so formulierte es der französische Schriftsteller und Philosoph Jean-Paul Sartre. Der Hauptvertreter des Existentialismus wollte damit deutlich machen, dass es die Menschen selbst sind, die sich ihr eigenes und das Leben der anderen zur Hölle machen. Dem schaurigen Ort der Verdammnis und der ewigen Finsternis begegnet man schon als Kind im Religionsunterricht und später in den Bildern von Hieronymus Bosch oder in der „Göttlichen Komödie“ des italienischen Dichters von Dante Alighieri. Für den wissenschaftlichen Leiter des Philosophicum Lech Konrad Paul Liessmann hat die Hölle als religiöse Vorstellung völlig an Bedeutung verloren. Für ihn ist sie als Metapher im Alltag stärker präsent denn je. Wird in Zeiten politischer Umwälzungen „der Teufel an die Wand gemalt“? Unter dem Titel „Die Hölle. Kulturen des Unerträglichen“ beschäftigt sich das Philosophicum Lech mit dem Ende der Hölle als Ort ewiger Qualen und ihrer Wiederkehr im Diesseits als Metapher für Angst und Verdrängung.

Kunst und Kapital: Wien als Zentrum für Zeitgenössisches

Geht es nach dem russischen Eigentümer Dmitry Aksenov, rangiert die Kunstmesse „viennacontemporary“ unter den 20 wichtigsten Kunstmessen. Vor mittlerweile zwölf Jahren als „Viennafair“ gegründet und am Messegelände angesiedelt, verlegte sie der neue Chef und Finanzier 2015 in die historische Marx-Halle. Als einzige Kunstmesse, die den Osten und Westen in sorgfältig kuratierten Ausstellungen vereint, will die „viennacontemporary“ als Ort aufregender Neuentdeckungen punkten. 118 Galerien und Institutionen aus 27 Ländern, die von Wiens wichtigsten Galerien über internationale Top-Player bis zu aufstrebenden Junggalerien reichen, präsentieren ihre besten Künstler/innen – etablierte Größen ebenso wie Newcomer. Wie hat sich Wien als Hauptstadt für Zeitgenössisches entwickelt? Der „kulturMontag“ hat sich in der Kunstszene umgehört.

Neue Dokumentation „Für immer jung! Die Wiener Stadthalle ist 60“ (23.30 Uhr)

Auf sechs Jahrzehnte beeindruckende Eventgeschichte blickt die Wiener Stadthalle im Jubiläumsjahr 2018 zurück. Unter dem Titel „Für immer jung! Die Wiener Stadthalle ist 60“ begibt sich eine neue ORF-Dokumentation von Werner Horvath auf Zeitreise durch die Historie von Österreichs größtem Veranstaltungszentrum und gewährt so manchen Blick auf dessen Zukunft. Die von Roland Rainer entworfene Wiener Stadthalle ist viel mehr als nur ein Veranstaltungsort. Sie setzte von Anfang an einen herausragenden Akzent in der Architektur Wiens und war in der Wiederaufbau-Ära nach dem Zweiten Weltkrieg ein Symbol für ein fortschrittliches Österreich – ein Bau der Moderne, seit 1958 spektakulär und zeitlos. Als jüngstes Gebäude des Hallenkomplexes, der bis zu 16.000 Zuschauerinnen und Zuschauern Platz bietet, wurde 2006 die Halle F eröffnet. Das Architektenduo Dietrich/Untertrifaller hat dabei die Formensprache Roland Rainers übernommen und neu interpretiert. Mit bisher rund 15.000 Shows und 65 Millionen Besucherinnen und Besuchern ist die Wiener Stadthalle seit der Eröffnung 1958 ein Ort legendärer Events und Bühne für unvergessliche Auftritte, wie beispielsweise für den ersten Österreich-Auftritt der Rolling Stones im September 1965. Das Vergnügen so mancher Vorstellung hat im Laufe der Jahre nicht erst in, sondern bereits vor der Stadthalle begonnen – so wie bei der deutschsprachigen Erstaufführung des Musicals „Hair“ 1970. Der größte Event, der dort bisher stattgefunden hat, war der „Eurovision Song Contest“ 2015. Einmal in der ausverkauften Stadthalle aufzutreten, das gelingt nicht jedem – und keinem so oft wie Udo Jürgens, der mit 33 ausverkauften Konzerten Rekordhalter ist. In der Dokumentation über die Wiener Institution stehen Künstler wie Wolfgang Ambros, Stefanie Werger, Marco Wanda und Conchita im Rampenlicht. Zu Wort kommen auch der künstlerische Geschäftsführer Wolfgang Fischer, der neue Geschäftsführer der Wien-Holding, Kurt Gollowitzer, und der heute 100-jährige Baumeister der Wiener Stadthalle, Viktor Hauswirth. Ein Dakapo des Films gibt es am Sonntag, dem 30. September, um 10.15 Uhr in der ORF-„matinee“, 3sat zeigt die Doku am Samstag, dem 6. Oktober, um 10.15 Uhr.
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Soeben ist das Erwachsenen-Malbuch ÖSTERREICH ZUM ANSCHMIEREN im Holzbaum Verlag erschienen: http://www.holzbaumverlag.at/oesterreich-zum-anschmieren

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Mandalas ausmalen zur Beruhigung? Schnee von gestern! Herrn und Frau Österreicher enstpannt viel mehr das Ausmalen von Gartenzwergen, Lebkuchenherzen und weiterer landestypischer Motive.

ÖSTERREICH ZUM ANSCHMIEREN

36 Seiten, Softcover, EUR 7,50

ISBN 978-3-902980-73-1

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Ab sofort überall wo es Bücher gibt und auf holzbaumverlag.at!
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