Online Merker Logo

Die internationale Kulturplattform

INFOS DES TAGES (MONTAG, 23. JULI 2018)

23.07.2018 | Aktuelles

INFOS DES TAGES (MONTAG, 23. JULI 2018)

SALZBURG: „JEDERMANN“-PREMIERE WIEDER VERREGNET

Straße auf die der Regen platzt

Wenn überhaupt, ist dieses moralisierende Stück nur auf dem Domplatz auszuhalten. Dort konnte es aber gestern nicht stattfinden, also erübrigt sich somit jede Kritik.

Angeblich soll dafür die Premierenfeier „überschäumend“ gewesen sein, wofür aber ein nicht ganz geglückter Bieranstich verantwortlich sein soll
______________________________________________________

SALZBURGER FESTSPIELE: VORSCHAU AUF DIE PREMIERE „DIE ZAUBERFLÖTE“ (Premiere 27.7.)


Die Regisseurin Lydia Steier. Copyright: Sandra Then


Der Dirigent Constantinos Carydis. Copyright: Thomas Brill

LEADING TEAM

Constantinos Carydis, Musikalische Leitung
Lydia Steier, Regie
Katharina Schlipf, Bühne
Ursula Kudrna, Kostüme
Olaf Freese, Licht
fettFilm, Video
Ina Karr, Dramaturgie


Matthias Goerne (Sarastro). Copyright: Marco Borggreve


Mauro Peter (Tamino). Copyright: Franziska Schrödinger

BESETZUNG

Matthias Goerne, Sarastro
Mauro Peter, Tamino
Albina Shagimuratova, Die Königin der Nacht
Christiane Karg, Pamina
Ilse Eerens, Erste Dame
Paula Murrihy, Zweite Dame
Geneviève King, Dritte Dame
Adam Plachetka, Papageno
Maria Nazarova, Papagena
Michael Porter, Monostatos
Tareq Nazmi, Sprecher
Simon Bode, Zweiter Priester / Erster geharnischter Mann
Birgit Linauer, Alte Papagena
Klaus Maria Brandauer, Großvater
Wiener Sängerknaben, Drei Knaben

Christine Karg (Pamina). Foto: Gisela Schenker


Maria Nazarowa (Papagena). Copyright: Lizelle de Wit

Konzertvereinigung Wiener Staatsopernchor
Ernst Raffelsberger, Choreinstudierung
Wiener Philharmoniker

___________________________________________________________________

ORF  „kulturMontag“: Die Macht der Sprache, neuer Roman von Francesca Melandri und afrikanische Kunst auf dem Vormarsch

Außerdem am 23. Juli: „Salome“-Regisseur Romeo Castellucci im Gespräch, danach: Dokumentation „Guca – Im Rausch der Blasmusik“

Wien (OTS) – Der von Martin Traxl moderierte „kulturMontag“ berichtet am 23. Juli 2018 um 22.30 Uhr in ORF 2 über die Macht der Sprache und den sogenannten „Framing-Effekt“, den neuen Roman der italienischen Autorin Francesca Melandri – „Alle, außer mir“ – über koloniale Gräueltaten und das spektakuläre Museum für zeitgenössische Kunst, das MOCAA in Kapstadt. Außerdem: Clarissa Stadler im Gespräch mit Romeo Castellucci, der bei den diesjährigen Salzburger Festspielen für die Inszenierung von Richard Strauss’ „Salome“ verantwortlich zeichnet. Um 23.30 Uhr folgt Georg Holzers Dokumentation „Guca – Im Rausch der Blasmusik“ über eine serbische Kleinstadt, in der alljährlich das größte Blasmusikfestival Europas stattfindet.

Die Macht der Sprache: Der „Framing-Effekt“ im Check

Sprache ist wirkungsmächtig und wird in krisenhaften Zeiten rauer. Die Politik, allen voran populistische Parteien, beherrschen den Diskurs mit Wortschöpfungen, die mit den Fakten allzu oft nur wenig gemeinsam haben. „Framing“ nennt sich diese Methode, mit der Politiker und Medien Begriffe aufladen und Stimmung machen. Das sollte uns allen als Wählerinnen und Medienkonsumenten bewusst sein, meint die Linguistin und Expertin für politische Sprache, Elisabeth Wehling. Denn der Umgang mit Sprache, der Kampf ums richtige Wort gehört zu den vordringlichsten Aufgaben öffentlicher Kommunikation. Mit Elisabeth Wehling sowie mit der „profil“-Innenpolitik-Chefin Eva Linsinger und dem Jung-Dramatiker Thomas Köck hat der „kulturMontag“ über Sprache als Waffe, die Rolle des Journalismus und die Herausforderung für die Kunst gesprochen.

Europas Schuld – Alle, außer mir: Francesca Melandri und ihr Roman über koloniale Gräueltaten

Als „Reise in die italienische Seele“ hat die italienische Zeitung „La Repubblica“ Francesca Melandris Roman bezeichnet. Zehn Jahre lang hat Melandri, preisgekrönte Stimme der italienischen Gegenwartsliteratur, an ihrem neuen Buch gearbeitet. „Alle, außer mir“ erzählt eine unglaubliche Familiengeschichte über drei Generationen und ist gleichzeitig ein schonungsloses Porträt der italienischen Gesellschaft im 20. Jahrhundert. Virtuos schlägt die Autorin einen Bogen von den rassistischen Verbrechen während der italienischen Kolonialzeit in Afrika bis zu den Migrantenschicksalen der Gegenwart.

Am Wendepunkt : Afrikanische Kunst auf dem Vormarsch

Das „Zeitz MOCAA oder Museum of Contemporary Art Africa“ ist das erste und einzige Museum für zeitgenössische afrikanische Kunst in Afrika. Ein architektonisches Wunderwerk für die bisher größte Sammlung afrikanischer Gegenwartskunst, zusammengetragen vom ehemaligen Puma-Chef, Jochen Zeitz. Auf mehr als 6.000 Quadratmetern, mitten im Hafengelände von Kapstadt, ist sie in einem alten Silo angesiedelt. Seit fast 100 Jahren stehen die steil aufragenden Zylinder an Kapstadts Hafenbecken. Hier floss zusammen, was im südlichen Afrika geerntet worden war, hier verließ den armen Kontinent, was manche Hungersnot hätte verhindern können. Die Intention der beiden Gründungsväter Jochen Zeitz und David Green war es, der Kunstwelt die Augen für die Relevanz des heutigen afrikanischen Kunstschaffens zu öffnen. Afrika wird dabei nicht auf die geografischen Grenzen des Kontinents beschränkt, sondern auf die gesamte afrikanische Diaspora ausgeweitet.

Der Erforscher des Blicks : Der Bildmagier Romeo Castellucci bei den Salzburger Festspielen

Theater ist für ihn ein dunkler Spiegel, die Bühne ein Ort, um über das Leben nachzudenken. Und dennoch konfrontiert der italienische Regisseur Romeo Castellucci in seinen Inszenierungen das Publikum ständig mit Schmerz und Tod. „Nur weil der Tod existiert, können wir uns lebendig fühlen“, sagt der Regie-Exzentriker. In seiner Bühnenkunst rückt Castellucci stets die „Conditio humana“ in den Fokus. Er inszeniert heuer erstmals bei den Salzburger Festspielen und interpretiert die Oper „Salome“ von Richard Strauss in der Felsenreitschule als Geschichte des Begehrens. Der ORF überträgt die mit Spannung erwartete „Salome“ am Tag der Premiere (Samstag, 28. Juli, live-zeitversetzt um 21.55 Uhr, ORF 2; Samstag, 11. August, 20.15 Uhr, 3sat).

Dokumentation „Guca – Im Rausch der Blasmusik“

Eine serbische Kleinstadt wird für fünf Tage im August zum Epizentrum eines Blasmusikerdbebens. In Guca herrscht Ausnahmezustand. In dem sonst so verschlafenen Ort findet alljährlich das größte Blasmusikfestival Europas statt. 200.000 Musiker, Besucher, Politiker oder auch einfach nur Geschäftemacher und Neugierige säumen plötzlich die sonst vereinsamten Straßen. Georg Holzer war in Guca und erlebte die Verwandlung der Kleinstadt in eine rauschende Festivalbühne.
__________________________________________________________

FESTIVAL INTERNAZIONALE „OPERA IN PIAZZA GIUSEPPE DI STEFANO“ – XXVIII Edizione , Oderzo/Treviso


Allego anche immagine del Trovatore.

Carissima, invio foto delle 3 cerimonie per Josep Carreras :

 Il Mosaico di Giuseppe Di Stefano in Piazza Grande ( con Adua Veroni Pavarotti,  Enrico Stinchelli, Miro Solman, Maria Grazia Patelli, Jose Carreras, Maria Chiara).

Il Premio Internazionale Giuseppe di Stefano nella Sala del Capitolo in Casa dei Battuti ( Consegna Maria Grazia Patella Presidente del Festival)


José Carreras

Il regalo del Prosecco di Valdobbiadene in Piazza del Foro Romano ( consegna il tenore Miro Solman Direttore Artistico del Festival)

Un cordiale saluto.

Se serve altro rimango a disposizione. Cordialissimi saluti.

Maria Grazia Patella Vicari

________________________________________________________________

KAZAKHSTAN/ ULYTAU: FESTIVAL KLASSISCHE MUSIK UND FOLKLORE


Beim Auftritt von Anna Ryan war im Hintergrund der Ring mit der Wiener Staatsoper zu sehen. Copyright: Bolat Ajmagambetov

Das erste Internationale Festival von „Folklore und Klassischer Musik“ Zhezkiik“ fand von 12.-14. Juli 2018 im historischen Ort  „Ulytau“ in Kazakhstan statt.

Das Ziel dieses Festivals ist die Erhaltung des Kulturellen Erbes Kazakhstans durch Förderung der Folklore und der klassischen Musik, Entwicklung und Popularisierung eines touristischen Clusters in den wichtigsten Städten der Region Ulytau. Dafür haben die Veranstalter keine Mühen und Kosten gescheut, Regierung und deren Repräsentanten standen voll hinter dem Projekt – sonst wäre es nicht in diesem gewaltigen Umfang durchführbar gewesen.

Vorgabe war bei der Klassischen Musik Internationalität – und so wurden Sängerinnen und Sänger aus 17 (!) Nationen eingeladen. Österreich wurde von der in Wien lebenden Sopranistin Anna Ryan vertreten, und zwar in fulminanter Art und Weise, wie stehende Ovationen des Publikums belegen. Ryan sang die „Pace“-Arie aus „La forza del destino“ und natürlich im abschließendem „Libiamo“ aus „La Traviata“, an dem alle Solisten beteiligt waren.


Anna Ryan während ihres Vortrags der „Pace“-Arie. Copyright: Bolat Ajmagambetov.

Das vom „Karaganda Symphonie Orchester“ unter Leitung zweier Dirigenten, Pjotr Gribanov ( Russland ) und Marco Boemi (Italien), dirigierte Konzert fand am 14.7. statt. Der Auftritt von Anna Ryan wurde von den Medien als Höhepunkt des Konzerts bezeichnet, spontan wurde sie von Repräsentanten der Regierung für weitere Auftritte eingeladen.


Eine blendende Erscheinung – Anna Ryan. Copyright: Bolat Ajmagambetov.


Blumen, Glückwünsche und Begeisterung für Anna Ryan. Copyright: Bolat Ajmagambetov.

Tags davor waren Folkloregruppen unter anderen aus México, Frankreich, Schottland, Peru, Japan, Polen, Russland und Kazakhstan, etc. aufgetreten.

Es war dies eine gewaltige Demonstration für Völkerverständigung, die wir in diesen Zeiten nicht nur in dieser Region nötig haben. Der Empfang war rührend und die Kollegen untereinander verstanden sich großartig. Das Mariinsky Theater entsandte  Vladimir Felyauehr ( Bass) und Vladimir Moroz ( Bariton), welche die Wiener Kollegin besonders herzlich akklamierten .


Alle Solisten mit dem Orchester auf der Bühne. Copyright: Bolat Ajmagambetov.

Es war auch ein persönlicher großer Erfolg dieser Sängerin, die Österreich bestens vertreten hat!

Aus dem Russischen übersetzt von A.C.
______________________________________________________________________

BILANZ DER LUDWIGSBURGER SCHLOSSFESTSPIELE

Am Samstag, 21. Juli 2018 endete die diesjährige Saison der Ludwigsburger Schlossfestspiele mit einem fulminanten Abschlusskonzert zu Ehren von Pinchas Zukerman. Im ausverkauften Forum am Schlosspark feierte das Orchester der Ludwigsburger Schlossfestspiele unter Leitung von Chefdirigent Pietari Inkinen gemeinsam mit Überraschungsgast Viviane Hagner den legendären Geiger anlässlich seines siebzigsten Geburtstags.

Zum Ende der Spielzeit 2018 werden rund 35.000 Zuschauer die Veranstaltungen der Ludwigsburger Schlossfestspiele besucht haben. Im September finden noch fünf weitere Konzerte in den Festspielorten Wolfegg, Wertheim und Haigerloch statt. Zu den 30 ausverkauften Veranstaltungen zählen Produktionen wie die Händel-Oper »Lucio Cornelio Silla« in der historischen Kulisse des Schlosstheaters und Anne Teresa de Keersmaekers Tanzabend »Mitten wir im Leben sind/Bach6Cellosuiten«, die beide von den Ludwigsburger Schlossfestspielen koproduziert wurden, oder das kürzlich vom südafrikanischen Jugendorchester MIAGI gestaltete Konzert am Tag von Nelson Mandelas hundertstem Geburtstag. Die Gesamtauslastung der Spielzeit 2018 liegt derzeit bei rund 80 %.

Ein Höhepunkt im Festspielkalender war neben dem erstmals veranstalteten Familientag in Zusammenarbeit mit dem Kunstzentrum Karlskaserne und der Jugendmusikschule Ludwigsburg e.V. auch Hans Magnus Enzensbergers musikalische Lesung mit der Musicbanda Franui sowie Alain Platels von den Ludwigsburger Schlossfestspielen koproduziertes »Requiem pour L.«. Mit der neunten Auflage der »Song Conversation« setzten die Schlossfestspiele diese Konzertreihe auch im Jahr 2018 erfolgreich fort. Das Orchester der Schlossfestspiele war in dieser Spielzeit bei fünf Konzerten zu erleben, davon einmal im Rahmen eines Gastspiels auf der Insel Mainau. 

Die Schlossfestspiele waren in dieser Saison in 25 Spielstätten an sieben Festspielorten zu Gast. Deutschlandfunk, Deutschlandfunk Kultur und Südwestrundfunk zeichneten insgesamt neun Konzerte auf, die in den vergangenen Wochen und Monaten im Radio zu hören waren bzw. noch zu hören sein werden. Aktuelle Sendetermine werden jeweils auf www.schlossfestspiele.de veröffentlicht.

In zahlreichen Kooperationsveranstaltungen wie etwa mit La Monnaie Brüssel, der Elbphilharmonie Hamburg, den Berliner Festspielen oder dem Naturkundemuseum Stuttgart konnten die Schlossfestspiele ihre Zusammenarbeit mit regionalen, überregionalen und internationalen Partnern weiter ausbauen. Bei der »Sommernacht der Opernstars« am 1. August tritt das Orchester der Schlossfestspiele zudem erstmals im Rahmen der KSK Music Open im Ehrenhof des Residenzschlosses auf.

Im Jahr 2019 finden die Ludwigsburger Schlossfestspiele von 9. Mai bis 20. Juli statt. Ein erster Ausblick auf die kommende Saison wird am 9. November 2018 veröffentlicht.

____________________________________________________________________

Eröffnung der 28. Internationalen Fredener Musiktage – Musique de Luxe, 21. Juli 2018

Die Fredener Musiktage haben sich weit über die Grenzen des Niedersächsischen Ortes hinaus zu einer festen Größe des allsommerlichen Festivalreigens und zu einem angesehenen Ort für klassische wie aktuelle Kammermusik entwickelt. Kompositionsaufträge vergibt das Festival jedes Jahr, dieses Mal an den Luxemburger Pascal Schumacher, Komponist und Vibraphonist, der eine Suite für sein Instrument und Streichquintett geschrieben hat. Luxemburg steht in diesem Jahr im Zentrum des Festivals, der Untertitel lautet „Musikalische Schätze aus Luxemburg“. Sowohl eher unbekannte Komponisten aus Luxemburg sind zu hören als auch eine ganze Reihe luxemburgischer Ensembles. Dieser thematische Schwerpunkt knüpft unmittelbar an die Geschichte des Festivals an. In der Philharmonie Luxemburg haben sich die Festivalmacher Utz Köster, Bratscher im Philharmonischen Orchester Luxemburg und gebürtiger Fredener, und Adrian Adlam, britischer Violinist und Dirigent, kennengelernt und den Gedanken für das Festival entwickelt.

Die Uraufführung von Pascal Schumachers Suite für Vibraphon und Streichquintett beschloss das Eröffnungskonzert. Zu Beginn gab es Schönbergs „Verklärte Nacht“ in der Bearbeitung für Klaviertrio von Eduard Steuermann zu hören. Adrian Adlam sowie Benjamin Kruithof, Cello, und Thomas Hell, Klavier, gelang eine atmosphärisch dichte und hoch konzentrierte Interpretation des frühen Schönberg-Werkes. Der sphärische Charakter der Komposition lässt sich sicher mit der originalen Streicherbesetzung noch unmittelbarer abbilden, gleichwohl haben sich die drei Musiker mit starker Intensität in die noch sehr spätromantisch geprägte Klangwelt eingefügt.

Nicht minder intensiv und mit einem Höchstmaß an Virtuosität und bestens aufeinander abgestimmem musikalischen Atem spielten Adrian Adlam und Thomas Hell nach der Pause Schuberts Fantasie für Violine und Klavier C-Dur D 934. Die Leichtigkeit des Werkes kam dabei genauso zur Geltung wie die Dramatik, und auch die Doppelbödigkeit zwischen Freude und Melancholie, auch wenn die in anderen Werken Schuberts sicher um einiges prägnanter ist. Die Musiker traten in einen absolut ebenbürtigen Dialog und leuchteten die Komposition bis in die kleinste Nuance aus.

Unbekanntes Repertoire aus Luxemburg stand dann mit zwei kurzen Stücken für Streichquintett der Komponistin Lou Koster auf dem Programm. Wunderbar geeignete Musik für einen lauen Sommerabend ist das, von luftiger Stimmung durchzogen, mit schönen melodischen Einfällen. Und wenn dabei die Assoziation an Caféhausmusik aufkommt, dann ist das keineswegs mit gerümpfter Nase gemeint, im Gegenteil – diese Musik ist unterhaltend, ohne dabei auf Substanz zu verzichten. In der Quintett-Formation kamen zu Adrian Adlam und Benjamin Kruithof noch Hwa-Won Rimmer, Violine, Laura Hovestedt, Viola, und Ilka Emmert, Kontrabass.

Pascal Schumacher selbst stand bei der Uraufführung seiner „Freden-Suite“ am Vibraphon. Die klangliche Mischung des Vibraphons mit Streichern ist zwar ungewöhnlich, funktioniert in diesem Stück aber sehr gut. Schumacher arbeitet mit eher minimalistischen Mitteln, die sich in den unterschiedlichen Stimmen ausbreiten. Seine Komposition hat wenig Höhepunkte, erreicht durch sehr dicht gearbeitete Verläufe eben dieses minimalistischen Materials jedoch eine dichte Konzentration und Spannung.

Für die Uraufführung sowie für das gesamte Programm gab es am Ende begeisterten Beifall in der zum Kozertsaal umgewidmeten Fredener Zehntscheune.

Weitere Informationen unter www.fredener-musiktage.de

Christian Schütte

______________________________________________________________

Wien/ Orangerie des Schloss Schönbrunn: Kommende Highlights im Rahmen der Ausstellung MusicaFemina:

1130 Wien, Schönbrunner Schlossstraße 47 U-Bahn Linie U4, Eingang Meidlinger Tor

Bildergebnis für musica femina

24. Juli 2018, 17:00

BUCH-PRÄSENTATION von „Musica Femina“, verfasst von

Clarisse MAYLUNAS und Irene SUCHY als Begleitbuch zur Ausstellung in Kooperation mit dem VERLAG DER APFEL (ISBN 978-3-85450-119-0).

25. Juli 2018, 17:00

EXILARTE – Werke von Weigl, Ruth Schonthal, Rosy Wertheim und Henriette Bosmans mit Ulrike Anton, Ethel Merhaut und anderen.

26. Juli 2018, 17:00

Galina Vracheva – komponiert, fantasiert und improvisiert nach ihren Vorschlägen „Ein Parfüm für Marie Anne Mozartin“ – „A perfume for Marie Anne Mozartin“.

Die Ausstellung ist noch bis 2. September täglich geöffnet von 9 bis 18.00 Uhr

1130 Wien, Schönbrunner Schlossstraße 47 U-Bahn Linie U4, Eingang Meidlinger Tor

Verehrte Festgäste, verehrte Beitragende! Wien, den 17. Juli 2018

Für die reiche Anteilnahme und das Feuer, das Sie weitertragen, danken wir Ihnen ganz besonders. Wir erlauben uns, Ihnen aus unserer Ausstellung MusicaFemina – Aus dem Schatten ans Licht zu berichten.

Die großartige Zwischenbilanz:

unsere Themenausstellung MusicaFemina – „Aus dem Schatten ans Licht“ findet enormen Anklang, die Besucher und Besucherinnen des Schönbrunner Orangerie-Gartens kommen überwiegend auch in die Ausstellung im langgestreckten Bau der Pflanzenorangerie und verweilen dort geraume Zeit. Was als Nischenthema angesehen wurde, entfaltet sich zu einem Museumsbesuch für die ganze Familie. Unser Gästebuch, in allen Sprachen der Erde, zeugt von der Begeisterung des Publikums. Speziell der Raum der Zeitgenossinnen, mit über 20 Showreels von Komponistinnen aus aller Welt sowie der Filmmusikraum, mit Musik von Rachel Portman bis Martina Eisenreich, finden besonderen Anklang. Von den mehr als 1.000 Gästen, die den Orangeriegarten täglich besuchen, kommt ein Gutteil zu uns. Es ist die längste Orangerie der Welt, mit der längsten Notenzeile der Welt mit hundert Komponistinnen-Portraits – also der ideale Gastgeber für dieses Thema.

Unsere Eröffnung am 3. Juli war so feierlich und ebenso festlich wie Energie-voll:

Vor über 300 Gästen aus Kultur und Politik, von Karl Schwarzenberg bis Oksana Lyniv oder Ankathie Koi, ermunterte Helga Rabl-Stadler Dirigentinnen und Komponistinnen, Wolfgang Sobotka sah als Musiker und Politiker die Ausstellung als Schritt zur einer Gender-balancierten Welt, Franz Patay erinnerte an die eben verstorbene Patrizia Adkins-Chiti.

Die Kritiken sind einhellig zustimmend:

Wien.orf.at <http://wien.orf.at/> : „MusicaFemina“ beleuchtet Komponistinnen

Von 4. Juli bis 2. September ist eine Ausstellung in der Schönbrunner Orangerie dem Schaffen von Komponistinnen gewidmet. Die initiale Idee für die „MusicaFemina“ ging von der Stadt Wien aus – und hat es so noch nie gegeben.

„Erleben, berühren und hören anstelle von politischen Forderungen, könnte man die Intention zusammenfassen.“

Salzburger Nachrichten

„Von Sappho bis Alma Deutscher: Die Ausstellung „MusicaFemina“ mit dem Untertitel „Women made music. Aus dem Schatten ans Licht“ zeigt in der Schönbrunner Orangerie von 4. Juli bis 2. September das Schaffen von Komponistinnen. Im Gedenkjahr 2018 wird dabei ein Bogen von der Antike bis zur Gegenwart gespannt – auf genau 100 Metern, um nicht zuletzt 100 Jahre Frauenwahlrecht zu symbolisieren.“

Unsere Performances und Veranstaltungen brachten viel Applaus und Anerkennung für Monique Ciola, die ein Konzert im Rahmen des UNO-Projekts des UN High Commissioner for Human Rights brachte. Elfi Aichinger trat als Sängerin und Komponistin auf, Elisabeth Harnik gestaltete eine inszenierte Cooking-Performance, Professorinnen und Sängerinnen der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien gaben einen berührenden Liederabend und das österreichische Filminstitut diskutierte mit Vorstadtweiber-Regisseurin Mirjam Unger und den Veranstalterinnen von TrickyWomen sowie den Komponistinnen Judith Gruber-Stitzer und Iva Zabkar über Karrierechancen im Filmgeschäft. Ina Regen trat vor begeisterten Frauen aus Wiens Kultur- und Frauenpolitik auf.

MusicaFemina 2019:

Time’s up, es war höchste Zeit für diese Ausstellung, das zeigt der Ansturm des Publikums und die Einladungen von MusicaFemina an weitere nationale und internationale Locations. Geplant ist das österreichische Kulturforum in Washington im Februar 2019, der Bildraum Bregenz im Sommer 2019, weitere Stationen der Ausstellung sind in Linz und Graz in Verhandlung.

Die aus dem Lot geratene Musikgeschichtsschreibung wird in Balance gebracht.
_______________________________________________________________

WIEN: VERNISSAGE ANNA EINSER AM 4. AUGUST (14. Hüttelbergstraße)



_____________________________________________________________

Gehört auch irgendwie zu den Festspielen: Bregenzerwaldspezialität „Salatteller mit Kaspressknödelscheiben“

„Opernfreund“ Peter Bilsing orientiert sich an Salatspeisen. Dem Gewicht tut es gut

__________________________________________________________________

 

 

Diese Seite drucken