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INFOS DES TAGES (MONTAG, 22. OKTOBER 2018)

22.10.2018 | Aktuelles

INFOS DES TAGES (MONTAG, 22. OKTOBER 2018)

Un ballo in maschera an der Wiener Staatsoper

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Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

 Verdis Un ballo in maschera steht ab Mittwoch, 24. Oktober 2018 wieder auf dem Spielplan des Hauses am Ring. Erstmals singen an der Wiener Staatsoper in dieser Serie Roberto Frontali den Ankarström und Elena Pankratova die Amelia. KS Ramón Vargas ist wieder als Gustaf III. zu erleben, Maria Nazarova als Oscar, Bongiwe Nakani als Ulrica und Igor Onishchenko als Christian.

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Ramon Vargas, Maria Nazarova. Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Giampaolo Bisanti, der im vergangenen Februar erfolgreich mit Macbeth an der Wiener Staatsoper debütierte, leitet nun erstmals Un ballo in maschera im Haus am Ring.

Reprisen: 27., 30. Oktober und 3. November

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In eigener Sache: Die Aufregung, die im vergangenen Sommer wegen einer Aussage von Bernd Weikl kurzzeitig geherrscht hat, kann ich so überhaupt nicht nachvollziehen. KS Weikl hat gemeint, dass Mikrophone zum Einsatz kommen. Er hat aber nie behauptet, dass die Mikrophone deshalb zum Einsatz kommen, weil die Sänger schwachstimmig sind! Es ist ganz einfach der Zug der Zeit, überall dort Verbesserungen durchzuführen, wo es möglich ist. Was wäre zum Beispiel der  Autorennsport ohne die neuesten technischen Errungenschaften? Mit dem Schuhwerk wie vor 50 Jahren wären heute die Fabelzeiten in der Leichtathletik nicht möglich. Bauen Sie heute einmal ein Haus ohne Fertigbeton, ohne die neuesten Erkenntnisse der Statik – da würden Sie gewaltig hinterherhinken! In den Theatern haben wir auch nicht mehr die Kerzenbeleuchtung wie zur Entstehungszeit der Oper! Es werden Körpermikros in Opernhäusern verwendet, weil die Techniker die Klangqualität verbessern können. Deshalb müssen sich Sänger auch nicht mehr an der Rampe drängen. Die Rampe wird sozusagen überallhin versetzt. Was ist daran schlimm? KS Bernd Weikl nimmt zu einem Brief, den ein geschätzter Kollege, der auf den Bühnen der Welt zuhause ist, geschrieben hat, Stellung:

Das Wunder der Stimme SZ. 18. Sept. 2018, Zum Leserbrief von Johannes Martin Kränzle.

 Verstärker statt Naturgewalt“ in der SZ vom 29. August: Nach Lektüre des Interviews mit dem Sänger Bernd Weikl war ich sehr überrascht und befremdet, was der verdiente Sänger zum Teil behauptet. Die Mikrofone, die wir Opernsänger manchmal tragen müssen, sind lediglich für Tonaufnahmen gedacht und dienen keiner Verstärkung. Bei den Fernseh- und Radioübertragungen sind diese meist wegen einer besseren Klangqualität vonnöten. Leider sind Aussagen wie diese der Oper und dem ganzen Betrieb nicht förderlich, da auch das Publikum oft sehr unsicher wegen dieser Mikrofone ist und nun weiter auf falsche Fährten geführt wird.“

Aus dem Leserbrief von Johannes Martin Kränzle, ein in der ganzen Opernwelt bekannter Sänger, von Bernd Weikl im Mail an mich „junger Kollege“ genannt.


Bernd Weikl als „Holländer“ (Bild von Werner Herzog)

WEIKL: Die Aussagen vom Kollegen Kränzle überraschen und befremden allerdings mich jetzt wieder. Er kritisiert meine Aussagen und bestätigt diese gleichzeitig. Er gibt zu, dass Opernsänger sehr wohl Mikrophone auf der Bühne tragen (müssen), und dies eben nur zugunsten einer besseren Klangqualität.

Seit Jahrzehnten wurden (Nicht nur) Premieren vom Rundfunk aufgenommen und gesendet. Dabei wurden überall im Bühnenraum Mikrofone installiert. Aber die Sänger haben keine Mikrofone getragen. Und heute sind es Körpermikrophone zur besseren Klangqualität bei der Fernsehübertragung und einer zumindest dann nicht verbesserten Klangqualität für den Zuschauerraum? Selbstverständlich wird ein Publikum da zumindest nachdenklich.

Bei allen Übertragungen von zumeist Premieren sitzen Toningenieure am Mischpult und sind selbstverständlich in der Lage, die ausgebildete Sängerstimme auch in akustisch mangelhaften Bühnenbildern und nicht gerade hilfreichen Regiekonzepten einzufangen – wenn Körpermikrophone getragen werden. Mit der Aussage von Herrn Kränzle, dass diese Mikrophone am Körper der Mimen meist nur der Klangqualität dienen sollen, kann ich nichts anfangen.

Kammersänger Prof. Dr. Bernd Weikl, Hamburg

DAS NEUESTE VIDEO VON KS. BERND WEIKL MIT INTERESSANTEN AUFNAHMEN!

(auch mit Anekdoten über seine Zeit in der Wiener Staatsoper und mit einem Regiekonzept für „Eugen Onegin“ – mit einem schwulen Onegin)

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MÜNCHEN: KÜNSTLERGESPRÄCH MIT PIERO PRETTI AM MITTWOCH, 24. OKTOBER 2018

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BAYERN/ Landesakademie Ochsenhausen

Es ist wieder soweit!
Vom 11. bis 17.02.2019 werden wir an der Landesakademie Ochsenhausen erneut einen Meisterkurs anbieten.

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WIEN/ ALTES RATHAUS: SOLISTENKONZERT JUNGE MEISTER -GROSSE KOMPONISTEN (25.10. um 19 h

Karten: (Sylvia Murczek) Tel: +43 699 1260 2202

karten.kammerorchester@gmx.at

Bank Austria Salon im Alten Rathaus, 1010, Wipplingerstraße 6-8

VERA KARNER – ZEITUNGSFOTO/ BERICHT VON IHREM SIEG BEIM KLARINETTENWETTBEWERB


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ORF III zum 125. Geburtstag von Karl Farkas: Filmporträt und „Best of“ mit den lustigsten Auftritten

 Am 25. Oktober ab 21.05 Uhr =

Wien (OTS) – Zum Geburtstag von Karl Farkas, der sich am 28. Oktober 2018 zum 125. Mal jährt, erinnert ORF III Kultur und Information am Donnerstag, dem 25. Oktober 2018, mit einem zweiteiligen „ORF III Spezial“ an den Meister des Kabaretts.

Den Auftakt macht das Filmporträt „Die Gesichter des Karl Farkas“ (21.05 Uhr) von Otto Schwarz, das sich den beruflichen wie privaten Seiten der Gallionsfigur des Wiener Kabaretts widmet. Farkas, dessen legendäres Grinsen Generationen von Kabarett-Simpl-Besucherinnen und -Besuchern geliebt haben, besaß mehrere Gesichter: Privat prägte ihn die Sorge um seinen mental behinderten Sohn Robert. Neben Interviews mit Wegbegleitern präsentiert die Dokumentation Archivausschnitte aus dem Kabarett Simpl, die die große Bandbreite von Farkas‘ Talent darstellen.

Danach zeigt ORF III ein neu gestaltetes „Best of Karl Farkas“ (22.00 Uhr) von ORF-III-Redakteur Claus Aubrunner mit dessen lustigsten Fernseh- und Bühnenauftritten. Neben aberwitzigen Sketchen wie „Die Wahrheitsteller“ und „Die Zeitungsredaktion“ sind auch einige der legendären Doppelconférencen mit Schauspieler, Kabarettist und Komiker Ernst Waldbrunn zu sehen.

 

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