Online Merker Logo

Die internationale Kulturplattform

INFOS DES TAGES (MONTAG, 22. JULI 2019)

22.07.2019 | Aktuelles

INFOS DES TAGES (MONTAG, 22. JULI 2019)

WIENER STAATSOPER: EHRENMITGLIED WILLY DIRTL GESTORBEN

Bildergebnis für willy dirtl wiener staatsoper
Willy Dirtl. Foto: privat

Die Wiener Staatsoper trauert um ihr Ehrenmitglied, den ehemaligen Ersten Solotänzer des Wiener Staatsopernballetts, Prof. Willy Dirtl, der am Mittwoch, 17. Juli 2019 im 89. Lebensjahr in Kitzbühel verstorben ist, wie heute bekannt wurde.

Geboren am 4. März 1931 in Hennersdorf, Niederösterreich, war Willy Dirtl von 1954 bis 1970 Erster Solotänzer des Wiener Staatsopernballetts. 1992 wurde er zum Ehrenmitglied der Wiener Staatsoper ernannt.

Zwei Jahrzehnte war das Wiener Staatsopernballett geprägt vom Charisma der „Wiener Tanzlegende“ Willy Dirtl. International gesehen, konnte kaum ein anderer Tänzer seiner Generation ein derart weit gespanntes Rollenrepertoire aufweisen wie das „Naturtalent“ Willy Dirtl. Beispiel für seine Vielseitigkeit ist jene herausragende Premiere, die das Wiener Staatsopernballett im November 1955 anlässlich der Wiedereröffnung des Hauses am Ring darbot. In seiner unnachahmlichen Weise verkörperte Willy Dirtl an diesem Abend zweimal den tragischen Helden: Zum einen den Herzog Albrecht in Gordon Hamiltons Fassung des romantischen Balletts Giselle, zum anderen die Titelfigur in Erika Hankas Ausdrucksballett Der Mohr von Venedig. Nach Erika Hankas Tod konnten die Ballettchefs Dimitrije Parlić, Aurel von Milloss und Wazlaw Orlikowsky von Dirtls außerordentlichen Fähigkeiten künstlerisch profitieren.

Willy Dirtl trat 1948 in das Staatsopernballett ein, bereits zwei Jahre später feierte er mit dem Prinzen in Der Feuervogel seinen Durchbruch.

1951 zum Solotänzer und schon drei Jahre später zum Ersten Solotänzer ernannt, begeisterte er sein Publikum mit einem Rollenrepertoire, in dem alle Facetten des Balletts seiner Zeit vertreten waren. Die Skala reichte von griechischen Helden bis zu Wiener Vorstadttypen. Genannt seien Jüngling in Das Rondo vom Goldenen Kalb, Goldener Sklave in Scheherazade, Daphnis in Daphnis und Chloe, Tiger in Abraxas, Titelrolle in Don Juan, Sedlmeier in Hotel Sacher, Joseph in Josephs Legende, Titelrolle in Joan von Zarissa, Can-Can-Tänzer in Der Zauberladen, Titelrolle in Geist der Rose, Titelrolle in Der wunderbare Mandarin, Perseus in Medusa, Odysseus in Homerische Symphonie, Mohr in Petruschka, Boas in Ruth, Tancred in Le Combat, Tybalt in Romeo und Julia, Mars und Uranus in Die Planeten, Titelrolle in Marsyas, Prinz Désiré in Dornröschen, Prometheus in Die Geschöpfe des Prometheus, Pulcinella in Salade, Müller in Der Dreispitz, Mensch in Einöde, Basil in Don Quixote und Titelrolle in Der Pagodenprinz.

Lange Zeit Wunschkandidat Romola Nijinskis für die geplante Verfilmung des Lebens ihres Mannes Wazlaw Nijinski, trat Willy Dirtl später als Choreograph zahlreicher Spielfilme sowie des Neujahrskonzerts der Wiener Philharmoniker in Erscheinung. An der Seite von Werner Krauß agierte er in dem Fernsehfilm Das verräterische Herz. Ein Bühnenunfall zwang Willy Dirtl, 1970 seine Karriere zu beenden. Seinen Platz als einer der prominentesten Wiener Tänzer des 20. Jahrhunderts aber hatte er sich zu diesem Zeitpunkt längst gesichert.

Zum Zeichen der Trauer hat die Wiener Staatsoper die schwarze Fahne gehisst.
___________________________________________________________________________

Noch immer keine Festspielkarten?

Bildergebnis für bayreuther festspiele

Sie haben bisher vielleicht jahrelang ohne Erfolg bestellt und hatten auch beim Online-Sofortkauf im April 2019 kein Glück? Und Sie wollen nicht so furchtbar viel Geld für eine Karte ausgeben? Aber Sie möchten unbedingt einmal vor allem den sagenhaften, weltberühmten Klang im Festspielhaus erleben? – Dann können wir Ihnen vielleicht dazu verhelfen:

Es gibt noch Karten im Galeriebereich, und zwar die so genannten Hörplätze (PK H zu jeweils 10 Euro *).
Diese können Sie am Tag der jeweiligen Aufführung ausschließlich direkt im Kartenbüro ab 14 Uhr erwerben.
Bitte beachten Sie, dass auch diese Karten personalisiert werden! Vorbestellungen für bestimmte Tage sind nicht möglich.

(* zzgl. Gebühren lt. AGB; abweichende Preise für den 25.07.19 sowie die folgenden Aufführungen der Neuinszenierung „Tannhäuser“)

Da es immer wieder geschieht, dass vorbestellte und bezahlte Eintrittskarten aus unterschiedlichen Gründen zurückgegeben werden,
lohnt es sich für alle Kurzentschlossenen, sowohl öfters im Ticket-Shop nachzusehen und zu stöbern als auch an der Tageskasse im Kartenbüro nachzufragen
(geöffnet an den Aufführungstagen von 10 bis 12 Uhr und 14 bis 16 Uhr).
Vielleicht ist ja dann zufällig auch Ihr Wunschticket dabei…

Einführungsvorträge

Auch 2019 bieten die Bayreuther Festspiele an jedem Aufführungstag Einführungsvorträge an. Ihre Besonderheit besteht darin, dass Sie als Besucher in die jeweilige Inszenierung eingeführt werden. Gehalten werden die Einführungsvorträge vom Direktor des Richard Wagner Museums und ausgewiesenen Wagner-Experten Dr. Sven Friedrich, der Sie in gewohnt profunder Art und Weise, kenntnisreich und unterhaltsam auf Ihren Festspielbesuch vorbereitet.

Ort: Zuschauerraum des Festspielhauses
Zeit: 10.30 Uhr (die Dauer beträgt ca. eine Stunde)
Mit Ihrem Ticket, das Sie bitte am Einlass vorweisen wollen,  erhalten Sie am jeweiligen Aufführungstag kostenfreien Zutritt.
Die Einführungsvorträge werden in deutscher Sprache gehalten.

Alle Informationen dazu finden Sie auch auf unserer Website unter https://www.bayreuther-festspiele.de/programm/einfuehrungsvortraege/

Wir freuen uns auf Ihr Interesse und Ihre zahlreiche Teilnahme!


Bildergebnis für bayreuth tannhäuser

Bayreuther Festspiele 2019 Tannhäuser und der Sängerkrieg auf der Wartburg von Richard Wagner | 3sat. Tipp

3sat zeigt die Eröffnungspremiere der Bayreuther Festspiele 2019. Auf dem Programm steht der „Tannhäuser“ von Richard Wagner.Valery Gergiev am Dirigenten- und Tobias Kratzer am Regiepult feiern ihre Debüts auf dem Grünen Hügel. Es singen unter anderen Stephen Gould, Lise Davidsen und Markus Eiche. Moderator Maximilian Maier führt durch den Abend.

Besetzung
Für die große Festspielpremiere von Richard Wagners „Tannhäuser“ werden in diesem Jahr zwei „Hügel-Debüts“ mit Spannung erwartet: Zum einen wird Stardirigent Valery Gergiev erstmals bei den Bayreuther Festspielen dirigieren, zum anderen ist für die Inszenierung einer der momentan meistdiskutierten und aufregendsten Regisseure verantwortlich: Tobias Kratzer. Bildstark und aussagekräftig sind seine Arbeiten in aller Regel, mit psychologischer Tiefe und durchaus sozial-politischer Botschaft. Wie beispielsweise zuletzt in Frankfurt bei „La forza del destino“ von Giuseppe Verdi oder bei der „Götterdämmerung“ in Karlsruhe, für die Kratzer 2018 mit dem Deutschen Theaterpreis „Der Faust“ für die beste Musiktheater-Regie ausgezeichnet wurde. Wie wird er den „Tannhäuser“ in Szene setzen, diese Oper über Sünde, Buße und Gnade, über die Erlösungskraft des Weiblichen, über die prickelnde Konstellation zwischen Eros und Agape? Gleichermaßen aufregend wird die Frage sein, wie Valery Gergiev mit der heiklen Akustik des Festspielhauses zurechtkommen wird. Er, der Nimmermüde, Rastlose, Vielbeschäftigte, der einerseits häufig vieles der spontanen Eingebung des Abends überlasst, der andererseits aber auch die alten wie neuen Konzertsäle und Opernhäuser dieser Welt kennt wie kaum ein zweiter, der immer vom Klang her denkt und diesen an die Räumlichkeit zu adaptieren vermag. Gergiev steht – neben dem Orchester und dem Chor der Bayreuther Festspiele – ein hochkarätiges Sängerensemble zur Verfügung. Die Titelpartie übernimmt mit Stephen Gould einer der großen Heldentenöre unserer Zeit. Seit Jahren gehört er, ob als Siegfried, Siegmund oder Tristan, zu den unverzichtbaren Stützen der Festspiele. Ebenfalls mit viel Erfahrung am Grünen Hügel sind Markus Eiche (Wolfram von Eschenbach) und Stephen Milling (Landgraf Hermann). Ekaterina Gubanova (Venus) hingegen wird zum ersten Mal in Bayreuth singen, genau wie Lise Davidsen als Elisabeth. Sie ist eine der größten Hoffnungen im hochdramatischen Fach. Seit ihrem Gewinn von Placido Domingos „Operalia“-Wettbewerb 2015 erobert sich die junge Norwegerin die Bühnen dieser Welt.Redaktionshinweis: Am Samstag, 10. August, geht es mit dem „3satFestspielsommer“ weiter: Um 20.15 Uhr zeigt 3sat „Rigoletto“, um 23.15 Uhr folgt „Styriarte Klangwolke 2019“.

Samstag, 27.07.19

20:15 – 23:55 Uhr
220 Min.
3sat
Dolby HD-TV
____________________________________________________

TIROLER FESTSPIELE ERL: KOSTÜMMANUFAKTUR ZU „DIE VÖGEL“ (nochmals am 27.7.)

ZUM YOUTUBE- VIDEO

Heute bei den Tiroler Festspielen: Der dritte Teil und letzte Teil vom „Almtrieb“ (Konzept Valentin Lewisch)

Tiroler Festspiele Erl: Fünf Fragen an Michael Güttler (Dirigent des „Tell“)
_______________________________________________________________

MIREILLE MATTHIEU WIRD HEUTE 73

Mireille Mathieu wurde 1946 in ärmlichen Verhältnissen in Avignon geboren. Die Eltern Roger Mathieu (1920–1985), ein Friedhofs-Steinmetz, und Marcelle-Sophie Poirier (1921–2016) bekamen 13 weitere Kinder; Frankreichs ehemaliger Staatspräsident Charles de Gaulle übernahm im Mai 1967 die Patenschaft des jüngsten.
Ihren ersten Gesangsauftritt hatte sie im Alter von vier Jahren in einer Mitternachtsmesse. Sie verließ die Schule ohne Abschluss, da sie ab 1960 als Hilfsarbeiterin in einer Konservenfabrik für das Auskommen der Familie mitarbeiten musste.

Mireille Mathieu: Ave Maria vor Notre-Dame de Paris:

YOUTUBE-VIDEO

_________________________________________________________________

ZDENEK FIBICHS OPER „HEDY“ WIRD DIGITALISIERT

Martino Hämmerle-Bortolotti arbeitet an einem Auftrag  des  Tschechischen  Theaterverlags:  Die  Digitalisierung des Orchestermaterials  der vergessenen Oper HEDY von Zdeněk Fibich, einer sehr interessanten Oper

Bildergebnis für zdenek fibich
Zdenek Fibich (1850 – 1900)

Fibich gehört neben Antonín Dvořák und Bedřich Smetana zu den wichtigsten tschechischen Komponisten. Bekannt ist er als Schöpfer von sieben (teilweise von Richard Wagner beeinflussten) Opern, von Sinfonien, Klavierstücken und szenischen und konzertanten Melodramen.

Opern

Bukovín
Blaník
Nevěsta messinská (Die Braut von Messina, nach Schillers Drama)
Bouře (Der Sturm; nach Shakespeares Drama)
Hedy
Šárka
Medea
Pád Arkuna (Der Fall von Arkun)

______________________________________________________________________

BADISCHES STAATSTHEATER KARLSRUHE : Verleihung der Großen Staufermedaille in Gold an Birgit Keil

Ballettdirektorin Birgit Keil, Vladimir Klos & Ensemble
Birgit Keil und Vladimir Klos. Foto: Uli Deck/ Staatstheater Karlsruhe

Mit der Ehrenmitgliedschaft des STAATSTHEATERS werden die Ballettdirektorin und ihr Stellvertreter Vladimir Klos vom STAATSTHEATER KARLSRUHE verabschiedet

Im feierlichen Rahmen der 12. Ballett Gala wurde der scheidenden Ballettdirektorin Birgit Keil durch Herrn Ministerpräsident Winfried Kretschmann die Große Staufermedaille in Gold verliehen – eine besondere, persönliche Auszeichnung des Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg für Verdienste um das Land Baden-Württemberg und eine der höchsten Ehrungen des Bundeslandes.

Mit Prof. Birgit Keil ehren wir eine große Seele des Tanzes. Eine Frau, die in unzähligen Rollen
brilliert, Tänzerinnen und Tänzer und Choreografinnen und Choreografen inspiriert, Kritikerinnen und Kritiker begeistert und ihr Publikum immer wieder tief berührt hat. Mit der besonderen Magie, die um sie und ihren Tanz herum entsteht“, so Kretschmann. „Es ist ein Glück für die Kulturlandschaft in Baden-Württemberg, wenn Ausnahmekünstlerinnen wie Prof. Keil bei uns ihre Heimat und Wirkungsstätte finden.“
Frau Ministerin Theresia Bauer und Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup ernannten Birgit Keil und Vladimir Klos in Anerkennung ihrer außergewöhnlichen Verdienste um die Karlsruher Ballettsparte zu Ehrenmitgliedern des BADISCHEN STAATSTHEATERS. „In ihrer Zeit als Ballettdirektorin hat sie innerhalb kürzester Zeit ein Ensemble aufgebaut, das ein technisch und darstellerisch anspruchsvolles und vielseitiges Repertoire meisterhaft beherrscht. Dank ihrer hervorragenden weltweiten Vernetzung ist es Birgit Keil und Vladimir Klos gelungen, choreografische Meilensteine der internationalen Ballettgeschichte in Karlsruhe zeigen zu können. In der baden￾württembergischen Tanzszene ist sie eine Institution und für das Land ist es ein großes Glück, dass sie auch nach ihrer aktiven Bühnenlaufbahn ihrer Heimat treu geblieben ist“, so die Ministerin.

In der 12. Ballett Gala wurden Ballettdirektorin Birgit Keil und ihr Stellvertreter Vladimir Klos nach ihrer 16 Spielzeiten währenden Ära am STAATSBALLETT KARLSRUHE feierlich verabschiedet.
Generalintendant Peter Spuhler dankte in seiner Begrüßung Birgit Keil und Vladimir Klos für „die kluge künstlerische Strategie unter dem Titel ,Karlsruher Weg‘“, und dafür, „was Karlsruhe seiner langjährigen Ballettdirektorin und Vladimir Klos, dem Stellvertretenden Ballettdirektor und Mann an ihrer Seite, zu verdanken hat: individuelle Unterstützung des künstlerischen Ensembles und eine einzigartige Vision eines exquisit ausgewählten, vielseitigen Programms in höchster Qualität. Ich durfte Birgit Keil und Vladimir Klos ein erfolgreiches und beglückendes Stück dieses Weges begleiten. Danke!“

Die Zuschauer sagen Danke!
Das Publikum sagt DANKE!  Foto: Uli Deck

Die scheidende Ballettdirektorin widmete die 12. Ballett Gala als Abschiedsgeschenk ganz dem Publikum, ihrer Compagnie und den Studierenden der Akademie des Tanzes Mannheim. Das Ensemble tanzte Meilensteine der Ballett- und Compagniegeschichte wie La Bayadère, Cinderella, Momo von Tim Plegge, A foreign sound von Thiago Bordin und mit Soirée Musicale sowie Hommage à Bolshoi und Onegin Stücke der Jahrhundertchoreografen Sir Kenneth MacMillan und John Cranko, „alles Werke, die unseren Tänzer*innen und mir sehr viel bedeuten und persönlich am Herzen liegen“, so Ballettdirektorin Birgit Keil. Das Ensemblemitglied Emiel Vandenberghe, der renommierte italienische Choreograf Davide Bombana, unvergessen in Karlsruhe durch seine Choreografien wie Tenebrae, Le sacre du printemps und Der Prozess, sowie das hoffnungsvolle Nachwuchstalent Jonathan dos Santos präsentierten eigens für die Gala entstandene Kreationen.

Die BADISCHE STAATSKAPELLE unter der musikalischen Leitung von Generalmusikdirektor Justin Brown und des 2. Kapellmeisters Dominic Limburg bot die erlesene Musikauswahl mit Verve und Leidenschaft dar, glänzend unterstützt von der international gefeierten Mezzosopranistin Daniela Sindram in Gustav Mahlers Rückert-Liedern.

Der Ballett Gala vorausgegangen war die 12. Karlsruher Ballettwoche, in der das STAATSBALLETT die Neuproduktionen und Repertoire-Highlights der aktuellen Saison präsentierte. Technisch virtuos und darstellerisch vielseitig zeigte die Compagnie Sir Kenneth MacMillans erschütterndes Meisterwerk Romeo und Julia, Thiago Bordins gefeierte Uraufführung Zukunft braucht Herkunft #soooeintheater als Geburtstagsgeschenk zum 300jährigen Jubiläum des STAATSTHEATERS, Christopher Wheeldons raffinierte Interpretation des Klassikers Schwanensee und Germinal Casados opulentes Tanzfest Carmina Burana in Kombination mit Sir Kenneth MacMillans energiegeladener Choreografie Concerto.
Insgesamt knapp 2.000 Zuschauer*innen bei der 12. Ballett Gala im GROSSEN HAUS und bei der Live-Übertragung STAATSTHEATER für Alle auf dem Theatervorplatz feierten Birgit Keil, Vladimir Klos und das gesamte STAATSBALLETT mit Standing Ovations, Bravo-Rufen und einem über eine halbe Stunde andauernden enthusiastischem Applaus!

_________________________________________________________________________

ORF / kulturMontag“: „Jedermann“-Update in Salzburg, neuer Almodòvar-Film, Neuerfindung des Kapitalismus

 Danach: Dokumentation „Zimmer frei – Übernachten in besonderer Architektur“ =

Wien (OTS) – Der „kulturMontag“, moderiert von Clarissa Stadler, berichtet am 22. Juli 2019 um 22.25 Uhr u. a. über die Neubesetzungen und neuen Färbungen des „Jedermann“ in Salzburg. Außerdem bringt das Kulturmagazin ein Interview mit Antonio Banderas über Filmemacher Pedro Almodòvar und sein jüngstes Werk „Leid und Herrlichkeit“ sowie einen Bericht über Kunst und Kultur als neue Wertschöpfungsquellen des Kapitalismus. Anschließend ist um 23.15 Uhr die neue Dokumentation „Zimmer frei – Übernachten in besonderer Architektur“ zu sehen, die sich dem neuen Baustil von Feriendomizilen widmet.

Die Neuen beim „Jedermann“ – Premiere am 20. Juli

Nach fast 700 Vorstellungen in einem knappen Jahrhundert ist Hugo von Hofmannsthals „Jedermann“ zentralster Bestandteil der Salzburger Festspiele. Unter dem Arbeitstitel „Veränderung belebt“ geht Regisseur Michael Sturminger gemeinsam mit „Jedermann“ Tobias Moretti in die dritte Runde im traditionsreichen Spiel vom Sterben des reichen Mannes, für das sich mit acht Neubesetzungen neue Möglichkeiten und Färbungen eröffnen. Im diesjährigen Ensemble ist Valery Tscheplanowa die neue Buhlschaft. Die meisten anderen neuen Kollegen kennt „Jedermann“ Moretti von früher, einen davon besonders lang –Bruder Gregor Bloéb. Dieser spielt den Teufel und guten Gesell und somit jene Rollen, die schon Moretti vor Jahren am Domplatz verkörpert hat. Die beiden Vielbeschäftigten sind lange Zeit nicht mehr gemeinsam auf der Bühne gestanden – zuletzt in Innsbruck, da war Bloéb 16 Jahre alt. Inwieweit Sturmingers säkularisierte Fassung wie nüchterne Lesart und die Neubesetzung beim Publikum ankommen, wird sich nach der Premiere am 20. Juli weisen. Der „kulturMontag“ bringt einen Vorbericht.

„Leid und Herrlichkeit“ – Pedro Almodòvars neuer semiautobiografischer Film

Pedro Almodòvars Filme handeln von Verlangen und Identität, von Liebe und Leidenschaft, sie sind facettenreich, kontrovers, provokativ, und seit jeher spielen Frauen eine zentrale Rolle. Der für Filme wie „Alles über meine Mutter“, „Volver“ und „Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs“ bekannte Regisseur wird dafür heuer bei den Festspielen in Venedig für sein Lebenswerk mit dem Goldenen Löwen geehrt. In seinem neuen, semiautobiografischen Werk „Leid und Herrlichkeit“ erzählt er die Geschichte eines alternden Filmemachers, der den Tod seiner geliebten Mutter noch nach Jahren nicht verwunden hat, ebenso wenig wie den Verlust seiner ersten großen Liebe, und der sich vor allem nicht mehr dazu hinreißen lassen kann, einen neuen Film zu machen. Die Hauptrolle spielt Antonio Banderas, dessen Karriere Almodóvar wie kein anderer Regisseur geprägt hat. Mit „Leid und Herrlichkeit“ beendet der bald 70-jährige Filmemacher die Trilogie über sein Leben. Dass Filmen sein Lebenselixier ist, hat er einmal mehr auch mit seinem neuesten Oeuvre bewiesen. Im „kulturMontag“-Interview spricht Antonio Banderas über seinen Entdecker.

Die neue Lust auf Kunst und Luxus – Vorwärts in den Vollkapitalismus

Denkmalgeschützte Schlösser, Gemälde von alten Meistern, teure Uhren, erlesene Weine oder gar Industriebrachen, die in ein neues Kulturviertel verwandelt werden: Auf der Suche nach neuem Profit erfindet sich der Kapitalismus stetig neu und erlebt derzeit einen radikalen Wandel. Werte entstehen durch die Aufwertung der Vergangenheit, in einer Verbindung von Luxus und Kultur. Kunst und Kultur sind zu neuen Wertschöpfungsquellen der Gesellschaft geworden. In ihrem Buch „Bereicherung – Kritik der Ware“ setzen sich die französischen Soziologen Luc Boltanski und Arnaud Esquerre mit diesen neuen Formen des Kapitalismus auseinander. Dabei scheint Storytelling das Gebot der Stunde zu sein. Mit welchen Geschichten und Botschaften werden Firmen und Produkte aufgeladen, um unsere Wahrnehmung, unser Empfinden und Verhalten zu verändern? Antworten darauf findet u. a. Christian Mikunda in seinem Buch „Hypnoästhetik“. Er spannt den Bogen von den Wunderkammern der Habsburger bis zu den Kristallwelten von Swarovski. Und er erklärt, wie mit Hilfe des „Art Priming“ Künstler/innen mit verschiedenen Methoden Erlebniswelten schaffen, die Orte und Produkte ganz anders wahrnehmen lassen. Der „kulturMontag“ berichtet über diese Entwicklung.

Dokumentation „Zimmer frei – Übernachten in besonderer Architektur“ (23.15 Uhr)

„Wie wichtig ist die Art der Unterkunft im Urlaub, wenn die Landschaft perfekt ist?“ In den vergangenen Jahren ist in vielen Regionen Österreichs und der Nachbarländer ein eigener, neuer Baustil von Feriendomizilen entstanden, der kultiviert und weiterentwickelt wird. Tradition und Moderne werden dabei häufig kombiniert und stehen im Dialog zueinander. Der Film von Helmut C. Gürtl widmet sich der Geschichte und Entwicklung von Architektur im Tourismusumfeld und präsentiert eine vielfältige und produktive Entwicklung mit ausgewählten Projekten, die sich alle in das jeweilige Landschaftsbild und die gewachsenen Strukturen einfügen. Durch den Film führt ORF-TV-Kulturchef Martin Traxl, der sechs, sehr unterschiedliche Bauten in Tirol und Südtirol besucht.
___________________________________________________________________

 

Diese Seite drucken