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INFOS DES TAGES (MONTAG, 20. SEPTEMBER 2021)

19.09.2021 | Aktuelles

INFOS DES TAGES (MONTAG, 20. SEPTEMBER 2021)

WIENER STAATSOPER: Was tut sich noch im September?

Otello (Giuseppe Verdi)
Inszenierung: Adrian Noble
Dirigent: Bertrand de Billy
u. a. mit Gregory Kunde, Rachel Willis-Sørensen, Ludovic Tézier, Freddie De Tommaso
Termine: 22., 26., 29. September, 3. Oktober, Details hier.

In der von Bertrand de Billy geleiteten aktuellen Aufführungsserie, verkörpert Gregory Kunde die Titelpartie: War er früher – auch an der Wiener Staatsoper – als Belcanto-Sänger erfolgreich, hat er sich in den letzten Jahren als Interpret dramatischer Verdi-Partien einen Namen gemacht, nicht zuletzt mit dem Otello feiert er international regelmäßig große Triumphe.
Rachel Willis-Sørensen added a... - Rachel Willis-Sørensen
Rachel Willis-Sørensen 

»Seine« Desdemona wird im Haus am Ring erstmals von der amerikanische Sopranistin Rachel Willis-Sørensen gegeben. Die weltweit gefragte Sopranistin ist bekannt für ihr vielfältiges, von Mozart bis Wagner reichendes Repertoire. An der Wiener Staatsoper konnte man sie bisher als Donna Anna und Gräfin Almaviva erleben.

Ludovic Tézier, der an der Wiener Staatsoper zuletzt im September in den so unterschiedlichen Partien Scarpia und Giorgio Germont vom Publikum bejubelt wurde, singt nun mit dem Jago eine weitere seiner großen Paraderollen.

Le nozze di Figaro (Wolfgang Amadeus Mozart)
Inszenierung: Jean-Pierre Ponnelle
Dirigent: Antonello Manacorda
u. a. mit Maria Bengtsson, Regula Mühlemann, Patricia Nolz, Andrè Schuen, Philippe Sly
Termine: 30. September, 2., 5., 8. Oktober, Details hier.
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Klassikfestival Haydnregion Niederösterreich
Das Programm im Oktober 2021

Haydnregion Niederösterreich - Kulturvernetzung Niederösterreich
Unter dem Motto „Haydn verzaubert!‟ präsentiert das Klassikfestival „Haydnregion Niederösterreich“— ein Projekt der Abteilung Kunst und Kultur des Landes NÖ in Kooperation mit „Römerland Carnuntum“ — noch bis 12. Dezember ein durch Joseph und Michael Haydn inspiriertes, künst¬le¬risch exzellent besetztes Programm.
Im Oktober laden das Pianistenduo Roland und Yuko Batik zu erlesener Klaviermusik von Haydn bis Liszt in ihren privaten Salon und in die kürzlich renovierte gotische, mit Fresken verzierte Schlosskapelle in Schloss Ebergassing. Bei der Joseph-Haydn-Matinée im Rahmen der „Serenadenkonzerte des Landes Niederöster-reich“ stehen Lieder und instru¬mentale Kammer¬musik von Haydn bis Schumann, u.a. mit dem international gefragten Opern- und Konzert¬sänger Paul Armin Edelmann, im Haydn Geburtshaus Rohrau auf dem Programm. Beim Klangfest in der Kulturfabrik Hainburg präsentieren Vahid Khadem-Mis¬sagh, Violine, Dorothy Khadem-Missagh, Klavier, und das Ensemble der Academia Alle¬gro Vivo Werke von Ottorino Respighi, Joseph Haydn und Ludwig van Beethoven. Mit dem Musikvermittlungsprogramm „Das Leben ist ein Traum“ des Beat Poetry Clubs um Beat¬boxerin Lilly Janoska kommt auch das junge Publikum auf seine Rechnung.

Das Programm im Oktober 2021:
„Klangmagie im Schloss‟
Samstag, 2. Oktober 2021, 19.30 Uhr
Achtung – ZUSATZTERMIN: Sonntag, 3. Oktober 2021, 10.00 Uhr
Ebergassing | Schloss | 2435, Karl-Eybl-Straße

JOSEPH HAYDN: Partita in F-Dur für Klavier zu 4 Händen, Hob XVIIa:2
F. SCHUBERT/F.LISZT: Soirées de Vienne – Valse Caprice Nr.6
F. LISZT: Sonate in h-Moll
ANTONIO DIABELLI: Aus „7 Gesänge für Herz und Gefühl“ op.101 | Trauermarsch auf den Tod des Herrn Michael Haydn
JOSEPH KREUTZER: Trio op.9 für Flöte, Geige und Gitarre sowie Lieder von Joseph Haydn

ROLAND UND YUKO BATIK, Klavier
ENSEMBLE „ZLATÝ VEK GITARY“:
MATÚS SIMKO, Tenor
MARTINA MESTICKÁ, Flöte
JÁN KRUŽLIAK, Geige
JAKUB MITRÍK, Romantische Gitarre

Roland und Yuko Batik laden in ihren stimmungsvollen Salon zu erlesener Klaviermusik von Haydn bis Liszt. In der zweiten Konzerthälfte entführt das Originalklangensemble „Zlatý vek gitary“ gemeinsam mit dem aufstrebenden slowakischen Tenor Matús Simko in das „goldene Zeitalter der romantischen Gitarre“.
Ein Kooperationskonzert mit „Salon Batik“ | Karten: www.musikimschloss.at

Das Konzert wird vom ORF Landesstudio NÖ unter dem Motto „Begegnung mit den Nachbarn“ aufgezeichnet und am Sonntag, den 17.10.2021, ab 20:00 Uhr, auf Radio NÖ ausgestrahlt.

Joseph-Haydn-Matinée im Rahmen der „Serenadenkonzerte des Landes Niederösterreich‟
Lieder und instrumentale Kammermusik von Haydn bis Schumann
Sonntag, 17. Oktober 2021, 11 Uhr
Rohrau | Haydn Geburtshaus | 2471, Obere Hauptstraße 25

edel
Paul Armin Edelmann. Foto: Franz Neumayr

PAUL ARMIN EDELMANN, Bariton
GERNOT WINISCHHOFER, Violine
RUDOLF LEOPOLD, Violoncello
ANDREA LINSBAUER, Klavier

Als international gefragter Opern- und Konzertsänger hat sich Paul Armin Edelmann auf den Bühnen der Welt einen Namen gemacht. Im Rahmen der „Serenadenkonzerte des Landes Niederösterreich“ gastiert der Publikumsliebling im Haydn Geburtshaus Rohrau. Im Zentrum steht das Lied- und Klavier-riorepertoire der Klassik und Romantik. Mit Kompositionen Robert Schumanns und des Genius Loci – Joseph Haydn – erwartet die Besucherinnen und Besucher Kammermusik vom Feinsten.

Karten: EUR 30,- (Kat.A) / EUR 25,- (Kat.B)

„Das Leben ist ein Traum‟ — Kinderworkshop und Konzert mit dem Beat Poetry Club
Samstag, 23. Oktober 2021, 14 Uhr
Sonntag, 24. Oktober 2021, 14 Uhr
Rohrau | Haydn Geburtshaus | 2471, Obere Hauptstraße 25

BEAT POETRY CLUB:
LILLY JANOSKA, Beatboxerin JUCI JANOSKA, Voice
NINA BRAITH, Voice URSI WÖGERER, Voice
MIRA VEGAS-KRATOCHWIL, Voice

Die stimmgewaltige A-cappella-Band „Beat Poetry Club“, bekannt für ihre groovige, poppig-soulige Performance mit Beatbox und Choreographien, nimmt das Publikum mit auf eine musikalische Reise, in der geträumt, gerappt, gesungen, erzählt und getanzt wird. Wie würde ein Lied von Haydn heute klingen? Wie ist es heute, ein Star zu sein, im Vergleich zu damals?

Im Haus, wo schon der kleine Haydn von seiner Zukunft träumte, bearbeiten die fünf Sängerinnen gemeinsam mit den WorkshopteilnehmerInnen eines seiner berühmtesten Lieder, „Das Leben ist ein Traum“, und machen daraus eine coole Version, um diese im abschließenden Konzert und, begleitet von Beat Poetry Club, gemeinsam zu präsentieren.

Karten: EUR 7,- | Für Kinder ab 7 Jahren und Familien

Klangfest
Samstag, 23. Oktober 2021, 18 Uhr
Hainburg | Kulturfabrik Hainburg | 2410, Kulturplatz 1

OTTORINO RESPIGHI: Antiche Danze ed Arie, Suite Nr. 3
JOSEPH HAYDN: Konzert Nr. 11 in D-Dur für Klavier und Orchester Hob. XVIII/11
LUDWIG VAN BEETHOVEN: „Kreutzersonate“ A-Dur, op.47 für Violine und Streicher | Arrangement: Christoph Ehrenfellner

VAHID KHADEM-MISSAGH, Violine und Leitung
DOROTHY KHADEM-MISSAGH, Klavier
ACADEMIA ALLEGRO VIVO

Anlässlich des 40-jährigen Bestehens der „Hainburger Haydngesellschaft“ dreht sich alles um das Werk des großen Sohnes der Region. Die Aufführung von Joseph Haydns wohl bekanntestem Klavierkonzert in der Kulturfabrik Hainburg stellt zweifelsohne einen Höhepunkt dieser Jubiläums-saison dar.

Ein Kooperationskonzert mit der Hainburger Haydngesellschaft
Tickets: www.haydngesellschaft.at

Über die „Haydnregion Niederösterreich“
Das Projekt „Haydnregion Niederösterreich“ wurde 2017 von der Abteilung Kunst und Kultur der NÖ Landesregierung initiiert und findet 2021 zum vierten Mal statt. Künst¬lerischer Leiter ist der Kulturwissenschaftler und Musikpädagoge Michael Linsbauer, der seit dem Jahr 2010 auch dem „Haydn Geburtshaus“ in Rohrau als Museumsleiter vorsteht.
Michael Linsbauer, künstlerischer Leiter der Haydnregion Niederösterreich, über das Pro¬gramm 2021: „Die Mitwirkung international gefragter InterpretInnen sowie heimischer Nach¬wuchstalente kennzeichnet die Programmgestaltung ebenso wie der Wunsch, die zahl¬reichen stimmungsvollen Konzertlocations der Region zu präsentieren. Wir wollen dazu anregen, sich auf eine Entdeckungsreise zu den Schönheiten der Region zu begeben und sich dabei von der Magie der Musik der Brüder Haydn verzaubern zu lassen.“
Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner: „Nach drei erfolgreichen Jahren ist die „Haydn¬region“ fixer Bestandteil des niederösterreichischen Festivalreigens — eine Festival-Marke, die sich durch ihr vielschichtiges Programm, exzellente InterpretInnen, sorgfältig programmierte Veranstaltungen und außergewöhnliche Spielorte auszeichnet.‟

www.haydnregion-noe.at

Karten-Preise: 7,00 Euro bis 35,00 Euro/Karte
Karten-Info & Bestellung:
HAYDNREGION NIEDERÖSTERREICH, Tel.: +43 (0)2164/2268,
tickets@haydnregion-noe.at, https://www.haydnregion-noe.at/karten.html
Künstlerische Leitung: Dr. Michael Linsbauer
Projekt von: Abteilung Kunst & Kultur des Landes Niederösterreich
In Kooperation mit: Regionalentwicklungsverein „Römerland Carnuntum“

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Deutsches Symphonie-Orchester Berlin ›Symphonic Mob‹ 2021

250 Musikenthusiastinnen und-enthusiasten beim ›Symphonic Mob‹ mit Robin Ticciati, Christian Tetzlaff und dem DSO

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Symphonic Mob‹ 2021 mit Robin Ticciati und Christian Tetzlaff #1 / Foto: © Kai Bienert

Berlins größtes Spontanorchester begeisterte in der Mall of Berlin

Der ›Symphonic Mob‹ 2021 des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin (DSO) ist am Samstagnachmittag mit großem Erfolg zu Ende gegangen. Rund 250 Musikenthusiastinnen und -enthusiasten aller Altersstufen haben sich zu Berlins größtem Spontanorchester auf der Piazza der Mall of Berlin zusammengefunden. Gemeinsam mit den Profimusikerinnen und -musikern des DSO und mit dem Geiger Christian Tetzlaff unter der Leitung Robin Ticciatis brachten sie Werke von Bizet und Elgar zur Aufführung. Hunderte von Menschen ließen sich von dem musikalischen Spektakel am Leipziger Platz begeistern.

Unter dem Motto »Ihr spielt die Musik!« brachten das DSO und sein Chefdirigent Robin Ticciati wie schon 2019 gemeinsam mit dem Geiger Christian Tetzlaff als Solisten auf der Piazza der Mall of Berlin Menschen im Alter von 7 bis 82 Jahren und unterschiedlichster musikalischer Ausbildung zusammen, um bekannte und gleichermaßen anspruchsvolle Werke der Musikgeschichte aufzuführen. Auf dem Programm standen der Torero-Marsch aus der ›Carmen‹-Suite von Georges Bizet, ›Salut d’amour‹ für Solo-Violine und Orchester von Edward Elgar und die ›Enigma‹-Variation ›Nimrod‹, ebenfalls von Elgar. Auch Instrumente, die in einem Symphonieorchester üblicherweise nicht vertreten sind, waren ausdrücklich zur Teilnahme eingeladen. So konnte man unter den Musikerinnen und Musikern nicht nur Geigen, Oboen oder Posaunen entdecken, sondern vereinzelt auch Orchesterexoten wie eine Sub-Bass-Blockflöte, ein Xaphoon, eine Tenor-Fidel oder eine Ukulele.

Der ›Symphonic Mob‹ 2021 fand aufgrund der anhaltenden Pandemielage und zur Sicherheit aller Beteiligten mit einem passgenauen Hygienekonzept statt: 3G-Nachweise waren obligatorisch, das Tragen einer FFP2-Maske bis zum Erreichen der Spielpositionen, die durch Sprühkreise auf dem Boden markiert waren und Mindestabstände garantierten. Während in den vergangenen Jahren regelmäßig über 1.300 Teilnehmer*innen zu Berlins größtem Spontanorchester mit Chor zusammenkamen, musste die Zahl der mitwirkenden Instrumentalist*innen bei der diesjährigen Ausgabe auf 250 Personen begrenzt werden. Sänger*innen konnten aufgrund der geltenden großen Abstandsregeln nicht teilnehmen.

Der ›Symphonic Mob‹ des DSO fand erstmals im August 2014 anlässlich des Tags der offenen Tür im Auswärtigen Amt im Beisein des damaligen Bundesaußenministers Frank-Walter Steinmeier mit 400 Teilnehmern statt. Seitdem kam es auf der Piazza der Mall of Berlin zu fünf Neuauflagen: Im Jahr 2015 kamen rund 500 und 2016 unter der Leitung von DSO-Ehrendirigent Kent Nagano rund 1.000 Musikbegeisterte zusammen. Auch 2017 konnte Robin Ticciati, seinerzeit designierter DSO-Chefdirigent, erstmals über 1.000 Menschen auf die Piazza am Leipziger Platz locken, in den Folgejahren 2018 und 2019 waren es nunmehr 1.300 Musikenthusiasten. 2015 war der ›Symphonic Mob‹ als eines von zehn Projekten für den BKM-Preis Kulturelle Bildung der Kulturstaatsministerin Prof. Monika Grütters nominiert.

Sämtliche Informationen unter ➔ symphonic-mob.de

ROBIN TICCIATI
Christian Tetzlaff – Violine
Musikenthusiast*innen jeden Alters
Deutsches Symphonie-Orchester Berlin
Shelly Kupferberg – Moderation
 
Georges Bizet Torero-Marsch aus der ›Carmen‹-Suite Nr. 1
Edward Elgar ›Salut d’amour‹ für Violine und Orchester
Edward Elgar ›Nimrod‹ aus den ›Enigma‹-Variationen
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gattid

Gentile,
martedì 21 settembre alle ore 20 torna al Teatro alla Scala l’Orchestra dell’Accademia Nazionale di Santa Cecilia diretta da Daniele Gatti.
Un concerto straordinario con cui si rinnova il tradizionale scambio di ospitalità fra due delle più prestigiose istituzioni musicali italiane.
Daniele Gatti, maestro di casa alla Scala, ha scelto per l’occasione un programma di particolare interesse che accosta la giovanile Terza sinfonia di Schubert alla Quarta sinfonia di Gustav Mahler, di cui il direttore milanese è tra gli interpreti più apprezzati. Un impaginato tutto viennese in cui l’epoca di maggior splendore del classicismo si specchia nel suo tramonto: mai come nella Quarta Mahler ha infatti omaggiato la tradizione sinfonica di Mozart, Haydn, Beethoven e Schubert, prendendone allo stesso tempo un nostalgico congedo. Nel Lied conclusivo della sinfonia, “Das himmlische Leben” (La vita celeste), protagonista il soprano Chen Reiss.

Biglietti disponibili online e in biglietteria (aperta dal lunedì al sabato, dalle 12 alle 18). Ricordiamo che – in ottemperanza alle normative sanitarie – i palchi e i posti a coppie devono essere acquistati congiuntamente e per intero. L’accesso avviene su esibizione di Certificazione verde Covid-19 – green pass (fatta eccezione per i minori 12 anni) e documento di identità.
Ti aspettiamo a Teatro!

www.teatroallascala.org

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ORF „kulturMontag“ am 20. September: Ära Merkel im künstlerischen Licht, Amedeo Modigliani in der Albertina, Denkmalpflege in Diskussion

Danach: Dokumentation „Skandal! Ist die Freiheit der Kunst in Gefahr?“

Wien (OTS) – Der von Peter Schneeberger moderierte „kulturMontag“ am 20. September 2021 um 22.30 Uhr in ORF 2 widmet sich anlässlich des bevorstehenden politischen Abschieds der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel ihrem Wirken aus fotografischer Sicht. Zum Thema ist Theatermacher Claus Peymann live zu Gast im Studio. Weiters befasst sich die Sendung u. a. mit dem Werk von Amedeo Modigliani, das erstmals in Österreich, in einer umfassenden Schau der Wiener Albertina, gezeigt wird. Außerdem geht es um die Diskussion über Österreichs Denkmalpflege und ihre (gesetzlichen) Lücken. Anschließend steht die neue Dokumentation „Skandal! Ist die Freiheit der Kunst in Gefahr?“ (23.15 Uhr) auf dem Programm.

Chroniken einer Kanzlerin – Die Ära Merkel aus fotografischer Perspektive

Nach 16 Jahren als Kanzlerin der Deutschen Bundesrepublik zieht sich Angela Merkel nach der Bundestagswahl am 26. September nun aus der Politik zurück (ORF 2 überträgt am Wahltag ab 14.05 Uhr live). Doch nicht nur auf dem politischen Parkett hat die 67-Jährige ihre Spuren hinterlassen, auch in der Kulturwelt gibt es einige Menschen, die „Mutti“ Merkel persönlich kennen und mögen. Etwa Schauspieler Ulrich Matthes, der sie auch als Theater- und Opernkritikerin schätzt. Oder die „Ästhetikerin der Macht“, die französische Fotografin Laurence Chaperon, die schon seit 1999 Fotos der Weltpolitikerin im Männerzirkus macht. Auch der Salzburger Fotograf Peter Rigaud, der Angela Merkel schon mehrfach in Szene setzte: Die Bundeskanzlerin im vertrauten Gespräch mit den Großen der Welt und am Rande offizieller Auftritte, im Kreis der Partei, bei kulturellen Veranstaltungen und ganz privat. Über die Inszenierung von Macht und über ihre politische Amtszeit spricht der ehemalige Burgtheater-Direktor und Berliner-Ensemble-Chef Claus Peymann, der derzeit in Wien Eugène Ionescos „Der König stirbt“ in den Kammerspielen probt, live im Studio mit Peter Schneeberger.

Liebling der Fälscher, Amedeo Modigliani – Albertina-Retrospektive zum 100. Geburtstag

Amedeo Modigliani zählt zu den teuersten Künstlern des 20. Jahrhunderts, für dessen Werke Sammler schon mal gerne dreistellige Millionensummen zahlen. Er hat Frauen gemalt, wie kein anderer, und gilt aufgrund seines hohen Wiedererkennungswerts als einer der meistgefälschten Künstler. Es gibt kaum einen Vertreter der Moderne, dessen Name so oft mit Fälschungen in Verbindungen gebracht wird, wie den mit 35 Jahren jung gestorbenen italienischen Maler und Bildhauer. Zu seinem 100. Todestag widmet ihm die Wiener Albertina eine spektakuläre, rund 130 Objekte aus drei Kontinenten umfassende Retrospektive. Die ursprünglich für das Jubiläumsjahr 2020 geplante Schau „Revolution des Primitivismus“ wurde pandemiebedingt verschoben – ab 17. September werden Modiglianis Werke erstmals in Österreich gezeigt.

Baulicher Wildwuchs – Die Diskussion um Österreichs Denkmalpflege

In Österreichs Denkmalpflege gibt es gravierende Defizite. Nach wie vor gibt es Lücken zwischen staatlichem Denkmalschutz und kommunalem Schutzzonenmodell, die von manch einem Investor gründlich ausgenutzt werden. Klar ist, Österreich braucht Wohnraum, aber muss das immer auf Kosten historischer Baukultur gehen? Wie können ökonomische Zwänge überwunden und gleichzeitig das so wichtige Bewusstsein für den Wert geschichtsträchtiger Gebäude geschaffen werden? Braucht es landesweit einheitliche Regeln für den Erhalt der Baukultur oder attraktivere Fördermodelle für das Bauen im Bestand? Der „kulturMontag“ hat Bürgermeister, Städteplaner, Architekturhistoriker und Denkmalschützer mit diesen Fragen konfrontiert und berichtet aus der Tiroler Gemeinde Tarrenz, aus dem niederösterreichischen Zwettl sowie von der Wiener Mariahilfer Straße.

Dokumentation „Skandal! Ist die Freiheit der Kunst in Gefahr“ (23.15 Uhr)

Gemälde werden abgehängt, Schauspielerinnen aus Filmen geschnitten, Museen von Empörungswellen in den sozialen Medien eingeschüchtert. Die Kunstwelt wird immer öfter angeprangert, sexistisch oder rassistisch zu sein. Hass-Mails und Drohungen, bis hin zum medialen Lynchmord sind für viele Kunstschaffende und Museumsbetreiber keine Ausnahme mehr. Doch gibt das Gefühl der Beleidigung, das Gefühl, Opfer zu sein, den Betroffenen das moralische Recht, nach Zensur zu rufen und die Kunstfreiheit einzuschränken? Was geht da vor in der heutigen Kunstwelt? Wird moralische und politische Korrektheit gerade zum bestimmenden Kriterium? Regisseurin Katrin Sandmann geht in ihrer Dokumentation der Frage nach, ob sich jene Stimmen, die in Kunst und Gesellschaft zu lange ignoriert wurden, zu Recht Gehör verschaffen oder ob gerade eine Art Zensur von unten entsteht?

Das Leopold Museum in Wien zum Beispiel bekommt Ärger wegen Nacktbildern. Vier Akte von Egon Schiele sollten das Publikum zum Diskurs über die Wiener Moderne anregen. Die Stadt wollte international für diese Ausstellung werben. Doch einige europäische Metropolen lehnten die Werke des Expressionisten als Werbemotive ab. Schieles explizite und polarisierende Darstellung von Nacktheit sorgte auch 100 Jahre später für Aufregung und Provokation. Aufgrund geltender Werbevorschriften mussten in Hamburg, Köln und Londons U-Bahn die primären Geschlechtsmerkmale der Aktdarstellungen mit einem weißen Textfeld bedeckt werden. Die Frage „100 Jahre alt. Und noch immer zu gewagt?“ wurde vom Publikum in den sozialen Medien unter dem Hashtag #DerKunstihreFreiheit (#ToArtItsFreedom) ausgiebig diskutiert.

In Haifa wurden vor einem Museum Brandbomben gezündet, empörte Christen lieferten sich Straßenschlachten mit der Polizei. Grund: Jesus am Kreuz im McDonald’s-Kostüm.

Ein weiteres Empörungsobjekt hat Glubschaugen, überdimensionierte Lippen, reißende Zähne und hängt seit fast 30 Jahren an den Wänden der französischen Nationalversammlung: Ein Ausschnitt, der zu einem Bilderzyklus des Künstlers Hervé di Rosa gehört und die Höhepunkte der französischen Gesetzgebung darstellt. Hier in Form der Abschaffung der Sklaverei 1794. Die Darstellung sei rassistisch und unerhört, so die Entrüstung: „Die Bilder könnten auch aus Tim und Struppi im Kongo stammen.“

Diese und weitere Auseinandersetzungen sind Grundlage der Dokumentation „Skandal! – Ist die Freiheit der Kunst in Gefahr?“. Regisseurin Katrin Sandmann gibt spannende Einblicke in die verschiedensten Perspektiven dieser Debatte.

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Buchpräsentation heute in der „Freien Bühne Wieden“ (19,30 h): Wie man es aber anstellt, THEATERINTENDANT zu werden, wie man es anstellt, dies möglichst lange zu bleiben

Den Österreichern sagt man nach, dass Sie wüssten, wie die Fußball-Nationalmannschaft zu agieren hätte, den Wienern sagt man nach, dass jeder irgendetwas über die Bundestheater zu wissen meint.

Bruckmühle

Wie man es aber anstellt, THEATERINTENDANT zu werden, wie man es anstellt, dies möglichst lange zu bleiben, das erfahren Sie in dem kleinen Ratgeber nur bei Georg Mittendrein, dem Gründer des Jura Soyfer Theater am Spittelberg, der seine Erfahrungen als Intendant mehrerer Stadttheater in Deutschland und Südtirol auf äußerst vergnügliche Weise zusammenfasst.

Sein Buch, garniert mit 26 treffsicheren Illustrationen von Rupert Hörbst, ist voll der Ironie und bietet, gerade durch die Sach- und Fachkenntnis des Autors, feine satirische Kommentare, Einblicke, Hinweise und Erklärungen – für die „lieben, jungen Kollegen“ und all jene Besucher von Veranstaltungen, die es gerne ganz genau wissen wollen oder jene, die meinen, ohnedies schon (fast) alles zu wissen. Dass der Blick in die wahre Welt mit so manchen Illusionen aufräumt, versteht sich wohl von selbst.

Mittels eines QR-Codes kann man im Buch auch die Begrüßung durch den Autor hören.

Heinrich LAUBE, Dichter und Burgtheaterdirektor: „Schauspieler, Räuberbanden und Soldaten brauchen gute Anführer, sonst sind alle drei nichts wert.“

 Buch-Präsentation um 19.30 Uhr am 20. September 2021 in der Freien Bühne Wieden

office@verlagderapfel.at

Verlag Der Apfel
ISBN 978-3-85450-031-5
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