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INFOS DES TAGES (MONTAG, 20. JULI 2020)

20.07.2020 | Aktuelles

INFOS DES TAGES (MONTAG, 20 JULI 2020)

AUCH IN DIESER WOCHE WEITERE MET-STREAMS

Start - Metropolitan Opera im Kino - Clasart Classic

Week 19

Supplementary content—including synopses, articles, and more—is available here.

Monday, July 20
Rossini’s Il Barbiere di Siviglia
Starring Isabel Leonard, Lawrence Brownlee, Christopher Maltman, and Maurizio Muraro, conducted by Michele Mariotti. From November 22, 2014.

Tuesday, July 21
Wagner’s Tannhäuser
Starring Éva Marton, Tatiana Troyanos, Richard Cassilly, Bernd Weikl, and John Macurdy, conducted by James Levine. From December 20, 1982.

Wednesday, July 22
Verdi’s Macbeth
Starring Maria Guleghina, Dimitri Pittas, Željko Lučić, and John Relyea, conducted by James Levine. From January 12, 2008.

Thursday, July 23
Gounod’s Roméo et Juliette
Starring Anna Netrebko, Roberto Alagna, Nathan Gunn, and Robert Lloyd, conducted by Plácido Domingo. From December 15, 2007.

Friday, July 24
Verdi’s Falstaff
Starring Mirella Freni, Barbara Bonney, Marilyn Horne, Bruno Pola, and Paul Plishka, conducted by James Levine. From October 10, 1992.

Saturday, July 25
Strauss’s Der Rosenkavalier
Starring Renée Fleming, Christine Schäfer, Susan Graham, and Kristinn Sigmundsson, conducted by Edo de Waart. From January 9, 2010.

Sunday, July 26
Puccini’s La Fanciulla del West
Starring Eva-Maria Westbroek, Jonas Kaufmann, and Željko Lučić, conducted by Marco Armiliato. From October 27, 2018.

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INSTAG(K)RAMEREIEN – gefunden von Fritz Krammer

TEATRO SAN CARLO NEAPEL: So wird der Podiumsaufbau für die semi staged Tosca und Aida aussehen


ZU INSTAGRAM mit Video


Kurzak und Alagna in der Arena von Orange


INSTAGRAM – Zum Video

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Vier Soprane 1980 in Tokyo


Edita Gruberova, Birgit Nilsson, Sabine Hass und Leonie Rysanek. Foto: Istagram

ZU INSTAGRAM

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Domingo junior ist auch schon als Sänger unterwegs

Er singt hier unter dem Dirigat von Denis Vlasenko


ZUM INSTAGRAM/ VIDEO

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Österreichischer Musiktheaterpreis: Günther Groissböck erhält Medien-Sonderpreis

Mit Günther Groissböck steht eine weitere Auszeichnung des Österreichischen Musiktheaterpreises 2020 bereits fest. Er wird mit dem Medien-Sonderpreis für seine internationale Tätigkeit als österreichisches Aushängeschild gewürdigt.

Opernsänger Günther Groissböck im SN-Interview: "Der Tod? Ich bin ...
Günther Groissböck. Foto: Dominik Stixenberger

Salzburg (LCG) – Viel zu viele Vorhänge durften sich in diesem Jahr aufgrund der Pandemie nicht heben, die Scheinwerfer blieben aus. Ein Grund mehr für Karl-Michael Ebner, mit dem von ihm initiierten Österreichischen Musiktheaterpreis all jene auf die Bühne und zurück ins Scheinwerferlicht zu holen, die die heimische Kulturszene prägen und weit über die Grenzen des Landes hinaus repräsentieren. Vor drei Jahren hat der Österreichische Musiktheaterpreis seine Reise in die Bundesländer gestartet. Nach Stationen in Graz und Innsbruck wird der „Oscar“ des Musiktheaters heuer am Donnerstag, dem 6. August 2020, erstmals am W. A. Amadeus Airport in Salzburg verliehen.
Während die 49 Nominierten in insgesamt 15 Kategorien noch bis zum Galaabend auf die Verkündung der Gewinner warten müssen, steht mit Günther Groissböck bereits ein erster Preisträger fest. Für seine internationale Tätigkeit als österreichisches Aushängeschild wird Groissböck am Galaabend mit dem Medien-Sonderpreis ausgezeichnet werden. Mit seiner unverwechselbaren Stimme begeistert der Bass auf den führenden Opern- und Konzertbühnen der Welt ein Millionenpublikum. 2014 feierte er bei den Salzburger Festspielen als Baron Ochs im „Rosenkavalier“ sein vielbeachtetes Rollendebüt. Für seine außergewöhnliche Darbietung wird Groissböck in einem Atemzug mit Sängergrößen wie Kurt Moll oder Otto Edelmann genannt, der den Ochs auf Lerchenau als eine seiner Paraderollen stolze 68 Mal an der Wiener Staatsoper zum Besten gab.

Günther Groissböck ist ein international gefeiertes Ausnahmetalent. Mit beeindruckendem musikalischen Ausdruck, Stilsicherheit und feinster Artikulation begeistert er nicht nur auf den großen Bühnen der Welt, er ist auch ein Parade-Aushängeschild für die Kulturnation Österreich“, gratuliert Karl-Michael Ebner, selbst international gefeierter Sänger und Initiator des Österreichischen Musiktheaterpreises, seinem herausragenden Gesangskollegen zur wohlverdienten Auszeichnung.

Mit der Verleihung des Medien-Sonderpreises reiht sich Groissböck in eine prominente Liste bisheriger Preisträger ein. So wurden die Grammy-Preisträger Herbert Lippert (2019) und René Pape (2017), der inzwischen verstorbene Dmitri Hvorostovsky (2016) sowie der international gefeierte lyrische Tenor Piotr Beczala (2015) in den vergangenen fünf Jahren mit dem Medienpreis für ihre herausragenden Leistungen ausgezeichnet.

Preise in 15 Kategorien
Wen die Fachjury aus den insgesamt 49 Nominierten in 15 Kategorien (exklusive Sonderkategorien) als Gewinner gekürt hat, wird im Rahmen der Gala am Donnerstag, dem 6. August 2020, am W. A. Amadeus Airport in Salzburg bekanntgegeben.
Weitere Informationen zum Österreichischen Musiktheaterpreis sowie zu den Nominierten in den jeweiligen Kategorien auf http://www.musiktheaterpreis.at.

Über Günther Groissböck
Als einer der gefragtesten Sänger seines Fachs, gefeiert von Publikum und Presse gleichermaßen, gastiert der gebürtige Niederösterreicher Günther Groissböck mit den großen Partien von Georg Friedrich Händel bis Giuseppe Verdi, Richard Wagner und Richard Strauss an den führenden Opernhäusern der Welt. Besonders eng verbunden ist er der Bayerischen Staatsoper und der Metropolitan Opera in New York, wo er seit seinem Debüt 2010 regelmäßig zu hören ist. Weitere Engagements führen ihn unter anderem an die Wiener Staatsoper, die Opéra de Paris, die Mailänder Scala, die Deutsche Oper und die Staatsoper Unter den Linden Berlin, wo er im Februar 2020 als Ochs in der Neuproduktion „Rosenkavalier“ (André Heller/Zubin Mehta) Furore machte. 2002 debütierte er bei den Salzburger Festspielen und feierte 2014 dort sein viel beachtetes Rollendebüt als Ochs im „Rosenkavalier“ unter der Regie von Harry Kupfer. 2011 machte er sein Debüt an der Mailänder Scala und bei den Bayreuther Festspielen, wo er seitdem ein gern gesehener Gast ist, so unter anderem als Pogner in der gefeierten „Meistersinger“-Produktion von Barrie Kosky und Philippe Jordan. 2022 wird er im neuen – ursprünglich für 2020 geplanten – Bayreuther „Ring“ die Partien des Wotan und Wanderer singen.

Mit seinem Regie-Debüt „Tristan Experiment” 2021 am Theater an der Wien stellt sich Groissböck einer neuen Herausforderung. Weitere Pläne sind unter anderem König Marke („Tristan und Isolde“) und sein Rollendebüt als Philipp II. („Don Carlo“) an der Metropolitan Opera, Fiesco („Simone Boccanegra“), Ochs („Rosenkavalier“) und sein Rollendebüt als Wotan („Walküre“) an der Wiener Staatsoper, La Roche („Capriccio“) an der Opéra de Paris, Ochs („Rosenkavalier“) an der Berliner Staatsoper Unter den Linden, sowie unter anderem Vodník („Rusalka“), und Gurnemanz („Parsifal“) an der Bayerischen Staatsoper.

Weitere Informationen auf https://www.guenther-groissboeck.com.
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GAFENEGG: Verlängerung der Kooperation mit den Österreichischen Traditionsweingütern

Grafenegg - Programm 2020 by Grafenegg I Klang Trifft Kulisse. - issuu
Copyright: Grafenegg

 Unter Beisein der Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner verlängerten Grafenegg und die Österreichischen Traditionsweingüter ihre erfolgreiche Kooperation.

Grafenegg lebt als Gesamtkunstwerk von dem einmaligen Zusammenspiel von Kultur und Natur, von historischem Flair und neuer Architektur, von kulinarischen Genussmomenten und inspirierenden Begegnungen. Die Verbindung von hochkarätigen Konzerten und herausragenden Weinen hat in Grafenegg Tradition. Seit bereits 10 Jahren besteht zwischen Grafenegg und den Österreichischen Traditionsweingütern eine enge Kooperation. Durch die 2011 ins Leben gerufene Initiative der Grafenegger Wein Edition, haben Gäste sowie gastierende internationale Künstler die Möglichkeit, Weine der regionalen Spitzenwinzer kennen zu lernen. Die exklusiv für Grafenegg zusammengestellten Wein Editionen bieten jährlich ausgewählte Weine aus den Anbaugebieten Wagram, Kremstal, Kamptal und Traisental und seit 2019 auch aus Wien und Carnuntum. Weiters werden jedes Jahr die Ersten Lagen Weine im Rahmen des Grafenegg Festivals im Schloss präsentiert.

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner: «Unser Genussland Niederösterreich steht für vielfältige kulturelle Höhepunkte, eine herausragende Naturlandschaft, kulinarische Genüsse und natürlich die international renommierten Weine. In Grafenegg wird all dies an einem Ort – ja, oft sogar an einem einzigen Konzertabend – vereint. Ich freue mich sehr, dass Grafenegg und die Österreichischen Traditionsweingüter weiterhin mit ihrer regionalen Verbundenheit internationale Strahlkraft haben werden.»

Michael Moosbrugger, Obmann der Österreichischen Traditionsweingüter, zur Verlängerung der Kooperation: «Die Österreichischen Traditionsweingüter freuen sich einen Beitrag für das kulturelle Herz Niederösterreichs leisten zu können. Wie auch Grafenegg versuchen die Mitglieder der Österreichischen Traditionsweingüter als Winzer Excellenz zu leben. Die Grafenegg Edition ist ein Ausdruck der Bandbreite des Donauraums indem die Winzer beheimatet sind.»

Auch Philipp Stein, Geschäftsführer Grafeneggs, freut sich, mit den Österreichischen Traditionsweingütern in eine erfolgreiche, gemeinsame Zukunft zu gehen: «Die Österreichischen Traditionsweingüter sind ein wichtiger Bestandteil des Gesamtkonzepts Grafeneggs und werden es durch die Verlängerung unserer Kooperation auch in Zukunft bleiben. Gerade auch im Hinblick auf die stetige Weiterentwicklung Grafeneggs zum Kultur-, Wirtschafts- und Tourismusstandort brauchen wir starke Partner an unserer Seite, die unseren hohen Qualitätsanspruch teilen.»
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Vorhang auf und Jukebox an! Musikfestival Steyr feiert Premiere in außergewöhnlichem Kultursommer
Am 23. Juli 2020 setzt das Musikfestival Steyr mit der Premiere der weltweit ersten Jukebox-Performance „Musical Fever“ den Startschuss für einen Sommer der Premieren.

Fieberhaft wurde in den vergangenen Wochen an der Adaption des diesjährigen Programms des Musikfestival Steyr gearbeitet und ein völlig neues Konzept für die Gestaltung des Zuschauerraums und den Einlass entwickelt. In wenigen Tagen startet das beliebte Sommerfestival: Mit der Premiere des weltweit ersten Jukebox-Musicals „Musical Fever“ am Donnerstag, dem 23. Juli 2020, hebt sich der Vorhang im Steyrer Schlossgraben und eröffnet einen Sommer der Premieren. Unter der Intendanz von Karl-Michael Ebner geht das Musikfestival Steyr trotz Pandemie in seine 26. Spielsaion und entführt die Besucher an insgesamt neun Abenden auf eine musikalische Reise durch die besten Hits von ABBA bis Webber.

Tickets online erhältlich

Karten für das vielfältige Programm des Musikfestival Steyr sind online auf https://www.musikfestivalsteyr.at und auf https://www.oeticket.com erhältlich.

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HEUTE ORF – „kulturMontag“ am 20. Juli: #dubistkunst-Ausstellung in Baden, Daniel Kehlmann auf Österreich-Besuch, der Kuss in der Krise

 Außerdem: Martin Traxls Dokumentation „Joji Hattori – Wanderer zwischen den Welten“

Wien (OTS) – Der von Martin Traxl präsentierte „kulturMontag“ am 20. Juli 2020 um 22.30 Uhr in ORF 2 berichtet u. a. über die jüngsten Projekte von Bestsellerautor Daniel Kehlmann, der derzeit seinen Wohnsitz von New York nach Berlin verlegt und aktuell auf Heimatbesuch in Österreich ist. Clarissa Stadler traf ihn zum Interview. Weiters befasst sich die Sendung u. a. mit der Ausstellung zur erfolgreichen „kulturMontag“-Challenge #dubistkunst auf Europas größtem Fotofestival „La Gacilly“ in Baden bei Wien, außerdem mit den seelischen wie körperlichen Folgen der Corona-bedingten zwischenmenschlichen Distanz, die derzeit literarisch, wissenschaftlich und künstlerisch thematisiert wird. Anschließend an das Magazin steht die von Martin Traxl gestaltete Dokumentation „Joji Hattori – Wanderer zwischen den Welten“ (23.25 Uhr) über den in Wien aufgewachsenen japanischen Ausnahmekünstler auf dem Programm.

Sehnsucht nach Sinnlichkeit – Kuss & Co. in der Krise

Corona zwingt die Menschen zur Distanz. Doch das Ausbleiben von physischer Nähe hat Folgen auf seelische wie körperliche Gesundheit. Der renommierte deutsche Philosoph Wilhelm Schmid stellt sich in seinem neuen Buch „Von der Kraft der Berührung“ die Frage, wie sich unsere Gesellschaft verändern wird, wenn auch in Zukunft ein distanzierter Umgang miteinander Ausdruck von Zuwendung bleibt. Genau zu diesem Thema hat die Wiener Sigmund Freud Privatuniversität eine aktuelle Studie erstellt. Mit der „neuen Normalität“ in unserem Leben und dem öffentlichen Raum setzt sich diesen Sommer die Kunsthalle Wien mit der Ausstellung „Kiss“ auseinander, die an unterschiedlichen Plätzen Arbeiten von Künstlern wie Elke Silvia Krystufek oder Thomas Geiger präsentiert. Mit dem Bedürfnis nach Intimität, Berührung und Trost und der gleichzeitigen Unmöglichkeit all dessen beschäftigt sich auch Daniel Richter in seiner aktuellen Schau in der Galerie Ropac in Salzburg.

Die Furcht und Flucht des Daniel Kehlmann – der Bestsellerautor auf Österreich-Besuch

Der österreichische Bestsellerautor Daniel Kehlmann hat die vergangenen Jahre mit seiner Familie in New York verbracht, zurzeit übersiedelt er zurück nach Europa und will in Berlin sesshaft werden. Das Thalia Theater in Hamburg bringt seinen Roman „Tyll“ auf die Bühne, in dem er die Zeit des Dreißigjährigen Krieges eindrücklich spiegelt. Für das Regiedebüt seines Freundes Daniel Brühl – eine schwarze Komödie mit dem Titel „Nebenan“ – liefert der 45-Jährige das Drehbuch. Ein „Corona-Stück“ schreibt er für die Wiener Josefstadt, das in der übernächsten Spielzeit Premiere hat. Darin wird ein Mann, der sich nicht vor dem Virus gefürchtet hat, bestraft. Für Kehlmann ist Angst auch eine Art von Schutz. Doch wie sehr macht man sein eigenes Leben durch Angst zu einem Nicht-Leben? Welche Erfahrungen hat der umtriebige Künstler in New York gemacht? Wie hat er die politischen Maßnahmen zwischen USA, Europa und China wahrgenommen? Wie sieht er die Entwicklung der USA im Wahljahr? Bei den Salzkammergut Festwochen Gmunden ist Kehlmann heuer ein Literaturschwerpunkt gewidmet. Aus diesem Anlass ist er auf Österreich-Besuch. Im Wiener Lusthaus traf Clarissa Stadler den Autor zum Gespräch.

#dubistkunst – Ausstellung der ORF-Challenge auf Europas größtem Fotofestival „La Gacilly“ in Baden

Welch großes kreatives Potential in den Österreicherinnen und Österreichern schlummert, hat die während der Corona-Krise initiierte „kulturMontag“-Aktion #dubistkunst eindrucksvoll gezeigt. Das Publikum war aufgefordert, Klassiker der Kunstgeschichte als Reenactments fotografisch festzuhalten. Die mit Direktorinnen und Direktoren österreichischer Museen prominent besetzte Jury, darunter Klaus Albrecht Schröder (Albertina), Stella Rollig (Belvedere) und Karola Kraus (MUMOK), zeigte sich von den Ergebnissen höchst beeindruckt. Die Initiative war so erfolgreich, dass der Veranstalter, Verleger und Fotograf Lois Lammerhuber der „kulturMontag“-Redaktion ein Ausstellungsangebot unterbreitet hat. Seit Mitte Juli wird beim Fotofestival „La Gacilly“ in Baden bei Wien, Europas größtem Outdoor-Fotofestival, eine Auswahl der besten Arbeiten aus rund 360 Einreichungen des Wettbewerbs #dubistkunst den „originalen“ Kunstwerken gegenübergestellt. Mitten im Herzen der Stadt verwandeln die auf riesige Leinwände gebannten Reenactments den öffentlichen Raum zu einem Gesamtkunstwerk. Für Ausstellungsmacher Lois Lammerhuber reflektiert die Aktion #dubistkunst eindrücklich die schwierige Zeit, in der wir leben.

Dokumentation „Joji Hattori – Wanderer zwischen den Welten“ (23.25 Uhr)

In Tokio geboren, in Wien aufgewachsen, ist Joji Hattori ein Mensch mit zwei Identitäten. Das Herz des Musikers schlägt für beide Welten. Hattori ist Geiger, Festivalleiter und Gastdirigent zahlreicher Orchester. Darüber hinaus studierte er Sozialanthropologie und führt ein exklusives japanisches Restaurant in Wien. ORF-TV-Kulturchef Martin Traxl drehte einen filmischen Essay über den Ausnahmekünstler auf seinen Reisen zwischen Europa und Asien, zwischen Musik und Kulinarik.
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ORF HEUTE – „Thema“: Kein Sommer wie damals – Lignano nach dem Shutdown

Außerdem am 20. Juli um 21.05 Uhr in ORF 2: Tödliches Rasen – zwei Mütter wollen Leben retten

Wien (OTS) – Christoph Feurstein präsentiert in „Thema“ am Montag, dem 20. Juli 2020, um 21.05 Uhr in ORF 2 folgende Beiträge:

Tödliches Rasen – zwei Mütter wollen Leben retten

„Ich habe zwei Möglichkeiten – entweder ich lege mich ins Bett und stehe nie wieder auf, weil es irrsinnig weh tut, oder ich tue etwas, damit ihr Tod hilft, andere Leben zu retten“, sagt Sabine Koch-Peterbauer. Vor drei Monaten hat ein Autoraser ihre Tochter Katrin in den Tod gerissen. Unterstützung bekommt Frau Koch-Peterbauer von Sigrid Benesch. Sie hat ihre Tochter vor 25 Jahren durch einen betrunkenen Fahrer verloren. „Damals hat man Alkohol am Steuer als Kavaliersdelikt gesehen“, sagt sie, „genau wie heute das Rasen“. In Deutschland wurden zwei Raser erstmals wegen Mordes verurteilt. In Österreich sind die Strafen vergleichsweise harmlos. Martin Steiner hat mit jungen Männern über die Faszination am Schnellfahren gesprochen und mit den zwei Müttern über ihren Kampf gegen tödliches Rasen.

Die Corona-Babys – Familienglück im Lockdown?

„Lilly war schon vier Monate alt, als ihr Opa sie zum ersten Mal sehen durfte. Mein Vater ist herzkrank und es war gar nicht sicher, ob sich die beiden überhaupt je kennenlernen würden“, erzählt Anne-Sophie Ronge. Ihre Tochter wurde kurz vor dem Lockdown geboren. Was bedeutet es, während dieser weltweiten Krise ein Kind zu bekommen? „Thema“ hat im März Schwangere und junge Familien besucht und fragt jetzt nach. „Dass die Omas und Opas den kleinen Aaron acht Wochen nicht besuchen durften, das war schon hart“, sagt auch Caroline Angerer. Für die Beziehung und fürs Familienglück sehen beide Mütter Vorteile: die Väter waren in den ersten Babymonaten im Homeoffice. Markus Stachl hat die jungen Familien besucht.

Sexarbeiterinnen in der Krise

Tausende Sexarbeiterinnen in Österreich waren dreieinhalb Monate lang von einem Arbeitsverbot betroffen. Bei vielen klingelte trotzdem oft das Telefon: „Die Nachfrage war extrem hoch, höher als nach der Krise“, erzählt Sandra, Sexarbeiterin in Wien. In der Krise haben sich viele ihrer Kolleginnen hoch verschuldet. „Wir hatten Anrufe von Frauen, die sich umbringen wollten, weil die Situation so aussichtslos war“, sagt eine Sozialarbeiterin. Seit 1. Juli ist Sexarbeit wieder möglich. Sonja Hochecker hat sich in der Szene umgehört und traf auf Christoph M. Der 85-jährige Witwer ist Stammgast bei einer Wiener Domina. „Corona hat mir etwas genommen, was unwiederbringlich verloren ist – Zeit für das, was mir in meinem Leben Freude macht.“

Kein Sommer wie damals – Lignano nach dem Shutdown

„Einmal im Jahr muss es Lignano geben“, sind Herr und Frau Radauer aus Liezen überzeugt, schließlich reisen sie seit 1978 jeden Sommer hierher. Sie tun es auch heuer – doch viele österreichische Familien verzichten im Corona-Jahr auf Urlaub in Italien. Die Strände an einigen von Österreichs Lieblingsdestinationen wie Grado, Lignano oder Caorle sind heuer leerer als sonst. Man hört wieder mehr Italienisch als Deutsch. Desinfektionsmittel und Masken sind allgegenwärtig. Wie ist die Stimmung bei Urlauberinnen und Urlaubern, Einheimischen und Touristikern? Eine Reportage aus Lignano von Ines Pedoth.
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