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INFOS DES TAGES (MONTAG, 17. SEPTEMBER 2018)

17.09.2018 | Aktuelles

INFOS DES TAGES (MONTAG, 17. SEPTEMBER 2018)

NEU EINGELANGTE KRITIKEN IN UNSERER WEBSEITE

WIEN/ Staatsoper: LA TRAVIATA am 16.9.2018

florestan und leonore, man mying on stage, opera, klassikblog
Pavol Breslik (Alfredo). Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Zum Bericht von Renate Wagner

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WIEN/ Volksoper: DIE CSARDASFÜRSTIN von Emmerich Kálmán. Premiere am 16.9.2018

Bildergebnis für Wiener volksoper die csardasfürstin
Endlich wieder eine 2echte Operettendiva“: Elissa Huber (mit Ensemble). Copyright: Barbara Palffy/ Wiener Volksoper

…Mit dieser „Csardasfürstin“ ist der Volksoper nach den beiden veritablen Flopps im Vorjahr endlich wieder eine Operettenproduktion gelungen, die der Tradition des Hauses entspricht.

Am Ende verdienter Jubel für alle Beteiligten inklusive dem Regieteam.

Zum Premierenbericht von Heinrich Schramm-Schiessl

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WIEN/ Theater an der Wien: ALCINA – „Entzaubert“ am 14.9.2018

Zum Bericht von Dominik Troger/ www.operinwien.at

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BASEL: „KING ARTHUR“- Semi-Oper von Henry Purcell und John Dryden in einer Neudichtung von Ewald Palmetshofer – Premiere am  13.9.2018


Steffen Höld als Merlin ©Sandra Then

Zum Premierenbericht von Alice Matheson

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BERLIN/ Volksbühne: DIE SECHS BRANDENBURGISCHEN KONZERTE, choreographiert von Anne Teresa De Keersmaeker, getanzt von Rosas, 15.09.2018


Copyright: Anne Van Aerschot

Zum Bericht von Ursula Wiegand

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LINZ: TRISTAN UND ISOLDE. Premiere am 15.9.2018

Weitere Fotos


Heiko Börner, Martin Achreiner; Annemarie Kremer, Dshamilja Kaiser, Annemarie Kremer. Copyright: Reinhard Winkler/ Linzer Landestheater


Dshamilja Kaiser, Annemarie Kremer. Copyright: Reinhard Winkler/ Linzer Landestheater

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GRAZ/ MUSIKVEREIN FÜR STEIERMARK: 1. ORCHESTERKONZERT
Mo 24.09.2018
Di 25.09.2018
Uhrzeit: 19:30 Uhr
Ort: Stefaniensaal


Gabriel Feltz und die Belgrader Philharmoniker. Copyright: Marko Djokovic

GABRIEL FELTZ
BELGRADER PHILHARMONIKER
TOMASZ KONIECZNY Bassbariton

Dragutin Gostuški: Belgrad
Modest Mussorgsky: Lieder und Tänze des Todes
Sergej Rachmaninow: Symphonische Tänze, op. 45

„Die Belgrader Philharmoniker, das erste Orchester auf dem Balkan, präsentieren mit Werken von Mussorgsky und Rachmaninow ihre Sichtweisen auf das Leben und auf Vergänglichkeit(en). Dazu erleben Sie mit Dragutin Gostuškis Symphonischer Dichtung „Belgrad“ eine musikalische Visitenkarte Serbiens.“ (Gabriel Feltz)

Wenn die Belgrader Philharmoniker unter ihrem neuen Chefdirigenten Gabriel Feltz am 24. und 25.9. im Musikverein gastieren und eine klingende „Visitenkarte Serbiens“ abgeben werden, ist einer der besten Klangkörper des Balkans im Musikverein zu erleben. Als Interpret der Lieder und Tänze des Todes (Mussorgsky) stellt sich im Rahmen des ersten Orchesterkonzertes Bassbariton Tomasz Konieczny als Artist in Residence 2018/19 vor. Als solcher wird Konieczny, der 2015 als Pizarro in Beethovens Fidelio unter Adam Fischer im Musikverein debütierte, am 26.9. den Liederabendzyklus mit Werken von Rachmaninow und Richard Strauss eröffnen.


Tomas Konieczny. Copyright: Tomasz Konieczny

1. LIEDERABEND
Mi 26.09.2018
Uhrzeit: 19:30 Uhr
Ort: Stefaniensaal

TOMASZ KONIECZNY Bassbariton
LECH NAPIERAŁA Klavier
Lieder von Richard Strauss, Sergej Rachmaninow und Romuald Twardowski
„Wir freuen uns sehr, dem Grazer Publikum romantisch-moderne Kompositionen von Richard Strauss und Sergej Rachmaninow vortragen zu dürfen. In diesem wunderbaren Konzertsaal durfte ich bereits im Musikvereins-Jubiläumsjahr 2015 als Pizarro in Beethovens „Fidelio“ unter der Leitung von Adam Fischer debütieren.“ (Tomasz Konieczny)
Nach sensationellen Erfolgen an der Wiener Staatsoper (u.a. Alberich, Wotan/Wanderer) oder bei den Salzburger Festspielen (u.a. Stolzius, Pizarro) gastiert Tomasz Konieczny auch in den nächsten Jahren regelmäßig auf den größten Bühnen dieser Welt wie u.a. bei den Bayreuther Festspielen oder der Metropolitan Opera in New York.

In der Spielzeit 2018/2019 ist Tomasz Konieczny Artist in Residence des Grazer Musikvereins.
Nach den Konzerten mit Gabriel Feltz und den Belgrader Philharmonikern gastiert der Bassbariton am 26.9.2018 mit Liedern von Richard Strauss und Sergej Rachmaninow im Stefaniensaal. Dieses Programm hat Konieczny bereits mit großem Erfolg in Dresden und Tokio präsentiert. Zudem singt Konieczny in Graz Lieder des polnischen Komponisten Romuald Twardowski.

Karten: 
Konzertkasse
Sparkassenplatz 2, 8010 Graz
Mo. 9-18 Uhr, Di.-Fr. 9-15 Uhr
0316 82 24 55, tickets@musikverein-graz.at


ORF „kulturMontag“: Mythos Romy, Monet in der Albertina, neues Bennett-Album u. v. m.

Außerdem: Doku „Ein Abend mit Romy“, basierend auf bisher unveröffentlichten Tonbandaufnahmen von Alice Schwarzer

Bildergebnis für orf2

Wien (OTS) – Clarissa Stadler präsentiert im „kulturMontag“ am 17. September 2018, um 22.30 Uhr in ORF 2, einen Schwerpunkt zum 80. Geburtstag von Schauspiellegende Romy Schneider (Details zum ORF-Programmschwerpunkt unter presse.ORF.at): Zunächst befasst sich die Sendung mit dem Mythos Romy. Anschließend an das Magazin steht um 23.30 Uhr die neue Dokumentation „Ein Abend mit Romy“ auf dem Programm, die auf bisher unveröffentlichten Tonbandaufnahmen eines intimen Interviews von Alice Schwarzer aus dem Jahr 1976 basiert. Weitere Themen im „kulturMontag“ sind u. a. die große Claude-Monet-Schau in der Albertina, die schon jetzt verspricht, der nächste Blockbuster des Hauses zu werden, sowie das neue Album von Tony Bennett, das der 92-jährige US-Jazzstar und Entertainer gemeinsam mit Jazz-Diva Diana Krall zu Ehren George Gershwins aufgenommen hat.

80. Geburtstag Romy Schneider – Der Mythos lebt

Am 23. September jährt sich Romy Schneiders Geburtstag zum 80. Mal – bis heute ist sie unvergessen. Über ihr Leben scheint alles gesagt, alles geschrieben, alles zutage gefördert. Nicht ganz, wie zwei neue Filme und Bücher zeigen. So erscheint erst jetzt ein Film des deutschen Regisseurs Hans-Jürgen Syberberg, der 1966 die 27-jährige Romy drei Tage lang während eines Skiurlaubs in Kitzbühel mit der Kamera begleitete. Die Veröffentlichung scheiterte einst am Einspruch von Schneiders Ehemann Harry Meyen. Jetzt legt Syberberg seinen Directors Cut vor, parallel dazu gibt es ein Buch. Ebenso erscheint eine Neuauflage von Alice Schwarzers großer Romy-Biografie mit einem aktuellen Vorwort. Dieser liegt ein langes, sehr intimes Interview aus dem Jahr 1976 zugrunde, das die Romy-Vertraute eine Nacht lang mit dem Star in Köln in französischer Sprache führte. Die Tonbandaufnahmen sollten eigentlich geheim bleiben, doch 40 Jahre nach dem Interview entschied sich Schwarzer nun, diese zu veröffentlichen. In der neuen TV-Dokumentation „Ein Abend mit Romy“ von Patrick Jeudy, die ORF 2 zum Abschluss des „kulturMontag“ um 23.30 Uhr zeigt, kommentiert Schwarzer nun die Aufnahmen. Darin kommt u. a. Romys kompliziertes Verhältnis zu ihrer Mutter Magda zur Sprache, deren Naheverhältnis zu den Nazis die Tochter Zeit ihres Lebens schwer belastet haben soll.

Claude Monet – Große Retrospektive in der Albertina

Die Wiener Albertina präsentiert ab 21. September mit einer 100 Gemälde umfassenden Monet-Ausstellung die erste große Retrospektive des „Meisters des Lichts“ seit mehr als 20 Jahren in Österreich. Die Schau mit Leihgaben aus mehr als 40 internationalen Museen und Privatsammlungen spannt den Bogen von seinen ersten vorimpressionistischen Werken bis hin zu den allerletzten Gemälden, die in Claude Monets Garten in Giverny entstanden sind, und verspricht schon jetzt – nach der opulenten Raffael-Schau oder der poppigen Keith Haring-Ausstellung – der nächste Blockbuster des Hauses zu werden. Der „kulturMontag“ gibt erste Einblicke.

Ein Rastloser mit Rhythmus – Tony Bennett und seine Hommage an George Gershwin

Auf sieben Jahrzehnte im Musikgeschäft, mehr als 70 Alben, rund 50 Millionen verkaufte Exemplare und 19 Grammys kann US-Jazzsänger und Entertainer Tony Bennett verweisen. In der jüngeren Vergangenheit feierte der rastlose 92-jährige Superstar mit seinem „Cheek to Cheek“-Album mit Lady Gaga einen Welterfolg. Nun bringt der Repräsentant des Great American Songbook und Verwalter des Erbes von Größen wie Gershwin, Porter, Mancini, Mercer oder Ellington in Kürze gemeinsam mit Jazz-Diva Diana Krall das neue Album „Love is here to stay“ heraus, das den 120. Geburtstag von George Gershwin würdigt.

Neue Dokumentation „Ein Abend mit Romy“ (23.30 Uhr)

Rebellisch und konformistisch, hochbegabt und voller Selbstzweifel: In der Nacht vom 12. Dezember 1976 stand Romy Schneider der engagiertesten Feministin der damaligen Zeit in einem exklusiven Interview Rede und Antwort. 40 Jahre später stellte Alice Schwarzer ihre Tonbandaufnahmen für Patrick Jeudys Dokumentarfilm zur Verfügung und kommentierte dieses bewegende Gespräch, in dem Romy Schneider ihr schließlich auch die Traumata ihrer Jugend anvertraut. Auf der Suche nach ihrem wahren Selbst öffnet sich Romy Schneider völlig und lässt letztendlich auch ihre tiefe Melancholie und Einsamkeit zutage treten. Ein außergewöhnliches, neues Dokument über die Ikone des europäischen Films.

Alice Schwarzer steckte 1976 gerade in den Vorbereitungen zur Gründung ihres Frauenmagazins „Emma“; die 38-jährige Starschauspielerin Romy Schneider hatte damals in Frankreich schon Erfolgsfilme wie „Der Swimmingpool“, „Die Dinge des Lebens, „César und Rosalie“ und „Das alte Gewehr“ gedreht und im selben Jahr den César als beste Hauptdarstellerin gewonnen. Sie war auf dem Höhepunkt ihrer Karriere und musste niemandem mehr etwas beweisen. Frisch mit einem neun Jahre jüngeren Mann liiert, Mutter eines kleinen Sohnes aus der Ehe mit dem deutschen Regisseur und Schauspieler Harry Meyen, träumte Romy gerade von einem zweiten Kind. Sie schmiedete Pläne für ihre nächsten Filme und wollte gerne eine eigene Produktionsfirma gründen. Die Schauspielerin, die immer den Bruch und die Flucht wagte, hatte tatsächlich ein tiefes Bedürfnis nach Sicherheit und Kontinuität. Sie war zerrissen, zwischen Berühmtheit und dem Wunsch nach einem gewöhnlichen Leben, zwischen Leidenschaft für die Liebe und Leidenschaft für den Beruf.

Der Film von Patrick Jeudy orientiert sich an der Biografie der Schauspielerin, die 1938 als Rosemarie Magdalena Albach in Wien zur Welt kam: Es geht um die Kindheit vor allem im bayerischen Berchtesgaden, ihre Karriere in Deutschland, den Umzug nach Frankreich, wo sie sich zur Charakterdarstellerin entwickelte, um ihre Beziehungen, zum Beispiel mit dem französischen Schauspieler Alain Delon. Auf den ausgewählten Mitschnitten äußert sich eine melancholisch anmutende 38-Jährige, die über das Älterwerden und ihre Identität nachdenkt. Der Fokus bleibt stets auf dem Innenleben von Romy Schneider. Es ergibt sich das Bild einer Frau, die vieles gesehen hat, vieles erlitt, die mit ihrer Herkunft haderte, auch, weil sie als in der Öffentlichkeit stehende Person viel Kritik und Häme einstecken musste. Auf der Suche nach ihrem wahren Selbst öffnet sich Romy Schneider im Gespräch mit Alice Schwarzer völlig und gewährt intime Blicke auf eine Persönlichkeit, die von Melancholie und Einsamkeit geprägt ist.

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KÖLN/ Umgebung (St. Martinus von Borr): Ein Bier für die Orgel.  Sensationelle Initiative erreicht Orgeleinbau

Von Andrea Matzker und Dr. Egon Schlesinger


St. Martinus von Borr (die Kirche ist 800 Jahre alt). Copyright: Andrea Matzker


Die Paschenorgel von Borr.  Copyright: Andrea Matzker

Ohne die Kröten des Erzbistums! Wir sind froh, dass wir das geschafft haben!“, so die leidenschaftlichen Worte von Pastor Willi Josef Platz während seiner Ansprache und Predigt zum Orgelfest mit der Einweihung der Paschen-Orgel in der zauberhaften Kirche St. Martinus von Borr, einem Juwel in der Kölner Umgebung. Auch wenn der Kölner Weihbischof Rolf Steinhäuser mit dem ersten Orgelpfeifen-Kauf ein Zeichen setzte, so musste die 380-Seelengemeinde von Borr doch ganz allein 45.000 € aus der Erde stampfen, um sich die gewünschte Orgel in ihre Pfarrkirche einbauen lassen zu können. Bei dem Instrument handelt es sich um eine ganz besondere Gelegenheit, die man nicht verpassen wollte. So initiierte der engagierte Kirchenorganist und Unterhaltungsmusiker Donatos Haus, der gleich in sechs Kirchen zur Messe spielt, gemeinsam mit vielen Freunden und Kollegen die Spendenaktion mit einzelnen Orgelpfeifen. Und die ländlichen Bewohner ließen sich bei Gott nicht lumpen! Es gab einzelne Spender, die gleich 56 Pfeifen auf einmal spendeten. Darunter auch Johannes Kuhn, der das gesamte Spitzprinzipal Zweifuß mit 56 Pfeifen für seine Frau Angelika Bär in Patenschaft übernahm. Seitdem heißt das Register auch „Angelika Zweifuß“. Damit aber nicht genug der Spitzfindigkeiten. Der Orgelbaumeister und Harmoniumbauer Björn Daniel Reich, der die gesamte Installation und den Umbau vornahm, wurde kurzfristig zum „Harmoniumumbauer“ umbenannt. In der ganzen Umgebung gibt es kaum eine Person, die sich nicht ehrenamtlich für die Orgel engagiert hat.


Feierliche Einweihung mit dem „Orgelbier“. Copyright: Andrea Matzker

Aber nun war guter Rat teuer, denn es fehlten noch 10.000 €, um den Deal perfekt zu machen. Also setzte man sich in einer Garage der  Braufreunde zusammen und kreierte ein Bier, das in der Folge als das sogenannte Orgelbier durch Spenden die noch fehlenden 10.000 € einbringen sollte. Brauereimeister und Biersommelier Klaus Keller entschloss sich kurzerhand, 650 Liter unentgeltlich speziell zugunsten der Orgel zu brauen. Es entstand ein sogenanntes Craft-Bier, ein Wieß, wie das Kölsch ursprünglich bis 1920 ungefiltert auch hieß. Ausgezeichnete Hopfensorten wie Mandarina Bavaria kommen darin zum Tragen und geben dem Trank eine ganz besondere Note, gemäß dem Motto der gesamten Aktion “Sei eine Note in Gottes Melodie“.


Sie tranken das erste „Orgelbier“ für den karitativen Zweck: Domorganist Ulrich Brüggemann, Astrid Krahforst, Organist und Initiator Donatos Haus, Orgelbaumeister Björn Daniel Reich. Copyright: Andrea Matzker

Einziger Wermutstropfen bei dem gelungenen Orgelfest war, dass der ausdrücklich eingeladene Ehrengast Rainer Maria Kardinal Woelki der Einladung nicht folgen konnte, zumindest um das Bier zu probieren. Außerdem wäre die Idee ja auch nicht fernliegend, damit eine Erzbischöfliche Privatbrauerei zu gründen, womit alle Beteiligten freudig und lachend einverstanden wären.
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Riccardo Frizza returns to La Fenice in Venice with “Semiramide”

–The Italian conductor will be absorbing himself in Rossini tragedy as he prepares to conduct one of the most complex operas written by the famous Italian composer

Riccardo Frizza returns to La Fenice in Venice this October with Rossini repertoire, once again, after having conducted two great operas by other great bel-canto composers. At the Teatro alla Scala in Milan he closed the 2017/18 season at the helm of the opera Il pirata a new production which brought the Bellini opera back to this theatre after more than forty years’ absence. At the San Francisco Opera (USA), meanwhile, he has opened the new season with great success by conducting Roberto Devereux in September, one of Donizetti´s masterpieces, which counted two American stars, the soprano Sondra Radvanovsky and the mezzo Jamie Barton among the cast (performances until the 27th September). Now it is Rossini´s turn, as Frizza submerges himself in one of the most demanding operas of the Italian tragic repertoire: Semiramide. Performances take place at the Teatro La Fenice in Venice on the 19th, 21th, 23th, 25th and 27th October and the cast will be led by great experts in the style: Jessica Pratt (Semiramide), Teresa Iervolino (Arsace), Alex Esposito (Assur) and Edgardo Rocha (Idreno) in a production directed by Cecilia Ligorio.

Frizza’s later engagements include the opening concert at the Bergamo Donizetti Festival, (Italy, Donizetti´s city of birth), of which he is the artistic director. The concert features the soprano Jessica Pratt, the mezzo Daniela Barcellona and the tenors Levy Sekgapane and Xabier Anduaga and will take place on 22nd November. Two days later on the 24th November the maestro will also conduct the little-known Donizetti opera Il castello di Kenilworth, an opera concerning the English Queen Elizabeth I, which will be a key event on the international opera scene.

Info:

http://riccardofrizza.com/

http://www.teatrolafenice.it/site/index.php?pag=21

<http://www.teatrolafenice.it/site/index.php?pag=21&spettacolo=25855>

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WIEN/ CHORVEREINIGUNG St. AUGUSTIN/ JESUITENKIRCHE

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CD: Benjamin APPL singt Bach (Arien & Rezitative); Concerto Köln

Eine bemerkenswerte Aufnahme

Von Karl Masek

Für Bariton-Stimmen mag Bach eine Herausforderung sein. Sind für die Soli in seinen Kantaten die Stimmlagen Tenor und/oder Bass vorgesehen. Für Bässe sind dann gewisse Hochtöne oft nur mit mühevollem Forcieren zu erreichen, für Baritone dafür die profunden Tiefen mitunter nur mit Klangeinbußen zu erreichen.

Nicht so für den Bariton Benjamin Appl! Er legt (Erscheinungsdatum 7.9. 2018) bei SONYclassical in Kooperation mit  Deutschlandfunk eine neue CD vor. Mit dem lakonischen Titel „BACH“. Keine schmückenden Untertitel. Um die Essenz geht es.

Eine kluge Zusammenstellung von Ausschnitten aus weltlichen und geistlichen Kantaten (für letztere folgt er dem „Kirchenjahr“), der Matthäuspassion BWV 244/42, 64, 65) und dem „Notenbüchlein für Anna Magdalena Bach“, was auch für Bachliebhaber, die Kantaten und Passionen sonst lieber „im Zusammenhang“ hören, reizvoll und spannend sein dürfte.

Für Benjamin Appl ist Bach (den er seit der Sängerknaben-Zeit bei den „Regensburger Domspatzen“ im Besonderen verinnerlicht hat) „…ein höchst glaubwürdiger, besonnener und weiser Ratgeber. Ein verlässlicher, feinsinniger, …. Freund voll Kreativität und Leidenschaft, …, der sich nicht zu wichtig nimmt, …, der trotz gelegentlicher Komik nie geschmacklos wird, stets Würde bewahrt, …, dessen Aussagen Gehalt haben … und einzigartige spirituelle und emotionale Kraft besitzen“.

Ein großer Bogen über Bachs vielschichtigen Kantaten-Kosmos wird da gespannt. Der Fischer-Dieskau-Schüler emanzipiert sich hier von seinem Mentor und prägenden Vorbild, ohne es verleugnen zu wollen. Mit sorgfältiger Textbehandlung (ohne beim Skandieren zu übertreiben!) und hörbarem Respekt nähert sich Appl all den musikalischen Schätzen des genialen Eisenachers. Es gelingt eine beinah idealtypische Balance zwischen sublimer Emotionalität und nuanciertem, noblem Understatement. Drängende Dringlichkeit spart er gleichwohl nicht aus (Arie „Gebt mir meinen Jesum wieder“), viel Gespür für Zwischentöne gilt es herauszuhören (Arie „Mache dich, mein Herze rein“, beides aus der Matthäus-Passion), gelegentlich mit etwas (zu) nasaler Tongebung , z.B. beim langen Legato auf …“rein…“.

Bachs Humor blitzt auf, wenn Appl mit federnder, luftiger Eleganz zum A-Teil der Arie aus der Kantate, BWV 201/7 „Zu Tanze, zu Sprunge“ ansetzt. Es macht sich beim Hören ein oft gehabtes Kindheitserlebnis breit: Das unbeschreibliche Gefühl der Leichtigkeit beim Trampolinspringen – um dann einer ebensolchen Erdenschwere Platz zu machen, wenn man anschließend versucht, vom Boden weg zu kommen („Zu Tanze, zu Sprunge, so wackelt das Herz. Wenn der Ton zu mühsam klingt. Und der Mund zu mühsam singt, so erweckt er keinen Scherz“). Köstlich „maulfaul“ und mühselig singt Appl dann diesen B-Teil – um sich bei der Wiederholung des A-Teils umso kunstvoller nach oben zu „katapultieren“ …

Mit augenzwinkerndem Charme (und so überhaupt nicht betulich oder gar gravitätisch!) wird die Arie „Kron und Preis gekrönter Damen“ serviert. Man horcht auf. Kommt einem bekannt vor. Richtig! „Großer Herr und starker König“ kommt tongenau (bis zum Trompetensolo!) schon im so genannten „Weihnachts-Oratorium“ vor (oder auch umgekehrt!). Der Trompeter Hannes Rux sei hier für sein fabelhaft gespieltes Solo besonders gelobt.

Wie überhaupt das 24-köpfige Concerto Köln mit edlem Klang, schöner Balance und feinsinniger Phrasierungskunst (z.B. die Violin- oder Oboensoli) eine erstklassige Orchesterbasis für diese bemerkenswerte Aufnahme legt, die mit 3 orchestralen „Sinfonias“, z.B. aus der „Bauernkantate“, trefflich abgerundet wird.

Der Star der Aufnahme bleibt Bach. Der Interpret singt sich nicht mit „Hoppla-jetzt-komm-ich“ in den Vordergrund. Beherrscht, besonnen, stilsicher, aber auch voll jugendlicher und „heutiger“ Frische, schlank und bar jeglicher Verstaubtheit klingt die Stimme des 36-Jährigen. Mühelos die Legatobögen, von  Natürlichkeit und selbstverständlicher Rundung die Koloraturen, die nicht schmückendes Beiwerk, sondern sinnfälliger Bestandteil des Ganzen sind. Locker genommene Höhen (bis in tenorale Regionen reichend) und Tiefen.

Fazit: Ein Muss für Bachliebhaber (und vielleicht nicht nur für diese). Empfehlung!

Karl Masek

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WIEN/ VERANSTALTUNGSTIPP

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AALEN: TANZLAND bringt Gaetano Posterino mit seiner Company mit zwei seiner erfolgreichen zeitgenössischen Tanzwerke in die Stadthalle 

Mit Förderung durch die Kulturstiftung des Bundes über das Programm TANZLAND bringt Gaetano Posterino mit seiner Company erstmals zwei seiner erfolgreichen zeitgenössischen Tanzwerke in der Stadthalle Aalen auf die Bühne. Die Werke waren zuvor bereits am Hessischen Staatstheater Wiesbaden, Theater HochX München und Theater an der Rott Eggenfelden zu sehen.

ABENDPROGRAMM 12. Oktober 2018:
• 19:00: Podiumsgespräch „Theater trifft Oper trifft Tanz“ mit Kay Metzger (Intendant Theater Ulm), Thilo Kleinknecht (Intendant Theater Aalen) und Gaetano Posterino (Leiter Posterino Dance Company) unter Moderation von Miriam Althammer (Theaterwissenschaften Universität Bayreuth).
• 20:00: Premiere „Through my Eyes“ und „Love me if you can!“, Choreografie: Gaetano Posterino, Tänzer: Chantal Julie Fink, Margarida Neto, Bernardo Pereira Ribeiro, Charles Riddiford, Aya Sone, Gabriel Wanka
• Im Anschluss Premierenempfang der Stadt Aalen
Spielstätte: Stadthalle Aalen, Berliner Platz 1, 73430 Aalen

Weitere Informationen über das Tanzprogramm imPULS2018 der Stadt Aalen sowie die Werke finden sich über die nachfolgenden Links:
Eventhinweis Webseite
Artikel Aalener Nachrichten
Interview Kulturmagazin XAVER
Interview Schwäbische
Programm imPULS2018
Vorankündigung Tanznetz

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