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INFOS DES TAGES (MONTAG, 14. OKTOBER 2019)

14.10.2019 | Aktuelles

INFOS DES TAGES (MONTAG, 14. OKTOBER 2019)

BERLIN/ Komische Oper: DIE BASSARIDEN von Hans-Werner Henze- Premiere am 13.10.2019

Das nach Schoenbergs „Moses und Aaron“ gut aufeinander eingespielte Duo Regisseur Barrie Kosky und Dirigent Vladimir Jurowski kann nun wohl einen weiteren Erfolg auf seine Fahnen heften. Diesmal hält eine antike Tragödie lautvoll und statisch monumental Einzug in die Komische Oper.

Zur Premierenkritik von Dr. Ingobert Waltenberger

Der junge Pentheus hat die Herrschaft in Theben übernommen. Doch ein Fremder unterwandert die Autorität des Königs, indem er zu Ehren des Gottes Dionysus das Volk zu rauschhaften Feiern, zur Hingabe an Vergnügen und Lust verführt. Immer mehr Menschen schließen sich ihm an, darunter sogar Pentheus’ Mutter Agave. Vergeblich versucht der auf Vernunft und Rationalität setzende König, sich der unkontrollierbaren Macht der Triebe entgegenzustellen – zur Not auch mit Gewalt: Er verbietet den Kult um seine verstorbene Schwester Semele, die als Mutter des Dionysus verehrt wird, und lässt den fremden Volksverführer gefangen nehmen. Dessen Einflüsterungen kann aber auch Pentheus nicht widerstehen: Um sich ein eigenes Bild zu machen, mischt er sich – als Frau verkleidet – unter die Mänaden, die auch als Bakchen oder Bassariden bezeichnete Gefolgschaft des Dionysus. Angestachelt von der Stimme des Fremden zerreißen die Bassariden, darunter auch Pentheus’ Mutter, im wilden Exzess den Eindringling wie ein Tier. Erst am nächsten Morgen begreift Agave, dass sie nicht den Kopf eines jungen Löwen, sondern ihres eigenen Sohnes in den Armen hält. Der Fremde aber gibt sich allen als Gott Dionysus zu erkennen und fordert bedingungslose Anbetung für sich und seine Mutter Semele.

 

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Copyright: Monika Rittershaus

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Copyright: Monika Rittershaus


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METROPOLITAN OPERA: TURANDOT – nach der Kino-Übertragung

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Yusif Eyvazov beim Pauseninterview mit Angel Blue. Foto Instagram

EIN VIDEO und 7 Fotos

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Adam Fischers Liebeserklärung an Wien

Neues Album „Wien“ mit Jonas Kaufmann und den Wiener Philharmonikern unter Adam Fischer erscheint am 11. Oktober bei Sony Classical

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Adam Fischer. Foto:Prest Classical

Wien ist die künstlerische Heimat des international renommierten Dirigenten Adam Fischer. Mit der neuen CD „Wien“, mit Arien und Duetten aus den Operetten „Die Fledermaus“, „Eine Nacht in Venedig“ und „Wiener Blut“ von Johann Strauß, „Die lustige Witwe“ von Franz Lehar sowie Wienerliedern von Robert Stolz, Hermann Leopoldi und Rudolf Sieczyniski zeigt er seine tiefe Verbundenheit mit dieser Stadt und ihrer Musik. Mit Jonas Kaufmann entstand in diesem Jahr nicht nur diese gemeinsame CD. An der Bayerischen Staatsoper München feierten der Startenor und der Maestro auch Ende September einen großen Erfolg mit “Otello”. Die Wiener Philharmoniker waren kongeniale Partner dieser CD, die auch in Wien aufgenommen wurde.

Als 19-Jähriger kam Adam Fischer aus Ungarn nach Wien, um an der Musikhochschule bei Hans Swarowsky zu studieren. Hier hat er Deutsch und auch Wienerisch gelernt. An eine Phrase erinnert er sich gerne mit Augenzwinkern „Red teitsch, hearst!“. Während seines Studiums war er fast täglich in der Wiener Staatsoper oder dem Musikverein auf dem Stehplatz anzutreffen. Er vereint ungarisches Temperament mit Wiener Charme und ist geprägt von der musikalischen Tradition dieser Stadt.

Robert Stolz höchstpersönlich gratulierte dem jungen Maestro einst herzlich nach seinem Besuch einer von Adam Fischer dirigierten Aufführung von „Zwei Herzen im Dreivierteltakt“ in St. Pölten.

1973 wurde er als Korrepetitor an die Wiener Staatsoper engagiert, gab dort mit einer Neuproduktion von Otello 1980 sein Debüt und hat seither an die 400 Vorstellungen dirigiert. 2017 wurde er zum Ehrenmitglied ernannt.

Auch seine Geschichte mit den Wiener Philharmonikern ist eine lange, hat er doch mit dem einen oder anderen Musiker gemeinsam studiert. Das Orchester und der Maestro arbeiten gerne und viel miteinander und sind gemeinsam prädestiniert für diese musikalische Hommage an Wien.

www.adamfischer.at
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Nürnberg: 4. SYMPHONISCHES KONZERT TRAGÖDIE ODER KOMÖDIE? Sonntag, 20. Oktober 2019, 16:30
Nürnberg, Meistersingerhalle
Joseph Haydn Symphonie A-Dur Hob. 1:87 (Pariser Symphonie Nr. 1) Charles-Maria Widor Sinfonia Sacra für Orgel und Orchester op. 81 Georges Bizet/Rodion Schtschedrin Carmen-Suite für Streichorchester und Schlaginstrumente

Es ist Orgel-Zeit – Zeit für die „Königin der Instrumente“! Und zu Gast ist ein grandioser junger Organist aus unserer Region: Martin Sturm, 1992 in der Oberpfalz geboren, Absolvent der Musikhochschule Würzburg und Shootingstar der Internationalen Orgelwoche Nürnberg. Dort gewann er 2018 den Johann-Pachelbel- Preis und den Atalffy-Preis. Bei uns spielt er mit Widors Sinfonia Sacra von 1908 ein beeindruckendes Monumentalwerk der französischen Schule. Außerdem auf dem Programm: die im wahrsten Sinne des Wortes schlagkräftige Carmen-Bearbeitung des russischen Komponisten-Altmeisters Rodion Schtschedrin für Streicher und ein ganzes „Schlagwerk-Orchester“. Die tragische Carmen verbindet sich mit der vom Geist der Opera buffa durchwehten Haydn-Symphonie Nr. 87 zur tragikomischen Klammer des Konzerts. Es dirigiert Jonathan Darlington aus England, Ex-GMD in Duisburg und derzeit Musikdirektor der Vancouver Opera in Kanada.

https://www.nuernbergersymphoniker.de/symphonische-konzerte/konzert/tragoedie-oder-komoedie.html

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WIEN/ Altes Rathaus: Uraufführung von Meinhard Rüdenauer am 15.10 (Dienstag)

Im Zyklus von 5 Konzerten werden die 5 Klavierkonzerte von Beethoven präsentiert
mit Natasa Veljkovic als Solistin, in Verbindung mit Kontrasten, Neuentdeckungen, Seelenverwandschaften, Komponistinenportraits und einigen Überraschungen …
Feiern wir gemeinsam das kommende Beethoven Jahr und die kommenden fünf Jahreszeiten!

Wiener Polyphoniker
Leitung: Alexander Znamenskiy

Solisten:
Natasa Veljkovic – Klavier
Josipa Bainac – Sopran
Tobias Stosiek – Cello

Werke:
Ludwig van Beethoven: 4. Klavierkonzert
Lieder: „Adelaide“, „Ich liebe dich“
Dimitri Bortnianski: Concerto D-Dur
Ivan Eröd: Hommage à Beethoven

Meinhard Rüdenauer: Sensitive Beethoven

Kleines Weinbuffet nach dem Konzert

15. OKTOBER 2019, 19:30 Uhr
Bank Austria Salon – Altes Rathaus
1010 Wien, Wipplinger Straße 8

Tickets: 24€ / 12€ (Studenten)
Abo: 64€ / 38€ (Studenten)
5Jahreszeiten@gmx.at
www.oeticket.com
https://www.eventim-light.com/at/a/5cdd0b81e57b340001ca3302/

Mit freundlicher Unterstützung von Klaviersalon G.I.STINGL
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ORF  „kulturMontag“: Nobelpreisträger Handke & Tokarczuk, „I am from Austria“ in Japan, Caravaggio & Bernini im KHM, Rushdies „Quichotte“

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Außerdem: neue „lesArt“-Ausgabe und Handke-Interview =

Wien (OTS) – Clarissa Stadler begrüßt zum „kulturMontag“ am 14. Oktober 2019 um 22.30 Uhr in ORF 2. Die Sendung widmet sich zunächst den beiden Literaturnobelpreisträgern Peter Handke (2019) und Olga Tokarczuk (2018). Weitere Themen sind u. a. die spektakuläre neue KHM-Ausstellung über die Barockkünstler Caravaggio und Bernini, die gefeierte Japan-Tournee des auf Rainhard-Fendrich-Hits basierenden Musicalerfolgs „I am from Austria“ sowie das neue Werk des indisch-britischen Superstars der Literatur Salman Rushdie, der seine Version des Cervantes-Klassikers „Quichotte“ vorlegt. Anschließend an das Magazin steht noch mehr Literarisches auf dem Programm: Anlässlich der Frankfurter Buchmesse gibt es eine neue Ausgabe des ORF-Literaturtalks „lesArt“ (23.25 Uhr) – diesmal mit Andrej Kurkow und Raphaela Edelbauer bei Christian Ankowitsch. Danach bringt ORF 2 „Peter Handke im Gespräch mit Katja Gasser“ (0.00 Uhr) – ein Interview, das die ORF-Literaturexpertin im Jahr 2016 mit dem frisch gekürten Literaturnobelpreisträger in der österreichischen Botschaft in Paris geführt hat.

Die Literaturnobelpreisträger Peter Handke und Olga Tokarczuk

Zum zweiten Mal seit 1928 kommt es heuer zu einer gleichzeitigen Vergabe von zwei Literaturnobelpreisen, zum zweiten Mal – seit Elfriede Jelinek 2004 – geht die Auszeichnung an einen Österreicher. Der „kulturMontag“ stellt anlässlich der höchsten literarischen Würdigung an Peter Handke dessen Lebenswerk in den Mittelpunkt. Zu Wort kommen u. a. Kulturschaffende wie die vielfach preisgekrönte Schriftstellerin Maja Haderlap, die ehemalige Burgtheater-Direktorin Karin Bergmann, Literaturkritiker Denis Scheck und der amtierende Burgtheater-Chef und Regisseur Martin Kušej. Das Kulturmagazin widmet sich auch dem Schaffen der polnischen Schriftstellerin Olga Tokarczuk, die aufgrund interner Reformprozesse der Schwedischen Akademie mit einem Jahr Verspätung mit dem Literaturnobelpreis 2018 bedacht wurde.

Culture-Clash – Fendrichs Musical „I am from Austria“ erobert Japan

„I am from Austria“, der auf Rainhard Fendrichs Hits basierende Musicalerfolg der Vereinigten Bühnen Wien, wird jetzt in Japan auf die Bühne gebracht. Die zahlreichen Songs wurden ins Japanische übertragen und ausschließlich mit Frauen besetzt. Adaptiert wurde die höchst erfolgreiche Wiener Produktion von der renommierten Takarazuka Revue Company, einer angesehenen Musicalschule mit mehr als hundertjähriger Tradition. Diese betreibt mehrere Truppen, die jeweils für einen besonderen Aufführungsstil stehen. Sie zeigen hauptsächlich westliche Musicals, Shojo-Manga sowie japanische und chinesische Märchen in ihren Theatern. Charakteristisch ist, dass alle Rollen – sowohl weibliche als auch männliche – ausschließlich mit Frauen besetzt werden. In Japan erfreuen sich offensichtlich Musicalstoffe mit österreichischem Hintergrund und Historie großer Beliebtheit – Stücke wie „Elisabeth“, „Mozart!“ und „Rebecca“ waren dort regelrechte Renner. Das Genre „Wiener Musicals“ wird von den Japanern bejubelt und ist ein wichtiger Teil der Jubiläumsfeierlichkeiten zu „150 Jahre Diplomatische Beziehungen zwischen Japan und Österreich“. Wie gut der mit rund 20 Rainhard-Fendrich-Songs bestückte Musicalexport beim japanischen Publikum ankommt, darüber berichtet der „kulturMontag“. Apropos „I am from Austria”: Am 27. Oktober zeigt ORF III um 20.15 Uhr eine Aufzeichnung des Stücks aus dem Raimund Theater Wien.

Rauschhaft, maßlos, schönheitstrunken – Die Barockstars Caravaggio & Bernini im KHM

Eigentlich sollte „Caravaggio & Bernini“ Sabine Haags fulminante Abschiedsschau vom Kunsthistorischen Museum Wien werden, nun wird es ihr spektakulärer Einstand. Bedingt durch die plötzliche Absage des designierten Direktors Eike Schmidt ist die Museumschefin – zumindest interimistisch – in die Verlängerung ihrer Amtszeit gegangen. Im Zentrum der neuen Ausstellung stehen die bahnbrechenden Werke des Malers Michelangelo da Caravaggio und des Bildhauers Gian Lorenzo Bernini. Was die beiden barocken italienischen Inszenierungskünstler verbindet, ist eine neue Aufmerksamkeit für die wirklichkeitsnahe Naturdarstellung und für das Pathos großer Gefühle. Denn menschliche Regungen in Kunst zu übersetzen, wurde erst im Barock entdeckt. Dramatik und Leidenschaft, Exzentrik und ganz große Emotionen verstanden die weltberühmten Protagonisten trefflich in Szene zu setzen. Caravaggio und Bernini machten mit ihrer neuartigen Ausdrucksweise ebenso wie mit ihrem unkonventionellen Lebensstil in Rom Furore. Es ist die erste Ausstellung der beiden Superstars in Österreich, die mehr als 70 Meisterwerke römischer Malerei und Skulptur in einen einzigartigen Dialog setzt.

Rushdies „Quichotte“ – Ein Roadtrip als Hommage an Cervantes

Seit rund 30 Jahren ist ein Kopfgeld auf Salman Rushdie ausgesetzt. Sein Roman „Satanische Verse“ wurden als gotteslästerlich empfunden und geächtet, Irans Ayatollahs riefen die Muslime weltweit zur Fatwa an dem indisch-britischen Dichter auf. Drastisch führte sein Schicksal der Welt erstmals vor Augen, wozu radikaler Islamismus fähig sein kann. Bis heute hat Rushdie im Untergrund überlebt und mit seinen Büchern schon mehrfach unter Beweis gestellt, dass er seinen Erfolg nicht nur diesem Aufreger, sondern allerhöchster literarischer Qualität verdankt. Jetzt bringt der 72-jährige Schriftsteller seinen neuen Roman auf den Markt. Ein Schwergewicht mit fast 500 Seiten ist sein „Quichotte“, den Rushdie als Hommage an Miguel de Cervantes’ unsterbliches Werk versteht. Sein Ritter von der traurigen Gestalt ist ein Mann unserer Zeit. Besessen von der Welt des Fernsehens will er das Herz der Königin der Talkshows erobern und begibt sich dafür auf einen Roadtrip quer durch die USA. Rushdie erzählt dabei auch von Vater-Sohn-Beziehungen, Geschwisterstreitigkeiten, unverzeihlichem Handeln, alltäglichem Rassismus, der Opioidkrise in den USA, Cyber-Spionen, Science Fiction, dem Leben des Mannes, der Quichotte geschaffen hat, und nicht zuletzt vom Ende der Welt. Sein „Quichotte“ hat es bereits auf die Shortlist des renommierten Booker-Prize geschafft, der am Tag der Veröffentlichung, am 14. Oktober, vergeben wird.

„lesArt“ (23.25 Uhr): Christian Ankowitsch begrüßt Andrej Kurkow und Raphaela Edelbauer

In der jüngsten Ausgabe der „lesArt“ anlässlich der Frankfurter Buchmesse begrüßt Moderator Christian Ankowitsch den ukrainisch-russischen Autor Andrej Kurkow und die österreichische Autorin Raphaela Edelbauer, der mit dem Roman „Das flüssige Land“ der Durchbruch im deutschsprachigen Raum gelungen ist. Während Kurkow mit seinen Romanen seit Jahrzehnten fixer Bestandteil auch der deutschsprachigen Literaturwelt ist, gehört Edelbauer zu den Nachwuchshoffnungen. Beiden gemeinsam ist, dass sie mit ihren Texten keine Eintagsfliegen in die Welt setzen wollen. Vielmehr wollen sie für die Ewigkeit schreiben, was auch bedeutet, dass Weltliteratur ihr Maß ist und nicht die Bestsellerlisten der Gegenwart. Darüber hinaus präsentiert die Sendung Buchtipps von Katja Gasser.
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Usedomer Musikfestival beendet 26. Saison auf hohem Niveau

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• Beliebte Veranstaltungsreihe begrüßte 14.800 Besucher
• Dreiviertel der Konzerte waren ausverkauft
• Usedomer Musikfestival feierte zwei Jubiläen: 25 Jahre Musikfestival im polnischen Swinoujscie (Swinemünde) und 25 Jahre Young Concert Artists New York auf Usedom
• Saison 2020 vom 18.9. bis 10.10. mit Peenemünder Konzerten des Baltic Sea Philharmonic und Klangkörpern des NDR

Seebad Heringsdorf, 13. Oktober 2019. Das Usedomer Musikfestival verabschiedete sich von seinen Gästen am Wochenende im kaiserlichen Seebad Ahlbeck mit einem ausgelassen gefeierten Konzert der Berlin Comedian Harmonists. In der ausverkauften Lokhalle der Usedomer Bäderbahn erinnerte Intendant Thomas Hummel gemeinsam mit Dr. Felix Klein, Beauftragter der Bundesregierung für jüdisches Leben in Deutschland und den Kampf gegen Antisemitismus, an das Schicksal der jüdischen Mitglieder der Comedian Harmonists. Vor dem Hintergrund des kürzlich stattgefundenen antisemitisch motivierten Anschlags auf eine Synagoge in Halle betonten beide das Anliegen der im Ostseeraum beliebten Veranstaltungsreihe: Völkerverständigung über Ländergrenzen hinweg, Respekt, Toleranz und Offenheit. Das Publikum erhob sich bei den Ansprachen gegen Antisemitismus von den Plätzen.

Vom 21. September bis zum 12. Oktober präsentierte das Usedomer Musikfestival zum ersten Mal „Deutschland“ als Länderschwerpunkt. Zu den rund 40 Konzerten kamen Hochkaräter wie Broadwaystar Ute Lemper, das multinationale Baltic Sea Philharmonic mit Kristjan Järvi und der us-amerikanischen Pianistin Simone Dinnerstein, der Schauspieler Ulrich Noethen oder das NDR Elbphilharmonie Orchester unter Pablo Heras-Casado mit Bariton Matthias Goerne. Insgesamt besuchten rund 14.800 Gäste die Konzerte auf dem polnischen und deutschen Teil der Insel Usedom, ähnlich viele, wie im Vorjahr. Dreiviertel der Konzerte waren ausverkauft. Das Usedomer Musikfestival präsentierte Deutschland als Land des Meeres und spürte den Verbindungen des preußischen Königshauses mit Usedom, aber auch des Berlins der 20er und 30er Jahre nach, präsentierte den pommerschen Komponisten Carl Loewe und Werke deutscher Komponisten mit besonderem Bezug zu maritimen Landschaften.

Intendant des Usedomer Musikfestivals, Thomas Hummel: „Gerade auf Usedom, dieser wunderbaren Insel, die inzwischen als gemeinsames Eiland von Polen und Deutschen bewohnt wird, geht und ging es dem Usedomer Musikfestival um Völkerverständigung über Ländergrenzen hinweg. Das zeigen unsere Programme immer wieder. Die Saison 2019 zeigte aber auch, wie unerschöpflich reich unsere eigene Kultur ist. Mit Ute Lemper, die den Glanz des Broadways nach Seebad Heringsdorf brachte. Mit dem vom Usedomer Musikfestival gegründeten Baltic Sea Philharmonic oder dem NDR Elbphilharmonie Orchester, die in ausverkauften Peenemünder Konzerten Friedenszeichen setzten. Mit Carl Loewe, dem großen pommerschen Komponisten und vielen mehr. Wir feierten in Schlössern, in kleinen und großen Kirchen, in den Hotelsälen der prachtvollen Kaiserbäder, am Achterwasser oder in unserer Nachbargemeinde Swinoujscie. Das Usedomer Musikfestival brachte uns in diesem Jahr Eines auf besondere Weise musikalisch näher: Deutschland als Land des Meeres – weltoffen, tolerant, voller Neugier und Achtung für den Anderen. Gastfreundschaft, die wir auch mit unseren Veranstaltungen pflegen wollen.“

In der 26. Saison des Usedomer Musikfestivals erlebten Besucher zahlreiche Höhepunkte. In den kaiserlichen Seebädern – Ahlbeck, Heringsdorf und Bansin – lud das Usedomer Musikfestival zu Mitsingkonzerten, einem Europakonzert oder dem 25. Jubiläum der Young Concert Artists New York ein. Letztere ermöglichte einst der Ehrenschirmherr des Festivals Kurt Masur. Die Achterkerke-Stiftung für Kinder und die Sparkassenstiftung Vorpommern förderten den Wettbewerb „Die Besten von morgen“, zehn Schulkonzerte und zahlreiche Veranstaltungen für Schülerinnen und Schüler der Region des Jungen Usedomer Musikfestivals. Weitere Konzerte, aber auch Rundfahrten erkundeten die kulturhistorischen und landschaftlichen Schönheiten vom Achterwasser, dem Inselnorden bis nach Stettin. Eine Exkursion führte Besucher in die ehemalige Hauptstadt Pommerns, dem Lebensmittelpunkt des romantischen Komponisten Carl Loewe. 150 Jahre nach seinem Tod feierte das Usedomer Musikfestival den großen Romantiker und Balladenkönig Pommerns mit einem Festival im Festival. Ein großes Festkonzert mit dem Barockensemble il pomo d‘oro und der Sopranistin Dagmara Barna feierte 25 Jahre Usedomer Musikfestival in der polnischen Nachbargemeinde, Swinoujscie. Den Usedomer Musikpreis 2019 der Oscar und Vera Ritter-Stiftung erhielt der Hornist Tillmann Höfs.
Ausblick auf 2020

2020 entdeckt die traditionsreiche Veranstaltungsreihe vom 18. September bis 10. Oktober wieder große Stars und geheime Schätze eines Ostseeanrainers in einzigartiger Kulisse: in uralten Kirchen, malerisch gelegenen Schlössern und Villen, in Galerien oder kaiserzeitlichen Hotels. Alljährliche Höhepunkte sind die Peenemünder Konzerte in Mecklenburg-Vorpommerns größtem Industriedenkmal, dem Kraftwerk in Peenemünde. Ins Leben rief sie das Usedomer Musikfestival, der Norddeutsche Rundfunk und das Historisch-Technische Museum Peenemünde. Hier erleben Besucher im Jahr 2020 das vom Musikfestival gegründete Baltic Sea Philharmonic unter der Leitung von Kristjan Järvi und Klangkörpern des Norddeutschen Rundfunks.
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DIE SINGPHONIKER – Neues Konzertangebot « @Home »

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Die Singphoniker heben ihr neuestes Projekt aus der Taufe: @Home

Es geht um die Kraft der Musik und ihren prägenden Einfluss auf unser Leben: Wo und wann fühlen wir uns zuhause, geborgen, ganz bei uns und mit anderen verbunden? Wie fühlt es sich an, seine Heimat zu verlassen, zu vermissen, zu suchen und (wieder) zu finden?

Eine Spurensuche mit Werken von Brahms und Schubert, von Gershwin, Jacques Brel und Georg Kreisler, aber auch von Billy Joel, den Beatles u.a.   ►Detailprogramm

Mehr Infos:   ►Singphoniker   ►Portrait & Programme   ►Youtube   ►Website

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