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INFOS DES TAGES (MONTAG, 14. MAI 2018)

14.05.2018 | Aktuelles

INFOS DES TAGES (MONTAG, 14. MAI 2018)

NEU IN UNSEREN KRITIKEN:

PARIS: PARSIFAL-PREMIERE FAND NUN DOCH STATT (13.5.2018) (Keine Kritik, nur eine Vollzugsmeldung)


Foto vom Schlussapplaus , mit Anja Kampe, Philipp Jordan (Dirigent), Andreas Schager, Günther Groissböck u.a, Foto: privat

Kaum zu glauben, die „technisch verhinderte“ Premiere fand gestern (Sonntag) Nachmittag nun doch statt! Die richtigen Tragseile konnten doch noch rechtzeitig gefertigt und  montiert werden! Das Publikum war vom musikalischen Teil begeistert, die Regie musste sich nicht mehr dem Premierenpublikum stellen, weil das Team längst abgereist ist. Zu neuen Taten!

Günther Groissböck, der „Gurnemanz“ grüßt die Online-Merker-Leser aus Stuttgart (wo er die Nacht auf heute verbracht hat – gab es (k)eine Premierenfeier in Paris?). Heute  GP für „Holländer/ Daland“ für die Pfingstfestspiele Baden-Baden, Gergiev; Stikhina, Terfel) in München, Di. Konzert in München und Mittwoch wieder Parsifal in Paris, Fr. (Holländer/Daland) in Baden-Baden, So. Parsifal (Paris) usw.

Das ist sein Rhythmus! So liebt er es👍

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BERLIN/ Komische Oper: SEMELE von G.F.Händel. Premiere am 12.5.2018


Nicole Chevalier als „Semele“ mit dem Chor. Copyright: Monika Rittershaus

Zum Premierenbericht von Ursula Wiegand

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WIEN/ Staatsoper: SAMSON ET DALILA. Premiere am 12.5.2018

Die Rezension von Dominik Troger steht nun online!

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ROM: BILLY BUDD am 12.5. 2018 (Rezension in italienischer Sprache)

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Zum Bericht von Cristina Iacoboni

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MÜNCHEN/ Bayerische Staatsoper: DIE GEZEICHNETEN von Franz Schreker am 12.5.2018


Catherine Naglestad als Carlotta auf der Insel „Elysium“© Wilfried Hösl

Zum Bericht von Susanne Kittel-May

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ZÜRICH: MARIA STUARDA am 12.5.2018


Diana Damrau, Serena Farnocchia. Copyright: Monika Rittershaus

Zum Bericht von John H. Mueller

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WIEN/ Volkstheater: LAZARUS. Musical von David Bowie und Enda Walsh am 13.5.2018. (Premiere war am 8.5.)


Copyright: lupispuma/ Volkstheater

Zum Bericht von Renate Wagner

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LEIPZIG: SIEGFRIED und GÖTTERDÄMMERUNG – Kurzberichte (12. und 13.5.2018

https://www.oper-leipzig.de/media/content/images/oper/Goetterdaemmerung/Presse/Foto_2_Gotterdammerung_Oper_Leipzig_300416__Tom_Schulze.JPG
Thomas Mohr (Siegfried in „Götterdämmerung“, Christiane Libor (Brünnhilde in „Götterdämmerung“. Foto: Tom Schulze

Zum Kurzbericht von Dr. Klaus Billand

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WIEN: 15. und 16. Mai 2018 MULTIMEDIALES OPERETTENKONZERT „BEHIND THE MIRROR“ MIT ILDIKO RAIMONDI UND HERBERT LIPPERT IN DER WIENER STADTHALLE

Anbei ein Konzert-Tipp!

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15% Ermäßigung auf Karten (Die Ermäßigung wird an den Kassen der Wiener Stadthalle, unter 01 98 100 DW480 od. DW200 oder service@stadthalle.com erhältlich sein! – Kennwort: O-MIA)

Die Stars der Wiener Staatsoper Ildikó Raimondi und Herbert Lippert starten mit  „Behind the Mirror“, O-MIA (Operette Made in Austria) dem multimedialen Konzertereignis die Charmeoffensive des Genres Operette. Sie zeigen die Genialität und Brillanz der Operettenarien auf höchstem musikalischem Niveau. Tradition trifft auf multimediale Bühnenshow. Ein Blick hinter die Kulissen der Epoche um die Jahrhundertwende bringt Zeitgeschichte zum Klingen. Info unter www.o-mia.com, Tickets unter www.stadthalle.com und www.culturall.com tickethotline + 43 1 79 999 79

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Theater Basel PREMIEREN 2018/2019

Am 8. Mai stellte Andreas Beck, Intendant Theater Basel, die Premieren für die Saison 2018/2019 vor.


Andreas Beck. Foto: Theater Basel

Er präsentierte ein vielseitiges Programm in allen drei Sparten: 30 Premieren, davon zwölf Uraufführungen werden dem Basler Publikum auf den drei Bühnen der Stadt und auch an Spielorten ausser Haus gezeigt.

Das ganze Programm sind online unter www.theater-basel.ch unter «Premieren 2018/2019» zu finden!

13. September 2018 / Grosse Bühne KÖNIG ARTHUR
Eine Produktion von Oper, Ballett und Schauspiel
Henry Purcell und John Dryden Textbearbeitung von Ewald Palmetshofer

14. September 2018 / Schauspielhaus TARTUFFE
Uraufführung / Auftragswerk Komödie von Peter Licht nach Molière

Ab 15. September / Monkey Bar ACH, 68!
Eine Revolutionsreihe 50 Jahre später Konzept: Katrin Michaels

20. September 2018 / Kleine Bühne DON’T TELL THE KIDS
Uraufführung Tanzabend von Richard Wherlock

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Richard Wherlock. Foto: Theater Basel

27. September 2018 / Schauspielhaus DER MENSCH ERSCHEINT IM HOLOZÄN
Schauspiel nach der gleichnamigen Erzählung von Max Frisch

28. September 2018 / Grosse Bühne PELLÉAS ET MÉLISANDE
Oper von Claude Debussy

19. Oktober 2018 / Grosse Bühne LUCIA DI LAMMERMOOR
Oper von Gaetano Donizetti

26. Oktober 2018 / Schauspielhaus OTHELLO
Uraufführung / Auftragswerk Schauspiel von Nuran David Calis nach William Shakespeare

31. Oktober 2018 / Foyer Grosse Bühne SPUREN DER VERIRRTEN
Schweizer Erstaufführung
Installation von Schorsch Kamerun nach Peter Handke

2. November 2018 / Kleine Bühne DIE VERSCHWÖRERIN
Uraufführung / Auftragswerk Schauspiel von Joël Laszló

15. November 2018 / Grosse Bühne CARMEN
Ballett von Johan Inger

16. November 2018 / Schauspielhaus DAS VERSPRECHEN
Schauspiel nach dem gleichnamigen Roman von Friedrich Dürrenmatt

30. November 2018 / Kleine Bühne HERR DER DIEBE
Schauspiel nach dem gleichnamigen Roman von Cornelia Funke

14. Dezember 2018 / EIN KÄFIG VOLLER NARREN (LA CAGE AUX FOLLES)
Musical von Jerry Herman und Harvey Fierstein

11. Januar 2019 / Schauspielhaus HEXENJAGD
Schweizer Erstaufführung Schauspiel von Arthur Miller

16. Januar 2019 / Grosse Bühne HOTEL STRINDBERG
Uraufführung / Auftragswerk von Simon Stone
nach den Kammerstücken von August Strindberg Inszenierung: Simon Stone

26. Januar 2019 / Grosse Bühne SPUK IN DER VILLA STERN
Uraufführung / Auftragswerk Eine Nacht in 16 Verkleidungen von David Gieselmann
Frei nach der Revue von Friedrich Hollaender

7. Februar 2019 / Kleine Bühne DER GEHÜLFE
Schauspiel nach dem gleichnamigen Roman von Robert Walser

8. Februar 2019 / Foyer Grosse Bühne
DER KAISER VON ATLANTIS ODER DIE TODVERWEIGERUNG
Kammeroper von Viktor Ullmann

14. Februar 2019 / Schauspielhaus FURTHER DAY «WITHOUT» NIGHT
Uraufführungen Choreografien von Thomas Noone und Jiří Pokorný

21. Februar 2019 / Grosse Bühne DIODATI.UNENDLICH
Uraufführung / Auftragswerk
Oper von Michael Wertmüller und Dea Loher

28. März 2019 / Schauspielhaus DIE RÄUBER
Schauspiel von Friedrich Schiller

30. März 2019 / Grosse Bühne MADAMA BUTTERFLY
Oper von Giacomo Puccini

Frühjahr 2019 / Kunstmuseum Basel DAS THEATER DER BILDER
Uraufführung / Auftragswerk
Theaterparcours mit neuen Texten zu Werken der ständigen Sammlung des Kunstmuseum Basel

11. April 2019 / Kleine Bühne YERMA
Schauspiel von Federico García Lorca

3. Mai 2019 / Grosse Bühne COMEDY OF ERROR(Z)
Uraufführung
Ballett von Richard Wherlock nach William Shakespeare Musik von Antony Genn

Mai 2019 / Kleine Bühne WUNSCHKONZERT
Schauspiel von Franz Xaver Kroetz

MAI 2019 / Ehemaliges SRF-Studio Basel Bruderholz RADIOREQUIEM
Uraufführung Eine Installation von Thom Luz

7. Juni 2019 / Grosse Bühne DIDONE ABBANDONATA
Oper von Niccolò Jommelli

WIEDERAUFNAHMEN

ENGEL IN AMERIKA
TEWJE
JOHN GABRIEL BORKMAN
DREI SCHWESTERN
WILHELM TELL
PEER GYNT
DIE NACHT KURZ VOR DEN WÄLDERN
WOYZECK
DIE SCHWARZE SPINNE
DAS ENDE VON EDDY
LEONCE UND LENA
ESTHER. EINE GESCHICHTE VOM BRUDERHOLZ
VOR SONNENAUFGANG
AMPHITRYON
KASPAR HAUSER UND SÖHNE
MEDEA
ROMULUS DER GROSSE
Die Wiederaufnahmen im Schauspiel werden unterstützt durch
die Stiftung zur Förderung der Theatergenossenschaft Basel.

Peter Heuberger Basel


WIENER STAATSOPER: ZWEI FOTOS AUS DER VORSTELLUNG „L’ELISIR D’AMORE“ AM FREITAG, 11. 5.2018


Paolo Fanale (Nemorino), Hila Fahima (Adina). Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn


Paolo Rumetz (Dulcamara). Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

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Innovatives Magdeburger Opernprojekt: Preis für erfolgreiches Publikums-Voting anlässlich der Vergabe des
FEDORA GENERALI-Preises für Oper

Am Do. 7. Juni 2018 um 16.00 Uhr findet am Bayerischen Staatsballett, Platzl 7 in München, die diesjährige Bekanntgabe der Gewinner des FEDORA GENERALI-Preises und des FEDORA VAN CLEEF & ARPELS Preises für Ballett statt.
FEDORA zeichnet zudem Projekte mit undotierten, symbolischen Preisen für ihre erfolgreichen Publikums- und Crowdfunding-Kampagnen auf der »FEDORA Platform« aus. Einen davon erhält das Theater Magdeburg, das einzige deutsche Theater unter den nominierten Preisträgern.  

Seit dem Jahr 2015 ist das Theater Magdeburg Mitglied bei »FEDORA – The European Circle of Philanthropists of Opera and Ballet«, dessen Fördernetzwerk »FEDORA Platform« im Rahmen des Programms »Kreatives Europa« von der Europäischen Kommission gefördert wird. Zusammen mit 18 weiteren Theatern aus 13 Ländern beteiligt sich auch das Theater Magdeburg seit Kurzem an dieser Fundraising-Plattform, die innovative Opern- und Ballettproduktionen und aufstrebende Künstler unterstützen und einem breiten Publikum bekannt machen wird.

»The True Story of King Kong« (»Die wahre Geschichte von King Kong«) ist ein neues Magdeburger Opernprojekt, das das Theater Magdeburg in Kooperation mit dem Puppentheater Magdeburg bei der deutschen Librettistin und Regisseurin Roscha A. Säidow und dem auf den Philippinen geborenen chinesisch-britischen Komponisten Jeffrey Ching in Auftrag gegeben hat. Es entsteht ein einzigartiges modernes Musiktheaterwerk über einen der zentralen Mythen des 20. Jahrhunderts, das die Kraft von Oper und Puppentheater bündelt. Konzipiert für Sänger, Puppenspieler und Orchester verwebt die neue Kammeroper die beiden Kunstformen so miteinander, dass sich deren besondere Ausdrucksformen gegenseitig potenzieren. Die Premiere dieser Uraufführung ist am Sa. 16. 3. 2019 im Schauspielhaus Magdeburg.

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 ORF „kulturMontag“ am 14. Mai über China als Big-Data-Diktatur, die Filmfestspiele in Cannes und die Wiener Festwochen

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Außerdem: Neue Ausgabe „lesArt“ und die Doku „Elsie Slonim – Meine ersten hundert Jahre“

Wien (OTS) – Der von Clarissa Stadler moderierte „kulturMontag“ am 14. Mai 2018 um 22.30 Uhr in ORF 2 präsentiert eine spannende Themenpalette: So geht es in der Sendung um die Big-Data-Diktatur in China – der „kulturMontag“ hat Künstler und Intellektuelle zu der neuen Methode der Menschenführung befragt, die in China unter dem Namen „Sozialkredit-System“ gerade erprobt wird. Außerdem wirft das Magazin einen Blick auf die 71. Ausgabe der Filmfestspiele von Cannes, die heuer auf Altmeister wie Newcomer setzt. Und fragile Demokratien und aktuelle Ängste sind Thema bei den heurigen Wiener Festwochen. Regisseur Ersan Mondtag, der bei den Wiener Festwochen sein Österreich-Debüt gibt, ist live zu Gast im Studio und diskutiert mit dem Leiter des Europäischen Forum Alpbach, Philippe Narval, darüber, wie Demokratie neu belebt werden kann. Anschließend an das Magazin steht eine neue Ausgabe des Literaturmagazins „lesArt“ (23.25 Uhr) auf dem Programm, gefolgt von der Dokumentation „Elsie Slonim – Meine ersten hundert Jahre“ (0.00 Uhr).

Die Big-Data-Diktatur – Ist China ein Überwachungsstaat?

Der deutsche Kulturphilosoph Oswald Spengler zeichnete vor genau 100 Jahren in seinem epochalen wie umstrittenen Werk „Der Untergang des Abendlandes“ ein ernüchterndes wie pessimistisches Bild von der Zukunft der westlichen Welt. Eine posthumane Gesellschaft, in der der Mensch durch neue Herrschaftstechniken zum Appendix seiner Maschinen wird. 100 Jahre nach Spenglers Prognose erprobt die chinesische Regierung eine neue Methode der Menschenführung, die gespenstisch wie radikal anmutet. Noch existiert das Projekt mit dem harmlos klingenden Namen „Sozialkredit-System“ erst in wenigen Städten, wie in Shanghai oder Rongcheng. Diese Städte sind ein Labor der nahen Zukunft. Ein „Amt für Kreditwürdigkeit“ wurde installiert und eröffnet für jede Bürgerin und jeden Bürger ein Konto, auf dem ihr/sein persönlicher Punktestand verzeichnet ist. Das Konto ist mit nationalen Datenbanken verbunden. Und damit weiß die Regierung, ob jemand seine Stromrechnung bezahlt oder sich auf einer Reise danebenbenommen hat. „Scanne dich selbst, statt erkenne dich selbst“ ist keine Staatsfiktion, sondern ein offizielles Regierungsprogramm. Der „kulturMontag“ hat dazu Künstlerinnen, Künstler und Intellektuelle über die neuen Wege im Reich der Mitte befragt.

Großes Kino an der Croisette – Die 71. Filmfestspiele von Cannes

Mit jeder Menge Starrummel, Spannung und Skandalpotenzial hat das wichtigste Filmfestival der Welt begonnen. Die 71. Ausgabe setzt heuer auf Altmeister und Newcomer. So konkurrieren prominente Regisseure wie Spike Lee oder Jean-Luc Godard um die Goldene Palme. Eröffnet wurde das Festival mit „Everbody Knows“ des Oscarpreisträgers Asghar Farhadi. Während der iranische Regisseur sein mit Penelope Cruz und Javier Bardem starbesetztes Psychodrama rund um ein Geflecht aus Lügen, Schuld und Heuchelei persönlich präsentieren konnte, kann sein Landsmann Jafar Panahi den Iran nicht verlassen. Vor acht Jahren erhielt er ein 20-jähriges Berufsverbot, dreht seitdem im Untergrund immer wieder Filme, die er zu Festivals ins Ausland schmuggeln lässt. So auch sein neuestes Werk „Three faces“, das ebenfalls im Wettbewerb gezeigt wird. Damit ist Panahi nicht allein. Auch sein russischer Kollege Kirill Serebrennikow, der sich wegen regierungskritischer Arbeiten unter Hausarrest befindet, kann nicht zur Premiere an die Croisette kommen. Bereits in seiner Heimat verboten wurde „Rafiki“, ein Film der Kenianerin Wanuri Kahiu. Sie erzählt darin von zwei Teenagermädchen, die sich ineinander verlieben. In Kenia ist Homosexualität immer noch verboten und steht unter Strafe. Last, but not least: Lars von Trier, von Cannes selbst aufgrund seiner Hitler-Provokationen von 2011 verbannt, kehrt mit „The House that Jack Built“ zurück – seinem brutalsten Film bisher, wie der schelmische Däne sagt. Der deutsche Regie-Star Wim Wenders ist diesmal nicht im Wettbewerb vertreten. Er stellt seine Dokumentation „Papst Franziskus – Ein Mann seines Wortes“ vor. Dafür interviewte der Regisseur von „Der Himmel über Berlin“ mehrfach Papst Franziskus und erhielt ungewöhnliche Einblicke in die Arbeit des Vatikans.

Eine Welt im Wanken – Fragile Demokratien

Ganz im Zeichen aktueller Ängste stehen heuer die Wiener Festwochen. Intendant Tomas Zierhofer-Kin hat für seine zweite Ausgabe insgesamt 29 Produktionen für ein Gesamtbudget von 12,5 Millionen Euro versammelt. Mit einer echten Geisterbahn will der Niederländer Dries Verhoeven in seinem Projekt „Phobiarama“ die Mechanismen des Angstmachens und die Brüchigkeit der Demokratie deutlich machen. Er ist bekannt für sein provokantes, gesellschaftspolitisches Theater, das er mitten in den europäischen Städten inszeniert. Die österreichisch-französische Regisseurin Gisèle Vienne lässt in „Crowd“ 15 Kids in Zeitlupe Rave tanzen, das Kollektiv „Superama“ hat für „CHEKHOV Fast & Furious“ Menschen zu Figuren aus Tschechow-Stücken befragt. Das National Theater of Korea gastiert mit „Trojan Women“. Vom Thalia Theater in Hamburg ans Theater an der Wien übersiedelt Aischylos’ „Orestie“ in der Regie von Shooting-Star Ersan Mondtag. Vor 2.500 Jahren entstanden, erzählt die Trilogie von Rache und Gewalt und ihrer Überwindung durch Recht und Demokratie. Mondtag gilt mit seinen bildkräftigen, fantasievollen und kompromisslosen Inszenierungen als einer der Erneuerer des deutschen Gegenwartstheaters. Mit der „Orestie“ gibt er sein Österreich-Debüt und wirft darin einen ziemlich verstörenden Blick auf die Geburtsstunde der Demokratie. Der 31-jährige Regisseur ist live zu Gast im Studio. Er diskutiert mit dem Leiter des Europäischen Forum Alpbach Philippe Narval, dessen Buch „Die freundliche Revolution“ jüngst veröffentlicht wurde, darüber, wie Demokratie neu belebt werden kann.

„lesArt“ (23.25 Uhr)

In der Mai-Ausgabe von „lesArt“ bei Christian Ankowitschs zu Gast: Daniel Wisser und Sasha Marianna Salzmann. Während Daniel Wisser seit vielen Jahren durch seine vielfältige Arbeit – er ist u. a. Teil des legendären „Ersten Wiener Heimorgelorchesters“ – eine fixe Größe im österreichischen Kunstbetrieb ist, ist Sasha Marianna Salzmann bis vor Kurzem vor allem als Dramatikerin bekannt gewesen: Sie ist nach wie vor Hausautorin des Maxim-Gorki-Theaters in Berlin. Mit ihrem Debütroman „Außer sich“ landete die 1985 in Wolgograd geborene Autorin im Vorjahr auf der Shortlist des renommierten Deutschen Buchpreises. Daniel Wisser, geboren 1971 in Klagenfurt, beweist mit seinem jüngsten literarischen Text „Löwen in der Einöde“, dass er zu Recht zu den eigenwilligsten Autoren seiner Generation zählt. Gemeinsam ist Daniel Wisser und Sasha Marianna Salzmann die Überzeugung, dass der/die Schriftsteller/in, der/die Künstler/in nichts erfüllen muss in einer Gesellschaft, beide befürworten sie aber entschieden die politische Einmischung als Option. Und die Reihe „Kleinverlage im Porträt“ stellt diesmal die „Edition Thanhäuser“ vor.
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WIEN/ Heute im Amtshaus Borromäusplatz

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„Holzbaum“-Thriller Manuskriptpreis geht an Nicole Makarewicz

Die Jury hat entschieden: Der Holzbaum-Thriller-Manuskriptpreis für einen unveröffentlichten Thriller geht an Nicole Makarewicz für ihr Manuskript mit dem Titel „Dein Fleisch und Blut“.

52 Manuskripte wurden eingereicht, die Jury (bestehend aus Verlagsmitarbeitern) hat sich für diesen unter die Haut gehenden, packenden Text entschieden. Die Autorin freut sich über 1.000 Euro Preisgeld und einen Verlagsvertrag, das Buch erscheint am 1. Oktober 2018 (ISBN 978-3902980748).

Über das Buch:

Die Journalistin Leah Sebelia lebt für ihren Beruf. Durch die Arbeit an einem Buch über Kinderpornographie zerbricht ihre Beziehung, zu sehr nimmt das Thema Leahs gesamtes Leben ein. Als sie kurz davor ist, ihre Recherche aufzugeben, erhält sie einen anonymen Brief mit Zugangsdaten zu einem Pädophilen-Forum. Immer tiefer verstrickt sie sich in das grausame Netz aus Missbrauch und Menschenhandel, bis eine Mordserie an Mitgliedern des Forums einen Verdacht in ihr erweckt. Wurde Leah unwissentlich zur Handlangerin des Mörders? Nicole Makarewiczs Thriller „Dein Fleisch und Blut“ eröffnet schonungslos die Abgründe menschlichen Handelns. Jäger werden zu zu Gejagten, Vertraute zu Verdächtigen, bis man schlussendlich niemandem mehr trauen kann.

Holzbaum Verlag
in der Komische Künste Verlagsges.m.b.H.
MuseumsQuartier, Museumsplatz 1
1070 Wien

Tel: +43 1 890 27 53

www.holzbaumverlag.at

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