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INFOS DES TAGES (MONTAG, 11. OKTOBER 2021)

11.10.2021 | Aktuelles

INFOS DES TAGES (MONTAG, 11.OKTOBER 2021)

WIENER „BARBIERE-TEAM“ FEIERT BEIM ITALIENER

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Inhalt des Merker-Hefts OKTOBER 2021 (geht demnächst in den Versand)

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PARIS : BALLET „LE ROUGE ET LE NOIR“ – 14 Vorstellungen vom 15.10 – 4.11.2021

Le Rouge et le Noir – Ballet – Season 21/22 Programming – Opéra national de Paris (operadeparis.fr)

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14 Vorstellungen vom 15.10.-4.11.2021

BALLETT  /ROUGE  ET  NOIR  / ROT UND SCHWARZ

Der Titel ist ein Symbol für die Zeit um 1830. Rot – für das Militärische (Uniform), Schwarz für die Priester. Die männliche Jugend in Frankreich hatte die Wahl zwischen Militärdienst und Priesterschaft um im Leben Anerkennung in der Gesellschaft zu bekommen. 

Laut  „Wikipedia“ geht es um den zweiten Roman (nach Armance“) des französischen Schriftfstellers Marie Henri Beyle/ alias Stendahl (1783 – 1842). Sein Held ist Julian Sorel, ein intelligenter Sohn eines Sägemühlenbesitzers in der Provinz, der durch die gute Bildung, die er erhalten hat, vom Priester Celan die Position als Privatlehrer für die Kinder des Bürgermeisters von Verrieres, Monsieur de Renal erhielt. Dabei nutzt er geschickt das Konkurrenzverhältnis zwischen Monsieur de Rênal und dem Leiter des Bettlerasyls von Verrières, Monsieur Valenod, aus, um seinen Marktwert als Hauslehrer zu erhöhen.

Madame de Renal und später Mathilde de la Mole sind die Hauptfiguren des Romans, die Inspirationsquelle für Stendahl. Mathilda de la Mole steht für Matilde Visconti Dembowski (1790 -1925 Milano), diese war Stendahls große Liebe.

Der Roman endet sehr tragisch! Wie die meisten Dreiecksgeschichten.

Musik: Jules Massent


Jonathan Darlington beim Online-Merker. Foto: Barbara Zeininger

Dirigent: Jonathan Darlington.  
Kostüme: Pierre Lacotte

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KARLSRUHE: Zukunft Choreographie
Ballettabend mit Choreografien von und mit dem STAATSBALLETT

Half The Beauty (Chor. Lucia Solari): Anastasiya Didenko, Carolina Martins, Carolin Steitz, (im Hintergrund: Nami Ito)
Foto: Costin Radu

LIVE-PREMIERE
Sonntag, 17.10.2021 GROSSES HAUS
19:00 – 21:30

What About Laughing Gas (Chor. Rita Duclos): João Miranda
Foto: Costin Radu

Samstag, 30.10., 19:30 – 22:00
Freitag, 19.11., 20:00 – 22:30

Dauer: 2h 30, 1 Pause 
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NEU BEI ACCENTUS-MUSIC: Anton Bruckner (1824-1896) Symphonie Nr.4 (Die 3 Versionen). Bamberger Symphoniker, Jakub Hrusa

 
Album Bruckner: Symphony No. 4 in E-Flat Major, WAB 104 "Romantic" (The 3  Versions) , Anton Bruckner von Bamberger Symphoniker | Qobuz: Download und  Streaming in hoher Audioqualität
Bruckner 4 – The 3 Versions | ACCENTUS Music
  • 1. Version (komponiert 1874, überarbeitet 1875-1876); 2. Version (komponiert 1878-1880, aufgeführt und überarbeitet 1881); 3. Version (vorbereitet 1887, aufgeführt und überarbeitet 1888, veröffentlicht 1889)
    +Alternatives Finale („Volksfest“) zur zweiten Version und weitere Auszüge aus frühen Entwürfen
  • Künstler: Bamberger Symphoniker, Jakub Hrusa
  • Label: Accentus, DDD, 2020
  • Bestellnummer: 10676528
  • Erscheinungstermin: 17.9.2021

Die Vierte Sinfonie nimmt im sinfonischen Zyklus von Anton Bruckner eine besondere Stellung ein. Sie läutet den Zyklus seiner »reifen« Sinfonien ein. Mit ihr wandte sich der Komponist direkt an sein Publikum und wollte von ihm verstanden werden. Das ist ihm gelungen – heute ist die »Romantische« eine der beliebtesten Sinfonien Bruckners. Dennoch überarbeitete er sie immer wieder, so dass insgesamt drei Fassungen der Vierten existieren.

Mit den Bamberger Symphonikern, die auf eine langjährige Bruckner-Interpretation zurückblicken können, hat Jakub Hrusa nun alle Fassungen der Vierten eingespielt. Für einen Dirigenten ist es eine einzigartige Gelegenheit, alle Fassungen einer Sinfonie aufnehmen zu können. Darüber hinaus ermöglicht das Projekt, wie Hrusa selbst sagt, dem interessierten Publikum, sich ein eigenes Urteil über die Qualität und den Zuschnitt der jeweiligen Fassung zu bilden. So kann der Hörer selbst entscheiden, ob der Komponist mit seinen Zweifeln Recht hatte und ob es überhaupt sinnvoll ist, eine Version gegen die andere »auszuspielen«.

Diese CD-Box enthält auch eine vierte CD mit dem alternativen Finale (»Volksfest«) zur zweiten Fassung sowie weitere Ausschnitte aus frühen Entwürfen.
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ORF „kulturMontag“ am 11. Oktober: Ruzowitzkys „Hinterland“, Nitschs Walkürenritt, Zürichs neue Ausstellungen

Stefan Ruzowitzy und Murathan Muslu live im Studio – danach: Dokumentation über „Kunst und Wahn“

 Der von Peter Schneeberger präsentierte „kulturMontag“ am 11. Oktober 2021 um 22.30 Uhr in ORF 2 befasst sich mit dem neuen Film von Stefan Ruzowitzky, „Hinterland“, der gerade seine Kinopremiere feierte. Der Oscar-Preisträger und sein Hauptdarsteller Murathan Muslu sind live zu Gast im Studio. Weiters befasst sich die Sendung u. a. mit Hermann Nitschs jüngster Installation, die in Richard Wagners Klangkosmos eintaucht, sowie mit zwei neuen, brisanten Ausstellungen im Kunsthaus Zürich. Anschließend an das Kulturmagazin steht die Dokumentation „Kunst und Wahn“ (23.15 Uhr) auf dem Programm.

Geister der Vergangenheit – Stefan Ruzowitzkys „Hinterland“

Mit der Weltpremiere seines neoexpressionistischen Anti-Kriegsthrillers „Hinterland“ hat Oscar-Preisträger Stefan Ruzowitzky schon beim Filmfestival in Locarno Erfolge gefeiert. Die vom ORF im Rahmen des Film/Fernseh-Abkommens kofinanzierte Geschichte über einen Kriegsheimkehrer, der in eine Reihe bizarrer Morde involviert wird, siedelt er nach dem Ersten Weltkrieg an und liefert ganz im Stil von Robert Wienes „Das Cabinet des Dr. Caligari“ ein düsteres Porträt einer Umbruchszeit. Im Zentrum steht Peter Perg, dargestellt von Murathan Muslu, dessen Welt zerbrochen ist. Ruzowitzky kreiert mittels Bluescreen-Technik ein bildstarkes Epochenporträt voller verzerrter Perspektiven und Verwerfungen einer im Chaos versinkenden Stadt. Dieses groteske Wien spiegelt die verzweifelten Seelenzustände einer Gesellschaft im Kulturschock wider, in der die Nachwirkungen des Zusammenbruchs die Hoffnungsmomente des Aufbruchs noch überwogen. Regisseur Stefan Ruzowitzky und sein Hauptdarsteller Murathan Muslu sind live zu Gast im Studio.

Ein Walkürenritt in Mistelbach – Die Farbexplosionen des Hermann Nitsch

Zeit seines Lebens strebt Aktionskünstler Hermann Nitsch nach dem Gesamtkunstwerk im Sinne Richard Wagners. Er liebt den Komponisten, versteht sich allerdings nicht als Wagnerianer. Die Kunst verbindet die beiden seelenverwandten Gesamtkunstwerker. In Bayreuth hat der 83-Jährige diesen Sommer Wagners „Walküre“ in einer konzertanten Fassung mit 1.000 Liter Farbe pro Abend in eine wahre Schüttorgie verwandelt. In seinem Regenbogenfarbrausch hat Nitsch die Rhythmen und Klangfarben aus dem Wagner’schen Kosmos in sein szenisches Konzept aufgenommen, ähnlich wie schon in Massenets „Hèrodiade“ im Jahr 1995 an der Wiener Staatsoper. Als Regisseur versteht er sich nicht, sondern eher als Dirigent, der eine Partitur realisiert. Seine „seismografierte Malaktion“, wie er sie selbst nennt, zeigt der Künstler unter dem Titel „Hermann Nitsch Bayreuth Walküre“ in seinem Museum in Mistelbach. Der „kulturMontag“ besucht Hermann Nitsch in seinem niederösterreichischen Schloss in Prinzendorf und spricht mit ihm über Wagner, sein schiefes Verhältnis zu allen Regie-Bemühungen und sein Sechs-Tages-Spiel, das er im nächsten Jahr verwirklichen will.

Ein Kanonenkönig, ein Pelzhändler und die Kunst – Zwei brisante Sammlungen im Kunsthaus Zürich

Zwei namhafte Kunstsammlungen im Gedächtnis an die Nazi-Gräuel sind im Kunsthaus Zürich mit seinem mächtigen neuen Zubau von David Chipperfield ausgestellt. Die eine besaß Emil Georg Bührle, der in der Schweiz durch Waffengeschäfte in der NS-Zeit reich wurde. Der „Kanonenkönig“, wie er bezeichnet wurde, bediente sich auf dem vom Nazi-Regime infiltrierten Kunstmarkt und erwarb bis zu seinem Tod im Jahr 1956 einen mehr als 600 Werke umfassenden Bilderschatz mit Gemälden von Paul Cézanne bis Pierre-Auguste Renoir. Einen konfliktträchtigen Gegenpol bildet die zweite Ausstellung: eine Kollektion des jüdischen Schweizer Paares Werner und Gabrielle Merzbacher. Ihre Anfänge als Kunstsammler gehen auf ihre Vorfahren, die Pelzhändler waren, zurück. Die von Werner Merzbacher und der Familie seiner Frau aufgebaute hochkarätige Sammlung Mayer-Merzbacher mit Werken von Max Beckmann bis Pablo Picasso war lange ein gut gehütetes Geheimnis. Die Sammlung Merzbacher und die Sammlung Bührle – gemeinsam erzählen sie die schmerzliche und kriegerische Geschichte des 20. Jahrhunderts.

Dokumentation „Kunst und Wahn“ (23.15 Uhr)

Wahnsinn, Normverstöße, Verhaltensauffälligkeiten, Irrsinn: All dies war immer schon Gegenstand künstlerischer Betrachtung, rührt es doch an den Grundfesten der menschlichen Existenz. Der Film von Amélie Ravalec begibt sich auf eine Suche nach dem scheinbar oder vermeintlich Abnormalen durch die Brille der Kunst. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf dem Mittelalter und der Renaissance, aber auch die Moderne und die NS-Zeit werden gestreift.

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