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INFOS DES TAGES (MITTWOCH, 9. SEPTEMBER 2020

09.09.2020 | Aktuelles

INFOS DES TAGES (MITTWOCH, 9. SEPTEMBER 2020)

WIENER STAATSTOPER: FOTOS AUS DER PREMIERE „MADAMA BUTTERFLY“ (7.9.2020)


Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn


Asmik Grigorian, Freddie De Tommaso. Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn


Asmik Grigorian und die Puppenspieler. Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn


Asmik Grigorian, Freddie De Tommaso. Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn


Asmik Grigorian. Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn


Asmik Grigorian, Boris Pinkhasovich. Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Einige Bemerkungen abseits vom rein Künstlerischen von Dominik Troger:

Die Amtszeit des neuen Staatsoperndirektoriums wurde unter schwierigen pandämischen Einschränkungen „inauguriert”. Bogdan Rošcic durfte gleich einmal seine Managementqualitäten unter Beweis stellen, um im Haus am Ring eine den behördlichen Vorgaben entsprechende COVID-19-Verhinderungsstrategie zu implementieren. Dass im Rahmen dieser pandemiebedingten Restriktionen und Adaptierungen sogar eine Lösung für den Stehplatz gefunden wurde – sogar eine überraschend bequeme – soll ganz besonders positiv herausgestrichen werden.

Laut Aushang werden 183 nummerierte Stehplätze verkauft. Das Anstellen erfolgt wie gewohnt operngassenseitig. Bei Beginn des Kartenverkaufs wird blockweise der Zugang zur Kassa gewährt. Der Praxistest am Eröffnungsabend zeigte, dass der Verkauf unter den aktuellen Bedingungen seine Zeit in Anspruch nimmt (der eingesetzte Farbdrucker ist auch nicht der schnellste). Ich war etwa der 30. in der Warteschlange und bekam mein Ticket erst um 18:20 Uhr. Ob man es geschafft hat, bis Vorstellungsbeginn um 19.00 noch alle Wartenden mit Karten zu versorgen? Die Lösung mit den Sitzplätzen auf dem Stehplatz erwies sich zumindest für die Galerie Mitte als praktikabel. Aus den drei Stehplatzreihen hat man zwei bestuhlte Reihen gemacht, das Geländer zwischen der erster und der zweiten Reihe ist entfernt worden. Ein Mund-Nasen-Schutz musste im Foyer, aber nicht während der Vorstellung getragen werden. Je nach behördlichen Auflagen kann sich das in Zukunft natürlich ändern.

Das erste, was einem ins Auge fällt, sind die neuen Programmhefte, das neu gestaltete Publikumsmagazin, das veränderte Layout der Plakate. Der Titel des gespielten Werkes wird jetzt immer rot gedruckt. Die Zeiten des „elitären“ Meyer’schen Goldglanzes sind vorbei. Programme und Publikumszeitschrift wurden und werden laut Impressum von einer Berliner (!) Agentur gestaltet und konzipiert. Solch ein Relaunch gehört inzwischen zu einem Direktionswechsel wie das Amen im Gebet. Das neue „Staatsopern-Design“ ist nicht so katastrophal ausgefallen wie das des Burgtheaters im letzten Jahr, aber allein der neue Name für das Publikumsmagazin „OPERNRING ZWEI“ lässt als Urheber nicht unbedingt eines der weltweit führenden Opernhäuser vermuten. Das Programmheft hat abgespeckt, greift sich billig an, Hochglanzpapier ist in Zeiten wie diesen offenbar zu teuer, was sich negativ auf die Wiedergabequalität der Farbfotos auswirkt. Die Formate wurden auch wieder ein bisserl verändert.________________________________________________________________________________

45 JAHRE „OPERNFREUNDE“: PLACIDO DOMINGO, GÜNTHER GROISSBÖCKUND FERRUCCIO FURLANETTO IM „MUTH“ /Augarten

INSTAG(KRAMEREIEN – gefunden von Fritz Krammer


ZU INSTAGRAM mit weiteren Fotos
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HEUTE AN DER WIENER STAATSOPER: SIMON BOCCANEGRA MIT PLACIDO DOMINGO UND GÜNTHER GROISSBÖCK

Populismus, Ämterschacher, das Voranstellen des Partei­wohls vor das Gemeinwohl, aus privatem Machtkalkül eingegangene politische Bündnisse, die Beeinflussbarkeit einer wankelmütigen Menge – die in »Simon Bocca­negra« durchdeklinierten Themen könnten aktueller nicht sein. Musikalisch zählt Giuseppe Verdis rund 25 Jahre nach der Uraufführung radikal umgearbeitete und 1881 neu vorgestellte Oper zu seinen großen, reifen Spätwerken. Um der vielschichtigen, um Gerechtigkeit und Ausgleich bemühten Titelfigur gewachsen zu sein, bedarf es einer charismatischen Bühnenpersönlichkeit und künstlerischen Autorität: 2009 hat Plácido Domingo, gewissermaßen emblematisch für seine Spätphase, Simon Boccanegra als erste Baritonrolle erfolgreich in sein Repertoire aufgenommen. Mit ihr wird er gleich zu Beginn der Spielzeit an die Wiener Staatsoper zurückkehren. Seinen politischen wie privaten Widersacher Fiesco singt der aus Österreich stammende Bass Günther Groissböck, der mit dieser ebenfalls bedeutenden Verdi-Partie ein Wiener und zugleich internationales Rollendebüt geben wird.

Evelino Pidó dirigiert, Hibla Gerzmava singt die Amelia, Najmiddin Mavlyanov den Gabriele Adorno
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NEUER AUFSICHTSRAT FÜR DIE BUNDESTHEATER – mit einigen sehr bekannten Namen

Holding, Burgtheater, Staatsoper Volksoper und Art for Art bestellten neue Aufsichtsratsmitglieder für die Holding. Als  prominentester Neuzugang fällt Ex-Bundeskanzlerin Brigitte Bierlein als Vorsitzende  des Aufsichtsrats der Bundestheater-Holding auf.

Im Aufsichtsrat des Burgtheaters sind u.a. Doris Schmidauer, Ehefrau von Alexander Van der Bellen, dem früheren Chef der Staatssekretärin, und Bettina Hering, Schauspielchefin der Salzburger Festspiele. Muth-Direktorin Elke Hesse, Banker Andreas Treichl und Clemens Jabloner (Vorsitzender des Restitutionsbeirats) stoßen zum Aufsichtsrat der Wiener Staatsoper. Neuzugänge in der Volksoper ist mdw-Rektorin Ulrike Sych. Zum Aufsichtsrat bei Art for Art stößt unter anderem Cornelia Lamprechter ( Mumok) und Nora Schmid, Intendantin der Grazer Oper.

Auffallend auch, dass Finanzminister Blümel (ÖVP) den Grazer Theater-Konzern-Leiter Bernhard Rinner (ÖVP) in den Aufsichtsrat der Holding bestellte.
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Stimmung – Wien Modern 33
29.10.–29.11.2020

Wien Modern 2018 – Eine Bilanz zur Halbzeit - mica - music austria

Die 33. Ausgabe des Festivals Wien Modern präsentiert vom 29.10. bis 29.11.2020 insgesamt 104 Veranstaltungen an 32 Spielstätten in neun Wiener Gemeindebezirken. 44 Produktionen mit 85 Aufführungen laden unter dem Titel «Stimmung» zum Eintauchen in eine Welt neuer Tonsysteme, radikal getunter Farbpaletten und besonderer Musikinstrumente.

Das Eröffnungskonzert findet am 30.10. im Wiener Konzerthaus statt. Das detaillierte Programm ist ab sofort online unter www.wienmodern.at, der Vorverkauf läuft ab heute.

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BADEN/ CONGRESS-CASINO: DONNERSTAG SAISONAUFTAKT MIT PAUL ARMIN EDELMANN . „Ich will dem Schicksal in den Rachen greifen“


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JONAS KAUFMANN IN BUDAPEST – EIN VIDEO

ZUM VIDEO
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WIENER BURGTHEATER: Premieren im Oktober  

Vestibül & Mobil
04.10.2020, 16.00 Uhr

Der Zinnsoldat und die Papiertänzerin (Österreichische Erstaufführung)
Roland Schimmelpfennig frei nach Hans Christian Andersen

Burgtheaterstudio, für alle ab 6

 Kindergeburtstag und Geschenke! Da wird das alte Spielzeug schnell uninteressant – so wie die Figur aus Papier. Und der Zinnsoldat mit nur einem Bein ist auch nicht zu gebrauchen. Sie werden beiseitegestellt – aufs Fensterbrett.

Ein Windstoß (oder vielleicht der eifersüchtige Springteufel?) besiegelt ihr Schicksal: Sie werden aus dem Fenster gewirbelt. In der Welt jenseits des Kinderzimmers warten sonderbare und gefährliche Begegnungen auf die

beiden. Ob hoch in den Lüften oder tief unter der Stadt, wo immer sie landen, nirgendwo sind sie erwünscht – wo sie hingegen erwünscht sind, werden sie versklavt oder gefressen. Da kann nur noch ein Wunder helfen!

Roland Schimmelpfennigs Überschreibung des bekannten Märchens Der standhafte Zinnsoldat reflektiert Fragen, die jedes Alter betreffen: Wie gehen wir miteinander um und wie begegnen wir denjenigen, die anders sind als

wir? Die österreichische Erstaufführung wird von Mia Constantine inszeniert.

Regie: Mia Constantine
Bühne & Kostüm: Brigitte Schima
Musik: Andreas Radovan
Licht: Enrico Zych
Dramaturgie: Maike Müller
Mit: Tilman Tuppy & Lili Winderlich

Akademietheater

08.10.2020, 19.30 Uhr

Der Leichenverbrenner (Uraufführung)
Franzobel nach dem Roman von Lasdislav Fuks

 Karel Kopfrkingl besitzt alle Vorzüge eines vorbildlichen Vaters und Ehemanns. Sonntags führt er seine Familie in den Zoo, wo er seinerzeit vor dem Leopardenkäfig seine Gattin kennengelernt hat. Er liebt die Musik und seinen Arbeitsplatz, das Prager Krematorium, wo er sich um die Toten ebenso rührend kümmert, wie um seine Familie. In den Pausen liest er in der Verordnung über das Kremieren und einem Buch über Tibet und die Wiedergeburt. Dank der Technik der Feuerbestattung leistet Kopfrkingl täglich seinen kleinen Beitrag zum Erhalt der Reinheit und der Ordnung. Als ihm sein Freund Reinke, ein Mitglied der Sudetendeutschen Partei, von den Methoden der Nationalsozialisten erzählt, die die arische Rasse von ihrem schleichenden Befall beschützen, gerät Kopfrkingls Welt in Unrast. Wie brachten die Ratten im Mittelalter die Pest in die Stadt? Zunehmend plagt Kopfrkingl die Frage, ob er wirklich genug Arbeit zum Schutz der Gesellschaft leistet.
Der österreichische Dramatiker und Romanautor Franzobel dramatisierte diesen psychologischen Horrorroman für die zarten Monsterpuppen von Nikolaus Habjan. Die Inszenierung stand im März 2020 kurz vor der Premiere, nun kann sie endlich gezeigt werden.

Regie und Puppenbau: Nikolaus Habjan
Bühne: Jakob Brossmann
Kostüme: Cedrik Mpaka
Komposition: Klaus von Heydenaber
Licht: Norbert Piller
Dramaturgie: Andreas Karlaganis
Mit: Nikolaus Habjan / Manuela Linshalm, Sabine Haupt, Dorothee Hartinger, Alexandra Henkel, Michael Maertens

Burgtheater
09.10.2020, 19.30 Uhr

Mein Kampf
Farce von George Tabori
Deutsch von Ursula Grützmacher-Tabori

George Tabori – Wiener Legende, Theatergenie, Kosmopolit – schuf mit der Farce Mein Kampf eines der wichtigsten Theaterstücke der 1980er-Jahre. Tabori war einer der ersten, der Adolf Hitler – knapp 50 Jahre nach Charlie Chaplins Der große Diktator – als Komödienfigur wiederentdeckte, und er trieb es bunt mit ihm: Als Landei aus Braunau am Inn, noch grün hinter den Ohren und doch schon gestochen vom Größenwahn, reist der junge Hitler zum ersten Mal in seinem Leben nach Wien – im Gepäck ein paar mittelprächtige Aquarelle, mit denen er sich an der Kunsthochschule zu bewerben gedenkt. Er kommt in einem Männerheim unter, wo er sich mit Koscher-Koch Lobkowitz und Buchhändler Shlomo Herzl ein Zimmer teilt. Die beiden Juden sind sich uneins. Während Lobkowitz den jungen Hitler kritisch beäugt, beginnt Herzl, sich väterlich um ihn zu kümmern …

33 Jahre nach der Uraufführung im Akademietheater durch Tabori (1914–2007) selbst kommt die legendäre Farce nun in einer Neuinszenierung auf die Bühne des Burgtheaters. Regie führt Ensemblemitglied Itay Tiran, der in der vergangenen Spielzeit Vögel von Wajdi Mouawad inszenierte.

Regie: Itay Tiran
Bühne: Jessica Rockstroh
Kostüme: Su Sigmund
Musik: Dori Parnes
Licht: Michael Hofer
Dramaturgie: Alexander Kerlin

Mit: Rainer Galke, Markus Hering, Marcel Heuperman, Oliver Nägele, Sylvie Rohrer

Kasino
10.10.2020, 16.00 Uhr

Des Kaisers neue Kleider

Ein Familienstück nach H. C. Andersen
Bühnenfassung von Wolf-Dietrich Sprenger
In einer Neubearbeitung für die Bühne von Rüdiger Pape und Sabrina Zwach

 Der Kaiser interessiert sich für Mode, Stoffe und Kleider. Er hat alles und von allem zu viel. Das Volk hat nichts und davon noch weniger. Misswirtschaft der Minister, Verschwendung der Ressourcen und kein transparentes und demokratisches politisches System schaffen Not und Missstände. Not macht erfinderisch. Marie und Paul haben einen genialen Einfall. Mit diesem und ihrem Mut bringen sie das ganze System zu Fall. Am Ende wird der Kaiser nach Strich und dem sprichwörtlichen Faden hinters Licht geführt!

Das berühmte Märchen Des Kaisers neue Kleider von Hans Christian Andersen ist eine allgemeingültige Geschichte über die Angst, nicht genug zu sein und nicht genug zu haben und darüber, wie viel der Einzelne mit Mut und Humor erreichen kann.

Rüdiger Papes Kinder- und Jugendtheater-Inszenierungen werden regelmäßig von Festivals im In- und Ausland eingeladen und ausgezeichnet.

 Regie: Rüdiger Pape
Bühne: Flavia Schwedler
Kostüme: Thomas Rump
Musik: Sebastian Herzfeld
Licht: Norbert Gottwald
Dramaturgie: Sabrina Zwach

Mit: Hanna Binder, Lukas Haas, Annina Hunziker, Felix Kammerer, Arthur Klemt, Stefan Wieland

 Akademietheater
30.10.2020, 19.30 Uhr

Automatenbüfett
Anna Gmeyner

 Der eigenbrötlerische Provinzbürger Adam verhindert gerade rechtzeitig, dass sich die unbekannte Eva in einem Teich das Leben nimmt. Er bringt sie ins Automatenbüfett, ein von seiner Gattin geführtes Restaurant, wo Speisen, Getränke und auch Musik auf Knopfdruck bestellt werden können. Unter der strengen Obhut Frau Adams treffen sich hier die Honoratioren der Stadt. Die Fremde entfacht sogleich die Fantasie der Männerrunde, und so wird es mit Evas Unterstützung für Adam ein leichtes Spiel, seine visionären Pläne zum Aufbau der Fischzucht-Industrie umzusetzen. Dem ersehnten wirtschaftlichen Aufschwung dürfte nichts im Wege stehen, doch mit Evas kalkuliertem Einsatz von Gefühlen entlarvt sich auch die Doppelmoral der örtlichen Verantwortungsträger.

Anna Gmeyner wurde 1902 in Wien geboren und blieb wie ihre Bühnenheldinnen eine autonome Außenseiterin. In Berlin zur Zeit der Weimarer Republik arbeitete sie als Dramatikerin und Dramaturgin, das politische Exil führte sie nach Paris und London, wo sie Drehbücher und Romane verfasste. Die technischen Errungenschaften und das reaktionäre Bürgertum ihrer Zeit inspirierten sie 1932 zu ihrem ersten Stück Automatenbüfett, mit dem sie auf den großen Bühnen in Hamburg, Berlin und Zürich Aufmerksamkeit erregte, bevor sie vor der nationalsozialistischen Verfolgung fliehen musste.

Regie: Barbara Frey
Bühne: Martin Zehetgruber
Kostüme: Esther Geremus
Musik: Tommy Hojsa
Licht: Friedrich Rom
Dramaturgie: Andreas Karlaganis

Mit: Maria Happel, Daniel Jesch, Hans Dieter Knebel, Annamária Láng, Katharina Lorenz, Christoph Luser, Dörte Lyssewski, Michael Maertens, Robert Reinagl
Live-Musik: Tommy Hojsa

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