Online Merker Logo

Die internationale Kulturplattform

INFOS DES TAGES (MITTWOCH, 8. APRIL 2020)

08.04.2020 | Aktuelles

INFOS DES TAGES (MITTWOCH, 8. APRIL 2020)

Inhaltsverzeichnis des Merker-Hefts April 2020


__________________________________________________________________________

Ausschreibung der Position der Künstlerischen Leitung im Festspielhaus St. Pölten

Verlängerung bis 15. Mai 2020 =

Stark eingeschränkte Reisefreiheit sowie eine kaum zu garantierende Gesprächskultur auf einheitlichem Qualitätsniveau: Aufgrund des momentan kaum durchführbaren Bewerbungsprozesses, werden Bewerbungen für die Position der Künstlerischen Leitung im Festspielhaus St. Pölten noch bis 15. Mai 2020 entgegengenommen. Die NÖ Kulturszene Betriebs GmbH hat die Ausschreibung zur Neubesetzung der Position ab der Saison 2022/2023 und für die Dauer von zunächst vier Spielzeiten Ende Februar 2020 veröffentlicht. Weitere Informationen zur Ausschreibung sind unter [www.karriere.noeku.at] (http://www.karriere.noeku.at) bereitgestellt.

 Das Festspielhaus St. Pölten ist ein Ort der aktiven Begegnung in Tanz, Musik und Architektur. Renommierten Künstlerpersönlichkeiten wird eine Bühne in einem der markantesten Theaterbauten Österreichs geboten, der durch die zeitlos-elegante Formsprache des Architekten Klaus Kada besticht. Internationale Größen des zeitgenössischen Tanzes, Stars aus Jazz und Weltmusik und nicht zuletzt das Tonkünstler-Orchester als hauseigenes Residenzorchester bieten ein weit über Landes- und Bundesgrenzen hinweg beachtetes Programm.

Darüber hinaus bereichern zeitgenössische Circus-Compagnien, Kammermusikensembles, OnStage-Konzerte sowie Familienvorstellungen den vielfältigen Spielplan des Mehrspartenhauses im Kulturbezirk St.Pölten


SOMMERFESTIVAL KITTSEE GIBT NICHT AUF UND WILL SPIELEN!

Jetzt Tickets für Wiener Blut - Sommerfestival Kittsee 2020 bei ...

Sommerfestival Kittsee

2020: Wiener Blut

Geplante Premiere am 7. Juli (Aufführungen bis zum 18. Juli

Flexible Anpassungen sind angedacht/möglich

Liebe Freundinnen und Freunde des Sommerfestival Kittsee!

Wir wollen unsere Hoffnung nicht aufgeben. Noch spricht nicht alles dagegen, dass Kittsee im Sommer stattfinden könnte. Sogar wenn wir statt Juli im August spielen sollten, wäre das eine denkbare Möglichkeit.

Wir hoffen Tag für Tag, dass wir für Sie, verehrtes Publikum, in diesem Sommer spielen dürfen. Gemeinsam mit unserem Wiener Blut Ensemble schauen wir weiterhin positiv in die kommenden Wochen und hoffen auf eine rechtzeitige Entspannung der Lage!

Nachricht von Dominik am Zehnhoff-Söns

Obwohl sich die aktuelle Lage als extrem unvorhersehbar und schwer planbar gestaltet, möchten wir dennoch an einer Durchführung des Sommerfestivals Kittsee 2020 festhalten. Dies geschieht natürlich nur für den Fall, dass die Gesundheit aller nicht gefährdet wird. Die endgültige Entscheidung obliegt daher den zuständigen Behörden.

Ein herzliches Dankeschön möchten wir an dieser Stelle an unser „Wiener Blut“ Ensemble richten, das uns in der jetzigen Situation ein unglaubliches Maß an Flexibilität, Einsatzbereitschaft und Vertrauen in jeglicher Hinsicht zugesichert hat und wir dadurch sehr variabel handeln können. Deshalb werden wir, soweit die Gegebenheiten es zulassen, sehr kurzfristige Entscheidungen treffen, die uns ein Höchstmaß an logistischer Kraft abverlangen und überdies auch eine besondere wirtschaftliche Gefahr bergen.

Daher hoffen wir, dass Sie, verehrtes Publikum, uns in dieser schwierigen Situation auch Ihre Flexibilität gewähren. Wir würden uns freuen, Sie alle bei bester Gesundheit im Sommer im Schlosspark von Kittsee begrüßen zu dürfen.

Passen Sie auf sich auf!
Herzliche Grüße,
Ihr Sommerfestival Kittsee Team

________________________________________________________
BÜHNEN GRAZ: WIE GEHT ES WEITER?

Auf Basis der am 6. April erfolgten Bekanntgabe der Bundesregierung zur Verlängerung von Maßnahmen gegen den Corona-Virus geben die Bühnen Graz die Absage aller Veranstaltungen auf allen Bühnen von Oper Graz, Schauspielhaus Graz und Next Liberty Kinder- und Jugendtheater bis 30. Juni 2020 bekannt.

Sämtliche abgesagte Produktionen und Vorstellungen sind für unsere Kund*innen auf den jeweiligen Homepages und im Webshop des Ticketzentrums Graz ersichtlich.

Weitere Informationen erhalten Sie auf www.ticketzentrum.at, den Webseiten von Oper Graz, Schauspielhaus Graz und Next Liberty oder via E-Mail unter tickets@ticketzentrum.at.

Das Ticketzentrum sowie die Häuser der Bühnen Graz wünschen Ihnen weiterhin beste Gesundheit und freuen sich, Besucherinnen und Besucher alsbald wieder wie gewohnt begrüßen zu dürfen. Bis dahin laden Oper Graz, Schauspielhaus Graz und Next Liberty ihr Publikum ein, mit ihnen über ihre digitalen Kanäle in Kontakt zu bleiben.

Denn ganz ohne Theater ist das Leben nur halb so schön!

_______________________________________________________________

WIESBADEN: Absage Internationale Maifestspiele 2020

Maifestspiele | Landeshauptstadt Wiesbaden

 Der Magistrat der Landeshauptstadt Wiesbaden hat am 7. April 2020 beschlossen die Internationalen Maifestspiele 2020 wegen der Corona-Pandemie abzusagen.
Das Hessische Staatstheater Wiesbaden plant zum nächstmöglichen Zeitpunkt ein »Maifestspiel-Special 2020« durchzuführen und hofft, nach dem 20. April 2020 mitteilen zu können, wann der Proben- und Vorstellungsbetrieb und wann das »Maifestspiel-Special« stattfinden können.

Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende: »Es schmerzt mich, dass momentan so viele Veranstaltungen, in die schon sehr viel Arbeit und Leidenschaft investiert worden sind, abgesagt werden müssen. Leider trifft dies nun auch die Maifestspiele, die ein jährlicher Höhepunkt im Wiesbadener Kulturkalender sind. Aber angesichts der Corona-Pandemie werden alle beteiligten Künstlerinnen und Künstler und das Publikum Verständnis für diese Entscheidung haben.«

Kulturdezernent Axel Imholz: »Als Kulturdezernent bedaure ich diese Entscheidung zutiefst, aber wir alle müssen entsprechend den allgemein geltenden Vorgaben verantwortungsvoll handeln. Mit der Absage der Spiele tun wir genau das. Die aktuellen Einschnitte sind mit großem Verzicht verbunden. Ich hoffe sehr, dass wir bald wieder schrittweise zurück zur Normalität finden können. Bis dahin bleibt uns die Vorfreude auf ein ›Maifestspiel- Special‹, dass es so noch nie gab.«

Intendant Uwe Eric Laufenberg: »Die momentane Schließung trifft uns am Hessischen Staatstheater Wiesbaden als Einrichtung mit all ihren Akteuren genauso hart wie unser Publikum. Wir leben Theater und können unseren Auftrag nicht erfüllen. Das schmerzt uns alle sehr. Gleichwohl sind wir dabei, unsere Überlegungen so anzupassen, dass der Spielbetrieb jederzeit mit angemessener Frist wiederaufgenommen werden kann. Auch den Monat Mai haben wir noch nicht ganz aufgegeben. Da aber zurzeit die Bekämpfung der Pandemie und damit auch Ihre persönliche Gesundheit absolute Priorität hat, bitten wir um Ihr Verständnis, dass eine Wiederaufnahme durch das Theater nicht selbst verfügt werden kann, auch wenn von manchen die Einschränkungen als zu hart empfunden werden. Die notwendigen Entscheidungen trifft ausschließlich die Politik gemeinsam mit ihren medizinischen Experten. Wir stehen zu jedem Zeitpunkt bereit unser Haus wieder zu eröffnen. Dazu bitten wir um Ihre Solidarität, um gemeinsam mit uns bald wieder zur Normalität zurückzukehren. Großartig wäre es, wenn Sie uns unterstützen könnten, indem Sie Ihre gekauften Karten in Gutscheine (3 Jahre gültig) tauschen, anstatt sie sich auszahlen zu lassen, und wir so nicht allzu lange auf ihren nächsten Besuch warten müssen.«

Umgang mit bereits gekauften oder reservierten Karten:

Bereits gekaufte Tickets können für Veranstaltungen rückerstattet oder gegen einen Gutschein umgetauscht werden. Versandkosten gelten als Fremdleistungen und werden nicht rückerstattet. Karteninhaber müssen sich nicht sofort für die Rückerstattung melden. Aufgrund des hohen Bearbeitungsaufkommens, kann eine Rückforderung bis Mitte Juni erfolgen. 
Alle Besucher*innen, die ohne Angabe persönlicher Daten oder per Kreditkarte bei uns gekauft haben, werden gebeten, sich an den Kartenservice zu wenden, bei dem sie die Karten gekauft haben. Das geht auch telefonisch unter Vorlage des Tickets bzw. Nennung der Auftragsnummer.

Wenn Sie als Gruppe gebucht haben, wenden Sie sich bitte wie gewohnt an das Gruppenbüro.

Abonnenten erhalten automatisch einen Umtauschschein für ihre Abonnementvorstellung, der bis Juli 2021 gültig und bei der Theaterkasse hinterlegt sein wird. Abonnenten können sich bei Fragen an das Abonnementbüro wenden.

Die Theaterkasse, das Abo-Büro und das Gruppenbüro sind nur telefonisch und per E-Mail erreichbar. 

Theaterkasse:

Abonnement-Büro:

  • Telefonisch Mo – Fr 10 – 17 Uhr unter der 0611-132-340
  • per E-Mail: abonnement@staatstheater-wiesbaden.de
  • ————————————————————————————————-

YOUTUBE-BESPRECHUNG: CAVALLERIA RUSTICANA aus 1940

Im April 1940 fand sich eine illustre Sängerriege zusammen, um gemeinsam mit dem Chor und dem Orchester des Teatro alla Scala, Milano, Pietro Mascagnis größten Opernerfolg einzuspielen. Der Komponist, 77 Jahre alt, dirigierte selbst.
So verfügen wir heute über ein Tondokument, daß uns Aufschluß über des Schöpfers Absichten gibt, bezüglich der Wahl der Tempi, der Dynamik…

II.
Eines vorweg: Diese, in ihrer Gesamtheit auf Youtube verfügbare Cavalleria rusticana ist mit ihren knapp 83 Minuten Spieldauer die langsamste, mir bekannte Einspielung. Allerdings eine, die ich nicht mehr missen möchte…

…Diese Einspielung, einst beim Label EMI auch auf CD erschienen, wäre es wert, wieder aufgelegt zu werden. Als Zeitdokument; und als Erinnerung daran, was uns Oper sein kann.
Buona Pasqua!

http://www.dermerker.com/index.cfm?objectid=B9EA4F20-7832-11EA-906A005056A64872

Thomas Prochazka / www.dermerker.com

__________________________________________________________

STUTTGART -BALLETT: MAYERLING am Osterwochenende – exclusiv für 24 Stunden

https://www.youtube.com/c/dasstuttgarterballett

_________________________________________________________________

Liebe Online-Merker-Reaktion

schön, dass sie immer noch durchhalten und sich für die Kultur einsetzen, nur was ist aus ihr geworden in den letzten 30 Jahren? Stimme mit dem aktuellen Kommentar einer Leserin von gestern überein. Die Krise ist eine Chance – aber nur wenn (ein Quote von FB) das geschieht.

Werden wir etwas lernen? Das Beispiel aus Füssen zeigt doch, wie viele noch den alten Prinzipien – Kunst nach Marktprinzipien zu präsentieren – verhaftet sind. Man setzt auf Event, was nie das Ziel König Ludwigs II war. Liest man seinen Briefwechsel mit Cosima Wagner, erleben wir einen Visionär, ganz auf der Wellenlänge Richard Wagners. Diese Musical-Events waren sicherlich nicht sein Ziel und nun noch ein Musical basierend auf dem Ring. Diese Aktionen spiegeln nicht Ludwigs Geisteshaltung wieder und zeigen wie wenig Wagners Werke aktuell verstanden werden. Wir werden sehen, wie weit man dort zukünftig kommen wird mit Prinzipien einer Gesellschaft, die nun hinterfragt werden müssen. Der aktuelle Mensch hat sich über alles gestellt, versucht das Dasein auf Gewinn zu trimmen, gefangen in einer eindimensionalen Lebensphilosophie.  Der heutige Mensch sucht oft das Vergnügen ohne das Glück, das Glück ohne das Wissen und das Wissen ohne die Weisheit.

Midou Grossmann

______________________________________________________________

«ZWISCHENSPIEL» EIN PODCAST AUS DEM OPERNHAUS ZÜRICH

AB SOFORT IST DAS OPERNHAUS IMMER MONTAGS UND DONNERSTAGS AUF SENDUNG

Der Corona-Virus hat die Kulturlandschaft lahmgelegt. Auch das Opernhaus Zürich ist seit dem 13. März geschlossen. Die offenen Fragen und das Bedürfnis nach Begegnung häufen sich. Aus diesem Grund öffnet sich der Vorhang ab sofort immer montags und donnerstags digital. Mit «Zwischenspiel» informiert das Opernhaus Zürich in Form eines aktuellen und eigens produzierten Audio-Podcasts.
«Zwischenspiel» präsentiert Gespräche, Musik, Hintergrundinformationen und bietet ein Forum für all die Fragen, die sich rund um diese aussergewöhnliche Situation stellen. Im Mittelpunkt der Sendung stehen Menschen, die am Opernhaus Verantwortung tragen, immer noch arbeiten oder zu Hause sind, weil sie nicht mehr arbeiten können. «Zwischenspiel» nimmt sich Zeit für Menschen, die bewegen und den Horizont erweitern: aktuell, persönlich und unterhaltend. Der Podcast bietet die Möglichkeit Künstlerinnen und Künstlern zu begegnen, die dem Haus eng verbunden sind und ist für alle, die sich für Kunst, Oper, Ballett und klassische Musik interessieren.

Den Auftakt mit der 1. Folge macht der Intendant des Hauses Andreas Homoki. Im Gespräch mit dem Chefdramaturgen Claus Spahn berichtet er davon, wie es sich für einen eingefleischten Theatermacher anfühlt, wenn sich der Vorhang nicht mehr öffnet. Er spricht darüber, wie es für Opern- und Theaterhäuser weitergehen kann und ob die Kulturlandschaft eine andere sein wird. Die Folge ist ab sofort hier www.opernhaus.ch/podcast abrufbar.

Die 2. Folge erscheint am Donnerstag, 9. April. Zu Gast ist Annette Dasch, die «Csárdásfürstin» in der Neuproduktion des Opernhauses, die Anfang April hätte Premiere feiern sollen. Die Sopranistin erzählt vom Homeoffice einer Sängerin, wie sich das Leben ohne Bühne anfühlt, ob man Zukunftsängste und zwei kleine Kinder bändigen kann und warum Emmerich Kálmáns Operette «Die Csárdásfürstin» genau das richtige Stück für eine Katastrophe ist.

In der 3. Folge, die am Ostermontag, 13. April, auf Sendung geht ist Christian Spuck zu Gast. Der Ballettdirektor und Chefchoreograf berichtet von leeren Ballettsälen, von seinen Tänzerinnen und Tänzern, die sich in den eigenen vier Wänden fit halten, von seiner Verantwortung und wie er diese wahrnimmt.

Weitere Informationen und sämtliche Ausgaben von «Zwischenspiel» finden Sie hier: www.opernhaus.ch/podcast 

___________________________________________________________________

STREAMS: AUCH DAS DEUTSCHE THEATER BERLIN IST DABEI:

Donnerstag, den 9. April 2020 um 18 Uhr (verfügbar bis 10. April, 12 Uhr)
Philotas
von Gotthold Ephraim Lessing,
Regie: Friedo Solter

Ulrich Mühe, Volkmar Kleinert in „Philotas“ © Wolfhardt Theile
Ein junger Prinz. Der erste Krieg. Die Lust aufs Abenteuer, der eigene Ehrgeiz, die Gier nach Ruhm und Bedeutung. Umso stärker verzweifelt Philotas an seiner schnellen Gefangennahme. Kaum verwundet. Dann erfährt er, dass sein Vater den Sohn des feindlichen Königs festgesetzt hat. Nun wäre der Weg frei zum wechselseitigen Austausch. Doch Philotas tötet sich – um seinem Vater in dem Konflikt einen Vorteil zu verschaffen.

Lessings Einakter aus dem Jahr 1759 wird heutzutage vergleichsweise selten gespielt. Friedo Solter inszenierte ihn im Oktober 1987 auf der Bühne des Deutschen Theaters, mit Ulrich Mühe in der Titelrolle, Dieter Montag, Volkmar Kleinert und Horst Manz. „Wahrhaft glanzvoll“ (Neues Deutschland).

Die Inszenierung feierte am 6. Oktober 1987 Premiere im Deutschen Theater.
Eine Fernsehproduktion des DDR Fernsehen

Regie Friedo Solter Bühne Hans-Jürgen Nikulka Kostüme Christine Stromberg Musik Reiner Bredemeyer
Mit Horst Manz (Parmenio), Dieter Montag (Aridäus), Ulrich Mühe (Philotas), Volkmar Kleinert (Strato)

Am Dienstag, den 14. April 2020 um 18 Uhr (verfügbar bis 15. April, 12 Uhr)
Marat/Sade
von Peter Weiss,
Regie: Stefan Pucher

Daniel Hoevels in „Marat/Sade“ © Arno Declair
Zu welchen Extremen sich der Individualismus entwickelt und wie radikal sich damit die Frage der gesellschaftlichen, politischen und religiösen Zugehörigkeit stellt, hatte Peter Weiss als 1965 sein Stück Marat/Sade uraufgeführt wurde, kaum ahnen können. Doch nicht nur das Spannungsfeld zwischen Individualismus und politischer Bewegung beschäftigt ihn, auch das Verhältnis zur Gewalt. Sein Marquis de Sade, Namenspatron des „Sadismus“, tut sich mit der realen Anwendung von Gewalt schwerer als der Ideologe Jean Paul Marat, Wortführer der französischen Revolution. Das Spektrum der Gewaltformen umfasst dabei nicht nur Staatsterrorismus, Säuberungen, Kriege und Folter, sondern auch die Gewalt der Straße. Was zu der vielleicht aktuellsten Frage führt, die Peter Weiss, der am 8. November 2016 hundert Jahre alt geworden wäre, mit seinem Stück stellt: Wer ist das Volk? Welches Maß an Mündigkeit ist ihm zuzutrauen, welche Gefahren der Manipulation und des Rückfalls in Barbarei bestehen? Und in welchem Dilemma zwischen Fortschritt und Rückschritt steht damit die Demokratie?

Eine Kooperation mit der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ Berlin

Die Premiere fand am 27. November 2016 im Deutsches Theater statt.

Regie Stefan Pucher Bühne Barbara Ehnes Kostüme Annabelle Witt Musik Christopher Uhe Video Meika Dresenkamp Künstlerische Leitung des Chors Christine Groß Coaching Puppen Hans-Jochen Menzel Dramaturgie John von Düffel Licht Matthias Vogel

Mit: Felix Goeser (Marquis de Sade), Daniel Hoevels (Jean Paul Marat), Michael Goldberg (Simonne Evrard, seine Frau), Katrin Wichmann (Charlotte Corday), Bernd Moss (Duperret, Liebhaber Cordays), Benjamin Lillie (Jacques Roux, ehemaliger Priester), Anita Vulesica (Ausrufer / Direktor Coulmier) Chikara Aoshima, Michael Mühlhaus (Musiker), Tabitha Frehner, Johanna Meinhard, Viktor Nilsson, Johannes Nussbaum, Thomas Prenn, Mascha Schneider, Alexander Stürmer, Victor Tahal, Sonja Viegener, Juno Zobel (Chor)

Am Donnerstag, den 16. April 2020 um 18 Uhr (verfügbar bis 17. April, 12 Uhr)
Die Weber
von Gerhart Hauptmann,
Regie: Michael Thalheimer

Sven Lehmann, Moritz Grove, Gabriele Heinz, Ingo Hülsmann, Friedrich Fuchs, Peter Moltzen, Markus Graf, Elias Arens © Arno Declair
Hauptmanns im schlesischen Dialekt geschriebene Schauspiel behandelt den Weberaufstand von 1844. Durch mechanische Webstühle und billig importierte Baumwolle sind die Arbeitslöhne gefallen, ist die Arbeitslosigkeit und Armut unter den Webern gestiegen. Der Fabrikant Dreißiger und sein Angestellter Pfeiffer wollen die Löhne noch weiter drücken und haben zudem kein Verständnis für die Klagen ihrer Arbeiter, was zur Revolte führt. Der Aufstand der Weber ist ein Akt der Notwehr, der Hunger treibt die Arbeiter zur Gegenwehr, die Verzweiflung zur Gewalt: Sie plündern die Villa Dreißigers, vertreiben die Bewohner, ziehen demonstrierend durch die Straßen. Schließlich wird Militär gegen sie eingesetzt, Schüsse fallen, der hilflosen Gewalt der Weber wird mit scharfen Waffen geantwortet.

Die Inszenierung feierte am 20. Januar 2011 Premiere im Deutschen Theater.
Ausgezeichnet mit dem Nestroypreis und Wiener Theaterpreis als Beste deutschsprachige Aufführung
Eine Fernsehproduktion des ZDF

Regie Michael Thalheimer Bühne Olaf Altmann Kostüme Michaela Barth Musik Bert Wrede Dramaturgie Sonja Anders

Mit: Peter Moltzen (Bäcker), Norman Hacker (Moritz Jäger), Harald Baumgartner (Der alte Baumert), Katrin Wichmann (Mutter Baumert / Luise, Gottlieb Hilses Frau), Claudia Eisinger (Bertha Baumert / Mielchen, Gottlieb Hilses Tochter), Michael Gerber (Der alte Ansorge) Gabriele Heinz (Frau Heinrich / Frau Hilse), Jürgen Huth (Der alte Hilse), Christoph Franken (Gottlieb Hilse / Kutsche, Gendarm), Elias Arens (Reimann), Markus Graf (Heiber), Ingo Hülsmann (Dreißiger, Parchentfabrikant), Isabel Schosnig (Frau Dreißiger), Moritz Grove (Pfeifer, Expedient / Ein Reisender), Horst Lebinsky (Pastor Kittelhaus), Bernd Stempel (Heide, Polizeiverwalter / Welzel, Gastwirt), Paul Schröder (Hornig, Lumpensammler), Michael Schweighöfer (Wittig, Schmied), Friedrich Fuchs / Maurice Milcke (Ein Kind)
______________________________________________________________

KLASSIK-FESTIVAL SCHLOSS KIRCHSTETTEN

Viele fragen sich wahrscheinlich gerade: „Wie steht es um die heurige Opernproduktion, wie um die Konzerte? Was ist mit dem heurigen Festival? …“
Grundsätzlich sind wir gut im Zeitplan, aktuell laufen unsere Festival-Detailplanungen.

Der Kartenvorverkauf lief bis Mitte März hervorragend. 30.000 Stück Festival-Programme

liegen fix fertig gedruckt zur Verteilung in unserem Lager….

Augenblicklich beobachten wir natürlich sehr genau die Entwicklungen der Corona-Pandemie und die damit verbundenen Einschränkungen. Aus diesem Grund haben wir zwei Zeitpunkte definiert, wo wir spätestens entscheiden werden, wie wir mit den jeweiligen Programmpunkten des heurigen Festivals verfahren werden.

Bitte lesen Sie dazu die Informationen auf unserer Homepage!

Uns bleibt momentan nur Ihnen ein frohes und „außergewöhnliches“ Osterfest zu wünschen.
______________________________________________________________________

INSTAG(K)RAMEREIEN – gefunden von Fritz Krammer

Schiffe und Yachten finden sich endlos in Mietanzeigen. Auch da wird das Sommer Geschäft schwach werden

ZU INSTAGRAM

Auch zu mieten, heuer sicher ein Schnäppchen! Bloß, wohin abheben?


ZU INSTAGRAM

Oder darf es ein Luxus-Hubschrauber sein?

ZU INSTAGRAM

All der Luxus wartet auf Abnehmer! Schlagen Sie zu, im nächsten Jahr soll ein gewaltiger Boom ins Haus stehen – wie immer nach Krisen!


ZU INSTAGRAM

___________________________________________________________________________

ORF : „Mr. Song Contest proudly presents – Der ‚kleine‘ Song Contest“ am 14., 16. und 18. April in ORF 1

Auch online und im ORF TELETEXT =

Wien (OTS) – 41 Acts aus 41 Ländern – ORF 1 bietet am 14., 16. und 18. April 2020 jeweils um 20.15 Uhr allen Acts des ESC 2020 die große TV-Bühne. Bei „Mr. Song Contest proudly presents – Der ‚kleine‘ Song Contest“ präsentiert Andi Knoll die offiziellen Videos der Eurovision-Künstlerinnen und -Künstler – Jury- und Publikumsvoting inklusive.

Der „kleine“ Song Contest online und im ORF TELETEXT:

Song-Contest-Fans können selbstverständlich auch bei Andi Knolls „Der kleine Song Contest“ via Teletwitter live mitkommentieren, denn der ORF TELETEXT bietet wieder sein bereits bewährtes Service: Auf Twitter (Hashtag #ESCORF) gepostete Kommentare können optional während der Sendungen am Fernsehgerät eingeblendet werden. Die von der Teletext-Redaktion ausgewählten Tweets – zum Beispiel besonders witzige oder originelle – können über Seite 780 am unteren Bildschirmrand – ähnlich wie Untertitel – aufgerufen werden. Fans können dann gleichzeitig die Sendung weiter mitverfolgen und die Tweets lesen. Auf ORF-TELETEXT-Seite 781 gibt es genaue Erläuterungen zum Teletwitter-Service.

ORF.at begleitet den „kleinen“ Song Contest im Rahmen der aktuellen Berichterstattung. Auf der ORF-TVthek werden alle drei Sendungen als Live-Stream und als Video-on-Demand angeboten, im Videoarchiv „Österreich beim Song Contest“ können Fans zudem ihrer Nostalgie frönen und die österreichischen Auftritte der vergangenen Jahrzehnte „nachsehen“.

„Mr. Song Contest proudly presents – Der ‚kleine‘ Song Contest“:

Andi Knoll präsentiert die ESC-Video-Edition-Challenge mit den offiziellen Musikvideos der 41 ESC-Nationen: „Nachdem die EBU ja bestimmt hat, dass nächstes Jahr zwar die geplanten Interpretinnen und Interpreten antreten dürfen, aber nur mit neuen Songs, wäre es doch schade, wenn die Lieder von heuer alle im Mistkübel der Musikgeschichte landen. Also bei manchen mehr und bei manchen weniger, und da sind wir ja bei einem weiteren Grund, warum man den ESC nicht ausfallen lassen darf. Es ist eine einzigartige Mischung aus Live- und Videoversion. Es wird sehr abwechslungsreich und endlich darf man mal für Österreich abstimmen!“ Die Lieder werden jeweils von einer eigens produzierten TV-Postkarte, in der die Künstlerinnen und Künstler sowie die einzelnen Länder und ihre vergangenen ESC-Highlights dem Publikum vorgestellt werden, eingeleitet.

Das Voting zum „kleinen“ Song Contest

Zehn ehemalige Song-Contest-Künstler/innen aus Österreich bewerten jedes Lied individuell – in Anlehnung an das internationale ESC-Voting – mit bis zu 12 Punkten (0, 1, 2, 3, 4, 5, 6, 8, 10 oder 12 Punkte), wobei jedes Jurymitglied mehrfach die gleiche Punkteanzahl an unterschiedliche Länder vergeben kann. Für jedes Land werden die Punkte addiert und am Ende jeder Sendung steht ein Jurysieger (mit den meisten Gesamtpunkten) fest. Unter den drei Jurysiegern der drei Abende entscheiden die Zuschauerinnen und Zuschauer anschließend an die dritte Ausgabe am 18. April mittels Publikumsvoting, wer den „kleinen“ Song Contest“ gewinnt.

Die Jury des „kleinen“ Song Contest:

Waterloo (vertrat Österreich 1976 gemeinsam mit Robinson mit „My Little World“) Simone (vertrat Österreich 1990 mit „Keine Mauern mehr“) Petra Frey (vertrat Österreich 1994 mit „Für den Frieden der Welt“) Manuel Ortega (vertrat Österreich 2002 mit „Say a Word“) Alf Poier (vertrat Österreich 2003 mit „Weil der Mensch zählt“) Eric Papilaya (vertrat Österreich 2007 mit „Get a Life – Get Alive“) Nadine Beiler (vertrat Österreich 2011 mit „The Secret Is Love“) Conchita (gewann 2014 mit „Rise Like a Phoenix“) ZOE (vertrat Österreich 2016 mit „Loin d’ici“) Cesár Sampson (vertrat Österreich 2018 mit „Nobody but You“)

Die Sendetermine von „Mr. Song Contest proudly presents – Der ‚kleine‘ Song Contest“:

  1. April, 20.15 Uhr, ORF 1: Sendung 1 mit den Videos aus 14 Nationen 16. April, 20.15 Uhr, ORF 1: Sendung 2 mit den
    Videos aus 14 Nationen 18. April, 20.15 Uhr, ORF 1: Sendung 3 mit den Videos aus 13 Nationen und anschließend das Publikumsvoting mit den drei Jurysiegern
    _____________________________________________________________
    Stuttgart: Vereinsvermögen der aufgelösten Noverre-Gesellschaft kommt bedürftigten TänzerInnen zugute

    Vermögen der Noverre-Gesellschaft kommt bedürftigen TänzerInnen zugute
    Walter Erich Schäfer, John Cranko und Fritz Höver, © Gundel Kilian

    Nachdem die Auflösung der Noverre-Gesellschaft nun offiziell abgeschlossen wurde – pünktlich zum fünfjährigen Todestag Fritz Hövers – wird das verbleibende Vereinsvermögen (ein fünfstelliger Euro-Betrag) in Zukunft bedürftigen TänzerInnen zugutekommen.

    ______________________________________________________

 

 

Diese Seite drucken