Online Merker Logo

Die internationale Kulturplattform

INFOS DES TAGES (MITTWOCH, 7. NOVEMBER 2018)

07.11.2018 | Aktuelles

INFOS DES TAGES (MITTWOCH, 7. NOVEMBER 2018)

OPER GRAZ: „Salome“ kehrt an die Oper Graz zurück! Premiere am Samstag, 10. November

Zwischen entfesselten Leidenschaften, rauschhaften Rhythmen, ekstatischen Klängen aus der Tiefe und dem feinen psychologischen Spiel hinein in seelische Abgründe changiert Strauss’ Meisterwerk, das seit der skandalumwobenen österreichischen Erstaufführung einen unvergleichbaren Platz in der Grazer Musikgeschichte einnimmt. Nach ihrem großen Erfolg als Grete in „Der ferne Klang“ kehrt Johanni van Oostrum zurück an die Oper Graz, um der Königstochter Salome neues Leben einzuhauchen. In Szene gesetzt wird Strauss‘ Meisterwerk von Florentine Klepper, die nach „Der ferne Klang“ und „Norma“ ebenfalls ans Grazer Opernhaus zurück kehrt.
Oksana Lyniv wird gewissermaßen in Strauss‘ Fußstapfen treten, der die österreichische Erstaufführung 1906 an der Oper Graz selbst dirigierte, und am Pulte der Grazer Philharmoniker stehen. 
Premiere am 10. November 2018, 19.30 Uhr
 
Richard Strauss‘ Meisterwerk kehrt zurück nach Graz
__________________________________________________________________

OPER HALLE: Regie-Star Tobias Kratzer inszeniert an der Oper Halle: Doppelabend: Bastien und Bastienne / Eine florentinische Tragödie  (von W.A. Mozart und Alexander Zemlinsky )

Premiere des Doppelabends BASTIEN UND BASTIENNE / EINE FLORENTINISCHE TRAGÖDIE von W.A. Mozart und Alexander Zemlinsky am Samstag, den 24. November 2018 um 19:30 Uhr in die Oper Halle. Regie-Star Tobias Kratzer inszeniert die selten gespielte erste Oper des 12-jährigen Mozarts und das spätromantische Meisterwerk Alexander Zemlinskys nach einem Fragment von Oscar Wilde. Christopher Sprenger dirigiert die Staatskapelle Halle, die an diesem Abend ihre Wandlungsfähigkeit von Frühklassik bis Spätromantik unter Beweis stellt. 

Die beiden Werke zu einem Doppelabend zu verbinden, ist ein Wunschprojekt des Regisseurs Tobias Kratzer für die Oper Halle, der in den vergangenen Jahren als einer der bemerkenswertesten deutschen Opernregisseure Aufsehen erregt hat. Kratzer wurde soeben mit dem Deutschen Theaterpreis DER FAUST in der Kategorie „Regie Musiktheater“ ausgezeichnet und in der Saisonbilanz der Deutschen Bühne zum Regisseur des Jahres gewählt. 

Die kommenden Bayreuther Festspiele werden mit seiner Inszenierung von Wagners Tannhäuser eröffnet.
__________________________________________________________________

STAATSOPER STUTTGART: PREMIERE Sergej Prokofjew “ DIE LIEBE ZU DEN DREI ORANGEN“ – Sonntag, 02. Dezember 2018, 18 Uhr

Weitere Vorstellungen 05. / 14. / 17. / 19. Dezember 2018 04. / 11. Januar 2019 09. / 14. / 22. April 2019

Bildergebnis für Stuttgart die liebe zu den drei orangen
Regisseur Axel Ranisch. Foto: Youtube

Musikalische Leitung Alejo Pérez / Christopher Schmitz (19.12.2018)
Regie Axel Ranisch
Bühne Saskia Wunsch
Kostüme Bettina Werner, Claudia Irro
Licht Reinhard Traub
Dramaturgie Ingo Gerlach
Video Till Nowak
Chor Manuel Pujol

Der Kreuz-König / Der Herold Goran Jurić
Der Prinz Elmar Gilbertsson / Kai Kluge
Prinzessin Clarice Stine Marie Fischer
Leander Shigeo Ishino
Truffaldino Daniel Kluge
Pantalone Johannes Kammler / Dominic Große
Der Zauberer Celio Michael Ebbecke
Fata Morgana Carole Wilson
Linetta Aytaj Shikhalizade Nicoletta / Smeraldina
Fiorella Hincapié* Ninetta Esther Dierkes
Die Köchin / Farfarello Matthew Anchel
Der Zeremonienmeister Christopher Sokolowski

Staatsopernchor Stuttgart Staatsorchester Stuttgart Statisterie der Staatsoper

Worüber lachst Du? Axel Ranisch inszeniert Die Liebe zu drei Orangen von Sergej Prokofiew als Familienoper, Alejo Pérez dirigiert

Am Sonntag, 02. Dezember 2018, feiert Sergej Prokofjews Die Liebe zu drei Orangen Premiere im Stuttgarter Opernhaus. Der junge Berliner Filmemacher, Tatort-, Löwenzahn-, Theater- und Opernregisseur Axel Ranisch wird die skurrile Märchenoper für die ganze Familie in deutscher Sprache in Szene setzen. Die Musikalische Leitung übernimmt Alejo Pérez. Der argentinische Dirigent war jüngst in Stuttgart bei Cherubinis Medea am Pult des Staatsorchesters zu Gast und wird ab der Spielzeit 2019/20 Generalmusikdirektor der Flämischen Oper Gent / Antwerpen. Prokofjews Oper handelt von einem Prinzen, der nicht lachen kann. Er wird schließlich zwar geheilt, gleichzeitig aber auch dazu verdammt, sich in drei Orangen zu verlieben. Im Mittelpunkt der Neuproduktion stehen der Staatsopernchor Stuttgart sowie die Sängerinnen und Sänger des Stuttgarter Solistenensembles: So sind unter anderem die neuen Ensemblemitglieder Goran Jurić als Kreuz-König / Herold und Johannes Kammler als Pantalone zu erleben. Stine Marie Fischer singt erstmals Prinzessin Clarice. Aytaj Shikhalizade, Fiorella Hincapié und Esther Dierkes geben ihre Debüts als verzauberte Prinzessinnen Linetta, Nicoletta und Ninetta. Neu zum Ensemble gehört auch der isländische Tenor Elmar Gilbertsson, der alternierend mit Ensemblemitglied Kai Kluge den Prinzen verkörpert und sich mit Truffaldino – interpretiert von Ensemblemitglied Daniel Kluge – auf die abenteuerliche Suche nach den drei Orangen begibt. Für Axel Ranisch und sein Team steht bei dieser vorweihnachtlichen Neuproduktion die Lust am Erzählen, am Märchenhaften und am Überraschenden im Vordergrund. Der Regisseur setzt dabei nicht nur auf seine eigene Fabulierkunst, sondern gibt gemäß seiner eigenen künstlerischen Biografie auch der Video- und Computerspielästhetik Raum, um Die Liebe zu drei Orangen als unterhaltsame, komische, melancholische und märchenhafte Produktion für die ganze Familie auf die Bühne zu bringen.

Hinweis Am Samstag, 17. November 2018, laden Regisseur Axel Ranisch und das Sängerensemble interessierte Opernbesucherinnen und –besucher zu einer öffentlichen Probe von 9.45 bis 11.30 Uhr ins Opernhaus ein. Die Probe findet mit Klavierbegleitung statt. Im Anschluss an die Probe findet ein Publikumsgespräch im Foyer I. Rang statt. Der Eintritt zur öffentlichen Probe ist frei. Kostenlose Platzkarten sind ab sofort an der Theaterkasse (Theaterpassage) oder unmittelbar vor der öffentlichen Probe an der Veranstaltungskasse im Opernhaus erhältlich.

_________________________________________________________________

WIEN/ Theater an der Wien/ „Hölle“: „IM SCHATTEN DER VENUS“ von Georg Wacks. Produktionsfotos online!


Christoph Wagner-Trenkwitz. Copyright: Barbara Zeininger

Mehr als 40 Fotos aus dieser Produktion, die am 6.11. Premiere hatte, sind im Album

„Barbara Zeininger/ Musiktheater 15“ abrufbar!
__________________________________________________________________

WIEN/ KAMMERSPIELE DER JOSEFSTADT: „ACHT FRAUEN“ – Kriminalkomödie von Robert Thomas. Premiere am 8.11.2018

Jetzt gibt es keine Zweifel mehr. Der Mörder ist unter uns.
Susanne


Sandra Cervik, Marianne Nentwich, Silvia Meisterle, Swintha Gersthofer, Alla Maimanee, Isabella Gregor, Pauline Knof, Susa Meyer. Copyright: Barbara Zeininger

Auf einem abgelegenen Landsitz kommt die Familie zusammen, um die Weihnachtsfeiertage miteinander zu verbringen. Die feierliche Stimmung findet jedoch ein jähes Ende, als der einzige Mann im Haus tot – mit einem Messer im Rücken – aufgefunden wird. Alsbald müssen die acht Frauen auch noch feststellen, dass sie von der Außenwelt vollkommen abgeschnitten sind. So bleibt nur mehr die eine Vermutung: die Mörderin weilt noch unter ihnen. Alle acht Damen scheinen nämlich ein Motiv, aber keinerlei Alibi zu haben – die Folge ist ein aberwitziges Versteckspiel aus Beschuldigungen, Heimlichkeiten und Lügen.

Die Kriminalkomödie Acht Frauen wurde im Jahr 1961 am Théâtre Edouard VII in Paris erfolgreich zur Uraufführung gebracht und zählt mittlerweile zu den meistgespielten Stücken in Europa. 2002 nahm sich der Regisseur François Ozon des spannungsgeladenen Theaterstoffes an und brachte den irrwitzigen Krimi mit einem hochkarätigen Frauenensemble, darunter Catherine Deneuve und Isabelle Huppert, auf die Leinwand. Der Kinofilm wurde u. a. mit einem Silbernen Bären und dem Europäischen Filmpreis ausgezeichnet.


Pauline Knof, Sandra Cervik. Copyright: Barbara Zeininger

Ich liebe das lustige Durcheinander, das Publikum zum Lachen und gleichzeitig zum Zittern zu bringen.
Robert Thomas

___________________________________________________________________

Köln: Der Ludwig-Mülheims-Theaterpreis 2018 geht nach Österreich – an Ferdinand Schmalz

Von Dr. Egon Schlesinger

Das Erzbistum Köln vergibt seit 1991 jährlich den Ludwig-Mülheims-Theaterpreis, dessen Nachlass das Erzbistum verwaltet. Der Preis soll die Begegnung zwischen zeitgenössischer Theaterlandschaft, Autoren und Religion fördern. In diesem Jahr erhielt der österreichische Dramatiker Ferdinand Schmalz den mit 25.000 € dotierten Preis.

Ihre Wahl begründete die hochkarätige Jury damit, „dass der Theaterautor mühelos und voller Sprachlust Oberfläche und Tiefe des Daseins verbinde, und mit seiner Adaptation des Jedermann von Hugo von Hoffmannsthal reisse er das große, parabelhafte Mysterienspiel in eine verblüffend schlüssige Heutigkeit“.


Ferdinand Schmalz mit seiner Laudatorin Friederike Emmerling (S. Fischer Theater Verlag). Foto: Andrea Matzker

Friederike Emmerling vom S. Fischer Theater Verlag, die in Vertretung von Karin Bergmann, der künstlerischen Direktorin des Burgtheaters, die Laudatio hielt, hob dessen Schreibstil hervor: „Freudig offeriert er uns klug die fettesten Metaphern und theoriegetränkten Kalauer in einer Sprache prall wie Würstel und wie Zuckerwatte berauschend zart.

In seiner Dankesrede bedankte sich der Autor symbolisch bei der nicht anwesenden Direktorin des Burgtheaters dafür, dass sie ihm mit der Überarbeitung des „Jedermann (stirbt)“ ein Stück vom „Heiligtum Salzburg“ anvertraut hatte.

_____________________________________________________________________________

WIENER VOLKSOPERFREUNDE: ÄNDERUNGEN BEI DEN NÄCHSTEN TERMINEN

Freitag, 9.November: VOF-Soirée – Buch-Präsentation „Ihre Dienste werden nicht mehr benötigt“. Aus der Volksoper vertrieben – Künstlerschicksale 1938“ von Bestseller-Autorin Marie-Theres Arnbom – Café Schopenhauer, Staudgasse 1, 1180 Wien, 1180 Wien. Eintritt frei, Änderung: ACHTUNG: Beginn: 16:30 !!!!
Freitag, 14.Dezember: VOF-Soirée mit Überraschungsgast, Cafe Schopenhauer, Staudgasse 1, 1180 Wien, Beginn: 16:30‚Uhr

Sonntag, 25. November: Künstlerporträt mit Sigrid Hauser (anlässlich Premiere „Die Csárdásfürstin“) – Matinée 11:00 Uhr

Sonntag, 9. Dezember: Künstlerporträt mit Daniel Schmutzhard (anlässlich Premiere „Zar und Zimmermann“) – Matinée 11:00 Uhr
Beide Sonntags-Matinéen jeweils in der Gesellschaft für Musiktheater, Türkenstraße 19, 1090 Wien
Große Stiege links – Lift (Ausstieg 2); Karten: € 15.- (Mitglieder), € 25.- (Nicht-Mitglieder), € 25.- gilt dann als Eintritt für alle Monats-Veranstaltungen der Gesellschaft für Musiktheater)
Kartenreservierung: Tel: (01) 317 06 99 – 0; Fax: 310 82 92 – 3;
e-mail: musiktheater@iti-arte.at oder volksopernfreunde@outlook.com

ACHTUNG ÄNDERUNG!!!
Samstag, 8.Dezember – Adventkonzert der Wiener Volksopernfreunde: „In dulci jubilo“ – Choristen und Choristinnen der Volksoper Wien zeigen ihr Können.
Musikalische Leitung: Felix Lemke.
Das Konzert findet diesmal wegen Unfall von Frau Kreuzer nicht im Lehárschlössel statt, neuer Ort wird noch rechtzeitig bekanntgeben!!!
Karten: € 20.- Mitglieder; € 25.- Nicht-Mitglieder, Beginn: 18:00 Uhr
Reservierung: Telefonisch: 01 31 85 416 (Frau Kreuzer) oder per e-mail: volkopernfreunde@outlook.com
Vielleicht ist ja auch für Sie etwas dabei!

Mit musikalischen Grüßen
Der Vorstand der Wiener Volksopernfreunde
________________________________________________________________

OPER FRANKFURT: „ZUM ROSSINI-JAHR 2018“ – ERSTE SOIREE DES OPERNSTUDIOS DER SPIELZEIT 2018/19


Julia Moorman (Sopran), Anatolii Suprun (Bass), Bianca Andrew (Mezzosopran), Michael Petruccelli (Tenor), Iain MacNeil (Bariton), Kelsey Lauritano (Mezzosopran / wirkt bei der Soiree leider nicht mit), Jaeil Kim (Tenor) und Florina Ilie (Sopran). Copyright: Wolfgang Runkel

Anlässlich der ersten Soiree des Opernstudios der Spielzeit 2018/19 am

Montag, dem 12. November 2018, um 20.00 Uhr im Holzfoyer

präsentieren die derzeitigen Stipendiaten der Oper Frankfurt unter dem Motto „Zum Rossini-Jahr 2018“ ein Programm mit Ausschnitten aus Werken des italienischen Komponisten. Am Vorabend seines 150. Todestages erklingen dann neben Arien aus den Opern Il barbiere di Siviglia und La Cenerentola auch Lieder des „Schwans von Pesaro“. Die Petite Messe solonnelle als wichtigstes geistliches Werk aus Rossinis letzten Lebensjahrzehnten bildet den zweiten Teil des Abends. Dank ihrer ungewöhnlichen Besetzung für Singstimme, Klavier und Harmonium erklingen die ausgewählten Ausschnitte in der Originalbesetzung von Rossinis erster Fassung.

Zu den Mitwirkenden gehören die Sopranistinnen Florina Ilie aus Rumänien und Julia Moorman aus den USA sowie die neuseeländische Mezzosopranistin Bianca Andrew. Die Herren sind vertreten durch die Tenöre Jaeil Kim aus Südkorea und Michael Petruccelli aus Australien sowie den kanadischen Bariton Iain MacNeil und den aus der Ukraine stammenden Bass Anatolii Suprun. Am Klavier bzw. Harmonium werden die Nachwuchskünstler von dem italienischen Solorepetitor Felice Venanzoni und dessen polnischem Kollegen Michał Goławski begleitet. Die Moderation übernimmt Dramaturgin Deborah Einspieler.

Karten zum Preis von € 15 / ermäßigt € 7,50 (12,5% Vorverkaufsgebühr nur im externen Vorverkauf) sind bei den üblichen Vorverkaufsstellen, online unter www.oper-frankfurt.de oder im telefonischen Vorverkauf 069 – 212 49 49 4 erhältlich.

Eine weitere Soiree des Opernstudios in dieser Saison findet am 9. April 2019 statt.

Hier noch einige Informationen zum Opernstudio der Oper Frankfurt:
Der Schritt von der Hochschule auf die professionelle Opernbühne stellt eine der schwierigsten Hürden in der Karriere eines jeden Sängers dar. Als ein wichtiges Instrument der Nachwuchsförderung bietet das Opernstudio hochtalentierten Absolventen von Hochschulen und Akademien die einmalige Gelegenheit, Leben und Arbeiten in einem bedeutenden Opernhaus unmittelbar kennen zu lernen und gleichzeitig durch weiterführenden Unterricht die Ausbildung zu vervollkommnen. Auch für die Oper Frankfurt zahlt sich die Arbeit aus: Das Opernstudio ermöglicht das Heranbilden von hochqualifiziertem Nachwuchs.

Durch die Gründung des Opernstudios – 2008 ermöglicht durch die Deutsche Bank Stiftung, die Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt am Main und den Frankfurter Patronatsverein, Sektion Oper – kann die Oper Frankfurt dauerhaft ihrer Rolle als führendes Opernhaus mit kulturellem Verantwortungsbewusstsein gerecht werden und sich der internationalen Nachwuchsförderung verpflichten. Das Zusammenbringen von Gesangstalenten verschiedener Kulturen reflektiert zudem die Internationalität der Rhein-Main-Metropole!
______________________________________________________________

OSNABRÜCK: Ralf Waldschmidt beendet Osnabrücker Intendanz im Sommer 2021

Ralf Waldschmidt hat den Verantwortlichen der Stadt Osnabrück und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Theaters Osnabrück mitgeteilt, dass er nach dem Ende seiner aktuellen Vertragszeit im Sommer 2021 die Theaterarbeit in Osnabrück beenden wird. Waldschmidt wird dann zehn Jahre lang das Theater Osnabrück künstlerisch geleitet haben.

Ralf Waldschmidt: „Nach einem Jahrzehnt Theaterarbeit für dieses Haus schließt sich für mich ein Kreis. Ich war und bin immer noch sehr glücklich und dankbar, mit einem engagierten und tollen Team dieses Theater leiten zu dürfen, und ich habe noch viele spannende Pläne für die verbleibenden zweieinhalb Jahre. Auf das Theater Osnabrück kommen nicht zuletzt durch die anstehende Sanierung mittelfristig große Aufgaben zu. Durch meine Entscheidung zum jetzigen Zeitpunkt haben alle Beteiligten der Stadt und des Theaters die Möglichkeit, das neue Leitungsteam für diese wichtige Phase rechtzeitig aufzustellen. Das Theater Osnabrück ist fest in der Stadtgesellschaft verankert und steht künstlerisch glänzend da. Ich werde alles dafür tun, diese Qualität zu bewahren und bis zum letzten Tag meiner Arbeit an diesem Haus spannendes und vielfältiges Theater für die Stadt und die Region zu machen.“

____________________________________________________________________

BERGISCH GLADBACH bei Köln: Ausstellung KARLHEINZ STOCKHAUSEN – KLANG BILDER (bis Ende Februar 2019)


Karlheinz Stockhausen Klang-Bild. Foto: Andrea Matzker

Bergisch Gladbach bei Köln: Ausstellung Karlheinz Stockhausen – Klang Bilder

Von Dr. Egon Schlesinger

Karlheinz Stockhausen (1928-2007) ist einer der einflussreichsten Komponisten des 20.Jahrhunderts, dem bereits früh sein internationaler Durchbruch gelang, der seine bis heute unangefochtene Stellung in der Neuen Musik begründete. Doch lässt sich seine Bedeutung nicht nur auf sein musikalisches Werk allein reduzieren.


Karlheinz Stockhausen 1988 bei Proben an der Mailänder Scala. Foto: Andrea Matzker

In diesem Jahr wäre er 90 Jahre alt geworden. Die  Stockhausen-Stiftung für Musik in Kürten nahm dies zum Anlass, sich mit seinem bildnerischen Werk auseinanderzusetzen. Denn der außergewöhnliche Komponist und Wegbereiter der elektronischen Musik hat im Sinne der „Verschriftlichung“ seiner Gedanken ein umfangreiches Konvolut von Analyse Grafiken seiner Werke hinterlassen, die seiner Meinung nach über das visuelle Begreifen das Verständnis seiner Musik erleichtern sollen. Es handelt sich hierbei um bildähnliche, großformatige Tableaus, auf denen die Enge der fünfzeiligen musikalischen Notation mittels grafischer Darstellungen erweitert wird. So wird die Energie des Meisters visuell spürbar.

Bis Ende Februar 2019 kann man im Kunstmuseum Villa Zanders in Bergisch Gladbach bei Köln diese imposanten Klang Bilder studieren, die ergänzt werden von zahlreichen anderen signierten Blättern aus dem Besitz seiner Freunde und Wegbegleiter. Sie zeugen vom Einfallsreichtum und Humor des Künstlers. Zu allen 106 ausgestellten CDs der Gesamtedition mit seinen Vorträgen und Werken gestaltete er selbst Vorder-, Rückseite und Begleitheft. Für die jeweiligen Tierkreiszeichen erfand er die entsprechenden Spieluhren mit Musik. Ein Faber Castell – Bleistiftminenschächtelchen wird zu „Homo Faber Kürten 1991“, er hinterließ entzückende Gästebucheintragungen, oder er bastelt eine winzige Flaschenpost und verziert sie mit den Worten „Strahlet, Gott sieht uns“.


Uraufführung „Montag“ aus „Licht“ 1988 an der Mailänder Scala. Foto: Andrea Matzker

Besonders eindrucksvoll ist der im Museum gezeigte Dokumentarfilm über die Inszenierung seiner Oper „Montag aus Licht“ im Mai 1988 in der Mailänder Scala mit vielen bisher unbekannten persönlichen Aussagen und Statements des Musikers, wo man das energische Genie von Karlheinz Stockhausen akustisch und visuell verinnerlichen kann.

Der übersichtliche, handliche und äußerst geschmackvoll gestaltete Katalog in deutscher und englischer Sprache zur Ausstellung kostet 26 Euro.


Karlheinz Stockhausen im bei der Ausstellung gezeigten Film. Foto: Andrea Matzker


CD-Cover. Foto: Andrea Matzker


Karlheinz Stockhausen: Die 10 wichtigsten Wörter. Foto: Andrea Matzker


Karlheinz Stockhausen: Gästebucheintragung 1972. Foto: Andrea Matzker


Karlheinz Stockhausen: Harlekin 1975. Foto: Andrea Matzker


Karlheinz Stockhausen: Inori. Orchesteraufstellung 1979. Foto: Andrea Matzker


Karlheinz Stockhausen. Sun-day 2000. Foto: Andrea Matzker


Karlheinz Stockhausen: Flaschenpost 2002. Foto: Andrea Matzker


Karlheinz Stockhausen: trrrrr 2006. Foto: Andrea Matzker

—————————————————————————————–

 

 

Diese Seite drucken