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INFOS DES TAGES (MITTWOCH, 6. OKTOBER 2021)

06.10.2021 | Aktuelles

INFOS DES TAGES (MITTWOCH, 6. OKTOBER 2021)

OPER GRAZ: HEUTE WIEDERAUFNAHME „LA BOHÈME“


Copyright: Oper Graz

Giacomo Puccinis Opernklassiker „La Bohème“ berührt, bewegt und begeistert – einerlei, ob man mit Handlung und Musik wohlvertraut ist oder gar den besonderen Moment erleben darf, „La Bohème“ zum allerersten Mal zu sehen. Heute Abend kehrt nach mehrjähriger Pause „La Bohème“ wieder auf den Spielplan der Oper Graz zurück, wobei Chefdirigent Roland Kluttig am Pult der Grazer Philharmoniker erstmals in Graz große italienische Oper dirigiert.
Diese Wiederaufnahme ist eine szenische Neueinstudierung von Christian Thausing nach einer Inszenierung von Dietmar Pflegerl†.
Es singen Andrei Danilov, Joanna Zawartko, Neven Crnić, Tetiana Miyus, Dariusz Perczak, Daeho Kim, Markus Butter, Ivan Oreščanin, Martin Fournier der Chor und die Singschul‘ der Oper Graz.

Mittwoch, 6. Okt 2021, 19.30 Uhr
Oper von Giacomo Puccini
Informationen & Tickets
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JUBILÄUMSWOCHENENDE DER OPERNSCHULE DER WIENER STAATSOPER

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Kinder der Opernschule während einer Vorstellung von »Werther« © Peter Mayr

Zum runden Geburtstag der Opernschule findet im Oktober ein mehrtägiges Fest statt, zu dem die Opernschule der Wiener Staatsoper zahlreiche Gäste einlädt: Kinder- und Jugendchore der Grazer Oper, der Berliner Lindenoper sowie des Teatro Real Madrid treffen sich für ein Wochenende, um zu musizieren. Das erste Konzert findet am 15. Oktober im Stephansdom statt, am darauffolgenden Samstag gibt es ein Nachmittagskonzert im Mahler-Saal, am Sonntag (17.) dann eine Matinee im Großen Haus. 

15. Oktober, 20.30 Uhr, Stephansdom (Informationen und Tickets)
16. Oktober, 15.00 Uhr, Gustav Mahler-Saal, Wiener Staatsoper
17. Oktober, 11.00 Uhr, Wiener Staatsoper

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Wiener Staatsoper:Umbesetzungen „: L’incoronazione di Poppea

Kate Lindsey singt in den Vorstellungen von L’incoronazione di Poppea am 6., 9., 11. und 13. Oktober 2021 anstelle von Virginie Verrez die Partie des Nerone.

Szilvia Vörös übernimmt in der ersten Vorstellung von L’incoronazione di Poppea  am 6. Oktober anstelle von Christina Bock die Rolle der Octavia.

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OPER FRANKFURT: Erste Wiederaufnahme SALOME am 8. OKTOBER 2021
Drama in einem Aufzug von Richard Strauss
Text von Richard Strauss nach Oscar Wilde
In deutscher Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

Spielplan - Oper Frankfurt
Ambur Braid. Foto: Monika Rittershaus

Musikalische Leitung: Titus Engel
Regie: Barrie Kosky
Szenische Leitung der Wiederaufnahme: Alan Barnes
Bühnenbild und Kostüme: Katrin Lea Tag
Licht: Joachim Klein
Dramaturgie: Zsolt Horpácsy

Salome: Ambur Braid
Jochanaan: Nicholas Brownlee / Christopher Maltman
Herodes: AJ Glueckert
Herodias: Zanda Švēde
Narraboth: Brian Michael Moore
Ein Page der Herodias: Judita Nagyová
Statisterie der Oper Frankfurt; Frankfurter Opern- und Museumsorchester
Mit freundlicher Unterstützung der DZ Bank AG und des Frankfurter Patronatsvereins – Sektion Oper

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Ambur Braid. Foto: Monika Rittershaus

Wiederaufnahme: Freitag, 8. Oktober 2021, um 19.30 Uhr im Opernhaus
Weitere Vorstellungen: 16., 22., 28. Oktober, 7. (15.30 Uhr) November 2021
Falls nicht anders angegeben, beginnen diese Vorstellungen um 19.30 Uhr
Preise: € 15 bis 116 (12,5% Vorverkaufsgebühr nur im externen Vorverkauf)
Karten sind bei den bekannten Vorverkaufsstellen, im Telefonischen Vorverkauf 069 – 212 49 49 4 oder online
unter www.oper-frankfurt.de erhältlich.
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BADEN/ Beethoven-Haus: Moderierte Konzerte mit dem Beethoven-Klavier

Zwei Konzerte mit Moderation stehen im Herbst im Beethovenhaus Baden auf dem Programm. In beiden Konzerten spielt natürlich das Beethoven-Klavier die Hauptrolle. Michael Capek widmet sich dem frühen und späten Beethoven, Bernhard Pötsch den Diabelli-Variationen. Musikgenuss im familiären Ambiente der historischen Räumlichkeiten des Beethovenhauses Baden.  


Michael Capek c Cedric Kollerics

Am 14. Oktober spielt Michael Capek, ein weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannter Musiker, am renovierten Hammerklavier im Beethovenhaus Baden. In seinem Programm mit dem Titel „Der frühe und der späte Beethoven“ spielt er die Klaviersonate Nr. 3 in C-Dur op. 2 Nr. 3 und die Sechs Bagatellen für Klavier, op. 126. Zwischen den beiden Werken liegen 28 Jahre der Lebens- und Schaffenszeit des Großmeisters Beethoven. Was hat sich verändert? Und welche Rolle spielte der fortschreitende Klavierbau dieser Zeit? Michael Capek spielt auf dem „originalen Zeitzeugen“, dem Badener Beethoven-Hammerklavier, und moderiert den Abend.


Bernhard Pötsch. Copyright: Reinhard Winkler

Bernhard Pötsch widmet sich an zwei Terminen im November den 33 Veränderungen über einen Walzer, op. 120 sowie Veränderungen über ebendiesen Walzer von Leopold Eustachy Vincenty Capek, Johann Nepomuk Hummel, Anselm Hüttenbrenner, Franz Schubert und anderen. Am liebsten spielt Bernhard Pötsch an Orten, an denen sich ein persönlicher Kontakt zum Publikum herstellen lässt. Das gelingt im intimen Ambiente des Beethovenhauses ganz besonders gut, Pötsch spielt und kommt moderierend mit seinem Publikum ins Gespräch.  

„Der frühe und späte Beethoven“
Klavierkonzert, gespielt und moderiert von Michael Capek

Do, 14. Oktober, 19.00 Uhr

„Diabelli-Variationen von Beethoven und anderen“
Klavierkonzert, gespielt und moderiert von Bernhard Pötsch

Sa, 13. November 2021 um 19.0 0 Uhr  und So, 14. November 2021 um 11.00 Uhr

Tickets: Erwachsene: € 25,- / Ermäßigt (Schüler, Studenten): € 12,-
Informationen und Tickets: im Beethovenhaus Baden, Rathausgasse 10, 2500 Baden (Di-So und Feiertage: 10.00 – 18.00 Uhr) / +43 2252 86800-630 / tickets@beethovenhaus-baden.at / www.beethovenhaus-baden.at
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WAGNERS „TRISTAN UND ISOLDE“ AN DER OPER CHEMNITZ

Nach der preisgekrönten „Götterdämmerung“ die zweite Inszenierung von Elisabeth Stöppler am Haus

Programmheft Tristan und Isolde. Oper Chemnitz. Premiere am 19.06.2004 von  Die Theater Chemnitz, Leimert Volkmar: Gut (2004) | Programmhefte24

Premiere am 23. Oktober 2021, 17.00 Uhr im Opernhaus Chemnitz

Mit „Tristan und Isolde“ von Richard Wagner wird am 23. Oktober 2021, 17.00 Uhr erstmals nach ein und dreiviertel Jahren wieder großes Musiktheater unter Beteiligung von Orchester und Chor auf der Bühne des Chemnitzer Opernhauses Premiere haben. Ein Ereignis, welches direkt den Faden der letzten großen Opernpremiere auf der Chemnitzer Bühne aufgreift: Wagners „Lohengrin“ im Januar 2020.

„Tristan und Isolde“ ist unbestreitbar eines der bedeutendsten und einflussreichsten musikdramatischen Werke überhaupt; kaum ein anderes Musikdrama hat einen solchen, bis heute anhaltenden Nachhall in Literatur, Bildender Kunst und Philosophie erfahren. Wagner greift in diesem Musikdrama den romantischen Mythos einer Liebe auf, die zu ihrer Erfüllung letztlich nach Auflösung des Subjekts im Tod verlangt, und verarbeitet diesen Mythos zu einem Kunstwerk von kaum zu überbietender Komplexität und Intensität.

Mit „Tristan und Isolde“ kehrt das Inszenierungsteam um Regisseurin Elisabeth Stöppler zurück nach Chemnitz, das hier bereits 2018 die „Götterdämmerung“ auf die Bühne brachte und hierfür mit dem Theaterpreis DER FAUST 2019 ausgezeichnet wurde. In „Tristan und Isolde“ lässt das Stöppler-Team Wagners künstlerisch überhöhte Auffassung von Liebe und Tod auf eine klare Ästhetik des Realismus treffen. Die Geschichte der Titelfiguren, ihr Hintergrund und Beziehungsgefüge wird an ganz konkrete Situationen und Verhältnisse gebunden und neu hinterfragt. Der überwältigende Ausdruck seelischer Zustände wird auf diese Weise ergänzt um eine packende szenische Handlung. Dabei geht die Inszenierung auch gezielt einer heutigen Relevanz des Werkes und der Gedankenwelt Wagners nach.

Die musikalische Leitung des Abends liegt in den Wagner-erfahrenen Händen des Generalmusikdirektors Guillermo García Calvo. Mit Stéphanie Müther und Daniel Kirch in den Titelpartien konnten erneut die beiden Solist:innen gewonnen werden, die bereits in der Chemnitzer „Götterdämmerung“ als Brünnhilde und Siegfried mit ihrer intensiven Interpretation Publikum und Presse in ihren Bann zogen.

Mit: Daniel Kirch (Tristan), Alexander Kiechle (König Marke), Stéphanie Müther (Isolde), Oddur Jónsson (Kurwenal), Till von Orlowsky (Melot), Sophia Maeno (Brangäne), Martin Petzold (Ein Hirte), Jacob Scharfman (Ein Steuermann), Thomas Kiechle (Stimme eines jungen Seemanns);
Herrenchor der Oper Chemnitz, Musiktheaterstatisterie, Robert-Schumann-Philharmonie

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EUROPABALLETT ST. PÖLTEN

Saisonprogramm 21 / 22

Bertl Keller - Sankt Pölten, Austria

Am 16. Oktober eröffnen wir die Saison 2021/22 traditionell mit der Herbstgala.

Mit einem Abonnement können Sie einen Preisvorteil von -20% erhalten. Was ist die Voraussetzung? Sie buchen mindestens 6 Veranstaltungen aus diesem Programm. Sollten Sie in der Vergangenheit bereits ein Abonnement bezogen haben, sind Ihre Plätz natürlich bis zum 15. Oktober gesichert.

Ihre Gesundheit ist uns wichtig und deshalb werden alle aktuellen Bestimmungen des Bundesministeriums strengstens in unserem Theater eingehalten.

Infos & Karten

Kartenbüro:
Mo.-Fr. 09:00 – 12:00 Uhr
T: +43 2742 230 000
M: karten@europaballett.at
W: www.europaballett.at

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Mitsuko Uchida Returns to Suntory Hall to perform Beethoven’s epic Diabelli Variations
October 19 and 25, 2021

Suntory Hall is pleased to present two solo recitals by the celebrated pianist Mitsuko Uchida on October 19 and 25, 2021 in the Main Hall.

Recognised as one of the foremost pianists of our time, Uchida made her first appearance at Suntory Hall back in 1986, performing Mozart’s complete piano concertos during the hall’s opening season. Ever since, she has made Suntory Hall her home venue in Japan, and she is the only hall’s Associate Artist. Her last appeared at the hall three years ago.
In November 2020, Uchida was scheduled to visit Japan with the Mahler Chamber Orchestra, but the tour had to be cancelled due to the pandemic. At the time, she promised to return to Japan at the earliest opportunity to perform live for the Japanese audience, and the hall is immensely happy to welcome her back on stage a year on.

A pianist who is renowned for her exquisite tone, outstanding lyricism, and deep intellect, Uchida is peerless in her interpretations of Mozart, Beethoven, and Schubert. As the centerpiece of the two programmes, she has chosen Beethoven’s epic 33 Variations on a Waltz by Diabelli, which she considers a “special piece because of its depth and musical intensity”. The work is preceded by Mozart’s piano sonata in F major (October 19), and excerpts from Schubert’s Four Impromptus, D. 935 (October 25).

Programme:
Tuesday October 19, 19:00 Main Hall
Wolfgang Amadeus Mozart: Piano Sonata in F Major, K. 533 / K. 494
Ludwig van Beethoven: 33 Variations on a Waltz by Diabelli in C Major, Op. 120
More info:
https://www.suntory.com/culture-sports/suntoryhall/schedule/detail/20211019_M_3.html

Monday, October 25, 19:00 Main Hall
Franz Schubert: Excerpts from Four Impromptus, D. 935
Ludwig van Beethoven: 33 Variations on a Waltz by Diabelli in C Major, Op. 120
More info:
https://www.suntory.com/culture-sports/suntoryhall/schedule/detail/20211025_M_3.html
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TSINANDALI (Georgien): TSINANDALI INTERNATIONAL MUSIC FESTIVAL

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Copyright: Tisandali-Festival

vom 8.-19. September 2021

Tsinandali ist ein eigentlich nur auf der Landkarte existierendes Nest, zwei Stunden von der Hauptstadt Tiflis entfernt. Bedeutung erhielt es nur durch die Tatsache, dass der georgische Prinz Alexander Chavchavadze (1786 – 1846) dort ein riesiges Landgut errichten liess. Auf dem er nicht nur Wein anbaute, sondern auch als einer der ersten in Flaschen füllen liess. Und auf dem er nicht nur selbst dichtete, sondern auch anderen Dichtern einen Salon bot. So waren z.B. Alexandre Dumas,Michail Lermontow und Alexander Puschkin bei ihm zu Gast.

Nach der Annexion Georgiens wurde Tsinandali zur Sommerresidenz der Zaren, nach der Ermordung Nicholas II. durch die Bolschewiken und während der jahrzehntelangen kommunistischen Herrschaft verfiel es naturgemäß zusehends.

Als David Sakvarelidze, damals Direktor der Tifliser Oper, das Landgut nach der demokratischen Revolution das erste Mal besuchte, fand er eigentlich nur Ruinen vor. Stur wie er ist, setzte er sich aber in den Kopf, diesen geschichtsträchtigen Ort wieder zu einem kulturellen Treffpunkt werden zu lassen. Und er fand einen entscheidenden Verbündeten: George Ramishvili, den kunstsinnigen Vorsitzenden des Silk Road Group Konzerns. Mit dessen Unterstützung wurden auf den Überresten der ehemaligen Weinlagerhallen ein großes Freiluftauditorium errichtet und ein von Radisson geführtes, sich der Umgebung total anpassendes 5-Stern-Hotel.

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Das Freiluftauditorium. Copyright: Tisandali-Festival

Soweit zur Hardware. Was die Software betrifft, holten sich David & George tätige Hilfe von den beiden Gründern des legendären Verbier-Festivals in der Westschweiz, Avi Shoshani und Martin Engstroem, die die erfolgreiche Formel Meistersolisten + geniale Jungtalente, und das Ganze in der „freien“ Natur, sozusagen erfunden haben.

Und so begab es sich, dass ein Wunder geschah und in diesem gottverlassenen Nest in the middle of nowhere seither ein international renommiertes Musikfestival der Sonderklasse stattfindet, heuer nach der pandemiebedingten Zwangspause bereits zum dritten Mal.

Ausgezeichnete Musiker kann man auf der ganzen Welt hören…warum sollte man deswegen in ein nicht gerade bequem erreichbares Dorf im Kaukasus (den man von hier aus sehr schön sieht) fahren ? Das Besondere, ja das Einzigartige an diesem magischen Ort ist, dass sich Zuschauer und Künstler hier für die Dauer des Festivals sozusagen gezwungenermaßen in einem Luxus-Sommercamp befinden. Es gibt nur zwei Hotels, und ausserhalb davon gibt’s gar nix, nicht einmal ein Restaurant.

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Mischa Maisky. Copyright: Tisandali-Festival

Man kommt also einander nicht aus. Man nickt Mischa Maisky beim Frühstück zu, luncht am Nebentisch von Vadim Repin und tafelt abends gemeinsam mit Thomas Hampson. Das alles nahezu beiläufig und wie selbstverständlich, ohne Kontaktscheu, aber auch ohne Zwangsverbrüderung.

Dazwischen erlebt man dieselben Künstler bei den zwei täglichen Konzerten: eins zu Mittag und eins am frühen Abend…Und wo gibt es denn sonst auf der Welt s o eine Mischung (selbst beim Mutterfestival in Verbier ist alles doch viel weitläufiger, viel zerstreuter…)? Nirgends !

Obwohl das Festival heuer C-Wort-bedingt auf Sparflamme lief (weniger Veranstaltungen, weniger Fassungsvermögen), stellten die Organisatoren doch wieder ein absolut beeindruckendes „line-up“

auf die Beine. Zu Gast im musikalischen Sommercamp waren u.a. Pinchas Zuckerman, András Schiff, Christoph Eschenbach, Yefim Bronfman, Thomas Quasthoff, Lisa Batiashvili, Gianandrea Noseda und und und…

Die drei Konzerte, die uns am meisten beeindruckt haben, waren: Mischa Maiskys Bachs Solo-Cello- Sonaten (er scheint in diesem seinem Stammrepertoire immer noch konzentrierter, vergeistigter, traumwandlerischer zu werden), Tschaikowskys seltenst gespieltes Piano Trio op.50 in der Interpretation von Maisky, Sergei Redkin und Vadim Repin (ein ungeheuerliches, völlig ungewöhnlich mit einem leisen Trauermarsch ausklingendes Werk) sowie der Liederabend von Thomas Hampson (am Klavier: Elena Bashkirova).

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Elena Bashkirova, Thomas Hampson. Copyright: Tisandali-Festival

Hampson ist ein absolutes Phänomen. Anstatt sich auf seinen Lorbeeren auszuruhen und in der georgischen Kulturwüste einfach, ohne sich besonders anzustrengen, ein Medley seiner „Greatest Hits“ zum Besten zu geben, hat er für Tsinandali ein völlig neues Programm zusammengestellt mit Liedern von Antonin Dvorak und Franz Liszt, die nicht einmal die anwesenden Klassikkoryphäen je gehört hatten…Verdienstvoll und mutig ! Außerdem hat Hampson, der ja nicht mehr der Allerjüngste ist, noch immer die absolute Kontrolle über seine samtige Stimme. Er ist auf dem besten Weg, der Alfredo Kraus unter den Baritonen zu werden…Chapeau !

Fürs nächste Jahr wünscht sich David Sakvarelidze, dass seine Herzenskreatur, das Pankaukasische Orchester, in dem Jungtalente aus den mehrfach miteinander verfeindeten Nachbarstaaten Armenien, Aserbeidschan, Nordossetien, Türkei, Ukraine, Russland und Kasachstan friedlich und fröhlich miteinander musizieren, wieder beim Festival auftreten kann. Wir halten ihm und allen mit ihm verbündeten tsinandalischen Visionären dafür ganz fest die Daumen…

Robert Quitta, Tsinandali
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THEATER ST. GALLEN:  SHE/HE/WE
Tanzstück von Alba Castillo, Giovanni Insaudo und Muhammed Kaltuk

Uraufführung: Mittwoch, 20. Oktober 2021, 20 Uhr, Lokremise St.Gallen

Einführungsmatinee: Samstag, 9. Oktober 2021, 12 Uhr, Lokremise St.Gallen

 Im neuen Tanzstück SHE/HE/WE des Theaters St.Gallen präsentieren Alba Castillo, Giovanni Insaudo und Muhammed Kaltuk Formen des Zusammenspiels zwischen den Geschlechtern. Uraufführung ist am Mittwoch, 20. Oktober, 20 Uhr, in der Lokremise.

Die drei Teile des Abends lassen die verschiedenen künstlerischen Handschriften der Choreografin und der beiden Choreografen erkennen. Insaudo arbeitet mit den Tänzerinnen der St.Galler Kompanie, Kaltuk mit den Tänzern, bei Alba Castillo treffen die Geschlechter in einem Duett aufeinander. So entsteht eine kraftvolle und poetische Auseinandersetzung mit dem Thema Geschlecht, von der isolierten Betrachtung des Frau- bzw. Mann-Seins bis zum gemeinsamen Zusammenspiel.

Vorstellungen

Mittwoch, 20.Oktober 2021, 20 Uhr (Uraufführung)
Dienstag, 26. Oktober 2021, 20 Uhr
Freitag, 29. Oktober 2021, 20 Uhr
Mittwoch, 3. November 2021, 20 Uhr
Sonntag, 7. November 2021, 17 Uhr
Donnerstag, 11. November 2021, 20 Uhr
Samstag, 13. November 2021, 20 Uhr
Mittwoch, 17. November 2021, 20 Uhr
Sonntag, 21. November 2021, 17 Uhr
Dienstag, 23. November 2021, 20 Uhr
Sonntag, 28. November 2021, 17 Uhr
Dienstag, 30. November 2021, 20 Uhr

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LINZER LANDESTHEATER/ Schauspielhaus: DIE NIBELUNGEN

„DIE NIBELUNGEN“ nach friedrich Hebbel, von Susanne Lietzow
Premiere im Landestheater Linz am Samstag, 9. Oktober 2021 um 19.30 Uhr | Schauspielhaus

Die nächsten Vorstellungstermine: 12., 22., 28. Oktober, 4., 9., 13., 29. November, 11., 15., 22. Dezember 2021

Inszenierung   Susanne Lietzow
Bühne   Aurel Lenfert
 Kostüme   Marie-Luise Lichtenthal
Musik   Gilbert Handler
Video   Petra Zöpnek
Dramaturgie   Andreas Erdmann

Ute, die Witwe König Dankrats   Katharina Hofmann
Kriemhild, ihre Tochter   Theresa Palfi
Brunhild, isländische Fürstin   Corinna Mühle
Gunther, König der Burgunden   Markus Ransmayr
Giselher, Bruder König Gunthers   Jakob Kajetan Hofbauer
Gernot, Bruder König Gunthers   Alexander Julian Meile
Hagen Tronje   Christian Taubenheim
Siegfried, Herr des Nibelungenhorts   Christian Clauss
Etzel, König der Heunen   Alexander Hetterle

 Kämpferinnen / Wasserhexen   Melanie Sidhu, Annelie Straub
Kämpferinnen   Statisterie des Landestheaters Linz

ZUM STÜCK

Das Nibelungenlied heißt jenes Lied von Hass und Leidenschaft, das durch die Abschrift mittelalterlicher Mönche auf uns kam und das von Not und Untergang des Volks der Nibelungen spricht, einer Gemeinschaft, die in Zeiten großer Umwälzung und Wanderschaft auf unserem Kontinent herum verschlagen und – der Sage nach – zerrieben wird. Seit dem zehnten Jahrhundert nach Christus sehen insbesondere deutschsprachige Volksgruppen in diesen Nibelungen einen Spiegel ihrer eigenen Geschichte. Friedrich Hebbel schuf eine Dramatisierung, mit der er einerseits der Fülle des Stoffes gerecht werden und andererseits die Logik des Verhängnisses der Nibelungen herausarbeiten wollte.

Im Zentrum stehen zwei große Frauenfiguren: Aus Liebe zu Prinzessin Kriemhild stellt Held Siegfried sich in den Dienst der Nibelungen. Er hilft dem König Gunther unbemerkt, die sagenhafte Königin Brunhild zu freien, die sich nur dem ergibt, der sie im Zweikampf überwindet. Als Kriemhild der Brunhild aus Eifersucht verrät, wer sie bei der Brautwerbung in Wahrheit überwand, sinnt Brunhild auf Rache und verlangt von Gunther Siegfrieds Tod. Sie setzt damit eine Spirale der Blutrache in Gang, welcher schließlich alle zum Opfer fallen.

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IMPFPLICHT AM ARBEITSPLATZ: DAS SAGEN ÖSTERREICHER

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ZUM VIDEO

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