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INFOS DES TAGES (MITTWOCH, 29. AUGUST 2018)

29.08.2018 | Aktuelles

INFOS DES TAGES (29. AUGUST 2018)

HEUTE BEI DEN SALZBURGER FESTSPIELEN: A due voci · Anna Netrebko & Yusif Eyvazov


Anna Netrebko und Yusef Eyvazov. Copyright: Salzburger Festspiele/ Monika Rittershaus

PROGRAMM

GIUSEPPE VERDI Sinfonia aus der Oper Un giorno di regno

GIUSEPPE VERDI Szene, Cavatina und Cabaletta der Lady Macbeth „Nel dì della vittoria …“ – „Vieni! t’affretta!“ – „Or tutti sorgete“ aus der Oper Macbeth

GIUSEPPE VERDI Arie und Cabaletta des Manrico „Ah sì, ben mio“ – „Di quella pira“ aus der Oper Il trovatore

GIUSEPPE VERDI Sinfonia aus der Oper Nabucco

GIUSEPPE VERDI Melodia der Leonora „Pace, pace, mio Dio“ aus der Oper La forza del destino

GIUSEPPE VERDI Szene und Romanze des Don Alvaro „La vita è inferno all’infelice“ – „Oh, tu che in seno agli angeli“ aus der Oper La forza del destino

GIUSEPPE VERDI Ballabili aus der Oper Otello

GIUSEPPE VERDI Duett Otello und Desdemona „Già nella notte densa“ aus der Oper Otello

GIACOMO PUCCINI Duett Tosca und Cavaradossi „Mario! Mario! Mario! … Son qui!“ aus der Oper Tosca

GIACOMO PUCCINI Intermezzo aus der Oper Manon Lescaut

GIACOMO PUCCINI Arie der Tosca „Vissi d’arte“ aus der Oper Tosca

GIACOMO PUCCINI Arie des Cavaradossi „E lucevan le stelle“ aus der Oper Tosca

PIETRO MASCAGNI Intermezzo sinfonico aus der Oper Cavalleria rusticana

GIACOMO PUCCINI Arie der Cio-Cio-San „Un bel dì, vedremo“ aus der Oper Madama Butterfly

GIACOMO PUCCINI Arioso des Pinkerton „Addio fiorito asil“ aus der Oper Madama Butterfly

GIACOMO PUCCINI Duett Cio-Cio-San und Pinkerton „Vogliatemi bene“ aus der Oper Madama Butterfly

INTERPRETEN

Anna Netrebko, Sopran
Yusif Eyvazov, Tenor
Mozarteumorchester Salzburg
Jader Bignamini, Dirigent

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BAYREUTH: STEPHEN GOULD SINGT AUCH HEUTE NICHT: VINCENT WOLFSTEINER ÜBERNIMMT DEN „SIEGMUND“ IN „DIE WALKÜRE“ (letzte Vorstellung der diesjährigen Bayreuther Festspiele“)

Vincent Wolfsteiner übernimmt heute in der letzten Vorstellung der Bayreuther Festspiele 2018 den „Siegmund“ in der von Placido Domingo dirigierten Vorstellung „Die Walküre“
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GALERIE DES ONLINE-MERKER („Strichelei“): GANZ NEUE WAGNER-POSTER AUS KLAUS BILLANDS SAMMLUNG

Zu besichtigen ab Donnerstag! Eintritt frei!

Weitere Fotos morgen und in den nächsten Tagen


Foto: Barbara Zeininger


Foto: Barbara Zeininger


Foto: Barbara Zeininger

Besuchen Sie mich in den nächsten Tagen, heute, am Mittwoch,  wird das neue Glasportal montiert und die Galerie ist an diesem Tag geschlossen!

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BR-KLASSIK – PODCAST MIT GÜNTHER GROISSBÖCK

Hier ist das gesamte Gespräch. In der MEISTERSINGER-Pause (gesendet am 28.8.) gab es ja nur eine Kurzform davon.

PausenZeichen - Klassik-Stars im Gespräch

https://www.br.de/mediathek/podcast/pausenzeichen-klassik-stars-im-gespraech/gespraech-mit-guenther-groissboeck/1146754

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Hereinspaziert in die Oper Graz!
Erleben Sie die Highlights aus Oper, Operette, Musical und Ballett in der Saison 2018/19 und stimmen Sie sich gemeinsam mit den Solistinnen und Solisten, den Tänzerinnen und Tänzern, dem Chor und den Grazer Philharmonikern auf die neue Saison ein – und dies unter der charmanten Moderation von Intendantin Nora Schmid.


Copyright: Oper Graz

Hereinspaziert! Bühnenshow zum Saisonauftakt
Samstag, 8. September 2018
12, 15 & 19 Uhr
Karten
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Spielzeitbeginn am Stadttheater Klagenfurt mit Rusalka unter der Leitung des neuen Chefdirigenten Nicholas Carter und einer Langen Nacht der kurzen Musik


Copyright: Helge Bauer, Stadttheater Klagenfurt

Das Stadttheater Klagenfurt startet am 13. September 2018 mit Antonín Dvořáks Rusalka in die neue Spielzeit. Das
lyrische Märchen erzählt von der unmöglichen Liebe einer Wassernixe zu einem schönen Prinzen. Rusalka wurde
seit 65 Jahren nicht mehr in Klagenfurt gezeigt. Die musikalische Leitung übernimmt der neue Chefdirigent Nicholas
Carter, Regie führt Eva-Maria Höckmayr, die Titelpartie singt die südafrikanische Sopranistin Pumeza Matshikiza.

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Pumeza Matshikiza. Copyright: Christian Kaufmann/ Stadttheater Klagenfurt

Am Tag nach der Eröffnungspremiere lädt das Stadttheater Klagenfurt zur Langen Nacht der kurzen Musik. Die
spannenden Entdeckungsreise in die Welt der Musik führt an zahlreiche Orte im und um das Stadttheater, Konzerte
aller Genres, von Klassik über Jazz bis zu Pop und Volksmusik stehen am Programm. MIT Kärntner Sinfonierochester,
ensemble minui, BlechReiz BrassQuintett, Alpenlandler Musikanten, RONJA* und Living Transit, Singakademie Carinthia,
Josef Pepper und sein Männerensemble, BLACKsitter, Mathias Krispin Bucher, After-Show-Party im PARK HAUS
EINTRITT FREI!

Nicholas Carter dirigiert am 29. September sein erstes Sinfoniekonzert als Chefdirigent des KSO, er präsentiert
gemeinsam mit Golda Schultz ein prachtvolles spätromantisches Programm mit Werken von Wagner, Ravel und Mahler.

Die Schauspielsaison eröffnet am 4. Oktober Shakespeares Familientragödie König Lear in der Regie von Stephanie
Mohr mit Roman Kaminski als König Lear. Auf der Bühne stehen u.a. Ruth Brauer-Kvam als Narr sowie Valerie
Koch, Raphaela Möst und Isabel Schosnig in den Rollen der Töchter.

Theaterkasse Tel +43 (0) 463 54064, kartenkasse@stadttheater-klagenfurt.at
www.stadttheater-klagenfurt.at

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KULTUR.SOMMER.SEMMERING – DAS FINALE: 30. AUGUST bis 2. SEPTEMBER

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Zum Finale des Kultur.Sommer.Semmering geben sich vom 30. August bis zum 2. September für heuer noch ein letztes Mal auf 1000 Metern Seehöhe einige der prominentesten Künstlerpersönlichkeiten die Türklinke in die Hand: Karl Markovics wird an zwei aufeinanderfolgenden Tagen mit Reden und Texten von Karl Kraus im Südbahnhotel einen Autor innerhalb der „Literarischen Sommerfrische“ zu Wort kommen lassen, der das legendäre Gebäude in seinen „Letzten Tagen der Menschheit“ bereits für immer verewigt hat. Im Kurhaus Semmering findet mit gleich zwei unterschiedlichen „Pilgerfahrten zu Beethoven“ Florian Krumpöcks Zyklus aller 32 Klaviersonaten von Ludwig van Beethoven mit Robert Meyer sowie Johannes Krisch seine Fortsetzung. Und mit Maria Happel, Andrea Händler, Angelika Hager, Miguel Herz-Kestranek, Georg Breinschmid sowie Thomas Gansch lässt sich in malerischem Ambiente final noch einmal das Motto der „künstlerischen Vielfalt“ gebührend zelebrieren.

Eine genaue Programmvorschau finden Sie hier:
Do., 30. August, 19.30 Uhr im Kurhaus Semmering: Florian Krumpöck & Robert Meyer – Eine Pilgerfahrt zu Beethoven

Sonate für Klavier in c-moll op. 10/1
Sonate für Klavier in D-Dur op. 10/3
Sonate für Klavier in cis-moll op. 27/2 Mondschein
Auf seiner Pilgerfahrt zu Beethoven wird Pianist und Intendant Florian Krumpöck im Laufe der nächsten Jahre das „Neue Testament der Klaviermusik“ – die 32 Klaviersonaten Ludwig van Beethovens – im nostalgischen Ambiente des Kurhauses Semmering am Flügel erklingen lassen. Im vierten Teil der Pilgerfahrt steht ihm mit Robert Meyer einer der ganz großen zeitgenössischen österreichischen Darsteller als kongenialer Weggefährte zur Seite. Voller Humor und Leidenschaft nimmt der Direktor der Wiener Volksoper mit Schriften und Briefen von, an und über Beethoven das Publikum mit auf eine skurrile Reise in das widersprüchliche Universum des Titanen.

Freitag, 31. August, 19.30 Uhr im Kurhaus Semmering: Miguel Herz-Kestranek – Lachendes Kaffehaus

Miguel Herz-Kestranek, Meister des satirischen Vortrages, entführt das Publikum als profunder Kenner des Genres mit einer pointierten Auswahl an Glossen, Szenen, Skizzen und Humoresken in die Welt der Wiener Kaffeehausliteraten von Peter Altenberg und Karl Kraus über Anton Kuh bis hin zu Alfred Polgar.

Im geschichtsträchtigen Kurhaus Semmering lässt er damit in nostalgischem Ambiente eine Welt wieder auferstehen, die 1918 und 1938 zweimal unterging, von der das österreichische Wesen aber bis heute geprägt ist.

Samstag, 1. September, 15.00 Uhr im Kurhaus Semmering: Florian Krumpöck & Johannes Krisch – Eine Pilgerfahrt zu Beethoven

Sonate für Klavier in F-Dur op. 10/2
Sonate für Klavier in G-Dur op. 31/1
Sonate für Klavier in C-Dur op. 2/3
Auf seiner „Pilgerfahrt zu Beethoven“ wird Pianist und Intendant Florian Krumpöck im Laufe der nächsten Jahre das „Neue Testament der Klaviermusik“ – die 32 Klaviersonaten Ludwig van Beethovens – im nostalgischen Ambiente des Kurhauses Semmering am Flügel erklingen lassen. Im (terminlich verschobenen) dritten Teil der Pilgerfahrt steht ihm diesmal der Burgstar Johannes Krisch als Weggefährte zur Seite. Mit Schriften und Briefen von, an und über Beethoven nimmt der eigenwillige Schauspieler das Publikum mit auf eine weitere bewegende Reise in das widersprüchliche Universum des Titanen.

Samstag, 1. September, 19.30 Uhr im Kurhaus Semmering: Georg Breinschmid & Thomas Gansch – Bransch

Zwei Niederösterreicher tauschten unabhängig voneinander Klassik gegen Jazz ein und teilten die Leidenschaft für Musik und Monty Python sowie ausgedehnte Lachanfälle, dadaistische Wortspiele und übles Grimassenschneiden. Nicht zuletzt deswegen beschlossen Georg Breinschmid und Thomas Gansch gemeinsame Sache zu machen und pflegen seither als erfrischend ungewöhnliches Duo mit Trompete und Kontrabass einen gewissen Hang zum gepflegten musikalischen Irrsinn.

Mit viel Virtuosität, Spontaneität und Humor im Gepäck treffen sich die beiden genialen Ausnahmemusiker im Kurhaus Semmering zum herz- und kopferfrischenden „Bransch“. Und wie klingt die Musik in der Welt von Brein und Gansch? Die groovt, fetzt, zärtelt, schnalzt, scherzt, wuselt, schnauft und swingt intergalaktisch zwischen dem Stern Jazz und dem Planeten Wien, dass es eine wahre Freude ist.

Sonntag, 1. September, 15.30 Uhr im Kurhaus Semmering: Angelika Hager, Maria Happel & Andrea Händler – Polly Adlers Amourhatscher

Wie nahe Tragik und Komik in der Liebe beieinander liegen, erzählen die Dramolette der Polly Adler, in denen das Scheitern eine humoristische Hauptrolle spielt. Auf einer rasanten Achterbahnfahrt von Liebe und Beziehungschaos mit garantiert romantischen Hangovers gibt es für all diese Dinge nur ein einziges und immer wirksames Schmerzmittel: ungefilterten Wiener Schmäh. Burg-Schauspielerin Maria Happel, Kabarettkanone Andrea Händler und Angelika Hager, die Autorin hinter dem Pseudonym „Polly Adler“, laden in diesem Sinne auf eine satirische Promenade durch das Katastrophengebiet der Zweisamkeit ein.

LITERARISCHE SOMMERFRISCHE IM SÜDBAHNHOTEL:

Freitag, 31. August & Samstag, 1. September, 16.30 Uhr im Südbahnhotel: Karl Markovics & die Neuen Wiener Concert Schrammeln – Karl Kraus

1882 öffnete das noble Südbahnhotel als erstes Hotel am Semmering seine Türen und initiierte damit die Entwicklung der kleinen Gemeinde zum mondänen Höhenluftkurort der Wiener „haute société“. Auch Arthur Schnitzler, Stefan Zweig, Hugo von Hofmannsthal, Alfred Polgar, Karl Kraus oder Franz Werfel suchten dereinst die mondäne Atmosphäre des Südbahnhotels auf. Mit dem Lesezyklus „Literarische Sommerfrische“ lässt der Kultur.Sommer.Semmering die anno dazumal im legendären Südbahnhotel sommerfrischelnden Autoren eben dort wieder zu Wort kommen.

Mit ausgewählten Texten von Karl Kraus erweckt Karl Markovics dabei eine Legende der satirischen Jahrhundertwende-Literatur und des geistreichen Humors kurzweilig zum Leben. Die Neuen Wiener Concert Schrammeln runden die „Literarische Sommerfrische“ mit einer musikalischen Zeitreise ins „Fin de Siècle“ virtuos ab.

Alle weiteren Informationen finden Sie unter www.kultursommer-semmering.at.

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LEIPZIG: Aus dem Newsletter von Laura Scherwitzl

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Laura Scherwitzl. Foto: Youtube

An der Musikalischen Komödie / Oper Leipzig wird schon fleißig geprobt! Ich freue mich sehr auf die tollen Produktionen und Rollen, die ich dort singen werde.
Cecily Cardew in Mein Freund Bunbury von Gerd Natschinski.
Eine Sekretärin in Die Sekretärinnen von Franz Wittenbrink
Komtesse Stasi in Die Csárdásfürstin von Emmerich Kálmán
Prinzessin Rosemarie in Die Herzogin von Chicago von Emmerich Kálmán
Karin in Hape Kerkelings kein Pardon- Das Musical von Thomas Hermanns
Dorothee in Der Zauberer von Oss von L.Frank Baum
Alle Termine finden Sie unter https://www.oper-leipzig.de/de/programm/person/laura-scherwitzl/7453

Besonders hinweisen möchte ich Sie
auf die kommenden Spielzeiteröffnungs-Gala New York, New York am 1. und 2. September und
auf die Wiederaufnahme-Premiere von Mein Freund Bunbury am 9. September.
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ÖSTERREICHISCHE GESELLSCHAFT FÜR MUSIK. PROGRAMM OKTOBER

Alle Abende: Beginn 18 Uhr, Eintritt frei:

Oktober: Einführungsvorträge zu Premieren im Theater a. d. Wien, der Wiener Staatsoper und Wiener Volksoper, alle Vorträge mit Musikbeispielen, teilweise auch Filmausschnitten.

3. 10.: Livio Marcaletti (Univ. Wien / Inst. f. Musikwissenschaft): “ Die Sonne strahlt nach Sturmesnacht“. Wetter und Freiheitskampf in Rossinis Guillaume Tell (1829)

9. 10.: Benedikt Leßmann (Univ. Wien / Inst. f. Musikwissenschaft): „Oper monumental: Eine Einführung in Les Troyens von Hector Berlioz“.

11. 10.: Gerrit Waidelich (Wien): „Der Zar in Holland und Wien – Wissenswertes zu Albert Lortzings Oper und ihrem Sujet“

Dr.Carmen Ottner

Präsidentin der Österreichischen Gesellschaft für Musik www.oegm.org

Hanuschhof; Hanuschgasse 3/ 2. Hof / 4. Stiege / 4. Stock / Lift links in der Einfahrt
1010 Wien
0043 1 5123143

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APROPOS: Der Papst und Anton Cupak

Am Montag habe ich es gelesen, fast habe ich meinen Augen nicht getraut: „Papst Franziskus hat sich dafür ausgesprochen, Kinder mit homosexuellen Neigungen zum Psychiater zu schicken.“

Oijoijoijoi, habe ich gedacht, das geht schief. Wie kann ihm das nur passieren? Der Mann ist doch Jesuit, also blitzgescheit (denn mit Dummianen hat sich die Societas Jesu noch nie abgegeben), der muss doch wissen, was er sagt. Und wie man ihm das in unserer Welt zweifellos auslegen wird – Psychiater ist gleich seelenkrank ist gleich Psychiatrie ist gleich abnorm.

Weiß er denn nicht, dass der allgemeine Konsens heute darin besteht, Homosexualität leidenschaftslos als eine kritiklos anzunehmende Form menschlichen Sexualverhaltens zu betrachten, die „consenting adults“ frei steht? Was geht in einem Papst vor, der durch die Welt reist, um sich für die (teils verbrecherischen, kinderschänderischen) Fehltritte seiner Angestellten zu entschuldigen – und der einer Gemeinschaft angehört, die ihrerseits in ihren Dienern die Sexualität (uns angeboren und folglich wohl von Gott in uns gesenkt) brutal und unmenschlich unterdrückt? Oijoijoijoi!

Hätte mich sehr gewundert, wenn die Wachhunde des Vatikans geschlafen hätten: Das Dementi kam am Tag darauf. „Der Vatikan hat die umstrittene Empfehlung von Papst Franziskus, homosexuelle Kinder psychiatrisch behandeln zu lassen, ‚zurückgezogen’.“

Jetzt können wir nur warten, ob die Kirche damit durchkommt und die Sache ausgestanden ist. Die homosexuelle Gemeinde ist nämlich sehr empfindlich. Und da kommen wir dazu, was der Papst mit Toni Cupak gemeinsam hat. Nämlich den Ärger.

Ich kenne keinen liberaleren Kopf als Anton Cupak. Nie wird er in seinem Online Merker Zensur üben. Jeder Mitarbeiter darf seine Meinung schreiben, so er dazu steht. Wenn Robert Quitta in einer Kritik vermerkt, dass er das Ausstellen homosexueller Klischees in einer Opernaufführung für peinlich erachtet, darf er das tun. Die Proteste bekommt ja nicht er, sondern Anton Cupak, bei dem die Beschwerden gegen eine solch homophobe, unverantwortliche, rückständige und beleidigende Kritik (wie es hieß) einlaufen. Sein Argument, dass unter den Kritikern des Online Merkers geschätzte 40 Prozent Homosexuelle seien (was den gesellschaftlichen Durchschnitt von geschätzten 10 Prozent weit übersteigt), mag man zwar als löblich erachten, lässt man aber nicht gelten.

Nach Zensur wird gerufen. Nein, keine Angst, das ist bei Cupak nicht zu befürchten (nicht einmal, wenn Rassismus-Beauftragte in seinem Büro stehen und verlangen, er solle Renate Wagner hinauswerfen). Wie wäre es mit ein bisschen Gelassenheit, Leute? Mit ein bisschen Meinungsfreiheit, die in unserer angeblich so freien Gesellschaft immer mehr verschwindet?

Nein, kein Verständnis für die Bemerkung des Papstes, die schlechtweg eine Dummheit war. Aber ganz im allgemeinen? Denn wenn allzu viel Oijoijoijoi geschrien wird, hört keiner mehr hin.

Renate Wagner

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Der Vatikan hat die „relativiert die Aussage von Papst Franziskus über Homosexualität als Krankheit.

Franziskus hatte am Sonntag gesagt, dass Psychiatrie vonnöten sein, wenn sich Homosexualität schon in der Kindheit zeigt

Der Hinweis auf die Psychiatrie ist in der offiziellen Niederschrift des Vatikans nicht vorhanden. Das Zitat wurde, “um den Gedankengang des Papstes nicht zu verfälschen” erläutert/relativiert. „Der Franziskus’-Verweis auf die Psychiatrie ist ein Beispiel für die vielen Dinge, mit denen Eltern auf die mutmaßliche Homosexualität ihres Kindes reagieren könnten“ (Zitat Vatikan)

Das ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass der Papst Eltern empfiehlt, Gleichgeschlechtlichkeit entgegenzuwirken.

Aus Sicht der Kirche ist dieser Gedankengang verständlich. Der Papst hat die Sache seiner Glaubensgemeinschaft zu vertreten, das ist seine Aufgabe, dafür wurde er gewählt. Nur sollte sich der Papst dann nicht bei jeder anderen Gelegenheit „superliberal“ und total aufgeschlossen von den Medien und auch von Leuten, die es wirklich nicht gut mit der Kirche meinen und die mit diesem Papst ihren Spaß haben, bejubeln lassen!  Mittlerweile hat er ein Alter erreicht, in dem er wissen müsste, was seiner Sache gut tut.

A.C.

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