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INFOS DES TAGES (MITTWOCH, 24. OKTOBER 2018)

24.10.2018 | Aktuelles

INFOS DES TAGES (MITTWOCH, 24. OKTOBER 2018)

FRISCH EINGELANGT:

WIENER STAATSOPER: „LOHENGRIN“ mit Andreas Schager (23.10.)


Andreas Schager. Copyright: Wiener Staatsoper/Michael Pöhn

Zum Bericht von Renate Wagner

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INTERVIEW MIT MONIKA BOHINEC (nach ihrer „Cassandra“ an der Wiener Staatsoper)


Monika Bohinec. Foto: Andrea Masek

„Ich war nicht nervös, ich habe mir gedacht, ich mache, was ich kann“

Gespräch am 22.10. 2018 mit dem Ensemble-Mitglied nach dem fulminanten Einspringen in „Les Troyens“ als „Cassandre“

Zuerst Gratulation zum großen persönlichen Erfolg, Frau Bohinec!  Bei ihrem tollkühnen Einspringen bei der letzten Staatsopernpremiere „Les Troyens“ und auch in der 2. Vorstellung wurden sie als „Cassandre“ stürmisch umjubelt. Sie haben die Rolle auch schon in der Generalprobe gesungen. Haben Sie auch die gesamte Probenzeit mitgemacht, wie ich einmal annehme? Oder war das anders?

Vielen Dank für ihre Rückmeldung! Also, ich habe die Rolle nicht mitgeprobt, ich habe sie mitstudiert. Das ist ein großer Unterschied! Ich habe die Rolle neu gelernt, die Musik kennengelernt,  und dann durfte ich bei den Proben zusehen. Das waren insgesamt Endproben – zwei Proben mit Orchester, bei denen ich zugeschaut habe, die Hauptprobe war dabei…

Zum Interview (von Karl Masek)

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SERSE am Theater an der Wien (22.10.) konzertant

Zum Bericht von Dominik Troger

Zum Bericht von Karl Masek

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ZUM NACHHÖREN: DAS EIGENTLICH „UNPACKBARE“ INTERVIEW MIT GUSTAV KUHN IN DER ZIB 2

https://tvthek.orf.at/profile/ZIB-2/1211/ZIB-2/13992886

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IN WIEN TAGTE DIE DEUTSCHSPRACHIGE OPERNKONFERENZ

Vom 18. bis 21. Oktober 2018 tagte die Deutschsprachige Opernkonferenz in der gastgebenden Staatsoper Wien. Dort haben die Intendant*innen, Geschäftsführer*innen und Operndirektor*innen der 13 größten Opernhäuser Deutschlands, Österreichs und der Schweiz über verschiedenste aktuelle Themen diskutiert, darunter den Fachkräftemangel im künstlerisch-technischen Bereich, den wachsenden Rechtspopulismus und die MeToo-Debatte.

Die Mitglieder der Opernkonferenz unterstützen ausdrücklich den „Wertebasierten Verhaltenskodex zur Prävention von sexuellen Übergriffen und Machtmissbrauch“, den der Deutsche Bühnenverein auf seiner Jahreshauptversammlung im Juni 2018 beschlossen hat. Dieser wurde als Reaktion auf die MeToo-Debatte erarbeitet, um Theater und Orchester zu bestärken, mit allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern immer wieder auszuhandeln, wie man miteinander umgeht und arbeitet.

Zudem diskutierten die Mitglieder der Opernkonferenz auch über das Phänomen des Rechtspopulismus und die zunehmende Radikalisierung in der Gesellschaft. Einigkeit bestand, dass eine deutliche Absage an jede Form von völkisch-nationalem Gedankengut, Rassismus und Menschenfeindlichkeit notwendig ist. Hier wurde die Kampagne „DIE VIELEN“, die den Zusammenhalt in Kunst und Kultur als Teil der Zivilgesellschaft gegen rechtspopulistische sowie völkisch-nationale Strömungen artikuliert, als beispielhaft hervorgehoben. Die Mitglieder sprachen sich explizit für eine Unterstützung der Initiative aus.

Der Vorsitzende der Opernkonferenz Bernd Loebe, Intendant der Oper Frankfurt, sagte zusammenfassend: „Wir in den Opernhäusern spüren sehr deutlich die massiven gesellschaftlichen Veränderungen, die zurzeit passieren. Mit der Zunahme gesellschaftlicher Zersplitterung steigt aber auch die Notwendigkeit, Brücken zu bauen und das Verbindende in der Gesellschaft zu suchen. Auch die Oper kann hier ihren Beitrag leisten und muss sich der Herausforderung stellen.“

Zudem wird unter dem Dach der Opernkonferenz auch 2019 wieder der mit 7.500 Euro dotierte Götz-Friedrich-Preis für herausragende Leistungen im Bereich der Musiktheaterregie vergeben. Für den alle zwei Jahre verliehenen Preis können sich Opernregisseur*innen im Alter bis zu 35 Jahren mit Arbeiten in den Spielzeiten 2017/2018 und 2018/2019 bewerben. Zusätzlich wird der mit 2.500 Euro dotierte Studio-Preis für die beste Regie im Bereich Kindermusiktheater, experimentelles Musiktheater oder Kammeroper vergeben. Die Preisverleihung findet im Rahmen der Opernkonferenz in Stuttgart im Herbst 2019 statt. Mehr Informationen dazu sind auf der Webseite www.goetz-friedrich-preis.de zu finden.

Die nächste Opernkonferenz findet im Frühjahr 2019 in Berlin statt.

Mitglieder der Deutschsprachigen Opernkonferenz:

Hamburgische Staatsoper, Staatsoper Berlin, Deutsche Oper Berlin, Komische Oper Berlin, Deutsche Oper am Rhein, Oper Köln, Oper Frankfurt, Staatsoper Stuttgart, Bayerische Staatsoper München, Sächsische Staatsoper Dresden, Oper Leipzig, Wiener Staatsoper, Opernhaus Zürich

Assoziierte Mitglieder:

Royal Opera House Covent Garden London, Opéra national de Paris, Teatro alla Scala Mailand

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Ausstellung an der Wiener Staatsoper

Hans Swarowsky: Dirigent – Dirigentenlehrer – Pianist – Übersetzer – Schriftsteller

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Hans Swarowsky. Foto: Wiener Staatsoper

 Die Wiener Staatsoper zeigt ab sofort die Ausstellung Hans Swarowsky: Dirigent – Dirigentenlehrer – Pianist – Übersetzer – Schriftsteller anlässlich der revidierten Neuausgabe seiner gesammelten Schriften Wahrung der Gestalt (erstmals auch auf Englisch und Italienisch).

Die Ausstellung im Marmorsaal zeigt Fotos, Dokumente, persönliche Gegenstände, Zeitungsartikel, Handgeschriebenes, Übersetzungen und Notenmaterial von und über Hans Swarowsky und kann bis Anfang Jänner 2019 kostenlos im Rahmen eines Vorstellungsbesuches besichtigt werden.

Ausstellung: Hans Swarowsky(1899 – 1975)

Dirigent – Dirigentenlehrer – Pianist – Übersetzer – Schriftsteller

Anlässlich der Anfang 2019 erscheinenden revidierten Neuausgabe seiner gesammelten Schriften Wahrung der Gestalt (in der Folge auch auf Englisch, Italienisch, Französisch und Russisch) richtet die Wiener Staatsoper ab 23. Oktober 2018 eine Ausstellung aus über Leben und Wirken Hans Swarowskys – insbesondere im Haus am Ring. Erstmals wird seine höchst ungewöhnliche Biografie offengelegt, die Parabel eines Österreichers, der das 20. Jahrhundert mit all seinen Höhen und Tiefen durchlebt hat.

Hans Swarowsky ist bis heute eine Ikone der internationalen wie der österreichischen Musikwelt. Vielfältig – als Interpret, als Dirigentenlehrer, als Übersetzer, als Pionier des Neuen – beeinflusste er nachhaltig das Musikgeschehen und schrieb sich dauerhaft in die Musikgeschichte ein (nicht zuletzt als Libretto-Mitarbeiter von Strauss’ Capriccio). Die Zahl seiner Schüler – u. a. Claudio Abbado, Zubin Mehta, Adam und Ivan Fischer, Mariss Jansons, Giuseppe Sinopoli, Plácido Domingo – ist unüberschaubar groß. Der Wiener Staatsoper selbst war er seit 1959 intensiv verbunden und zahllose Künstler und Künstlerinnen dieses Hauses profitierten von seinen Erfahrungen (mittellosen Studenten bezahlte er übrigens aus eigener Tasche die Kosten von Meisterkursen).

Die Bilanz eines 50jährigen Dirigentenlebens:

Von 1925 bis 1975 rund 3100 Auftritte in Oper, Konzert und Aufnahmestudio: insgesamt also mehr als 60 Auftritte pro Jahr (gerechnet ohne Proben), mehr als 1 Aufritt pro Woche; davon fast 1000 mal Oper und über 200 Tonaufnahmen für LP (u.a. Wagners „Ring“);

Zentrum Wien: mit den Wiener Symphonikern mehr als 500 Auftritte (1946 – 1975), mit dem Staatsopernorchester/Philharmoniker rund 250 (Staatsoper und Konzerte), an die 200 mit anderen Wiener Orchestern (Tonkünstler, Rundfunk, Akademieorchestern) – in Summe fast 1000 Wiener Auftritte: Swarowsky war insgeheim „Generalmusikdirektor von Wien“;

Schwerpunkte des Repertoires: R. Strauss (der am häufigsten von ihm dirigierte Komponist), gefolgt von Mahler,  Bruckner, Wr. Klassik (insbesondere Beethoven), Brahms, Verdi, Puccini und Wagner, 2. Wiener Schule (vor allem Schönberg), Klassiker des 20. Jahrhunderts (Strawinsky, Hindemith, Ravel, Britten, Bartok);

Pionierleistungen: Vorreiter für die Musik der 2. Wr. Schule, Hindemith und Strawinsky; Hauptdirigent der „Mahler-Renaissance“ (erster kompletter Sinfonien-Zyklus bereits 1949/50), Pionier der „historischen Aufführungspraxis“, mit H. C. Robbins Landon Wiederentdecker Haydns (Oper und Sinfonie);

ab 1950 zahlreiche Schallplattenaufnahmen (Opern originalsprachig und ungekürzt), erste TV-Aufzeichnungen von Opern (Salome 1960 etc);

Initiator der Wr. Arkadenhofkonzerte und der Konzerte für Schüler und Jugendliche ab 1952 (1971 auch im TV); intensive Zusammenarbeit mit dem Medium Rundfunk (zahlreiche live-Konzerte seit 1946 und selbst moderierte Sendungen);

Übersetzung von rund 30 Opernlibrettos ins Deutsche von Monteverdi bis Strawinsky; Aufbau eines systematischen Dirigierunterrichts (mehr als 600 Studenten, die bis heute die Musikwelt prägen), erster internationale Meisterkurse abhaltender Dirigent (ab 1958);

Aufbau eines strukturierten Opernstudios für junge Sänger an der Wiener Staatsoper (ab 1970, u. a. E. Gruberova);

hunderte Artikel und Aufsätze über Musik, seit 1930 vielfach auch als Programmhefttexte.

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MONTAG IM MERKER-KUNSTSALON


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GRAZ/ MUSIKVEREIN FÜR STEIERMARK 4. FESTKONZERT

Mo 05.11.2018

Bildergebnis für tschaikowsky romeo und julia

Romeo und Julia

Uhrzeit: 19:30 Uhr
Ort: Stefaniensaal

THOMAS PLATZGUMMER
LANDESJUGENDSINFONIEORCHESTER STEIERMARK

Pjotr I. Tschaikowsky | Romeo und Julia
Franz Schubert | Symphonie in h-Moll, D 759, Unvollendete
Leonard Bernstein | Symphonische Tänze aus West Side Story

„Die „Unvollendete“ ist „schön“ und unbarmherzig zugleich, berückend idyllisch und mächtig zupackend in einem; Schubert vereint hier scheinbar Unvereinbares“, so beschreibt der Musikwissenschafter Dr. Michael Aschauer das berühmte Werk des Komponisten. Beim dritten Festkonzert des Musikvereins wird das Meisterwerk Franz Schuberts vom Landesjugendsinfonieorchester Steiermark zur Aufführung gebracht. Das Orchester wurde im Jahr 2017 mit dem Ziel gegründet, die besten jungen Streicher und Bläser der Steiermark schon möglichst früh mit professioneller Orchesterarbeit vertraut zu machen. Neben der Unvollendeten von Schubert wird eine weitere Nicht-Erfüllung mit der berühmten Liebesgeschichte von Romeo und Julia thematisiert und in den Werken Tschaikowskys und Bernsteins aufgegriffen. Der Künstlerische Leiter des Orchesters, Thomas Platzgummer, meint dazu: „Die Geschichte von Romeo und Julia ist eine Geschichte über das Leben selbst: Liebe und Hass, Leben und Tod. Auch Tschaikowsky und Bernstein haben sich von Shakespeares Drama inspirieren lassen.“

TICKETS

Konzertkasse: Sparkassenplatz 2, 8010 Graz
Mo. 9-18 Uhr, Di.-Fr. 9-15 Uhr

0316 82 24 55, tickets@musikverein-graz.at
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Intendantenwechsel bei den Wiener Symphonikern Ende 2019

Johannes Neubert, Intendant der Wiener Symphoniker, wird Ende 2019 die Wiener Symphoniker nach dann neun Jahren verlassen.

„Nach neun erfolgreichen Jahren bei den Wiener Symphonikern ist es Zeit für neue Herausforderungen“, erklärte Johannes Neubert zu seiner Entscheidung. „Ich gehe natürlich mit einem weinenden Auge, glaube aber, dass ich das Orchester in einer sehr guten Verfassung und mit einer äußerst vielversprechenden Zukunft hinterlasse. Ich bin sehr dankbar dafür, dass ich gemeinsam mit den Mitgliedern des Orchesters, unserem Chefdirigenten Philippe Jordan, unseren Gremien und allen anderen Mitarbeitern des Vereins Wiener Symphoniker an dieser großartigen Entwicklung mitwirken konnte.“

Orchestervorstand Thomas Schindl fügte hinzu: „Auch die Musikerinnen und Musiker der Wiener Symphoniker danken Johannes Neubert für seinen immensen Einsatz und seinen unersetzlichen Beitrag zu der überaus positiven Entwicklung des Orchesters in den letzten Jahren.“

Veronica Kaup-Hasler, Wiens Stadträtin für Kultur und Wissenschaft, kommentierte die Entscheidung: „Wir bedauern, aber respektieren diese persönliche Entscheidung zutiefst. Johannes Neubert hat viel dazu beigetragen, dass Wien weltweit um sein städtisches Orchester, das die Wiener Symphoniker ja sind, beneidet wird. In Herrn Neuberts Ägide fielen die Bestellung von Philippe Jordan als Chefdirigent (wie auch dessen designiertem Nachfolger Andrés Orozco-Estrada) und die damit verbundenen künstlerischen Höhenflüge der jüngeren Vergangenheit wie beispielsweise den umjubelten Beethoven-Zyklus des Orchesters oder das Berlioz-Projekt der laufenden Saison. Neubert verantwortete aber auch wichtige Reformschritte wie die Verhandlung eines neuen Orchesterkollektivvertrags, um die Zukunft der Wiener Symphoniker nachhaltig abzusichern, und führte das Orchester in gleichberechtigte Partnerschaften mit den Wiener Konzerthäusern. Außerdem sind die Wiener Symphoniker das zentrale Orchester des Theater an der Wien. Wir werden nun mit Nachdruck daran arbeiten, Herrn Neuberts Nachfolge zu regeln.“

Johannes Neubert wurde in Jena, Deutschland geboren und studierte von 1987 bis 1992 Querflöte an den Hochschulen für Musik Leipzig und Berlin. Nach dem Diplom und einer kurzen Tätigkeit als Flötist im Berliner Sinfonie-Orchester, dem heutigen Konzerthausorchester Berlin, studierte er in Hamburg und London Kulturmanagement. Nach Stationen bei der English National Opera London, der Musikalischen Jugend Österreichs (Jeunesse) in Wien und als persönlicher Referent Christoph Lieben-Seutters am Wiener Konzerthaus war Neubert von 2002 bis 2010 Künstlerischer Geschäftsführer des Tonkünstler-Orchesters Niederösterreich und von 2005 bis 2010 zusätzlich auch Geschäftsführer des von ihm mitbegründeten Grafenegg Festivals. Seit Jahresbeginn 2011 ist er Intendant der Wiener Symphoniker.
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BERND WEIKL: SINGEN IN DER OPER, ALS THERAPIE UND IN DER POST UND POSTPOSTMODERNE

in diesem Buch habe ich in einer theoretischen Gesangstunde mit Text und Grafiken erläutert, wie der Körper eines Sängers jahrelang trainiert werden muss, um eine tragfähige Stimme zu erhalten, die ohne Körpermikrophone große Theaterräume füllen kann und muss. 

Kammersänger Prof. Dr. Bernd Weikl

ISBN: 978-3-96023-129-5

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