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INFOS DES TAGES (MITTWOCH, 19. MAI 2021)

19.05.2021 | Aktuelles

INFOS DES TAGES (MITTWOCH, 19. MAI 2021)

OPÉRA NATIONAL DE PARIS: Der Spielplan 2021/2022

Die Opernhäuser kommen endlich langsam mit ihren Spielplänen für die Saison 2021/22 heraus. Gestern hat die Opéra National in Paris ihre kommende Saison vorgestellt.

Zu den Höhepunkten zählen „Der fliegende Holländer“ mit Tomasz Konieczny in der Titelrolle, Günther Groissböck als Daland und Ricarda Merbeth als Senta. „Rigoletto“ kommt gleich mit zwei starken Besetzungen: Joseph Calleja, Željko Lučić und Irina Lungu teilen sich die Vorstellungen mit Dmitry Korchak, Ludovic Tézier und Nadine Sierra. Benjamin Bernheim wird Gounod’s „Faust“ sein, Anita Rachvelishvili taucht in „Chowanschtschina“ auf, Ailyn Perez wird die „Manon“ singen. Simone Young wird „Parsifal“ und Semyon Bychkov „Elektra“ dirigieren, die von Christine Goerke gesungen wird, Waltraud Meier soll die Klytämnestra sein.  Bernstein’s Oper „A quiet place“, die 1986 an der Wiener Staatsoper aufgeführt und vom Komponisten dort selbst dirigiert wurde, steht auch auf dem Spielplan der Pariser Oper. Hier das komplette Programm: https://www.operadeparis.fr/en/programme-and-tickets/season-21-22/

Lukas Link
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Wiener Staatsoper: Besetzungsänderungen in »Der Rosenkavalier« und »Macbeth«

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„Der Rosenkavalier“. Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn
 
Anstelle von Martina Serafin singt Marlis Petersen die Marschallin in der Juni-Vorstellungsserie von Der Rosenkavalier (Vorstellungen am 13., 16. und 20. Juni 2021) – die deutsche Sopranistin wird die Rolle erstmals am Haus verkörpern.

Am 24. und 28. Juni 2021 übernimmt Anna Pirozzi, die Abigaille der Nabucco-Vorstellung im Jänner, die Partie der Lady Macbeth in Macbeth anstelle von Martina Serafin – ebenfalls ihr Rollendebüt am Haus.

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WIENER STAATSOPER: Auftakt zur Monteverdi-Trilogie im Haus am Ring
 
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»L’incoronazione di Poppea„. Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn
 
»L’incoronazione di Poppea ist das House of Cards des 17. Jahrhunderts: ein groß angelegtes, sarkastisches Sittengemälde über den Aufstieg einer Frau zur Kaiserin. Sie – Poppea – ist bereit, für ihre Karriere über Leichen zu gehen – aber alle anderen, auf die sie trifft, sind es auch. Kaiser Nero verstößt seine rechtmäßige Ehefrau Ottavia zugunsten Poppeas, Ottavia zwingt den von ihr abhängigen Ottone zu einem Mordanschlag, Ottone missbraucht die Liebe Drusillas und so weiter und so weiter. Am Ende gibt es einen Toten und viele gesellschaftlich Tote, viele Täter und noch mehr Opfer. Poppea und Nero haben ihr Ziel erreicht, sie sind das neue Kaiserpaar.«

Dieses »House of Cards des 17. Jahrhunderts«, wie im oben zitierten Text von Dramaturgin Ann-Christine Mecke für die Mai-Ausgabe des Staatsopern-Magazins Opernring 2 zu lesen ist, kommt am 22. Mai 2021 zur Premiere, die zahlreiche Künstler*innen-Hausdebüts mit sich bringt:

Regisseur Jan Lauwers zeigt mit L’incoronazione di Poppea erstmals eine seiner Arbeiten an der Wiener Staatsoper. Dramaturgin Anne do Paço erläutert: Wie meist in seinem künstlerischen Schaffen wird auch hier die Bühne zu einer Arena, zu einem zunächst ortlosen Raum, in dem sich Schichten des Realen, der Fiktion und des Historischen überlagern. Es sind die Darsteller, die Sängerinnen und Sänger sowie eine Gruppe von Tänzerinnen und Tänzern, die Jan Lauwers in das Geschehen integriert, die im Moment der Aufführung durch ihren Gesang, ihr Spiel, ihren Tanz, ihr Menschsein den Raum zum Ort jener ungeheuerlichen Geschichte über den Aufstieg Poppeas zur römischen Kaiserin werden lassen. Der Boden, auf dem das geschieht, ist ein barocker Alptraum: ein gigantisches Gewirr aus Leibern – Leichenfeld nach einer verlorenen Schlacht oder exzessive Orgie oder beides?

Jan Lauwers im Interview:
»Poppea ist eine erotische, gewalttätige Oper und für das Wiener Publikum möchte ich ebendiese erotische und gewalttätige Welt, die Monteverdi erschaffen hat, enthüllen. Der Inhalt der Oper ist fast nicht zu ertragen. Poppea sagt zum Beispiel an einer Stelle: Wenn du arm bist, musst du keine Angst vorm Sterben haben, weil dein Leben ohnedies erbärmlich ist. Unglücklich sind die Reichen, denn sie wollen nicht sterben! Diese unmoralischen Aussagen sind unglaublich interessant. Poppea ist heute sehr aktuell. Der heutige radikale Kapitalismus ist derselbe wie zu der Zeit von Poppea und Nero.
[…] ich hoffe mit dieser Produktion, die wir gemeinsam mit dem Dirigenten Pablo Heras-Casado und all den wunderbaren Sängerinnen und Sängern […] machen, werden wir Corona zeigen, dass wir als menschliches Wesen überleben und über uns hinauswachsen.«

Ein weiterer Hausdebütant steht am Dirigentenpult. Pablo Heras-Casado, vielfach preisgekrönter spanischer Dirigent, dessen weitgespanntes Repertoire von der Spätrenaissance bis in die Gegenwart reicht:

»Monteverdi begleitet mich seit den frühen Jugendtagen. Mehr noch, er war verantwortlich für die ersten musikalischen Schock-Erlebnisse meines Lebens: Inmitten der vielen Renaissance-Werke eines Palestrina, Orlando di Lasso oder Tomás Luis de Victoria, die wir im Knabenchor sangen, wirkte Monteverdis ungemeine Modernität – seine Experimentierfreudigkeit in puncto Harmonik, Form und Rhythmik, der Einsatz von überraschenden Dissonanzen, die bewussten Stilmischungen, die instrumentale Gesangsführung, die Vokalmusik imitierende Schreibweise für Instrumente, die ungewohnten Kombinationen von Klängen, dieses Universum an Emotionen – elektrisierend, aufrüttelnd, ja zunächst sogar verstörend auf mich. Für seine Zeitgenossen muss seine Musik ähnlich revolutionär gewirkt haben wie der Rock’n’Roll in den 1950er-Jahren. Kein Wunder, hat er doch so vieles, nicht zuletzt zunächst in seinen Madrigalbüchern, vorweggenommen, und ausprobiert, Regelverstöße zur Regel erhoben, die kompositorischen Möglichkeiten ins Unermessliche gesteigert – und das bis ins hohe Alter. […] Allen voran ist Poppea ein Meisterwerk der psychologischen Porträtkunst – das erste seiner Art wohlgemerkt. Denn hier erlebt das Publikum, abgesehen von den drei allegorisch-göttlichen Wesen Fortuna, Amor und Virtù im Prolog und der Göttererscheinung der Minerva, echte Menschen, historisch berühmte Persönlichkeiten, aber ebenso Charaktere aus dem einfachen Volk, wie zum Beispiel Soldaten oder Ammen. Und all diese Menschen sind so vielschichtig beschrieben, wie sie ein Shakespeare nicht treffender hätte auf die Bühne stellen können.«

Und auch im Orchestergraben gibt es ein spätes Hausdebüt: Mit L’incoronazione di Poppea ist das weltbekannte Ensemble Concentus Musicus Wien – gegründet von Nikolaus Harnoncourt und seiner Frau Alice – erstmals in der Wiener Staatsoper zu erleben.

Es spielen insgesamt 47 Musiker*innen – ein deutlich größer besetztes Orchester als es heute üblich geworden ist bei diesem Werk. Doch zu Monteverdis Zeiten war es selbstverständliche Praxis, die Orchestergröße der Spielstätte anzupassen, und der Ort der Uraufführung in Venedig war ein Theater für fast 1.000 Menschen. Monteverdi selbst gab in der Partitur keine Angaben zur tatsächlichen Orchestergröße, ebenso nicht zur konkreten Instrumentation, wie Pablo Heras-Casado erklärt: »Dem Variationsreichtum waren zu Monteverdis Zeiten keine Grenzen gesetzt. Wichtig war lediglich, dass die Grundidee erhalten blieb. Und das gilt auch für die aktuelle Produktion, für die ebenfalls in einem spannenden, kreativen Prozess erst während der Probenarbeit, die endgültigen Entscheidungen bezüglich der Instrumentation getroffen werden: abhängig vom Raum, dem dramatischen Fluss, reagierend auf die Inszenierung, im Zusammenspiel mit den Sängerinnen und Sängern, dem Orchester […]«. 

Den Nerone verkörpert Kate Lindsey, die am Haus u. a. schon in der Titelpartie von Orlando Erfolge feierte. Die Poppea singt Slávka Zámečníková – die junge slowakische Sängerin ist seit dieser Saison im Ensemble und singt u. a. nach der Norina in Don Pasquale und der Frasquita in Carmen ihre erste Titelpartie an der Staatsoper.

In weiteren Hauptpartien debütieren der katalanische Countertenor Xavier Sabata als Ottone, die deutsche Mezzosopranistin Christina Bock – sie wird ab der nächsten Spielzeit Ensemblemitglied der Wiener Staatsoper sein – als Ottavia und der international gefeierte Bassbariton Sir Willard White als Seneca.

Die Premiere am 22. Mai wird ab 18.30 Uhr live auf play.wiener-staatsoper.at übertragen. Radio Ö1 strahlt live zeitversetzt ab 19.30 Uhr aus.

Einen ersten Einblick geben Dirigent Pablo Heras-Casado, »Poppea« Slávka Zámečníková, »Nerone« Kate Lindsey sowie Musiker*innen des Concentus Musicus Wien mit dem Schlussduett »Pur ti miro« hier.

Auf dem Youtube-Kanal der Wiener Staatsoper wird vor der Premiere wieder eine »digitale Einführungsmatinee«, moderiert von Direktor Bogdan Roscic, veröffentlicht.

Weiterführende Informationen:

L’incoronazione di Poppea auf der Website der Wiener Staatsoper
»Über Leichen«, Text von Ann-Christine Mecke
»Eine Originalfassung wäre utopisch«, Text über die Wiener Fassung von Oliver Fourés (Übersetzung: Sergio Morabito)
Kate Lindsey und Jan Lauwers über L’incoronazione di Poppea (Youtube)

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OPER GRAZ: Tan(z)Go! – die erste Premiere nach dem Lockdown
Anlässlich eines Interviews zur morgigen Premiere der Neuproduktion „Tan(z)Go!“ sprechen Ballettdirektorin Beate Vollack und der Akkordeon-Virtuose und Komponist Goran Kovačević über das Phänomen Tango:

Ein berühmter Tango-Tänzer sagte einmal, dass das „Geheimnis des Tangos in diesem Moment der Improvisation liegt“. Der klassische Balletttanz basiert hingegen auf genauen, präzisen Verabredungen. Wie geht das zusammen?

Beate Vollack: Genau das ist die große Herausforderung. Proben und festlegen, bis es spielerisch und leicht wie improvisiert und zufällig aussieht. Das Publikum erwartet ein Kaleidoskop an Emotionen und Begegnungen: Jeder, der diesen Abend erlebt, wird eine eigene Geschichte sehen. Nicht das Verstehen, vielmehr die Berührung, steht im Fokus. Am Anfang steht die Suche, die Sehnsucht eines Menschen. Wie es ausgehen wird – das muss man selbst erleben und fühlen. Auf der Bühne oder im Zuschauerraum.
Goran Kovačević: Improvisation ist ein Element des Tangos und auch diesen dehnen wir im Rahmen eines Tanzabends mit Ballett aus. Das ist spannend. Sicher nicht so frei wie an einem klassischen Tangoabend, aber so reagieren wir aufeinander. Kein Abend ist ganz genau gleich. Darin liegt der Reiz dieses gemeinsamen Tanzes.

Der Tango sei ein trauriger Gedanke, den man tanzen kann. Stimmen Sie dem zu?

Goran Kovačević: Ja, der Tango kann sehr traurig sein. Vielleicht würde ich eher sagen: melancholisch. Und im nächsten Atemzug, oder gleichzeitig, ist die Musik dann auch wieder voller Hoffnung. Die Atmosphäre wechselt manchmal sehr schnell hin und her, zwischen Freude und Melancholie.
Beate Vollack: Tango hat dabei so viel mit dem richtigen Leben zu tun. Volles Leben! Er geht immer in Extreme. Nie seicht, immer voll ins Gefühl hinein.

Premiere: 19. Mai 2021, 19.30 Uhr
Ein Tanzabend von Beate Vollack
Informationen & Tickets
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Bayerische Staatsoper: Spielzeitpräsentation 2021/22

Am 10. Juni um 18.00 Uhr stellt Ihnen hier per Livestream der designierte Intendant Serge Dorny gemeinsam mit dem neuen Generalmusikdirektor Vladimir Jurowski und Ballettdirektor Igor Zelensky die Pläne für die erste gemeinsame Spielzeit vor.

Seien Sie live dabei und erfahren Sie alles über die Premieren der neuen Saison, das Konzert- und Ballettprogramm und vieles mehr
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CHEMNITZ/ Theater Chemnitz: Generalintendant Dr. Christoph Dittrich verlängert Vertrag bis 2028

Wir freuen uns, Ihnen mitteilen zu dürfen, dass Generalintendant Dr. Christoph Dittrich seinen Vertrag mit der Stadt Chemnitz um weitere 5 Jahre verlängert hat. In Anwesenheit von Bürgermeister und Gesellschaftervertreter Ralph Burghart unterzeichnete er heute seine neue Vereinbarung, die bis 31. Juli 2028 Gültigkeit hat.

Theater Chemnitz
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Staatstheater Karlsruhe: Der Spielplan 2021/22

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Johannes Graf-Hauber, Geschäftsführender Direktor – Stefanie Heiner, Leiterin JUNGES STAATSTHEATER und VOLKSTHEATER – Nicole Braunger, Operndirektorin – Anna Bergmann, Schauspieldirektorin – Bridget Breiner, Ballettdirektorin – Uta-Christine Deppermann, Künstlerische Betriebsdirektorin – Dorothea Becker, Orchesterdirektorin – Georg Fritzsch, Generalmusikdirektor. (Copyright Arno Kohlem)

Die Opernsaison startet unter der musikalischen Leitung von Yura Yang mit Wolfgang Amadeus Mozarts Dramma giocoso Die Gärtnerin aus Liebe. Es folgt das heitere Operetten-Beziehungsdrama Gräfin Mariza von Emmerich Kálmán. Valentin Schwarz wurde für seine Inszenierung von Gaetano Donizettis Don Pasquale mit dem Ring-Award ausgezeichnet. Sie wird in Kooperation mit der Opéra National de Montpellier im Januar 2022 auch am STAATSTHEATER zu sehen sein. Gioacchino Rossinis Der Barbier von
Sevilla feiert Ende März Premiere. Weitere Höhepunkte der Saison sind laut Operndirektorin Nicole Braunger im Mai 2022 das Karlsruher Opernregiedebüt der slowakischen Regisseurin Sláva Daubnerová mit Richard Straussʾ Salome und zum Abschluss der Opernsaison Giuseppe Verdis Aida. Das Musikdrama Hercules ist die Premiere der INTERNATIONALEN HÄNDEL-FESTSPIELE 2022, auch Benjamin Lazars Erfolgsproduktion Tolomeo wird wiederaufgenommen werden.

Hier können Sie unser Spielzeitheft mit dem Programm der kommenden Saison herunterladen: http://www.staatstheater.karlsruhe.de/media/docs/bast_shz_21_22_web.pdf

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WIEN: L.E.O.- SPIELPLAN Juni-August 2021

PANIERTE CANARI AUF VOGERLSALAT
Swing mit Lachmuskelmassage
Nun flattern die drei Canari endlich live auf die Bühne. Nach 8 Wochen Gezwitschere auf Youtube freuen sie sich schon riesig, ihr Publikum in einer rasanten Show mit schwungvoller Swingmusik zu bezirzen. Die vielen Hits werden dargeboten von Kerstin Grotrian, Maria Lukasovsky und Elena Schreiber. Als „Birdwatcher“ begleitet Andreas Brencic am Klavier.
Termine: Di, 1. & Fr, 11. Juni 2021 (Beginn: 19.30 Uhr)

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©Christa Fuchs

LIEDER DER NACHT
Wir entführen Sie in Nachtlokale und morbide Szenerien im Stil der 20er- und 30er-Jahre, wo Sie vom argentinischen Tango über Brechts Dreigroschenoper bis zu schrägen Chansons von Friedrich Hollaender vieles erleben, was sich in der aufgeheizten Stimmung jener Jahre künstlerischen Ausdruck verschaffte. Es singen und spielen Annette Fischer, Maria Theresia Mühlbacher, Lenneke Willemsen, Wojciech Czaja und Stefan Fleischhacker.
Rugiada Lee begleitet am Klavier, Stefanie Prenn spielt Cello.
Termine: Mo, 7. / Mi, 9. & Do, 10. Juni 2021 (Beginn: 19.30 Uhr)

Giuseppe Verdi: OTELLO

Premiere
Zum ersten Mal in der 22-jährigen L.E.O.-Geschichte sehen und hören Sie diesen Opernkrimi der Sonderklasse mit Intrigen, Eifersucht, Mord und Todschlag vom Feinsten, eingebettet in magische Klänge und spannungsgeladene Atmosphäre.
Unsere allseits beliebte Mezzosopranistin Elisabeth Wolfbauer wird in der Rolle der Emilia, der leidgeprüften Gattin des Oberschurken Jago, durch die nervenzerfetzende Handlung führen. Jago selbst wird gesungen vom wunderbaren Rumen Dobrev. Den unglücklichen Otello gibt Hausherr Stefan Fleischhacker und Maria Lapteva die schlussendlich häuslicher Gewalt zum Opfer fallende Desdemona. Am Klavier begleitet wieder die kongeniale Kaori Asahara.
Termine: Mi, 30. Juni / Sa, 3. + Di, 6. Juli 2021 (Beginn: 19.30 Uhr)

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©Christa Fuchs

FRÄULEIN MARIE UND DER G’SCHUPFTE FERDL
Wenn der g‘schupfte Ferdl mit dem Fräulein Marie den Frühling im Mondschein genießt, dann ist ein großes Ramasuri garantiert! Erleben sie die temperamentvollen Unterhaltungskanonen Kerstin Grotrian und Raimund Stangl, wie sie zwischen Wienerlied und leichtfüßiger Operette schwelgend den Schwalben nachschauen und mit ihnen gemeinsam in den Himmel tanzen.
Das perfekte Programm für einen lauen Sommerabend voller Humor und Leichtigkeit!
Termine: So, 18. & Mo, 19. Juli / Fr, 13. & So, 15. August 2021 (Beginn: 19.30 Uhr)

PFEIF AUF WIEN II
Ein Fortsetzungsroman
Das Wien des 20. Jahrhunderts war voller Vergnügungs-Etablissements aller Art. Dort vermischten sich Wiener Lied mit jüdischem Kabarett, Texte mit Musik und Geist mit Zote. Volkssängerinnen und Witzeerzähler traten neben scharfsinnigen Sprachkünstlern und Chansonniers auf wie z.B. Hermann Leopoldi, Ralph Benatzky, Fritz Grünbaum und Karl Farkas. Sie alle und auch ihr Publikum hatten in den heißen Sommermonaten genug von der Stadt und übersiedelten in die Sommerfrische.
Die atemberaubende Diseuse Elena Schreiber, der Impresario und Kunstpfeifer Stefan Fleischhacker, der Sprachkünstler Robert Kolar und der vielseitige Pianist Andreas Brencic begeben sich auf die Spuren dieser Sommerfrische, so dass auch Sie, verehrte Gäste, sich an diesem Abend gleich wie im Urlaub fühlen können.
Termine: Mo, 23., Mi, 25. & Di, 31. August 2021 (Beginn: 19.30 Uhr)

LETZTES ERFREULICHES OPERNTHEATER L.E.O.
Tel. +43-680-335 47 32 / karten@theaterleo.at / www.theaterleo.at / Ungargasse 18, A-1030 Wien
Einheitspreis € 30 (ermäßigte Tickets für Schüler & Studenten € 15.-)
VORVERKAUF: Wien Ticket (www.wien-ticket.at, 01/58885)
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ICH GEH #SICHER WIEDER INS KINO

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ÖSTERREICHISCHE NATIONALBIBLIOTHEK: DAS BESONDERE OBJEKT

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Frauenschicksal im Prunksaal der Österreichischen Nationalbibliothek

Einer der ältesten griechischen Papyrustexte ist seit heute im Prunksaal der Österreichischen Nationalbibliothek ausgestellt: „Die Klage der Artemisia“, ein außergewöhnlicher Papyrus aus dem 4. Jahrhundert v. Chr. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Das besondere Objekt“ wurde der Text per Online-Wahl ermittelt, der Expertenvortrag dazu findet am Dienstag, 1. Juni 2021 statt. Ein kurzes Video ist bereits jetzt abrufbar.

Im Rahmen der Reihe „Das besondere Objekt“ zeigt die Österreichische Nationalbibliothek Highlights aus ihren Beständen, die aus konservatorischen Gründen nur höchst selten präsentiert werden können. Die Objekte werden von einem breiten Publikum online ausgewählt und für jeweils zwei Monate – zusätzlich zur Sonderausstellung „Die Donau“ – im Prunksaal ausgestellt.

Das aktuelle besondere Objekt stammt aus der Papyrussammlung: Artemisia, eine in Memphis lebende Griechin des 4. vorchristlichen Jahrhunderts, klagt in dem Papyrus über den Vater ihrer verstorbenen Tochter. Dieser hatte dem Mädchen ein Grab verweigert und dadurch ihr jenseitiges Leben in Gefahr gebracht. Zur Strafe ruft Artemisia ein ägyptisches Gottesgericht an: Die Götter sollen auch dem Vater sein Grab verwehren und ihn und sein Vermögen schädigen. Der außergewöhnliche Text enthält Elemente eines Fluches, verzichtet aber auf jede Magie, er ähnelt dadurch einer gerichtlichen Klage. Artemisia richtet ihr Schreiben jedoch nicht an ein irdisches Gericht, denn die Tat des Vaters war nicht rechtswidrig. Umso eindringlicher fällt ihre Klage an das Göttertribunal aus.

Unter dem Thema „Beziehungskrisen. Klagen und Beschwerden aus dem alten Ägypten“ stellten sich im Jänner 2021 drei antike Papyri zur Wahl, die Freud und Leid persönlicher Beziehungen vor rund 2.000 Jahren erfahrbar machen. „Die Klage der Artemisia“ konnte sich bei dieser Abstimmung gegen „Orakelfrage: Soll ich heiraten?“ und „Beschwerdebrief einer Ehefrau“ durchsetzen.

Der Expertenvortrag zu diesem außergewöhnlichen Objekt findet am Dienstag, 1. Juni 2021 um 18 Uhr statt, Dr. Claudia Kreuzsaler präsentiert dabei die interessante Geschichte des Objektes; einen Vorgeschmack auf den Vortrag bietet das kurze Video.

Interessierte können seit gestern auch an der neuen Online-Wahl zum „besonderen Objekt“ teilnehmen. Diesmal stehen drei Werke zum Thema „Wien, Wien nur du allein“ zur Auswahl. Das Siegerobjekt ist dann ab Ende September im Prunksaal zu sehen.

Mehr Info

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WIEN-FESTIVAL 2021: netzzeit: KISMET UND MASEN von Antonio Fian

Im Rahmen des netzzeit-Festivals 2021 OUT OF CONTROL und des WIR SIND WIEN.FESTIVAL 2021 wird im Juni auf öffentlichen Plätzen Wiens die musikalische Komödie KISMET UND MASEN aufgeführt. Premiere ist am 7. März im Hof vom MQ. Schauplatz dieser ungewöhnlichen türkisch-österreichischen Lovestory ist Favoriten und die Gegensätze zwischen der türkischen Friseurtochter und dem Sohn einer rechten Nationalratsabgeordneten könnten kaum größer sein.

Das Stück und die deutschen Lyrics kommen von Antonio Fian, dem Autor mehrerer Bühnendramen und Prosabücher und Schöpfer der regelmäßig in „Der Standard“ erscheinenden Dramolette.

Klang-Kapazunder Heinz Ditsch vom „Kollegium Kalksburg“ komponierte die Musik. Er spielt gemeinsam mit dem Trio Gurus Šrâmł Kvaţet, der crosskulturellen Musikgruppe, die sich dem traditionellen Wienerlied verschrieben hat, Songs zwischen Wienerlied und orientalischen Richard-Wagner-Travestien.

Die musikalische Komödie beleuchtet eine türkisch-österreichische Lovestory in Favoriten, in der die Gegensätze zwischen einer türkischen Friseurtochter und dem Sohn einer rechten Nationalratsabgeordneten kaum größer sein könnten.
Gespielt wird auf Wiener Märkten und Plätzen, als Freilicht-Event im öffentlichen Raum, dort, wo die handelnden Personen leben – vom kleinen Ladenbesitzer bis zur Nationalratsabgeordneten samt Familien.

DER EINTRITT IST FREI!
Termine und Orte:
 02.06.2021 Volkertmarkt (Voraufführung)
 07.06.2021 Hof des Museumsquartiers (Premiere)
 12.06.2021 Meidlinger Markt
 16.06.2021 Yppenplatz
 20.06.2021 Wallensteinplatz
 21.06.2021 Floridsdorfer Markt
Vorstellungsbeginn ist jeweils um 19.45 Uhr
Sollten wetter- oder covidbedingt eine oder mehrere Vorstellungen nicht stattfinden können, gibt es einen optionalen Ersatztermin am 22.06. am Volkertmarkt.

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 ORF : Die „Science Busters“ feiern: „Das Universum ist so cool! – 80 Jahre Heinz Oberhummer“ am 19. Mai um 22.05 Uhr in ORF 1

Mit Puntigam, Freistetter, Jungwirth, Oberzaucher, Gunkl, Moder und Weinberger =

Wien (OTS) – Hoch soll er leben! Am 19. Mai 2021 wäre der sprunggewaltige Physiker und Mitbegründer der „Science Busters“ 80 Jahre alt geworden. Leider kann er schon seit 2015 seinen Geburtstag nicht mehr feiern. Aber er ist alles andere als vergessen! Deshalb lassen alle „Science Busters“ in der Spezialausgabe „Das Universum ist so cool! – 80 Jahre Heinz Oberhummer“ am Mittwoch dem 19. Mai 2021, um 22.05 Uhr in ORF 1 ihren Freund und Lieblingsmusiker hochleben. Beim Wiedersehen mit dem Jubilar wird dieser einmal mehr auf unvergleichliche Art mit seiner Gitarre die Faszination des Universums besingen.

Fans des Wissenschaftskabaretts finden viele weitere Folgen der „Science Busters“ auch auf Flimmit (www.flimmit.at).

„Science Busters“ ist eine HD-Produktion der Gebhardt Productions GmbH im Auftrag des ORF.
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Deutschland: Irritationen über akademische Laufbahn von Kanzlerkandidatin Baerbock

Die Kanzlerkandidatin der Grünen, Annalena Baerbock, rückte ihre akademische Laufbahn in den Mittelpunkt. Umso relevanter erscheinen die Fragen: Bezeichnet sie sich zu Recht als Völkerrechtlerin? Und: Warum wurde ihr Lebenslauf mehrfach geändert?

Am vergangenen Dienstag, drei Wochen nach der Nominierung Annalena Baerbocks zur Kanzlerkandidatin, griff ein Wahlkampfsprecher der Grünen zu einer ungewöhnlichen Maßnahme. Er veröffentlichte bei Twitter Fotos von Dokumenten.
Sie sollten beweisen, über welche akademischen Abschlüsse Baerbock verfüge: einen Master of Laws von der renommierten London School of Economics (LSE), dazu einen Abschluss der Universität Hamburg in Politikwissenschaft.

Das Wahlkampfteam versuchte so, der Lage Herr zu werden. Denn im Netz kursierte die Behauptung, Baerbock habe kein Erststudium abgeschlossen. Ihre akademische Leistung beschränke sich auf ein zehnmonatiges Masterprogramm in London.

Politisch ist das hoch relevant – denn Baerbock selbst stellte ihre akademische Karriere im Ringen um die Frage, ob sie oder ihr Parteivorsitzenden-Kollege Robert Habeck ins Rennen ums Kanzleramt geschickt würde, mehrfach gezielt heraus. In einem Interview im Norddeutschen Rundfunk etwa düpierte die 40-Jährige ihren Rivalen geradezu. Während Habeck sich „vom Hause her“ mit „Hühnern, Schweinen, Kühe melken“ auskenne, komme sie „vom Völkerrecht“.

VERBAERBOCKT
Kühemelker Habeck und die andere Welt des Medienlieblings Baerbock

Doch einem Blogger aus Berlin fiel eine Ungereimtheit in ihrem Lebenslauf auf: Auf Baerbocks Internetseite gibt sie zwar den Londoner Masterabschluss in Völkerrecht an, jedoch keinen Abschluss ihres vorherigen Studiums der Politikwissenschaften und des Öffentlichen Rechts in Hamburg. Bei Twitter sorgte dies für Aufruhr: Hatte die Grüne ihr Studium in Hamburg gar nicht erfolgreich absolviert – und wenn ja, warum konnte sie dennoch den Master in London anschließen?

Plötzlich taucht unter einem Artikel eine Aktualisierung auf:
Geht man diesen Fragen nach, stößt man auf Ungereimtheiten: Ein ehemaliger Professor Baerbocks in Hamburg gibt auf Nachfrage von WELT AM SONNTAG zunächst an, sie habe sehr wohl einen Abschluss erlangt. Der Fall könnte damit erledigt sein. Doch dann taucht plötzlich unter der Onlineversion eines zwei Jahre alten Artikels der „Süddeutschen Zeitung“ eine Aktualisierung auf: „In einer vorigen Fassung des Texts hatten wir angegeben, Frau Baerbock habe einen Bachelorabschluss. Dies ist nicht korrekt.“

Über jenen Bachelorabschluss, den es nun wohl doch nicht gibt, berichteten in den vergangenen Jahren auch viele andere Medien – und selbst die Grünen-nahe Heinrich-Böll-Stiftung führte ihn fälschlicherweise an.

Es gibt eine Erklärung für die Verwirrung: Zu Baerbocks Studienzeit in Hamburg, 2000 bis 2004, schloss man das Studium mit einem Diplom ab, nicht mit dem Bachelor. Daraus aber ergibt sich eine neue Frage: Hat Baerbock denn ein Diplom? Die Grünen beantworten die Frage selbst. Auf den bei Twitter vom Wahlkampfteam veröffentlichten Dokumenten steht „Vordiplom“ – also Abschluss lediglich des Grundstudiums.

Auf Nachfrage korrigiert sich nun auch Baerbocks Professor: Das mit dem Vordiplom könne sein. Er erinnere sich nicht genau. Bleibt die Frage, warum Baerbock ohne regulären Studienabschluss ihr Anschlussstudium in London antreten konnte? Im Netz lässt es sich aufklären: Auf einer älteren Version der Internetseite der LSE steht, deutsche Studenten könnten sich auch ein Vordiplom als Zugangsvoraussetzung anerkennen lassen.

Alles geklärt, könnte man meinen. Dann aber tauchte am Dienstag wieder eine Korrektur auf, diesmal im Lebenslauf auf der Internetseite Baerbocks: Das Wort „Völkerrecht“ wandelte sich in „Public International Law“. Und: Beim Studium in Hamburg fehlt nun das Fach Öffentliches Recht. Bei zumindest letzterem, teilt die Grünen-Pressestelle auf Anfrage mit, handele es sich um ein Versehen.

Die Irritation um Baerbocks Bildungsweg scheint aber noch nicht ausgeräumt. Ihre Wikipedia-Seite verzeichnet seit Dienstag rund 50 Änderungen. Einig sind sich die Bearbeiter in einem: Als Völkerrechtlerin solle sie nicht mehr bezeichnet werden, weil sie keine Volljuristin nach gängigen Standards mit zwei Staatsexamen sei.

Von Lennart Pfahler
Redakteur Nachrichten und Gesellschaft

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Zitat Ende

Zur Klarstellung: Wir vom Online-Merker mengen uns nicht in deutsche Innenpolitik ein. Eine deutsche Kanzlerkandidatin muss nicht zwingend Völkerrechtlerin und Voll-Juristin sein. Sie soll bloß nicht damit angeben und ihren Parteifreund herabsetzen. Der mir politisch ziemlich fernstehende Dr. Robert Habeck hat so eine Gegenkandidatin nicht verdient und muss aus Parteiräson und wohl auch aus Ritterlichkeit über den Baerbock-Ausraster hinwegsehen. Charakter darf jeder Wähler bei Leuten, die für eine Wahl von einer seriösen Partei nominiert wurden, voraussetzen.

Derart präpotente Herabsetzungen war ich bislang nur von einem kleinen Teil unseres Diskussionsforums gewöhnt – aber zum Glück kommen solche Leute nie in die Nähe ein Kanzlerschaft, noch dazu in Deutschland!

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