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INFOS DES TAGES (MITTWOCH, 19. JUNI 2019)

19.06.2019 | Aktuelles

INFOS DES TAGES (MITTWOCH, 19. JUNI 2019)

WIEN/ Staatsoper: Premiere OTELLO  am Donnerstag (20.6.)


Aleksandrs Antonenko (Otello). Foto: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn


Olga Bezsmertna (Desdemona). Foto: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Vladimir Sulimsky (Jago) Aleksandrs Antonenko (Otello). Foto: WienerStaatsoper/Michael Pöhn

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Wiener Staatsoper gründet in der Spielzeit 2020/21 ein Studio für junge Sängerinnen und Sänger

Designierter Direktor Bogdan Roscic und Musikdirektor Philippe Jordan kündigen Start eines Ausbildungsprogramms für Künstler der nächsten Generation an

Die Wiener Staatsoper wird mit Beginn der Direktionszeit von Bogdan Roscic und Musikdirektor Philippe Jordan im Herbst 2020 ein Studio für junge Opernsängerinnen und Opernsänger gründen. Dieses Nachwuchsprogramm unter der Leitung des Baritons Michael Kraus richtet sich an Künstlerinnen und Künstler mit abgeschlossener Gesangsausbildung, deren Talent und Können eine Karriere auf internationalem Niveau versprechen. Es wird ihnen die Möglichkeit bieten, die im Studium erworbenen Kenntnisse zu vertiefen und von der Erfahrung etablierter Künstlerinnen und Künstler zu profitieren. Interessentinnen und Interessenten können sich ab sofort bis zum 30. September 2019 über die Homepage der Wiener Staatsoper bewerben.

Bogdan Roscic:

„Es ist bekannt, dass ein großes Repertoire-Haus wie die Wiener Staatsoper ohne ein exzellentes Ensemble nicht erfolgreich geführt werden kann. Dieses Ensemble wiederum muss in Philippes und meiner Sicht ergänzt werden durch ein Studio für junge Künstler, die darüber in das Haus hineinwachsen und das Ensemble immer wieder erneuern können. Ein solches Programm ermöglicht dem Haus nicht nur eine sehr frühe, intensive Beziehung zu den weltweit Besten der jeweils nächsten Generation, sondern fordert das Haus auch, sich auseinanderzusetzen mit fundamentalen Fragen zu Qualität, Tradition und umfassender Ausbildung singender Darsteller. Natürlich bietet die Staatsoper den Teilnehmern ideale Bedingungen, nicht nur durch ihren Rang, sondern auch durch die Breite des gebotenen Repertoires. Ich bin zuversichtlich, dass unser Programm sehr schnell eines der weltweit wichtigsten werden und schon bald spektakuläre Früchte tragen wird.“

Philippe Jordan:

„Die Arbeit mit jungen Sängerinnen und Sängern war und ist für mich immer eine verantwortungsvolle und inspirierende Herausforderung. Es gilt einerseits eigene Erfahrungen weiterzugeben und musikalischer Mentor zu sein, andererseits kann man sich von der Frische und jugendlichen Neugier begeistern lassen. Wir werden im Studio der Wiener Staatsoper eine neue Generation entdecken und fördern, die das Opernleben in der Stadt prägen und die Opernwelt zukünftig mitgestalten wird, davon bin ich überzeugt.“

Michael Kraus:


Michael Kraus beim Online-Merker (8.2.2017). Foto: Barbara Zeininger

„Ich freue mich über das mir von Bogdan Roscic und Philippe Jordan entgegengebrachte Vertrauen, zusammen mit einer internationalen Gruppe von Coaches und Mentoren meine Erfahrungen an die nächste Sängerinnen- und Sängergeneration weiterzugeben. Das Studio der Wiener Staatsoper wird den besten jungen Sängern ermöglichen, ihre Berufslaufbahn an einem der bedeutendsten Opernhäuser der Welt erfolgreich zu beginnen.“

Das Studio der Wiener Staatsoper wird ausgewählten jungen Sängerinnen und Sängern ein zweijähriges musikalisches und szenisches Ausbildungsprogramm bieten. Den Mitgliedern werden Fortbildungen in allen für den künstlerischen Reifeprozess junger Gesangskünstlerinnen und -künstler relevanten Bereichen geboten. Daneben bekommen sie auch die Möglichkeit, auf der Bühne der Wiener Staatsoper erste Schritte im internationalen Opernbetrieb zu unternehmen. Es sind – je nach Eignung – Auftritte in kleinen und größeren Partien im regulären Spielbetrieb des Repertoires geplant. Nach Abschluss des Programms sollen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer über all jene Fähigkeiten verfügen, die es ihnen ermöglichen, Teil einer erfolgreichen neuen Generation des internationalen Opernlebens zu sein.

Für das Programm können sich junge Sängerinnen und Sänger mit abgeschlossenem Gesangsstudium, die nach dem 1.1.1990 geboren wurden, über das Bewerbungsformular auf der Homepage der Wiener Staatsoper bewerben (www.wiener-staatsoper.at/studio)

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Musik (be)wirkt: Staatsopernkünstler gestalteten Benefizabend zugunsten von Superar im MuTh

 Auf Initiative von Staatsoperndirektor Dominique Meyer sangen und spielten am Montag, 17. Juni 2019, StaatsopernsängerInnen und -MusikerInnen zugunsten von Superar im Wiener MuTh unter dem Titel „Musik (be-)wirkt“.

Für den guten Zweck sangen die Opernstars Camilla Nylund, Rachel Frenkel, Piotr Beczala, KS Carlos Álvarez und KS Adrian Eröd; es musizierten Soloharfenistin Anneleen Lenaerts, das Ensemble „Philharmonic Five“, Pianistin Kristin Okerlund und – ebenfalls am Klavier – Dirigent Marco Armiliato gemeinsam mit den Wiener Sängerknaben und Kindern von Superar.

Der Reinerlös des gesamten Abends von rund 20.000 € kommt dem Verein Superar – „Music for Social Change“ zugute. Die Besucherinnen und Besucher freuten sich nicht nur über das besondere Konzerterlebnis, sondern konnten auch nach dem Konzert bei einer Party die KünstlerInnen persönlich kennenlernen und bei einer Tombola und einer Auktion spannende Preise gewinnen und Objekte ersteigern.

„Superar ist mir über die letzten Jahre sehr ans Herz gewachsen! Wenn man einmal, so wie ich, erlebt hat, mit welcher Hingabe und Begeisterung die Kinder gemeinsam musizieren, und wie sie sich über scheinbare Selbstverständlichkeiten wie ein paar neue Geigensaiten freuen, ist man von diesem positiven Feuer angesteckt. Und es ist einem klar: Superar muss unterstützt werden! Seit mehreren Jahren helfen wir nun dieser nachhaltigen Organisation bei der Akquise von Geldmitteln und weiteren Unterstützern. Ich freue mich ganz besonders, dass sich große Künstler der Wiener Staatsoper sofort zur Verfügung gestellt haben, einen Benefizabend zugunsten von Superar zu gestalten. Denn Musik wirkt und kann vieles bewirken“, so Staatsoperndirektor Dominique Meyer.

Über Superar:

Seit 2009 erhalten mehr als 3.000 Kinder und Jugendliche in ganz Österreich und sechs weiteren europäischen Ländern durch den Verein Superar kostenfreie und hochwertige musikalische Förderung. Über Musik sollen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in ihrem Selbstverständnis als Teil der Gesellschaft gestärkt werden. Gemeinsames  Musizieren in den Fächern Chor, Orchester und Musical dient als Mittel, um soziale, religiöse und nationale Grenzen zu überwinden und vermittelt Freude, Inspiration und Gemeinschaft.

Der gemeinnützige Verein wurde 2009 in Wien auf Initiative von Wiener Sängerknaben, Wiener Konzerthaus und der Caritas der Erzdiözese Wien in Anlehnung an die weltweit wirkende musikalische Bewegung el sistema gegründet und bildet, gemeinsam mit anderen Initiativen, ein weltweit umspannendes, musikalisches Netzwerk für sozialen Wandel.

„Es war in vielerlei Hinsicht ein unglaublich inspirierender Abend. Wir möchten uns bei im Namen der Kinder herzlich bei allen Künstlerinnen und Künstlern und vor allem bei Dominique Meyer für die Initiative bedanken. Music for Social Change hat gestern einen wunderbaren, herzerwärmenden Impuls erfahren!“, so Sabine Gretner, Geschäftsführerin von Superar.

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Wiener Staatsoper: Fotos L’ELISIR D’AMORE (Vorstellung vom 17.6.2019

Schmollend Saimir PIRGU

Die reizende Giannina BATTISTELLI

Urgestein Paolo RUMETZ als Quacksalber. Foto: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

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Österreichischer Musiktheaterpreis: René Kollo wird für sein Lebenswerk gewürdigt

Beim Österreichischen Musiktheaterpreis 2019 wird René Kollo mit dem Sonderpreis für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Er ist einer der bedeutendsten Startenöre unserer Zeit.


Rene Kollo.  © Thomas Jost

Innsbruck (LCG) – Startenor René Kollo erlangte Bekanntheit als Schlagersänger und sang an allen großen Opernhäusern der Welt. Vor allem mit seinen Rollen in den Wagner-Opern begeisterte Kollo die Öffentlichkeit. Karl-Michael Ebner, Initiator und Präsident des Österreichischen Musiktheaterpreises, wird den Ausnahmekünstler am kommenden Sonntag mit dem Sonderpreis für sein Lebenswerk auszeichnen.

„Als Opernsänger gastierte René Kollo an den bedeutendsten Opernhäusern der Welt und ist einer der größten Startenöre unserer Zeit. Mit ihm gewinnt ein weiterer Ausnahmekünstler den Österreichischen Musiktheaterpreis. Auch abseits der Oper brillierte Kollo. Als Schlagersänger begeisterte er die Öffentlichkeit und auch heute sorgt er mit seinen Kriminal-Romanen für Spannung“, gratuliert Ebner.

Zu den bisherigen Preisträgern, die in den vergangenen vier Jahren für ihr Lebenswerk gewürdigt wurden und Liebhaber klassischer Musik weltweit begeistern, zählt einer der wohl bedeutendsten Bassisten unserer Zeit, Kurt Rydl (2018), sowie Opernstar und Ausnahmestimme Grace Bumbry (2017), die sich seit ihrem Abschied von der Bühne mit der „Grace Bumbry Vocal and Opera Academy“ verstärkt für den Opernnachwuchs engagiert, der vielfach ausgezeichnete und international gefeierte Maestro Zubin Mehta (2016) und Neil Shicoff (2015), Träger des Österreichischen Ehrenkreuzes für Wissenschaft und Kunst I. Klasse.

Schon im vergangenen Jahr trat der renommierte Preis seine Reise in die Bundesländer an und gastierte in Graz. Heuer findet die Verleihung des diesjährigen Österreichischen Musiktheaterpreises am Sonntag, dem 23. Juni 2019, im Tiroler Landestheater in Innsbruck statt.

Österreichischer Musiktheaterpreis 2019

Am Sonntag, dem 23. Juni 2019, werden die Gewinner in den 14 Kategorien des Österreichischen Musiktheaterpreises beim Galaabend im Tiroler Landestheater in Innsbruck bekanntgegeben. Wer sich von den 51 Nominierten über einen „Oscar des Musiktheaters“ freuen darf, bestimmt die hochkarätig besetzte Medienjury. Erstmals werden heuer auch Festspiele ausgezeichnet. Weitere Informationen zum Österreichischen Musiktheaterpreis sowie zu den Nominierten in den jeweiligen Kategorien finden sich auf http://www.musiktheaterpreis.at.

Über René Kollo

Startenor René Kollo sang an den größten Opernhäusern der Welt: Der New Yorker Met, der Mailänder Scala und in St. Petersburg. Vor allem mit seinen Rollen in den Wagner-Opern begeisterte Kollo die Öffentlichkeit. Er wurde 1937 in Berlin geboren, in den 1950er-Jahren entdeckte er sein Talent und spielte autodidakt Schlagzeug, Kontrabass und Gitarre. Dabei trat Kollo in Jazzkellern auf und nahm zudem Schauspielunterricht und stimmpädagogischen Unterricht. Bekanntheit erlangte er als erfolgreicher Schlagersänger. Sein wohl größter Hit war die deutsche Version von „Hello Mary Lou“ (Original: Ricky Nelson). 1965 begann Kollo seine Karriere als Opernsänger am Staatstheater Braunschweig. Es folgten Gastauftritte an den bedeutendsten Opernhäusern der Welt, bei den Bayreuther und Salzburger Festspielen sowie regelmäßige Auftritte an der Deutschen Oper Berlin und der Bayerischen Staatsoper München. Kollo veröffentlichte zahlreiche Tonträger und ist Schirmherr des Musicals Ludwig in Füssen. Ein Hobby des Ausnahmekünstlers ist die Auseinandersetzung mit der Geschichte. So zeichnete er nicht nur seine eigene Lebensgeschichte auf, sondern veröffentlichte 2010 auch ein Buch zur deutschen Geschichte. Auch als Autor von Kriminalromanen im künstlerischen Umfeld machte sich Kollo einen Namen. Weitere Informationen auf http://www.kollo.com.

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VOR GÖTTWEIG NOCH IN DAS TEATRO COLON


Elina Garanca im Teatro Colon. Foto Facebook von Elisa Wagner

Soweit mir bekannt, ist Elisa Wagner eine in Südamerika tätige Veranstalterin, die auch Events für Anna Netrebko & Co. organisiert

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Wien/Festsaal „Haus der Ingenieure“: HOMMAGE AN GIUDITTA PASTA (Rossini, Bellini, Donizetti, Mercadante u.a.  (SONNTAG, 23.6.)

Es ist ein Benefizkonzert, dessen Reinerlös der „Foundation Nikolitsa“ zugedacht ist (hier auf Facebook:
https://www.facebook.com/NikolitsaFoundation/).

Diese Stiftung kümmert sich (in Zusammenarbeit mit der Bulgarischen Wissenschaftsakademie) um die Ausgrabung und Konservierung einer der ältesten christlichen Basiliken auf dem Balkan, deren Ruinen vor einigen Jahren in Rakitovo, der Heimatstadt von Marena Balinova zufällig beim Bau eines Fussballplatzes entdeckt wurde und die aus dem 4./5.Jahrhundert stammt.

Die Veranstalter machen das ganz formlos und werden eine Spendenbox aufstellen; der Eintritt zu dem Konzert ist frei!

Vienna – 23.06.2019 11:00h – Palais Eschenbach/Haus der Ingenieure

TV Report about the Sofia Recital (08.03.2019) .

Live on Youtube: Ah! non credea mirarti (Bellini, La Sonnambula).

Report about upcoming concert in Bari, Italy.

Contact and further information: info@marenabalinova.com.

Charity concerts for the Nikolitsa Foundation kindly supported by Online Creations.

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ARTE zeigt Premiere von Verdis „Nabucco“ live aus dem Opernhaus Zürich – Sonntag, 23.6.2019

Sonntag, den 23. Juni beschließt Giuseppe Verdis „Nabucco“ die Spielzeit 2018/19 des Opernhauses Zürich. Im Rahmen des digitalen Opernangebots Saison ARTE Opera zeigt der europäische Kulturkanal ARTE die Premiere von Verdis Meisterwerk über Liebe, Eifersucht, Hass und Wahnsinn ab 19.00 Uhr live und erstmals in sechs Sprachen untertitelt. Nach dem Livestream ist die Aufführung für drei weitere Monate unter arte.tv/opera abrufbar.

„Nabucco“ aus dem Zürcher Opernhaus ist die dreizehnte Oper, die ARTE im Rahmen des Onlineangebots Saison ARTE Opera überträgt: Intendant Andreas Homoki erzählt die packende Geschichte über die Rivalität der babylonischen Halbgeschwister Fenena und Abigaille, sowie über den Wahnsinn und die Heilung des Babylonierkönigs Nabucco. Michael Volle gibt als größenwahnsinniger Nabucco sein Rollendebüt, Anna Smirnova ist als machtbesessene Abigaille zu sehen, Georg Zeppenfeld ist Zaccaria. Veronica Simeoni und Benjamin Bernheim, ebenfalls debütierend, sind das Liebespaar Fenena und Ismaele. Generalmusikdirektor Fabio Luisi dirigiert die Philharmonia Zürich. Mit „Nabucco“ stellt ARTE seinen Usern erstmals eine Operninszenierung live in sechs Sprachen (deutsch, französisch, englisch, italienisch, spanisch und polnisch) zur Verfügung. Damit bringt ARTE 70 Prozent des europäischen Publikums in den Genuss, die europäische Opernvielfalt in ihrer Muttersprache zu erleben.

In Zusammenarbeit mit 22 hochrangigen Opernhäusern aus 14 Ländern stellt ARTE seit September 2018 eine eigens kurartierte europäische Opernspielzeit unter arte.tv/opera zur Verfügung, die im Oktober dieses Jahres mit „Turandot“ aus dem Liceu in Barcelona in die zweite Saison starten wird. Bei den gezeigten Inszenierungen handelt es sich stets um Neuproduktionen, die den Nutzern des Angebots untertitelt in sechs Sprachen zur Verfügung gestellt werden.

Alle Infos zum aktuellen Programm der Saison ARTE Opera: arte.tv/opera

Nach dem Livestream ist Andreas Homokis Inszenierung drei weitere Monate unter arte.tv/opera abrufbar.

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KÜNSTLERNACHRICHTEN (Agentur Balmer & Dixon/ Zürich)

Ausgewählte Nachrichten für Juli und August 2019 (in alphabetischer Reihenfolge):

Äneas HUMM ist am 30. Musikfest Bremen 2019 als Förderpreisträger des Deutschlandfunks 2018 in einem Konzert mit Liedern von Franz Schubert, Johannes Brahms, Edvard Grieg, Béla Bartók und Othmar Schoeck am 28. August im Großen Saal der Handelskammer Bremen. Renate Rohlfing begleitet den Künstler am Flügel.

Dimitry IVASHCHENKO singt am 6. Juli an der Semperoper Dresden unter Felix Krieger den Sarastro in Mozarts DIE ZAUBERFLÖTE. Im Rahmen eines Gastspiels der Komischen Oper Berlin tritt er in der gleichen Rolle am 17. und 19. Juli im Lincoln Center-Koch Theatre in New York auf. Am Pult steht Louis Langrée. Beim Gastspiel der Komischen Oper Berlin am Edinburg International Festival übernimmt er in Tschaikowskis Oper EUGEN ONEGIN die Rolle Fürst Gremin am 15./16./17. August. Die künstlerische Leitung hat Barrie Kosky, die musikalische übernimmt Ainārs Rubiķis.

Johannes KAMMLER ist in drei Konzerten von Brahms‘ EIN DEUTSCHES REQUIEM mit der Landesakademie Rheinland-Pfalz am 8. in Koblenz mit dem Südwestdeutschen Rundfunkorchester, am 9. in St. Stephan in Mainz und am 10. August in der Abtei Otterberg bei Kaiserslautern zu hören.

Michael KUPFER-RADECKY  wird erneut die Rolle des Fritz Kothner in Wagners DIE MEISTERSINGER VON NÜRNBERG am 27. und 31. Juli an der Bayerischen Staatsoper München unter der musikalischen Leitung von Kirill Petrenko singen.

Jordan SHANAHAN ist in der Neuproduktion von Verdis RIGOLETTO als Graf Monterone in der Regie von Philipp Stölzl an den Bregenzer Festspielen zu erleben. Vorstellungen finden in der Zeit vom 17. Juli bis 18. August unter dem Dirigat von Enrique Mazzola auf der Seebühne statt.
 Als Escamillo tritt er nochmals in der Wiederaufnahme in der Produktion CARMEN von G. Bizet am 30. August am Konzert Theater Bern auf.

Bo SKOVHUS singt im Rahmen der Opernfestspiele am 14. Juli an der Bayerischen Staatsoper München erneut die Titelpartie Karl V in dem selten gespielten „Bühnenwerk mit Musik in zwei Teilen“ von Ernst Krenek. Es dirigiert Erik Nielsen.

Kristina STANEK und Rolf ROMEI bieten als Mitglieder des Opernensembles des Theater Basel Arien Ihres Repertoires im Rahmen des Theaterfestes Basel am 31. August dar.

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Das Az W trauert um Wilhelm Holzbauer

(3.9.1930–15.6.2019) =

Wien (OTS) – Fast wäre die noch junge Karriere von Wilhelm Holzbauer schon 1956 wieder vorbei gewesen. Als der 26-jährige Fulbright Stipendiat auf der „Andrea Doria“ hoffnungsfroh nach Amerika reiste, endete das dramatisch mit einem Schiffsuntergang. Schon zu diesem Zeitpunkt hatte er sich aber als Mitglied der arbeitsgruppe 4 einen Platz in der österreichischen Architekturgeschichte gesichert.

Gemeinsam mit Friedrich Kurrent und Johannes Spalt war ihm ein baulicher Paukenschlag gelungen: die Kirche in Salzburg-Parsch, die als geradezu revolutionär gilt und als der erste moderne Kirchenbau in Österreich nach dem Krieg gehandelt wird. Von den heftigen Reaktionen, die der umgebaute Stall hervorrief, berichtete Holzbauer noch Jahrzehnte später belustigt: „Einen Altar im Mittelraum hat es davor einfach nicht gegeben, der Erzbischof verweigerte sogar die Kirchweihe und das Salzburger Tagblatt hat ganze Tiraden gegen uns geschrieben.“

Auch in den USA war Holzbauer bald erfolgreich. Er erhielt Gastprofessuren an renommierten Universitäten wie Yale und machte Bekanntschaften mit so bedeutenden Architekten wie Louis I. Kahn, Ludwig Mies van der Rohe und Philip Johnson. Diese Jahre hatten großen Einfluss auf seine Entwicklung: „Amerika war so unglaublich neu, es war eine Art Kulturschock.“

1959 kehrte er aber nach Österreich zurück und setzte zunächst die Zusammenarbeit mit der arbeitsgruppe 4 fort, der weitere wegweisende Bauten entsprangen. Schließlich gründete er aber 1964 sein eigenes Atelier. Bis 2018 war er über fünf Jahrzehnte hindurch einer der meistbeschäftigten, prominentesten und streitbarsten Architekten Österreichs, der auch im Ausland reüssieren konnte. Von 1977–1998 war er als Professor an der Universität für Angewandte Kunst tätig,

1987–1991 fungierte er auch als deren Rektor. Durch seine Lehre prägte er eine Reihe österreichischer Architekt*innen.

Holzbauer schuf ein gewaltiges Œuvre, dessen Dimension und Qualität durch die zahllosen Pläne, Zeichnungen, Fotos und Modelle dokumentiert werden, die er 2010 der Sammlung des Architekturzentrum Wien schenkte.

Mit Wilhelm Holzbauer verliert Österreich nicht nur einen der wichtigsten Architekten nach 1945. Er war auch jemand, der wortgewaltig aus eigenem Erleben und mit Kennerschaft über die Entwicklung der zeitgenössischen Architektur erzählen konnte.

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