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INFOS DES TAGES (MITTWOCH, 17. FEBRUAR 2021)

17.02.2021 | Aktuelles

INFOS DES TAGES (MITTWOCH, 17. FEBRUAR 2021)

PARIS: AIDA-PREMIERE MORGEN (18.2.)

euronews-musica hat einen Bericht über AIDA in Paris gedreht

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WIENER SYMPHONIKER/ „Wohnzimmerkonzerte“ Ganz im Zeichen Wagners: Ein Abend mit Oksana Lyniv

Seit Mitte November bringen die Wiener Symphoniker mit ihren beliebten Wohnzimmer-Konzerten regelmäßig eine Stunde Musik, Talk und Unterhaltung direkt in die Wohnzimmer ihres Publikums nach Hause. Bereits zum zwölften Mal lädt das Wiener Traditionsorchester diese Woche virtuell in den Großen Saal des Wiener Konzerthauses – zu einem ebenso hochkarätigen wie unterhaltsamen Konzert ganz im Zeichen Richard Wagners.

Mit Oksana Lyniv ist diesmal eine ausgewiesene Wagner-Expertin am Pult zu erleben. Lyniv ist längst keine Unbekannte mehr: Sie war stellvertretende Chefdirigentin der Oper von Odessa, wechselte 2013 als Assistentin von Kirill Petrenko an die Bayerische Staatsoper und lenkte zuletzt von 2017 bis 2020 als Chefdirigentin die künstlerischen Geschicke der Oper Graz. Umjubelte Aufführungen in den letzten Jahren u.a. am Gran Teatre Liceu in Barcelona, an der Deutschen Oper Berlin und an der Stuttgarter Oper festigten ihr Renommee als herausragende Opern-Dirigentin. Bereits vor zwei Jahren stand sie erstmals am Pult der Symphoniker: „Ganz großes Dirigierhandwerk mit Zügen ins Genialische“ – so schwärmte die Süddeutsche Zeitung anlässlich ihres umjubelten Pultdebüts 2019 mit Tschaikowskis „Jungfrau von Orléans“ im Theater an der Wien.

Das kommende Wohnzimmer-Konzert unter ihrem Dirigat steht ganz im Zeichen Richard Wagners. Der programmatische Schwerpunkt kommt nicht von ungefähr: Zu Beginn der laufenden Spielzeit wurde bekannt, dass Lyniv eingeladen ist, als erste Frau überhaupt bei den diesjährigen Bayreuther Festspielen zu dirigieren. Am Freitag erklingen unter ihrer Leitung Instrumentalvorspiele aus den Opern „Die Meistersinger von Nürnberg“, „Tristan und Isolde“ und „Lohengrin“. Claude Debussys „Deux danses“ für konzertierende Harfe und Orchester runden das Programm ab.

Gestreamt wird das Konzert auf der Facebook-Seite der Wiener Symphoniker und der Website www.wienersymphoniker.at.

 
   

Trailer zum Konzert mit Oksana Lyniv: https://youtu.be/duZWfxTwG_M

Nachschau Wohnzimmer-Konzerte: https://www.youtube.com/wienersymphoniker

 
   

Bildergebnis für wiener symphoniker
Foto: Stefan Oláh

Freitag, 19. Februar 2021, 20.15 Uhr

Oksana Lyniv, Dirigentin
Volker Kempf, Harfe

Axel Brüggemann, Moderation

Wiener Symphoniker

Claude Debussy „Deux danses“ für Harfe und Orchester L103

Richard Wagner Vorspiel zu „Die Meistersinger von Nürnberg“  WWV 96
Richard Wagner Vorspiel zu „Tristan und Isolde“ WWV 90
Richard Wagner Vorspiel zum 3. Akt „Lohengrin“ WWV 75

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Buchbesprechung zu Peter Bernes, Wagner zwischen Todessehnsucht und Lebensfülle. Tristan und Meistersinger, Hollitzer 2020.

berne tristan cover

Peter Berne, Dirigent und ehemaliger Studienleiter der Wiener Staatsoper, nahm sich in seinem Werk Wagner zwischen Todessehnsucht und Lebensfülle. Tristan und Meistersinger, erschienen 2020 bei Hollitzer, die zwei Wagneropern „Tristan und Isolde“ und „Die Meistersinger von Nürnberg“ in philosophisch-analytischer Musik- und Textbetrachtung zu den Schwerpunkten Natur, Liebe, Kunst, Wahn und Resignation und des Nationalen vor. In langen, sich teilweise mehrfach wiederholenden Textpassagen werden die Schwerpunkte, basierend auf den Schriften Wagners und Schopenhauers, unter Verwendung von Zitaten von Buddha und den obligatorischen Schiller und Goethe. Die Entstehungsgeschichte der Werke und die geistige Entwicklung Wagners während der Jahre 1848 bis 1849, vergrößern den Betrachtungshorizont. Sekundärliteratur kommt kaum zum Einsatz. Ein langer Anmerkungsteil am Ende des Buches gibt weitere Hinweise und Erläuterungen. Fußnoten, auf der die Anmerkung betreffenden Seite hätten dem interessierten Leser das ständige Rückblättern ersparen können. Ergänzt wird die Schrift um die chronologischen Daten zur Entstehungsgeschichte der beiden behandelten Werke.

Die zweigeteilte Gliederung des Buches umfasst je einen „Versuch über Tristan“ und „Die Meistersinger“, jeweils in viele Unterkapitel untergliedert, wobei der zweite Teil bedeutend umfangreicher, als das erste Kapitel zu „Tristan“ geworden ist.

„Tristan“ und die „Meistersinger“ gehören für Berne als Werke der Lebensmitte Wagners zusammen und bilden die Fortsetzung seiner Abhandlung zum „Ring des Nibelungen“ und „Parsifal“ mit dem Titel Parsifal oder die höhere Bestimmung des Menschen. Christus-Musik und buddhistische Weltdeutung in Wagners letztem Drama, 2017 ebenfalls erschienen bei Hollitzer.

Laut Bernes Analyse sind Natur, Liebe und Kunst die Initiatoren der Lebensbejahung. Als Gegenpol durchzieht Wagners „Tristan“ die Schopenhauersche Weltverneinung, dessen Nacht, als Sinnbild des Friedens, der Geborgenheit, des Todes, des Eros und der Liebe, in der Musik zur Offenbarung gelangt. Der Tag ist, nach Schopenhauer, eine bloße Täuschung, denn Liebe und Tod sind untrennbar. „Tristan“ wird somit zur praktischen Erfüllung der Schopenhauerschen Philosophie, wobei Buddha den Gegensatz von Liebe und Begierde spiegelt. Der Keim des Übels liegt in der Begierde und der Nicht-Liebe von Tristan und Isolde und Tristans Streben nach Erfüllung seines Sehnens. Kernaussage des Werks ist folglich eine Warnung vor Überhandnahme des Triebs im Menschen und dessen Folgen. Erst im Liebestod kann das begehrende „Ich“ absterben und sich die Verwandlung des Liebesverlangens in Hingabebereitschaft vollziehen. Berne bezieht Wagners Biografie in die Analyse ein und empfindet Wagner selber als Protagonisten des Tristan. Die Tristan-Musik wird zu klanggewordenem Eros, musikalisch gekennzeichnet durch eine kühne Harmonik, eine neue Art der Kontrapunktik und die konzentrierte Form.

Kernaussage der „Meistersinger“ sind Wagners philosophische Gedanken über die Kunst, Hans Sachs Entsagung und, im Gegensatz zu „Tristan“, eine optimistische Weltanschauung, unter Einbeziehung von Elementen der Opera buffa. Die Protagonisten erreichen durch Selbsthingabe ein erfülltes irdisches Dasein, denn Natur, Liebe und Kunst sind der Antipol zur Weltverneinung. Im Schustermonolog steht in philosophischer Hinsicht der „Wahn“ im Mittelpunkt, dessen Wahnsinn ein Ereignis des Wähnens ist, das hier positiv gedeutet wird, als Hervorbringer von Natur, Kunst und Liebe. Naturliebe gehört zur Weltbejahung, Erziehung ist das Bewusstmachen der unbewussten Wünsche und Kunst dient zur Selbsterkenntnis, wobei diese immer vom Handwerk abhängig ist, das mit der Inspiration verschmilzt. Echte Liebe entsteht nur durch heitere Resignation (Entsagung) und führt zur Weltbejahung und ethischem Handeln.

Den Status der „Meistersinger“ als deutsche Nationaloper hinterfragt Berne mittels Textstellen aus Wagners Schrift „Was ist Deutsch“ und Werkzitaten, wobei er dem „Nationalen“ und Wagners Gedanken zur „deutschen Nation“ historisch nachspürt. Erläutert wurden Themen wie das Theater als Ort der Volksbildung, die Volksfremdheit der herrschenden Klasse und die Nachahmungssucht der Deutschen. In der Rollenanalyse wurde Hans Sachs als Anwalt des Volkes, Pogner als selbstloser Kunstförderer, Walther von Stolzing als Jüngling in Vereinigung von Innigkeit und kämpferischem Mut, Eva als Kraft der Liebe, Beckmesser als Karikatur eines reaktionären deutschen Beamten und Kritikers und Hans Sachs als Selbstportrait und Kompensation Wagners, verstanden. Die Schlussansprache von Hans Sachs wird im Exkurs auf die historischen Ereignisse von 1866 und in zeitlos allgemeiner Bedeutung der Worte analysiert.

Der Zusammenhang beider Werke ergibt sich in Thematisierung der Resignation und einer verwandten Personenkonstellation.

Diese philosophische Abhandlung eignet sich als hilfreiche Einführung in beide Werke Wagners, aber auch als Inspiration oder Wiederauffrischung für Wagnerkenner, in der textlich, musikalisch und philosophisch die Themen Liebe, Natur, Kunst und Wahn verständlich, und mit vielen Zitaten verdeutlicht, analysiert werden, leider jedoch unter häufigen, teilweise sogar wörtlichen, Wiederholungen der gleichen Sachverhalte, die zur langatmigen Lektüre führen. Gekürzt und zusammengefasst hätte das Buch bedeutend mehr Lesegewinn bereitet.

Dr. Claudia Behn

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Leo Nucci – erst Impfung, dann Singen

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Leo Nucci. Foto: Facebook

Eigentlich hat Leo Nucci bereits Anfang letzten Jahres seine Karriere beendet. Doch nach dem ersten Lockdown im Frühjahr 2020 ist der legendäre Bariton von seinem Rücktritt zurückgetreten und auf die Bühne zurückgekehrt. Doch nun ist trotzdem vorerst einmal eine Pause angesagt. In einer Mitteilung des Maggio Musicale in Florenz heißt es, dass Nucci die Vorstellungen von Rigoletto im Februar und März trotz strenger Sicherheitsmaßnahmen des Opernhauses „ungern“ absagen muss. Auf Anraten seines Arztes verzichtet Nucci auf die Teilnahme an der Produktion bis er eine entsprechende Impfung gegen Covid-19 erhalten hat, von der der Sänger hofft, dass diese bald erfolgen wird. Nucci wird im April immerhin 79 Jahre alt und gehört zur sogenannten Risikogruppe. Werden sich nun vermehrt Sänger über 65 melden, die zuerst mal eine Impfung wollen bevor sie wieder auftreten?

https://www.maggiofiorentino.com/en/comunicati-en/rigoletto-luca-salsi-replaces-leo-nucci-in-maggio-musicales-production/

„Lukas Link“

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INSTAG(K)RAMEREIEN – gefunden von Fritz Krammer

Wien/ Staatsoper: Proben zu „Carmen. Video Schlussduett

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Dimitri Korchak:  Meisterklasse mit Valeriy Makarov

Russisch, aber durchaus hörenswert

kou

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WER WIRD HEURIGENWIRT IN SCHÖNBRUNN?

Der „Kursalon Hübner“-Chef soll den neuen Heurigen öffnen.

Seit der Ankündigung,  dass auf dem Areal des Schlosses ein Heuriger eröffnen soll, herrscht in der Gastro-Branche großes Rätselraten.
Wer wird den Gastronomie-Betrieb führen, der schon im September, so trotz Corona möglich, eröffnen will?

„Österreich“ will es bereits wissen und nennt den Namen Josip Susnjara. Der ist Chef des „Kursalon Hübner
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SEATTLE OPERA : Jasmine Habersham in Recital this Friday!

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This Friday, February 19 at 7:00 PM join us as American soprano Jasmine Habersham (Zerlina, Don Giovanni) makes her Seattle Opera debut virtually in a free-to-the-public recital. Ms. Habersham is joined by pianist David McDade for a program of beauty and whimsy with selections including the famous „Silver Aria“ from The Ballad of Baby Doe, the cycle of five kid songs „I Hate Music!“ by Leonard Bernstein, and more.

Don’t forget—this is the final week to watch Andrew Stenson in Recital which expires Friday, February 19, 2021.

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CD-Neuerscheinung: Mulo Francel & Nicole Heartseeker – forever young

Yumi Ito album cover

 

Neue Improvisationen über alte Meister!
Über Stil- und Zeitgrenzen hinweg finden ein Saxophon und ein Klavier Zugang zu großen Werken der Musikgeschichte.

Album-Veröffentlichung am 26. März 2021 bei GLM

Am 28.2. gibt es einen exklusiven Konzertstream mit ausgewählten Stücken des Albums, u.a. gefilmt im Lokschuppen in Rosenheim. 

Saxophonist Mulo Francel beschreibt den Grundgedanken des Albums:
„Einer jener alten Meister. Einer dieser ganz großen.
Bach.
Oder Vivaldi.
Oder Händel.

Kurz stelle ich mich zu ihm. Ob es für ihn in Ordnung sei, wenn wir seine Musik spielen.
Wenn sich mein Tenor Sax aus dem Paris der 50er in seine Klänge von damals legt.
Eine Frage und die Hoffnung auf ein Lächeln.“

CD Mulo Francel & Nicole Heartseeker – Forever YoungWas herauskam ist eine ganz eigene Sternstunde – nicht der klassischen Musik und vermutlich auch keine des Jazz. Vielleicht auch nur eine Sternschnuppe in den Weiten dazwischen. Ein leuchtender Bogen hinüber. Zu Johann Sebastian. Zu weiteren Helden.
Ein Strahl in die Ewigkeit des Universums.

Zu den Hörbeispielen

Mit Freiheitsgeist und Feingefühl spannt das Duo Nicole Heartseeker und Mulo Francel eine Verbindung aus dem Jetzt in die Klassik. Komponisten von Bach über Caccini, Schubert, Schumann bis Piazzolla bekommen eine ganz neue Hör-Perspektive und fallen in einen musikalischen Jungbrunnen.

CD Mulo Francel & Nicole Heartseeker – Forever YoungNicole Heartseeker fing als Jungstudentin mit der Orgel an und setzte ihre Meisterklassenstudien in Cembalo und Klavier fort. Einen Schwerpunkt legte sie auf die Werke von Johann Sebastian Bach, Max Reger und den Erhalt historischer Musiktraditionen. In der intensiven Auseinandersetzung mit sakraler Orgelmusik entstand der Wunsch, diese spezifische Musizierkunst auf das Klavier zu übertragen. Nach ihrer Ausbildung zur klassischen Musikerin realisierte Nicole Heartseeker zunehmend ungewöhnliche Projekte. Mit ihrer einzigartigen Mischungaus Klassik, Jazz und Weltmusik setzt sie die gängigen Vorstellungen von Genre-Grenzen außer Kraft.

Nicole Heartseeker schildert den Impuls zum Album forever young:

„Es sind Kompositionen, die mich schon mein ganzes Leben begleiten.
Diese pure, in sämtlichen Details festgelegte, mit einer göttlichen harmonischen Ordnung strukturierte Musik.
Dann kam Mulo. Ein Abend mit Freunden, viel Wein, ich setzte mich an den Flügel und spielte das Adagio von Marcello & Bach. Er nahm sein Saxophon und löste ohne Scheu die melodischen Strukturen auf. Die Faszination dieses Momentes wollte ich festhalten.
So entstand die Idee zu forever young.“

Zur Online-Bestellung
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