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INFOS DES TAGES (MITTWOCH, 13. OKTOBER 2021)

13.10.2021 | Aktuelles

INFOS DES TAGES (MITTWOCH, 13. OKTOBER 2021)

BAYERISCHE STAATSOPER: Oper und Ballett im kostenlosen Livestream

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Wir arbeiten daran, Ihnen möglichst viele unserer Neuproduktionen aus Oper und Ballett per Livestream zur Verfügung zu stellen – und halten Sie an dieser Stelle über das Programm auf dem Laufenden. In Kürze werden wir hier die Termine der geplanten Livestreams veröffentlichen.

+++ Save the Date +++
Am 27.10.21 finden Sie hier den Link zum Livestream zu unserer Premiere zu Die Nase.

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Foto: Wiener Staatsoper

Ausgehend von Jerome Robbins‘ Ballett Glass Pieces haben wir gemeinsam mit Tanz die Toleranz Menschen jeden Alters eingeladen, auf die Frage »Wie bewegen wir uns in der Stadt?« kreative Antworten zu finden! Im Rahmen eines Digital Community Projects gab es über 50 Einsendungen aus Österreich, Deutschland und Frankreich, die nun Teil unseres Tanzfilms »Puls einer Stadt« geworden sind.

Danke an unseren Kooperationspartner Tanz die Toleranz und an Katharina Senk für die dazugehörigen Community Workshops im Kulturhaus Brotfabrik.

Glass Pieces ist im Robbins-Balanchine-Programm A Suite of Dances ab 12.Oktober 2021 wieder in der Wiener Staatsoper zu sehen.

Hier finden Sie das Video.

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OPER GRAZ: „Vor der Premiere: Clivia“

Am kommenden Sonntag präsentiert Stückdramaturg Bernd Krispin in gewohnt charmanter und kurzweiliger Weise auf der Studiobühne erste Einblicke in die Produktion „Clivia“.


Gerald Pichowetz.

Im Gespräch mit dem Leadingteam – Regisseur Frank Hilbrich, Bühnenbildner Volker Thiele, Kostümbildnerin Gabriele Rupprecht und musikalischer Leiter Marius Burkert – wird er Nico Dostals Operette „Clivia“ dem interessierten Matinée-Publikum vorstellen.

Unter anderen wird auch Gast des Hauses Gerald Pichowetz szenische und musikalische Kostproben aus der Operette der Saison zum Besten geben.

Sonntag, 17. Okt 2021, 11 Uhr, Studiobühne
Eine Sonntagsmatinée zur Operette der Saison
Informationen & Tickets

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LINZER LANDESTHEATER: DER GRAF VON LUXEMBURG

Landestheater Linz: Der Graf von Luxemburg
Copyright: Landestheater Linz

Operette in rei Akten von Franz Lehár
Text von Robert Bodanzky und Alfred Maria Willner
In deutscher Sprache mit Übertiteln

Premiere Freitag, 15. Oktober 2021, 19.30 Uhr
Großer Saal Musiktheater

Musikalische Leitung Marc Reibel
Inszenierung Thomas Enzinger
Bühne Bernd Franke
Kostüme Götz Lanzelot Fischer
Choreografie Evamaria Mayer
Dramaturgie Magdalena Hoisbauer, Anna Maria Jurisch
Chorleitung Elena Pierini
Nachdirigat Claudio Novati

 René, Graf von Luxemburg Matjaž Stopinšek, Fürst Basil Basilowitsch Alfred Rauch / Matthäus Schmidlechner, Fürstin Stasa Kokozow Franziska Stanner, Armand Brissard, Maler Johannes Strauß, Angèle Didier, Sängerin Ani Yorentz, Juliette Vermont Fenja Lukas, Sergej Mentschikoff, Notar Tomaz Kovacic / Marius Mocan, Pawel von Pawlowitsch, russischer Botschaftsrat Domen Fajfar / Bonifacio Galván, Pélégrin, Munizialbeamter Ulf Bunde / Markus Raab

Tänzer:innen Katharina Glas, Mireia González Fernández, Jacqueline Lopez, Beatriz Scabora, Helena Sturm, Urko Fernandez Marzana, Hodei Iriarte Kaperotxipi, Filip Löbl

Chor des Landestheaters Linz, Bruckner Orchester Linz

 René, Graf von Luxemburg ist nicht nur ein leidenschaftlicher Bohemien, sondern auch ein unverbesserlicher Hasardeur, der das Geld seiner Vorfahren in den Strudeln des Amüsements bei Spiel und leichten Damen verprasst („So liri, liri, lari, das ganze Moos ging tschari!“). Ein zwar unmoralisches aber höchst lukratives Angebot lockt damit, ihm aus der Bredouille zu helfen. Fürst Basil Basilowitsch benötigt seine Hilfe zur Lösung folgenden Dilemmas: Er hat sich unsterblich in die Sängerin Angèle Didier verliebt, diese besitzt aber nicht den notwendigen Adelstitel, um die Verbindung standesgemäß zu machen. Gegen ein erhebliches Entgelt soll René in einer dreimonatigen Scheinehe ihr diesen Titel verschaffen. Bedingung ist allerdings, dass er die hinreißende Angèle nie zu Gesicht bekommen darf. Natürlich kommt es anders und die Komplikationen sind vorprogrammiert („Bist du’s, lachendes Glück?“).

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„KONZERTE IM ACHTEN“ STARTEN AM DONNERSTAG

Konzerte im Achten | Albert Hall | Wien

  1. Oktober 2021 um 20:00 Uhr | Albert Hall – Albertgasse 35, 1080 Wien

SOLO KLAVIERABEND – Anna Volovitch, Klavier (Einlass: 19 Uhr)

mit Werken von Brahms, Schumann, Chopin und Prokofjew

Die Albert Hall im Herzen des 8. Bezirks ist ein wunderschöner, neobarocker Prunkraum mit exzellenter Akustik, der eine imposante und zugleich intime Atmosphäre in sich vereint.

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Anna Volovitch. Copyright: „Konzerte im Achten“

Klavierkonzert im Rahmen von „Konzerte im Achten“

Konzertpianistin Anna Volovitch startet die Konzertreihe „Konzerte im Achten“ persönlich. Sie lädt am Donnerstag, 14. Oktober, und Freitag, 15. Oktober, zu einem Solo-Klavierkonzert. Gestartet wird ab 20 Uhr, Einlass ist um 19 Uhr. Sie wird Stücke von Brahms, Schumann, Chopin und Prokofjew zum Besten geben.

Tickets sind online unter www.konzerteimachten.at, telefonisch unter 0664/99293933 oder per Mail info@konzerteimachten.at sowie an der Abendkasse direkt in der Albert Hall erhältlich.

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Flug über das Matterhorn

Toblerone🍫…” 😉 oder wie wunderschön ist doch unser Matterhorn🇨🇭🤩🤩🤩  G.G

matterhorn
ZU INSTAGRAM mit Video und Fotos

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Oviedo DIE ZAUBERFLÖTE: „Königin der Nacht“  mit Revolver. Die heutige Aufführung wird aufgezeichnet

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Heute ist unsere 3. Aufführung von „Die ZAUBERFLÖTE“ und es wird aufgenommen, also kann ich vielleicht ein paar Clips mit euch teilen!
Also lasst uns die Energie hochhalten!

~ Eine der großen Herausforderungen, die ich beim Singen von Queen of the Night finde, ist, dass es so viel Wartezeit gibt und es schwierig ist, das Adrenalin zu steigern und an der richtigen Stelle für beide Arien bereit zu sein.

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ZU INSTAGRAM

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Der Christus in Rio – 12. Oktober 1931, also 80 Jahre

Cristo Redentor („Christus, der Erlöser“) ist eine monumentale Christusstatue im Süden Rio de Janeiros (Brasilien) auf dem Berg Corcovado. Die 30 Meter hohe Statue im Art-Déco-Stil stammt aus dem Jahre 1931. Sie wurde Vorbild für zahlreiche weitere große Christusstatuen. Im rund acht Meter hohen Sockel befindet sich eine Kapelle.

ZU WIKIPEDIA

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St. Gallen: Premiere  „Die Zauberflöte“

Oper von Wolfgang Amadeus Mozart
Premiere: Samstag, 23. Oktober 2021, 19 Uhr, UM!BAU

 Sie ist die meistgespielte Oper der Welt und erlaubt doch immer wieder neue Sichtweisen: Wolfgang Amadeus Mozarts Zauberflöte. Guta Rau nähert sich dem Stoff mit einer humoristischen, aktuellen Interpretation, die ab dem 23. Oktober in einer Inszenierung des Theaters St.Gallen im UM!BAU zu erleben ist.

Tag gegen Nacht, Weiss gegen Schwarz, Männer gegen Frauen, Zivilisation gegen Natur, Macht gegen Ohnmacht: Die Zauberflöte scheint durchzogen von einer klaren Werteordnung. Lernt man das Werk zunächst als Märchen kennen, entpuppt sich die meistgespielte Oper der Welt beim genauen Hinsehen als viel komplexer und rätselhafter, als es der erste Anschein vermuten lässt. Das Stück präsentiert sich zugleich als zauberhaftes Märchen, Wiener Vorstadttheater und feierliches Mysterienspiel. Es lohnt sich daher, immer wieder neu auf dieses Meisterwerk zu schauen.

Am Theater St.Gallen hat sich Guta Rau des rätselhaften Stoffs angenommen und mit neuen Dialogen und Umstrukturierungen eine Interpretation realisiert, die einen humor- und fantasievollen Blick auf den Klassiker wirft. In ihrer Deutung steht die Königin der Nacht im Mittelpunkt: Sie plant den Sturz Sarastros und seiner Priestergemeinschaft. Dabei gerät ihre Tochter Pamina zwischen die Fronten, und der Prinz Tamino wird gesandt, um sie zu retten.

Guta Rau ist seit dem Beginn der laufenden Saison Spielleiterin und Regieassistentin der Sparte Musiktheater in St.Gallen. Das Bühnenbild entwarf die in St.Gallen als Produktionsleiterin tätige Marlies Pfeifer, die vor zwei Jahren bereits die Bühne für Alice im Wunderland gestaltet hatte. Für die Kostüme zeichnet Claudio Pohle verantwortlich. Der Kostümassistent des Theaters St.Gallen hat zuletzt Kostüme für die Oper Cendrillon, die Monlogreihe Radikal allein und das Musical Wüstenblume kreiert. Vervollständigt wird das Leitungsteam durch die österreichische Dirigentin Katharina Müllner, die mit der Zauberflöte ihr St.Galler Debut gibt.   

Die Hauptrollen sind doppelt besetzt. Das teilweise neu formierte Ensemble des Theaters St.Gallen wird ergänzt durch Antonina Vesenina und Maria Kublashvili (Königin der Nacht), Libby Sokolowski (Pamina), Yorck Felix Speer (Sarastro), Pavel Kolgatin (Tamino) und den international gefeierten Schweizer Bariton Äneas Humm, der mit Papageno sein Schweizer Operndebut gibt.

Leitung

Musikalische Leitung                 Katharina Müllner
Inszenierung                                      Guta Rau
Bühne                                                 Marlies Pfeifer
Kostüm                                              Claudio Pohle
Animation                                         Dietgard Brandenburg
Licht                                                   Andreas Enzler
Choreinstudierung                         Franz Obermair
Dramaturgie                                   Caroline Damaschke
Regieassistenz                               Edith Ronacher

Besetzung

Königin der Nacht                              Antonina Vesenina / Maria Kublashvili
Pamina                                               Vuvu Mpofu / Libby Sokolowski
Sarastro                                             Yorck Felix Speer / Justin Hopkins
Tamino                                              Pavel Kolgatin / Christopher Sokolowski
Papageno                                          Äneas Humm / Leon Košavić
Monostatos                                       Riccardo Botta
Papagena                                          Libby Sokolowski / Candy Grace Ho
Priester, Erster Geharnischter       Christopher Sokolowski / Iskander Turiare
Sprecher, Zweiter Geharnischter     Kristján Jóhannesson
Erste Dame                                        Tatjana Schneider
Zweite Dame                                      Jennifer Panara
Dritte Dame                                       Sara Jo Benoot
Erster Knabe                                      Liv-Maleen Nagel / Nicolas Künzi
Zweiter Knabe                                   Lorin Rütsche / Elena Haag
Dritter Knabe                                    Tessa Güssow / Antonia Kugler

 Sinfonieorchester St.Gallen
Chor des Theaters St.Gallen
Opernchor St.Gallen

 Vorstellungen

Samstag, 23. Oktober 2021, 19 Uhr (Premiere)
Mittwoch, 3. November 2021, 19.30 Uhr
Sonntag, 7. November 2021, 17 Uhr
Sonntag, 14. November 2021, 14 Uhr
Mittwoch, 17. November 2021, 19.30 Uhr
Freitag, 19. November 2021, 19.30 Uhr
Sonntag, 21. November 2021, 14 Uhr
Donnerstag, 25. November 2021, 19.30 Uhr
Dienstag, 30. November 2021, 19.30 Uhr
Donnerstag, 9. Dezember 2021, 19.30 Uhr
Sonntag, 12. Dezember 2021, 19 Uhr
Mittwoch 22. Dezember 2021, 19.30 Uhr
Montag, 27. Dezember 2021, 19.30 Uhr
Mittwoch, 29. Dezember 2021, 19.30 Uhr
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ST. PÖLTEN/ Festspielhaus: Pina Bausch und Germaine Acogny & Malou Airaudo

Festspielhaus St. Pölten am 09.10.2021: „COMMON GROUND[S]“ und „Das Frühlingsopfer“

Einen ganz besonderen, zweiteiligen Abend erlebte das Publikum des ausverkauften Festspielhauses St. Pölten mit Germaine Acogny & Malou Airaudo, die ihre gut zwei Wochen zuvor in Madrid uraufgeführte Choreografie „COMMON GROUND[S]“ zeigten, und Pina Bausch’s „Das Frühlingsopfer“, erstmalig getanzt von Tänzer*innen aus Afrika.

Germaine Acogny & Malou Airaudo: „COMMON GROUND[S]“

„Es war ganz einfach.“, berichtete die inzwischen 73-jährige Malou Airaudo, lange Jahre Tänzerin in Pina Bausch’s Tanztheater Wuppertal, von ihrer Zusammenarbeit mit Germaine Acogny, 75, der „Mutter des afrikanischen zeitgenössischen Tanzes“, wie sie genannt wird, im August erst auf der Biennale in Venedig mit dem Goldenen Löwen für ihr Lebenswerk geehrt, gemeinsam mit ihrem Mann Helmut Vogt Gründerin der „École des Sables“, einer Tanzschule im Senegal für Tänzer*innen aus ganz Afrika, die inzwischen, wie mit Tänzer*innen aus der ganzen Welt, auch mit dem Brüsseler PARTS der Anne Teresa de Keersmaeker ein Austauschprogramm unterhält.

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Germaine Acogny & Malou Airaudo: „COMMON GROUND[S]“ (c) Roswitha Chesher

Sie beschlossen, so erzählte Acogny im August in einem Interview mit Brigitte Fürle, der Intendantin des Festspielhauses, das Mutter Sein, die Zärtlichkeit, das Frau Sein, das, was sie lieben und was nicht in den Mittelpunkt ihrer Arbeit zu stellen. In zarten, einfachen, manchmal so kleinen Gesten sprechen die beiden über Vieles, erzählen von sich und dem, was sie sind. Und von so vielem mehr. Sie umarmen und halten sich, lauschen am Bauch der Anderen, sitzen in einem Boot, die Weiße tanzt ihre Klage hinaus und ihre Verzweiflung, sie spiegeln sich, sehen sich in der Anderen. Fotos eines schwarzen und eines weißen Mädchens, vom schwarzen und weißen Vätern und Großvätern, die sich bald mischen und gemeinsam projiziert werden. Wie sich die Leben doch auch ähneln. Denn beider Großväter haben sie zum Tanz gebracht. Den sie gemeinsam an der Stange üben.

Germaine singt „Que sera“, laut. Die Zukunft ist ungewiss. Während die Schwarze sich in ihrem Zuber den Staub der Geschichte von den Füßen und den (blutgetränkten) Boden um sie herum wäscht, versucht die Weiße, dem ihren Waschtrog sich zu nähern, bleibt ohne Reinigung. Also mit ihrer Schuld. Ganz dicht beieinander tanzen sie, trennen sich, gehen Hand in Hand ein kleines Stück. Jede tanzt ihren eigenen Weg. Die Hand wieder auf der Schulter der Anderen. In die Zukunft weist das vieldeutige Schlussbild. Beide Frauen sitzen an ihrem Zuber, mit den langen Stäben in der Hand, und die Weiße stampft mit einem Fuß einen Rhythmus in den Boden.

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Germaine Acogny & Malou Airaudo: „COMMON GROUND[S]“ (c) Roswitha Chesher

Mit ihrer individuellen, privaten Perspektive beschreiben diesen beiden großen, tief empfindenden, hellwachen, postkolional geprägten Künstlerinnen-Persönlichkeiten nicht nur eine Begegnung von zwei Tänzerinnen-Leben, sondern, in einer zweiten Ebene, die zweier Kontinente und deren Geschichte(n), Gegenwart und möglichen gemeinsamen Zukunft. Sie sind sich ihrer jeweiligen Verantwortung nicht nur bewusst, sie leben diese im Sinne eines universellen, einenden Humanismus. Ihre zärtlich-verständnisvolle Weisheit und die Poesie dieser Arbeit berühren ungemein.

Pina Bausch: „Das Frühlingsopfer“

Die 1975 entstandene Choreografie ist eine herausragende unter den zahlreichen Interpretationen der 1913 uraufgeführten Ballett-Musik von Igor Strawinski. Pina Bausch hat nicht versucht, eine andere oder neue Geschichte zu erzählen. Ihre Choreografie transformiert die Musik Strawinski’s in Bewegung. Jeder Akkord, jede horizontale Linie, jede Note der Komposition wird auf ihren emotionalen Gehalt hin untersucht und ins Physische übersetzt. „Wie würdest du tanzen, wenn du wüsstest, dass du sterben wirst?“, war eine ihrer Fragen an ihre Tänzer*innen. Das Ergebnis, eine Choreografie von ungeheurer Intensität, schrieb Tanzgeschichte.

Bereits Maurice Béjart, der 1977 gemeinsam mit Léopold Sédar Senghor „Mudra Afrique“, eine panafrikanische zeitgenössische Tanzschule im senegalesischen Dakar gegründet hatte, erkannte die starke Verbindung des mythologischen Frühlingsopfers zu Afrika (die Schließung von Mudra 1982 verhinderte damals eine Umsetzung mit afrikanischen Tänzer*innen). Erst auf Anregung von Salomon Bausch, dem Vorstandsvorsitzenden der Pina-Bausch-Fondation, wurden, ausgehend von der „École des Sables“, letztlich 38 Tänzer*innen aus 14 afrikanischen Ländern gecastet.

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Pina Bausch: Das Frühlingsopfer (c) Maarten Vanden Abeele (1)Pina Bausch: Das Frühlingsopfer (c) Maarten Vanden Abeele

32 von ihnen tanzen nun die Original-Choreografie von Pina Bausch, einstudiert von Tänzer*innen, die einstmals selbst mit ihr gearbeitet haben, erstmals überhaupt von afrikanischen Künstler*innen interpretiert. In den Torf, mit dem die Bühne gänzlich bedeckt ist, stampfen sie die Kraft der Musik, schreien mit ihren Körpern die Angst, Trauer und Schuld, die Frage nach dem Sinn der Opferung, geben dem Nicht Entrinnen-Können, dem Ausgeliefertsein an den Ritus ein physisches Echo. Der Dramatik der Musik verleihen sie eine Gestalt, die spürbar beeinflusst ist nicht nur durch ihre „eben afrikanische“ Herkunft, sondern insbesondere durch die Vielzahl an traditionellen wie zeitgenössischen tänzerischen Wurzeln, die die Einzelnen mit- und einbringen.

Die äußere wie die innere Dramatik, die der Handlung wie die der Handelnden, zeigt sich mit einer Wucht, die keinen kalt lassen kann. Das geradezu Animalische der tief empfundenen Emotionen, die leidenschaftliche, hochenergetische Expressivität jeder und jedes Einzelnen, die Erdigkeit und Ehrlichkeit, sehr selten wird ein Tanz so präsentiert, und die physische und emotionale Gewalt, mit der die Gruppe und aus dieser nochmals herausragend die Auserwählte agieren, ist schlicht überwältigend. Spannung von der ersten bis zur letzten Sekunde. Die 1000 im Saal dankten mit stehenden Ovationen.

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Pina Bausch: Das Frühlingsopfer (c) Maarten Vanden Abeele

In diesem Stück manifestiert sich der Geist von Mudra und „École des Sables“, Afrika im Tanz zu einen. Der Dialog zwischen verschiedenen tänzerischen Ausdrucksformen mag Vor- und Sinnbild sein für einen ganzen Planeten.

So wie die Begegnung zwischen zwei reifen Frauen, schwarz und weiß, zwischen zwei Kontinenten und vielen Menschen mit unterschiedlichsten Herkünften und künstlerischen Wurzeln mit dem Werk von Pina Bausch, um wieder neue Facetten, ja Dimensionen zu erschließen und sichtbar zu machen. „…, denn Tanz ist Leben!“, sagte Germaine Acogny.

Rando Hannemann
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OPERNCLUB MÜNCHEN e.V.: Die nächsten Künstlergespräche

Homepage des Opernclubs München e.V. in memoriam Franz Lachner

Allerheiligen-Hofkirche
Im Rahmen einer Gemeinschaftsveranstaltung mit dem Richard-Wagner-Verband

Künstlergespräch mit GMD Vladimir Jurowski
Termin ist Sonntag, 31. Oktober 2021, 11.00 Uhr.
Die Moderation hat Karl Rußwurm, Präsident des Richard-Wagner-Verbandes übernommen.

Kostenbeteiligung für Mitglieder beider Vereine 10 Euro, für Gäste 15 Euro.

Ein weiterer Termin im Foyer des Staatstheaters am Gärtnerplatz:

Sonntag, 7.November 2021, 14.00 Uhr,
Künstlergespräch mit Jennifer O’Loughlin,
-Moderation Maximilian Maier- Bayerischer Rundfunk BR Klassik -.

 

Hansa-Haus, Brienner Str. 39
Samstag, 13. November 2021,19.00 Uhr
Künstlergespräch mit
Sebastian Kohlhepp
-Moderation Irene Stenzel-
Der Tenor tritt in Giuditta als Perrino auf.

Die Unkostenbeiträge sind bei den Künstlergesprächen wie gehabt, Mitglieder 5 Euro, Gäste 10 Euro, auch für Mitglieder der Theatergemeinde.

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Vabilo na premiero opere Vincenza Bellinija CAPULETI IN MONTEGI v SNG Opera in balet Ljubljana/Invitation to the Opening Night of the Opera by Vincenzo Bellini I CAPULETI E I MONTECCHI

SNG Opera in balet Ljubljana objavlja avdicijo za mlade pevce | Naši zbori

Spoštovani/Dear Sir or Madam,
v četrtek, 21. oktobra 2021, ob 19.30,
on Thursday, 21st October 2021, at 7.30 p.m.

Vas vljudno vabimo na premiero opere skladatelja
Vincenza Bellinija
You are kindly invited to attend the Opening Night of the Opera
by Vincenzo Bellini

CAPULETI IN MONTEGI

Dirigent/Conductor: Roberto Gianola
Režiser/Stage Director: Frank Van Laecke
Koreograf/Choreographer: Lukas Zuschlag
Scenograf/Set Designer: Philippe Miesch
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10 Jahre ORF III: Das Programm zum Sendergeburtstag am 26. Oktober
Fässlacher und Schottenberg präsentieren „Die perfekte Geburtstagsgala“, ORF-III-Publikum wählt drei „ORF III Sternstunden“

Wien (OTS) – Am Nationalfeiertag, dem 26. Oktober 2011, startete ORF III Kultur und Information seinen Sendebetrieb. Zum zehnjährigen Jubiläum am Dienstag, dem 26. Oktober 2021, ist ein ganz besonderer Programmabend geplant, an dem die Zuseherinnen und Zuseher aktiv teilhaben können. Nachdem um 20.15 Uhr ORF-III-Moderator Peter Fässlacher und Schauspieler Michael Schottenberg „Die perfekte Geburtstagsgala“ ausrichten, ist ab 21.05 Uhr das Publikum gefragt. Dieses kann schon ab 15. Oktober per Online-Voting abstimmen, welche drei „ORF III Sternstunden“ es anschließend an die Gala, ab 21.05 Uhr, zum Wiedersehen geben soll.

Der Programmabend und das Voting zum zehnten Sendergeburtstag:

Es ist „Die perfekte Geburtstagsgala“ – oder doch nicht? Peter Fässlacher und Michael Schottenberg sind voller Vorfreude auf das Publikum, die VIP-Gäste sind eingecheckt, die schönsten und skurrilsten Momente aus zehn aufregenden Jahren ORF III aus dem TV-Archiv herausgesucht und dann will irgendwie nichts so klappen, wie es soll. Ob die beiden den Abend noch retten können, wird sich zeigen – am Dienstag, dem 26. Oktober, um 20.15 Uhr.

Danach bestimmen die Zuseherinnen und -Zuseher das ORF-III-Programm:
Zu sehen sind ab 21.05 Uhr drei „ORF III Sternstunden“ vergangener Jahre, die bis zum Vortag via Online-Voting ermittelt werden. Zur Auswahl stehen jeweils drei Produktionen aus den Kategorien Kleinkunst, Popularmusik und Klassik. Die Abstimmung läuft ab 15. Oktober zehn Tage lang unter https://tv.orf.at/orf3. Votingschluss ist Montag, 25. Oktober, 12.00 Uhr.

Zur Auswahl stehende „ORF III Sternstunde“-Sendungen:

ORF III Sternstunde“ – Kleinkunst:
„Michael Niavarani – So bin ich wirklich“
„Kabarett im Turm: Gery Seidl – Total Spezial“
„Kabarett unter Sternen: Tafelrunde Open Air – Die besten Momente“

ORF III Sternstunde“ – Popularmusik:
„DENK mit KULTUR: Andreas Vitásek und Ingrid Thurnher“ „Sternstunde des Austropop – Die besten Momente“
„Das große Musical-Konzert der Vereinigten Bühnen Wien“

„ORF III Sternstunde“ – Klassik:
„Aus dem Belvedere: Das große Klassik-Open-Air“
„Elīna Garanča – Klassik unter Sternen 2019“
„André Hellers Hauskonzerte: Günther Groissböck“
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