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INFOS DES TAGES (MITTWOCH, 11. JULI 2018)

11.07.2018 | Aktuelles

INFOS DES TAGES (MITTWOCH, 11. JULI 2018)

Auftakt des Opern- und Konzertgastspiels der Staatsoper Unter den Linden und der Staatskapelle Berlin mit Daniel Barenboim in Buenos Aires

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Teatro Colon Buenos Aires

Am heutigen Mittwoch, den 11. Juli, beginnt mit Richard Wagners TRISTAN UND ISOLDE im Teatro Colón in Buenos Aires, der Heimatstadt von Daniel Barenboim, das dreiwöchige Gastspiel der Staatsoper Unter den Linden und der Staatskapelle Berlin. Unter der musikalischen Leitung von Generalmusikdirektor Daniel Barenboim, der erstmals eine Oper im traditionsreichen Teatro Colón dirigiert, ist die Inszenierung von Harry Kupfer, die im Jahr 2000 Premiere an der Staatsoper feierte und auch während der Zeit im Schiller Theater zu sehen war, an insgesamt vier Abenden (11., 14., 18. und 22. Juli) zu erleben. Die Titelpartien singen Peter Seiffert sowie Anja Kampe (11. und 14. Juli) und Iréne Theorin (18. und 22. Juli). Zum weiteren Ensemble gehören Angela Denoke (Brangäne), Boaz Daniel (Kurwenal), Kwangchul Youn (König Marke), Gustavo López Manzitti (Melot), Adam Kutny (Ein Steuermann) und Florian Hoffmann (Stimme eines jungen Seemanns/Ein Hirt). Darüber hinaus singt der Chor des Teatro Colón.

Mit der diesjährigen Tournee nach Argentinien geht die Staatsoper erstmals seit 10 Jahren wieder mit einer Musiktheaterproduktion auf Reisen. Das Bühnenbild für TRISTAN UND ISOLDE wurde bereits im Mai zusammen mit Bodenplatten, Bodentüchern, Hydraulikaggregat, Werkzeugen, Reparaturmaterialien, Farbe, Requisitencases, Kostümen und Perücken verladen und in drei Containern per Schiff nach Buenos Aires transportiert. Das Hauptelement des Bühnenbildes, der »gefallene Engel« mit einem Gesamtgewicht von ca. 1800 Kilogramm, wurde für den Transport in acht Teile zerlegt. Die gesamte Fracht erreichte das Teatro Colón planmäßig am 27. Juni.

Neben dem Opernensemble, den Mitgliedern der Staatskapelle Berlin und Daniel Barenboim sind zahlreiche Mitarbeiter der Staatsoper Unter den Linden – u. a. aus den Bereichen Intendanz, Regie, Orchesterdirektion, Technische Direktion, Inspizienz, Licht, Requisite, Garderobe, Maske und Komparserie – vor Ort, um den Ablauf der Vorstellungen und der Konzerte zu gewährleisten.

Der Auftakt des Konzertgastspiels der Staatskapelle Berlin unter der musikalischen Leitung von Daniel Barenboim folgt am 13. Juli. Bei den insgesamt fünf Konzerten im CCK (Centro Cultural Kirchner) in Buenos Aires erklingen alle Sinfonien von Johannes Brahms (Nr. 1 und 2 am 13. und 17. Juli, Nr. 3 und 4 am 15. und 19. Juli) sowie »Images pour orchestre« von Claude Debussy und »Le Sacre de printemps« von Igor Strawinsky (20. Juli). Nahezu dasselbe Programm wie am Tag zuvor erklingt am 21. Juli noch einmal unter freiem Himmel auf dem Plaza de Vaticano direkt neben dem Teatro Colón.

Das Teatro Colón gehört zu den berühmtesten Opernhäusern der Welt. Es wurde zwischen 1889 und 1908 erbaut und am 25. Mai 1908 mit AIDA von Giuseppe Verdi eröffnet. Das Haus verfügt über ein Opernorchester und ein Philharmonisches Orchester, ein eigenes Ballettensemble, einen Chor, einen Kinderchor, ein festes Sängerensemble sowie ein Statistenensemble. Zwischen 2006 und 2010 wurde das Opernhaus umfangreich renoviert. Das Teatro Colón hat eine Kapazität von rund 2500 Sitz- und 1000 Stehplätzen.

Das 2015 eröffnete CCK (Centro Cultural Kirchner) gehört zu den größten Kulturzentren der Welt. In dem neunstöckigen Gebäude befinden sich ein großer Konzertsaal, fünf weitere Säle für Theatervorstellungen und kleinere Konzerte, 18 Veranstaltungsräume für Lesungen, Performances etc., 40 Räume für Kunstgalerien sowie zahlreiche Übungs- und Proberäume.

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HEUTE PREMIERE IN GUTENSTEIN

25 Jahre Raimundspiele:
„Der Verschwender“ in Gutenstein

Zum 25-jährigen Jubiläum der Raimundspiele steht 2018 Ferdinand Raimunds Erfolgsstück „Der Verschwender“ auf dem Programm. Das populäre letzte Werk des Dichters weist eine frappierende thematische Relevanz für die heutige Zeit auf. Prinzipalin Andrea Eckert ist künstlerische Leiterin und steht selbst in der Rolle des Azur auf der Bühne.
Die Regie liegt in den Händen von Veronika Glatzner, Paul und Marie Sturminger zeichnen für Bühne und Kostüm verantwortlich und Michael Kreiner für die musikalische Leitung.

Andrea Eckert und ihre Hauptdarsteller: v.l.n.r. Holger Schober (Valentin), Elisa Seydel (Rosa), Martin Bermoser (Flottwell) und Grischka Voss (Cheristane, altes Weib, Gärtnerin)

Theaterzelt Gutenstein
Festspielplatz
2770 Gutenstein

Termine
    11.Juli 2018 (Premiere) 19 Uhr 3o

    13. Juli 2018  19 Uhr 30
14. Juli 2018  19 Uhr 30
15. Juli 2018  17 Uhr 
20. Juli 2018  19 Uhr 30
21. Juli 2018  10 Uhr 30 Matinee und 19 Uhr 30
22. Juli 2018   17 Uhr 
27. Juli 2018  19 Uhr 30
28. Juli 2018  19 Uhr 30
29. Juli 2018 (Familienvorstellung)16 Uhr
03. August 2018  19 Uhr 30
04. August 2018  19 Uhr 30
05. August 2018  17 Uhr 

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EINIGE FOTOS VON DEN TIROLER FESTSPIELE ERL

Szenen aus der Eröffnungspremiere ERMIONE (Rossini)


Copyright: Ioxama Bender/ Tiroler Festspiele Erl


Copyright: Ioxama Bender/ Tiroler Festspiele Erl


Copyright: Ioxama Bender/ Tiroler Festspiele Erl

SZENEN AUS „DIE WALKÜRE“


Copyright: Ioxama Bender/ Tiroler Festspiele Erl


Copyright: Ioxama Bender/ Tiroler Festspiele Erl

 


Copyright: Ioxama Bender/ Tiroler Festspiele Erl


Die Walküren auf Fahrrädern. Copyright: Ioxama Bender/ Tiroler Festspiele Erl

 

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BREGENZER FESTSPIELE: WIE WIRD „CARMEN“ ERTRÄNKT

Making-of“ der Bregenzer Todesvariante: Carmens Ertrinkungsszene aus allen Perspektiven

Carmens Ertrinkungsszene aus allen Perspektiven . Eine gefühlte Ewigkeit lang wird Carmen von Don José auf der Bregenzer Seebühne unter Wasser gedrückt, bis sich nach wildem, vergebenem Um-sich-Schlagen ihr Schicksal besiegelt. Copyright: Bregenzer Festspiele

Carmen stirbt den Ertrinkungstod. Rund 7.000 Festspielbesucher sind Abend für Abend Zeugen und fragen sich: Wie machen die das?

Eine gefühlte Ewigkeit lang wird Carmen von Don José auf der Bregenzer Seebühne unter Wasser gedrückt, bis sich nach wildem, vergebenem Um-sich-Schlagen ihr Schicksal besiegelt. Carmen stirbt den Ertrinkungstod. Rund 7.000 Festspielbesucher sind Abend für Abend Zeugen und fragen sich: Wie machen die das?

Bereits in der ersten Saison wurde viel über die Art und Weise spekuliert, wie Don José auf offener Bühne Carmen durch Ertränken zu Tode bringt. Die Bregenzer Festspiele produzieren derzeit ein kurzes „Making-of-Video“ der spektakulären Schlussszene. Neugierige können es in den nächsten Wochen auf unserem Pressefoyer sehen. Fotos gibt’s bereits jetzt.

Sicherheit hat absolute Priorität
Vorweg: Die Sicherheit der Carmen-Sängerinnen – die Titelrolle ist für die insgesamt 29 Aufführungen dreifach besetzt – hat absolute Priorität. Entsprechend strikt sind die Vorkehrungen getroffen und der Ablauf von allen Beteiligten vielfach geprobt. Dazu gehört auch ein unmissverständliches Notsignal.

Das Ertrinken setzt mehr und längere schaudernde Emotionen frei als der konventionelle Dolchstoß. Das Ensemble liebt die Bregenzer Todesvariante. Lena Belkina (Carmen) und Martin Muehle (Don José) haben daher gerne vergangenen Montag die außertourliche Mühe für ein „Making-of“ auf sich genommen. Mitglieder der Fotogruppe des Tauchclubs Friedrichshafen sind bereits mit Unterwasserkameras in Stellung, während bei Lena Belkina noch einmal die unter dem speziell angefertigten Kostüm versteckte Pressluftflasche überprüft wird. Über ein halbes Dutzend Film- und Fotokameras hält dann aus verschiedenen Perspektiven fest, was das Publikum bei einer Aufführung eben nicht sehen soll. Etwa den Neoprenanzug oder wie Carmen hinter einer Rose am Kleid die Verbindung zur Pressluftflasche hervorholt und noch im Fall ins knietiefe Wasser das Mundstück ansetzt.

Alles im Kasten … oder nicht?
Carmens Todeskampf wird mehrmals wiederholt, dazwischen kurzes Nachschminken. Darsteller, Maske, Kostüm, Company Management, Produktionsleitung und Aufnahmeteam sind zufrieden. Alles im Kasten. Oder nicht? Ein paar Fotografen tragen zurückhaltend einen abschließenden Wunsch vor: „Können wir das Ganze auch ohne Mundstück aufnehmen?“ Nachsatz:  „… einmal?“ Regieassistentin Leonora Scheib zaudert, „das ist nicht ungefährlich“, und bespricht sich mit Stunt-Choreograph Ran Arthur Braun. „Carmen“ Lena Belkina, ganz Profi, sieht die Bilder vor sich und bekundet Lust.

Schwere Last zu tragen
Dabei hat sie buchstäblich die schwerste Last zu tragen. Das Gewicht des mit Wasser vollgesogenen Kostüms macht nach dem nassen Tod das Aufstehen jedes Mal zur Kraftanstrengung. „Es braucht einen Karren, um es von der Bühne zu transportieren“, erklärt Patric Barthel von der Kostümabteilung, „es ist so schwer, dass man es selbst zu zweit nicht tragen kann.“
(ami)

Carmen im Kopf Hört man die berühmte Melodie der Oper Carmen einmal, bekommt man sie nicht mehr aus dem Kopf. Kein Wunder, dass das Stück von Georges Bizet zu den bekanntesten und meistgespielten Opern des internationalen Repertoires gehört. Ab 19. Juli ist Carmen wieder auf der Seebühne in Bregenz zu sehen. Einen Einblick in die Vorbereitungen, die in der ganzen Stadt getroffen werden, gibt das Video von Bregenz Tourismus.

BEATRICE CENCI . OPER IM FESTSPIELHAUS

Einen Blick in die Proben der Oper im Festspielhaus Beatrice Cenci gewährte RegisseurJohannes Erath 50 Medienvertretern anlässlich eines Pressetages. Hier erhalten Sie weitere Informationen und Fotos.

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STADTTHEATER MINDEN: PREMIERE „GÖTTERDÄMMERUNG AM 6. SEPTEMBER
 
Wieder konnten wir hochkarätige Künstler nach Minden locken: Neben Dara Hobbs als Brünnhilde
und Thomas Mohr als Siegfried wird das Rollen-Debüt des bereits Bayreuth-erfahrenen Bassisten
Andreas Hörl als Hagen in der Musikwelt mit besonderer Spannung erwartet.

Eine Fortsetzung findet auch unsere Nachwuchsarbeit für die Opernbesucher der Zukunft: Neben
der schon traditionellen Vorstellung nur für Schüler am 3. September 2018 gibt es wieder zahlreiche
Projekte und Partizipationsmöglichkeiten für die Jugendlichen.
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KÖLN FEIERT „200 JAHRE JAQUES OFFENBACH“


Jaques Offenbach auf einem offenbar selbst unterzeichneten Foto. Copyright: Andrea Matzker

Köln feiert „200 Jahre Jacques Offenbach“

Von Andrea Matzker und Dr. Egon Schlesinger

Unter dem Motto „Yes We Cancan“ feiert die Stadt Köln im Jahr 2019 den 200. Geburtstag ihres berühmten Sohnes. An der Stelle des heutigen Opernhauses stand früher die jüdische Synagoge, an der Vater Isaak Offenbach Kantor war. Bereits als kleiner Junge half Jakob, der spätere Jacques, seinem Vater bei den Vorbereitungen zum Gottesdienst. Er lernte Geige und Cello und erhielt Unterricht bei einem Kölner Theatermusiker. Als er 14 Jahre alt war, schickte der Vater ihn 1833 nach Paris, damit er am dortigen Konservatorium studieren könne. Fortan arbeitete er als Cellist an der Opéra-Comique von Paris und als Komponist von Walzern und Salonromanzen. Nach Köln kehrte er regelmäßig zurück und verbrachte dort auch die Zeit rund um das Revolutionsjahr 1848. Anschließend ging er zurück nach Paris, wurde Kapellmeister und gründete 1855 sein eigenes Theater, das Théâtre des Bouffes-Parisiens, wo er Eigenkompositionen zur Uraufführung brachte, die später als Operetten bezeichnet wurden. Sie vereinten eingängige Musik mit satirischer Gesellschaftskritik. In seinen letzten Lebensjahren schrieb er die Phantastische Oper „Hoffmanns Erzählungen“, deren Uraufführung im Februar 1881 er leider nicht mehr miterleben konnte, da er am 5. Oktober 1880 in Paris starb. Gerade mit dieser Oper verbindet die Stadt Köln eine unvergessliche Sternstunde. 1981, genau 100 Jahre nach ihrer Uraufführung, sang Placido Domingo die Titelrolle und schenkte der Stadt gemeinsam mit Edda Moser und anderen großartigen Musikern einen der Höhepunkte der Kölner Operngeschichte. Davon existiert glücklicherweise ein Mitschnitt.


Goldene CD mit der Stimme von Edda Moser im um die Erde schwebenden Satelliten Voyager „Music From Earth“. Copyright: Andrea Matzker


Edda Moser. Copyright: Andrea Matzker

Edda Moser ist im Übrigen die einzige Sopranistin, die auf der goldenen CD im um die Erde schwebenden Satelliten Voyager „Music From Earth“ vertritt. Sie singt darauf ihre damalige Paraderolle, die Rachearie der Königin der Nacht.

An den „Mozart der Champs-Elysées“, wie Rossini den Kollegen nannte, erinnern in Köln außer dem Offenbachplatz noch eine Gedenkplakette an der Stelle des Geburtshauses, die Grabstätte des Vaters auf dem alten jüdischen Friedhof in Deutz, eine Figur am Rathausturm und das dortige 18-Uhr-Glockenspiel. Im eingestürzten Historischen Archiv der Stadt lagerten viele Fotos und Autographen, von denen nur zu hoffen bleibt, dass sie gerettet werden konnten.

Das Offenbach-Jahr wird eingeläutet mit einer rasanten Offenbachiade des Gürzenich-Orchesters in der Kölner Philharmonie. Das Divertissementchen und das Puppentheater sowie der Kölner Karneval werden ihn zum Thema machen. Das Kölner Stadtarchiv widmet ihm eine Ausstellung. Ein internationales Symposium zu Offenbach findet in Verbindung mit der Hochschule für Musik und Tanz vom 18. bis 23. Juni 2019 statt. Am 18. Juni 2019 hält Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki im WDR den Vortrag „Eine kirchliche Perspektive auf das Lachen und den Humor“. Neben vielen weiteren Terminen, Veranstaltungen und Konzerten, auch im Umland, wird es ein großes Überraschungsfest am 200. Geburtstag selbst, dem 20. Juni 2019, am Offenbachplatz geben.


Komposition aus dem Archiv. Copyright: Andrea Matzker


Offenbach-Foto im Kölner Stadtarchiv. Copyright: Andrea Matzker

Anbei bisher noch nie gezeigte Aufnahmen der Autoren. Zunächst zwei originale Fotos Offenbachs und eine Komposition mit französischem Text, aufgenommen während der Ausstellungseröffnung zum 50. Jubiläum des Historischen Archivs der Stadt Köln im Jahre 2007, bevor es einstürzte.


Bühnenaufnahme von der vorerst allerletzten Opernaufführung am Offenbachplatz am 7. Juni 2012 (Meistersinger), aufgenommen von der Legendären „Titus-Höhe“. Copyright: Andrea Matzker

Die Bühnenaufnahme von der vorerst allerletzten Opernaufführung am Offenbachplatz am 7. Juni 2012 zeigt eines der Bühnenbilder aus den Meistersingern in der sensationellen Inszenierung von Uwe Eric Laufenberg. In den Kulissen des Offenbachplatzes mit Opernhaus und anliegendem 4711- Haus fand damals eine rauschende Party mit Mitarbeitern aller Bereiche des Hauses zum Ende der Saison statt. Nie waren Chor, Orchester, Solisten, Maske, Licht und Bühnenarbeiter so eins wie damals. Das Bild zeigt die Perspektive von der legendären Titushöhe aus.


Außenansicht am letzten Tag vor dem Umbau des Opernhauses. Copyright: Andrea Matzker

Die Außenaufnahme von der Oper mit dem Grümmer-Brunnen entstand am gleichen Tag und ließ bisher zum letzten Mal freien Blick auf den Ripahn-Bau zu. Am Folgetag fingen bereits die Umbauten an. Der Opernbrunnen enthält originale Mosaiksteine der Yacht Christina von Aristoteles Onassis, auf der dessen schicksalsträchtige erste Begegnung mit Maria Callas stattfand, die wiederum im Mai 1957 mit der Sonnambula zur Eröffnung der Oper einmalig auf der Kölner Bühne stand und Geschichte schrieb. Es bleibt zu hoffen, dass all diese Bilder nicht weiterhin zur Geschichte gehören, und dass sich frühere Spitznamen wie „Indisches Grabmal“ oder „Grabmal des gescheiterten Intendanten“ wieder in „Schönster Theaterbau Deutschlands“ verwandeln mögen.

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WIEN/ KUNSTHISTORISCHES MUSEUM: Ansichtssache #22 / Auferweckung am Arno / CIRO FERRI (1633-1689). Ab 27. juli

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Foto: Kunsthistorisches Museum

Mit dem Wunder des hl. Zenobius zeigt das Kunsthistorische Museum ein bislang wenig beachtetes Hauptwerk von Ciro Ferri (Rom 1633–1689 Rom). Ferri war der wichtigste Schüler und Mitarbeiter Pietro da Cortonas, eines der Erfinder des römischen Hochbarock. Als vielseitiger Maler, Bildhauer und Architekturzeichner war Ferri vornehmlich in Rom, Florenz und Bergamo tätig, wo er jüngere Künstler nachhaltig beeinflusste.

Neueste Forschungen zeigen, dass Ferri das monumentale Gemälde für einen gelehrten Adressaten von hohem Rang entwarf. Und tatsächlich verfügt das Bild über eine äußerst prestigeträchtige Provenienz: Es wurde für Principe Leopoldo de‘ Medici geschaffen und 1665 im Palazzo Pitti enthüllt. Aufgrund der engen dynastischen Verbindungen zwischen den Medici und den Habsburgern gelangte das Bild noch im 17. Jahrhundert von Florenz nach Wien.

Ab 27. JULI 2018
Kunsthistorisches Museum Wien
Gemäldegalerie, Saal IV

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NÖ-Kulturgenuss in ORF III: „Lipizzaner Gala am Heldenberg“ und „Klassik unter Sternen“ mit Elīna Garanča

 Am 15. Juli ab 18.30 Uhr =

Der ORF-Kultursommer präsentiert am Sonntag, dem 15. Juli 2018, gleich zwei künstlerische Highlights aus Niederösterreich: So steht im Hauptabend von ORF III die glanzvolle Open-Air-Gala „Klassik unter Sternen“ (20.15 Uhr) mit Opernstar Elīna Garanča aus dem Stift Göttweig auf dem Programm. Davor ist erstmals die „Lipizzaner Gala am Heldenberg“ (19.00 Uhr) in ORF III zu sehen. Zur Einstimmung darauf gibt es die Dokumentation „Radetzkys berühmte Nachbarn – Die Lipizzaner am Heldenberg“ (18.30 Uhr).

Die Produktion des ORF-Landesstudios Niederösterreich von Peter Hackl aus dem Jahr 2011 gibt Einblicke in die Alltagsarbeit der Pferde, zeigt die Highlights der Gala aus 2011 und stellt das historische Ambiente des Heldenbergs näher vor, der auch die letzte Ruhestätte des Feldmarschalls Radetzky ist. Auch die anschließend ausgestrahlte diesjährige „Lipizzaner Gala am Heldenberg“ (19.00 Uhr) wird vom ORF-Landesstudio Niederösterreich produziert. Unter freiem Himmel zeigt das „Weiße Ballett“ der Spanischen Hofreitschule in ihrem niederösterreichischen Sommerquartier klassische Reitkunst in der Renaissancetradition der „Hohen Schule“.

Danach lädt die lettische Mezzosopranistin Elīna Garanča unter dem Motto „Klassik unter Sternen“ erneut zur stimmungsvollen Open-Air-Gala ins niederösterreichische Stift Göttweig an der Seite ihres Ehemanns und Dirigenten Karel Mark Chichon. Chichon legt den Programmschwerpunkt im ersten Teil des Konzerts auf das Motto „Verismo“. Bekannte Arien aus den Opern „Adriana Lecouvreur“, „Tosca“, „La Wally“ oder „La Bohème“ sowie das berühmte Duett von Carmen und Don José sorgen für dramatische und bewegende Momente. Der zweite Konzertteil präsentiert Werke von Komponisten wie Francesco Paolo Tosti, Salvatore Cardillo, Pablo Sorozábal und Pablo Luna. An der Seite von Elīna Garanča sind auch heuer wieder zwei Gäste zu erleben: die Neapolitanerin Anna Pirozzi, die vor allem im italienischen Fach brilliert und eine der führenden dramatischen Sopranistinnen unserer Zeit ist, und der amerikanische Tenor Gregory Kunde, der 2019 zweimal an der Wiener Staatsoper zu sehen sein wird – im Jänner in der Titelrolle in „Andrea Chénier“ von Umberto Giordano und im Frühjahr in Giuseppe Verdis „Aida“.

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DER SOMMER 2018 AUF ARTE

Die Programme sind in Kürze zur Vorabansicht auf unserem Presseportal (presse.arte.tv) verfügbar.

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