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INFOS DES TAGES (MITTWOCH, 1. MAI 2019)

01.05.2019 | Aktuelles

INFOS DES TAGES (MITTWOCH, 1. MAI 2019)

Wiener Staatsballett: Le Corsaire an der Wiener Staatsoper – Nominierung von Sylvia für den Prix Benois de la Danse 2019

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Denys Cherevychko. Foto: Wiener Staatsballett/ Ashley Taylor

 Soeben von einem erfolgreichen Gastspiel in Russland zurückgekehrt – auf dem Programm standen zwei ausverkaufte Vorstellungen von Pierre Lacottes Coppélia in St. Petersburg – zeigt das Wiener Staatsballett ab Samstag, 3. Mai 2019 wieder Manuel Legris’ Le Corsaire an der Wiener Staatsoper.

Manuel Legris’ Fassung von Sylvia für das Wiener Staatsballett, die am 10. November 2018 Premiere im Haus am Ring feierte, ist für den renommierten Prix Benois de la Danse 2019 nominiert: Bei einer Gala am 21. Mai 2019 im Moskauer Bolschoi Theater werden Nikisha Fogo und Denys Cherevychko einen Ausschnitt aus dem Stück zeigen.

In der Le Corsaire-Wiederaufnahme am 3. Mai tanzen Denys Cherevychko den Conrad, Nina Poláková die Médora, Kiyoka Hashimoto die Gulnare, Géraud Wielick den Lanquedem (Rollendebüt), Davide Dato den Birbanto, Ioanna Avraam die Zulméa und Mihail Sosnovschi den Seyd Pascha (Reprise in dieser Besetzung: 15. Mai – Gulnare: Natascha Mair).


Maria Yakovleva, Kimin Kim. Foto: Wiener Staatsballett

In den Vorstellungen am 10. und 13. Mai ist Kimin Kim, Gastsolist des Balletts des Mariinski-Theaters, erstmals im Haus am Ring als Conrad zu erleben – er verkörperte diese Partie bereits beim Japan-Gastspiel des Wiener Staatsballetts 2018. Maria Yakovleva tanzt die Médora, Liudmila Konovalova die Gulnare, Mihail Sosnovschi den Lanquedem, Davide Dato den Birbanto, Ioanna Avraam die Zulméa und Eno Peci den Seyd Pascha (Rollendebüt).

Die Vorstellungen am 17. und 19. Mai gestalten Jakob Feyferlik als Conrad (Rollendebüt), Olga Esina als Médora, Kiyoka Hashimoto als Gulnare, Dumitru Taran als Lanquedem (Rollendebüt), Richard Szabó als Birbanto, Sveva Gargiulo als Zulméa (Rollendebüt) und Eno Peci als Seyd Pascha.

Am 23. Mai sind Robert Gabdullin als Conrad, Liudmila Konovalova als Médora, Ioanna Avraam als Gulnare (Rollendebüt), Leonardo Basílio als Lanquedem (Rollendebüt), Masayu Kimoto als Birbanto, Alice Firenze als Zulméa und Alexis Forabosco als Seyd Pascha zu erleben.

In der letzten Vorstellung der Serie am 27. Mai geben Davide Dato als Conrad, Nikisha Fogo als Médora und Tristan Ridel als Lanquedem ihre Rollendebüts. Natascha Mair tanzt die Gulnare, Masayu Kimoto den Birbanto, Alice Firenze die Zulméa und Alexis Forabosco den Seyd Pascha.

Es dirigiert: Valery Ovsyanikov.

Reprisen (Übersicht): 10., 13., 15., 17., 19., 23. und 27. Mai

Die Aufführungen am 3., 10., 17., 19. und 23. Mai werden im Rahmen von „Oper live am Platz“ live auf den Herbert von Karajan-Platz übertragen; die Vorstellung am 17. Mai 2019 wird außerdem mit WIENER STAATSOPER live at home weltweit live in HD gestreamt: www.staatsoperlive.com.

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St. Gallen: Operndirektor Peter Heilker geht nach Wien

Auf das Ende der Spielzeit 2020/2021 verlässt Operndirektor Peter Heilker das Theater St.Gallen. Das Ostschweizer Dreispartenhaus verliert damit einen engagierten und profunden Kenner der Musiktheaterszene, der immer wieder Entdeckungen ermöglichte und namhafte Künstler an das Haus holte. Peter Heilker wechselt per September 2021 nach Wien, wo er am Theater an der Wien Programm- und Castingdirektor sowie Stellvertreter des designierten Intendanten Stefan Herheim wird.

Das Theater St.Gallen ist sich bewusst, dass es mit Peter Heilker einen versierten Fachmann verliert, der auch stets mit grossem Engagement den Kontakt zum Publikum suchte und dessen Begeisterung am Musiktheater zu wecken wusste. Gleichzeitig freut es sich über die ehrenvolle Wahl seines Operndirektors an eine der renommiertesten Musiktheater-Bühnen im deutschsprachigen Raum. Das Theater an der Wien ist das Opernhaus der Vereinigten Bühnen Wien, zu denen auch das Ronacher und das Raimund-Theater gehören. Neben seiner Tätigkeit als Programm- und Castingdirektor wird Peter Heilker am Theater an der Wien die Vorbereitung auf die neue Intendanz von Stefan Herheim per Spielzeit 2022/2023 mitverantworten. Für die Regelung seiner Nachfolge am Theater St.  Gallen ist eine Findungskommission bestellt worden. Sie steht unter der Leitung von Martin Klöti, Regierungsrat des Kantons St.Gallen und Vizepräsident der Genossenschaft Konzert und Theater St.Gallen. 

Der Theater-  und Literaturwissenschaftler Peter Heilker ist seit der Spielzeit 2008/2009 Operndirektor am Theater St.Gallen. Unter seiner Leitung pflegte die Sparte Musiktheater ein breites Repertoire aus Oper, Operette, Musical und Tanz aller Epochen und Stilrichtungen. Er verpflichtete Regisseure wie Guy Joosten, Francesca Zambello, David Alden, Lydia Steier, Vera Nemirova und Tobias Kratzer und holte Dirigenten wie George Petrou, Giampaolo Bisanti, Antonino Fogliani und Stefan Blunier nach St.Gallen.
 
Peter Heilkers Spielplangestaltung zeichnete sich besonders durch selten gespielte, unbekannte oder vergessene Opern sowie Erst- und Uraufführungen aus. So verantwortete er 16 Schweizer Erstaufführungen, darunter George Benjamins Opern Written on Skin und Lessons in Love and Violence (Spielzeit 2019/2020), Johann Simon Mayrs Medea in Corinto und die deutschsprachige Erstaufführung des Musicals Avenue Q. Insbesondere die jährliche Freiluftproduktion der St.Galler Festspiele im Klosterhof stellte regelmässig eine Opernrarität des 19. Jahrhunderts einem grossen Publikum vor; so kamen in den letzten Jahren Puccinis Edgar, Catalanis Loreley und Donizettis Il diluvio universale zu Schweizer Erstaufführungen. Ausserdem fanden unter seiner Direktion sechs Uraufführungen statt, darunter die Oper Annas Maske von David Philip Hefti und Alain Claude Sulzer.
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WIEN/ ab heute im Globe (Marx-Halle)

Herr Zettel ist verwirrt – Ein Sommernachtstraum
Lesung mit Orchester & Chor

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Mendelsohns romantische Musik vom Wiener KammerOrchester gespielt, Shakespeares phantastisches Theaterstück von Sigrid Hauser gelesen, rührende Schlaflieder vom Philharmonia Chor gesungen, das Ganze von Stefan Vladar dirigiert – es hätte so schön werden können: Hochkultur im GLOBE WIEN.

Wäre da nicht der Weber Niklas Zettel (Michael Niavarani), der mit seinen derben Späßen und einfältigen Gedankengängen den Abend durcheinanderbringt. Was soll denn das? Er behauptet in einen Esel verwandelt worden zu sein und dann hätte sich die Feenkönigin auch noch in ihn verliebt und mit ihm geschlafen! Sex, Drogen (eine Blume, deren Tautropfen verliebt machen), Elfen, Kobolde, Liebespaare, eine Tragödie von Pyramus und Thisbe und ein Sorgerechtsstreit, live im GLOBE WIEN.

Aufführungen

Mi, 01.05.2019 19:30 Globe Wien
Do, 02.05.2019 19:30 Globe Wien
Mi, 29.05.2019 19:30 Globe Wien
Do, 30.05.2019 19:30 Globe Wien
Di, 25.06.2019 19:30 Globe Wien
Mi, 26.06.2019 19:30 Globe Wien

Programm
Felix Mendelssohn Bartholdy
Ein Sommernachtstraum, Op. 61
Dauer: 120 min. | 1 Pause nach ca. 60 Minuten
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So, dem 5. Mai 2019, 17h: EINZIGARTIG! Herzliche Einladung zur 431. VA der IPG im Pleyel Kulturzentrum. Es spielt für Sie ein weltbekanntes Ensemble mit einem weltberühmten Pianisten in Quintettbesetzung! Versäumen Sie bitte nicht diesen Termin!

431. Veranstaltung der Internationale Ignaz Joseph Pleyel Gesellschaft(IPG) am Sonntag, dem 5. Mai 2019 um 17,00 Uhr
im PLEYEL KULTURZENTRUM, Baumgartner Straße 14, 3701 Ruppersthal
unter dem Ehrenschutz von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Landeshauptmann a.D. Dr. Erwin Pröll

https://secure.i.telegraph.co.uk/multimedia/archive/02733/PLEYEL_2733308b.jpg

KÜNSTLER
Klavierquintette & Streichquartett mit dem Janacek Quartett und Ivo Kahánek

Milos Vacek, Violine I
Richard Kruzik, Violine II
Jan Reznìcek, Viola I
Bretislav Vybìral, Violoncello
Ivo Kahánek, Original Pleyel Hammerflügel, op. 5884, 1838

EINZIGARTIG!
Das weltbekannte Janacek Quartett aus Brünn spielt erstmals mit dem unter Sir Simon Rattle mit der Berliner Philharmonie zu Ehren gekommenen Ivo Kahánek am Original Pleyel Hammerklavier in Klavierquintett-besetzung im Pleyel Kulturzentrum!

Als Interpret mit außergewöhnlicher emotionaler Kraft und Tiefe erwarb sich Ivo Kahánek den Ruf einer der beeindruckendsten Künstler seiner Generation zu sein, und von vielen wird er für den besten zeitgenössischen tschechischen Pianisten gehalten. Seine Gabe, sofort eine emotionale Beziehung zum Publikum aufzubauen, präsentiert er in Kompositionen vom Barock bis zur Moderne, wobei sein Schwerpunkt auf dem romantischen Repertoire liegt. Es ist daher kein Wunder, dass Sir Simon Rattle sich Ivo Kahánek für zwei Auftritte mit der Berliner Philharmonie im November 2014 aussuchte, die von der Fachkritik wie auch von der breiten Öffentlichkeit begeistert aufgenommen wurden.
Versäumen Sie bitte nicht diesen Termin! Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

PROGRAMM

Ignaz Joseph Pleyel (1757 Ruppersthal-1831 Paris)
Streichquartett, D-Dur, 1784, Ben 312
1)Allegro, 2)Allegretto 3) Presto
aus SEI/ QUARTETTI/ a due Violini, Viola e Violoncello/ composti e dedicati/ al celeberrimo estimatissimo fu/ suo Maestro ii Signore/ GIUSEPPE HAYDN! in Segno di perpetua Gratitudine/da IGNAZIO PLEYEL/ Opera II Vienna, presso Rodolfo Graeffer Librajo/ sulla Piazzetta chiamata Schulhof

Ignaz Joseph Pleyel (1757 Ruppersthal-1831 Paris)
-Klavierquintett in C, Ben 1517 für Pf, Vl1, Vl2, Vla, Vc, (Ben 128)
1.Allegro molto spiritoso, 2. Adagio con sordini, 3. Menuetto.Trio, 4. Rondo.Allegro

Pause

Antonín Dvorák (1841-1904)
-Klavierquintett Nr. 2, A Dur Op.81
1.Allegro ma non troppo
2. Dumka: Andante con moto – Vivace
3.Scherzo (Furiant): Molto vivace – Poco tranquillo
4.Finale: Allegro
Zugabe, Änderungen vorbehalten

Karten & Info: Tel: 02955/70645, 0664/495 37 27, E-Mail: adolf.ehrentraud.pleyel@aon.at
I: www.pleyel.at

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Sehr geehrte Liszt-Freunde!: Radio Übertragung – Radio Broadcast

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Radioklassik Stephansdom – Samstag 04.05. – 14h – ‚Liszt aus Raiding‘

Chefredakteur Christoph Wellner präsentiert den Mitschnitt des Konzerts des Orchesters Wiener Akademie vom Liszt Festival Raiding März-Zyklus gemeinsam mit Martin Haselböck.
>mehr Info

Das Orchester Wiener Akademie unter Martin Haselböck hat in den vergangenen Jahren beim Liszt Festival in Raiding das gesamte Orchesterwerk von Franz Liszt zur Aufführung gebracht. Beim Konzert am 31. März 2019 konnte unter dem Motto Vive la France! nicht nur den Klängen von Berlioz und Bizet gelauscht werden, sondern es gab auch die Uraufführung einer Komposition von Franz Liszt zu bestaunen!
Hier gehts zum Programm

Liszt Festival Raiding 2019 – Juni-Zyklus
Fr. 14.06. 19:30 Claire Huangci
Sa. 15.06. 19:30 Klavierduo Kutrowatz l Supercussion Vienna
So. 16.06. 11:00 Orchester Wiener Akademie l Chen Reiss l Martin Haselböck
Fr. 21.06. 19:30 Wiener KammerOrchester l Johannes Kutrowatz
Sa. 22.06. 19:30 Elisabeth Kulman l Eduard Kutrowatz
So. 23.06. 11:00 Anna Volovitch
Genaues Programm und Tickets hier klicken

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Neu von Accentus Music

Im Mai 2019 veröffentlicht Accentus Music das außergewöhnliche Ravel-Konzert des Lucerne Festival Orchestra unter der Leitung von Riccardo Chailly.
Außerdem eine Concert-Centenaire Box vom Duo Ingolfsson/Stoupel.

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Ravel
Lucerne Festival Orchestra
Riccardo Chailly

Valses nobles et sentimentales
La Valse
Daphnis et Chloé, Suite No. 1
Daphnis et Chloé, Suite No. 2
Boléro

ACC20451 (DVD)
ACC10451 (Blu-ray)
Veröffentlichung: 3. Mai 2019

Seit 2016 ist Riccardo Chailly Chefdirigent des Lucerne Festival Orchestra. In dieser Zeit sind wundervolle Konzerte und Aufnahmen entstanden. Die Ravel Einspielung reiht sich in diese besonderen Aufnahmen ein.
Chailly und das Orchester würdigen mit diesem Programm Ravels Vielfalt an musikalischen Formen und Sprachen, Rhythmen, Melodien und Instrumentierungen. Ravel versteht es, Geschichten aus unerwarteten Blickwinkeln zu erzählen: von den pulsierenden Dreivierteltakten der Walzer, über die alte Liebesgeschichte von Daphnis und Chloé bis hin zum unerbittlichen Rhythmus des Boléro. Chailly und das Lucerne Festival Orchestra sind dabei seine kongenialen Partner.

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Lucerne Festival website »

Concert-Centenaire:  Judith Ingolfsson, Vladimir Stoupel

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I Rudi Stephan /Albéric Magnard
II Louis Vierne
III Gabriel Fauré

ACC80371 (3CD Box-Set)
Veröffentlichung: 3. Mai 2019

Die Violinistin Judith Ingolfsson und der Pianist Vladimir Stoupel sind sie seit 2006 gemeinsam auf der Suche nach neuen Wegen in der Kammermusik Hierzu zählt auch ihr Projekt „Concert-Centenaire“: Es ist Komponisten gewidmet, deren Leben durch den Ersten Weltkrieg beeinflusst wurde. Dieses neue Boxset umfasst nun die komplette Reihe mit ihren Volumes I-III.

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WIEN: „150 JAHRE ÖSTERREICHISCH-JAPANISCHE FREUNDSCHAFT: AUSSTELLUNG SETSUKO AIHARA (28. MAI)

Setsuko Aihara ist eine sehr einigen Jahren in Wien lebende japanische Künstlerin mit hoher Klassikaffinität, regelmäßiger Gast der Wiener Staatsoper, und diese Musikliebe schlägt sich auch in ihren Bildmotiven nieder – wie Sie sehen hat sie auch Gustav Mahler und Seiji Ozawa porträtiert. 

web gallery: http://www.setsuko-aihara.net

OR:  http://www.freewebs.com/aihara
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SAARLÄNDISCHES STAATSTHEATER STELLT SPIELPLAN 2019/2020 VOR

Mitte August beginnt am Saarländischen Staatstheater die Spielzeit 2019/2020 und mit ihr die dritte Saison von Generalintendant Bodo Busse. Längst ist der aus dem »Ländle« stammende 49-jährige an der Saar heimisch geworden, hat hier sein persönliches wie künstlerisches Zuhause gefunden: »Ich fühle mich unglaublich wohl im Saarland, genieße die bunte Vielfalt des Lebens und die urbane Atmosphäre der Landeshauptstadt in vollen Zügen«, so Busse. »Besonders die Offenheit der Saarländer schätze ich, das Lebensgefühl, und natürlich die Nähe zu Frankreich und Luxemburg. All das hat mich für das Programm 2019/2020 inspiriert.«

MUSIKTHEATER
Eine Nähe, die im Spielplan auch gelebt wird: Sämtliche Opern im Großen Haus werden sowohl Deutsch als auch Französisch übertitelt, mit der französischen Originalfassung von Verdis »Don Carlos« (Freitag, 24. Januar) und Bizets exotischer Oper »Les Pêcheurs de Perles (Die Perlenfischer)« (Freitag, 12. Juni) setzt das Staatstheater seinen einst mit Rossinis »Guillaume Tell« begonnenen Zyklus französischer Opern fort. Die Märchenoper »Die arabische Prinzessin« (Sonntag, 13. Oktober) entsteht in Koproduktion mit der Opéra National du Rhin Strasbourg, eine Zusammenarbeit, die in den Folgejahren intensiviert werden soll.

Mit der deutschen Erstaufführung des Musicals »Marguerite« (Samstag, 7. Dezember) erfüllt sich für Busse ein langgehegter Wunsch: »Seit ich als Jugendlicher ˃Yentl˂ im Kino gesehen habe, bin ich ein großer Michel-Legrand-Fan. Die Mischung aus sinfonischem Jazz, Musical und Chanson, die seine Kompositionen auszeichnen, finde ich einfach großartig.« Die Aufführung am Staatstheater ist zugleich eine Hommage an die zu Beginn des Jahres verstorbene Filmmusik- und Jazzlegende. »Legrand ist ein toller Komponist«, schwärmt Generalmusikdirektor Sébastien Rouland. »Leider werden seine Werke selbst in Frankreich viel zu selten aufgeführt – ich bin froh, dass sein Musical nun in Saarbrücken auf die Bühne kommt«, freut sich der gebürtige Franzose, auch wenn er in Sachen Musical das Dirigentenpult seinem Kollegen Stefan Neubert überlässt. »Marguerite« bringt ein dunkles Kapitel deutsch-französischer Geschichte auf die Bühne: Die Handlung spielt im besetzten Paris des Jahres 1942. Marguerite, einst gefeierte Jazz-Sängerin, ist Mätresse des deutschen Offiziers Otto. Als sie sich in den Musiker Armand verliebt, wird es gefährlich: Denn Armand kämpft in der Résistance gegen die deutsche Besatzung … Legrands wunderbare Musik begleitet die Protagonisten durch eine Zeit, in der es ums nackte Überleben geht.
Insgesamt neun Neuproduktionen, darunter zwei deutsche Erstaufführungen, hält der Musiktheaterspielplan des Saarländischen Staatstheaters in der kommenden Saison bereit. Gleich zum Saisonauftakt gibt´s ein temporeiches Ensemblestück: Mozarts »Le Nozze di Figaro« (Sonntag, 8. September), komplett aus den eigenen Reihen besetzt. Peter Schöne und Salomón Zulic del Canto alternieren in der Partie des Grafen, ihnen zur Seite stehen Valda Wilson bzw. Olga Jelínková als Gräfin, in die Hosenrolle des Cherubino schlüpft Carmen Seibel und als Susanna und Figaro brillieren Marie Smolka und Markus Jaursch. Intendant Bodo Busse ist stolz auf sein leistungsstarkes Musiktheaterensemble: »Selbst große Opernpartien können wir mühelos aus dem hauseigenen Ensemble besetzen. Beim ˃Don Carlos˂ beispielsweise gibt es zahlreiche Rollendebüts zu feiern: Sung Min Song und Angelos Samartzis alternieren in der Titelpartie, auch Pauliina Linnosaari (Elisabetta) und Peter Schöne (Marquis Posa) singen ihre Partie zum ersten Mal.«

In Sachen Regieteams setzt Busse auf Kontinuität – Aron Stiehl (»Die lustige Witwe«), Roland Schwab (»Don Carlos«), Barbara Schöne (»Marylin forever«) sowie Demis Volpi (»Die Passagierin«) inszenieren zum zweiten Mal in Saarbrücken –, holt aber auch neue, vielversprechende Talente ans Haus: Eva-Maria Höckmayr (»Die Hochzeit des Figaro«), Pascale-Sabine Chevroton (»Marguerite«), Alexandra Szemerédy und Magdolna Parditka (»Das Rheingold«), Susanne Lietzow (»Les Pêcheurs de Perles«).

Ende März wird dann, nach 20 Jahren, ein neuer Saarbrücker »Ring« geschmiedet: »Das Rheingold« (Samstag, 28. März) wird von den jungen ungarischen Regisseurinnen Alexandra Szemerédy und Magdolna Parditka in Szene gesetzt. Längst haben sich die beiden im deutschsprachigen Raum einen Namen gemacht, haben allerdings in ihrer Heimat aufgrund ihrer unkonventionellen Regie- und Bühnenkonzepte einen schweren Stand – und genau das macht sie zu aufregenden Betrachterinnen der Wagnerschen Geschichte um Gier und Macht. Auch für GMD Sébastien Rouland ist Wagners »Rheingold« ein Höhepunkt im Programm 2019/2020: »Es ist mein erster ˃Ring˂, eine große Herausforderung für mich«, so Rouland, »und ich freue mich auf den Beginn einer langen, intensiven Arbeit und die Chance, an einem Projekt über vier Jahre lang wachsen zu dürfen.«

Klassiker des ernsten wie heiteren Genres im Programm zu haben, ist Busse und Rouland wichtig. Ebenso möchten sie aber dem zeitgenössischen Musiktheater eine Plattform bieten: Die deutsche Erstaufführung von Gavin Bryars Kammeroper »Marilyn forever« (Samstag, 8. Februar) blickt hinter die Glamourfassade des Künstlerlebens Marilyn Monroes.

Das Saarland liegt im Herzen Europas – einem Europa, das durch rechtsnationalistische Tendenzen zunehmend gefährdet wird. Umso wichtiger ist es, gegen das Vergessen anzugehen. Mit Mieczysław Weinbergs Oper »Die Passagierin« (Samstag, 9. Mai) wird ein dunkles Kapitel deutscher Geschichte ins Bühnenlicht geholt: Auf einer Kreuzfahrt wird Lisa wie aus dem Nichts mit ihrer Vergangenheit konfrontiert: In einer Passagierin meint sie, Martha wiederzuerkennen. Jene Martha, die ihr einst als jüdische Gefangene im KZ Auschwitz ausgeliefert war. Denn dort war Lisa als Aufseherin tätig. Nicht einmal ihr Mann, ein bundesdeutscher Diplomat, kennt ihre dunkle Vergangenheit …

Dass Weinbergs Oper nun den Weg auf die Saarbrücker Bühne findet, ist nicht nur dem Bestreben, Musiktheater des 20. Jahrhunderts im Repertoire zu verankern, geschuldet: Erst kürzlich hat sich das Saarländische Staatstheater der bundesweiten Bewegung »Wir sind viele!« angeschlossen, in der sich Kunst- und Kulturschaffende offen gegen Populismus sowie rassistisches und nationales Gedankengut aussprechen und zu Weltoffenheit und Demokratie bekennen. »Was am Saarbrücker Theater, wo tagtäglich über 400 Menschen aus verschiedensten Nationen friedlich miteinander arbeiten, gelingt, sollte doch auch in Europa möglich sein«, wünscht sich Bodo Busse.

BALLETT
Dem Ballettdirektor des Saarländischen Staatsballetts Stijn Celis und seiner Kompanie wird in der Spielzeit 2019/20 eine besondere Wertschätzung zuteil: Mit der neuen Choreographie »Prometheus« gehen er und die Tänzer und Tänzerinnen des Saarländische Staatsballetts gleich zweimal auf Reisen, einmal nach Heilbronn und nach Bonn. »Ich freue mich sehr, dass wir gerade die neue Choreographie »Prometheus« im kommenden Jahr in Bonn im Rahmen der Feierlichkeiten zu Beethovens 250. Geburtstag zeigen können. «

Der Saarländische Staatsballett unter der Leitung von Stjin Celis wird »Prometheus« zur Musik von Ludwig van Beethovens »Die Geschöpfe des Prometheus« und Lorenzo Bianchi Hoesch als Beitrag zum Beethoven-Jahr 2020 auf die Bühne des Großen Hauses des Saarländischen Staatstheaters (Premiere: Samstag, 5. Oktober 2019) bringen. In der Mythologie gibt Prometheus dem Menschen die Macht über die Natur zurück, da er ihnen das von Zeus geraubte Feuer überlässt. Im Ballet ersetzt die Kunst diese Naturgewalt. »Die Zuschauer dürfen sich auf einen abwechslungsreichen, beschwingten und zugleich kraftvollen, feurigen Ballettabend freuen«, sagt Kompaniemanager Klaus Kieser.
Mit zwei Choreographien wird das Tanzfestival Saar 2020 am Donnerstag, 5. März, im Großen Haus eröffnet: Ballettdirektor Stijn Celis und Richard Siegal versetzen die Tänzer in die »Future World«. E.T.A. Hoffmanns Erzählung »Der Sandmann« gehört zu den zentralen Werken der »schwarzen Romantik«. Sie blickte – quasi zwischen der Aufklärung und Sigmund Freud – auf die dunkle Seite des Menschen. Ausgehend von E.T.A. Hoffmann kreiert Stijn Celis ein neues Stück mit dem Titel »Clara«. Den Abend komplettiert Richard Siegals 2014 entstandenes Ballett »Liedgut «.
Es ist der erste gemeinsame Ballettabend von Stijn Celis und Richard Siegal. Mit dem in Amerika geborenen Choreographen bekommen die Ballett-Fans ganz neue Bewegungsformen geboten, die den Tanz auf der Spitze zeigen. Siegal tanzte zwischen 1997 und 2004 bei William Forsythes Ballett Frankfurt. In dieser Zeit entstanden seine ersten Choreographien. 2005 gründete er die interdisziplinäre Künstlerplattform The Bakery mit Sitz in Berlin. Zwischen 2013 und 2015 hat er mehrere Werke für das Bayerische Staatsballett erarbeitet; weitere Uraufführungen entstanden etwa für das Cedar Lake Contemporary Ballet und das Hessische Staatsballett. 2016 etablierte er seine eigene Kompanie mit dem Namen Ballet of Difference. In seinen Arbeiten kombiniert er regelmäßig Tanz mit Medientechnologie.
»Aufbrüche« heißt der Ballettabend mit Choreographien von Moritz Ostruschnjak und Marioenrico D’Angelo am Freitag, 15. Mai 2020 in der Alten Feuerwache. Und ganz dem Namen nach dürfen sich die Zuschauer*innen auf einen Abend freuen, an dem das Ballett buchstäblich zu neuen experimentellen Formen aufbricht …

Moritz Ostruschnjak studierte in München und an der École Rudra-Béjart Lausanne und tanzte bei Ensembles in Nürnberg, Mannheim, Arnheim und Göteborg. 2009 war er an der Uraufführung von Stijn Celis’ »Your Passion is Pure Joy to Me« beteiligt. Seit 2013 ist er als Choreograph tätig; seine Stücke entstanden überwiegend in München. Marioenrico D’Angelo war Tänzer beim Spellbound Contemporary Ballet und von 2013 bis 2018 am Saarländischen Staatstheater. Erste Choreographien schuf er für die »SubsTanz«-Abende. 2018 konnte er als einer von drei Nachwuchschoreographen im Residenzprogramm des Hannoveraner Festivals »Tanztheater International« ein neues Stück erarbeiten.

Sie ist inzwischen schon fast eine Institution, die Reihe »SubsTanz« der Tänzerinnen und Tänzer des Saarländischen Staatsballetts. In kurzen Szenen stellen sie nicht nur ihre choreographischen Talente unter Beweis, sondern gestalten auch Bühne, Kostüme und Licht. Für den einen oder anderen ist »SubsTanz« möglicherweise der erste Schritt auf dem Weg in eine neue Karriere. Die Premiere von »SubsTanz 20« ist am Samstag, 27. Juni 2020 in der Alten Feuerwache. Nicht selten entstehen an solchen Abenden neue Handschriften des Tanzes. Wer dabei war, wird die belebende Kraft der Entdeckung nie vergessen.
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„Meiner tut nichts“: „Am Schauplatz“-Reportage über Wien und seine Hunde

Am 2. Mai um 21.05 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) – Wien und seine Hunde. Kaum ein anderes Thema polarisiert ähnlich stark. Aktuell leben 55.000 Hunde in der Bundeshauptstadt. Weil es in den vergangenen Monaten immer wieder zu Beißattacken gekommen ist, treten jetzt neue, strengere Regeln in Kraft. Diese Maßnahmen sind jedoch umstritten. „Am Schauplatz“-Reporterin Nora Zoglauer hat sich für Ihre aktuelle Reportage „Meiner tut nichts“ – zu sehen am Donnerstag, dem 2. Mai 2019, um 21.05 Uhr in ORF 2 – in zahlreichen Parks und Wohnsiedlungen umgehört.

„Normalerweise tut er wirklich nichts, er ist eine ganz eine ruhige Seele“, sagt der Besitzer eines jungen Pitbulls. Wenige Stunden vor dem Interview stürzte sich sein Hund, nicht angeleint und ohne Beißkorb, auf einen kleinen Mischlingshund und biss ihm vor den Augen seiner Besitzerin die Kehle durch. Der Pitbull ist ein sogenannter Listenhund. Seit 2010 gibt es für als gefährlich eingestufte Hunde eine eigene Rasseliste. Für die Besitzerinnen und Besitzer dieser Listenhunde gelten strenge Vorschriften. Ob diese neuen Regeln helfen, künftig Hundeattacken zu verhindern, ist umstritten. Hundetrainerin Sabine Koch-Bischof sagt: „Man kann aus jedem Hund einen Kampfhund machen, diese Liste ist ein wissenschaftlicher Unfug.“
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