Online Merker Logo

Die internationale Kulturplattform

INFOS DES TAGES (MITTWOCH, 1. APRIL 2020)

01.04.2020 | Aktuelles

INFOS DES TAGES (MITTWOCH, 1. APRIL 2020)

HEUTE GARANTIERT KEIN APRILSCHERZ DARUNTER. Sie brauchen also nicht suchen, denn zum Scherzen ist derzeit wohl niemand zumute.

BAYREUTHER FESTSPIELE FÜR DIESES JAHR ABGESAGT

Angesichts der bereits jetzt eingetretenen Auswirkungen der Corona-Krise auf den Betrieb der Bayreuther Festspiele GmbH bedauern Geschäftsführung und die Gesellschafter der Bayreuther Festspiele GmbH – die Bundesrepublik Deutschland, der Freistaat Bayern, die Stadt Bayreuth und die Gesellschaft der Freunde von Bayreuth e.V. – , dass die Bayreuther Festspiele 2020 im kommenden Sommer ausgesetzt werden müssen. Dadurch müssen die nachfolgenden Festspieljahrgänge umdisponiert werden. In der Saison 2021 werden neben der vorgesehenen Neuproduktion `Der fliegende Holländer` die Wiederaufnahmen `Tannhäuser und der Sängerkrieg auf Wartburg`, `Die Meistersinger von Nürnberg`, `Lohengrin` und 3 konzertante Aufführungen `Die Walküre` auf dem Spielplan stehen. Die für diese Saison geplante Neuproduktion `Der Ring des Nibelungen` kann aus Gründen der Probenplanung voraussichtlich erst im Jahr 2022 Premiere feiern.

Grundsätzlich bleiben die bereits für 2020 gekauften Karten für die Festspiele 2021 gültig. Zur Klärung der Modalitäten bezüglich konkreter Termine etc. wird das Kartenbüro in den kommenden Wochen alle Kartenkäufer der Festspiele 2020 kontaktieren.

Bayerns Kunstminister Bernd Sibler betont: „Als begeisterter Anhänger der Bayreuther Festspiele und der ausdrucksstarken Musik Richard Wagners bedauere ich es sehr, dass wir dieses Jahr nicht in den Genuss der Aufführungen auf dem Grünen Hügel kommen. Für das kulturelle Leben ist der Ausfall ein herber Verlust. Die lange Festspieltradition hat im bayerischen Kulturstaat einen hohen Stellenwert.“

Mit freundlichen Grüßen

Web: www.bayreuther-festspiele.de
___________________________________________________________

WAS SAGT „WOTAN“ ZUR SITUATION? Es wären die Festspiele des Günther Groissböck geworden! Nun heißt es warten- sogar 2 Jahre lang

„Vielleicht fallen die Kollateralschäden am Ende massiver ins Gewicht als die gesundheitlichen“, befürchtet Günther Groissböck.

 

Mit dem Strom schwimmen, das ist nicht die Sache von Günther Groissböck. Er spricht Dinge an, wo andere gerne wegducken! Künstlerisch trifft ihn die Corona-Krise wie ein Keulenschlag! Aber Menschen wie er, der sich auch kritisches Denken leisten, werden in der Zukunft mehr denn je gebraucht.

Günther Groissböck zu Corona: „Ich habe Angst vor Aktionismus“
http://www.merkur.de/kultur/interview-mit-opernstar-guenther-groissboeck-zur-corona-krise-13635574.html

Lesen Sie das Interview genau durch, schalten Sie Ihren Denkmechanismus ein! Vielleicht wird es doch noch das „Jahr des Günther Groissböck“, nur eben etwas anders!

A.C.

__________________________________________________________________

Zum Tod der Sängerin Hertha Töpper: Himmlische Opernmomente in München

Toepper_Hertha

Als Octavian im „Rosenkavalier“ hat sich Hertha Töpper in die Herzen gesungen und gespielt. Über 100 Mal hat sie den „jungen Herrn aus großem Haus“ allein in München gegeben. Nach Informationen aus ihrem engen Freundeskreis, die BR-KLASSIK vorliegen, ist die Sängerin nun im Alter von 95 Jahren verstorben.

http://www.br-klassik.de/aktuell/news-kritik/hertha-toepper-opern-saengerin-gestorben-nachruf-102.html

_________________________________________________________

AM 31. MÄRZ IN WIEN 23. Bezirk


Im Garten von Fritz Krammer – die Erderwärmung schlägt unbarmherzig zu! Foto: Krammer

Meine Frau berichtet aus Mauerbach: Meine Enkelin Leonie Marie Cupak stapfte erstmals in ihrem jungen Leben durch den Schnee! Leider gibt es dazu kein Foto!

__________________________________________________________________

So ändern sich die Zeiten

Von Sandra Warnung

So ändern sich die Zeiten: Schutzmaskenpflicht im Supermarkt. Auf die Frage des Moderators am 31.3.2020 im Mittagsjournal von Ö1, ob man zur Not auch sogenannte Schalmasken (Sturmhauben) nehmen könnte, wenn man die über die Nase zieht, hat das Oswald Wagner, stellvertretender Rektor der Medizinischen Universität Wien, eindeutig bejaht. So fällt mit einem Mal schwuppdiwupp das „Vermummungsverbot“.

Vermummungsverbot – Wikipedia

„Ja, die Maskenpflicht wird zu einer Verringerung der Ansteckungsgefahr führen“, sagt Oswald Wagner, stellvertretender Rektor der Medizinischen Universität Wien zur Maskenpflicht in Supermärkten. „Wir dürfen bei der Maskenvergabe aber nicht übertreiben, weil sie wichtig für das medizinische Personal sind. Auch ein selbst-genähter Schutz ist sinnvoll, weil es zu Beginn sicher nicht genug Masken in den Supermärkten geben wird“, sagt Wagner. Er rät dazu, die Masken, die im Supermarkt verteilt werden, nicht wiederzuverwenden. „Genähte Masken aus Stoff kann man bei 60 Grad waschen“, empfiehlt Wagner.

https://oe1.orf.at/player/20200331/592686/1585649470000

Und nicht nur der „Gefangenenchor“ wird aus dem „Homeoffice“ zur Aufführung gebracht, sondern auch 4’26 Minuten von Maurice Ravels „Bolero“ und zwar von Musikern des L’Orchestre National de France: Bildschirm auf Fullscreen einstellen!

https://www.youtube.com/watch?time_continue=66&v=Sj4pE_bgRQI&feature=emb_logo

Und dann habe ich noch eine weitere gute Nachricht aus Frankreich und alle „Manon“-Fans! Der Dank gebührt hier allerdings meinem Neffen. Er ist natürlich ein Eckhaus jünger ist als ich und spielt daher auf allen sozialen Medien „Klavier“. Da auf der Website der Opéra National de Paris kein Zugriff für „Besucher“ außerhalb Frankreichs möglich war, hat er die Facebook-Seite der Oper besucht und bingo! Mit dem Don Giovanni (P. Jordan/Ivo van Hove Regie) hat das bestens funktioniert und nachdem er das auf seiner Seite gepostet hatte, kamen etliche Anfragen, wie er das gemacht hat und die Folge waren viele positive Rückmeldungen aus Deutschland.
Angekündigt ist nun vom 31.3. bis 10.4. „Manon“

(Anm.d. Red.: Das hat bereits vor 2 Wochen mittels eines Links in unserem Forum funktioniert!)

Mit vielen Grüßen und kommen Sie gesund durch die Woche und in den Supermarkt!
____________________________________________________________________

„Bei Anruf Musik“ – Oper Frankfurt schließt sich einer Aktion des Staatstheaters Darmstadt an

Telefon – Wikipedia

Die Oper Frankfurt schließt sich einer Aktion unter dem Motto „Bei Anruf Musik“ an, die vom Staatstheater Darmstadt initiiert wurde.

Alle Theater weltweit durchlaufen gerade eine außergewöhnliche Zeit. Auch die Künstlerinnen und Künstler der Oper Frankfurt dürfen zur Zeit nicht auftreten und zusammen mit ihrem Publikum das gemeinschaftliche Liveerlebnis, welches diese Kunstform ausmacht, teilen. Am

Samstag, dem 4. April 2020, zwischen 12.00 und 18.00 Uhr

 will das Ensemble der Oper Frankfurt aber trotzdem live für sein treues Publikum musizieren, und zwar am Telefon.

Mitglieder des Frankfurter Opern- und Museumsorchesters, des Chors sowie des Ensembles und Opernstudios der Oper Frankfurt stehen bereit, um Klassik-Begeisterte am Telefon zu überraschen und musikalische Wünsche zu erfüllen.

„Bei Anruf Musik“ heißt die Aktion, die sich Kolleginnen und Kollegen am Staatstheater Darmstadt ausgedacht haben und die nun auch die Oper Frankfurt anbieten möchte. Alles, was Interessierte tun müssen, ist die schriftliche Anmeldung Ihres Wunschs.

Was ist zu tun, wenn jemand angerufen werden möchte?

Zwischen dem 1. und dem 3. April 2020 muss man sich per Mail an beianrufmusik@buehnen-frankfurt.de mit folgendem Angaben anmelden:

Name

Telefonnummer

Erreichbarkeit

Zur Wahl stehen am 4. April 2020 zwischen 12.00 und 14.00 Uhr, zwischen 14.00 und 16.00 Uhr oder zwischen 16.00 und 18.00 Uhr

Darf der Anruf auch in englischer Sprache erfolgen (Ja / Nein)? 

Musikalischer Wunschtitel

Ein Instrumentalstück, eine Arie, ein Lied, oder eine Überraschung, welche sich dann die Oper Frankfurt ausdenkt?

Das Team der Oper Frankfurt wird versuchen, alle Wünsche zu erfüllen. Die Mails können aber nur bearbeitet werden, wenn alle notwendigen Angaben übermittelt werden. Dabei wird um Verständnis gebeten, dass bei der Beantwortung in der Reihenfolge des Maileingangs vorgegangen wird und die Kapazitäten nicht unbegrenzt sind. Sollte aus diesem Grund ein Wunsch nicht erfüllt werden können, wird das dem Absender bis zum 3. April 2020 mitgeteilt.

Alle Telefonnummern werden an die Künstlerinnen und Künstler weitergegeben, die diese Daten nach dem erfolgtem Anruf garantiert wieder löschen.

Die Oper Frankfurt freut sich auf die telefonische Begegnung mit ihrem Publikum!

______________________________________________________________________

In eigener Sache: Erklärung zu den Spielplänen

Obwohl es fraglich ist, ob die Opernhäuser – insbesonders auch in Österreich – auf Grund der Einschränkungen infolge der Corona-Krise im April überhaupt noch geöffnet werden, haben wir uns entschlossen, die Spielpläne wie gewohnt online zu stellen. Bei den österreichischen Bühnen ist dies auf die Zeit ab dem 14. April eingeschränkt. Da die Einschränkungen in den anderen Ländern unterschiedlich sind, bitten wir diesbezüglich auf die Websides der einzelnen Häuser schauen.

Heinrich Schramm-Schiessl

_______________________________________________________________________

ORF veranstaltet digitalen Bachmannpreis

 Wrabetz: „Mit vereinten Kräften einen Bachmannpreis 2.0 realisieren“ =

Wien (OTS) – Als kritische Infrastruktur ist es aktuell oberstes Gebot des ORF, in jedem Corona-Ausbreitungsszenario sendefähig zu sein. Gemäß dieser Sorgfaltspflicht sind auch mittel- und langfristige Vorhaben verantwortungsvoll zu evaluieren. Aus diesem Grund hat das Landesstudio Kärnten aufgrund der geltenden Maßnahmen die klassische Durchführung der diesjährigen Ausgabe der Tage der deutschsprachigen Literatur ausgesetzt. Um jedoch auch in dieser schwierigen Situation seinem kulturellen Auftrag und seiner Verantwortung nachzukommen, folgt ORF-Generaldirektor Dr. Alexander Wrabetz einem Vorschlag von Landesdirektorin Karin Bernhard zur Durchführung einer Spezial-Ausgabe des renommierten Literaturfestivals. Unter dem Arbeitstitel „Bachmannpreis digital“ werden in den kommenden Tagen die Verantwortlichen des Landesstudios, der ORF-Kultur, von ORF.at und 3sat gemeinsam mit dem Generaldirektor das Konzept eines digitalen Bachmannpreises ausarbeiten, der im Internet stattfindet – mit Schaltungen, digitalen Lesungen und den gewohnten Preis-Kategorien, sodass der Grundgedanke der Veranstaltung gewahrt bleibt, auch wenn die Veranstaltungsplattform heuer gänzlich neu ist.

ORF-Generaldirektor Dr. Alexander Wrabetz: „Ich freue mich über die Initiative von Landesdirektorin Karin Bernhard und bin sehr stolz, dass die Landesstudios, die aktuell mit ihrer regionalen Berichterstattung wichtige Begleiter der Österreicherinnen und Österreicher sind, auch im kulturellen Bereich alles daran setzen, unverzichtbarer Partner der Kulturschaffenden zu sein. Mit vereinten Kräften werden wir in dieser herausfordernden Zeit Autorinnen und Autoren, Jurorinnen und Juroren sowie Leserinnen und Leser im digitalen Raum vereinen und einen Bachmannpreis 2.0 realisieren. Die Aufrechterhaltung des kulturellen Österreichs ist eine der zentralen Aufgaben des ORF, der wir mit zahlreichen aktuellen Angeboten umfassend nachkommen.“

ORF-Landesdirektorin Karin Bernhard: „Ich freue mich, dass Generaldirektor Wrabetz uns die Möglichkeit gibt, den Bachmannpreis 2020 in digitaler Form im Internet zu realisieren. Das ist ein wichtiges Zeichen über die Grenzen des kulturellen Österreich hinaus. Und so freut es mich, dass Klagenfurt auch heuer Nabel der Literaturwelt sein wird – auch wenn wir einander nicht physisch, sondern im Web treffen.“

Sämtliche inhaltlichen und technischen Details zu Ablauf und Durchführungsmodalitäten werden in den nächsten Tagen besprochen, fixiert und zum gegebenen Zeitpunkt bekannt gegeben.

_____________________________________________________________________

WIEN/ Augarten: Das MuTh macht MuTh

Wien, im März 2020. Abwechslung in Zeiten der Coronakrise. Unter dem Motto „Das MuTh macht MuTh“ leistet auch das MuTh mit
#ClosedButActive  einen Beitrag für mehr Abwechslung im Alltag. „Mit MuTh#ClosedButActive wollen wir positiv in die Zukunft blicken und neue Perspektiven vermitteln.

Im Laufe der kommenden Tage und Wochen stellen wir Künstlerinnen und Künstler vor, die in der kommenden Saison bei uns im MuTh auftreten werden, umreißt Elke Hesse, Direktorin des MuTh, die Inhalte der neuen virtuellen Aktivitäten. Die Künstlerinnen und Künstler werden musizieren, singen, lesen oder tanzen – es gibt Beiträge von Daniel Ottensamer, Frank Hoffmann mit dem Martin Gasselsberger Trio, Timna Brauer, Matthias Schorn, Christian Meyers und Flip Philipp und vielen weiteren.
Den Anfang macht die Oper „Die Reise des kleinen Prinzen“ mit den Wiener Sängerknaben und Tenor Michael Schade – als Einstimmung auf neue, spannende Produktionen für Familien in der Saison 2020/21.

Das MuTh macht MuTh: https://muth.at/video/video/
Alle Informationen über die Saison 2020/21: ab 28. April 2020 – www.muth.at
Karten & Abo-Vorverkauf für 2020/21: ab 28. Mai 2020 – www.muth.at
_____________________________________________________________

Das „Viertelfestival NÖ – Mostviertel 2020“ wird auf 2021 verschoben.

Das Viertelfestival 2020 war für 9. Mai bis 9. August im Mostviertel geplant und sollte in diesem Zeitraum mehr als 170 Veranstaltungen umsetzen; den Großteil davon schon im Mai und Juni. Das Festival wird mit allen vorgesehenen Programmpunkten auf 2021 verschoben.

In der vergangenen Woche wurden alle ProjektleiterInnen der insgesamt 67 Kunst- & Kulturprojekte des heurigen Viertelfestivals in einer Blitzumfrage kontaktiert, wie sie zum Thema einer möglichen Verschiebung stehen. Für ca. 85 % der ProjektleiterInnen ist eine Verschiebung „unkompliziert & gut zu bewältigen“.

Gerade bei jenen Projekten, welche für Mai oder Juni geplant wären, sind die Projektverantwortlichen für eine Verschiebung sehr dankbar, da der sehr große Unsicherheitsfaktor einer sehr kurzfristigen Absage wegfällt. In den nächsten Wochen werden wir mit unseren 67 Veranstaltungspartnern im Mostviertel in intensive Detailgespräche gehen und die Planung für 2021 vorantreiben und somit das Festival neu starten.

Betroffen von der Verschiebung sind auch die darauf folgenden Viertelfestivals, dh. alle vorgesehenen Festivals werden ebenfalls um ein Jahr nach hinten verschoben. Somit geht das Weinviertelfestival erst im Jahr 2022 über die Bühne. Die Einreichfrist dafür wird ebenfalls angepasst und um ein Jahr verlängert.

______________________________________________________________

BUCHBESPRECHUNG: Thomas Seedorf: Heldensoprane

Heldensoprane - Thomas Seedorf | Wallstein Verlag

Thomas Seedorf,

HELDENSOPRANE – DIE STIMMEN DER EROI IN DER ITALIENISCHEN OPER VON MONTEVERDI BIS BELLINI:

Göttingen, 2015.

Bereits vor fünf Jahren hat der deutsche Musikwissenschaftler Thomas Seedorf unter dem für Recherchen wenig hilfreichen Titel „Heldensoprane – Die Stimmen der eroi in der italienischen Oper von Monteverdi bis Bellini“ einen hervorragenden Essay zum Thema der Kastraten veröffentlicht.

In der Introduktion behandelt Seedorf sauber und verständlich die Begrifflichkeiten, die zur Behandlung des Themas nötig sind, und die heute vielfach nicht oder nur schemenhaften Konventionen, die zur Barockoper gehören.

Im Ersten Teil über das Zeitalter der Sängerkastraten behandelt der Autor die historischen Grundlagen wie die Konventionen betreffend Geschlechtermodelle oder Bezug zur Wirklichkeit, die sich laufend ändern, so dass uns heute Vieles als Besonders erscheint, was lange Zeit selbstverständlich war.

Ausserordentlich kenntnisreich breitet Seedorf im Zweiten Teil eine konzise Phänomenologie des Personals aus, das in der Rolle des „primo soprano“ auftrat: also nicht nur der Sängerkastraten sondern auch der entsprechenden Sängerinnen.

Im dritten Teil kommt der Autor von der Theorie zur Praxis: Anhand dreier vom 17. bis 19. Jahrhundert mehrfach vertonter Sujets zeigt er, wie Kastraten eingesetzt wurden.

Im Finale berichtet Seedorf dann vom Ersatz der Kastraten durch die Contralti musici und dann hohe Tenöre bis sich auch der Gesangsstil änderte und die Vorfahren der Heldentenöre auf den Plan traten.

Achtundachtzig höchst interessant geschriebene Seiten: ein Muss für jeden, der sein Wissen über einen Aspekt der Barockoper strukturieren möchte und auch für alle anderen eine Empfehlung!

30.03.2020, Jan Krobot/Zürich

_________________________________________________________________

Auszug aus „Der Opernfreund“ www.deropernfreund.de

Atemschutzmasken-Pflicht beim Einkaufen
Ja seid Ihr denn alle irre geworden!!!!!!!???????????


Copyright: „Der Opernfreund“

In Österreich wird allen ernstes jetzt die Schutzmasken-Pflicht teilweise beim Einkaufen eingeführt. Herr Söder im „Unfreistaat Bayern“, einem Land welches ja das bundesdeutsche Grundgesetz bis heute nicht unterschrieben hat, denkt ähnlich.

Man ist an den Hauptmann von Köpenick erinnert: Kein Pass keine Arbeit / Keine Arbeit kein Pass. Keine Maske / kein Essenkauf mehr…

Ja, wo sollen die Leute eigentlich diese Masken her nehmen verehrte nichtsnutzige Oberschwätzer?

Selbst in den Krankenhäuser gibt es nicht genug! Großlieferant Amazon gibt Mitte Mai als Lieferdatum für solche Sendungen an. Wieviel Bekloppte gibt es unter unserem Führungspersonal so etwas überhaupt nur anzuschneiden? Und die deutsche systemkonforme Jasager-Presse schweigt überwiegend dazu. Wer als Politiker so etwas fordert, gehört in den Knast wegen Volksverdummung, Aufwiegelung und Amtseid-Verletzung. Leute, erst einmal Denken, dann den Mund aufmachen – sollte in die aktuellen Corona-Virus-Notstandsgesetze aufgenommen werden.

Medizinisch sind diese Masken völliger Unsinn, so die WHO. Und zu was würde so ein Schwachsinn führen? Genau! Das Volk hamstert demnächst wieder wie wahnsinnig, weil man Angst hat ansonsten demnächst maskenlos nichts mehr einkaufen zu können. Macht die Bürger weiter verrückt. Dann steuern wir auf innere Unruhen zu… Und damit werden noch die letzten kleinen Läden wissentlich kaputt gemacht, weil sich unser Volk dann zu 100 Prozent  bei Amazon bedient. Man möchte lauthals loschreien. Was ist eigentlich bei einer echten Bedrohung los in Deutschland? Z.B. Terrorangriff mit Kampfgas, Kernschmelze der an unseren Außengrenzen postierten AKWs. Dann können wir mit Wotan sagen „Nur eines will ich noch, das Ende…“

Gott bewahre uns vor solchen Schwachmaten – die gehören in die Klapse und nicht in die Öffentlichkeit oder die Parlamente. Bitte bitte schnell wegschließen!

Peter Bilsing, Herausgeber

________________________________________________________________

CD-Veröffentlichung: Franco Fagioli – Leonardo Vinci – Veni, Vidi, Vinci – release date: 08.05.2020

Franco Fagioli - Veni,Vidi,Vinci (CD) – jpc

Franco Fagioli: Leonardo Vinci – Veni, Vidi, Vinci

Arien aus:
Il trionfo di Camilla
Gismondo re di Polonia
L’Ernelinda
Alessandro nell’Indie
Medo
von Leonardo Vinci (1690 – 1730)

Franco Fagioli, Countertenor

Zefira Valova, Violine
Il Pomo D’Oro

Deutsche Grammophon

Franco Fagioli singt Meisterwerke des Spätbarocks, es sind Arien von einem der großen Pioniere der neapolitanischen Oper. Das neue Album Leonardo Vinci – Veni, Vidi, Vinci erscheint am 8. Mai 2020. Es entstand mit dem Ensemble Il Pomo d’Oro, das sich der historischen Aufführungspraxis verpflichtet hat, unter Leitung seiner Konzertmeisterin Zefira Valova und enthält sieben Welt-Ersteinspielungen. Die Aufnahme erinnert an das Können eines Komponisten, dessen Musik die Zuhörer des 18. Jahrhunderts faszinierte und die noch heute begeistert durch Virtuosität und Ausdruckskraft.

Veni, Vidi, Vinci beginnt mit zwei Bravourarien aus Il trionfo di Camilla, die 1725 für die Primadonna Faustina Bordoni geschrieben wurden. Es folgen das Accompagnato-Rezitativ »Ove corri? Ove vai?« und die Arie »Sorge talora fosca l’aurora« aus der 1726 in Neapel uraufgeführten Oper L’Ernelinda. Das Album enthält außerdem zwei Arien aus Medo (1728), die erstmals vom legendären Kastraten Farinelli (eigentlich Carlo Broschi) gesungen wurden, und das erhabene »Gelido in ogni vena« aus Siroe re di Persia (1726). Andere Höhepunkte sind die Arie »Nave altera« aus Gismondo re di Polonia (1727), in der der rebellische Prinz darum ringt, seinen Wunsch nach Frieden mit seinem politischen Stolz zu versöhnen; »Vil trofeo«, ein Dialog zwischen hoher Gesangsstimme und Solotrompete aus Alessandro nell’Indie (1730); und die bukolische Arie »Quell’usignolo ch’è innamorato« aus Gismondo, in der zwei obligate Blockflöten den Gesang von Nachtigallen imitieren.

Neapel sei die »Hauptstadt der musikalischen Welt, sagte der französische Gelehrte Charles de Brosses 1739. Tatsächlich brachte die Stadt einen Opernstil hervor, der sich in Windeseile in ganz Europa verbreitete. Leonardo Vinci (1690–1730) liebte die neuesten musikalischen Moden. In seinen Zwanzigern schrieb er seine erste Oper für Neapel und machte sich einen Namen mit einer Reihe komischer Opern. Seine erste ernste Oper wurde 1722 am Teatro San Bartolomeo in Neapel uraufgeführt und war so erfolgreich, dass er sich neu orientierte und fortan dazu beitrug, die aufkommende Gattung der opera seria zu prägen, nicht zuletzt mit wirkungsvollen Vertonungen von Texten des Dichters und Librettisten Pietro Metastasio (1698–1782) wie Siroe und Alessandro nell’Indie. Zu Vincis Lebzeiten beeinflussten die Schlichtheit seiner Melodik, seine Vorliebe für Verzierungen und seine langsamen Harmoniewechsel viele andere Komponisten, darunter seinen Schüler Pergolesi sowie ältere Zeitgenossen wie Vivaldi und Händel. Sein Stil deutet bereits auf die musikalische Klassik hin.

Franco Fagiolis neue Aufnahme für Deutsche Grammophon folgt auf sein Album Handel Arias. Die Zeitschrift Gramophone rühmte dessen »aufregende Koloraturen«, das »Spektrum stimmlicher Farben und Nuancen« und den »dramatischen Impetus«. Und ClassicsToday bescheinigte Il Pomo d’Oro ein »hinreißendes Spiel – elegant und hervorragend abgestimmt«.

www.deutschegrammophon.com
www.franco-fagioli.info
www.il-pomodoro.ch
______________________________________________________________________

 

Diese Seite drucken