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INFOS DES TAGES (FREITAG, 8. MAI 2020)

08.05.2020 | Aktuelles

INFOS DES TAGES (FREITAG, 8. MAI 2020)

Die Wiener Staatsoper trauert um Prof. Norbert Balatsch

Norbert Balatsch | Diskographie | Discogs
Prof. Norbert Balatsch

Die Wiener Staatsoper trauert um ihr Ehrenmitglied, den ehemaligen Chordirektor Prof. Norbert Balatsch, der am gestrigen Mittwoch, 6. Mai 2020, nach kurzer schwerer Krankheit im Alter von 92 Jahren verstorben ist. Der 1928 in Wien geborene Sänger und Chorleiter startete seine Staatsopernkarriere 1952 als Chorsänger. 1965 wurde er Studienleiter des Extrachores, 1967 zweiter Chordirektor. 1968 wurde er Chordirektor der Wiener Staatsoper und hatte diese Funktion bis 1983 inne. 2006 kehrte er für die Choreinstudierung von Moses und Aron zurück ins Haus am Ring – nach der letzten Vorstellung dieser Serie am 19. Juni 2006 wurde er mit der Ehrenmitgliedschaft der Wiener Staatsoper, die nun zum Zeichen der Trauer die schwarze Fahne hisst, ausgezeichnet.

„Ich kenne Norbert Balatsch bereits seit meiner Zeit in Paris, wo er als Chorleiter mehrere Opern einstudiert hat. Mit ihm muss die Staatsopernfamilie von einem weiteren Mitglied und geschätzten Kollegen Abschied nehmen – Norbert Balatsch war nicht nur ein großer Künstler, sondern auch ein warmherziger Mensch. Unsere Anteilnahme gilt seiner Ehefrau Herta Balatsch, einer ehemaligen Mezzosopranistin des Staatsopernchors, sowie den beiden Kindern und Angehörigen“, so Staatsoperndirektor Dominique Meyer.

Norbert Balatsch wurde am 10. März 1928 in Wien geboren und war von 1938 bis 1944 Mitglied der Wiener Sängerknaben. Weitere Stationen seiner Karriere umfassen die Leitung des Wiener Männergesangsvereins, die er 1953 übernahm; er arbeitet mit dem Coro di Santa Cecila di Roma sowie weiteren internationalen Chören. Von 1972 bis 1999 war Norbert Balatsch Chorleiter bei den Bayreuther Festspielen sowie von 1999 bis 2001 künstlerischer Leiter der Wiener Sängerknaben.

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Uwe Eric Laufenberg: Kunstfreiheit als Grundrecht : „Weil wir als Theater verboten sind“
Der Intendant des Staatstheaters in Wiesbaden stellt „Solo-Diskurse“ mit Meinungen einiger hochumstrittener Mediziner ins Netz und erntet Gegenreden. Aus dem Umfeld des Theaters distanzieren sich Personen.
Frankfurter Allgemeine

Auch in München denkt man über Corona-taugliches Theater nach, Christian Stückl hätte für sein Theater schon ein Konzept:
https://www.sueddeutsche.de/kultur/coronakrise-muenchen-volkstheater-1.4898940

Sandra Warnung

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Gedenkkonzert 75 Jahre Kriegsende: 3Sat sendet das Konzert der Staatskapelle Berlin unter der Leitung von Daniel Barenboim am Freitag live aus der Staatsoper Unter den Linden

Am 8. Mai vor 75 Jahren endete der Zweite Weltkrieg. Aus diesem Anlass gibt die Staatskapelle Berlin ein Gedenkkonzert unter der Leitung ihres Generalmusikdirektors Daniel Barenboim aus der Staatsoper Unter den Linden, das von 3Sat um 21.45 Uhr live im Fernsehprogramm und im Live-Stream auf www.3sat.de, www.staatsoper-berlin.de, www.staatskapelle-berlin.de gezeigt wird. Aus gegebenem Anlass findet das Konzert ohne Zuschauerinnen und Zuschauer statt.

Daniel Barenboim und Matthias Schulz: „Das Ende des Zweiten Weltkrieges am 8. Mai 1945 markierte einen Neubeginn nicht nur für Deutschland, sondern für die ganze Welt. Ob dieser immensen Bedeutung ist es uns allen ein Bedürfnis 75 Jahre später mit einem Gedenkkonzert aus der Staatsoper diesen Jahrestag zu begehen und sind sehr dankbar, dass 3sat das Konzert live zeigt. Gleichzeitig freuen wir uns anzukündigen, dass dieses Konzert der Auftakt einer Reihe von Konzert-Streams ist, welche wir regelmäßig freitags um 19 Uhr abends aus der Staatsoper auf unserer Website zeigen werden.“

Mit Mozarts „Kleiner Nachtmusik“ von 1787 und Wagners „Siegfried-Idyll“ von 1870 erklingen Werke zweier Komponisten, die symbolhaft für den Form- und Ausdrucksreichtum der klassisch-romantischen Musik und das Vertrauen auf ihre elementare Wirkungskraft stehen. Zugleich zählen sie seit vielen Jahren zu den Säulen der Arbeit von Staatsoper und Staatskapelle, im Musiktheater wie im Konzert. Beide Werke werden in erweiterter kammermusikalischer Besetzung gespielt, mit 14 bzw. 13 Musikerinnen und Musikern.

Gedenkkonzert 75 Jahre Kriegsende. Daniel Barenboim – Staatskapelle Berlin
Freitag, 8. Mai 2020, um 21.45 Uhr live bei 3Sat

Dirigent: Daniel Barenboim
Staatskapelle Berlin

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WIEN/ Theater an der Wien. Zur Spielzeit 2020/21. Gedanken dazu von Thomas Prochazka

Außenansicht des Theaters an der Wien © Theater an der Wien/Peter M. Mayr

Außenansicht des Theaters an der Wien. © Theater an der Wien/Peter M. Mayr

Man lernt schnell an der Wienzeile: Wie im Haus am Ring ersetzte eine Spielplanpräsentation die Pressekonferenz. Hie wie da mit dem angenehmen Nebeneffekt, von Nachfragen der meist ohnehin viel zu zahmen Medienvertreter verschont zu bleiben.

Also lud sich Roland Geyer, der Intendant des Theaters an der Wien, seinen Duzfreund Peter Jarolin, seines Zeichens Kulturjournalist beim »Kurier«, als Moderator. Erstaunlich, wie leichtfertig man in dieser Branche seine Glaubwürdigkeit auf‘s Spiel setzt… (Jarolin besprach zuletzt die TV-Übertragung des Fidelio (1806) im »Kurier«.)

Professor Dr. Franz Patay, der Geschäftsführer der Vereinigten Bühnen Wien, verlor zu Beginn der Spielplanpräsentation in einem aufgezeichneten Interview mit Peter Jarolin ein paar Worte. Unter anderem sprach Patay von der »vielfach ausverkauften Première von Fidelio«, ohne freilich zu erläutern, wie man eine Vorstellung, eine Première »vielfach« ausverkaufen könne…

Weiterlesen unter

http://www.dermerker.com/index.cfm?objectid=F43EDE80-9091-11EA-92E8005056A64872

 

Thomas Prochazka/ www.dermerker.com

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GESAMTE OPERN IM RUNDFUNK 7. – 13. MAI 2020

Radio – Wikipedia

(Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern bezieht sich ausschließlich auf die untenstehenden Sender). Kurzfristige Programmänderungen der Sender vorbehalten!
Alle Zeiten MEZ.

9.5. MARIA STUARDA (aus New York, Aufnahme v. 19.1.2013) HR 2,WDR 3,Deutschlandradio-19 Uhr
HALKA (ausd Wien, Aufnahme v. 15.12.2019) Bayern 4-19.05 Uhr
EUGEN ONEGIN (aus Rom, Aufnahme v. 18.2.) ORF Ö1-19.30 Uhr
KATJA KABANIOVA (aus New York, Aufnahme v. 25.12.2004) BBC 3-19.30 Uhr
A MIDSUMMER NIGHT’S DREAM (aus Wien, Aufnahme v. 5.10.2019) France Musique-20 Uhr
10.5. L’ETRANGER (aus Montpellier, Aufnahme v. 26.7.2010) SWR 2-20.03 Uhr

EMPFANGSMÖGLICHGKEIT ÜBER DAS INTERNET
ORF – Ö 1 http://oe1.orf.at/
Bayern 4 https://www.br-klassik.de/index.html
HR 2 http://www.hr-online.de/website/radio/hr2/
WDR 3 http://www1.wdr.de/radio/wdr3/index.html
SWR 2 http://www.swr.de/swr2/-/id=7576/otnbb1/index.html
Deutschlandradio http://www.deutschlandradiokultur.de/startseite.197.de.html
RAI 3 http://www.radio3.rai.it/dl/radio3/programmi/PublishingBlock-61ab4215-547b-4563-8b1f-8932531e5469.html
Radio Suisse R. https://www.rts.ch/
Radio 4Hilversum https://www.nporadio4.nl/gids-gemist
VRT Klara http://www.klara.be/
RNE Clasica Madrid http://www.rtve.es/radio/radioclasica/programacion/
MET-Stream http://www.metopera.org/Season/Radio/Free-Live-Audio-Streams/
BBC 3 http://www.bbc.co.uk/radio3/programmes/genres/music/classical/opera/all
France Musique https://www.francemusique.fr/opera

Das sind jene Sender, die regelmäßig Opernübertragungen senden. Sollten unseren Lesern noch andere derartige Sender bekannt sein, dann bitten wir um Bekanntgabe inkl. Internetadresse.
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For Seattle Opera, the show must go on—online, that is!

Jamie Barton, Angel Blue, John Moore and others perform in new recital series: ‘Songs of Summer’

Watch on YouTube, Facebook and SeattleOpera.org beginning
May 28, 2020


Met-Star Jamie Barton. Foto: Facebook

SEATTLE—Not even a global pandemic can shut down the power of music. In the face of COVID-19, Seattle Opera and other arts groups are finding creative new ways to perform. This week, Seattle Opera announced its new recital series, Songs of Summer, which will bring beloved singers to a new stage—your phone, tablet, or computer screen. Beginning weekly on May 28, recitals will be available to stream on Seattle Opera’s website, Facebook, and YouTube.

“Opera companies need to be flexible, adaptive and of course very creative if we’re going to get through this uncertain time,” said General Director Christina Scheppelmann. “At some point we will return to McCaw Hall. In the meantime, opera can still bring us joy, comfort, and touching moments of humanity—even though we cannot be together to enjoy these moments.”
The concert series kicks off on May 28 with international star Angel Blue, who performs a mix of opera and spirituals in a 30-minute program with pianist Jay Rozendaal. Many will recognize Blue from the viral HiHo Kids video, “Kids Meet an Opera Singer.” Prior to the cancellation of Seattle Opera’s May La bohème, the American soprano had been scheduled to sing Mimì.
„I love Seattle Opera and consider this to be one of my home theaters,” said Blue, most recently Bess in Porgy and Bess. “I was very sad to hear that La bohème was canceled, but the opportunity to share a recital with the Seattle Opera audience was an idea that quickly lifted my spirits. This recital gives me the chance to be creative and engage with one of my favorite opera companies in the world. I hope that everyone enjoys it.“

The following month, “opera’s nose-studded rock star” (The New York Times) Jamie Barton lends her voice to Songs of Summer. Accompanied by Jonathan Easter on piano, the acclaimed mezzo-soprano will offer musical theater hits such as “I Can Cook, Too” from On the Town by Leonard Bernstein, “What’ll I do?” by Irving Berlin, and “Hear My Song” from Songs for a New World by Jason Robert Brown. In addition to her triumphs as a singer, Barton is recognized for bringing conversations about body positivity, social justice, and LGBTQ+ rights into the spotlight. She made her company debut as Fenena in Nabucco.
Online viewers will also be treated to a June 4 recital from Tess Altiveros (lead soldier in The Falling and the Rising), who will be accompanied on piano by Elisabeth Ellis. On June 18, watch Margaret Gawrysiak (Madame Larina in Eugene Onegin) with pianist Jeremy Reger. On June 25, John Moore (title character in Eugene Onegin and The (R)evolution of Steve Jobs) sings accompanied by Tim Barrick on piano.

Songs of Summer continues with Will Liverman (who recently made history as the first Black Papageno at The Metropolitan Opera), Ben Bliss (Peter Quint, The Turn of the Screw), Shelly Traverse (Chan Parker, Charlie Parker’s Yardbird), Nerys Jones (Inez, Il trovatore), and Damien Geter (Colonel, The Falling and the Rising). Two singers who had been scheduled to make company debuts in La bohème, Vanessa Vasquez (Mimì) and Theo Hoffman (Schaunard) will also perform. Additional pianists will include Beth Grimmett-Tankersley and Jessica Hall. In the coming months, Robert McPherson will also treat Seattle Opera audiences to a special edition of his hilarious program The Drunken Tenor.

The Summer Songs launch follows a separate announcement for the company: Seattle Opera received a $2.3 million federal loan from the Paycheck Protection Program, which will sustain operations through mid-June. Members of the public can help ensure the company’s future through the rest of the pandemic crisis—and support programming like Songs of Summer—at seattleopera.org/give.
Songs of Summer
Streaming on select Thursdays at 7 p.m. at:
youtube.com/SeattleOpera
facebook.com/SeattleOpera
www.seattleopera.org

Angel Blue with Jay Rozendaal May 28
Tess Altiveros with Elisabeth Ellis June 4
Jamie Barton with Jonathan Easter June 11
Margaret Gawrysiak with Jeremy Reger June 18
John Moore with Tim Barrick June 25

Recital dates for Will Liverman, Ben Bliss, Shelly Traverse, Nerys Jones, Damien Geter, Vanessa Vasquez, Theo Hoffman and others will be announced in the coming weeks. For more information, visit www.seattleopera.org/summersongs.

About Seattle Opera
Established in 1963, Seattle Opera is committed to serving the people of the Pacific Northwest with performances of the highest caliber and through innovative educational and engagement programs for all. Each year, more than 95,000 people attend Seattle Opera performances, and more than 400,000 people of all ages are served through school performances, radio broadcasts, and more. By drawing our communities together, and by offering opera’s unique fusion of music and drama, we create life-enhancing experiences that speak deeply to people’s hearts and minds. Connect with Seattle Opera on Facebook, Twitter, SoundCloud, and on 98.1 Classical KING FM.

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ANSINGEN GEGEN CORONA! (Facebookeintrag aus Berlin)

ZU FACEBOOK

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Österreichischer Musikfonds begrüßt Erhöhung der Fördermittel als richtigen ersten Schritt

Utl.: Staatssekretärin Ulrike Lunacek erhöht die Bundesmittel für den Musikfonds um 420.000 auf 1 Million Euro. Förderangebot wird erweitert und den Anforderungen des Digitalmarktes angepasst.

Wien (OTS) –  „Die professionelle Musikproduktion und die Nutzung digitaler Vertriebschancen sind Basis für die Wettbewerbsfähigkeit und Vielfalt der österreichischen Musikbranche“, weiß Musikfonds-Geschäftsführer Harry Fuchs. Seit der Gründung des Musikfonds im Jahr 2005 wurden nicht weniger als 820 Musikalben und

260 Konzerttourneen mit einem Gesamtbetrag von 9 Millionen Euro gefördert. Weitere 1,2 Millionen Euro wurden für die Produktion von Musikvideos bereitgestellt.

  Der Musikmarkt entwickelt sich mehr und mehr in Richtung digitale Verwertung. Neben dem Album als künstlerisches Konzept gewinnen digital veröffentlichte Songs und sogenannte Bundles zunehmend an Bedeutung. Der österreichische Musikfonds hat auf diesen Trend bereits mit einem Pilotversuch für die titelbezogene Förderung reagiert. Das aktuell erhöhte Jahresbudget ermöglicht nun die Intensivierung dieser Förderschiene.

„Die titelbezogene Förderung ist ein ganz wichtiger Schritt im mehrstufigen Ausbauplan unserer Förderaktivitäten“, so Fuchs. Damit federt der Musikfonds das Investitionsrisiko der heimischen Musikproduzierenden und Musiklabels ab, schafft Anreize für mehr Kreativproduktionen, sichert Existenzen und Jobs und festigt damit den Musikstandort Österreich. Neben der schon angebotenen Musikproduktions-, Musikvideo- und Tourneeförderung sollen als nächste Schritte die Bereiche Vermarktungsförderung sowie die

Tournee- und Musikexportförderung stufenweise massiv ausgebaut werden. Um diese Aufgaben bewältigen und der österreichischen Musikszene eine Zukunftsperspektive geben zu können, bedarf es einer Gesamtdotierung des Österreichischen Musikfonds in Höhe von 5 Millionen Euro. Diese Branchenforderung bleibt ungeachtet der aktuellen und sehr erfreulichen Aufstockung des Bundeszuschusses zum Musikfonds weiterhin aufrecht.

Die Musikproduktion ist durch die Coronakrise massiv beeinträchtigt. Viele Veröffentlichungen mussten verschoben oder abgesagt werden. In der aktuellen Phase des Hochfahrens muss mehr denn je in die heimische Produktion und deren Vermarktung investiert werden. Zum einen wird damit die prekäre Situation der Musikschaffenden und aller an einer Musikproduktion Beteiligten zumindest teilweise verbessert, zum anderen wird Repertoire geschaffen, mit dem auch mittel- bis langfristig Einnahmen erzielt werden können. Dementsprechend sind die vom Österreichischen Musikfonds ausgeschütteten Förderungen nicht als akute Nothilfe, sondern als nachhaltige Investition in die Vielfalt und den Musikstandort zu verstehen. Der Musikfonds ergänzt die finanziellen Nothilfepakete. Um die aktuell dramatische Situation für die Musikschaffenden etwas zu entschärfen, ist auch ein verstärktes Airplay für heimische Produktionen in allen österreichischen Medien notwendig und unverzichtbar.

Informationen zum Österreichischen Musikfonds

 Der Österreichische Musikfonds wurde im Jahr 2005 als public private partnership-Modell mit dem Ziel gegründet, professionelle Musikproduktionen zu fördern, ihre Verwertung und Verbreitung zu steigern und Österreich als Kreativstandort zu stärken. In den Folgejahren wurde das Förderportfolio um eine Musikvideo- und Tourneeförderung erweitert. Der Österreichische Musikfonds steht allen in Österreich lebenden musikschaffenden Urheber*innen, Interpret*innen, Musikproduzent*innen, Musikverlagen und Labels offen. Der Musikfonds wird vom Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport sowie von AKM/GFÖM, Austro Mechana/SKE-Fonds, Fachverband der Film- und Musikwirtschaft, LSG Interpreten/ÖSTIG , LSG Produzenten/IFPI und dem ORF getragen und finanziert. Pro7Sat1Puls4 und Kronehit sind Medienpartner des Musikfonds.

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Unsere Mission: Stark und kreativ bleiben

Wie so viele andere Kulturschaffende weltweit ist auch das Baltic Sea Philharmonic von der Coronavirus-Pandemie betroffen. Aufgrund der anhaltenden Reisebeschränkungen und dem Verbot von Großveranstaltungen mussten wir unsere „Midnight Sun“ Tour vom Juni 2020 in den März 2021 verschieben. Zugleich hoffen wir optimistisch, dass unsere für September geplante „Nordic Pulse“ Tour durch Deutschland, Italien und Schweden weiterhin stattfinden kann. Aber in der Zwischenzeit sind wir nicht untätig – um die Zeit zu überbrücken, bis wir auf die Bühne zurückkehren können, wollen wir unsere Musiker unterstützen und unsere Solidarität mit Freunden und Fans in der ganzen Welt bezeugen. Wir planen einige digitale Projekte mit unseren Musikern, Kristjan Järvi und künstlerischen Wegbegleitern. Die Palette wird von „virtuellen Orchester“-Produktionen bis hin zu einer „Musical Chain“ reichen, in der wir die einzigartige Energie und Kreativität des Baltic Sea Philharmonic zu Ihnen nach Hause bringen. 

▷ "Music for Peace"-Projekt präsentiert Baltic Sea Philharmonics ...

Music for Peace: Für den Frieden vereint

Das erste unserer neuen Online-Projekte ist „Music for Peace“. Für dieses Projekt in Zusammenarbeit mit der Open Sea Foundation haben sich 108 Musiker des Baltic Sea Philharmonic unter der Leitung von Kristjan Järvi zu einem ambitionierten „virtuellen Orchester“ zusammengeschlossen. In ihren eigenen vier Wänden haben die Musiker jeweils einen 20-minütigen Ausschnitt aus dem ersten Satz von Schostakowitschs epischer Siebter Sinfonie aufgenommen. Die einzelnen Ton- und Videospuren wurden dann zu einem Konzertmitschnitt zusammengeführt, der am 8. Mai online Premiere feiert.

Ursprünglich sollte das Baltic Sea Philharmonic am „Music for Peace“ Projekt mit einem Konzert im Berliner Konzerthaus am 9. Mai anlässlich des 75. Jahrestags des Endes des Zweiten Weltkriegs teilnehmen und Schostakowitschs Sinfonie Nr. 7, die „Leningrader“, aufführen. Unter den gegebenen Umständen wurde daraus innerhalb kurzer Zeit ein digitales Projekt entwickelt, bei dem sich die Orchestermusiker selbst zuhause filmten und die Musik einspielten.

Schostakowitsch vollendete seine Siebte Sinfonie im Dezember 1941, nachdem er aus seiner geliebten Heimatstadt Leningrad, die von den Nazis belagert wurde, evakuiert worden war. Ein Mikrofilm der Partitur wurde aus Russland herausgeschmuggelt, und die Sinfonie wurde in der Sowjetunion und im Westen als Symbol der Freiheit und des Widerstands gegen militärische Unterdrückung und Besatzung schnell populär. Die Sinfonie wurde schließlich am 9. August 1942 in Leningrad unter schwierigsten Bedingungen aufgeführt. Die neue Aufnahme des Baltic Sea Philharmonic vereint Musiker aus insgesamt 18 Ländern, sowohl aus der nordischen Region als auch aus anderen Teilen der Welt, mit der Botschaft des Friedens, der Stärke und Solidarität in einer Zeit, in der sich so viele Menschen rund um den Globus im Corona-Lockdown befinden.

Erleben Sie die Online-Premiere von „Music for Peace“ am Freitag, 8. Mai um 14 Uhr Berliner Zeit / 15 Uhr Moskauer Zeit auf unseren Social Media-Kanälen Facebook und YouTube.

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Mehr Sterne über Wien – „Lockdown“ in Wien hat auch die Lichtverschmutzung verringert

Die Städte werden nicht nur größer, sondern auch immer heller. Neben Luftverschmutzung und Lärm zählt die sogenannte Lichtverschmutzung zu den größten Umweltbelastungen in Siedlungsgebieten. In Wien war sie im ersten Monat der Corona-Maßnahmen so gering, wie zuletzt vor 5 Jahren.

Lichtverschmutzung ist ungesund – und sie kostet Geld. In dem sogar noch in St. Pölten gut sichtbaren Lichtschein über Wien kann elektrische Energie von bis zu 500 Gigawattstunden pro Jahr stecken, die ungenutzt in die Umwelt entweicht. Damit ließen sich mehr als 100.000 Haushalte mit Strom versorgen. Rechnet man mit einem durchschnittlichen Strompreis von 20 Cent pro Kilowattstunde, kostet diese Energieverschwendung in der Bundeshauptstadt jährlich 100 Millionen Euro.

Durch die Einschränkungen der Wirtschaft im Zuge der Corona-Maßnahmen wurde dieser Effekt jetzt messbar verringert. „Die Messdaten zwischen 15. März und 14. April zeigen Werte, wie sie zuletzt im Jahr 2015 typisch waren“, sagt Günther Wuchterl vom Verein Kuffner-Sternwarte. Als Partner des Naturhistorischen Museum Wien beim Projekt „Lebensraum Naturnacht“ betreibt der Verein unter seiner Leitung ein Lichtmessnetzwerk und Wuchterl ergänzt: „Im langjährigen Durchschnitt wächst die Lichtverschmutzung Wiens um rund sechs Prozent pro Jahr. Dieser Trend hat sich jetzt umgekehrt, indem der Zuwachs von fünf Jahren mit einem Schlag rückgängig gemacht wurde. Die genauen Ursachen dafür erfordern allerdings noch detailliertere Analysen. Sicher ist, dass der Nachthimmel etwas dunkler ist als noch zu Anfang des Jahres und dadurch wieder mehr Sterne über Wien zu sehen sind.“ Sollte nun ein Umdenken stattfinden, dass eine derart exzessive Nutzung von Licht nicht unbedingt notwendig ist, könnte sich die erfolgte Reduktion zumindest teilweise als nachhaltig erweisen. „Damit ließen sich nicht nur Kosten einsparen sondern am Ende auch ein wesentlicher Betrag zum Umweltschutz leisten“, gibt Christian Köberl, Generaldirektor das Naturhistorischen Museums Wien zu bedenken.

 Coronavirus – Einschränkungen auch in der Wissenschaft

Die Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus bedeuten aber auch Einschränkungen für die Arbeit im Rahmen des Projekts „Lebensraum Naturnacht“. Die Daten der Lichtmessstationen des Vereins in den Alpen konnten aufgrund der Ausgangsbeschränkungen noch nicht ausgelesen werden. Wenn die Stationen in den Schutzgebieten der Ostalpen jedoch wieder zugänglich sind, werden im Rahmen des Projekts „Lebensraum Naturnacht“ womöglich jene Lichtdaten aus den letzten Naturnacht-Gebieten geborgen die ein Europa während einer außerordentlichen Phase der unfreiwilligen Reduktion des menschlichen Einflusses auf seinen Lebensraum dokumentieren. Aber selbst die vergleichsweise niedrigen Messwerte, die am Stadtrand von Wien während der Zeit des Corona-„Lockdown“ gewonnen wurden, liegen noch immer 10- bis 20-fach über jenen Werten, die derzeit noch in den weitestgehend naturbelassenen Nächten, wie beispielsweise im Weltnaturerbe des Wildnisgebiets Dürrenstein in Niederösterreich gemessen werden. „Das zeigt, dass wir noch sehr viel Arbeit vor uns haben, wenn wir die Naturnacht in Österreich auch für kommende Generationen erhalten wollen“ meint Christoph Goldmann, Leiter des Projekts „Lebensraum Naturnacht“ im NHM Wien und fügt an: “die neuen Messungen helfen uns dabei die Ursachen und Beiträge zur Lichtverschmutzung und damit auch die Ursachen der Bedrohung jener Lebensräume zu verstehen deren Erhaltung für Mensch und Tier lebenswichtig sind.“

Sterne zählen

Wer selbst nachschauen will, wie hell der nächtliche Himmel über dem eigenen Haus ist, kann das mit einem Blick zum Kleinen Wagen tun, indem man die dort sichtbaren Sterne zählt. Wenn man das macht, solange die Corona-Maßnahmen noch wirksam sind und es wiederholt, sobald die Wirtschaft wieder volle Fahrt aufgenommen hat, ist der Effekt direkt sichtbar. Am besten funktioniert das mit einem Citizen-Science-Projekt wie www.sternhell.at. Dort werden alle Sternzählungen zentral gespeichert und für internationale Vergleiche ausgewertet.

Das Projekt „Lebensraum Naturnacht“

Mit Start im Frühjahr 2019 wird in den darauffolgenden zwei Jahren ein interdisziplinäres Team auf der Grundlage aktueller wissenschaftlicher Studien neue naturpädagogische Angebote zur Wahrnehmung der Nachtnatur entwickeln und Maßnahmen gegen die Lichtverschmutzung konzipieren. Mit einer Reihe von Veranstaltungen für die breite Öffentlichkeit, einem Beratungsangebot für Gemeinden im Rahmen des Projekts sowie einem Managementkonzept für Schutzgebiete, soll ein großer Beitrag zur Bewusstseinsbildung und Erhaltung ursprünglicher Nachtlebensräume sowie deren bedrohter Biodiversität geleistet werden. Neben dem Naturhistorischen Museum Wien sind an dem Projekt der Umweltdachverband, E.C.O. Institut für Ökologie und der Verein Kuffner-Sternwarte beteiligt. Gefördert wird das Projekt mit über € 220.000 von Bund (BMLRT) und Europäischer Union im Rahmen des Österreichischen Programms für ländliche Entwicklung 2014 bis 2020 (Programm LE 14-20) in Kooperation mit dem BMK.

Projekt Lebensraum Naturnacht:

https://www.nhm-wien.ac.at/forschung/projekt_lebensraum_naturnacht

 Projektpartner:

Naturhistorisches Museum Wien (Projektkoordination): https://www.nhm-wien.ac.at
E.C.O Institut für Ökologie: https://e-c-o.at
Umweltdachverband gGmbH: https://www.umweltdachverband.at
Verein Kuffner-Sternwarte: http://kuffner-sternwarte.at

 

 

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