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INFOS DES TAGES (FREITAG, 7. DEZEMBER 2018)

07.12.2018 | Aktuelles

INFOS DES TAGES (FREITAG, 7. DEZEMBER 2018)

HEUTE IN „ARTE“: „LIVE-ZEITVERSETZT“ AUS DER MAILÄNDER SCALA (21,45 h)


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WIENER STAATSOPERN-STREAMS: DAS WEIHNACHTSABO

ZUM WEIHNACHTS-ABO

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WIENER STAATSOPER: FOTOS ZUR PREMIERE „DIE WEIDEN“  (Premiere morgen/ Samstag, 8. Dezember 2018)


Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn


Tomasz Konieczny, Rachel Frenkel, Thomas Ebenstein, Andrea Carroll. Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn


Silvie Rohrer. Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn


Rachel Frenkel, Tomasz Konieczny. Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

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Morgen, Kinder, wird’s was geben

Morgen findet an der Wiener Staatsoper die Uraufführung der Oper „Die Weiden“ statt.

Ihr Komponist, Johannes Maria Staud, hat in den letzten Wochen keine Gelegenheit ausgelassen, in Interviews die Regierung und zwei Drittel der österreichischen Bevölkerung grob zu beschimpfen, weil er ihre politische Meinung nicht teilt. Das kann er hierzulande unbehelligt tun. Mehr noch – er bekommt die Bühne der Staatsoper, eine vom verunglimpften Staat hoch subventionierte Institution, dafür zur Verfügung gestellt, seine Plädoyer für jene „Linke“ abzuliefern, die derzeit in der heimischen Politik gerade nicht so wirklich stark ist.

Wer wäre man, dem Komponisten Berechnung zu unterstellen, wenngleich er natürlich aus Beispielen weiß – Thomas Bernhard ist diesbezüglich das beste –, wie hervorragend sich Beschimpfungen dafür eignen, Aufmerksamkeit zu erregen. Und da moderne Opern ja nicht gerade das sind, zu denen das Wiener Publikum geschlossen aufbricht (übrigens wohl auch kaum andere „Publikümer“ in großen Opernstädten), muss man schon Neugierde erregen und auf breiter Ebene Beachtung finden. Das ist Johannes Maria Staud bestens gelungen. Beifall und Groll hat er sich schon im vorhinein geholt.

Nun steht die Premiere bevor, und das Beste, was die Schöpfer des Werks erhoffen können, ist ein möglichst lautstarker Skandal. Dann haben sie „Recht“ behalten, und die rechten Faschisten und Kellernazis, Wiederbetätiger und Rassisten, aus denen das Volk besteht, versuchen die mutigen Kämpfer niederzuschreien. Das wäre wahrlich ein Triumph.

Das Schlimmste, was passieren könnte, wäre ein „Wiener Erfolg“ – lauer Beifall, durchsetzt mit dem Jubel derer, die immer jubeln. Das klänge hohl, und da könnte man sich dann weniger toll fühlen – es sei denn, man redet sich ein, die Qualität des Werks habe überzeugt.

Oder es wird aus künstlerischen Gründen und nicht als politische Demonstration tatsächlich ein großer Erfolg – was weiß man denn, Kaffeesudlesen bringt ja nichts? Nachher ist man immer gescheiter.

Was die Wiener Staatsoper betrifft, so darf sie sich vom „Falter“ streicheln lassen (das hätte das Haus wohl in seinen kühnsten Träumen nicht für möglich gehalten): „Die Staatsoper stellt die Entwicklung des Staates nach rechts in Frage. Wer hätte ihr das zugetraut?“

Ob das von Seiten des Direktors Dominique Meyer tatsächlich ganz so beabsichtigt war? Darüber kann man nur spekulieren. Er ist jedenfalls auf der sicheren Seite – sein Vertrag ist schon nicht verlängert worden, er muss niemandem mehr gefallen. Ob er am Ende als mutiger politischer Kämpfer gelobt wird? Heutzutage ist ja einfach alles möglich.

Renate Wagner

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WIENER VOLKSOPERFREUNDE

Anbei nochmals eine herzliche Einladung bzw. Vorschau auf die nächsten Veranstaltungen der „Wiener Volksopernfreunde“:

Samstag, 8. Dezember – Beginn 18:00 Uhr: Adventkonzert der Wiener Volksopernfreunde: „In dulci jubilo“  –

Choristen und Choristinnen der Volksoper Wien zeigen ihr Können. Mit Angela Riefenthaler, Tatiana Sokolova, David Busch und Andreas Baumeister, Musikalische Leitung: Felix Lemke

 Johannes-Nepomuk-Kapelle, Währinger Gürtel bei U-Bahn-Bogen 115, 1090 Wien

Kartenreservierung: 0664 1607892; Karten: € 15.- Mitglieder; € 20.- Nicht-Mitglieder

Reservierung: volksopernfreunde@outlook.com  oder gerald.mayer7@chello.at

 Sonntag, 9. Dezember: Künstlerporträt mit Daniel Schmutzhard (aktuell als Zar in  „Zar und Zimmermann“) – Matinée 11:00 Uhr

in der Gesellschaft für Musiktheater, Türkenstraße 19, 1090 Wien

Große Stiege links – Lift (Ausstieg 2); Karten: € 15.- (Mitglieder), € 25.- (Nicht-Mitglieder), € 25.- gilt dann als Eintritt für alle Monats-Veranstaltungen der Gesellschaft für Musiktheater)

Kartenreservierung: Tel: (01) 317 06 99 – 0; Fax: 310 82 92 – 3;

e-mail:  musiktheater@iti-arte.at oder volksopernfreunde@outlook.com

 

Freitag, 14. Dezember, Adventsoirée mit Überraschungsgast, Café Schopenhauer, Staudgasse 1, 1180 Wien, Beginn: 16:30 Uhr

 

Erste Vorschau 2019:

 Künstlerporträts:

Sonntag, 24. März, 11h, Gesellschaft für Musiktheater: Gast Peter Edelmann (Intendant Mörbisch)

Sonntag, 19. Mai, 11h, Gesellschaft für Musiktheater: Gast KS Renate Holm

Soiréen (jeden zweiten Freitag im Monat im Café Schopenhauer, mit Überraschungsgästen):

11.Jänner, 8.Februar, 8.März, 12.April, 10.Mai, 14.Juni

Samstag, 27.April, 16:00 Uhr: Sonderführung durch das Museum der Johann-Strauss-Dynastie, Müllnergasse 3, 1090 Wien

Mit musikalischen Grüßen

Der Vorstand der

Wiener Volksopernfreunde

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D: NICOLA PORPORA: CHRISTMAS ORATORIO („IL VERBO IN CARNE“) – Kammerorchester Basel / Riccardo Minasi – SONY Classical

6.12. 2018 – Karl Masek

Für Barockmusik-Freunde, die nicht nur auf ausgetretenen Repertoire-Pfaden wandeln möchten, ist am 16.11. 2018 – gerade rechtzeitig vor Weihnachten – eine Referenzaufnahme herausgekommen:  Das Weihnachtsoratorium IL VERBO IN CARNE („Das Fleisch gewordene Wort“) von Nicola Porpora (1686-1768). Eine schöne, gleichermaßen spannende wie kontemplative Wiedergabe dieses Oratoriums aus dem Jahr 1747. Entstanden ist die Live-Aufnahme am 5.12. 2016 in der Laeiszhalle Hamburg.

Im ersten Teil des Oratoriums diskutieren Frieden („Pace“) und Gerechtigkeit  („Giustizia“) über das Schicksal des Menschengeschlechtes. Sie erinnern an messianische Prophezeiungen (verwenden dabei aber keine Bibelzitate, wie beispielsweise in den Kantaten von Bachs Weihnachtsoratorium), dann beschließen die beiden Tugenden auf die Erde zu kommen, um das menschliche Schicksal zu verbessern. Die Wahrheit („Verità“) erscheint und erzählt von Jesu Geburt, und sie eilen nach Bethlehem, um dem Kind zu huldigen. Dort reflektieren sie über dieses Mysterium der Geburt Christi und die positiven Auswirkungen, die sie auf das Schicksal der Menschheit haben wird …

Nicola Porpora kleidet das Geschehen in bildhafte, poetische Musik. Ständig auf der Suche nach neuen, originellen Zusammensetzungen, hat die musikalische Umsetzung eine reiche Farbpalette und originelle Instrumentationskunst anzubieten, was das inspirierte Libretto von Giovanni Giuseppe Giron besonders vorteilhaft zur Geltung kommen lässt.

Bildergebnis für riccardo minasi
Ricardo Minasi. Copyright: Marco Borggreve

Riccardo Minasi (als Nachfolger von Ivor Bolton seit Beginn der Spielzeit 2017/18 Chefdirigent des Mozarteumorchesters Salzburg) gibt als dirigierender Konzertmeister des Kammerorchesters Basel eine musikalische Visitenkarte vom Feinsten ab. Die 20 Musiker/innen dieser Aufnahme (Streichorchester, Flöte, Fagott, Hörner, Orgel/Cembalo, Theorbe und das solistisch eingesetzte Psalterium) erfreuen mit samtigem Wohlklang, Homogenität und ästhetischer Frische. Etwas ruppigere Akzente kommen von den lustvoll schmetternden Hörnern.


Terry Wey.  Copyright: Paris Mexis

Exquisit die Sängerbesetzung. Etliche Höhepunkte setztder Countertenor Terry Wey („Pace“) mit bewegendem Ausdruck, superber Legatokultur, müheloser Leichtigkeit der Koloraturen und einer Natürlichkeit der Tongebung, die ihresgleichen sucht. Wie er etwa die „kurzatmigen“ Seufzer des weinenden  Neugeborenen in der Arie „Sentirqueiteneri“ („Diese zarten süßen Klagen zu hören…“) imaginiert: Eine Meisterleistung an musikalischem Zauber und sängerischem Instinkt, der bis in die subtilsten Stimmungswechsel hinein feinste Seelenregungen auslotet.


Roberta Invernizzi  Copyright: Ribaltaluce-Studio

Roberto Invernizzi lieh der „Giustizia“ ihre glockenhelle Sopranstimme voll Silberglanz und unfehlbarer Intonation, was beispielsweise das Duetto„Lascia, ch’iovedaalmeno“ mit Terry Wey zu einem weiteren Kleinod dieser Aufnahme macht.

In etwas kleiner gehaltenen Aufgaben ergänzen der aufstrebende schwedische Tenor Martin Vanbergals „Verità“ sowie der Schweizer Bass Marc-Olivier Oetterli tadellos.

Eine auch aufnahmetechnisch hervorragende gelungene CD, so richtig geeignet, um in der oft genug allzu hektisch gewordenen Vorweihnachtszeit „herunter zu kommen“ und für etwas mehr als eine Stunde einzutauchen in die Klangwelt des Neapolitaners Porporas und „die Zeit zu vergessen“.

Karl Masek

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KÜNSTLERNACHRICHTEN/ Agentur Machreich

Am Ende des Jahres stehen einige große Premieren am Programm sowie zahlreiche Konzerte, die auf eine besinnliche Weihnachtszeit einstimmen!

Den Beginn der großen Opernpremieren macht die Mezzosopranistin Theresa Kronthaler, die mit Carl Maria von Webers selten gespielter Oper „Euryanthe“ in einer Neuproduktion von Christof Loy ans Theater an der Wien zurückkehrt. Am Pult des RSO Wien steht Constantin Trinks.
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Das Teatro Liceu in Barcelona zeigt nach 36 Jahren wieder eine Neuproduktion von Rossinis „L’italiana in Algeri“, bei der Bassbariton Luca Pisaroni in die Rolle des Mustafà schlüpft.
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Zu den Klassikern in der Weihnachtszeit zählt Humperdincks „Hänsel und Gretel“. Katrin Wundsam übernimmt wie im Vorjahr bei der Wiederaufnahme der Produktion von Achim Freyer an der Staatsoper Unter den Linden die Rolle des Hänsel, es dirigiert Christopher Moulds.
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Ein Rollendebüt für die französische Sopranistin Sabine Devieilhe ist die Ophélie in Ambroise Thomas‘ Vertonung des Shakespeare-Dramas „Hamlet“. Das 1868 uraufgeführte Werk wird von der Opéra Comique in einer Produktion von Cyril Teste und unter der musikalischen Leitung von Louis Langrée herausgebracht.
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Johann Sebastian Bach steht im Mittelpunkt von Werner Güras Konzerttätigkeiten im Dezember. Der Tenor gastiert zunächst mit zwei Kantaten sowie dem „Magnificat“ mit dem Concentus Musicus unter Stefan Gottfried im Wiener Musikverein und im Linzer Brucknerhaus. Im Wiener Konzerthaus singt er die Kantaten IV-VI des Weihnachtsoratoriums mit den Wiener Symphonikern unter Philippe Jordan, bevor das komplette Oratorium vom Orchester und Chor der KlangVerwaltung unter Andrew Parrott in der Philharmonie Am Gasteig in München am Programm steht.
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Auch mit Händels „Messiah“ lässt es sich gut auf Weihnachten einstimmen. Martina Janková und Mauro Peter sind mit dem Zürcher Kammerorchester unter Daniel Hope in Barcelona und Vic zu erleben; Florian Boesch folgt einer Einladung des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin und Robin Ticciati. Michael Schade führt ein hochkarätiges Solistenquartett im Wiener Musikverein mit der Lautten Compagney Berlin unter Erwin Ortner an.
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Nach einigen Liederabenden zu Beginn des Monats wird der Schweizer Bariton Manuel Walser rund um den Jahreswechsel im Wiener Musikverein, in Grafenegg sowie in zahlreichen Konzertstätten Niederösterreichs mit dem Tonkünstler-Orchester Niederösterreich und Alfred Eschwé mit einem bunten Programm ins neue Jahr einstimmen!
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Den Jahreswechsel begleiten zahlreiche unserer Künstler – drei unserer Bassbaritone, Florian Boesch, Luca Pisaroni und David Steffens, stehen mit Ludwig van Beethovens Symphonie Nr. 9 auf der Bühne und verkünden die „Ode an die Freude“ in Wien, Leipzig, Dortmund und Stuttgart.

Marie-Sophie Pollak und Ida Aldrian singen im Silvesterkonzert des Philharmonischen Staatsorchester Hamburg unter Kent Nagano Mozarts „Spatzenmesse“ in der Elbphilharmonie.

Eleanor Lyons verkürzt den Silvesterabend mit Operettenhighlights von Johann Strauss und Franz Lehàr mit dem Polish National Radio Symphony Orchestra in der Philharmonie von Katowice.

Und Florian Boesch präsentiert Werke von Kurt Weill und Cole Porter mit dem Antwerp Symphony Orchestra unter Philippe Herreweghe in Antwerpen und Hasselt.

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Von besinnlich bis unterhaltsam so wünschen wir Ihnen einen frohen Jahresausklang mit unseren Künstlern und Künstlerinnen

Helga Machreich-Unterzaucher & das gesamte Machreich Artists Team
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 ORF HEUTE: ORF III überträgt am Freitag CDU-Parteitag

Ab 11.30 Uhr in „ORF III AKTUELL“ zum Thema „Weichenstellung in Deutschland – wer folgt Angela Merkel?“ =

Wien (OTS) – Am Freitag, dem 7. Dezember 2018, werden am ersten Tag des CDU-Parteitags in Hamburg wichtige Weichen für die Zukunft Deutschlands und Europas gestellt. Auf der Agenda steht u. a. die Wahl eines/einer neuen Parteivorsitzenden, der/die in dieser Funktion die Nachfolge von Angela Merkel antritt. ORF III Kultur und Information überträgt im Rahmen von „ORF III AKTUELL“ unter dem Titel „CDU-Parteitag: Weichenstellung in Deutschland – wer folgt Angela Merkel?“ große Teile des Geschehens live. So ist ab 11.30 Uhr die letzte Rede von Angela Merkel in ihrer Funktion als Parteivorsitzende live zu sehen. Ab 14.55 Uhr setzt ORF III die Übertragung mit der Vorstellung jener drei Persönlichkeiten (Annegret Kramp-Karrenbauer, Friedrich Merz, Jens Spahn) fort, die sich für den Parteivorsitz bewerben, und zeigt die anschließende Wahl. Aus dem Studio melden sich ORF-III-Chefredakteurin Ingrid Thurnher und Roland Adrowitzer mit Analysen und Kommentaren.

Die ORF-III-Berichterstattung ist via ORF-TVthek weltweit als Live-Stream zu sehen und kann als Video-on-Demand abgerufen werden.
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