Online Merker Logo

Die internationale Kulturplattform

INFOS DES TAGES (FREITAG, 4. SEPTEMBER 2020)

04.09.2020 | Aktuelles

INFOS DES TAGES (FREITAG, 4. SEPTEMBER 2020)

 

WIE WIENER STAATSOPER STARTET IN DIE NEUE SAISON / Infos Teil 2

NEUE REGELUNG FÜR DEN STEHPLATZ
»Der Stehplatz ist eine Wiener Institution sozial- und kulturpolitischer Natur, die ich unbedingt verteidigen möchte, nicht zuletzt deshalb, weil er eine Teilnahme an den Vorstellungen zu weltweit einmalig günstigen Preisen ermöglicht. « so Direktor Bogdan Roščić.


Bogdan Roscic. Foto: Michael Pöhn/ Wiener Staatsoper

Unter den derzeitigen Auflagen der Bundesregierung (zugewiesene, nummerierte Sitzplätze, Abstand) kann der Stehplatz der Wiener Staatsoper in seiner gewohnten Form jedoch nicht angeboten werden, daher hat die Direktion den Stehplatz für die Dauer der COVID-19-Maßnahmen vorübergehend bestuhlt.
Nach deren Aufhebung wird der Stehplatz wieder zu seiner ursprünglichen Form zurückkehren. In den Bereichen Parterre, Balkon und Galerie konnten so insgesamt 183 nummerierte Plätze geschaffen werden.

Die Preise bleiben dabei unverändert, die Karten werden weiterhin ausschließlich ab 80 Minuten vor Vorstellungsbeginn an der Stehplatzkasse in der Operngasse ausgegeben. Jeder Besucher, der noch nicht Bundestheaterkunde ist, muss sich zunächst registrieren, die Stehplatzkarten werden ebenso wie alle anderen Karten personalisiert.
Der Preis für eine Stehplatzkarte beträgt € 10,-. Kunden mit BundestheaterCard erhalten eine Stehplatzkarte im Stehparterre um € 4,-, für die Bereiche Balkon und Galerie um € 3,-.

DIE WIRTSCHAFTLICHE SITUATION
DAS BUDGET
Laut Verordnung der Bundesregierung durften im Juni Veranstaltungen in geschlossenen Räumen mit zugewiesenen Sitzplätzen und unter Einhaltung eines Mindestabstands von 1 Meter mit einer maximalen Kapazität von 1.000 Personen durchgeführt werden.
Im Rahmen der Aufsichtsratssitzung im Juni wurde ein Budget genehmigt, dem folgende Annahmen zugrunde lagen:
→ deutlich eingeschränkter Tourismus
→ Stammpublikum zählt vielfach zur Risikogruppe
→ durch Kurzarbeit geringeres Haushaltsbudget
→ 5% USt-Reduktion ist erlöswirksam
Der Opernball wurde mit 40% weniger Einnahmen berücksichtigt, der Erlös aus dem Kartenvertrieb mit 18,4 Millionen Euro hochgerechnet. Nach verpflichtender Auflösung aller Rücklagen und des Gewinnvortrags wurde zur Abschwächung der Corona-Auswirkungen die Basisabgeltung um 5 Millionen Euro aufgestockt.
Dies ergab ein negatives Bilanzergebnis von 4 Millionen Euro. Die Übernahme der Ausfallshaftung wurde seitens Eigentümer zugesagt.

Knapp drei Monate später, Anfang September, stellt sich die Situation wie folgt dar:
Laut Verordnung der Bundesregierung dürfen Veranstaltungen in geschlossenen Räumen mit zugewiesenen Sitzplätzen und unter Einhaltung eines Mindestabstands von 1 Meter mit einer maximalen Kapazität von 5.000 Personen durchgeführt werden.
→ Die bedeutet für die Buchungen im dynamischem Saalplan: 1.709 reguläre Sitzplätze insgesamt, unterschiedliche Buchungen (von 1 bis max. 4 Personen mit daneben liegenden freien Plätzen), daher jeden Tag andere, nicht vorhersehbare Kapazität. Schätzung bei »Vollauslastung«: max. 1.200 Plätze
→ Stehplätze werden vorübergehend bestuhlt mit einer Kapazität von insgesamt ca. 180 Plätzen
→ Die Annahmen von Juni hinsichtlich Tourismus, Stammpublikum und Haushaltsbudgets treffen weiterhin zu
→ Da die gebuchten Plätze unter der reduzierten Sitzplatzzahl nicht fix zugesagt werden können, muss das Abonnement bis zum Ende des Jahres ausgesetzt werden.
→ Den Abonnenten wird angeboten, zu den Abo-Konditionen Einzelveranstaltungen in ihrem Abo zu erwerben. Das wurde bisher von ca. 30% angenommen.
→ Zur allgemeinen Buchungslage: Es gibt in den nächsten Monaten Vorstellungen, die deutlich überbucht sind, dies betrifft vor allem die Premieren der Saison. Für andere Abende gibt es noch ausreichend Karten.
→ Die Durchführung der COVID-19-Maßnahmen hat in den vergangenen Monaten folgende Kosten verursacht:
Bei eingeschränktem Probenbetrieb im Juli und August: 182.000€ für gesamt 1.675 Testungen, zusätzliche Sachkosten wie Desinfektionsmittel, Reinigungsmittel, Lanyards etc. in der Höhe von 57.000€

Hochgerechnet auf einen Monat im regulären Spielbetrieb bedeutet das: Für insgesamt 3.700 Testungen (rote Gruppe 1x/Woche, orange Gruppe 1x/Monat, gelbe Gruppe initial) ergeben sich Kosten in der Höhe von 330.000€, inklusive Sachkosten rechnet man mit 350.000€ Kosten pro
Monat.
Zusätzliche Personalkosten sind sowohl im eingeschränkten Probenbetrieb wie auch im regulären Spielbetrieb noch nicht berücksichtigt.
Mit welchem Bilanzergebnis unter den neuen Rahmenbedingungen zu rechnen ist, kann im Moment noch nicht vorhergesagt werden und wird Thema in der nächsten Aufsichtsratssitzung Mitte Oktober.
Die Erfahrungswerte im September sollten hier eine Hochrechnung möglich machen.

SPONSORING
Ein besonderer Dank gilt den Sponsoren der Wiener Staatsoper, die ihr in dieser schweren Zeit die Treue halten. Insbesondere die beiden Hauptsponsoren OMV und Lexus seien hier erwähnt. OMV hat soeben den Vertrag um weitere drei Jahre verlängert, Lexus feiert 20-jähriges Jubiläum als Partner der Wiener Staatsoper. Und auch neue Sponsoren, wie z.B. Philoro, konnten trotz Krise gewonnen werden.

OPERNSTUDIO

Mit Beginn der Direktionszeit von Bogdan Roščić und Musikdirektor Philippe Jordan gründete die Wiener Staatsoper ein Studio für junge Opernsängerinnen und Opernsänger. Dieses Nachwuchsprogramm unter der Leitung des Baritons Michael Kraus richtet sich an Künstlerinnen und Künstler mit abgeschlossener Gesangsausbildung, deren Talent und Können eine Karriere auf internationalem Niveau versprechen. Es bietet ihnen die Möglichkeit, die im Studium erworbenen Kenntnisse zu vertiefen und von der Erfahrung etablierter Künstlerinnen und Künstler zu profitieren.
1
Aus über 1000 Bewerbungen für das neue Opernstudio wurden zwölf internationale, junge Sängerinnen und Sänger sowie ein Pianist für das Ausbildungsprogramm ausgewählt:

Aurora Marthens → Sopran (Finnland)
Anna Nekhames → Sopran (Russland)
Stephanie Maitland → Alt (Großbritannien)
Johanna Wallroth → Sopran (Schweden)
Patricia Nolz → Mezzosopran (Österreich)
Isabel Signoret → Mezzosopran (USA)
Angelo Pollak → Tenor (Österreich)
Hiroshi Amako → Tenor (Großbritannien)
Stefan Astakhov → Bariton (Deutschland)
Michael Rakotoarivony → Bariton (Madagaskar)
Erik Van Heyningen → Bariton (USA)
Ilja Kazakov → Bass (Russland), Stipendiat der Czerwenka Privatstiftung
Artyom Wasnetsov → Bass (Russland)
Andri Joël Harison → Pianist (Österreich)

Das Studio der Wiener Staatsoper bietet den ausgewählten jungen Sängerinnen und Sängern ein zweijähriges musikalisches und szenisches Ausbildungsprogramm. Mitglieder erhalten Fortbildungen in allen für den künstlerischen Reifeprozess junger Gesangskünstlerinnen und -künstler relevanten Bereichen. Daneben bekommen sie auch die Möglichkeit, auf der Bühne der Wiener Staatsoper erste Schritte im internationalen Opernbetrieb zu unternehmen. Je nach Eignung sind Auftritte in kleinen und größeren Partien im regulären Spielbetrieb des Repertoires geplant. So wird schon im Rahmen der ersten Produktion der neuen Spielzeit, »Madama Butterfly«, Patricia Nolz in der Rolle der Kate Pinkerton zu sehen sein und Michael Rakotoarivony als Kaiserlicher Kommissär . Nach Abschluss des Programms sollen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer über all jene Fähigkeiten verfügen, die es ihnen ermöglichen, Teil einer erfolgreichen neuen Generation des internationalen Opernlebens zu sein.
Das Opernstudio wird dankenswerterweise durch die Czerwenka Privatstiftung und die Robert Placzek Holding gefördert.

Bogdan Roščić, Direktor Wiener Staatsoper:
»Es ist bekannt, dass ein großes Repertoire-Haus wie die Wiener Staatsoper ohne ein exzellentes Ensemble nicht erfolgreich geführt werden kann. Dieses Ensemble wiederum muss in Philippe Jordans und meiner Sicht ergänzt werden durch ein Studio für junge Künstler, die darüber in das Haus hineinwachsen und dasEnsemble immer wieder erneuern können. Ein solches Programm ermöglicht dem Haus nicht nur eine sehr
frühe, intensive Beziehung zu den weltweit Besten der jeweils nächsten Generation, sondern fordert das Haus auch, sich auseinanderzusetzen mit fundamentalen Fragen zu Qualität, Tradition und umfassender Ausbildung singender Darsteller. Natürlich bietet die Staatsoper den Teilnehmern ideale Bedingungen, nichtnur durch ihren Rang, sondern auch durch die Breite des gebotenen Repertoires. Ich bin zuversichtlich, dass unser Programm sehr schnell eines der weltweit wichtigsten werden und schon bald spektakuläre Früchte tragen wird.«

Philippe Jordan, Musikdirektor Wiener Staatsoper:
»Die Arbeit mit jungen Sängerinnen und Sängern war und ist für mich immer eine verantwortungsvolle und inspirierende Herausforderung. Es gilt einerseits eigene Erfahrungen weiterzugeben und musikalischer Mentor zu sein, andererseits kann man sich von der Frische und jugendlichen Neugier begeistern lassen. Wir werden im Studio der Wiener Staatsoper eine neue Generation entdecken und fördern, die das Opernleben in der Stadt prägen und die Opernwelt zukünftig mitgestalten wird, davon bin ich überzeugt.«

Michael Kraus, Leitung Opernstudio:
»Ich freue mich über das mir von Bogdan Roščić und Philippe Jordan entgegengebrachte Vertrauen, zusammen mit einer internationalen Gruppe von Coaches und Mentoren meine Erfahrungen an die nächste Sängerinnenund Sängergeneration weiterzugeben. Das Studio der Wiener Staatsoper wird den besten jungen Sängern ermöglichen, ihre Berufslaufbahn an einem der bedeutendsten Opernhäuser der Welt erfolgreich zu beginnen.«
___________________________________________________________________________________

Neu von Accentus

DVD/ Blu ray: Accentus Music präsentiert zwei Veröffentlichungen zu Werk  und Leben des amerikanischen Komponisten Charles Ives. „Universe Symphony/  The Unanswered Ives“Online Merker
Im September seines Jubiläumsjahres präsentiert das Leipziger Label gleich vier neue Veröffentlichungen. Darunter die beiden bemerkenswerten Debütveröffentlichungen von Daniel Ciobanu und Onutė Gražinytė. Zudem eine neue gemeinsame Aufnahme von Sunwook Kim und Myung-Whun Chung und ein neues Projekt von Gidon Kremer.

Arvo Pärt
Onutė Gražinytė

Lithuanian National Symphony Orchestra
Modestas Pitrėnas
Edward King

Lamentate
Für Anna Maria – Nachdenklich
Für Alina
Fratres
Pari intervallo
Variationen zur Gesundung von Arinuschka
Für Anna Maria – Fröhlich
Vater Unser

Katalognummer: ACC30512 (CD)
VÖ: 4. September 2020

Die hochtalentierte litauische Pianistin Onutė Gražinytė präsentiert ihr Erstlingswerk zu Ehren des estnischen Komponisten Arvo Pärt, der am 11. September 2020 seinen 85. Geburtstag feiert. Die Veröffentlichung ist eine Reflektion über sein umfangreiches Werk.
Arvo Pärt scheinen äußere Gegebenheiten oftmals zum Schreiben veranlasst zu haben. Das zeigt die Auswahl von Werken die Onutė Gražinytė auf ihrer CD interpretiert. Das „Lamentate“ ist von Anish Kapoors kolossaler „Marsyas“- Statue inspiriert, die Pärt dazu veranlasste, sein Leben in einem anderen Licht zu sehen und zu fragen, was er mit der ihm verbleibenden Zeit anfangen könne. An anderer Stelle komponierte Pärt 1977 die „Variationen zur Gesundung von Arinuschka“ und widmete es seiner Tochter, die sich von einer Operation erholte.

Press release »
Accentus website »
Onutė Gražinytė website »

Johannes Brahms
Sunwook Kim
Myung-Whun Chung
Staatskapelle Dresden

Klavierkonzert Nr. 1d-Moll, op. 15

Sechs Klavierstücke, op. 118

Katalognummer: ACC30501 (CD)
VÖ: 11. September 2020

Der koreanische Stardirigent Myung-Whun Chung und der Pianist Sunwook Kim pflegen seit vielen Jahren eine enge musikalische Partnerschaft, aus der bereits einige sehr spannende Projekte entstanden sind.
Aus dieser Partnerschaft ist nun eine weitere CD-Einspielung entstanden. Der Komponist Johannes Brahms liegt dem Pianisten Sunwook Kim sehr am Herzen und so ist es kein Zufall, dass dessen Klavierkonzert Nr. 1 im Herbst 2019 Mittelpunkt von Kims Asientournee mit der Staatskapelle Dresden und ihrem ersten Gastdirigenten Myung-Whun Chung war.

Press release »
Accentus Music »
Sunwook Kim »

Daniel Ciobanu

Sergei Prokofiev
Piano Sonata No. 7

George Enescu
VII – Carillon Nocturne, from Piano Suite No. 3, op. 18

Claude Debussy
from Préludes, Book 1
II Voiles, V Les collines d’Anacapri, VI Des pas sur la neige, VIII La fille aux cheveux du lin, IX La sérénade interrompue, XII Minstrels

Franz Liszt
Après une lecture du Dante – Fantasia quasi
Sonata from: Années de Pèlerinage

Katalognummer: ACC30515
VÖ: 18 September 2020

Bei Accentus Music erscheint im September die mit Spannung erwartete Debütaufnahme des Ausnahmepianisten Daniel Ciobanu. Eine atemberaubende Auswahl an technischen und interpretatorisch herausragenden Kompositionen von Prokofjew, Enescu, Debussy und Liszt wird auf dieser CD gebündelt. Die unbestreitbare Meisterschaft der Werke wird gepaart mit Ciobanus einmaligem Talent. In dieser Kombination wird die CD zu einem Statement, um das man in diesem Herbst nicht herumkommt.

Press release »
Accentus website »
Daniel Ciobanu »

Piano Trios
Gidon Kremer
Georgijs Osokins
Giedrė Dirvanauskaitė

Ludwig van Beethoven
Trio für Violine, Violoncello und Klavier C-Dur, adaptiert von Carl Reinecke nach dem „Tripelkonzert“, op. 56

Frédéric Chopin
Klaviertrio g-Moll, op. 8

Katalognummer: ACC30529 (CD)
VÖ: 25. September 2020

Gidon Kremer ist ohne Frage einer der vielseitigsten und überzeugendsten Künstler überhaupt. Gemeinsam mit dem Pianisten Georgijs Osokins und der Cellistin Giedrė Dirvanauskaitė legt er nun eine erste gemeinsame Einspielung mit Klaviertrios von Beethoven und Chopin vor.
Eindrucksvoll und voller Feingefühl entwickeln die drei Künstler wunderbar frische Interpretationen der aufgenommenen Kompositionen. Unter Beweis stellen werden sie das Ganze auf ihrer kommenden Tournee im Herbst.

Press release »
Accentus website »
Gidon Kremer »
____________________________________________________________________

BERLIN: Erste Musiktheaterproduktionen der Saison: Die Uraufführung von WALK THE WALK, eine Performance von Simon Steen-Andersen, im Alten Orchesterprobensaal und die Wiederaufnahme von ARIADNE AUF NAXOS auf der großen Bühne

Endlich wieder Musiktheater Unter den Linden! Bereits am 10. September steht im Alten Orchesterprobensaal mit WALK THE WALK die Uraufführung einer Performance von Simon Steen-Andersen im Rahmen von LINDEN 21 auf dem Programm. Auf der großen Bühne ist als erste Opernproduktion 2020/21 ab 13. September die Wiederaufnahme von Richard Strauss’ ARIADNE AUF NAXOS in der Inszenierung von Hans Neuenfels zu erleben – besetzt aus dem Solistenensemble und unter der musikalischen Leitung von Thomas Guggeis.

Walk the Walk
Foto: Étienne-Jules Marey: Chronophotographie des Gehens, um 1883 (zeno.org, gemeinfrei)

Am 10. September wird WALK THE WALK für vier Performer, Laufbänder, Objekte, Licht und Rauch des dänischen Komponisten und Medienkünstlers Simon Steen-Andersen in Zusammenarbeit mit Brian Archinal, Victor Barceló, Miguel Ángel García Martín und Bastian Pfefferli vom Schweizer Schlagzeugerquartett Ensemble This | Ensemble That, im Rahmen von LINDEN 21 im Alten Orchesterprobensaal uraufgeführt. Passend zum Schlagwort »ruhelos«, das über der Saison steht, ist Bewegung, insbesondere der Akt des Gehens, Ausgangspunkt der Produktion: Gehen kann einen Raum definieren, es kann Bedeutungen und Erwartungshaltungen übertragen, aber es ist auch ein genuin musikalisches Element, das untrennbar mit den Begriffen Puls, Geschwindigkeit, Rhythmus, Richtung, Synchronizität und kinetischer Energie zusammenhängt. Von Versuchsanordnungen und Dokumentationen früher Bewegungsforscher inspiriert, entsteht eine multimediale Performance über Tempo und Bewegung. WALK THE WALK ist eine Produktion und ein Kompositionsauftrag von der Staatsoper Unter den Linden, Musica Strasbourg, Gare du Nord Basel und KLANG Kopenhagen.

Die Opernsaison auf der großen Bühne eröffnet am 13. September die Wiederaufnahme von ARIADNE AUF NAXOS in der Inszenierung von Hans Neuenfels. Die musikalische Leitung hat Thomas Guggeis inne, der in der vergangenen Spielzeit zum Staatskapellmeister ernannt wurde. Es spielt die Staatskapelle Berlin. Die Gesangspartien sind mit Sängerinnen und Sängern aus dem Ensemble der Staatsoper Unter den Linden besetzt sowie mit aktuellen und ehemaligen Mitgliedern des von der Liz Mohn Kultur- und Musikstiftung geförderten Internationalen Opernstudios. Auf der Bühne der Staatsoper treten auf: Anna Samuil in der Titelpartie und Andreas Schager als Bacchus sowie Roman Trekel, Katharina Kammerloher, Sarah Aristidou, Gyula Orendt, Linard Vrielink, Frederic Jost, Andrés Moreno García, Evelin Novak, Natalia Skrycka, Victoria Randem, Spencer Britten, Jaka Mihelač, David Oštrek und Florian Hoffmann. Als Haushofmeister ist Elisabeth Trissenaar zu erleben, als Puppenspieler JARNOTH.

Die Saisoneröffnungspremiere ist am 3. Oktober 2020 Luca Francesconis QUARTETT in der Regie von Barbara Wysocka, die erstmals an der Staatsoper Unter den Linden inszeniert, dirigiert von Daniel Barenboim. Die Zweipersonen-Oper nach Heiner Müllers gleichnamigem Schauspiel, das auf dem berühmten Briefroman »Gefährliche Liebschaften« von Choderlos de Laclos basiert, wurde 2011 in englischer Sprache uraufgeführt und wird nun erstmals in einer deutschen Fassung auf die Bühne gebracht. Es singen Mojca Erdmann (Marquise de Merteuil, Rollendebüt) und Thomas Oliemans (Vicomte de Valmont, Haus- und Rollendebüt).

Eine Pressekarte für die Produktionen reservieren wir Ihnen gerne nach Verfügbarkeit über pressoffice@staatsoper-berlin.de

WALK THE WALK
Für vier Performer, Laufbänder, Objekte, Licht und Rauch von Simon Steen-Andersen

mit dem Ensemble This | Ensemble That
Uraufführung am Donnerstag, den 10. September 2020 um 19:30 Uhr
Weitere Vorstellungen am 13. und 15. September 2020 sowie im Juni 2021
Staatsoper Unter den Linden – Alter Orchesterprobensaal

___________________________________________________________________

INSTAG(K)RAMEREIEN – gefunden von Fritz Krammer

Anna Netrebko ist derzeit in Moskau – und bestellt im Restaurant gegenüber dem Bolschoi-Theater  ihr Essen per Telefon


ZU INSTAGRAM – mit VIDEO
__________________________________________________________________________

Tim Theo Tinn: Habemus Theatrum?“ (nach Habemus Papam – Wir haben einen Papst!)                                              

Musiktheater in Anspruch und Wirklichkeit 2020: „Aus einem verkrampften Arsch kommt kein fröhlicher Furz!“(Luther)

https://www.animierte-gifs.net kostenloser Download

Es wird viel gejammert! Pandemie – Untergang der Kultur, Kunst, Künstler, der Theater etc.

Am lautesten schreien große Nutznießer (Parasiten?) gegenwärtiger Infrastruktur. Völlig antiquierte, öffentlich-rechtliche Verwaltungseinrichtungen mit autokratischen, feudalistischen, seit 100 Jahren unverändertem Apparat, mit Leitungsstrukturen aus dem 18./19. Jhdt., will man in der BRD bewahren.

Diese Theater behaupten einzige Sachwalter genialer Tondichtungen seit 1639 (Opern etc.) zu sein und die breite Masse vermengt diese zombifizierten Betriebsvorrichtungen tatsächlich. Die öffentlich besoldeten Kultureinrichtungen sind zu Dinosauriern mutiert, die nicht nur erstarrt sind, sondern gegenläufige Qualität entwickeln. Behördlich instrumentalisierte Musiktheater sind zum Anachronismus geworden!

 

Ein Dinosaurier (starb vor ca. 65 Mio. Jahren aus) betrachtet den Schädel eines Menschen (existiert seit ca. 0,2 Mio. Jahren):

Cartoon Anachronism von Gerhard Gepp (Wikip.)

Warum ist Theater so selbstgenügsam, selbstgefällig, reformresistent?

Wie sind die Wirkmechanismen zum Musiktheaterkonsum?

 Aus dem Theater-Ursprung in der Antike entstand Gegenwärtiges durch Synthese höfischer Formen und dem Bauern-/Volkstheater für niederes Volk (s. Mozart und Schikaneder, Zauberflöte 1791).

Die gegenwärtige Ausprägung als überwiegend öffentlich-rechtliche Institutionen entwickelte sich vor rd. 100 Jahren durch Geltungsbedürfnis zahlloser Gemeinden, national flächendeckend. Wobei zwischen Struktur (also Gebäude, Organisation etc.) und Ästhetik (künstlerisches Ergebnis) zu unterscheiden ist.  Gleichmachung von Behörde und Kunst will offensichtlich geradezu nötigend einen maroden, abgewrackten, elenden Apparat bewahren, der Kunst immer mehr verwässert, reduziert.

Weltüberhöhende Schöpfungen genialer Tondichter sind und bleiben immerwährend seit bald 500 Jahren, brauchen grundsätzlich keine behördlichen Einrichtungen zum Überleben.

Umgangssprachlich haben sich auch Negationen entwickelt: „mach kein Theater, also kein dämliches Getue, kein Affentheater (lächerliche, unnütze, übertriebene Aufregung).

Deutschlandweit werden fast 150 Theater und 150 Orchester alimentiert, die früher zumindest ca. 20 % ihrer Kosten erwirtschafteten. Damit gibt es im 100 -Kilometer–Radius jährlich ca. 50 Musiktheater-Premieren, die oft ob ihres provinziellen Zuschnitts (zunächst der lokale, nicht künstlerische) kaum überregionale Aufmerksamkeit erwecken (Ausnahme ist z. B. das Pina-Bausch-Tanztheater) und üblicherweise rasch wieder eingestampft werden.

Beeindruckend sind nur 24 stündige Wochenarbeitszeiten von Orchestermusikern (die vielfach nebenbei sogen. „Mucken“ = einmalige Fremdarbeit und auch feste Zusatz-Einkommen an Hochschulen, anderen Orchestern etc. betreiben).

Wer zum künstlerischen Personal gehört hat nach 15 Jahren die Rente durch, ist unkündbar. Künstlerische Möglichkeiten spielen dann keine Rolle. Damit werden hochwertige Darbietungen blockiert. Über die Versorgungsanstalt der deutschen Bühnen werden weitere Rentenansprüche erworben.

Sänger, die sich einen Markt aufbauen konnten, gehen aus dem Festengagement und erhalten dann Abendgagen für relevante Partien von einigen Tausend € bis zu mittleren 5stelligen Beträgen.

Im Gegensatz zu sonstigen Medien (TV etc.) werden diese gezahlt, obwohl mit den Auftritten lukrative Tonkonserven und Konzert-Auftritte beworben, diese Gagen niemals über die Bühnenauftritte erwirtschaftet werden können. Ärgerlich sind Kick backs https://de.wikipedia.org/wiki/Kick-back , die die fragwürdige Situation zementieren.

Kostensteigerungen im Theater als öffentlichem Dienst mit uraltem, „kameralistischem“ Rechnungswesen (Geldverbrauchskonzept) aus dem 17. Jahrhundert, ohne freien Wettbewerb/Leistungsorientierung, ließen explodierende Fixkosten jenseits künstlerischer Aufgaben überdimensionieren. Da bleibt wenig für ästhetisch Künstlerisches.

Das künstlerische Theaterpersonal will also als einzige der 4 Kunstgattungen Kunst mit sozialer Absicherung, Festanstellung und Altersversorgung – erhält diese auch. Die Frage bleibt, ob es sich tatsächlich um Künstler oder nachschöpfende Kunstgewerbler handelt. Tatsächlich gehört zur Ausbildung das Lernen von Fertigkeiten, nicht die Erweckung von Kreativität.

Deutsche Hochschulen erschaffen ein Jammertal. Zunächst können Lehrende oft nicht (nicht mehr) singen, Regieprofessorinnen z. B. aus Bayreuth oder Salzburg sind nicht in der Lage akzeptable Inszenierung zu liefern. Auf dieser Basis wird der Nachwuchs ausgebildet und in Bayreuth z. B. für einen „Ring“ engagiert (s.“ Megageile Banditenshow!“).

Die Quote der beruflichen Etablierung dieses Nachwuchses soll bei ca. 10 % liegen. Trotzdem bleiben deutsche Hochschulen weltweit Anziehungspunkt für Theaterwillige, mit geringen Aussichten dieser Ausbildung pekuniäre Ergebnisse folgen zu lassen. Nichts ist kostenlos, es zahlt der deutsche Steuerbürger.

Erfolgreiche klassisch Singende haben ihr Können meistens im selbstorganisierten Studium erworben, nicht an den Hochschulen. (auch J. Kaufmann, der ohne private Fortbildung z. B. bei Metternich, niemals seine Fähigkeiten erworben hätte.) Bei Instrumentalisten kennt sich TTT nicht aus, geht aber von Ähnlichem aus.

Diese ganze Perversion führt zu öffentlichen Ausgaben (incl. Bauleistungen) in der BRD von ca. zehn Milliarden € jährlich. Nach TTT ist es eine Eselei und politische Dummheit.

Gründe liegen im Unvermögen und schwindendem, bzw. untergegangenem Anspruchsdenken. Wesentlich sind aber auch gewachsene Selbstbestätigungsfilter.

Akademisch formuliert hat man „revolvierende Autogamie“ als geschlossene Systeme eingerichtet = rückdrehende Selbstbefruchtung. Vulgo: da lügt einer dem andern so lange „in die Tasche“, bis Alle Tolles erkennen wollen. TTT ist in der Finanzindustrie berüchtigt für seine sinngebenden Konzepte solcher abenteuerlichen Konstruktionen.

Der Kreislauf:  unkundige, dem System erlegene Politiker ernennen Intendanten aus diesem System, die  gleichgeschaltete Regisseure engagieren, denen systemimmanente Presseleute, (sich selbst am System orientierende) o.a. Autogamie liefern, das ermutigt weitere Intendanten und Regisseure und beeinflusst Politiker, die sich keine Blöße geben wollen (s. TTT‘s wiederholte Hinweise auf „Kaisers neue Kleider“). Dazu erläutern s. u. Picasso und Kishon die Wahrheiten dieser „Brillanz“. Manche aus dem Publikum versuchen in kompetenzheischender Deutungswut dem System beizutreten – die Masse zuckt halt mit den Schultern.  

Detail: I.d.R. kenntnisfreie Politiker schließen undurchsichtig Kontrakte mit Intendanten als Theaterleiter, die damit in ihren Wirkungskreis Menschen und Gestaltungen totalitär beherrschen. Erstaunlicher Weise erteilt man zwar einen „Kunst-/Kulturauftrag“, aber auch stundenlange Recherche blieb ohne klärendes Ergebnis. Was bedeutet Kunst und Kultur in diesem Kontext??? In diesen Verträgen existiert kein ausformulierter, definierter bzw. vorgegebener Kultur/Kunst-Begriff, stattdessen die „Katze im Sack“…! 

Kultur kann man noch als Gesamtheit aller zivilisatorischer Errungenschaften betrachten, aber Kunst … ???

Es gibt ja keine allgemeine Definition „Kunst“.  Offensichtlich kennt man auch den Unterschied zwischen künstlerisch und künstlich kaum. (s. aktuelle Abramović – Performance in München!)

 

Ad Reinhardt (1913-1967): „Kunst ist Kunst. Alles andere ist alles andere.“

Picasso: “ … Kunst nicht mehr die Nahrung der Besten … alle Wandlungen und Launen … stehen einem intellektuellen Scharlatanismus offen. Das Volk findet in der Kunst weder Trost noch Erhebung. Aber die Raffinierten, die Reichen, die Nichtstuer und die Effekthascher suchen … Seltsamkeit, Originalität, Verstiegenheit und Anstößigkeit. …habe ich selbst alle diese Kritiker mit zahllosen Scherzen zufriedengestellt, … die sie umso mehr bewunderten, je weniger sie verständlich waren.                       

 Durch diese … habe ich mich schnell berühmt gemacht. … bedeutet Verkauf, Vermögen, Reichtum. Ich bin heute …  reich. … kann ich mich nicht als Künstler betrachten im großen Sinne des Wortes. … Ich bin nur ein Spaßmacher, der seine Zeit verstanden hat und alles, was er konnte, herausgeholt hat aus der Dummheit, der Lüsternheit und Eitelkeit seiner Zeitgenossen.“

 Ephraim Kishon, Schriftsteller: „Die moderne Kunst ist ein Welt-Bluff, der größte Betrug, den es je gab. Niemand wagt ein Wort zu sagen, weil er sofort von der Kunstmafia in den Medien erledigt wird. …  ist Bluff, Gaukelei, ekelhafte Schmiererei. Man denkt dabei: Bin ich nicht normal oder die Welt? Über alles gibt es Umfragen, aber nicht um die moderne Kunst. Die Antworten wären zu 99 %: Es ekelt mich davor“.

 Salzburger Festspiele gehen einen besonderen Weg, der programmatisch auf Gewinnerzielung durch Umwegrendite gekennzeichnet ist. Mit weltteuersten Eintrittskarten behauptet man auch unwahr weltbeste Kreativität/Kunst. Durch Investitionen von mind. 300.000 € (Insider-Info) für Eintrittskarten etc. schafft man aus über 600 eingeladenen Presseleuten ein positives mediales Umfeld und kann so dem Schicki-Micki-Bling-Bling- Hautevolee-Anspruch seines Publikums genügen – noch! Die Investition lohnt also und kann sogar für Donald Trump Vorbild sein, der solche Pressearbeit offensichtlich versäumt.

Der neue Direktor der Wiener Staatoper hinterlässt schon nach wenigen Tagen eine markant positive Duftmarke. Ein wettbewerbserfahrener Manager aus höchsten Unternehmenspositionen erscheint als markante Führungspersönlichkeit mit klarem Profil, der sich nicht scheut polarisierend medial aufzutreten und wohl derzeit vieles richtig macht. Offensichtlich gehört er nicht in diese „revolvierende Autogamie“.  Das erinnert dann auch an Alexander Pereira, der aus dem Schreib- und Rechenmaschinen- Verkauf kommend Intendant wurde, Zürich zu Weltniveau führte, was ohne ihn rückläufig ist.

Interessante Erfahrung zum Publikumszuspruch klassischer Musik machte TTT kürzlich in Garmisch – Partenkirchen. Dem provinziell dümpelnden Richard – Strauss – Festival (2019 keine 6000 Besucher) erarbeitete TTT ein volkstümliches, umfangreiches Rahmenprogramm mit breiter Einwohnerbeteiligung und  planbarer Umwegrendite, um aus dem provinziellem Rahmen überregional in Nationalität, Internationalität zu reüssieren. Statt z. B. ca. 500.000 € für ein außerörtliches großes Konzert auszugeben wurde ein pragmatisches Konzept zunächst sehr angetan aufgenommen. Anlässlich einer Gemeinderatssitzung bewertete man Richard Strauss dann aber als zu anspruchsvoll, dem nur noch ein Wochenende zu widmen sei.  Dazu mehr in den nächsten Tagen.

Fazit: „Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu lassen und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas ändert!“ Einstein

Übermut und Selbstüberschätzung führen zu den Verirrungen und Eseleien der öffentlich-rechtlichen Theater 2020: „Wenn es dem Esel zu wohl ist, geht er aufs Eis!“

 Dazu Hildegard Knef (2.30 Min.): https://www.youtube.com/watch?v=DY0zoD6CAKY

Tim Theo Tinn 3. Sept. 2020

TTT‘s Musiktheaterverständnis ist subjektiv davon geprägt keine Reduktion auf heutige Konsens- Realitäten, Yellow-Press (Revolverpresse) – Wirklichkeiten in Auflösung aller konkreten Umstände in Ort, Zeit und Handlung zuzulassen. Es geht um Parallelwelten, die einen neuen Blick auf unserer Welt werfen, um visionäre Utopien, die über der alltäglichen Wirklichkeit stehen – also surreal (sur la réalité) sind.

Profil: 1,5 Jahrzehnte Festengagement Regie, Dramaturgie, Gesang, Schauspiel, auch international. Dann wirtsch./jurist. Tätigkeit, nun freiberuflich: Publizist, Inszenierung/Regie, Dramaturgie etc. Kernkompetenz: Eingrenzung feinstofflicher Elemente aus Archaischem, Metaphysik, Quantentheorie u. Fraktalem (Diskurs Natur/Kultur= Gegebenes/Gemachtes) für theatrale Arbeit. (Metaphysik befragt sinnlich Erfahrbares als philosophische Grundlage schlüssiger Gedanken. Quantenphysik öffnet Fakten zur Funktion des Universums, auch zu bisher Unfassbarem aus feinstofflichem Raum. Glaube, Liebe, Hoffnung könnten definiert werden). TTT kann man engagieren.

______________________________________________________________________________

ORF III am Freitag: Kammerspiele-Stücke „Der keusche Lebemann“ und „Die Zuckerbäckerin“ in „So ein Theater“

 Außerdem: „Kultur Heute Spezial: Aus Grafenegg“

Wien (OTS) – Am Freitag, dem 4. September 2020, stehen in ORF III Kultur und Information zwei weitere Sternstunden des österreichischen Sprechtheaters auf dem Programm. Aus den Wiener Kammerspielen präsentiert die ORF-III-Reihe „So ein Theater“ die Komödien „Der keusche Lebemann“ und „Die Zuckerbäckerin“.

Zuvor meldet sich „Kultur Heute“ (19.45 Uhr) anlässlich des am Sonntag, dem 6. September, stattfindenden Festivalfinales mit einer letzten Spezialsendung aus Grafenegg, ORF III überträgt das Abschlusskonzert von Grafenegg-Intendant Rudolf Buchbinder und den Wiener Philharmonikern live-zeitversetzt am Sonntag, dem 6. September, um 20.15 Uhr im Rahmen der Konzertreihe „Wir spielen für Österreich“.

Im Hauptabend zeigt „So ein Theater“ zunächst die Komödie „Der keusche Lebemann“ (20.15 Uhr) aus den Kammerspielen 2002. Darin bietet Starkomiker Ossy Kolmann komödiantische Verwirrungen vom Feinsten: Als paternalistischer Chef will er seinen Firmenkompagnon Max (Martin Zauner) mit seiner Tochter (Doris Nitsch) verkuppeln. Diese hat jedoch nur Augen für den deutschen Beau Heinz Fellner (Friedrich Schwardtmann), der sie umschmeichelt. Kolmann alias Julius Seibold muss schwere Geschütze auffahren, um seine Pläne durchzusetzen. Für die Regie zeichnete Thaddäus Podgorski verantwortlich.

In „Die Zuckerbäckerin“ (21.55 Uhr) aus den Kammerspielen 1971 lebt das Zuckerbäckermeisterehepaar Emmerich (Alfred Böhm) und Olli Kovacs (Elfriede Ott) seit Jahren in glücklicher Ehe. Eines Tages verliebt sich die Zuckerbäckerin in den feschen Ferri (Erwin Strahl). Als sich aber herausstellt, dass dieser charmante Herzensbrecher ein Filou ist, wendet sich die vom Seitensprung geheilte Zuckerbäckerin wieder ihrem Emmerich zu. Regie führte Helmuth Froschauer.
____________________________________________________________________________

 

Diese Seite drucken