Online Merker Logo

Die internationale Kulturplattform

INFOS DES TAGES (FREITAG, 31. AUGUST 2018)

31.08.2018 | Aktuelles

INFOS DES TAGES (FREITAG, 31. AUGUST 2018)

Besetzungsänderung in „Der Ring des Nibelungen“ an der Wiener Staatsoper

Iréne Theorin singt die Brünnhilde in Wagners „Der Ring des Nibelungen“ im Jänner 2019 an der Wiener Staatsoper anstelle von Evelyn Herlitzius, die die Partie vorläufig aus ihrem Repertoire genommen hat.

Iréne Theorin war bereits in der vergangenen Saison als Brünnhilde im Haus am Ring zu erleben und wird nun die Partie erneut in „Die Walküre“ (12. Jänner 2019), „Siegfried“ (16. Jänner 2019) und „Götterdämmerung“ (20. Jänner 2019) verkörpern.

__________________________________________________________________

SALZBURG: FINALE MIT NETREBKO (A due voci – am 29.8.2018)


A due voci 2018 · Schlussapplaus:  Anna Netrebko, Mozarteumorchester Salzburg. Copyright: Salzburger Festspiele/ Marco Borrelli


A due voci 2018 · Anna Netrebko, Mozarteumorchester Salzburg. Copyright: Salzburger Festspiele/ Marco Borrelli


 Yusif Eyvazov, Mozarteumorchester Salzburg


A due voci 2018 · Schlussapplaus: Yusif Eyvazov, Anna Netrebko, Jader Bignamini, Mozarteumorchester Salzburg. Copyright: Salzburger Festspiele/ Marco Borrelli


A due voci 2018 · Schlussapplaus: Yusif Eyvazov, Anna Netrebko, Mozarteumorchester Salzburg. Copyright: Salzburger Festspiele/ Marco Borrelli


A due voci 2018 · Schlussapplaus: Jader Bignamini, Anna Netrebko, Yusif Eyvazov, Mozarteumorchester Salzburg. Copyright: Salzburger Festspiele/ Marco Borrelli

________________________________________________________________

DIE SALZBURGER FESTSPIELE 2018 SIND ZU ENDE

Sehen Sie hier alle Trailer und sonstigen Festspiel-Videos

https://www.salzburgerfestspiele.at/videos/playlistid/PLvbbwyDYw0UWd7h3Um3K5jzC9NMaBCdeb

______________________________________________________________

NEU AUF CD UND BLU-RAY VON ACCENTUS MUSIC: ANDRIS NELSONS AMTSANTRITT ALS NEUER GEWANDHAUS-KAPELLMEISTER

Andris Nelsons, Gewandhausorchester Leipzig – Berg: Violin Concerto, Mendelssohn: Scottish Symphony

Bildergebnis für accentus music andris nelsons baiba skride

Steffen Schleiermacher (*1960)
Relief for Orchestra
(World premiere, commissioned by the Gewandhausorchester Leipzig and the Boston Symphony Orchestra)

Alban Berg (1885-1935)
Concerto for Violin and Orchestra
To the Memory of an Angel

Felix Mendelssohn (1809-1847)
Symphony No. 3 in A minor, op. 56
Scottish
Gewandhausorchester Leipzig
Baiba Skride, violin
Andris Nelsons, conductor

Mit Andris Nelsons hat für das Leipziger Gewandhausorchester eine neue Ära begonnen. Die Konzerte zum Amtsantritt fanden am 22. und 23. Februar 2018 statt. Und es besteht kein Zweifel, dass Andris Nelsons hier schon die programmatische Ausrichtung seiner Vision durchklingen lässt. Er bekennt sich zu Leipzig als Musikstadt – mit einem Programm, das vom 19. zum 20. Jahrhundert bis hin zu einer zeitgenössischen Arbeit reicht.

Zum Amtsantritt wählte Nelsons drei Stücke, die alle eine ganz individuelle Symbolkraft besitzen. Im Zentrum steht dabei die „Schottische“ Sinfonie seines wohl bedeutendsten Amtsvorgängers Felix Mendelssohn-Bartholdy, die mit dem Komponisten als Dirigent 1842 in Leipzig uraufgeführt wurde.

Zugleich erhält das Programm die Uraufführung von Steffen Schleiermachers (Geb. 1960) „Relief für Orchester“, ein Auftragswerk des Gewandhausorchesters Leipzig und des Boston Symphony Orchestra.

Und schließlich bildet Alban Bergs Konzert für Violine und Orchester den Brückenschlag zwischen den Zeiten, gilt es doch als eine der wegweisenden Kompositionen der Klassischen Moderne.

Die Sologeige spielt in diesem Konzert die lettische Violinistin Baiba Skride, die mit ihrer emotionalen Virtuosität perfekt zu Nelsons und dessen Gewandhausorchester passt.

Katalognummer ACC20443 (DVD) / ACC 10433 (Blu-Ray)

Veröffentlichung am 31. August 2018


GALERIE DES ONLINE-MERKER: AUSSTELLUNG „WAGNER-POSTER“ Eintritt frei.

Täglich 15,30 bis 19 h. Telefonische Terminvereinbarung erbeten: (Festnetz Wien – 813 62 85)


Iordanka Derilova. Foto: Barbara Zeininger

Foto: Barbara Zeininger


Foto: Barbara Zeininger


Foto: Barbara Zeininger

1120 Wien, Zeleborgasse 20 (U6 Station Bahnhof Meidling)

____________________________________________________________

STRESA : STRESA FESTIVAL am Lago Maggiore am 24., 25.und 26. 8.2018. Wiedersehen mit Natalie Dessay


Gianandrea Noseda und das Union Youth Orchestra. Copyright: Lorenza Di Nozzi/ Stresa Festival

Leonard Bernstein allenthalben. So auch beim renommierten Stresa Festival am Lago Maggiore, das letzte Woche mit einer Hommage an das Geburtstagskind eröffnet wurde. Den Auftakt gestaltete der langgediente künstlerische Leiter Gianandrea Noseda selbst, zuerst mit Lennys Divertimento for Orchestra und dann mit Chopins 2.Klavierkonzert(Solist: Seong-Jin Cho) und Tschaikovskys 5.Symphonie. DIe Programmierung begründete Noseda damit, dass er nicht nur an Bernstein als Komponisten erinnern wollte, sondern auch an Bernstein den Pianisten und dass dessen Einspielung der Fünften die beste sei, die er je gehört hätte.

Eine an und für sich makellose Eröffnung mit dem bravourös aufspielenden European Union Youth Orchestra (das tags davor noch in Grafenegg gastiert hatte). Zu bemäkeln wäre maximal, dass besonders der zweite Teil eine etwas zu schwere Kost für einen fünfunddreissigrädigen Sommerabend bot – und dass naturgemäss weder Chopin noch Tschaikovsky die überschwängliche Vitalität Bernsteins aufzubieten hatten – geschweige denn Congas, Bongos, Maracas und kubanische Kuhglocken im Orchester.

Am zweiten Tag gastierte das Moises P. Sánchez Ensemble mit einem Programm, das den irreführenden Titel Lenny is back in Town trug. Irreführend deshalb, weil es mit dem Genie, das diese Woche 100 Jahre alt geworden wäre, bis auf ein paar Minuten lange Ausnahmen nun wirklich nichts zu tun hatte. Eine dilettantische und überflüssige Veranstaltung, die zur Strafverschärfung auch noch in dem  „multifunktionalen Eventcenter“ Il Maggiore im Nachbarort Verbania  stattfand. DIeser Neubau ist so unfassbar hässlich und für Konzerte so total ungeeignet und eine solche architektonische Sünde, dass man ihn besser früher als später wieder warm abtragen sollte.


Claire Gibault und Natalie Dessay. Copyright: Lorenza Di Nozzi/ Stresa Festival

So blieb es Natalie Dessay und dem Paris Mozart Orchestra unter Claire Gibault vorbehalten, für die größte Begeisterung an diesem ersten Wochenende (das Festival geht noch bis 9.September) zu sorgen. Dessay präsentierte „Postcards from America“ mit neu arrangierten Songs von Samuel Barber, Frank Sinatra, Marvin Fisher, Jack Segal, Duke Ellington, Thelonious Monk und – Leonard Bernstein.

DIe einstige Koloratursoprankönigin hat sich nach ihrer Krankheit also zur Jazzsängerin gewandelt. Und siehe da, wie sie da so erblondet im kurzen Glitterrockerl vor das Publikum tritt, hat man als erstes den Eindruck, dass sie immer schon blond gewesen war und nie ein anderes Repertoire gesungen hatte. Bühnenpräsenz war ja schon immer ihre Stärke, und die spielt sie hier natürlich voll und gnadenlos aus : die Dessay singt, spielt und interpretiert diese Lieder in jeder Sekunde mit allen Fasern ihres Körpers, ihrer Seele, ihrer Stimme, ja ihrer gesamten Existenz, Mit einer nahezu unerträglichen Intensität, wie man es so nur ganz ganz selten erlebt.

“ I am a fool to want you“, „On a clear day“ und „In my solitude“ gehen zutiefst zu Herzen, beim Bis „Send in the Clowns“ bricht man dann haltlos in Tränen aus….


Natalie Dessay, dahinter ein Bild von Edward Hopper. Copyright: Lorenza Di Nozzi/ Stresa Festival

Dass im Hintergrund Bilder von Edward Hopper projeziert werden, ist zwar überflüssig, stört aber auch nicht weiter.

Ein denkwürdiger und begeisternder Abend, den man sich auch auf CD anhören kann. Das hat den Nachteil, dass man nicht Natalies quirlige Bühnenpräsenz erleben kann, und den Vorteil, dass man sich diese didaktischen Kindergartenprojektionen erspart.

Zum Abschluss gebracht wird das Festival am 9. September mit Leonard Bernsteins frühem Musical Peter Pan (1950), von dem unlängst eine ganze Stunde noch nie aufgeführter Musik gefunden worden ist. Man darf sehr gespannt sein…

Robert Quitta, Stresa


WIEN/ Meidling: ERÖFFNUNG DES „VIENNA CALLIGRAPHY CENTER“ (7. SEPTEMBER)

Spießhammergasse 4 A, 1120 Wien

____________________________________________________________

 

Diese Seite drucken