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INFOS DES TAGES (FREITAG, 30. NOVEMBER 2018)

30.11.2018 | Aktuelles

INFOS DES TAGES (FREITAG, 30. NOVEMBER 2018)

„ARTE“ ÜBERTRÄGT DIE SAISONERÖFFNUNGSVORSTELLUNG DER MAILÄNDER SCALA: ATTILA von Giuseppe Verdi

am 7.12. um 21,45 h

Die Spielzeit 2018/2019 eröffnet die Mailänder Scala mit Giuseppe Verdis „Attila“. Riccardo Chailly übernimmt die musikalische Leitung, Davide Livermore die Inszenierung. Die Titelrolle singt der russische Bass Ildar Abdrazakov. Saioa Hernandez singt seine Gegenspielerin Odabella. ARTE überträgt die Oper am Freitag, den 7. Dezember, um 21.45 Uhr live (leicht zeitversetzt) aus Mailand im TV und online auf ARTE Concert (concert.arte.tv). Durch den Abend führt ARTE-Moderatorin Annette Gerlach. Nach der Ausstrahlung wird das Konzert für 90 Tage im Replay auf concert.arte.tv zur Verfügung stehen.

Alle Infos zur Übertragung finden Sie auf : https://www.arte.tv/sites/de/presse/programm/2018-12-07/084740-001-A/

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Die Petition #LINZLIEBTSEINTHEATER hat bis jetzt über 14.500 Unterschriften gesammelt

Grund für die Petition ist die Aufkündigung des Theatervertrages durch die Stadt Linz, die am 6. Dezember in der Gemeinderatssitzung beschlossen werden soll.

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Über 10.000 haben bereits in den vergangen zwei Wochen die Online-Petition unterschrieben und tausende von Kommentaren hinterlassen. Hinzu kommen noch über 4.500 Unterschriften, die handschriftlich vorliegen. Unter den Unterstützern der Petition finden sich auch Peter Simonischek, Nicholas Ofczarek, Claus Peymann, Friedrich Cerha, Joachim Meyerhoff, Hermann Beil, Franz Welser-Möst, Cornelius Meister, Bertrand De Billy, Christian Muthspiel, Wolfgang Breinschmid, Ex-Intendant Rainer Mennicken, Walter Haupt, HK Gruber, Johannes Maria Staud, Christian Dolezal, Christoph Nußbaumeder, Peter Konwitschny, Uwe Eric Laufenberg, Carl Philip von Maldeghem, Adrian Eröd und Ramesh Nair.

Darüber hinaus sind über 7.400 Personen der Facebook-Gruppe #LINZLIEBTSEINTHEATER beigetreten.

Worum es geht
Die Stadt Linz möchte den Theatervertrag mit dem Land Oberösterreich, der die finanzielle Beteiligung der Stadt Linz am Landestheater Linz und die Konzerte des Bruckner Orchesters Linz im Brucknerhaus regelt, aufkündigen. Eine Kündigung des Theatervertrages ohne eine belastbare Alternative, welche die finanzielle Unterstützung des Landestheaters und des Bruckner Orchesters für die Zukunft sichert, hätte unabsehbare Folgen. Die Stadt Linz soll sich weiterhin dazu verpflichten, sich in finanzieller Trägerschaft zum Landestheater Linz und zum Bruckner Orchester Linz als zwei der wichtigsten Kulturträger vor Ort zu bekennen.

Begründung für die Petition:
Sollten die über den Theatervertrag geregelten finanziellen Mittel wegfallen, werden das Linzer Landestheater und das Bruckner Orchester Linz nicht mehr das sein, was sie momentan noch sind, nämlich international renommierte und jährlich von weit über 300.000 Besucherinnen und Besuchern geschätzte Kulturinstitutionen. Das Publikum würde massive Einschnitte beim Theater- und Konzertangebot in Hinblick auf Programm, Niveau, Qualität und Quantität hinnehmen müssen. Damit würde Linz als Kulturhauptstadt Europas eklatant an Lebensqualität verlieren und sich selbst einen enormen Imageverlust bescheren.

Zur Online Petition mit weiteren Informationen und tausenden Kommentaren:
https://www.openpetition.eu/at/petition/online/linzliebtseintheater
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WIEN/ Musikverein: Johannes Neubert, Intendant der Wiener Symphoniker, zum angekündigten Abtritt von Dr. Thomas Angyan 

Heute wurde bekannt gegeben, dass der Intendant der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien, Dr. Thomas Angyan, seinen am 30. Juni 2020 endenden Vertrag nicht verlängern wird.

Johannes Neubert, Intendant der Wiener Symphoniker, kommentiert: „Die Verdienste, die sich Dr. Thomas Angyan um den Musikverein, aber auch das Wiener und internationale Musikleben generell erworben hat, kann man gar nicht hoch genug einschätzen. Den Wiener Symphonikern war und ist er ein enger, immer verlässlicher und konstruktiver Partner und Freund, der viel zur positiven Entwicklung des Orchesters in den letzten Jahren beigetragen hat. Wir sind ihm zu großen Dank verpflichtet.“

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DEUTSCHE OPER BERLIN IM DEZEMBER: LES CONTES D’HOFFMANN und ABSCHIED Edita GRUBEROVA

Am 1. Dezember feiert Laurent Pellys Inszenierung von LES CONTES D’HOFFMANN unter musikalischer Leitung von Enrique Mazzola und mit Daniel Johansson in der Titelpartie Premiere an der Deutschen Oper Berlin.


Copyright: Bettina Stöss

Jacques Offenbach, der König der opéra bouffe, setzte mit seinem letzten Werk nicht bloß sich selbst, sondern auch der französischen Begeisterung für E.T.A. Hoffmann ein bleibendes Denkmal. Als Protagonist seiner eigenen Geschichten – vom „Sandmann“ über „Rat Krespel“ bis zu den „Abenteuern der Silvesternacht“ – muss der Berliner Dichter sich mit den Folgen seiner frei wuchernden Fantasie herumschlagen. Das Libretto von Jules Barbier und Offenbachs Musik entfalten dazu ein ganzes Spiegelkabinett vielschichtiger Künstler- und Künstlerinnenbilder des 19. Jahrhunderts und vereinen auf einzigartige Weise komische und tragische Stoffe und Stile.

Das Vielschichtige, Mehrdeutige der hoffmannschen Gestalten und ihrer Motivationen, das Mysterium der Fantasie interessiert auch den französischen Starregisseur Laurent Pelly in seiner Inszenierung der CONTES D’HOFFMANN, die er wegen ihrer großen Überzeugungskraft an unterschiedlichen Orten auf die Bühne gebracht hat. Im Fokus dieser Spielfassung der kritischen Edition von Jean-Christophe Keck steht der Dichter Hoffmann, dem die Grenzen zwischen Realität und Fiktion verschwimmen. Alkohol- und Liebesrausch inspirieren und ruinieren den Künstler, Traum und Wirklichkeit, Tatsachen und freie Erfindung wuchern wild durcheinander und geben verschiedene Perspektiven auf die Personen und ihre Absichten frei. Die Inszenierung vereint magische Bühneneffekte mit einer nuancierten Personenregie zu einer Theatersprache im Geiste Offenbachs, die zwischen Blockbuster und Gesellschaftskritik, Satire und einfühlsamen Charakterzeichnungen oszilliert.


Copyright: Bettina Stöss

 Laurent Pelly ist einer der meistgefragten Regisseure Frankreichs sowohl im Schauspiel als auch im Bereich der Oper. Er gilt als Spezialist für das französische Repertoire, insbesondere für die Werke Jacques Offenbachs – LA VIE PARISIENNE, LA BELLE HELENE, LA GRANDE DUCHESSE DE GEROLSTEIN, LA PERICHOLE, ORPHEE AUX ENFERS und LES CONTES D’HOFFMANN waren und sind in seinen Inszenierungen weltweit zu erleben. Für alle seine Produktionen kreiert er die Kostüme und oft auch die Bühnenbilder selbst. Für seine Inszenierung von Offenbachs LE ROI CAROTTE an der Opéra de Lyon wurde er im Rahmen der International Opera Awards 2016 in den Kategorien „Bester Regisseur“ und „Wiederentdeckung des Jahres“ ausgezeichnet.

 Enrique Mazzola gehört zu den dynamischsten Dirigenten seiner Generation und gilt als Experte sowohl des Belcanto als auch der klassischen und frühromantischen Musik. Im Opern- und Konzertbereich arbeitet er mit zahlreichen namhaften Klangkörpern zusammen und ist regelmäßig zu Gast an den großen internationalen Opernhäusern und Festivals. Seit der Saison 2012/2013 ist er künstlerischer Leiter und Musikdirektor des Orchestre National d’Île de France sowie ab dieser Saison Erster ständiger Gastdirigent der Deutschen Oper Berlin, wo er bereits wichtige Werke des französischen Repertoires wie Meyerbeers VASCO DA GAMA und LE PROPHETE dirigierte.

In der Titelpartie ist Daniel Johansson zu erleben, der mit der Rolle bereits bei den Bregenzer Festspielen große Erfolge feierte. Neben seinen Paraderollen Don José und Cavaradossi erarbeitet er sich auch das Wagner-Fach und interpretiert seit der letzten Saison Siegmund (Theater an der Wien) und Lohengrin (in dieser Partie im Mai auch an der Deutschen Oper Berlin).

Die vier Frauengestalten rund um Hoffmann interpretiert Cristina Pasaroiu, zuletzt als Magda in LA RONDINE zu erleben, seine diabolischen Gegen­spieler der charismatische Bassbariton Alex Esposito, der an der Deutschen Oper Berlin sowohl als Leporello (DON GIOVANNI) als auch in der Partie des Méphistophélès (Gounods FAUST) gefeiert wurde. Als Muse steht das Ensemble-Mitglied Irene Roberts auf der Bühne, die spätestens seit ihren Auftritten als Urbain in LES HUGUENOTS und als Carmen auf große Begeisterung beim Publikum der Deutschen Oper Berlin stößt.

Abschied von der Deutschen Oper Berlin: Edita Gruberová am 10. Dezember

„Diese Sopranstimme vereinigt dramatische Kraft und farbige Fülle mit einer schier unbegreiflichen Beweglichkeit“, staunte Kritikerpapst Hans Heinz Stuckenschmidt in der Süddeutschen Zeitung, nachdem er Edita Gruberová in der Premiere von Donizettis LUCIA DI LAMMERMOOR an der Deutschen Oper Berlin erlebt hatte. Diese Kombination von Virtuosität und Ausdruckskraft hat sich Edita Gruberová auch nahezu vier Jahrzehnte nach der umjubelten Berliner LUCIA-Premiere bewahren können: Nach wie vor gilt sie als unbestrittene Königin des dramatischen Belcanto und hat das in den letzten Jahren auch an der Deutschen Oper Berlin in Werken wie ROBERTO DEVEREUX und LUCREZIA BORGIA immer wieder unter Beweis gestellt. Doch nun hat Edita Gruberová sich entschlossen, ihrem Bühnenkönigreich langsam Adieu zu sagen: Das Konzert am 10. Dezember – fast auf den Tag genau 38 Jahre nach der LUCIA-Premiere – soll ihr Abschied von der Deutschen Oper Berlin sein. Dafür hat die Diva ein Programm ausgewählt, das noch einmal die wichtigsten Facetten ihrer Kunst zeigt: von der mädchenhaften Koketterie Rosinas in Rossinis BARBIER über die elegische Weltentsagung der romantischen Heldinnen Vincenzo Bellinis bis zur Transzendenz der Koloraturkunst in den Wahnsinn der Ophelia in  Ambroise Thomas’ HAMLET.

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WIENER KAMMERORCHESTER IM KONZERTHAUS: Prime Time 2 2018/19 : MONTAG, 3.12. im Berio-Saal
Wiener Konzerthaus
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Copyright: Wiener Kammerorchester

Mit dem neuen Zyklus «Prime Time» greifen das Wiener KammerOrchester und sein Ständiger Gastdirigent Joji Hattori die Idee auf, jungen Musikerinnen und Musikern, die bereits namhafte Wettbewerbe für sich entscheiden konnten, ein Podium zu bieten: An drei Abenden präsentieren sie zur «Hauptsendezeit» junge Solistinnen und Solisten – diesmal Dmitry Masleev, Félix Dervaux und Dominik Wagner – und kombinieren deren Darbietungen mit interessanten Originalkompositionen und Arrangements für Kammerorchester.

Zugleich bietet das neue Format «Prime Time» dem Wiener Publikum eine neue, lebendige und besonders kommunikative Form des Musikgenusses: Der Berio-Saal mit einem Podium im Zentrum des Raumes bietet den perfekten Rahmen für Veranstaltungen mit der Atmosphäre eines Hauskonzertes, in dem nicht nur musiziert, sondern auch improvisiert oder sogar mit dem Publikum diskutiert werden kann. Konzeptionell orientiert sich Joji Hattori an Schönbergs «Verein für musikalische Privataufführungen».

Aufführungen
Mo, 03.12.2018 20:15 Berio Saal

Programm
Wolfgang Amadeus Mozart : Konzert für Horn und Orchester Nr. 4 Es-Dur, KV 495

Anton Bruckner : Adagio aus dem Streichquintett F-Dur, für zwei Violinen, zwei Violen und Violoncello (Bearb. f. Streichorchester)

Johanna Doderer : like the sun, Fassung für Kammerorchester

Anton Bruckner : Symphonie Nr. 7 E-Dur, 1. Satz: Allegro moderato; Bearbeitung für Ensemble: Hanns Eisler

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Joji Hattori. Photo: Jeff Mangione

Solist

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Felix Dervaux, Horn . Photo: Felix Dervaux

Abo Zyklen / Tourneen
Prime Time – 3 Konzerte im Berio Saal

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WIEN/ Burgtheater: Samstag Premiere (heute Voraufführung) „Schöne Bescherungen“ von Alan Ayckbourn


Falk Rockstroh, Katharina Lorenz, Michael Maertens, Timo Hillebrand. Copyright: Barbara Zeininger

Heiligabend. Neville und Belinda haben wie jedes Jahr ihre Freunde und Verwandten eingeladen. Die Vorbereitungen für das Fest laufen auf Hochtouren. Harvey, Nevilles Onkel, ein ehemaliger Wachmann, streitet mit Belindas Schwager über Gewalt im Fernsehen. Der Gastgeber diskutiert mit Eddie, seinem ehemaligen Geschäftspartner, über ferngesteuerte Christbaumlichter, die Frauen kümmern sich um die Kinder, und Phyllis, Nevilles Schwester, steht betrunken in der Küche vor dem Lammbraten. Es ist alles angerichtet für das Fest der Liebe. Auch wenn die Frauen von Liebe nicht viel merken, bis Clive erscheint, ein Schriftsteller, den Rachel, Belindas Schwester, kennengelernt und zum weihnachtlichen Dinner eingeladen hat. Doch Clive hat sofort ein Auge auf die Gastgeberin geworfen und auch Belinda findet den Schriftsteller, zum Leidwesen ihrer Schwester, ziemlich sexy. Am 1. Weihnachtsfeiertag, gegen Mitternacht, als die beiden glauben, dass alle schon zu Bett gegangen sind, kommt es zu einer fatalen Begegnung unterm Weihnachtsbaum …


Timo Hillebrand, Katharina Lorenz. Copyright: Barbara Zeininger

Alan Ayckbourn seziert in seiner bösen Komödie die Rituale bürgerlichen Frohsinns und steigert den sanften Horror, den festtäglichen Wahnsinn, der wiederkehrenden Feiertagen und Familienzusammenkünften ohnehin eigen ist, bis hin zum Ehebruch unterm Weihnachtsbaum und zum versuchten Totschlag. (Quelle: Burgtheater)


Timo Hillebrand, Nicholas Ofzarek. Copyright: Barbara Zeininger
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ADVENT AUF SCHLOSS TABOR (Schloss Tabor/ Neuhaus am Klausenbach/ Südburgenland)

Samstag/Sonntag
08/09 DEZ
14:00 – 20:00 Uhr
Samstag/Sonntag
15/16 DEZ
14:00 – 20:00 Uhr

Auch ’18 öffnet Schloss Tabor in der Vorweihnachtszeit wieder seine Pforten und verwöhnt seine Gäste mit kulturellen Veranstaltungen, außergewöhnlichem Kunsthandwerk und kulinarischen Schmankerln.

HIGHLIGHTS ’18:

Sa, 8. Dez: Weihnachtsgeschichten von damals und heute, 17:00 Uhr
So, 9. Dez: Konzert – Gemischter Chor Loipersdorf, 18:00 Uhr
Sa, 15. Dez: Benefizkonzert – graz gospel chor, 17:00 Uhr (VVK €15/AK €18)
So, 16. Dez: Abschlusskonzert mit Gesangs- und Instrumentalsolisten,
jOPERA Kinder- und Jugendchor, 18:00 Uhr

...mehr erfahren!
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WIEN/ VOTIVKIRCHE: DIE „GROSSEN MEISTER“ WERDEN BIS 14. DEZEMBER VERLÄNGERT


Foto: Robin Consult

Aufgrund des großen Erfolges: „Die großen Meister“ werden bis 14. Dezember verlängert
Mehr als 40.000 Besucher lockte das Kunsterlebnisevent „Die großen Meister“ bis jetzt in die Wiener Votivkirche. Aufgrund hohen Besucherandrangs wird die Ausstellung der bekanntesten Kunstwerke der Menschheit, wie z.B. von Leonardo da Vincis „Mona Lisa“, des weltberühmten Freskos „Das Abendmahl“ und 51 weiterer Meisterwerke, bis zum 14. Dezember verlängert. Tickets unter: www.diegrossenmeister.at
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Weihnachten in Köln mit dem „Dicken Pitter“ – der zweitgrößten frei schwingenden Glocke der Welt

Von Dr. Egon Schlesinger


Der „Dicke Pitter“ beim Probeläuten am 30.10.2018 im Südturm des Kölner Doms. Foto: Andrea Matzker

Wie könnte Weihnachten in Köln besser eingeläutet werden als vom „Dicken Pitter“ im Hohen Dom?! Endlich klingt die Petersglocke wieder, denn nach langen Instandsetzungsarbeiten konnte der neue Klöppel aufgehängt und eingerichtet werden, und alle Beteiligten stellten nach mehreren Probeläuten einstimmig fest, dass die zweitgrößte frei schwingende Glocke der Welt schöner klinge als jemals zuvor. Bis zum November 2016 war der Dicke Pitter die weltweit allergrößte frei schwingende Glocke mit ihren 24.000 kg, 3,20 m Höhe und 3,22 m Durchmesser. Der Klöppel allein wiegt 600 kg. Nun wurde sie von der Bukarester Glocke der österreichischen Glockengießerei Grassmayr überrundet. Trotzdem ist es immer ein Erlebnis, den Dicken Pitter zu hören, gleichgültig, ob von der Erde aus, oder vom Glockenstuhl selbst aus. Dies sicherlich ist ein unvergessliches Erlebnis. 1923 wurde sie vom Glockengießermeister Heinrich Ulrich in Apolda gegossen. Die ursprünglich 1875 gegossene Kaiserglocke oder Gloriosa war im Jahr 1918 eingeschmolzen worden. Der damalige Oberbürgermeister Konrad Adenauer und Kardinal Schulte setzten sich dafür ein, dass die Kaiserglocke ersetzt wurde. Zunächst wollte keine Gießerei das Risiko auf sich nehmen. Über 1 Million Mark kostete das Metall für die Petersglocke. In 9 Minuten und 32 Sekunden wurde sie gegossen. Im November 1924 erreichte die Glocke auf dem Schienenweg Köln. Noch am gleichen Tag wurde sie geschmückt und von tausenden von Menschen begleitet zum Dom gefahren. Dort wurde sie, grün-weiß-rot geschmückt, am 30. November von Kardinal Schulte vor 20.000 Menschen geweiht. Da die Glocke nicht durch die 1,84 m breiten Türen passte, musste der Mittelpfeiler des Hauptportals ausgebaut werden. Der anschließende Transport in den 53 m hoch gelegenen Glockenstuhl dauerte mehrere Wochen. Die Glocke sollte das erste Mal am Heiligabend 1924 zu hören sein. Doch erst zehn Monate später, am 28. Oktober 1925 um 12:00 Uhr, erklang sie zum ersten Mal in der Domstadt. Doch dies war nicht das einzige Missgeschick der Glocke. Im Jahr 1951 riss sie und wurde erst 1956 geschweißt und um 20° gedreht wieder aufgehängt, damit der Klöppel nicht an die gerissene Stelle schlug. Am Dreikönigstag 2011, um 9:35 Uhr vor dem Hochamt, riss der Klöppel ab und donnerte in den Glockenstuhl. Die Erschütterung war so stark, dass sie von vier Erdbebenstationen registriert wurde. Die Glocke konnte, mit einem neuen Klöppel ausgestattet, am 7. Dezember 2011 wieder erklingen. Im April 2017 wurde der neue Klöppel demontiert, um eine neue Aufhängung anzufertigen. An Allerheiligen, dem 1. November 2018, wurde die Glocke zum ersten Mal wieder geläutet, nun mit einem weicheren Anschlag und einem besseren Klang. So Gott will, wird sie auch an Weihnachten erklingen
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„Classical Music Mashup“ wunderbar!

ZUM VIDEO
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