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INFOS DES TAGES (FREITAG, 24. JULI 2020)

24.07.2020 | Aktuelles

INFOS ES TAGES (FREITAG, 24. JULI 2020)

OPER BURG GARS

Oper Burg Gars - Home | Facebook

Heute Gipsy Blues trifft Otto Lechner
Diesen Freitag, 24. Juli, kommt es in der Garser Burg zum Zusammentreffen zweier Musikgiganten: Wenn der Akkordeonvirtuose und Wahl-Garser Otto Lechner und der universelle Stargitarrist Harri Stojka gemeinsam auf der Bühne stehen, dann vereinen sich zwei musikalische Welten zu einem fulminanten Fest der Klänge. Die Schauspielerin Anne Bennent liest dazu Texte über Menschen und Musik.

Karten sichern
Können Sie direkt über unsere Website
https://operburggars.reservix.at/events
sowie telefonisch unter +43 (0)2985/33000
oder per Email unter office@operburggars.at

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HEUTE START IN KITTSEE mit „WIENER BLUT“

Die Premiere ist ausverkauft!  Für Folgevorstellungen gibt es noch Karten

SOMMERFESTIVAL KITTSEE – Start Freitag (24.7. ) mit WIENER BLUT

Jetzt Tickets für Wiener Blut - Sommerfestival Kittsee 2020 bei ...

Info des Veranstalters: Achtung! Aufgrund der Corona-Bestimmungen und der zur Verfügung stehenden Tribünenkapazität mussten wir fast alle verfügbaren Plätze in 2er Gruppen aufstellen, die nur als solche, also gemeinsam, buchbar sind.
Es gibt auch Einzelplätze und 3er sowie 4er Gruppen, jedoch beschränkt.

In diesem Sinne würden wir uns sehr freuen, wenn Sie, falls Sie geplant hatten, zu dritt oder alleine zu kommen, eine weitere Person finden, die Sie begleitet, falls keine Einzelplätze oder 3er Gruppierungen mehr verfügbar sind.

PREMIERE
24. Juli (Fr)
20:00 AUSVERKAUFT
25. Juli (Sa) 20:00 Tickets
26. Juli (So) 20:00 Tickets
28. Juli (Di) 20:00 Regen-
Ersatztermin
29. Juli (Mi) 20:00 Tickets
31. Juli (Fr) 20:00 Tickets
1. August (Sa) 20:00 Tickets
2. August (So) 20:00 Tickets

Der Schlosspark ist vor Veranstaltungen ab 18 h geöffnet!
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Interview mit Günther Groissböck in Apple Podcasts anhören

Hören Sie sich das Interview mit Günther Groissböck von Klassik aktuell in Apple Podcasts an. https://podcasts.apple.com/ch/podcast/interview-mit-g%C3%BCnther-groissb%C3%B6ck/id129950494?i=1000485826379

Das ist übrigens aus Anlass der am Samstag dann ausgestrahlten 3sat Doku entstanden, die vor allem der BR mitfinanziert hat.

Nicht alles lässt sich planen, und manchmal muss sogar der Göttervater Wotan warten. Diese Erfahrung musste Günther Groissböck machen, der dieses Jahr bei den Bayreuther Festspielen zum ersten Mal den Wotan singen sollte, eine der längsten und anspruchsvollsten Rollen des Opernrepertoires. Doch dann kam Corona. Eine Dokumentation zeigt nun Groissböcks vergangenes Jahr mit Wotan. (Samstag 20,15 in 3Sat)
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HEUTE/ Schloss Thalheim: OrchesterGALA „Mainly Beethoven“

Robert Lehrbaumer
Vienna International Orchestra
Junge Top-Solisten/innen aus aller Welt

Mit einer Klavier-Solo-Soirée hat der als Pianist, Organist und Dirigent gleichermaßen bekannte Interpret Robert LEHRBAUMER schon einmal im Rahmen von Schloss Thalheim Classic ein zahlreiches Publikum begeistert.
Wir freuen uns, dass er nun wiederkehrt – als Chefdirigent des Vienna International Orchestra, welches für besonders vitale Interpretationen klassischer Musik steht.

Besonders ungewöhnlich und spannend gestalten sich das Zustandekommen des Programms und die Auswahl der Solisten/innen: Die besten Teilnehmer/innen der Meisterkurse der „Stift Altenburger Musik Akademie 2020“, welche jährlich aus allen Teilen der Welt kommen, werden ausgewählt und haben das Privileg in diesem Konzert mit Orchester zu konzertieren. Derartige Künstler-Debüts ergeben eine besonders knisternde Atmosphäre.

Interessantes über die aufgeführte Musik des Jahresregenten Beethoven wird Prof. Lehrbaumer in seinen kurzweiligen, beliebten Moderationen erzählen.
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WIEN / Sofiensäle: : THE ART OF BANSKY
Vom 23. Juli 2020 bis zum 4. Oktober 2020

Der kritische Entertainer

„Bansky“ ist geradezu ein Reizwort unserer Kunst- und mehr noch der Medienszene geworden. Und dafür sorgt er ausführlich selbst. Der britisiche Sprayer, der zu einer Institution wurde – und in Millionenwerten gehandelt wird. Bemerkenswert genug, dass man sich eine Überblicksausstellung über sein Werk antut – auch wenn sie „unautorisiert“ ist und vermutlich kein einziges Original enthält. Wer schert sich heutzutage schon noch um Originale? In den Sofiensälen ist „The Art of Bansky“ eine Art von „Show“, die ihrem Gegenstand entspricht.

Bansky  Wie wird man, zumal in der Welt der Sozialen Medien, berühmt? Erstens, indem man sich ein Image kreiert. Im Falle von „Bansky“ heißt das: Ach, wie gut, dass niemand weiß… Wikipedia glaubt zu wissen, dass der unter diesem Markenzeichen bekannte Künstler vermutlich 1974 in Bristol zur Welt kam und mit Familiennamen möglicherweise Banks heißt. Vom Sprayer, der sich in seiner englischen Heimat umtat, hat er sich selbst zu einer Kultfigur hoch geschaukelt, die immer wieder für Schlagzeilen sorgt – etwa damit, dass er eines seiner Werke teuer verkaufte und es sich dann „schreddete“. Seine selbst veranstalteten Ausstellungen waren nicht ohne Schockeffekte (etwa mit lebendigen, von ihm bemalten Tieren). Er macht sich rar und kostbar und ist auf irgendeine Weise doch immer präsent. Zuletzt ging seine „Aktion“ in einem Abteil der Londoner U-Bahn um die Welt, wo er – wie immer witzig und boshaft – zu „Corona“ Stellung nahm. Die Londoner Behörden ließen sich nicht foppen und entfernten das „Kunstwerk“, für das manch ein Sammler möglicherweise Millionen bezahlt hätte…

Zum Ausstellungsbericht von Heiner Wesemann

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WIEN/ Festwochen: Am kommenden Montag, den 27. Juli ist es so weit. Ab 9 Uhr können Sie Ihre Karten für diese spezielle Spätsommer-Ausgabe der Festwochen 2020 unter www.festwochen.at kaufen.

Wiener Festwochen 2020 reframed - WIEN – Jetzt. Für immer

 

Selbstverständlich bieten wir Ihnen auch die Möglichkeit, Ihre Tickets telefonisch unter +43 1 589 22 11 per Kreditkarte zu erwerben. Unser Team ist von 27. Juli bis 21. August montags bis freitags von 9 bis 14 Uhr und von 24. August bis 26. September montags bis freitags sowie an Vorstellungstagen von 10 bis 17 Uhr für Sie erreichbar.

Wir bitten Sie in diesem Ausnahmejahr Ihre Karten wenn möglich als print@home Ticket zu beziehen, um Ansammlungen bei der Abholung zu vermeiden. Sie haben natürlich trotzdem die Möglichkeit, Karten auch direkt an der Kasse zu kaufen. Die Tageskasse im Foyer der Halle E+G im MuseumsQuartier ist ab 10. August für Sie geöffnet.

Die Gesundheit unserer Besucher*innen, Künstler*innen und Mitarbeiter*innen steht natürlich an erster Stelle. Alle relevanten Infos rund um Ihren Besuch – wie etwa Abstandsregelungen, Zugangsmodalitäten und Maskenpflicht – sowie generelle Hygienemaßnahmen und Verhaltensregeln vor, während und nach den Veranstaltungen, finden Sie ebenfalls ab 27. Juli auf unserer Website.

In den kommenden Wochen informieren wir Sie außerdem über unser Begleitprogamm wie Einführungen und Publikumsgespäche. Ab Montag erfahren Sie bereits mehr über die Festwochen X ImPulsTanz Research Projects auf unserer Website.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch bei den Festwochen 2020 reframed

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MÜNCHEN: Das Staatstheater am Gärtnerplatz blickt zurück auf eine ungewöhnliche Spielzeit 2019 I 2020

Gärtnerplatztheater (@Gaertnertheater) | Twitter

Eine besondere Spielzeit 2019 I 2020 am Gärtnerplatztheater geht zu Ende. Seit der Wiedereröffnung am 15. Juni spielte das Theater unter Mithilfe aller Gewerke 16 Produktionen mit insgesamt 70 Vorstellungen. Aufgrund des enormen Zuspruchs konnten so in den letzten sechs
Wochen der Spielzeit noch fast 5.500 Zuschauer begrüßt werden, was einer Auslastung von 100% entspricht. Der Ersatzspielplan spiegelte die Vielfalt des Staatstheaters am Gärtnerplatz mit seinen vier Sparten Oper, Operette, Musical und Tanz wieder. Mit seiner hohen Erst- und
Uraufführungsdichte bekräftigte das Musiktheater in der vergangenen Spielzeit erneut seine Position als eines der ersten Opernhäuser.

Begonnen hatte die Spielzeit am 14. September 2019 mit einem »Tag der offenen Tür«, bei dem über 7.500 Besucher die Möglichkeit nutzten, in Verbindung mit dem Gärtnerplatz Open-Air einen ausführlichen Blick hinter die Kulissen des Theaters zu werfen. Bis zur vorübergehenden Schließung am 11. März erreichte das Theater eine Auslastung von über 90%. Kunst kennt keinen Stillstand! Mit dem Format »Hinter dem Vorhang« schaffte das Gärtnerplatztheater ein Onlineangebot, in dem Talk-Gäste wie Brigitte Fassbaender, Konstantin
Wecker, Jutta Speidel, Alice und Ellen Kessler oder Kunstminister Bernd Sibler im Gespräch mit Staatsintendant Josef E. Köpplinger auf Mitglieder des Ensembles trafen. Die Gärtnerplatz Jugend verlegte ihre Musiktheaterproduktion »Nichts« ebenfalls kurzerhand in den digitalen Raum und inszenierte das Stück als Videoproduktion.

In den Wochen der Schließung wurden in der Theater-Schneiderei sowie in Heimarbeit über 12.000 Mund-Nasenschutz-Masken angefertigt, die den Mitarbeitern sowie sozialen Einrichtungen kostenfrei zur Verfügung gestellt wurden.
Auch das Orchester des Staatstheaters am Gärtnerplatz engagierte sich solidarisch und spendete und erzielte mit musikalischen Aktionen über 16.500 Euro für freie Mitarbeiter des Theaters aus den Bereichen Einlass, Garderobe oder Statisterie. Weitere 55.000 Euro wurden von Zuschauern gespendet, die auf die Rückzahlung ihrer stornierten Eintrittskarten verzichteten oder den Betrag in eine Stuhlpatenschaft im Gärtnerplatztheater investierten.

Die Buntheit und Offenheit des Hauses spiegelt sich in der Kooperation des Theaters mit den Fraunberg Ateliers und dem Münchner Street Art Duo »Layer Cake« wieder. Die Graffiti Veteranen Patrick Hartl und Christian C100 Hundertmark verarbeiten für eine Open-Air Galerie vor dem Theater die Themen »Freiheit braucht Respekt« und »Autonomie verlangt Verantwortung«. Die Ausstellung ist während der Theaterferien vom 24. Juli bis 6. September kostenfrei vor dem Haupteingang des Theaters zu sehen und soll durch die kulturelle Teilhabe eine Erweiterung des Horizonts und Wahrnehmungsveränderung unterstützen.

FINALISSIMO 2020
Jennifer O’Loughlin. Foto: Marie-Laure Briane

Die Saison 2020 | 2021 eröffnet das Gärtnerplatztheater am 11. September mit Wolfgang Amadeus Mozarts Oper »Die Zauberflöte«. Die erste Premiere wird am 8. Oktober die Oper »Eugen Onegin« von Peter I. Tschaikowsky sein, in der Inszenierung von Ben Baur und unter der musikalischen Leitung von Chefdirigent Anthony Bramall. Mit dem Musicalhit »Priscilla – Königin der Wüste« und Ralph Benatzkys Singspiel »Im weißen Rössl« folgen zwei weitere Highlights.

Der Vorverkauf für alle Vorstellungen vom 11. September bis 30. November 2020 hat bereits begonnen, Tickets sind erhältlich unter +49 (0)89 2185 1960 oder www.gaertnerplatztheater.de.
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Staatsoper Stuttgart: Die ersten Monate der Saison 2020/21
Wer ist wir?
Das Programm der Staatsoper Stuttgart bis Januar 2021
 Fünf Musiktheater-Premieren im Opernhaus bis Dezember
 Insgesamt deutlich reduzierte Anzahl von Vorstellungen durch Kurzarbeit
 Coronatauglicher Abstand auf der Bühne und im Publikum
 „Wir stellen Fragen nach unserer eigenen Geschichte. Womit identifizieren wir uns? Und: Wer ist eigentlich wir?“ (Viktor Schoner)
 Max Herre ist Artist in Residence
 Staatsoper unterwegs: Konzerte in Clubs, Projekte in Stadt und Land
 Gastspiele, Familienkonzert und Parcours beim JOiN

Am 22. Juli 2020 gaben Opernintendant Viktor Schoner, die Leiterin des JOiN Elena Tzavara und Generalmusikdirektor Cornelius Meister im Rahmen der Jahrespressekonferenz der Staatstheater Stuttgart das Programm der kommenden Saison bis Ende Januar 2021 bekannt.
Alle Premieren der neuen Saison verbindet die Leitfrage „Wer ist wir?“. Wann wird aus unterschiedlichen Menschen eine Gemeinschaft? Wer repräsentiert sie? Wo bleibt die Stimme der*s Einzelnen in diesem „wir“ – bei unterschiedlichsten Perspektiven, Standpunkten und Identitäten? Wie positioniert sich Deutschland in einem europäischen Kontext?

Viktor Schoner über das Programm der neuen Saison: „Hinter den Premieren dieses Herbstes steht trotz aller Modifikationen eine klare programmatischdramaturgische Linie: eine Art Selbstbefragung, die wir an uns als Gesellschaft richten wollen, ohne dabei abgrenzend zu sein: Wer ist eigentlich wir? In der Familie, im städtischen Zusammenleben, in der Frage nach der geschichtlichen Bedeutung der Nationen und im Verhältnis zu unseren Nachbarn. Definiert sich ein Wir tatsächlich leichter über Abgrenzung, wie es vor allem Populisten
formulieren? Das Verhältnis von Deutschland und Frankreich spielt genauso eine Rolle wie die Frage nach systemsprengenden und angepassten Persönlichkeiten.“
Im Zentrum der heutigen Jahrespressekonferenz standen die Neuproduktionen der Staatsoper Stuttgart und des JOiN als umfassendem
Vermittlungsprogramm sowie die Kooperationsprojekte der Staatsoper Stuttgart. Nach dem „Oper trotz Corona“-Programm mit über 100
Vorstellungen im ganzen Stadtraum kehrt die Staatsoper Stuttgart im Herbst hauptsächlich wieder in den Littmann-Bau zurück.
Dabei ist die Vorstellungsanzahl deutlich reduziert. Statt wie ursprünglich geplant 68 können bis Ende Januar nun nur 38 Vorstellungen im Opernhaus gezeigt werden. Zudem beginnt die Saison erst am 1. Oktober.

Premieren, Repertoire, Gastspiel und Spezialformate 2020/21
September 2020 – Januar 2021
Premieren (Übersicht)

03. Oktober 2020
Wolfgang Amadeus Mozart: Die Zauberflöte
Musikalische Leitung: Hossein Pishkar, Regie: Barrie Kosky, Suzanne Andrade

11. Oktober 2020
Pietro Mascagni / Salvatore Sciarrino: Cavalleria rusticana / Luci mie traditrici
Musikalische Leitung: Cornelius Meister, Regie: Barbara Frey

27. Oktober 2020
Gustav Mahler / Arnold Schönberg: Das Lied von der Erde
Elfriede Jelinek: Die Bienenkönige
Musikalische Leitung: Cornelius Meister, Regie: David Hermann

15. November 2020
Jules Massenet: Werther
Musikalische Leitung: Marc Piollet, Regie: Felix Rothenhäusler

19. Dezember 2020
Maurice Ravel, Schorsch Kamerun: Die verzauberte Welt
Musikalische Leitung: Dennis Russell Davies, Regie: Schorsch Kamerun
Saison 2020/21: Premieren, Repertoire, Gastspiel und Spezialformate (September 2020 – Januar 2021) 2 von 14

Repertoire, Gastspiel und Spezialformate (Übersicht)

01. Oktober 2020
Max Herre / Schorsch Kamerun u. a.: Denk ich an Deutschland in der Nacht
Musikalische Leitung: Cornelius Meister, Spielleitung: Schorsch Kamerun

31. Oktober 2020
Israel Galván / Niño de Elche: La Fiesta (Gastspiel)
Musikalische Leitung: Panagiotis Andriopoulos, Regie: Israel Galván

09. November 2020
Wolfgang Amadeus Mozart: Don Giovanni (konzertant)
Musikalische Leitung: Cornelius Meister

11. November und 17. Dezember 2020
Arien-Abende
Musikalische Leitung: Karsten Januschke, Valerio Galli

01. Dezember 2020
Wer ist wir? Gesprächsreihe mit Chormusik
Musikalische Leitung: Manuel Pujol

ab 7. Dezember 2020
Quälend süße Einsamkeit. Sechs Filme und Musik über Gefühle im Ausnahmezustand

12. Dezember 2020
Giacomo Puccini: Madama Butterfly
(konzertant oder szenisch wird noch bekannt gegeben)
Musikalische Leitung: Oksana Lyniv, Regie: Monique Wagemakers
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ÖSTERREICHISCHE NATIONALBIBLIOTHEK: ZEITGESCHICHTE IM DIGITALEN ZEITUNGSLESESAAL

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Österreichische Nationalbibliothek digitalisiert Exilzeitschriften aus den Jahren 1938 bis 1945

Die Österreichische Nationalbibliothek hat 30 Exilzeitungen und -zeitschriften aus den Jahren 1938 bis 1945 digitalisiert. Von der „Arbeiter Zeitung“ über „Der Sozialist“ und „Die Nation“ bis zum „Österrikiska Informationer“ bieten diese unter großen Schwierigkeiten publizierten österreichischen Medien einen direkten Einblick in die Zeit zwischen dem „Anschluss“ Österreichs an Nazi-Deutschland und dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Sie können nun im digitalen Zeitungslesesaal ANNO online abgerufen und im Volltext durchsucht werden.

Österreichische Exilpresse jetzt in ANNO
30 österreichische Exilzeitungen und -zeitschriften, die sich im Bestand der Österreichischen Nationalbibliothek befinden, wurden vor kurzem eingesannt und sind nun im digitalen Zeitungs- und Zeitschriftenlesesaal ANNO jederzeit und kostenlos abrufbar. Alle diese Medien sind mit Angaben zum Erscheinungsverlauf, Erscheinungsort und weiteren relevanten Informationen wie etwa dem Wechsel des Titels versehen. Eine Suche ist sowohl über die Volltextsuche als auch über einen thematischen Einstieg unter dem Begriff „Exilpresse“ möglich. Insgesamt stehen damit über 33.500 Seiten zur Verfügung. Mehr als 27.000 Seiten stammen aus dem „Tagebuch“, über 3.000 Seiten aus der „Arbeiter Zeitung“.

Generaldirektorin Dr. Johanna Rachinger: „Inhaltlich ist die Exilpresse eine unerschöpfliche Quelle zur österreichischen Zeitgeschichte, zum Widerstand gegen den Nationalsozialismus, aber auch zu den Nöten und Kämpfen der untereinander zersplitterten Gruppen der österreichischen Emigrantinnen und Emigranten. Ich freue mich sehr, dass wir diesen wichtigen Medienbestand nun über ANNO allen Interessierten online anbieten können.“

Zur Geschichte der Exilpresse
Unmittelbar mit dem „Anschluss“ an Deutschland im März 1938 wurden Presse, Rundfunk und Wochenschauen zu den wichtigsten Propagandainstrumenten der nationalsozialistischen Herrschaft in Österreich. Die Medien wurden arisiert und gleichgeschaltet, sämtliche Publikationen der NS-Doktrin unterworfen und durch ein System von schriftlichen Anweisungen kontrolliert. Viele österreichische JournalistInnen verloren so ihren Beruf, mussten flüchten oder wurden inhaftiert und in Konzentrationslager gesperrt.

Bereits 1933 hatten österreichische SozialdemokratInnen und KommunistInnen nach dem Verbot ihrer Parteien durch das Dollfußregime aus Österreich fliehen müssen. Die SozialdemokratInnen publizierten daraufhin ihre Zeitungen und Zeitschriften, allen voran die „Arbeiter Zeitung“, in verschiedenen kleinen Druckereien in der Tschechoslowakei, später in Frankreich, in London, in New York und in Lateinamerika.

Etwa 450 Zeitungen und Zeitschriften sind zwischen 1933 und 1945 von deutschen und österreichischen EmigrantInnen in ihren Zufluchtsländern publiziert worden. Der Anteil der österreichischen Presse ist dabei nicht immer einfach zu identifizieren, Tatsache ist aber, dass diese Exilpresse das einzige mediale Gegengewicht zur NS-Propaganda zwischen 1938 und 1945 schuf.

Der digitale Zeitungslesesaal ANNO
Mit Austrian Newspapers Online (ANNO) stellt die Österreichische Nationalbibliothek einen digitalen Zeitungs- und Zeitschriftenlesesaal zur Verfügung, in dem derzeit 784 Zeitungen und 646 Zeitschriften mit über 22 Millionen Seiten von allen Interessierten weltweit kostenlos abgerufen werden können. Die Mehrheit dieser Medien erschien zwischen 1568 und 1949, jedes Jahr kommt ein weiterer Jahrgang hinzu. Bis auf die handschriftlichen Zeitungen aus dem 16. Jahrhundert können alle Jahrgänge ab 1689 im Volltext durchsucht werden. Täglich nützen rd. 4.000 Menschen dieses Angebot.

Texte und Pressebilder

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