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INFOS DES TAGES (FREITAG, 22.JÄNNER 2021)

22.01.2021 | Aktuelles

INFOS DES TAGES (FREITAG, 22. JÄNNER 2021)

WIENER STAATSOPER: HEUTE LIVE-VORSTELLUNG (ohne Publikum) MIT STREAM (um 20 h)

Bob

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Wie bereits bekanntgegeben, wird die Wiener Staatsoper auch während der nun abermals verlängerten Schließung – neben dem täglichen Streaming-Angebot aus dem umfassenden Archiv – die im Dezember begonnene Zusammenarbeit mit dem ORF fortsetzen und drei weitere Produktionen u. a. im Rahmen der von ORF III initiierten Reihe »Wir spielen für Österreich« nur für Kameras und Mikrofone zur Aufführung bringen:

Den Auftakt macht Nabucco anlässlich des 80. Geburtstags von Plácido Domingo. Neben dem Jubilar in der Titelpartie – er war hier in der Rolle zuletzt 2015 zu sehen – gibt es mehrere Rollendebüts am Haus: Freddie De Tommaso verkörpert nach seinem Hausdebüt als Pinkerton in der Butterfly-Premiere im September seinen ersten Wiener Ismaele. Als Abigaille bzw. Zaccaria singen Anna Pirozzi und Riccardo Zanellato erstmals im Haus am Ring.

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Placido Domingo als Nabucco. Foto: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

NABUCCO
Inszenierung: Günter Krämer
Musikalische Leitung: Marco Armiliato
u. a. mit: Plácido Domingo (Nabucco), Freddie De Tommaso (Ismaele), Riccardo Zanellato (Zaccaria), Anna Pirozzi (Abigaille)

Aufzeichnung: 22. Jänner 2021
22. Jänner 2021 → 20 Uhr: Livestream auf play.wiener-staatsoper.at und myfidelio.at
24. Jänner 2021 → 20.15 Uhr: Ausstrahlung in ORF III (vorab »Kulissengespräche mit Barbara Rett« ab 20.00 Uhr)
Aufzeichnung durch Radio Ö1, Ausstrahlungstermin in Planung

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01 A P R O P Os Renate Ipse 300

Sehr geehrter Herr Bundeskanzler!

Von: Wagner-Wesemann [gesendet: Donnerstag, 21. Jänner 2021 16:54
An: sebastian.kurz@​bka.gv.at.
‚Betreff: Theater

Sehr geehrter Herr Bundeskanzler,

ich schätze es über die Maßen,
dass man Sie persönlich anschreiben kann,
auch wenn ich bezweifle, dass dieses Mail Sie persönlich erreicht.
Sei’s drum, irgendjemand Kompetenter wird sich meines Problems,
das das vieler Menschen ist, schon annehmen.
Mein Kollege Heinrich Schramm-Schiessl konnte sich bei seinem Schreiben an Sie auf einen berühmten ÖVP-Vater und lebenslange Parteimitgliedschaft berufen (und bekam einen Anruf aus Ihrem Büro).
Ich kann das leider nicht, hoffe aber, „nur“ als Staatsbürger dennoch Beachtung zu finden.

Ich frage mich, ob irgendjemand –
Sie sind ja leider für die Kultur nicht zuständig,
sollten es aber sein, sie bereichert ungemein –
sich wirklich überlegt hat, was er den Theatern und dem Publikum mit dem Zwang des „Reintestens“ antut.

Ich habe die Rundfrage der Wiener Staatsoper,
ob ich mich testen lassen würde,
um in eine Vorstellung der Staatsoper zu gehen,
ehrlich mit „Nein“ beantwortet.
Es kam trotzdem ein freundliches Insert zurück,
„Vielen Dank für Ihre Teilnahme“.

Ich denke, die Theater wissen genau,
dass man mit dem „Reintesten“
den Theaterbesuch ruiniert.
Denn wenn selbst ich, die lebenslang seit ihren Jugendtagen
wie besessen ins Theater gegangen ist,
nicht bereit bin, die Umständlichkeit eines Tests auf mich zu nehmen,
wie dann andere, denen es nicht sooo wichtig ist?

Man muss sich das vorstellen –
man muss sich per Online einen Termin holen,
dann hinfahren,
ich vom 13. Bezirk in die Stadthalle
(kein Katzensprung, und noch dazu die „gefährlichen“ Öffis,
die man meiden soll)
dann der Test, aufs Ergebnis warten, dann zurück –
da ist jedes Mal ein halber Tag weg.

Und das vor jedem Besuch immer wieder,
weil es ja ein „frischer“ Test sein muss?
Hat irgendjemand bedacht,
was man den Menschen da zumutet?

Ich rechne eigentlich nicht damit,
in absehbarer Zeit in ein Theater zu kommen,
wenn man sich von Seiten der Regierung nicht doch einmal entschließen wird,
sich mit den FFP2-Masken zu begnügen.

Und denken Sie bitte an die Jugend, die danach dürstet,
wieder „ins Kino“ zu gehen
(hat Ihnen das in Ihrer Jugend nichts bedeutet?).
Wenn sie jedes Mal erst einen Test holen müssen,
wo bleibt da die Spontaneität des Entschlusses – „Wir gehen ins Kino!“
(Wenn Sie doch Zeit hätten, sich auf den neuen Poirot-Film,
Kenneth Branagh in „Tod auf dem Nil“, zu freuen!)

Herr Bundeskanzler, es ist so nicht machbar.
Bitte, pfeifen Sie das Reintesten zurück.
Die Masken sollen ja gut sein,
und man hält gerne Abstand,
wenn man sich das viel zu umständliche Testen erspart,
das alles kaputt macht.
Und sagen Sie mir nicht, ich könne ja zu meiner Ärztin gehen.
Ja, sie ist näher (spontan geht allerdings nichts, nur auf Anmeldung),
aber jedes Mal 25 Euro Gebühr zusätzlich?

Theater, Oper, Kino, Ausstellungen (und sagen Sie mir jetzt nicht, ich darf ja bald ins Museum gehen! Na, Gott sei Dank!) waren immer mein Leben.
Machen Sie mir das bitte auf meine alten Tage bitte nicht kaputt.

Ihre
Dr. Renate Wagner-Wesemann

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BAYERISCHE STAATSOPER: MONTAGSSTÜCK XI & PREMIERE „DER FREISCHÜTZ“ auf STAATSOPER.TV

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Auch im Februar bleibt der Spielbetrieb der Bayerischen Staatsoper eingestellt. Die Premiere von Der Freischütz findet deshalb online am 13. Februar 2021 als Live-Stream auf STAATSOPER.TV statt. Außerdem wird die Serie der Montagsstücke fortgeführt. Für das 11. Montagsstück: Sehnliches Verlangen am 25. Januar 2021 präsentiert das Bayerische Staatsorchester unter der musikalischen Leitung des ehemaligen Generalmusikdirektors Zubin Mehta Franz Schuberts Große C-Dur-Symphonie. Die Sopranistin Camilla Nylund singt außerdem die Vier letzten Lieder von Richard Strauss.

Das Programm des Montagsstücks XII am 1. Februar 2021 wird vom Bayerischen Junior Ballett München gestaltet. Die jungen Nachwuchstänzerinnen und -tänzer präsentieren Werke von Jörg Mannes, Maget Mohamed und Martina La Ragione.
Auf STAATSOPER.TV können die Streams der vergangenen Montagsstücke als Videos-on-Demand abgerufen werden.

MONTAGSSTÜCK XI: SEHNLICHES VERLANGEN

Schubert wollte mit seiner Symphonie in C-Dur in direkte Konkurrenz mit Beethovens 9. Symphonie treten. Dass dies kein leichtes Unterfangen sein würde, hält Schubert bereits in jungen Jahren fest und fragt: „Wer vermag nach Beethoven noch etwas zu machen?“ Er geht das Wagnis ein und schafft mit der Großen C-Dur-Symphonie eine Komposition, die alle ihre Nachbarn in Länge, in Größe, an weitreichendem Atem und breit ausgebreiteten Gedanken überstahlt.

Sein sehnliches Verlangen erklingt im Rahmen des 11. Montagsstücks durch Zubin Mehta und das Bayerische Staatsorchester. Der ehemalige Generalmusikdirektor kehrt für diesen Abend an das Pult des Bayerischen Staatsorchesters zurück.

Die Vier letzten Lieder von Richard Strauss werden an diesem Abend von Sopranistin Camilla Nylund gesungen, die für die ursprünglich geplante Anja Harteros übernimmt. Über ein halbes Jahrhundert nach ihrer Entstehung sind sie zum Inbegriff des Spätwerks geworden. Drei Gedichte von Hesse und eines von Eichendorff boten dem Komponisten die Inspiration, die hohe Frauenstimme mit einem zärtlich behandelten Orchester zu vereinen.
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STADTTHEATER BADEN: KEIN SPIELBETRIEB BIS INKLUSIVE 4. MÄRZ

Bühne Baden | Stadttheater Baden und Sommerarena Baden
Stadttheater Baden. Foto: Christian Husar

Die Lockdown-Verlängerungen begleiten uns leider auch weiterhin.
Aufgrund der jüngsten Kundmachung der Bundesregierung müssen wir alle Veranstaltungen bis inkl. 4. März 2021 absagen.

Ob wir wirklich ab 5. März spielen dürfen, werden die kommenden Pandemie-Wochen zeigen.

Wir bleiben optimistisch – und wiederholen in der Zwischenzeit, quasi als kleines Trostpflaster für unser Publikum, die hochgelobte Stream-Silvesterausgabe von

MARIZA & CO IN CONCERT
von 5. Feb., 19:00 Uhr bis 12. Feb., 19:00 Uhr
abzurufen auf unserer Webseite und unserem YouTube-Kanal

Cornelia Horak, Verena Barth-Jurca, Jerica Steklasa, Reinhard Alessandri, Thomas Malik und Thomas
Zisterer präsentieren die schönsten Melodien aus GRÄFIN MARIZA und anderen Operetten.
Moderation: Benjamin Plautz.
Es spielt das Orchester der Bühne Baden unter der Leitung von Christoph Huber.
Nähere Infos: www.buehnebaden.at
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NEU AUF CD VON ACCENTUS MUSIC

Accentus Music präsentiert Gidon Kremer und das Gewandhaus-Orchester mit einer neuen aufregenden Weinberg-Interpretation

Violinkonzert & Sonate Für Zwei Violine - Kremer, Gidon, Gatti, Daniele,  Gewandhausorchester, Weinberg, Mieczyslaw: Amazon.de: Musik

Mit 22 Sinfonien, 17 Streichquartetten, 9 Konzerten und 7 Opern hat Mieczyslav Weinberg ein umfangreiches Oeuvre hinterlassen. Musikalisch kann man die enge Freundschaftdes Komponisten mit Dmitri Schostakowitschhören, obwohl Weinbergs Musik eher lyrisch und romantisch ist. Dennoch war der Komponist lange Zeit in Vergessenheit geraten.

Gidon Kremer hat sich der Wiederentdeckung von Weinbergs Musik verschriebenIm Februar 2020 führte er Weinbergs Violinkonzert opus 67 mit dem Gewandhausorchester unter Leitung von Daniele Gatti im Rahmen einer Konzertreihe zu Ehren des 100. Geburtstages des Komponisten im Leipziger Gewandhaus auf.

Weinberg vollendete das Konzert 1959 – mit ein Höhepunkt einer seiner kreativsten und erfolgreichsten Phasen der 1950er-Jahre. Das Werk besticht durch seine symphonische Struktur und seine vier Sätze, die für ein Konzert eher untypisch sind. Ebenfalls 1959 komponierte Weinberg die Sonate für zwei Violinen op 69, die Gidon Kremer mit der lettischen Geigerin Madara Petersone, Konzertmeisterin der Kremerata Baltica, einspielte.

Katalognummer ACC30518 (CD)
Veröffentlichung am 15.1.2021
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ORF III am Freitag: „Der Österreichische Film“-Doppel mit Manuel Rubey und Henriette Confurius in „Die Fremde und das Dorf“

 Außerdem: Andreas Prochaskas „Das finstere Tal“ u. a. mit Sam Riley, Tobias Moretti, Paula Beer und Erwin Steinhauer =

Wien (OTS) – ORF III Kultur und Information liefert am Freitag, dem 22. Jänner 2021, in „ORF III AKTUELL“ (9.30 Uhr) wieder einen Überblick über das tagespolitische Geschehen.

Der Freitagabend ist ganz dem „Österreichischen Film“ gewidmet und startet mit „Die Fremde und das Dorf“ (20.15 Uhr) von Regisseur Peter Keglevic aus dem Jahr 2013. Nach einem Erdbeben in ihrer italienischen Heimat steht die junge Lehrerin Rosaria (Henriette Confurius) vor den Trümmern ihrer Existenz. Zur Erholung fährt sie mit einigen Schülerinnen und Schülern für ein paar Tage in eine steirische Gemeinde, in der sie ihr Herz sogleich an den ungestümen Jungbauern Josef (Manuel Rubey) verliert. Doch die Liebe der beiden steht unter keinem guten Stern. Eifersüchteleien zwischen Josef und seinem Bruder Franz (Max von Thun), ein tragischer Unfall und Anfeindungen seitens der Dorfgemeinschaft gefährden Rosarias Aufbruch in ein neues Leben.

Anschließend führt „Der Österreichische Film“ in „Das finstere Tal“ (21.50 Uhr) aus dem Jahr 2014. Die Verfilmung von Thomas Willmanns gleichnamigem Bestseller mit Sam Riley in der Hauptrolle entführt in ein karstiges Alpenhochtal Ende des 19. Jahrhunderts. In der furiosen Mischung aus vielschichtigem Western und packendem Drama sind in weiteren Rollen u. a. Paula Beer, Tobias Moretti, Clemens Schick, Florian Brückner, Erwin Steinhauer und Hans-Michael Rehberg zu sehen. Hinter der Kamera steht das Erfolgsduo Regisseur Andreas Prochaska und Drehbuchautor Martin Ambrosch.
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