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INFOS DES TAGES (FREITAG, 14. SEPTEMBER 2018)

14.09.2018 | Aktuelles

INFOS DES TAGES (FREITAG, 14. SEPTEMBER 2018)

Symposium „Geschichte der Oper in Wien“ in der Wiener Staatsoper – Auftakt zu den Jubiläumsaktivitäten rund um „150 Jahre Opernhaus am Ring“

Mit der Tagung zur Geschichte der Oper in Wien vom 17. bis 19. September 2018 (jeweils ab 9.00 Uhr im Gustav Mahler-Saal) beginnen die zahlreichen Aktivitäten der Wiener Staatsoper rund um ihr 150jähriges Jubiläum, das im Mai 2019 gefeiert wird.

www.wiener-staatsoper.at/150

Beginnend bei der Barockoper befragt unter der Leitung von Oliver Rathkolb dieses hochkarätig besetzte Symposium die wechselnden Situationen, Ausdrucksformen und Umstände des (Wiener) Musiktheaters:

Wer waren die Rezipienten, wie waren die politischen Zustände, was durfte gespielt werden – und was nicht? Wie sah die Spielplanpolitik der einzelnen Direktoren aus – und wie die wirtschaftliche Lage des Hauses? In zahlreichen Einzelvorträgen namhafter Fachleute wird somit eine genaue Bestandsaufnahme der Situation der Wiener Oper und ihres Umfelds vorgenommen – und weit über die Grenzen geschaut.

Die Ergebnisse dieser Tagung sowie zusätzliche Beiträge werden in einem bebilderten Doppelband publiziert, der im Rahmen eines zweiten, kürzeren Tagungsblocks im Mai 2019 präsentiert wird.

Aufgrund der sehr großen Nachfrage – alle Karten waren binnen kürzester Zeit vergeben – hat die Direktion beschlossen, eine größere Anzahl an Zählkarten aufzulegen und die gesamte Tagung live zu streamen. Der Livestream und das detaillierte Tagungsprogramm können direkt über die Homepage der Wiener Staatsoper abgerufen

werden: www.wiener-staatsoper.at

Am 25. Mai 1869 wurde das Haus am Ring mit Mozarts Don Giovanni feierlich eröffnet. Ein Ereignis, das nicht nur die Wiener Öffentlichkeit mit Spannung verfolgte, sondern das auch außerhalb der Grenzen des Habsburgerreichs große Beachtung fand. Seither ist das Opernhaus stets im Blickpunkt des Interesses gestanden: Seit 150 Jahren ist es eine international wichtige Institution und Angelegenheiten der Wiener Oper sind – wie in keiner anderen Stadt weltweit – immer auch öffentliche Angelegenheiten. Um die Geschichte des Hauses am Ring und seine Aufführungsgeschichte richtig lesen zu können, bedarf es einer Verortung des Musiktheaters in Wien, Österreich, Europa. Beginnend bei der Barockoper befragt unter der Leitung von Oliver Rathkolb ein hochkarätig besetztes Symposium im September die wechselnden Situationen, Ausdrucksformen und Umstände des (Wiener) Musiktheaters: Wer waren die Rezipienten, wie waren die politischen Zustände, was durfte gespielt werden – und was nicht? Wie sah die Spielplan politik der einzelnen Direktoren aus – und wie die wirtschaftliche Lage des Hauses?
In zahlreichen Einzelvorträgen wird beim dreitägigen Symposium eine genaue Bestandsaufnahme der Situation der Wiener Oper und ihres Umfelds vorgenommen – und weit über die Grenzen geschaut. Im Mai 2019 ist ein zweiter Symposiums-Block geplant. Die Ergebnisse der September-Tagung sowie zusätzliche Beiträge werden in einem bebilderten Doppelband publiziert.


WIENER STAATSOPER.
IMPRESSIONEN ZUR SPIELZEIT 2017 / 2018
Fotografiert von Michael Pöhn und Ashley Taylor

Die schöne Blondine im himmelblauen Kleid, die am Titelbild der „Staatsopern-Impressionen“ der letzten Spielzeit kauert, würde man zwar nicht für die strahlende Verführerin Dalila halten, aber wir wissen ja, dass „Samson und Dalila“ nicht gerade die Glanzpremiere geworden ist, die man sich vorgestellt hat. Aber neben der Netrebko hält Elina Garanca seit nun schon mehr als einem Jahrzehnt den Status des Superstars, und so ist es logisch, dass die Staatsoper sie auf ihr Titelblatt setzt.

Seit nunmehr vielen Jahren dokumentiert sich die Ära von Dominique Meyer nicht nur mit rund 40 Stream-Übertragungen aus der Wiener Staatsoper (von denen einige glücklicherweise dann doch im Fernsehen landen), sondern auch mit den dickleibigen, viereckigen, „ziegel“-artigen Büchern, in denen sich eine Spielzeit kommentarlos (ohne Vorwort, ohne Nachwort) darstellt. Einzig in ihren Programmzetteln, die jede Besetzungsvariante aufzeigen, und den Fotos, die Michael Pöhn (für die Opern) und Ashley Taylor (Ballett) unermüdlich schießen – von jeder Vorstellung, von allen Besetzungsvarianten. Fakten, Fakten, Fakten. Wobei Bilder auch imstande sind, Inszenierungen in ihrer ganzen Verbogenheit zu desavouieren – etwa den „Trachten-Lohengrin“…

Im Grunde ist es ein Bilderbuch der Stars, Stars, Stars – wie auch anders, Highlights sind unweigerlich mit großen Künstlern verbunden: die Netrebko als Troubadour-Leonora und als Adriana Lecouvreur, Placido Domingo als anteilnehmender Germont, Piotr Beczala als Maurizio und Don José, Roberto Alagna als Otello und Samson, Jonas Kaufmann als Andrea Chenier, Juan Diego Florez als herausfordernder Herzog. Große Leistungen springen aus Bildern – Evelyn Herlitzius als Katja Kabanova, Waltraud Meier als Klytämnestra, Ferruccio Furlanetto als Gremin… man kann immer nur wenige nennen, genau so viele und mehr haben ähnlich große Leistungen erbracht.

Die „Dramaturgie“ der Seitengestaltung setzt auf jene Vergleiche, die Opernfreunde so lieben (denn sie kennen die Werke, sie gehen der Besetzungen wegen in die Oper), und die Gestalter des Buches haben die Sänger schön in ähnlichen Posen nebeneinander gestellt: Da lümmeln Carlos Alvarez und Simon Keenlyside als Almaviva im Lehnstuhl, werfen die Toscas der Adrienne Pieczonka und Angela Gheorghiu ihre herausfordernden Blicke, da konkurrieren die hübschen Damen – Rachel Frenkel und Margarita Gritskova als Rosina, Valentina Nafornita und Aida Garifullina als Musetta, Andrea Carroll und Hila Fahima als Adina.

Wichtig für die Gegenwart und für die Zukunft (da wird man nachschlagen und sagen: Da hat die XY schon die Barbarina, da hat der Z den Antonio gesungen, und heute sind sie Stars) sind die zahlreichen Fotos vom großen Ensemble des Hauses, die vielen jungen Sänger und Sängerinnen, die reich mit Chancen bedacht wurden.

Im allgemeinen konzentrieren sich die Fotografen auf einzelne Künstler, aber bei den Neuinszenierungen sieht man auch vereinzelt die Totale (sehr gut fürs Erinnern). Vom durchaus eindrucksvolle Ringelspiel für „Der Spieler“ bis zur brennenden Bühne im „Freischütz“. Und Ballettfans werden besonders bedacht – gerade ein Buch wie dieses zeigt, wie groß der Anteil des Balletts im Spielplan in der Ära Meyer ist, und da gibt es die Brillanz der Klassik und den stupenden Ausdrucksreichtum der Moderne.

Also: Hinein in den Rückblick!

Renate Wagner

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NIKOLAUS BACHLER NEUER INTENDANT DER OSTERFESTSPIELE SALZBURG

(Heinrich Schramm-Schiessl)

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Kann das gutgehen?

Mir war in dem Moment klar, dass er es wird, als ich hörte, dass Nikolaus Bachler als neuer Intendant der Osterfestspiele zur Diskussion steht. Er gilt als einer im internationalen Opern- und Theatergeschehen bestens vernetzter Mann und hat als Intendant der Bayrischen Staatsoper – egal ob man das, was er gemacht hat, goutiert oder nicht – für Aufsehen gesorgt.

Mit der nunmehr auf ihn gefallenen Entscheidung gehen die Osterfestspiele – und das traue ich mir jetzt bereits zu sagen – unruhigen Zeiten entgegen. Bisher gab es mit Christian Thielemann einen klaren Chef und die jeweiligen Intendanten beschränkten sich auf die administrativen Tätigkeiten und mischten sich nicht in die Programmgestaltung ein. Abgesehen davon, dass jetzt zwei Alphamänner an der Spitze des Festivals stehen, kann ich mir nicht vorstellen, dass Bachler darauf verzichten wird, sich in die Programmatik einzubringen. Damit meine ich nicht die Opernregisseure. Hier war Thielemann schon bisher Pragmatiker und und mehr oder weniger „blind“ für das, was auf der Bühne geschah. Ich glaube aber, dass Bachler möglicherweise die Grundausrichtung der Festspiele in Frage stellen könnte und hier sehe ich Konfliktpotential, zumal die beiden Herren weltanschaulich nicht unbedingt im gleichen Boot sitzen.

Zu guter Letzt kommt noch ein weiterer Aspekt dazu, der zumindest für die weitere Zukunft interessant ist. Bachlers Partner in München war Kirill Petrenko, der jetzt Chefdirigent der Berliner Philharmoniker ist, die ja das Gründungsorchester der Festspiele 1967 unter ihrem damaligen Chef Herbert von Karajan waren, ehe sie dann 2011 eigentlich nur des schnöden Mammons wegen Salzburg den Rücken gekehrt haben und nach Baden-Baden gegangen sind. Den für Salzburg verantwortlichen gelang dann der Coup, Thielemann und die Staatskapelle Dresden zu engagieren, die den Osterfestspielen wieder eine Prägung gaben. Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass Bachler nach Ablauf des Vertrages mit Thielemann und dem Orchester seine Kontakte zu Petrenko spielen lässt und die Berliner nach Salzburg zurückholt, wobei ich nicht glaube, dass das zu begrüßen wäre.

Mit einziger Sicherheit, kann man wieder einmal nur die Nornen aus der „Götterdämmerung“ bemühen: „Weisst Du, wie das wird?“

Heinrich Schramm-Schiessl
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EKATERINBURG/ Russland: Kurzbericht von der Premiere TURANDOT  ONLINE!


Copyright: Olga Kereluk

Zum Premieren-Kurzbericht von Dr. Klaus Billand

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NEUE YOUTUBE-VIDEOS MIT BERND WEIKL WARTEN AUF VERBREITUNG

PLAYLIST

ZUR PLAYLIST

 Gabriele Rossmanith / Bernd Weikl: „Des Knaben Wunderhorn“ (27 Min.) TEIL1

Gabriele Rossmanith/ Bernd Weikl: „Des Knaben Wunderhorn“ (28 Min.) Teil 2

„Der Opernfreund“ – Bernd Weikl-Seit


67. Internationaler Musikwettbewerb der ARD München – Gesangswettbewerb vom 3. bis 12. September 2018 – Finale am 12.9.2018


Die Siegerin Natalya Boeva. Copyright: Daniel Delang

Nun ist er wieder mal entschieden, der Gesangswettbewerb der 67. Ausgabe des seit 1952 ausgetragenen Internationalen Musikwettbewerbs der ARD München, der dieses Jahr auch die Fächer Viola, Klaviertrio und Trompete umfasste.

Im Gesangswettbewerb gewannen im Finale vorgestern Abend folgende Sängerinnen und Sänger:


Gewinnerin:  Natalya Boeva. Copyright: Daniel Delang


Milan Siljanov. Dopyright: Daniel Delang


Ylva Sofia Stenberg. Copyright: Daniel Delang

  1. Preis: Natalya Boeva, Russland, Mezzosopran
  2. Preis: Milan Siljanov, Schweiz, Bass
  3. Preis: Ylva Sofia Stenberg, Schweden, Sopran

              Mingjie Lei, China, Tenor

Publikumspreis: Milan Siljanov

Die aus Sankt Petersburg stammende Natalya Boeva fiel schon in der Vorrunde beim Monolog der Charlotte aus „Werther“ mit ihrem klang- und charaktervollen Mezzo auf, dem sie bei bester Diktion auch viel Ausdruck verlieh. Man konnte umgehend merken, dass hier eine talentierte Opernsängerin auf der Bühne stand, die mit Mozarts „Abendempfindung“ auch bemerkenswerte Lied-Kompetenz an den Tag legte. Im Semifinale glänzte sie neben Händels „But who may abide“  mit einem energisch und mit hoher Musikalität vorgetragenen Komponisten aus „Ariadne auf Naxos“. Hier konnten ihre kräftige Höhe und klangvolle Tiefe beeindrucken. Im Finale zeigten „Es ist vollbracht“ aus der Johannes-Passion ihr perfektes Deutsch und in Brittens „Give him this orchid“ aus „The Rape of Lucretia“ einmal mehr ihr leuchtendes Timbre sowie die Fähigkeit zu melancholischem Ausdruck in der Darbietung. Schließlich riss sie das Publikum mit einem fulminant gesungenen „O don fatale, o don crudel“ der Eboli aus „Don Carlos“ mit. Ich glaube, das war der 1. Preis! Natalya Boeva hat in Sankt Petersburg am staatlichen Rimsky-Korsakov-Konservatorium und an der Ekida Universität studiert und mit einem Bachelor in Chorleitung und Gesang abgeschlossen. Laut Augsburger Zeitung vom 12.9.2018 debutierte sie als Dorabella und trat am Staatlichen Musiktheater Zazerkalie in Sankt Petersburg als Angelina in Rossinis „Cenerentola“ auf, sowie als Noahs Frau in Brittens „Noahs Flut“. In der Sankt Petersburger Eremitage gab sie ihr Debut als Judith in „Herzogs Blaubarts Burg“ und sang beim Rossini Opera Festival in Pesaro die Maddalena in „Il viaggio a Reims“. Boeva ist ab dieser Saison am Staatstheater Augsburg engagiert, wo sie am 16. September als Preziosilla in „La forza del destino“ debutieren wird.

Der 30jährige Schweizer Milan Siljanov konnte schon in der Vorrunde das Publikum mit einer emphatisch gesungenen Registerarie „Madamia, il catalogo è questo“ des Leporello aus „Don Giovanni“ mitreißen, die er kraftvoll, mit guter Resonanz und bestechendem darstellerischem Ausdruck sang. In Gounods „Vous qui faites l’endormie“ aus „Faust“ konnte er dazu seine gute Diktion auch in Französisch unter Beweis stellen. Schon bei diesen beiden Nummern wurde klar, dass er ganz weit kommen würde. Im Semifinale ließ sein „Ni sna, ni otdikha“ des Igor aus Borodins „Fürst Igor“ erkennen, dass noch etwas an der Tiefe gearbeitet werden könnte. Sein Auftritt des Torero aus „Carmen“ und die berühmte Arie „Ella giammai m’amò“ des König Philipp II aus „Don Carlos“ machten jedoch klar, dass Siljanov sich für höhere Weihen empfahl. Großer Publikumszuspruch, der auch im Publikumspreis für ihn resultierte. Man kann ihm durchaus auch einen gewissen Mut bescheinigen, ausgerechnet die große Arie des Philipp zu singen, da Matti Salminen, der sie erst vor wenigen Jahren noch in Salzburg interpretierte, in der Jury saß… Seit 2016 singt Siljanov vornehmlich an der Bayerischen Staatsoper und zuletzt bei den Münchner Opernfestspielen kleine Rollen seines Fachs, u.a. den Nachtwächter in Wagners „Meistersingern“.

Die vergleichsweise junge Schwedin Ylva Sofia Stenberg, die scheinbar noch keine professionellen Engagements hatte, konnte mit einem agilen und facettenreichen Sopran überzeugen. Schon in der Vorrunde bewies sie mit der Arie „O luce di quest’anima“ aus Donizettis „Linda di Chamonix“ ihre großartige Technik und gute Höhe. Mit „Zerfließe, mein Herze“ aus der Johannes-Passion sowie der Arie der Norina „Quel guardo il cavaliere“ aus Donizettis „Don Pasquale“ konnte sie ihre gute Technik und Stimmführung, die ihr auch lange klangvolle Bögen erlaubt, dokumentieren und bestach durch eine einnehmende Mimik, die sie für das Opernsingen qualifiziert. Einen guten Eindruck hinterließ im Finale ihre Arie der Cunegonde aus Bernsteins „Candide“ „Glitter and be gay“, mit der sie Koloraturfähigkeit und große stimmliche Dynamik sowie Ausdruck unter Beweis stellte.

Der ebenfalls noch junge Chinese Mingjie Lei ließ in der Vorrunde mit der Arie des Ferrando aus „Così fan tutte“ „Un‘ aura amorosa“ gute Technik und Stimmführung erkennen. Sein „O blonde Cérès“ aus Berlioz‘ „Les Troyens“ dokumentierte bei großer Ruhe sein klangvolles und baritonal unterlegtes Timbre. Im Semifiale trug er lyrisch zart das „Spirto gentil“ des Fernando aus Donizettis „La Favorita“ mit ansprechender Höhe vor, neben einem gefühlvoll gesungenen Monolog des Flamand aus R. Strauss‘ „Capriccio“ „Kein Andres, das mir so am Herzen loht“. Im Finale jedoch wählte er mit einer Stimme, die mit „Unis dès la plus tendre enfance“ des Pylades aus Glucks „Iphigénie en Tauride“ und Mozarts „Ich baue ganz auf deine Stärke“ des Belmonte aus „Die Entführung aus dem Serail“ eher eine Eignung für das Barockfach zeigt, mit der Arie „Ah! Mes amis…“ des Tonio aus Donizettis „La fille du Régiment“ ein Stück, das offenbar nicht gerade zu seiner Stimme passt. Lei singt seit 2015 in  kleinen Rollen auch schon professionell, zuletzt als Ferrando an der Staatsoper Stuttgart.

Die Jury setzte sich wie folgt zusammen: Dame Ann Murray (Vorsitz); Laura Aikin, John Mark Ainsley, Bernarda Fink, Michael Nagy, Gerhild Romberger und Matti Salminen. Es wurde damit sinnvollerweise besonderer Wert auf die sängerische Aktivität einer bedeutenden Zahl der Jury-Mitglieder gelegt.

Der ARD-Musikwettbewerb ist einer der größten und renommiertesten Wettbewerbe für klassische Musik weltweit. Auch in diesem Jahr nahmen Kandidaten aus allen Kontinenten teil, im Fach Gesang waren es nach zwei Absagen insgesamt 58. Alle Runden waren öffentlich und erfreuten sich sehr großen Publikumszuspruchs. Der Herkulessaal in der Münchner Residenz, in dem das Finale von jeweils zwei Sängerinnen und Sängern am 12. September stattfand, war auch trotz Eintrittspreisen (die ersten beiden Runden, fünf Termine, waren eintrittsfrei) fast völlig besetzt.

Einige große Sängerkarrieren nahmen beim ARD-Gesangswettbewerb ihren Ausgang, so unter anderen jene von Jessye Norman 1968, Francisco Araiza und Thomas Quasthoff. Interessant ist, dass der ARD-Wettbewerb auch eine Vorgeschichte hat. Beim 1947-1950 vom Frankfurter Rundfunk ausgetragenen „Wettbewerb für junge Solisten“ wurden gleich zu Beginn zwei dann bald zur internationalen Elite gehörende Frauenstimmen entdeckt, Christa Ludwig und Erika Köth! Seit 2001 wird durch die Vergabe von Kompositionsaufträgen an prominente Komponisten auch die zeitgenössische Musik gestärkt. Diesmal war es die Auftragskomposition „Zwei Grabschriften upon Epitaphs by Nelly Sachs“ mit den Sätzen II – „Die Malerin“ und III – „Der Besiegte“, von Stefano Gervasoni (geb. 1962). Sie wurde durch die Ernst von Siemens Musikstiftung finanziert.

Für das Fach Gesang wurden Sänger der Jahrgänge 1986 bis 1998 zugelassen, eine m.E. recht weit gefasste Bandbreite. Es gab 264 Bewerbungen, von denen nach einer Vorauswahl über Tonträger 80 eingeladen wurden und eben 58 letztlich teilnahmen. Auffallend war wieder der hohe und damit auch höchste Anteil der Teilnehmer aus Südkorea mit 17, die so über 28% der Kandidaten stellten, was sicher mit der intensiven Musikerziehung in diesem Land zusammen hängt. Anders als oftmals zuvor kam aber niemand von ihnen ins Finale. Auffallend ist auch, dass es nur einen Kandidaten, einen Countertenor, aus Italien gab. Wo bleibt der sängerische Nachwuchs aus dem Mutterland der Oper?! Auch aus Skandinavien nahm weniger als eine Handvoll teil und aus Österreich und Frankreich gar nur jeweils einer bzw. eine! Dafür war Deutschland recht gut vertreten.

Wenn man in der Ausschreibung liest, dass die Einladung zu diesem Wettbewerb sich an junge Musiker richtet, die bereit sind, eine internationale Karriere anzutreten, so ist doch kritisch anzumerken, dass die and kein Qualifikationskriterium gebundene Alters-Bandbreite von 20 bis 32 Jahren zu weit gefasst ist. Es war beispielsweise ein weißrussischer Kandidat darunter, der mit über 32 schon seit 2014 regelmäßig international singt, beispielsweise den Monterone oder den Bartolo und im November im „Ring“ an der Hamburgischen Staatsoper gar den Fafner. Wenn man nun beispielsweise eine viel jüngere hoffnungsvolle Sopranistin hört, die beim Abschluss ihrer Studien oder kurz danach steht, aber noch nicht professional auftritt, dann erscheint die gleichberechtigte Teilnahme eines solchen schon weit fortgeschrittenen Kandidaten zumindest diskussionswürdig. Er oder sie schneiden den jungen Nachwuchssängern, die man mit dem Wettbewerb ja gerade entdecken will, die Gewinn- und damit Profilierungschancen ab. Vielleicht sollte man den Wettbewerb doch zeitlich in zwei 6jährige Perioden oder in zwei Kategorien für die Fortgeschrittenen und die erst noch Beginnenden aufteilen. Das erschiene mir adäquater als die derzeitige Lösung, die das angestrebte Ziel des Wettbewerbs beim Gesang nur suboptimal angeht.

Klaus Billand

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OPER FRANKFURT: KURZFILM ZU „TRI SESTRY“ FREIGESCHALTET

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Copyright: Oper Frankfurt/Monika Rittershaus

der Kurzfilm von Thiemo Hehl zur Frankfurter Erstaufführung von Peter Eötvös’ Tri sestry / Drei Schwestern (Musikalische Leitung: Dennis Russell Davies und Nikolai Petersen; Inszenierung: Dorothea Kirschbaum) im Internetauftritt der Oper Frankfurt ist freigeschaltet: 

https://oper-frankfurt.de/de/mediathek/?id_media=162

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DAS WELTTHEATER DES HANS SISA (Musik und Bühne / Graphik/ Malerei/ Skulptur)

am Samstag, 22. September 2018 um 16 h im Kunstmuseum Waldviertel (3943 Schrems, Mühlgasse 7a)

www.daskunstmuseum.at

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Das Kunstmuseum Waldviertel widmet dem vielseitigen Künstler Hans Sisa zum 70. Geburtstag die große Jubiläumsausstellung „Das Welttheater des Hans Sisa. Musik und Bühne ∙ Graphik ∙ Malerei ∙ Skulptur“.

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The Royal Opera – Wagners „Die Walküre“ mit Starbesetzung live im Kino am 28.10.2018

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Mit einer kompletten Aufführung von „Die Walküre“ aus der Tetralogie „Der Ring des Nibelungen“ von Richard Wagner startet The Royal Opera am Sonntag, den 28. Oktober 2018 in ihre Saison der Kino-Liveübertragungen. Wie zuvor „Mayerling“, das die Live-Übertragungen 2018/19 von The Royal Ballet eröffnete, wird „Die Walküre“ live in den Kinos in Deutschland und Österreich sowie weltweit übertragen. Besetzt ist die Produktion aus der Hand von Keith Warner mit einem internationalen Staraufgebot: Nina Stemme als Brünnhilde, Stuart Skelton (Siegmund), Emily Magee (Sieglinde) und John Lundgren (Wotan) u.v.m. Der Musikdirektor von The Royal Opera, Antonio Pappano, steht am Pult.

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Die Walküre, Bryn Terfel als Wotan. © ROH 2012 Foto: Clive Barda

„Die Walküre“ gehört zu Keith Warners spektakulärer Inszenierung des „Ring des Nibelungen“, deren einzelne Abende am Royal Opera House im Laufe der Jahre 2004-06 zu sehen waren und viel Aufsehen erregten. Jetzt steht sein kompletter „Ring“-Zyklus in der nunmehr zweiten Wiederaufnahme auf dem Programm und eröffnet ab 24. September die Opern-Saison 2018/19 des Hauses.

„Die Walküre“ ist die zweite und wohl bekannteste Oper der „Ring“-Tetralogie, zu der das Vorspiel „Das Rheingold“, sowie die Abende „Siegfried“ und „Götterdämmerung“ als weitere Teile gehören. Die hochkomplexe Handlung entspinnt sich weiter um Wotans Versuche, den machtverleihenden Ring des Nibelungen zurück zu erlangen und seinen Sohn Siegmund dafür zu instrumentalisieren. Dieser ist in tragischer Liebe zu seiner Zwillingsschwester Sieglinde entbrannt, von der er nach der Geburt getrennt wurde und die er als solche nicht erkannte. Entgegen Wotans Befehl tritt seine Lieblingstochter, die Walküre Brünnhilde, für Siegmund ein, kann seinen Tod aber nicht verhindern. Sie rettet jedoch die verzweifelte, schwangere Sieglinde und wird von Wotan für ihren Ungehorsam auf den Walkürenfelsen gebannt. Von ewigem Feuer umgeben, soll sie dort schlafen, bis ein furchtloser Sterblicher sie erlösen wird. Der „erste Tag“ von Wagners „Bühnenfestspiel für drei Tage und einen Vorabend“ weist die Handlung aus einer verblassenden Götterwelt hin zu den Menschen. Wotans schrittweise Selbstfindung und finale Resignation stehen im Zentrum der Produktion, die Keith Warner für die Royal Opera im Jahr 2005 inszenierte.

Die Kino-Übertragungen aus dem Royal Opera House bieten den Zuschauern die besten Plätze überhaupt, exklusiven Einblick hinter die Kulissen, Interviews und faszinierende Nahaufnahmen der Sänger und Tänzer in Aktion. In der Saison 2017/18 sahen über eine Million Menschen auf der ganzen Welt eine hochkarätige Opern- oder Ballettaufführung in einem von über 1500 Kinos in 51 Ländern. Viele Kinos zeigen die Oper auch als Aufzeichnung in den Wochen nach der Liveübertragung.

„Die Walküre“ beginnt bereits um 18.00 Uhr und dauert 4 Stunden und 50 Minuten, inklusive zweier Pausen. In der nächsten Live-Übertragung zeigt The Royal Ballet Natalia Makarovas Produktion des russischen Ballettklassikers „La Bayadère“ von Marius Petipa am Dienstag, den 13. November 2018.

Social Media: #ROHring

Die Produktion „Die Walküre“ der The Royal Opera wird am 28. Oktober 2018 in den teilnehmenden Kinos in Deutschland und Österreich live gezeigt. Mehr Informationen zu Terminen und teilnehmenden Kinos unter www.rohkinotickets.de

Die Kino-Live-Übertragungssaison des Royal Opera House

Das Royal Opera House feiert im Jahr 2018 das 10-jährige Bestehen seiner Kino-Live-Übertragungen, mit denen es den Weg bereitete, hochkarätigste Opern- und Ballett-Aufführungen Zuschauern in der ganzen Welt nahe zu bringen. 2017/18 war die bisher erfolgreichste Kino-Saison des Royal Opera House mit mehr als einer Million verkaufter Tickets weltweit, darunter an mehr als 500 Veranstaltungsorten in ganz Großbritannien.

Das Royal Opera House verzeichnet einen enorm wachsenden Einfluss unabhängiger Kinos, die zum jetzigen Zeitpunkt mehr als die Hälfte seines Netzwerks in Großbritannien ausmachen. Auf internationaler Ebene ermöglicht eine Partnerschaft mit Trafalgar Releasing die Ausstrahlung der Produktionen in bis zu 1000 Kinos in 50 Ländern.

Dem Publikum stehen darüber hinaus umfangreiche Live-Stream- und On-demand-Inhalte über den Royal Opera House YouTube-Kanal zur Verfügung, der einer der am meisten abonnierten YouTube-Kanäle der Kunstorganisationen der Welt ist.

Programm der Saison 2018/19

The Royal Ballet
MacMillan: MAYERLING
LIVE: Montag, 15. Oktober 2018 (20.15 Uhr)

The Royal Opera
Wagner: DIE WALKÜRE
LIVE: Sonntag, 28. Oktober 2018 (18.00 Uhr)

The Royal Ballet
Petipa: LA BAYADÈRE
LIVE: Dienstag, 13. November 2018 (20.15 Uhr)

The Royal Ballet
Wright: DER NUSSKNACKER
LIVE: Montag, 3. Dezember 2018 (20.15 Uhr)

The Royal Opera
Tschaikowsky: PIQUE DAME
LIVE: Dienstag, 22. Januar 2019 (19.45 Uhr)

The Royal Opera
Verdi: LA TRAVIATA
LIVE: Mittwoch, 30. Januar 2019 (19.45 Uhr)

The Royal Ballet
Acosta/Petipa: DON QUIXOTE
LIVE: Dienstag, 19. Februar 2019 (20.15 Uhr)
The Royal Opera
Verdi: LA FORZA DEL DESTINO (DIE MACHT DES SCHICKSALS)
LIVE: Dienstag, 2. April 2019 (19.15 Uhr)

The Royal Opera
Gounod: FAUST
LIVE: Dienstag, 30. April 2019 (19.45 Uhr)

The Royal Ballet
TRIPLE BILL
Pite: FLIGHT PATTERN / Wheeldon: WITHIN THE GOLDEN HOUR /
Cherkaoui: NEW WORK
LIVE: Donnerstag, 16. Mai 2019 (20.15 Uhr)

The Royal Ballet
MacMillan: ROMEO UND JULIA
LIVE: Dienstag, 11. Juni 2019 (20.15 Uhr)

Viele Kinos zeigen auch Aufzeichnungen in den Wochen nach der Liveübertragung.
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SEATTLE OPERA: Sit down for The Turn of the Screw—if you dare!

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With a 13-year-old lead, Seattle Opera’s eerie show weaves a tale of ambiguity, loss of innocence

Oct. 13-27, 2018

McCaw Hall

SEATTLE—As Halloween approaches, the movies aren’t the only place for a thrill in a darkened theater. This October, a ghost story will come alive through live music at Seattle Opera’s The Turn of the Screw directed by Peter Kazaras and conducted by Maestro Constatin Trinks. Set in an old mansion in the countryside, Britten’s opera depicts a tale of haunted children that fans of Stranger Things, The Shining, and The Sixth Sense would love.  

An unnamed Governess moves to an English country house to take care of two siblings, Miles and Flora, only to experience supernatural goings-on, and ominous whispers about the past. As she gets to know her young charges the Governess becomes increasingly convinced they are suffering some form of demonic possession. Britten dials up audiences’ adrenaline by leaving no easy answers: Are Peter Quint and Miss Jessel actual ghosts, returned from the dead, or are they products of the Governess’s hysteria? Are the children demonically possessed, neglected victims of abuse, or just normal mischievous kids? Britten was fascinated by the mysteries of human behavior. What makes people act as they do? What hidden forces compel their choices? His operas (The Rape of Lucretia, Billy Budd, and Peter Grimes to name a few) were filled with moral ambiguities and loss of innocence, and The Turn of the Screw is a perfect example.

Alternating in the role of Miles are two 13-year-old boy-sopranos making Seattle Opera debuts: Rafi Bellamy Plaice of England, who was named the BBC Radio 2 Chorister of 2017, and Forrest Wu of Seattle who sings with the Northwest Boychoir. Inspired by the ethereal qualities of the adolescent voice, Britten’s operas often gave children opportunities to sing just as much as their adult co-stars.

“This piece offers a chance to see incredible young singers holding their own with adult professionals—not something you see every day in opera,” said Aren Der Hacopian, Seattle Opera’s Director of Artistic Administration and Planning, who helped cast the show. “When a storyteller adds a plot twist to create tension, this can be referred to as a ‘turn of the screw.’ These accomplished young artists play a big role in creating that scary and suspenseful experience.”

The cast also includes four singers returning to McCaw Hall. Cuban American soprano Elizabeth Caballero, who most recently sang here as Donna Elvira in Don Giovanni (2014), returns as the Governess. Frequent performer on The Metropolitan Opera stage Maria Zifchak, Ragonde in Seattle Opera’s Count Ory (2015), returns as the housekeeper Mrs. Grose. Starring as the two ghosts-in-residence, Peter Quint and Miss Jessel are Ben Bliss and Marcy Stonikas respectively. British/Iranian soprano Soraya Mafi makes her Seattle Opera debut as Miles’ sister, Flora.  

 The Turn of the Screw opens Saturday, Oct. 13 and runs through Saturday, Oct. 27. Tickets are available online at seattleopera.org, by calling 206.389.7676, or in person at the box office located at 1020 John Street (two blocks west of Fairview). Box office hours are Monday-Friday between 9 a.m. and 5 p.m. Groups save at least 20 percent: 206.676.5588 or groups@seattleopera.org.

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 The Turn of the Screw 

Music by Benjamin Britten 

Libretto by Myfanwy Piper

In English with English captions
Marion Oliver McCaw Hall

Performances: October 13, 14, 17, 20, 24, 26, and 27, 2018

Approximate Running Time: 2 hours and 15 minutes including one intermission
Evening performances begin at 7:30 p.m., Sunday matinee at 2:00 p.m.
Premiere: Teatro la Fenice, Venice; September 14, 1954

Cast:

Governess                      Elizabeth Caballero
Peter Quint                     Ben Bliss
Mrs. Grose                      Maria Zifchak
Miss Jessel                     Marcy Stonikas
Flora                               Soraya Mafi*
Miles                               Rafi Bellamy Plaice* (Oct. 13, 17, 24, & 27 / Forrest Wu* (Oct. 14, 20, & 26)

Conductor                       Constantin Trinks* 
Director                          Peter Kazaras 
Set Designer                   Robert Dahlstrom
Projection Designer          Adam Larsen
Costume Designer           Deborah Trout
Lighting Designer            Connie Yun

* Company Debut

Production Sponsor: Marks Family Foundation
Performance Sponsor: October 13
In Memory of Mary Lou Everett

Artist Sponsor:
Stephen Sprenger
Rafi Bellamy Plaice

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Zum 80. Geburtstag von Romy Schneider: Ein ORF-Programmschwerpunkt in TV und Radio

Ab 17. September in ORF 2, ORF III, 3sat und Ö1 =

Wien (OTS) – Am 23. September 2018 jährt sich der Geburtstag von Romy Schneider zum 80. Mal – der ORF widmet der unvergessenen Schauspielerin einen Programmschwerpunkt in TV und Radio: Bereits am 17. September ist der Mythos Romy Schneider Thema im „kulturMontag“, es folgen TV-Porträts, Dokumentationen und Filmklassiker in ORF 2, ORF III und 3sat – darunter u. a. das Porträt „Romy – La Rose“ über das faszinierende Leben Schneiders von Lisbeth Bischoff, der beliebte „Sissi“-Dreiteiler, „Der Swimmingpool“, „Monpti“, ihr letzter Film „Die Spaziergängerin von Sans-Souci“ und ein „Kultur Heute Spezial“ in ORF III. Eine Ausgabe der Ö1-„Hörbilder“ stellt die Frage „Wer bist Du, Romy?“.

Der Programmschwerpunkt im Detail:

Montag, 17. September, ab 22.30 Uhr, ORF 2 „kulturMontag“: 80. Geburtstag Romy Schneider – Der Mythos lebt

Zum 80. Geburtstag von Romy Schneider wird u. a. Alice Schwarzers Biografie über die österreichische Schauspiellegende mit bisher unbekanntem Material neu aufgelegt. Der „kulturMontag“ berichtet über neue Perspektiven des Mythos Romy Schneider.

Montag, 17. September, 0.00 Uhr, ORF 2 “Romy – La Rose”

Die Dokumentation von Lisbeth Bischoff zeigt das faszinierende Leben der letzten Diva des 20. Jahrhunderts, deren Schönheit und tragisches Schicksal die Fantasien von Millionen beschäftigt. Rast- und ruhelos war sie auf der Suche nach Anerkennung, nach geistiger Anregung und dem familiären Glück.

Freitag, 21. September, 0.05 Uhr, ORF 2 „Die Spaziergängerin von Sans-Souci“

Romy Schneiders letzter Film, in dem sie eine Doppelrolle übernahm: Paris, 1981. Menschenrechts-Aktivist Max Baumstein (Michel Piccoli) erschießt scheinbar grundlos den Botschafter Federico Lego. Vor dem Prozess erzählt er seiner jungen Frau Lina (Romy Schneider) die Vorgeschichte seiner Tat: In Berlin, im Jahre 1933, haben die Nazis seinen Vater kaltblütig ermordet.

Samstag, 22. September, 9.35, 11.15 und 13.10 Uhr, ORF 2 „Sissi“, „Sissi, die junge Kaiserin“ und „Sissi – Schicksalsjahre einer Kaiserin“

Romy Schneider in jener Rolle, die sie berühmt machte: An der Seite von Karlheinz Böhm eroberte sie als junge Kaiserin die Herzen des Fernsehpublikums. In weiteren Rollen spielten 1955, 1956 und 1957 u. a. Magda Schneider, Josef Meinrad und Gustav Knuth unter der Regie von Ernst Marischka.

ORF-III-Schwerpunkt von 21. bis 23. September

ORF III widmet Romy Schneider einen umfangreichen Programmschwerpunkt mit Dokumentationen, einer Auswahl ihrer beliebtesten Filme und einem „Kultur Heute Spezial“, das am Freitag, dem 21. September, um 19.45 Uhr den Auftakt des Programmreigens bildet. Am Samstag, dem 22. September, steht Romy Schneider in zahlreichen „Romy Schneider Spezial“-Ausgaben bereits ab 15.00 Uhr im Mittelpunkt, beginnend mit Alfred Weidenmanns Film „Scampolo“ (15.00 Uhr) aus dem Jahr 1958. In „Monpti“ (16.45 Uhr) verliebt sich Anne-Claire (Romy Schneider) in einem Pariser Park in einen jungen Studenten und Zeichner (Horst Buchholz), den sie Monpti („mein Kleiner“) nennt. Biografisch wird es in „Romy – Der Film“ (18.25 Uhr) von Regisseur Torsten C. Fischer aus dem Jahr 2009. Jessica Schwarz verkörpert in dieser Filmbiografie den Aufstieg zum Inbegriff der Sinnlichkeit – von der „Sissi“ zur Diva – und ihre Suche nach dem privaten Glück. Im Hauptabend folgt in der „zeit.geschichte“ die Dokumentation „Die letzten Tage einer Legende: Romy Schneider“ (20.15 Uhr) von Bertrand Tessier. Anschließend folgt Andrzej Zulawskis Film „Nachtblende“ (21.05 Uhr) über die erfolglose Schauspielerin Nadine, die Soft-Pornos dreht, um sich über Wasser zu halten. Der Samstag schließt mit „Die Liebe einer Frau“ (22.55 Uhr) von Costa-Gavras. Am Sonntag, dem 23. September, startet das „Romy Schneider Spezial“-Programm bereits ab 9.00 Uhr mit „Robinson soll nicht sterben“ von Josef von Báky aus dem Jahr 1956. Die Dokumentation „Romy – La Rose“ (10.35 Uhr) von Lisbeth Bischoff wirft anschließend einen Blick auf das faszinierende Leben der letzten Diva des 20. Jahrhunderts, deren Schönheit und Schicksal die Fantasie von Millionen beschäftigt. Nach dem Remake des Stummfilmklassikers „Der letzte Mann“ (16.50 Uhr) schließt der Schwerpunkt mit „Wenn der weiße Flieder wieder blüht“ (18.35 Uhr) von Hans Deppe aus dem Jahr 1953.

Samstag, 22. September, 9.05 Uhr, Ö1 „Hörbilder“: Wer bist Du, Romy? Annäherung an eine geschundene Seele Hörstück von Barbara Braun und Peter Waldenberger

Romy Schneider, oder schlicht und distanzlos „Romy“, das ist ein Name, der längst zu einem Mythos geworden ist. Ein Mythos, der vor allem mit einer sagenhaften Schauspiel-Karriere, mit Glamour, aber auch mit zahlreichen privaten Tragödien in Verbindung gebracht wird. Gegen viele dieser Schlagworte oder auch Zuschreibungen setzte sich die 1938 in Wien geborene Künstlerin immer wieder – erfolglos – zur Wehr. Dennoch bleibt das meiste davon untrennbar mit ihrer Biographie verbunden. In eine bekannte, über mehrere Generationen reichende Schauspieler-Familie hineingeboren, war Rosemarie-Magdalena Albach, so ihr bürgerlicher Name, wohl prädestiniert für die Schauspielerei. Schon als junges Mädchen erkannte sie allerdings die Ambivalenz des Vor-der- Kamera-Stehens, das sie mit einer Sucht, „einem süßen Gift“ verglich.

Trotzdem widmete „Romy“ von ihrem 14. Lebensjahr an bis zu ihrem rätselhaften Tod im Alter von nur 43 Jahren einen Großteil ihres Lebens dem Film. Am 23. September 2018 wäre Romy Schneider 80 Jahre alt geworden. Ein theatrales Porträt über das kurze Leben und den langen Nachruhm eines Weltstars, das einige wenig bekannte Aspekte in Leben und Werk der Künstlerin verhandelt.

Fünfteilige Romy-Schneider-Reihe in 3sat

Am Freitag, dem 21. September, spielt um 22.25 Uhr in „Der Swimmingpool“ das einstige Traumpaar der 1950er Jahre – Romy Schneider und Alain Delon – gemeinsam in der zum Klassiker avancierten Vierecksgeschichte um Liebe, Eifersucht und Hass. Am Samstag, dem 22. September, folgt um 17.15 Uhr der Heimatfilm „Die Deutschmeister“. Der Film „Romy – La Rose“ (Samstag, 22. September, 23.00 Uhr) zeigt das Leben der letzten Diva des 20. Jahrhunderts und Hans Jürgen Syberbergs Dokumentarfilm „Romy – Porträt eines Gesichts“, am Sonntag, dem 23. September, um 12.00 Uhr, bietet einen faszinierenden Blick auf die 27-jährige Romy Schneider, die sich damals auf der Suche nach ihrem künstlerischen Selbstverständnis befand. An der Seite von Christopher Plummer und Gert Fröbe spielt Romy Schneider in dem actionreichen Film „Spion zwischen zwei Fronten“ am Sonntag, dem 23. September, um 16.15 Uhr.

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