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INFOS DES TAGES (FREITAG, 12. MÄRZ 2021)

12.03.2021 | Aktuelles

INFOS DES TAGES (FREITAG, 12. MÄRZ 2021)

MÜNCHEN/ BAYERISCHE STAATSOPER: ONLINE-MATINEE zu DER ROSENKAVALIER

MONTAGSSTÜCK X | Bayerische Staatsoper

Staatsintedant Nikolaus Bachler spricht anlässlich der Einführungsmatinee zu der Neuprodiuktion von Der Rosenkavalier mit dem designierten Generalmusikdirektor Vladimir Jurowski, Regisseur Barrie Kosky, Sopranistin Marlis Petersen – sie singt in der Rolle der Feldmarschallin – und Dramaturg Nikolaus Stenitzer.
Musikalisch wird die Matinee von zwei der berühmten Stücken aus dem Rosenkavalier umrahmt: Tenor Galeano Salas (Sänger), begleitet von Vladimir Jurowski am Klavier, Jakob Spahn (Cello) und Paolo Taballione (Flöte), interpretiert „Di rigori armato il seno“ aus dem ersten Akt der Oper. Das Duett zwischen Sophie und Octavian, „Mit ihren Augen voll Tränen“, aus dem 2. Akt singen Sopranistin Katharina Konradi und Samantha Hankey. Sie werden ebenfalls von Vladimir Jurowski am Klavier begleitet.

ONLINE-MATINEE: DER ROSENKAVALIER
So, 14. März 2021, 11.00 Uhr
Kostenfreier Stream
www.staatsoper.tv

Marlis Petersen, Christof Fischesser und Samantha Hankey
Szenenfoto aus dem neuen Münchner „Rosenkavalier“: Marlis Petersen, Christoph Fischesser, Samantha Hankey. Foto: Bayerische Staatsoper/ Wilfried Hösl

Im Anschluss kostenlos als Video-on-Demand verfügbar.
www.staatsoper.de/on-demand

 

MONTAGSSTÜCK XVIII: IL SIGNOR BRUSCHINO

Es ist immer wieder dasselbe: Da vereinbaren zwei ältere Herren die Heirat ihrer Kinder, ohne es für nötig zu halten, die jungen Leute vorher nach ihrer Meinung zu fragen. Meist ein fatales Unterfangen, wie auch in Gioachino Rossinis Il Signor Bruschino. Sofia möchte nicht den ihr unbekannten Sohn des Herrn Bruschino zum Mann nehmen, sondern Florville; den kennt sie nicht nur, sie liebt ihn auch. Ihr Vormund Gaudenzio sieht Florvilles Vater aber als seinen Erzfeind an und würde dieser Verbindung nie zustimmen. Als Florvilles Vater jedoch stirbt, hofft sein Sohn, dass man damit auch die alte Fehde begraben wird. Gaudenzio hat in der Zwischenzeit Sofia bereits dem Sohn des Bruschino versprochen. Der vorgesehene Bräutigam häuft letztlich aber derart viele Schulden im Gasthaus an, dass der Wirt ihn im Zimmer einsperrt. Florville witter seine Chance: Er gibt sich als sein eigener Rivale aus und will den alten Herrn eine List unterbreiten.

In seiner frühen Oper Il Signor Bruschino, die er 1813 fürs Teatro San Moisè in Venedig komponiert hat, spielt Rossini mit Typen der Commedia dell’arte und schreibt ein witziges Stück über den kreativen Umgang mit der Realität und der Suche junger Menschen nach ihrem Platz in der Welt. Oder, wie Gaudenzio es ausdrückt: „Im großen Welttheater sucht jeder nach seinem Glück. Und mag es ihm noch so gut gehen, der Mensch ist nie zufrieden. Seien wir also frohgemut und genießen wir das, was kommt. Und mögen unsere Herzen in Freude und Vergnügen erstrahlen.“

Marcus H. Rosenmüller, als Regisseur von Kinofilmen, Fernsehdokumentationen und Nockherberg-Singspielen eine Instanz, hat 2015 an der Bayerischen Staatsoper erstmals eine Oper, Le comte Ory mit dem Opernstudio, inszeniert und erarbeitet im Montagsstück XVIII seine zweite Musiktheaterproduktion mit einem bestechenden Belcanto-Gesangsensemble. Die musikalische Leitung hat der Rossini-Kenner Antonio Fogliani. Es singen unter anderem Emily Pogorelc (Sofia), Andres Agudelo (Bruschino figlio), Josh Lovell (Florville) sowie Edwin Crossley-Mercer (Filiberto).

Der Live-Stream wird, wie alle anderen Montagsstücke, auf STAATSOPER.TV übertragen und ist ab dem darauffolgenden Mittwoch für 30 Tage als Video-on- Demand erhältlich.

MONTAGSSTÜCK XVIII: IL SIGNOR BRUSCHINO
Mo, 22. März 2021, 20.15 Uhr
Kostenfreier Live-Stream auf
www.staatsoper.tv

Ab Mi, 24. März, 19.00 Uhr für 30 Tage on Demand erhältlich.
Ein 24-Stunden-Ticket kostet 9,90 Euro.
www.staatsoper.de/on-demand
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Pandemiemaßnahmen Anno 1831

Geschätzte Redaktion,

wie Sie wissen, beschäftige ich mich ja immer wieder mit der Opernszene in den 1830er-Jahren und habe gerade einen sehr interessanten Brief vor mir, den Domenico Ferri, geschätzter Bühnenbildner der Pariser Oper, am 12. August 1831 an seinen Freund Domenico Donzelli schrieb, der gerade aus Paris abgereist war, um kurz darauf als Pollione an der Mailänder Uraufführung der „Norma“ mitzuwirken.

ferri an donzelli 1831

Wenigstens die Nachschrift dieses Briefs möchte ich Ihnen nicht vorenthalten (anbei, die letzten vier Zeilen), Ferri schreibt: „Le ultime lettere ricevute dal Italia unitamente alla vostra sono bagnate dentro l‘aceto taliate e profumate Idio ci salvé dal collera morbus volio credere che siano precauzioni e giuste misure… – Die letzten Briefe aus Italien wie auch den Ihrigen hat man in Essig gebadet, aufgemacht und ausgeräuchert. Möge Gott uns vor der Collera (sic!) bewahren – ich möchte so sehr daran glauben, dass das die richtigen Vorsichtsmaßnahmen sind…“

Alles schon mal dagewesen… 🙂

Univ.Prof. Dr. Peter Reichl
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LINZER LANDESTHEATER: EINLADUNG ZUR ERSTEN NETZBÜHNE-PREMIERE | TANZ

LIEBESBRIEFE | TANZABEND VON MEI HONG LIN

COLLAGE AUS MUSIK VON ELENI KARAIDROU, KOLSIMCHA, KRONOS QUARTET, HEITOR VILLA-LOBOS UND ANDEREN

NETZBÜHNE-ONLINE-PREMIERE SA 13. MÄRZ 2021, AB 19.30 UHR, NETZBÜHNE

Yu-Teng Huang in „Liebesbriefe“
Yu-Teng Huang © Vincenzo Laera

Anbei finden Sie Informationen anlässlich unserer ersten Netzbühne-Premiere von der großen Bühne des Schauspielhauses des Landestheaters Linz am 13. März ab 19.30 Uhr. „Liebesbriefe“ ist ein sehr persönlicher, stiller und intimer Tanzabend von Tanzdirektorin Mei Hong Lin aus dem Gefühl der Sprachlosigkeit heraus. Die choreografischen Briefe beginnen dort, wo die Sprache aufhört: „… ich kann mit Worten Dir’s nicht sagen“ (Alma Mahler). In collagenartigen Miniaturen sendet Mei Hong Lin eine Botschaft an ihre Mitmenschen, in Zeiten der Krise. Was geschieht in dieser Welt und welche Bedeutungen hat(te) es? Als Reaktion auf Gefühle von Macht- und Hilflosigkeit, konfrontiert mit einer Situation des Stillstands und der Ohnmacht, dem Einschränken von Freiheitsrechten, reagiert Mei Hong Lin mit einer choreografischen Auseinandersetzung.

Ihre „Liebesbriefe“ möchte Mei Hong Lin als Trost, als Aufarbeitung und als Motivation zum Neubeginn verstanden haben. Ihr Tanzabend zeigt aber vor allem eines: Es gibt Hoffnung und eine neue Schöpferkraft – immer und überall.

Stream a dream! Starten Sie das Theater-Abenteuer auf http://bit.ly/ltl_netzbühneangebot!
Nach der Online-Premiere ist „Liebesbriefe“ vier Wochen on demand zu buchen.

Zusätzlich zum Stream gibt es auch eine Stückeinführung von Tanzdramaturgin Roma Janus, Begrüßungsworte von Tanzdirektorin Mei Hong Lin sowie ein Online-Programmheft.

LIEBESBRIEFE
TANZABEND VON MEI HONG LIN
COLLAGE AUS MUSIK VON ELENI KARAIDROU, KOLSIMCHA, KRONOS QUARTET, HEITOR VILLA-LOBOS UND ANDEREN

Netzbühne-Online-Premiere Samstag, 13. März 2021, ab 19.30 Uhr
Netzbühne

Choreografie und Inszenierung Mei Hong Lin
Bühne und Kostüme Dirk Hofacker
Dramaturgie Roma Janus

 mit Rie Akiyama, Kayla May Corbin, Mireia González Fernández, Shao-Yang Hsieh, Yu-Teng Huang, Pavel Povrazník, Lorenzo Ruta, Safira Santana Sacramento, Nicole Stroh, Pedro Tayette, Evi van Wieren, Shang-Jen Yuan

Landestheater Linz
Telefon    +43 732 7611 321

Internet   www.landestheater-linz.at
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NEUE OPER IN DÜSSELDORF – WAS SONST?… Gastkommentar  „Der Opernfreund“  / Peter Bilsing/ www.deropernfreund.de

https://www.zeit.de/news/2021-03/11/duesseldorf-soll-neues-opernhaus-bekommen

Der Bürgermeister schein unseren OPERNFREUND zu lesen, denn das Folgende schrieb ich vor ein paar Wochen in unserem KONTRAPUNKT

Mir fehlt was…

Liebe Opernfreunde. Die unfassbare Naivität, mit der ich täglich Pressemitteilungen präsentiert bekomme  im Tenor „Wir fordern..“ oder „bald geht es wieder los, alles wie früher“, ärgern mich. Wie kann man so blind sein? So weltfremd? So naiv? Oder ist das Zweckoptimismus? Ich prognostiziere, dass wenn sich nicht Grundlegendes im Denken der Menschen ändert, mehr als die Hälfte aller Opernhäuser in absehbarer Zeit zugemacht werden müssen. Das Licht, welches ich am Ende des Tunnels sah, wird immer dunkler.

Unser protestierender Ärger über den aktuell zeitlichen Wegfall unseres Luxushobbys sollte sich besser gegen die Idioten und Ignoranten richten, die weiterhin z.B. ungestraft in der Berliner U-Bahn oder anderswo ohne Maske reisen. Die weiterhin Partys feiern, weil sie sonst angeblich nicht leben können. Oder gegen die sogenannten „Querdenker“ – ja was ist denn das für eine Bezeichnung für total Verwirrte. Sind das alles Spinner, Sektierer und Ufologen?

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Copyright: Der Opernfreund

Die menschliche Unvernunft wird noch lange diesem Corona Virus das Überleben garantieren. Oder der Datenschutz! Es wird keinesfalls alles wieder wie früher, auch wenn die Zahlen deutlich runtergehen und viele geimpft sind. Öffnung bedeutet, daß die Unvernünftigen sofort wieder ihren Saufurlaub auf Mallorca buchen, sich auf Billigfliegern in die weite Welt begeben oder sich zu tausenden auf Monsterschiffen zusammenpferchen lassen. Wir hangeln uns dann von einem Lockdown zum nächsten. Das tangiert natürlich auch unsere Opernhäuser.

Mir fehlt etwas…

Wir wär es mal mit „Oper neu denken“. Hier ein paar Vorschläge. Aber ich befürchte es bleiben unerwiderte Grüße von Don Pedro Quichotte…

  1. Ein Opernhaus oder Theater, welches vom Steuerzahler subventioniert wird, muss täglich auch geöffnet haben. Es sollte multi-kultureller Treffpunkt aller Bürger sein. Nur so gelingt es, dass sich auch die unter 70-Jährigen mit dem Musentempel identifizieren. Ohne jüngeres Publikum stirbt die klassische Oper aus.
  2. Eine durchgehende Gastronomie ist dabei conditio sine qua non. Café und Restauration, auch ggf. Fast Food sollte Menschen anziehen. Ein gemütlicher Treffepunkt ist unser Opernhaus. Und nach jeder Veranstaltung muss es noch etwas zu Essen und Trinken geben – Öffnungszeit 8 h bis 24 h. Dezente klassische Musik oder sogar stilvolle Barmusik zum Beispiel wäre in den Lokalitäten wünschenswert. Ich kenne mind. 100 Jungmusiker, die gerne  vor Publikum und sogar kostenlos spielen würden. Es muß auch nicht immer Klavier sein.
  3. Über das Kulinarische hinaus sollte immer etwas was los sein. Matineen, Lesungen, Diskussionen, Vorträge z.B. Man muss sich auch alternativer Kultur öffnen; andere Musikrichtungen und Stile müssen sich im Haus finden. Guter Rock, Jazz, Folk, Blues oder anderes muß sich in unseren Konzertsälen wiederfinden lassen – schauen Sie sich mal das tägliche Programm z.B. der Royal Albert Hall früher an.
  4. Den kleinen Künstlern muss so ein 50 Millionen Tempel auch eine Heimstätte und Präsentations-Chance bieten. Eine Spielwiese für Neues. Musikhochschulen würden sich freuen dort ihre Jahrgangsproduktionen anbieten zu können. Mehr als einmal. Ich könnte jetzt die Reihe noch unendlich fortsetzen. Das ist keine Geldfrage. Gerade ist z.B. in Düsseldorf trotz Corona der luxuriöse Neubau einer Protzoper im Medienhafen wieder im Gespräch. Gute Musik geht auch mit weniger…
  5. Und ein subventionierter Klassik Buchladen muß wieder her – mit CD und DVD Börse. Was soll ich denn mit meinen zehntausend Silberscheiben im Streaming Zeitalter machen. Vielen geht es sicherlich ähnlich. Bei größeren Umbauarbeiten oder gar Abriss und Neubau sollte unbedingt ein kleines subventioniertes Programmkino noch drinnen sein. Schwerpunkt: Anspruchsvolles abseits des Popcornkinos.

Wir müssen von Arroganz und Dünkel der Hochkultur endlich weg kommen und Schwellenängste abzubauen. Dazu gehört auch mehr als die immergleichen 16 Standardopern mit Riesenaufwand und Monster-Orchester zu offerieren. Dazu braucht es vernünftige Intendanten mit Visionen und Organisationstalent ohne Berührungsängste. „Waaas? Unser hehres Opernhaus für ordinäre Pop- oder Rockmusik öffnen? Gammler, Langhaarige, Lederfiguren… Igittigitt. Vielleicht noch ne Disco im Keller? Jugendliche hamm doch da gar keine Lust drauf.“

Leider haben aktuell fast alle die Zeichen der Zeit (noch) nicht verstanden. Sie harren im Gestern. Und sehnen es zurück. War doch alles soooo schöööön! Doch wie in Amerika nach 9.11. wird auch im Rest der Welt die Zeit nach Corona nicht mehr sein früher. Der nächste Virus wartet…

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Copyright: Der Opernfreund

Ein positiver Aspekt der schrecklichen Corona Pandemie kann auch ein sinnvoller Neuanfang sein. Anders wird es auf jeden Fall werden. Wie anders, kann man steuern. Oder nicht… „Ihrem Ende eilen sie zu, die so stark im Bestehen sich wähnten.“ Kommt uns  doch bekannt vor, oder?“

Was wir jetzt an Publikum verlieren oder schon verloren haben, kommt doch so einfach im Rest des Jahres nicht mehr zurück. Der Mitmensch wurde zum persönlichen Feind erklärt, zum Todfeind, der die Pest bringt. Wer glaubt, dass sich je wieder 1200 Leute in der Düsseldorfer Oper oder sonst wo zusammenpferchen und anhusten lassen, glaubt auch, daß die Erde eine Scheibe ist.

Die ernsthaften tieferen Probleme sehen meine vielen Freunde, Opernfans und Kollegen überhaupt nicht. Die Welt kann auch ohne Oper überleben. Einzig Fußball ist systemrelevant 😉 In Österreich und der Schweiz auch Skilaufen. Quod erat demonstrandum.
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NEU ERSCHIENEN BEI ACCENTUS-MUSIC: BACHS „MATTHÄUS-PASSION “ mit der Gaechinger Cantorey/ Rademann

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The St. Matthew Passion by Johann Sebastian Bach is one of the greatest works in the history of music. Whenever I study this epochal composition, I always ask myself the question: How can a work of music, which is performed each year in thousands of performances, has been scientifically and artistically interpreted for decades, and worshiped for centuries, remain a new, contemporary, and at the same time universal and supreme idea? It can be achieved if that which is defined as established and comprehensive, and appears or is accepted as unshakeable, is set in motion without capping the connections to the work itself and its musical-historical, intellectual and theological foundations.” says Hans-Christoph Rademann about one of the monumental sacred works of music history.

In November 2020, Rademann and the Gaechinger Cantorey ensemble and chorus, together with an extraordinary group of soloists, set out to lend a new and fresh perspective to Bach’s timeless masterpiece of raging choirs, intimate chorales, and emotionally charged arias, which, with its drama and pictorial quality, allows the listener to experience the well-known Passion story again and again as something completely new and unheard-of.

J. S. Bach
St. Matthew Passion
BWV 244

Gaechinger Cantorey
Hans-Christoph Rademann

Isabel Schicketanz, sopran
Henriette Reinhold, alto
Patrick Grahl, tenor (Evangelist)
Benedikt Kristjánsson, tenor (arias)
Peter Harvey, bass (Vox Christi)
Krešimir Stražanac, bass (arias)

Production Company Accentus Music GmbH
Composer Johann Sebastian Bach
English title of music work St. Matthew Passion, BWV 244
Conductor Hans-Christoph Rademann
Orchestra / Band Gaechinger Cantorey
Choir Gaechinger Cantorey

Katalognummer : ACC30535

Erschienen am 5. März 2021
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Wien/ Bundeskanzleramt: Im Büro von Edtstadler spielt jetzt die Musik

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Europaministerin Edtstadler kann ihrer Liebe zur Musik jetzt auch im Kanzleramt nachgehen. Ein „Bösendorfer“-Flügel steht nun zur Verfügung.
https://www.heute.at/s/im-buero-von-edtstadler-spielt-jetzt-die-musik-100132071

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Romy-nominiertes ORF-III-Format „Wir spielen für Österreich“ geht in die nächste Runde: „Der Kirschgarten“ u. a. mit Otto Schenk

TV-Spielung der Theateredition am Freitag, 12. März, um 22.55 Uhr

Wien (OTS) – Am Freitag, dem 12. März 2021, präsentiert ORF III Kultur und Information eine neue Ausgabe der für die Romy 2021 nominierten Reihe „Wir spielen für Österreich“. Aus dem Theater in der Josefstadt zeigt „So ein Theater“ das exklusiv für das Fernsehen produzierte Stück „Der Kirschgarten“ (22.55 Uhr) u. a. mit den Bühnenlieblingen Sona MacDonald und Otto Schenk. Anton Tschechows letztes Bühnenwerk verbindet Humor und Tragik auf einzigartige Weise. Die verwitwete Adelige Ljubow Andrejewna Ranjewskaja (Sona MacDonald) kehrt nach langjährigem Frankreich-Aufenthalt mit ihrer Tochter (Gioia Osthoff) auf ihr russisches Gut zurück, das von einem prächtigen Kirschgarten umgeben ist. Von der Schönheit der Kirschblüte und den damit verbundenen Kindheitserinnerungen überwältigt, verleugnet Ranjewskaja die hohe Verschuldung und drohende Zwangsversteigerung des Gutes. Wird Kaufmann Lopachin (Raphael von Bargen), Sohn eines ehemaligen Bauern, den Besitz retten können? Für die Inszenierung zeichnet Amélie Niermeyer verantwortlich. Bereits davor steht mit „Boeing-Boeing“ (20.15 Uhr) – in der Aufführung aus dem TV-Theater von 1983 und unter Inszenierung von Herbert Fuchs – ein anderer Theater-Klassiker auf dem ORF-III-Spielplan. Danach und einstimmend auf „Der Kirschgarten“ zeigt ORF III „Otto Schenk – Perlen des Humors“ (21.50 Uhr) mit Klassikern der gehobenen Unterhaltung.

Details zur ORF-III-Reihe „Wir spielen für Österreich“ „Der Kirschgarten“ ist Teil der ORF-III-Kulturinitiative „Wir spielen für Österreich“, die dem Publikum seit Beginn der Corona-Krise (Live-)Kultur in die heimischen Wohnzimmer bringt. In Zusammenarbeit mit namhaften Kulturbühnen Österreichs rief ORF III, unterstützt von u. a. der Klassikplattform fidelio, Ö1 sowie dem ORF Radio-Symphonieorchester, erstmals im April und Mai 2020 die Initiative mit mehreren (Live-)Konzerten aus dem Großen Sendesaal des ORF-RadioKulturhauses ins Leben. So luden die Wiener Staatsoper, die Volksoper Wien und die Vereinigten Bühnen Wien zu glanzvollen Abenden mit den schönsten Melodien aus Oper, Operette und Musical. Darauf folgte eine Vielzahl musikalischer Produktionen in Kooperation mit der Stiftung Mozarteum Salzburg, dem Klassik-Nachwuchspreis „Goldene Note“, Konzert-Höhepunkte mit den Wiener Philharmonikern, Übertragungen und Konzerte von Festivalbühnen wie dem Festivalsommer Neusiedler See und Grafenegg sowie Opern-Premieren aus der Wiener Staatsoper und dem Theater an der Wien. Auf der Online-Klassikplattform fidelio (www.myfidelio.at) stehen die „Wir spielen für Österreich“-Konzerte zum Thema Operette und Musical noch auf Abruf zur Verfügung, darunter der stimmungsvolle Abend aus dem Schloss Esterházy, bei dem Melodien aus Klassik und Musical sowie Theater-Darbietungen von den rund um den Neusiedler See angesiedelten Festivalbühnen zum Besten gegeben wurden. Auch 2021 wird noch zahlreiche „Wir spielen für Österreich“-Momente aus unterschiedlichen musikalischen Spielstätten zu bieten haben. Seit 26. Februar 2021 ergänzen außerdem vorerst elf Produktionen aus renommierten Sprechtheaterbühnen das Programmangebot. Aktuell ist die Reihe für die Romy 2021 nominiert, das Publikum hat bis 5. April die Möglichkeit, abzustimmen. Nähere Details zum Voting sind unter tv.ORF.at/romy abrufbar.

ORF-III-Programmgeschäftsführer Peter Schöber: „Als ORF III ‚Wir spielen für Österreich‘ im April 2020 ins Leben gerufen hat, hätte ich niemals erwartet, wie sehr das Publikum dieses Angebot nicht nur schätzen, sondern auch nutzen wird. Mehr als 1,6 Millionen Österreicherinnen und Österreicher waren bereits dabei, als die Wiener Staatsoper, die Vereinigten Bühnen Wien u. v. m. zu herausragenden Abenden luden. Dass wir diese Reihe nun auch 2021 umfassender denn je fortführen, zeigt den Stellenwert, den Kultur bei unserem Publikum genießt. Umso mehr freut es mich, dass die Initiative ‚Wir spielen für Österreich‘ für die Romy 2021 nominiert ist. Nicht zuletzt ist das eine Auszeichnung, die nicht nur uns als TV-Sender gilt, sondern allen Künstlerinnen und Künstlern sowie den Kulturbühnen, die trotz Lockdown für ganz Österreich gespielt haben und damit unter Beweis stellten, dass Kunst und Kultur auch in herausfordernden Zeiten keinesfalls stillstehen.“

fidelio-Geschäftsführer Georg Hainzl: „Wir sind sehr stolz darauf, dass wir von Beginn an Teil dieser wichtigen Kulturinitiative waren und den heimischen Kulturbetrieben und Festivals auf ‚fidelio‘ eine digitale Ersatzbühne bieten konnten bzw. weiterhin bieten. Für uns stand immer ganz klar das Engagement für die heimische Kulturszene im Vordergrund und gleichzeitig Abwechslung in die heimischen Wohnzimmer zu bringen. Umso mehr freut es mich, dass ‚Wir spielen für Österreich‘ verdienterweise für eine Romy 2021 nominiert ist.“

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Ingolstadt: Wichtige Weichen für die Zukunft gestellt

Das Georgische Kammerorchester Ingolstadt erhält von der Stadt Ingolstadt  eine Erhöhung der Zuschüsse und kann den Erfolgskurs mit dem neuen künstlerischen Leiter Ariel Zuckermann fortsetzen

Das GKO Ingolstadt feierte 2014 sein 50-jähriges Bestehen. Seit seiner Übersiedlung nach Deutschland  im Jahr 1990 hat das Orchester seinen Sitz in Ingolstadt und hat sich in diesen bewegten dreißig Jahren  fest in der Stadt verwurzelt und sich regional wie international einen exzellenten Ruf erarbeitet. Mit dem  neuen künstlerischen Leiter Ariel Zuckermann tritt 2021 ein für die Ingolstädter bekanntes Gesicht ans  Pult: Der israelische Dirigent kehrt zum GKO Ingolstadt zurück, das er bereits zwischen 2006 und 2011  leitete.
Um die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft zu stellen und die professionelle Weiterentwicklung des  GKO Ingolstadt voranzubringen, hat die Stadt Ingolstadt eine Erhöhung der Zuwendungen für das  Orchester beschlossen.

Dazu Oberbürgermeister Dr. Christian Scharpf: „Seit 1990 ist das Georgische Kammerorchester in unserer
Stadt zuhause. Längst ist es kein Exil-Orchester mehr – in den vergangenen 30 Jahren ist es fester Bestandteil unserer Kulturlandschaft geworden. Wir sind stolz auf die künstlerischen Akzente, die das  GKO seither gesetzt hat. Ich danke dem Stadtrat, dass wir jetzt gemeinsam ein klares Bekenntnis zum  Orchester geben können. Besonders in Zeiten der Corona-Krise, die auch die Kultur stark trifft, ist das ein  wichtiges Signal für eine gute Zukunft des GKO!“

Auf dem Weg zum A-Orchester
Der Beschluss des Stadtrates sieht für das GKO Ingolstadt eine mehrstufige Erhöhung der Zuschüsse vor. In 2019 lag die Fördersumme noch bei 500.000 Euro und bereits für 2021 wurde eine Erhöhung auf  690.000 Euro beschlossen. Bis 2024 soll der Zuschuss auf über 800.000 Euro steigen. Mit dieser Erhöhung soll eine Angleichung der Gehälter der Musikerinnen und Musiker an den Tarifvertrag TV-K
mittels eines Haustarifvertrags gewährleistet werden. Dies ermöglicht dem GKO Ingolstadt hervorragende, neue Möglichkeiten, um die musikalische Qualität noch weiter auszubauen. Die Weichen sind gestellt, um  das GKO Ingolstadt zu einem A-Orchester zu entwickeln.
Durch diese Maßnahmen kann das GKO Ingolstadt eine Erhöhung der Personalkosten um über 25 Prozent vornehmen. Gleichzeitig ermöglicht die Anpassung der Zuschüsse eine strukturelle  Professionalisierung. Mit einer erstmals als Vollzeit-Stelle angelegten Geschäftsführung und einer neuen  Teilzeit-Stelle für die Abo-Betreuung erhält das GKO die Möglichkeit, die Organisationsstruktur nachhaltig  zu verbessern.
Die Umsetzung dieser Schritte erfolgt ab der 2. Jahreshälfte 2021.
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„matinee“ am 14. März: Astor-Piazzolla-Porträt zum 100. Geburtstag, filmische Kulturreise durch Südspanien

Außerdem: „Die Kulturwoche“ =

Wien (OTS) – Die von Clarissa Stadler präsentierte „matinee“ am Sonntag, dem 14. März 2021, um 9.05 Uhr ORF 2 führt das Publikum in temperamentvolle südliche Gefilde: So steht zunächst das Filmporträt „Astor Piazzolla – Tango Nuevo“ anlässlich des 100. Geburtstags des Musikers und Komponisten auf dem Programm, der den argentinischen Tango neu erfand. Danach begibt sich die Dokumentation „Sol y sombra – Die zwei Gesichter Spaniens“ (10.00 Uhr) auf eine filmische Kulturreise durch den Süden des Landes. Den ORF-Kulturvormittag beschließt „Die Kulturwoche“ (10.45 Uhr) mit aktuellen Berichten und Tipps zum kulturellen heimischen Geschehen.

„Astor Piazzolla – Tango Nuevo“ (9.05 Uhr

Dass der Tango als ehemals verrufene Musik der Bordelle und Spielhallen den Weg in die internationalen Konzertsäle geschafft hat, ist vor allem einem Mann zu verdanken: dem Komponisten und Musiker Astor Piazzolla. Er brach mit den Regeln des traditionellen Tangos und verarbeitete Einflüsse aus Jazz, Klezmer und Klassik zu innovativer Musik, die von den Puristen seiner Heimat Argentinien anfangs scharf kritisiert wurde. Heute, fast 29 Jahre nach Piazzollas Tod, werden genau jene Stilbrüche auf der ganzen Welt begeistert gefeiert. Die feinfühlig erzählte Dokumentation von Daniel Rosenfeld zeigt die entscheidenden Etappen in Leben und Werk des Bandoneon-Spielers und Komponisten. Im Mittelpunkt stehen Piazzollas Interpretationen und die Musik des sogenannten Tango Nuevo, den er maßgeblich entwickelte. 1921 als Sohn italienischer Einwanderer in Buenos Aires geboren, wuchs Astor Piazzolla in New York auf, wo die Musik Harlems, die alten Tango-Platten seines Vaters und der Bach spielende Nachbar den musikalischen Buben schon früh geprägt haben. Durch das Stöbern im Foto- und Filmarchiv der Piazzollas werden neben seinem musikalischen Werdegang auch intime Einblicke in sein Familienleben ermöglicht. Einen besonderen Schatz bilden dabei die bisher unveröffentlichten Gespräche mit seiner Tochter Diana. In berührenden Bildern und untermalt von mitreißenden Tango-Nuevo-Klängen zeichnet der Film das eindrucksvolle Bild einer vielschichtigen Persönlichkeit, die heute zu den herausragendsten Komponisten des 20. Jahrhunderts zählt.

„Sol y sombra – Die zwei Gesichter Spaniens“ (10.00 Uhr)

Spanien stellt sich immer wieder – geprägt von seiner Geschichte und dem heutigen Alltag – in Gegensatzpaaren dar: Sonne und Schatten, Liebe und Tod, Toleranz und Ignoranz, Sanftmut und Gewalt, Schönheit und Grausamkeit. Ob im ewigen Dualismus von Stier und Jungfrau oder in den Bildern Goyas oder El Grecos, ob in den Kathedralen oder Arenen, in den engen Mauern Toledos oder in der Weite Andalusiens: Überall zeigen sich die zwei Gesichter Spaniens. Auf seiner Kulturreise durch Südspanien richtet Gustav Trampitsch den Fokus nicht nur auf die großen, mächtigen Zeugnisse der alten Kultur, sondern rückt auch scheinbar belanglose, unauffällige Dinge ins Zentrum seiner umfassenden Betrachtung.

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