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INFOS DES TAGES (FREITAG, 10. JULI 2020)

10.07.2020 | Aktuelles

INFOS DES TAGES (FREITAG, 10. JULI 2020)

HEUTE OPER BURG GARS

Oper Burg Gars
Ich, Beethoven!
von Michael Korth


Andreas und Johannes Wildner. Copyright: Oper Burg Gars

In Michael Korths Theaterstück mit Musik über das Leben Ludwig van Beethovens schlüpft Johannes Wildner in die Rolle des weltbekannten Komponisten. Gesprächspartner im Stück ist Beethovens Neffe Karl (verkörpert von Andreas Wildner) nach dessen Selbstmordversuch 1826, sieben Monate vor Beethovens Tod. Die beiden Vollblutmusiker interpretieren Beethovens Musik im Stück virtuos. Dazu stellen Tänzer des Europaballetts unter der Regie von Michael Fichtenbaum schemenhaft die Gestalten pantomimisch-tänzerisch dar, über die gesprochen wird, wie zum Beispiel Beethovens Mutter oder seine Geliebte.

TICKETS

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Stuttgart: Demo(kratie) – ein Bühnenfreifestspiel mit dem Staatsopernchor im Stuttgarter Stadtraum
Konzept und Idee von Valentin Schwarz; ab Sonntag, 12. Juli 2020

Copyright: Staatsoper Stuttgart

Unter dem Titel Demo(kratie) – ein Bühnenfreifestspiel mit dem Staatsopernchor lädt die Staatsoper Stuttgart in Kooperation mit dem Schauspiel Stuttgart an drei Terminen ab dem Sonntag, 12. Juli 2020, zu einer musiktheatralen Aktion unter freiem Himmel ein. Über die Auseinandersetzung mit dem künstlerischen Erbe Richard Wagners geht das Team um Regisseur Valentin Schwarz (Idee und Konzept) der Frage nach Masse, Individuum und demokratischen Aushandlungsprozessen nach. Die etwa 60-minütige Aktion mit den 74 Sänger*innen des vielfach preisgekrönten Staatsopernchors Stuttgart und Peer Oscar Musinowski aus dem Ensemble des Schauspiels Stuttgart startet auf dem Schillerplatz in der Stuttgarter Innenstadt und endet auf dem Opernvorplatz. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht notwendig.

Wohin mit der Kunst in der Krise? Ein Theatersaal ist in gewisser Hinsicht öffentlicher Raum, und der öffentliche Raum unter Umständen auch ein Theatersaal. Also auf die Straße mit dem Massenphänomen Musik, das derzeit in der großen Form nicht im Opernhaus stattfinden kann! Der Begriff der Freiheit war immer und stets gegen Vereinnahmung zu verteidigen, im Ausnahmezustand aber umso energischer. Und wenige Künstler*innen haben sich so stark und kontinuierlich mit all den zur Freiheit gehörenden schmerzhaften Widersprüchen beschäftigt wie Richard Wagner. Regisseur Valentin Schwarz, der eigentlich für die Ring-Inszenierung diesen Sommer in Bayreuth gebucht war, holt den Staatsopernchor Stuttgart an die frische Luft und macht aus Kunst Politik: Dieser wird kurzerhand zum Kern einer Demonstration für die Freiheit – auch für die Freiheit, sich zu irren. Für die Kunst. Für die Vernunft, das Richtige zu tun. Und für das Entfaltungsrecht der Einzelnen.

Konzept und Idee Valentin Schwarz
Bühne Andrea Cozzi
Kostüm Otto Krause
Dramaturgie Franz-Erdmann Meyer-Herder

Mit Mitgliedern des Staatsopernchores Stuttgart und Peer Oscar Musinowski (Schauspiel Stuttgart)

In Kooperation mit dem Schauspiel Stuttgart

Termine
Sonntag, 12. Juli 2020, 16 Uhr
Mittwoch, 15. Juli 2020, 17 Uhr
Donnerstag, 16. Juli 2020, 17 Uhr
Beginn: Schillerplatz
Ende: Opernvorplatz

Der Eintritt ist frei. Eine Voranmeldung ist nicht nötig.
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„DER NEUE MERKER“ – das Heft: Inhaltsverzeichnis Juli 2020)


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PIOTR BECZALA UND CAMILLA NYLUND PROBEN IN ZÜRICH FÜR OPERETTENGALA

ZU INSTAGRAM MIT VIDEOS UND FOTOS

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ZWEI NEUE SHAKESPEARE-OPERN AM SAARLÄNDISCHEN STAATSTHEATER: PASCAL DUSAPINS »MACBETH UNDERWORLD« (2020/2021) UND SARAH NEMTSOVS »OPHELIA« (2022/2023)

Am Saarländischen Staatstheater kommen in den nächsten Spielzeiten gleich zwei neue Werke zeitgenössischen Musiktheaters auf die Bühne: Pascal Dusapins Oper »Macbeth Underworld« feiert in der Saison 2020/2021 in Saarbrücken seine Deutsche Erstaufführung (Premiere: 6. Februar 2021), zwei Spielzeiten später folgt dann die Uraufführung von Sarah Nemtsovs »Ophelia« (Premiere: Mai 2023). Im Mittelpunkt beider Oper stehen Figuren aus Shakespeare-Dramen, die aus bislang unbekanntem Blickwinkel betrachtet werden: In »Macbeth Underworld« blicken der König Schottlands und Lady Macbeth aus der Unterwelt zurück auf ihre schändlichen Taten, und in
»Ophelia« wird der Stoff aus der Sicht der mehrfach verdoppelten Titelfigur neu beleuchtet.

Beide Komponisten sind außerdem »Artist in Focus« der jeweiligen Saison: Im Umfeld der Erst- bzw. Uraufführung werden zusätzlich weitere Kompositionen aus den Bereichen Konzert, Lied und Kammermusik ins Programm genommen – Gelegenheit, das Schaffen von Dusapin und Nemtsov in all seinen Facetten kennenzulernen.

MACBETH UNDERWORLD: ABTAUCHEN IN DIE TIEFSTEN ABGRÜNDE DER MENSCHLICHEN SEELE
In Sachen Opernkomposition zählt der französische Komponist Pascal Dusapin längst zu den »alten Hasen«: Acht Opern stehen inzwischen auf der Liste seiner Kompositionen. Zumeist nach Vorlage von Schauspieltragödien entstanden ganz eigene, geheimnisvoll neuartige Werke, so »Roméo et Juliette«, »Medeamaterial«, »Faustus. The Last Night« oder »Penthesilea«. Mit seiner neuesten Oper »Macbeth Underworld« taucht Dusapin in die tiefsten Abgründe der menschlichen Seele ein und schafft mit einer hochkomplexen Musik, die schillert und ungeheuer wandelbar ist, ein blutbeflecktes Werk, eine Parabel über die Machtgier der Menschen.

Macbeth, Königsmörder und so König Schottlands geworden, starb selbst nach seiner Schreckensherrschaft in Schottland eines gewaltsamen Todes. Macbeth und seine Lady blicken aus der Unterwelt zurück auf ihre Missetaten. So wie Dusapin hat Shakespeare noch niemand bearbeitet: »Man braucht keine Hexe zu sein, um diesem ›Macbeth‹ in der Oper von morgen eine Königs-Krone vorherzusagen«, so war es in der Brüsseler Uraufführungskritik zu lesen war.
Bodo Busse, Generalintendant des Saarländischen Staatstheaters, hat sich für die kommende Spielzeit die Rechte an der Deutschen Erstaufführung gesichert: »Seit vielen Jahren verfolge ich mit großer Faszination das vielseitige Schaffen von Pascal Dusapin, den ich zu den ganz großen Komponisten unserer Zeit zähle. Gerade seine Bühnenwerke sind in ihrer psychologischen und mythologischen Tiefe mit ihrer schillernd-soghaften, kraftvollen und wunderbar für die menschliche Stimme geschriebenen Musik ein Beweis dafür, dass Oper keine Kunstform von gestern ist. Als ich mir für das Saarländische Staatstheater den Zyklus mit Shakespeare-Opern des 20. und 21. Jahrhunderts vorgenommen habe, den wir mit Frank Martins ›Der Sturm‹ ja bereits erfolgreich begonnen haben, habe ich uns sofort die Rechte für die deutsche Erstaufführung der neuen Shakespeare-Vertonung von Dusapin gesichert.«

»Macbeth Underworld« kommt als Koproduktion mit Les Théâtres de la Ville de Luxembourg auf die Bühne: Am 6. Februar 2021 feiert die Oper im Großen Haus des Saarländischen Staatstheaters ihre Deutsche Erstaufführung, am 12. Mai 2021 ist die Oper dann im Grand Théâtre Luxembourg zu sehen.

OPHELIA:
KOMPOSITIONSAUFTRAG DES SAARLÄNDISCHEN STAATSTHEATERS AN SARAH NEMTSOV WIRD VON
ERNST-VON-SIEMENS-MUSIKSTIFTUNG GEFÖRDERT
Die Ernst-von-Siemens-Musikstiftung fördert den Kompositionsauftrag des Saarländischen Staatstheaters an die deutsche Komponistin Sarah Nemtsov für die Oper »Ophelia«. »Ich freue mich sehr, dass die renommierte Ernst-von-Siemens-Musikstiftung unser Projekt unterstützt. Das ist eine wunderbare Wertschätzung für das große Musiktheaterwerk und verleiht uns noch mehr Kraft und Motivation bei der Umsetzung«, sagt Generalintendant Bodo Busse. Die Ernst-von-Siemens-Musikstiftung wurde im Jahr 1972 durch Ernst von Siemens, Enkel des Unternehmensgründers Werner von Siemens, ins Leben gerufen. Anfang 1973 nahm sie ihre Arbeit auf, seitdem verleiht die Stiftung jedes Jahr an einen Komponisten, Interpreten oder Musikwissenschaftler, der für das internationale Musikleben Hervorragendes geleistet hat, den Ernst-von-Siemens-Musikpreis.
Im Jahr 2020 vergibt die Ernst-von-Siemens-Musikstiftung insgesamt 3,6 Millionen Euro, der größte Teil kommt dabei der Förderung zeitgenössischer Musikprojekte weltweit zugute. Neben Kompositionsaufträgen werden Konzerte und Veranstaltungsreihen unterstützt, sowie Wettbewerbe, Akademien und Workshops, in denen junge Musiker, Komponisten und Dirigenten ihr Können unter Beweis stellen und von renommierten Meistern lernen.
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Immer Ärger mit dem Zeitgeist ! “ Informationskaskaden“

Der Zeitgeist on Twitter: "Die #Österreicher wieder 👍 #Blackout ...

Einer plappert dem anderen nach. Da kommt leicht ein großer Irrtum raus.

Frankfurter Allgemeine

„…. Einflüsterungen deutungswütiger Rezensenten und allgemeinem Zeitgeist aus Tagespresse usw.– innovativ „voran“ aus kreativ – künstlerischem Impuls kann keiner.“

U.st. Artikel bestätigt aus soziologischer Sicht, wie wichtig für die Entwicklung unserer Welt, damit auch des Theaters, das Format eines Menschen ist, der unabhängig vom Massenzwang aus individueller Kreativität seine Meinung bildet und vertritt. Somit wird auch klar, dass Menschen ohne dieses Format hinderlich sind, wenn Sie in exponierten Positionen stehen. Aber auch wie weltbeschädigend  Demagogen, Angepasste, Opportunisten und Mitläufer sein können. (Grade die deutsche Geschichte trieft hier von Beispielen!)

Ebenso wird die Akzeptanz von so vielem szenischen Blödsinn z. B. im Musiktheater erklärbar. Das haben so wohl schon so manche auf dem Gewissen.

TTT
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 ORF : ORF III am Freitag: „So ein Theater“ präsentiert zwei Stücke aus dem TV-Theater im ORF-Zentrum mit Ossy Kolmann

 „Das blaue Aug´“ und „Lasst uns lügen“

 – ORF III Kultur und Information lässt am Freitag, dem 10. Juli 2020, wieder die österreichische Theatertradition hochleben und zeigt im Rahmen von „So ein Theater“ zwei Stücke, aufgezeichnet im ORF-Zentrum. Den Anfang macht „Das blaue Aug‘“ (20.15 Uhr) – Hans Sassmanns Lustspiel über einen Wiener Hausmeister (Ossy Kolmann), der im Lotto gewinnt und im Freudenrausch dem Hausbesitzer ein blaues Auge verpasst. Wer sich derartiges traut, muss mindestens eine Million gewonnen haben. Obwohl das Ansehen des Herrn Leberbauer ungeheuer steigt und ihm sogar das Präsidentenamt eines Wohltätigkeitsvereins angeboten wird, stellt sich der Gute zu sehr in den Mittelpunkt. Leberbauers Höhenflug endet beinahe kläglich: Denn der Lottogewinn fällt recht mäßig aus. Eine unschlagbare Komödie mit Theater- und Fernsehlegenden wie Ossy Kolmann, Hilde Nerber, Fritz Holzer, Hilde Rom und Bernd Schärfl unter der Regie von Herbert Wochinz.

„Lasst uns lügen“ (21.40 Uhr) heißt es danach in der 1979 aufgezeichneten Komödie, in der neben Ossy Kolmann zahlreiche Publikumslieblinge vertreten sind. Julia (Elfriede Ott) ist eine passionierte Lügnerin. Die Fantasie geht oft mit ihr durch. Doch als sie entdeckt, dass ihr Dienstmädchen (Sonja Jeannine) mit einem Einbrecherduo (Michael Schottenberg, Heinz Nick) unter einer Decke steckt, glaubt ihr selbst ihr Ehemann Carlos (Walther Reyer) kein Wort. Rächt sich jetzt Julias ewige Lügerei?

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