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INFOS DES TAGES (FREITAG, 10. AUGUST 2018)

10.08.2018 | Aktuelles

INFOS DES TAGES (FREITAG, 10. AUGUST 2018)

YOUTUBE-BEITRAG: DER DIRIGENT UND DAS TELEFON

In einer Stellungnahme der Bayreuther Festspiele wurden wir auf dieses Video hingewiesen

Zum Video „Der Dirigent und das Telefon“
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SALZBURGER FESTSPIELE: TerrassenTalk L’incoronazione di Poppea


Sonya Yoncheva und Kate Lindsey. Fotos: SF/Anne Zeuner


Sonya Yoncheva und Kate Lindsey.Copyright: Maarten Van den Abeele/Salzburger Festspiele

(SF, 8. August 2018) Als Sonya Yoncheva die erste Probe für Monteverdis L’incoronazione di Poppea erlebte, sei sie froh gewesen, dass sie sowohl von Regisseur Jan Lauwers als auch vom Dirigenten William Christie viele Freiheiten bekommen hat. „Seid einfach so, wie ihr seid! Verstellt Euch nicht“, habe Jan Lauwers zu ihr gesagt, berichtet sie während des TerrassenTalks.

Erotik, Verrücktheit, Ehrgeiz – es sei eine breite Palette an Emotionen, die sie auf der Bühne verkörpern müssen, sagt Sonya Yoncheva, die die Poppea singen wird. „Wir wollen diese beiden Monster, Poppea und Nerone, als normale Menschen darstellen.“ Der Nerone wird von Kate Lindsey gesungen. Es ist ihr Rollendebut und auch das erste Mal, dass sie eine Monteverdi-Oper singe. „Am Anfang lernt man ja sehr viel im Selbststudium, man vertieft sich in diese Rolle hinein. Es ist ein spannender Prozess, wenn man dann bei den ersten Proben in Interaktion tritt, bereichert wird von den anderen Mitwirkenden und sich in einer Metamorphose weiterentwickelt“, sagt die Sängerin. Der Funke sei bei ihr definitiv übergesprungen. Es sei eine sehr besondere Inszenierung, da die Tänzer der Needcompany, des SEAD und des BODHI PROJECT involviert sind. Besonders das tägliche gemeinsame Warm-up mit den Sängern habe sie sehr genossen. „Wir schwitzen zusammen, werden schmutzig, bewegen uns zusammen auf der Bühne, das war für uns Sänger am Anfang etwas unangenehm, weil wir so etwas nicht kannten“, sagt sie. Mittlerweile aber liebe sie die Aufwärmphasen sehr. Auch Sonya Yoncheva zeigt sich begeistert von der Zusammenarbeit mit den Tänzern. „Die Körperlichkeit dieser Inszenierung verleiht auch uns Sängern eine Intensität, die wir brauchen auf der Bühne. Es geht um Körper, Lust, Verlangen, um Liebe und Tot. Oft habe ich sogar selbst das Bedürfnis mich zu den Tänzern auf den Boden zu legen, mit ihnen zu tanzen oder sie zu lieben“, sagt die Sängerin. Es sei ein Luxus für jeden Sänger sich in so vielen Farben ausdrücken zu dürfen, sagt Sonya Yoncheva. Und sogar in der Stille, in den Pausen dieser Oper entdecke sie Theatralik.

Neu und frisch, so klinge es, wenn William Christie Alte Musik spiele, sagt Kate Lindsey. Auch sie empfindet dieses Repertoire als Musik, in der sie die unterschiedlichen Stimm-Farben zeigen könne. Oft seien nicht nur die schönen Töne gefragt, sondern eben auch etwas schrillere, ja fast grässliche Töne. Christie habe in einer Probe gesagt, sie sollen die Geschichte erzählen und nicht singen. Sonya Yoncheva gibt ihm Recht: „Wir Sänger müssen auch Geschichtenerzähler sein. Das ist ja die Herausforderung: Dass man uns glaubt! Ich bin immer sehr involviert in meine Rollen. Für die nächsten vier Wochen bin ich Poppea! Wir wollen die Zuschauer mitnehmen, sie sollen uns lieben und sie sollen uns hassen.“

Die größte stimmliche Herausforderung sei für Kate Lindsey eben diese Balance zu finden zwischen Gesang und Dramatik. Nerone sei ein komplexer Mann. Er sei ein Perverser, den man liebt zu hassen und hasst zu lieben. Diese ambivalenten Gefühle in die Stimme zu übertragen sei die große Aufgabe. Beispielsweise das Schlussduett der Oper lebe von Liebe und Schönheit und sei gleichzeitig geprägt von Finsternis und Düsterheit. Sonya Yoncheva liebt an der Musik vor allem die Dissonanzen: „Es ist sehr besonders, wie sich unsere Stimmen dabei vermischen. Dabei fühlt sich diese Alte Musik an wie Jazz. Es ist eine sehr moderne Musik“, sagt die bulgarische Sängerin.

Als sie jünger war, habe sie die Rolle der Poppea anders gesehen als heute, sagt Sonya Yoncheva. „Ich habe die Poppea in der Vergangenheit ganz schnell verurteilt. Wenn man jung ist, glaubt man an die menschlichen Werte, was ich zwar auch heute noch tue, aber ich habe mittlerweile verstanden, was für ein Spiel diese beiden da treiben“, sagt sie. Poppea und Nerone seien wie zwei Kinder, die nicht bereit sind, sich ihrer Machtfülle zu stellen. Daher würden sie maßlos übertreiben. „Poppea ist es als frisch gekrönter Königin schon wieder zu langweilig.“ Heute, so sagt Yoncheva, maße sie sich nicht mehr an ein Urteil zu fällen.

Als Star? – Nein, so sehe sie sich selbst nicht. „Es ist schwer diesem Star-System zu entkommen und ich finde es interessant, wie sich dem jeder von uns stellt“, sagt Sonya Yoncheva. „Ich jedenfalls versuche meine Füße am Boden zu behalten, gehe geerdet durchs Leben, versuche mir treu zu bleiben.“ Sie sei der Musik zu Liebe Sängerin und erst an zweiter Stelle sei sie vielleicht ein Star.

Pressebüro der Salzburger Festspiele/Anne Zeuner

 


Soul Roberts, Ana Quintansm Tamara Banjesevic, Jakob Jautz. Copyright: Maarten Van den Abeele/Salzburger Festspiele

 

Claudio Monteverdi: L’incoronazione di Poppea

Opera musicale in einem Prolog und drei Akten (1642/43)
Libretto von Giovanni Francesco Busenello

Neuinszenierung
In italienischer Sprache
mit deutschen und englischen Übertiteln

William Christie, Musikalische Leitung
Jan Lauwers, Regie, Bühne und Choreografie
Lemm&Barkey, Kostüme
Ken Hioco, Licht
Elke Janssens, Dramaturgie

Sonya Yoncheva, Poppea
Kate Lindsey, Nerone
Stéphanie d’Oustrac, Ottavia
Carlo Vistoli, Ottone
Renato Dolcini, Seneca
Ana Quintans, Virtù / Drusilla
Marcel Beekman, Nutrice / Famigliare I
Dominique Visse, Arnalta
Lea Desandre, Amore / Valletto
Tamara Banjesevic, Fortuna / Damigella
Claire Debono, Pallade / Venere
Alessandro Fisher, Lucano / Soldato I / Tribuno
David Webb, Liberto / Soldato II / Tribuno
Padraic Rowan, Littore / Console I / Famigliare II
Virgile Ancely, Mercurio / Console II / Famigliare III


Carlo Vistoli, Stephanie d’OustracCopyright: Maarten Van den Abeele/Salzburger Festspiele

Needcompany
Sarah Lutz, Solotänzerin
Performer des BODHI PROJECT sowie der SEAD Salzburg Experimental Academy of Dance
Paul Blackman (Jukstapoz), Vorbereitung und Assistenz Choreographie
Les Arts Florissants


Dominique Visse, Kate Lindsey, Sonya Yoncheva, Ensemble. Copyright: Maarten Van den Abeele/Salzburger Festspiele

Premiere: 12. August 2018

Weitere Vorstellungen: 15., 18., 20., 22., 28. August 2018

Haus für Mozart

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Live from sonostream: Birgit Nilsson 100 Years  Celebration Concert
LIVE from the Birgit Nilsson Museum
Båstad, Sweden
11 August 2018 18:00 CEST on Sonostream.tv!

Bildergebnis für sonostream birgit nilsson

Birgit Nilsson 100 Years Celebration Concert:
• Saturday 11 August 2018 at 18:00 CEST
• Broadcast live from the Birgit Nilsson Museum
• Helsingborg Symphony Orchestra
• Conductor: Patrik Ringborg
• Concert Moderator: Stefan Johansson
Program: excerpts from Puccini’s Tosca, Strauss’s Der Rosenkavalier, and Wagner’s Tannhäuser

Cast:
• Sopranos Malin Byström*, Christina Nilsson*, Sofie Asplund*
• Mezzo-sopranos Tuija Knihtilä, Adrian Angelico
• Tenor Joachim Bäckström*
• Baritone Karl-Magnus Fredriksson*
*Former recipients of the Birgit Nilsson Scholarship

GO TO THE LIVESTREAM

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ORF HEUTE: Neue Ausgabe des Salzburger Festspielmagazins „JedermannJedefrau“ am 10. August

Live um 18.30 Uhr in ORF 2 

In der vierten Ausgabe des national ausgestrahlten Festspielmagazins des ORF Salzburg, „JedermannJedefrau“, gibt es am Freitag, dem 10. August 2018, live um 18.30 Uhr in ORF 2 erneut interessante Einblicke in das Geschehen bei den Salzburger Festspielen 2018. Diesmal geht es um Jubel und Überraschung in Salzburg und es gibt einen Überblick über die „Großen 5“ – alle Opern der diesjährigen Festspiele. Die Sendung wird wieder von Tobias Pötzelsberger und Romy Seidl präsentiert.

Zu den großen Überraschungen zählte heuer etwa der Auftritt der erst 23-jährige Emma Posman, die über Nacht zur neuen „Königin der Nacht“ in der „Zauberflöte“ wurde und plötzlich zum Star avancierte. Außerdem wirft „JedermannJedefrau“ einen Blick auf das wahrscheinlich weltweit größte Open-Air Kulturpicknick – die Fest>Spiel>Nächte am Salzburger Kapitelplatz. Rund 70.000 Menschen nutzen alljährlich das Angebot, erfolgreiche Opern, Konzerte und natürlich den „Jedermann“ gratis zu genießen.

Barbara Rett und Christoph Takacs gehen in der Rubrik „Vor der Premiere“ dem Geheimnis des Erfolges von „La Bartoli“ – Cecilia Bartoli – auf den Grund, die in „L’italiana in Algeri“ brilliert. Die Italienerin sprüht in Salzburg regelrecht vor Tatendrang und lässt schon ein wenig ihre Pläne für 2019 durchblicken. Schauspielchefin Bettina Hering, die sich für die diesjährigen Festspiele in unzählige Theaterstücke eingelesen hat, erzählt, wie sie Schauspielerinnen und Schauspieler auswählt und warum sie immer wieder wie eine Löwin kämpft. Zu erfahren ist in „JedermannJedefrau“ auch, wie es eine Pinzgauer Bäuerin schaffte, ihre Kühe nicht nur im Hollersbacher Stall, sondern künstlerisch sowohl im Gasthaus Krimpelstätter in Salzburg als auch in Galerien in New York und Miami zu präsentieren.


ORF zum 100. Geburtstag Leonard Bernstein: Schwerpunkt in TV und Radio ab 12. August

Mit Dokus, Konzerten, Radiofeatures, „Ö1 Jazznacht“ u. v. m. =

Am 25. August 2018 jährt sich der Geburtstag von Leonard Bernstein zum 100. Mal. Der ORF würdigt den Komponisten und Dirigenten mit einem Programmschwerpunkt in TV und Radio. Den Auftakt im Fernsehen macht ein dreiteiliger „Erlebnis Bühne“-Abend mit Barbara Rett am Sonntag, dem 12. August, in ORF III mit den Sendungen „West Side Story – Das Making Of“ (18.45 Uhr), „Best of Bernstein“ (20.15 Uhr) und „Die große Bernstein-Gala des John Wilson Orchestra“ (21.40 Uhr). ORF 2 zeigt die Dokumentationen „West Side Story – Bernsteins Broadwayhit“ (Mittwoch, 15. August, 09.05 Uhr) und „Leonard Bernstein – Das zerrissene Genie“ (Montag, 20. August, 23.00 Uhr) sowie die legendäre Konzertaufzeichnung „Gustav Mahler – Das Lied von der Erde“ (Mittwoch, 15. August, 10.00 Uhr, ORF 2) aus Tel Aviv 1972. 3sat widmet Leonard Bernstein direkt am Geburtstag, dem 25. August, eine Themenabend: Auf den Spielfilm „West Side Stoy“ (20.15 Uhr) aus dem Jahr 1961 folgen die Dokumentationen „Bernstein Story“ (22.40 Uhr) und „Leonard Bernstein – Reflections“ (23.30 Uhr). Danach steht die 2016 entstanden Konzertaufzeichnung „Lang Lang – New York Rhapsody“ (0.25 Uhr) aus dem Lincoln Center auf dem Programm, bei dem der Starkomponist u. a. ein West-Side Story-Medley mit Suzanne Vega und Lisa Fischer interpretierte.

Ö1 bringt anlässlich des 100. Geburtstags von Leonard Bernstein ab 15. August einen umfassenden, aus zehn Sendungen bestehenden Programmschwerpunkt.

Die ORF-TV-Sendungen im Überblick:

ORF III startet am 12. August mit der 1984 entstandenen Doku „West Side Story – Das Making Of“ (18.45 Uhr) von Christopher Swann, die Einblicke in die Entstehungsgeschichte von Leonard Bernsteins populärstem Werk „West Side Story“ gibt. Nicht nur die bekannten Lieder wie „Maria“ und „America“ machten das Musical zum Welterfolg, auch die Verfilmung im Jahr 1961 sorgte mit zehn Auszeichnungen bei den Academy Awards für Aufsehen. 1984, 27 Jahre nach der Premiere, dirigierte Bernstein erstmals das Musical mit Sängern seiner Wahl, darunter José Carreras, Kiri Te Kanawa, Tatiana Troyanos und Kurt Ollmann. Die Vorbereitungen und Proben werden im Film dokumentiert. Danach folgt die neue ORF-III-Eigenproduktion von und mit Barbara Rett „Best of Bernstein“ (20.15 Uhr), in der die schönsten und ergreifendsten Bühnenmomente aus dem breit gefächerten Schaffen des Genies zu sehen sind. „Außerdem begrüßt Barbara Rett Michael Horowitz, Autor der aktuellen Bernstein-Biografie „Leonard Bernstein. Magier der Musik“ zum Interview, um über Leben und Nachlass des Jahrhundertkomponisten zu sprechen. Den ORF-III-Abend beschließt „Die große Bernstein-Gala des John Wilson Orchestra“ (21.40 Uhr) aus der Royal Albert Hall in London 2015. Wilson dirigierte zu Ehren Leonard Bernsteins das John Wilson Orchestra und gab gemeinsam mit Broadway- und Westend-Stars wie Louise Dearman, Scarlett Strallen und Julian Ovenden bekannte Kompositionen Bernsteins zum Besten, darunter „West Side Story“, „Candide“, „Wonderful Town“ und „Trouble in Tahiti“.

ORF 2 bringt in der Feiertagsmatinee am Mittwoch, dem 15. August, zwei Sendungen: zunächst eine neue Dokumentation über die Entstehung des Musicalklassikers. „West Side Story – Leonard Bernsteins Broadwayhit“ (9.05 Uhr) von Axel Fuhrmann und Axel Brüggemann. Danach folgt eine legendäre Konzertaufnahme von Gustav Mahlers „Das Lied von der Erde“ aus dem Jahr 1972 mit Leonard Bernstein am Pult des Israel Philharmonic Orchestra und den Solisten Christa Ludwig und René Kollo. Bernstein war ohne Zweifel einer der herausragendsten Mahler-Dirigenten des 20. Jahrhunderts und prägte die Mahler-Rezeption wesentlich. Teresa Vogl führt durch den Vormittag. Eine weitere neue Bernstein-Dokumentation bringt ORF 2 am Montag, dem 20. August, um 23.00 Uhr im Rahmen des „kulturMontag“: „Leonard Bernstein – Das zerrissene Genie“. Darin hat sich Regisseur Thomas von Steinaecker auf die Suche nach einem Gesamtbild des Multitalents Bernstein gemacht – im Spannungsfeld zwischen Erfolgen und Flops und in der Auseinandersetzung mit der Politik seiner Zeit und seinem eigenen humanistisch-liberalen Anspruch. Der Film fokussiert auf die weniger bekannten und späten Werke Bernsteins – auf sein Musiktheaterstück „Mass“, das Musical „1600 Pennsylvania Avenue“ und auf die letzte Oper „A Quiet Place“.

Leonard Bernstein in Ö1

Ö1 widmet Leonard Bernstein zwischen 15. August und 1. September insgesamt zehn Sendungen. Den Anfang macht am Mittwoch, dem 15. August „Bernstein on Broadway“ im Rahmen von „Apropos Musical“ (15.05 Uhr). Zu hören sind Ausschnitte aus den Musicals „West Side Story“, „On the Town“, „Wonderful Town“, „Candide“ und „1600 Pennsylvania Avenue“. „Ausgewählt“ beschäftigt sich am Donnerstag, dem 16. August, um 10.05 Uhr mit dem Künstler als „Music Educator“. Bernstein war nicht nur Musiker, Dirigent und Komponist, er machte sich von Beginn an Gedanken darüber, wie Musik zu verstehen und wie dieses Verständnis von Musik zu vertiefen sein könnte. „Das Höchste und das Weiteste“ lautet der Titel der „Gedanken für den Tag“ von Montag, 20., bis Samstag, 25. August, jeweils um 6.56 Uhr. Reinhard Scolik, Fernsehdirektor des Bayerischen Rundfunks, präsentiert Gedanken zu und von dem Menschen und Musiker Bernstein. Unter dem Titel „Brennend vor Liebe zur Musik“ begibt sich das „Radiokolleg“ auf die Spuren des Komponisten, Dirigenten und Showman Bernstein – von Montag, 20., bis Donnerstag, 23. August, jeweils um 9.45 Uhr. „Der Überzeugungsweltmeister: Leonard Bernstein musiziert Vokalmusik.“ ist Thema von „Stimmen hören“ am Donnerstag, dem 23. August ab 14.05 Uhr. Am Samstag, dem 25. August, Bernsteins Geburtstag, bringen die „Hörbilder“ um 9.05 Uhr das Feature „Leonard Bernstein – Auf der Suche nach der amerikanischen Oper“. Dieses würdigt eine Seite des Künstlers, die bislang noch ihrer Entdeckung harrt: die des Musiktheater-Komponisten jenseits der berühmten „West Side Story“. An den Musiker und Menschen erinnern in diesem Feature seine Kinder Jamie, Alexander und Nina, sein langjähriger Assistent, der Dirigent John Mauceri, sein Librettist Stephen Wadsworth sowie der Musikwissenschafter Gregor Herzfeld. Neben zahlreichen Tonbeispielen kommt auch Leonard Bernstein selbst zu Wort – in zum Teil bislang unveröffentlichten Interviews. Ab 15.05 Uhr am 25. August lautet das Motto in „Apropos Klassik“ „Celebrating Lenny“ und auch die „Ö1 Jazznacht“ gratuliert – ab 1.45 Uhr ist eine Konzertaufnahme aus dem Brucknerhaus Linz mit Sängerin Carole Alston und ihrer Band zu hören, die u. a. Lieder von Bernstein interpretieren. Am Donnerstag, dem 30. August, sendet Ö1 ab 19.30 Uhr die Aufzeichnung eines RSO-Wien-Konzerts unter dem Dirigat von Markus Poschner beim Carinthischen Sommer. Zu hören ist Bernsteins Ouvertüre zu „Candide“ und die Symphonie Nr. 2 für Klavier und Orchester „The Age of Anxiety“ – Solistin: Anika Vavic – sowie Gottfried von Einems Suite aus „Dantons Tod“ und dessen „Concerto für Orchester“. Leonard Bernsteins „West Side Story“ steht am Samstag, dem 1. September, ab 19.30 Uhr auf dem Programm von Ö1. In dieser Aufnahme aus der Royal Albert Hall in London im Rahmen der „BBC Proms“-Konzerte spielt das John Wilson Orchestra unter John Wilson, es singen Sierra Boggess (Maria), Ross Lekites (Tony) sowie Studierende der Mountview Academy of Theatre Arts und der Arts Educational School in London.

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