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INFOS DES TAGES (DONNERSTAG, 9. JULI 2020)

09.07.2020 | Aktuelles

INFOS DES TAGES (DONNERSTAG, 9. JULI 2020)

WIENER STAATSOPER: BESONDERE EINBLICKE IN DAS HAUS AM RING


 Foto: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Mit Anfang Juli bietet die Wiener Staatsoper wieder Führungen durch das Haus an – in kleinerem Rahmen und unter Einhaltung der Corona-Auflagen

Wer immer schon plante, die Wiener Staatsoper zu besichtigen, aber bisher von langen Warteschlangen davon abgehalten wurde, für den ergibt sich nun die optimale Gelegenheit: Seit 1. Juli bietet die Wiener Staatsoper wieder mehrmals täglich Führungen an.

Von 10 bis 15 Uhr werden Gruppen jeweils zu jeder vollen Stunde durch das Haus begleitet. Zu sehen sind neben dem Großen Haus mit Zuseherraum und Bühne auch die berühmte Feststiege und die Prunkräume. Die Führungen werden in Deutsch und Englisch angeboten.


Feststiege. Foto: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Selbstverständlich hält man sich streng an die Corona-Auflagen: Vor dem Zutritt ins Opernhaus wird Fieber gemessen, die Gäste werden gebeten, Masken zu tragen und auch der Mindestabstand von einem Meter muss während der gesamten Führung eingehalten werden.

Eingang ist Ecke Operngasse/Opernring, Treffpunkt jeweils ab 20 Minuten vor der Führung.

Preise:

→ € 9,- Erwachsene

→ € 7,- Pensionisten oder Gruppen

→ € 4,- Studenten und Schüler

→ Kinder unter 6 Jahren haben freien Eintritt

»Wir freuen uns, dass wir das Haus wieder öffnen, und unserem Publikum zugänglich machen können. Wir laden alle Wienerinnen und Wiener ein, diesen Moment, in dem der Tourismus noch nicht wieder voll angelaufen ist, zu nutzen, und unsere wunderschöne Oper zu besichtigen«, so Eva Dintsis, Leiterin der Abteilung Führungen.

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DIE NÄCHSTEN STREAMS DER METROPOLITAN-OPERA (zu sehen wegen der Zeitverschiebung heute, Donnerstag)

Wednesday, July 8
Mozart’s Così fan tutte
Starring Susanna Phillips, Isabel Leonard, Danielle de Niese, Matthew Polenzani, Rodion Pogossov, and Maurizio Muraro, conducted by James Levine. From April 26, 2014.

Thursday, July 9
Zandonai’s Francesca da Rimini
Starring Eva-Maria Westbroek, Marcello Giordani, and Mark Delavan, conducted by Marco Armiliato. From March 16, 2013.

Friday, July 10
Tchaikovsky’s Eugene Onegin
Starring Anna Netrebko, Piotr Beczała, Mariusz Kwiecień, and Alexei Tanovitski, conducted by Valery Gergiev. From October 5, 2013.

Saturday, July 11
Puccini’s Madama Butterfly
Starring Hui He, Elizabeth DeShong, Bruce Sledge, and Paulo Szot, conducted by Pier Giorgio Morandi. From November 9, 2019.

Sunday, July 12
Viewers’ Choice: Wagner’s Tristan und Isolde
Starring Jane Eaglen, Katarina Dalayman, Ben Heppner, Hans-Joachim Ketelsen, and René Pape, conducted by James Levine. From December 18, 1999.
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MÜNCHEN/ Staatstheater am Gärtnerplatz: Spielzeit 2020/2021

Gärtnerplatztheater - Home | Facebook

 

Das Staatstheater am Gärtnerplatz präsentiert die Spielzeit 2020 I 2021

Das Gärtnerplatztheater plant in der kommenden Saison elf Premieren, darunter drei Uraufführungen und eine deutschsprachige Erstaufführung. Dem ungewissen weiteren Infektionsgeschehen geschuldet wurde zudem vorerst nur für die Vorstellungen bis 30. November ein detaillierter Spielplan veröffentlicht. Die weitere Terminplanung wird im Herbst bekanntgegeben. Eventuell fortbestehenden Einschränkungen auf der Bühne und im Orchestergraben, begegnet das Haus mit einem besonderen Preisgefüge, abhängig von der Ausstattung und der musikalischen Umsetzbarkeit. Tickets für alle Vorstellungen vom 13. September bis 30. November 2020 sind im vorgezogenen Vorverkauf ab 20. Juli erhältlich.
Die Pressekonferenz wurde als Live-Stream auf unserer Website übertragen und ist hier auch im Nachhinein noch zu sehen:
https://www.gaertnerplatztheater.de/de/news/die-spielzeit-20202021-am-gaertnerplatztheater.html

Der vorgezogene Vorverkauf für alle Vorstellungen vom 13. September bis 30. November beginnt am 20. Juli um 10 Uhr.

Weitere Informationen zum Spielplan und Preisen sind auf der Website des Gärtnerplatztheaters unter www.gaertnerplatztheater.de zu finden.

PREMIEREN

EUGEN ONEGIN
Lyrische Szenen
Musik von Peter I. Tschaikowsky
Libretto von Peter I. Tschaikowsky und Konstantin S. Schilowsky
Nach dem Versroman von Alexander Puschkin
In russischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Bramall; Bauer, Agathonos, Naidu; Falcon, Hausberg, Hausmann, Krasznec u.a.
Premiere 8. Oktober 2020

Uraufführung
UNDINE – EIN TRAUMBALLETT
Ballett
von Karl Alfred Schreiner
mit Musik von der Romantik bis zur Gegenwart
Premiere 12. November 2020

ANNA BOLENA
Tragedia Lirica
Musik von Gaetano Donizetti
Libretto von Felice Romani
Konzertante Aufführung
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Premiere 26. November 2020

DER VETTER AUS DINGSDA
Operette
von Herman Haller und Rideamus
Nach einem Lustspiel von Max Kempner-Hochstädt
Musik von Eduard Künneke
Premiere 17. Dezember 2020

DAS MEDIUM
Tragödie für Soli und Orchester
von Gian Carlo Menotti
Deutsch von Werner Gallusser
Premiere 21. Januar 2021, Studiobühne

JONNY SPIELT AUF
Oper
von Ernst Krenek
In deutscher Sprache mit deutschen Übertiteln
Premiere 4. März 2021

NON(N)SENS
Musical Comedy
von Dan Goggin
Deutsch von Markus Weber und Thomas Woitkewitsch
Überarbeitete Neufassung von Benjamin Baumann
Premiere 31. März 2021

Uraufführung
SCHUBERTS REISE NACH ATZENBRUGG
Oper
Musik von Johanna Doderer
Libretto von Peter Turrini
Auftragswerk des Staatstheaters am Gärtnerplatz
In deutscher Sprache mit deutschen Übertiteln
Premiere 30. April 2021

Uraufführung
DER STURM
Ballett
von Ina Christel Johannessen
Premiere 20. Mai 2021

DER BARBIER VON SEVILLA
Opera buffa
Musik von Gioachino Rossini
Libretto von Cesare Sterbini
Nach dem Schauspiel »Le Barbier de Séville« von Pierre Augustin Caron de Beaumarchais
In Kooperation mit dem Gran Teatre del Liceu Barcelona
und dem Théâtre du Capitole Toulouse
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Premiere 8. Juli 2021

Deutschsprachige Erstaufführung
MONTHY PYTHON´S DAS LEBEN DES BRIAN
Not the Messiah – He’s a Very Naughty Boy
Komisches Oratorium
von Eric Idle und John Du Prez
Nach dem gleichnamigen Film
Deutsch von Thomas Pigor
15. Juli 2021

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Kultur.Sommer.Semmering 2020
Literarisch-musikalisches Erwachen am Semmering

Kulturprogramm

Nach Wochen des kulturellen Stillstands dürfen zahlreiche Kulturliebhaber endlich aufatmen: Der Kultur.Sommer.Semmering wird diesen Sommer stattfinden, und bis auf wenige Ausnahmen können dabei sämtliche Veranstaltungen wie geplant gezeigt werden. Vom 10. Juli bis zum 6. September präsentiert Intendant, Pianist und Dirigent Florian Krumpöck erneut ein hochkarätiges Kulturprogramm im nostalgischen Höhenluftkurort Semmering. Insgesamt werden dabei 65 literarisch-musikalische Vorstellungen verschiedenster Genres im historischen Südbahnhotel zu erleben sein. Einige der renommiertesten Stars der österreichischen Musik-, Theater- und Fernsehlandschaft versprechen neun Wochen kulturell-inspirierte Sommerfrische am Semmering.

„Die letzten Wochen der allgemeinen kulturpolitischen Verunsicherung haben gezeigt, wie wichtig es ist, Worte wie ‚Systemrelevanz‘ einerseits mit Bedacht zu gebrauchen und andererseits in eine der Kulturnation Österreich, die doch von Humanismus und Bildung geprägt sein sollte, würdige Form zu übersetzen. Gerade die Lebendigkeit und die Poesie, ja die kleinen Oasen der Kunst sind es doch, die eine Gesellschaft vor dem geistigen und oft auch emotionalen Stillstand bewahren. Ich freue mich insbesondere, dass es am Semmering nun mit leichten Adaptionen und einem ausgeklügelten Sicherheitskonzept gelungen ist, nach einer hauptsächlich von Abstand geprägten Zeit wieder den hautnahen Kontakt mit den Brettern, die die Welt bedeuten, zu ermöglichen.“, so Intendant Florian Krumpöck.

INFOS DES TAGES (FREITAG, 5. JUNI 2020) | Online Merker

Copyright: Kultursommer Semmering

Renaissance der Sommerfrische am Semmering

Seit jeher ist es dem Festival ein Herzensanliegen, die Blütezeit des einst so schillernden Höhenluftkurortes um die Jahrhundertwende und die hier noch immer tief verwurzelte Ästhetik des Fin de Siècle wieder zum Strahlen zu bringen. Das 1882 erbaute und mittlerweile zum Kult avancierte Südbahnhotel war schon zu Zeiten Arthur Schnitzlers, Alma Mahlers und Stefan Zweigs ein mondäner Dreh- und Angelpunkt für die traditionelle Sommerfrische der Wiener Bohème um 1900. Abgesehen von der historischen Kulisse zeichnet sich die kreative Auseinandersetzung mit der Jahrhundertwende auch in zahlreichen Programmpunkten ab.

Kurhaus Semmering – Ein Projekt der Zukunft

Für das malerische Kurhaus Semmering begann mit dem Verkauf an den Grazer Hotelier Florian Weitzer Anfang 2020 ein aufregendes neues Kapitel. Die traditionsreiche Weitzer-Hotelgruppe plant eine der historischen Originalsubstanz getreue Komplettsanierung des nostalgischen Hauses und in Folge eine Wiedereröffnung als Hotel Grand Semmering. In diesem Zusammenhang war eine neuerliche Nutzung als Spielstätte für ausgewählte Vorstellungen des Kultur.Sommer.Semmering vorgesehen. Bedingt durch die Covid-19-Sicherheitsmaßnahmen kann dieses Vorhaben leider erst in den kommenden Jahren verwirklicht werden. Das diesjährige Programm wird daher zur Gänze in das Südbahnhotel verlegt. Der dortige Waldhofsaal ist um einiges weitläufiger und ermöglicht dem Publikum im Rahmen des neuen Sicherheitskonzepts einen uneingeschränkten Kunstgenuss.

Weiterführende Links

www.kultursommer-semmering.at

www.floriankrumpoeck.com

www.grandsemmering.com

www.suedbahnhotel-semmering.at
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HEUTE IN WIEN: WIEN/ LORELY-SAAL: „ I U N C T U S “ – verbunden sein ( 9. Juli)

LORELY-Saal - lorely-saals Webseite!

Am  9. Juli kommt nach monatelangem Stillstand endlich wieder Kunst in den Lorely-Saal. Weil aufgrund der Auflagen der Saal nicht voll besetzt werden kann, gibt es einzelne Module, mit unterschiedlichem Programm, die einzeln buchbar sind. Ich würde mich sehr freuen, wenn die veranstaltende Künstlerin viele ZuseherInnen hat und bitte es an möglichst viele weiterzugeben. Der Lorely-Saal unterstützt dieses spontan entstandene Projekt. Details & Karteninfos siehe unten.lg Aimée Klein

„ I U N C T U S “ – verbunden sein

Der “Lock-Down” stellte besonders KünstlerInnen, die kollektiv wirken und werken, vor besondere Herausforderungen. Weitreichende Einbußen und Ungewissheiten der Zukunft tauchen die Welt der Bühne weiterhin in gedämpftes Licht.

Chefdirigentin Nazanin Aghakhani, Wienerin mit persisch-russischen Wurzeln, will mit dem von ihr eigens ins Leben gerufenen Orchester “I U N C T U S” nicht nur sich selbst wieder mit weiteren Musikschaffenden verbinden, sondern auch mit den Zuhörenden, mit dem Publikum.

“I U N C T U S” sieht es auch als Mission, Altes & Neues zu verbinden – so wird zu wohlbekannter Wiener Klassik auch skandinavische Musik präsentiert, sowie Werke einer KomponistIn (Binnen-I!) unserer Zeit – diesmal eine Weltpremiere aus Aghakhani´s eigener Feder namens “ I U N C T U S”.

WANN
9. Juli 2020
18:30 & 20:30

WO: Lorely-Saal
Penzingerstrasse 72
1140 Wien
(Nähe U4 Station Hietzing)

https://www.lorely-saal.at

Die Einhaltung aller behördlichen Covid-Auflagen ist gewährleistet: u.a. fixe Sitzplätze mit freien Plätzen zur Abstandswahrung, Maskenpflicht bei Zu- und Ausgang, keine Pause.

KONZERT-MODUL 3, 9. Juli 2020, 18:30 bis 19:30 Uhr 

Grieg, E.    “To Nordiske Melodier” , op. 63
Aghakhani, N.    “I U N C T U S  3“  – Weltpremiere
Mozart, W.A.   Symphonie Nr. 29 in A-Dur

KONZERT-MODUL 4, 9. Juli 2020, 20:30 bis 21:30 Uhr

Sibelius, J.    “Valse Triste”, op. 44 
Aghakhani, N.    “I U N C T U S  4“  – Weltpremiere
Mozart, W.A.    Symphonie Nr. 40 in g-Moll

PREISE JE KONZERT-MODUL

Kategorie 1: 40 EUR
Kategorie 2: 30 EUR
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BLAUE MAZUR – SOMMERARENA BADEN ab 31.7.2020

Thomas Weinhappel freut sich auf seine Buffo-Rolle in Lehárs »Blaue Mazur« in der Sommerarena in Baden in einer eigenen Fassung ohne Chor und Ballett, dafür mit viel Drive ohne Pause!

Cornelia Ertl hat die besonderen Probenbedingungen (dh. mit Corona-Masken) im Photo festgehalten.

Premiere 31. Juli 2020, 19:30 Uhr, 1. August 2020, 19:30 Uhr, 8. August 2020, 19:30 Uhr, 9. August 2020, 19:30 Uhr, 16 .August 2020, 19:30 Uhr, 19. August 2020, 19:30 Uhr, 22. August 2020, 19:30 Uhr, 28. August 2020, 19:30 Uhr, 4. September 2020, 19:30 Uhr, 5. September 2020, 18:00 Uhr
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GRAZ/ SCHLOSSBERG: LUXURIÖS BESETZTER FIDELIO (20./22./23. AUGUST)

Fidelio“ in Starbesetzung auf den Kasematten | krone.at
Peter Seiffert. Foto: Michael Pöhn/ Wiener Staatsoper

Nach einer langen Phase voller Ungewissheit und herausfordernden Planungen, heißt es in den Grazer Spielstätten in Kürze wieder: „Bühne frei“! Am 20., 22. und 23. August 2020 laden „Junge Konzerte Graz“ und die Grazer Spielstätten auf derSchloßbergbühne Kasematten unter freiem Himmel zu Ludwig van Beethovens „Fidelio“ und damit zum Kultur-Comeback über den Dächern von Graz!

Die konzertante Aufführung besticht nicht nur durch internationale Weltstars wie z.B. Barbara Krieger, Ks. Peter Seiffert oder Peter Kellner, welche unter normalen Umständen auf Jahre hinaus ausgebucht wären – ihre Engagements in Berlin, Mailand, Wien, Edinborough, Tokyo etc. mussten Corona-bedingt abgesagt werden -, sondern auch durch die Kooperation mit Mitgliedern der Grazer Philharmoniker. Unter der Leitung von Kapellmeister Marcus Merkel werden diese das weitere Solistenensemble, hochklassig mit Größen ihres Fachs besetzt, musikalisch komplettieren.

Grazer Spielstätten-Geschäftsführer Mag. Bernhard Rinner: „Fidelio und den Grazer Schloßberg verbindet eine lange Tradition: Ursprünglich ab 1782 als Gefängnis für Schwerverbrecher aus allen Teilen der Monarchie genutzt, wurde die Schloßbergbühne Kasematten im Jahr 1937 feierlich mit Fidelio eingeweiht. Das jetzige Revival von Beethovens ,Befreiungsoper‘ markiert somit nicht nur ein Ereignis mit doppelter historischer Relevanz, sondern setzt ein starkes Signal über die steirischen Landesgrenzen hinweg.“ Tausende Grazer erinnern sich außerdem gern an stimmungsvolle Aufführungen an Sommerabenden in den 1950er, 1960er und 1970er Jahren. Im Jahre 1997 wurde die Kasemattenbühne zum bisher letzten Mal mit „Fidelio“ bespielt.

Durch die Corona-Krise hat die Kultur heuer international sehr zurückstecken müssen. Hunderte Festivals, die üblicherweise ab Juni mit spannenden Aufführungen aufwarten, mussten zumeist komplett abgesagt werden. Nun, da viele der Restriktionen Schritt für Schritt gelockert werden und insbesondere Freilicht-Veranstaltungen wieder möglich sind, ergibt sich auf der Schloßbergbühne Kasematten eine einmalige Gelegenheit: „Fidelioist eine Hymne an die Freiheit. Der Kontrast zwischen der düsteren Kerkerhaft und dem Licht der Gerechtigkeit ist nicht nur in der Musik zu hören, sondern auch auf der Bühne eindrucksvoll sichtbar. Wir möchten unserem Publikum mit der Oper nun, nach dem Lockdown, ein Stück ,Freiheitsgefühl‘ in unserer Open Air-Location zurückgeben“, so Bernhard Rinner.

Marcus Merkel, Dirigent und Gründungsmitglied von „Junge Konzerte Graz“: „Nachdem die europäische Kulturlandschaft heuer durch Corona einen nie dagewesenen Einschnitt erlebt hat, freue ich mich unbändig, Beethovens „Fidelio“ in einer Weltklasse-Besetzung nach Graz und zurück in die Kasematten bringen zu können. Mit dem ersten Grazer Opernspektakel nach dem Lockdown möchten wir ein Zeichen setzen, und werden dabei von internationalen Größen wie Peter Seiffert als Florestan und Altmeister Reiner Goldberg als Erstem Gefangenen unterstützt.“
„Kunst und Kultur zeigen, wie man Grenzen überwinden kann und ermutigen, sich auf neues Terrain zu begeben. Wie ein Kraftwerk versorgen sie uns mit der nötigen Energie, um neue, bunte Facetten des Lebens zu erschließen. Daher freuen wir uns, ,Fidelio‘ in diesem Sommer auf den Kasematten als Partner zu unterstützen“, so DI Christian Purrer, Vorstandssprecher der Energie Steiermark.

Michael Gradischnig, Leiter Werbung der Steiermärkischen Sparkasse: „Die Steiermärkische Sparkasse hat sich seit mittlerweile 195 Jahren der gesellschaftlichen Verantwortung für die Menschen und die Kultur des Landes verschrieben. Daher freut es uns besonders mit dieser musikalischen Produktion in einer der Zeit angepassten Form wieder Partner des Vereins ,Junge Konzerte Graz‘ sein zu dürfen.“

Nach der langen (Corona-)Durststrecke sehnen sich die Menschen nach gemeinschaftlichen Live-Erlebnissen im Opern- und Konzertbereich. Wir sind uns sicher, dass unser „Fidelio“ in dieser exzeptionellen Besetzung und der großartigen Spielstätte mit drei konzertanten Vorstellungen für 2.100 Zuschauer*innen eine große überregionale Aufmerksamkeit erregen wird und freuen uns über Ihre mediale Begleitung!

Tickets sind im Ticketzentrum (Kaiser-Josef-Platz 10, 8010 Graz) oder telefonisch unter +43 316 8000 erhältlich. Aufgrund der aktuellen Situation rund um Covid-19 ist eine namentliche Registrierung aller Ticketkäufer*innen erforderlich. Sollte es zu einer Absage kommen, wird das Geld rückerstattet.

Konzertante Oper und Corona – Wie geht das?

Aufgrund der Corona-Situation ergeben sich hohe Hygiene- und Sicherheitsauflagen, die zum Schutz unseres Publikums streng eingehalten werden (Abstand zwischen den Sitzreihen, Mund- und Nasenschutz im Chor bzw. Zugangsbereich, Desinfektionsvorrichtungen, registrierter Ticketkauf etc.). In Abstimmung mit „Junge Konzerte Graz“ haben wir uns gegen ein Mund- und Nasenschutz tragendes Publikum entschieden. Gemäß der in der Lockerungsverordnung des Bundesministeriums vorgeschriebenen Abstände zwischen den Sitzplätzen können somit 700 Personen pro Vorstellung Platz nehmen. Daher haben wir beschlossen, „Fidelio“ gleich an drei Abenden am Schloßberg zu spielen, um so 2.100 Zuschauer*innen aus ganz Österreich und darüber hinaus ein unvergessliches Opernspektakel bieten zu können.

Bühne – Solisten, Chor & Orchester

Im Kontext von Corona ist das gesungene Wort die größte Herausforderung, was die Bühne betrifft. Unsere Solisten werden daher am vorderen Bühnenrand mit genügend Abstand zur ersten Publikumsreihe agieren. Unser Chor wird mit Mund- und Nasenschutz singen, auch wenn wir uns hier ebenfalls um genügend Abstände zwischen den Sängern bemühen, da wir keinerlei Risiko einer Infektion eingehen werden.

Gemäß Tests, die die Wiener Philharmoniker unter ärztlicher Leitung im Mai dieses Jahres durchgeführt haben, verbreitet sich die Atemluft eines jeden Musikers in maximal 75 cm Entfernung von Mund und Nase. Aus den Öffnungen der Blasinstrumente entwich „kein oder nur kaum sichtbares Aerosol“. Das Ergebnis der Untersuchungen: „Eine Ausdehnung der Ausatemluft eines Künstlers von mehr als ~80 cm ist nicht zu erwarten.“

Daher verteilen wir die Blasinstrumente mit Abständen auf dem Podium und behalten uns vor, die Streicher mit Mund- und Nasenschutz spielen zu lassen. Auch bei sämtlichen Proben bzw. hinter der Bühne herrschen höchste Sicherheitsauflagen: Corona-Tests, regelmäßige Fiebermessungen, getrennte Proben etc.

Dirigent Marcus Merkel (Bild: Kmetitsch Werner)
Marcus Merkel (c) Werner Kmetitsch

Ensemble

Barbara Krieger – Leonore: Geboren in Wiesbaden, Studium der Germanistik, Anglistik & Musikwissenschaften in Mainz. Gesangsstudium Mozarteum in Salzburg. Preisträgerin beim berühmten AS.LI.CO. Gesangswettbewerb der Mailänder Scala. 1997 Ensemblemitglied der Wiener Staatsoper. Engagements u.a. im Gran Teatru del Liceu Barcelona, Bregenz, Leipzig, Karlsruhe, Nationaltheater Weimar. Konzerttournee mit Bryn Terfel (2007), 2008 Gala-Konzerte mit Startenor Roberto Alagna. 2009 Classic Open Air in Berlin mit José Carreras.

Ks. Peter Seiffert – Florestan: Geboren in Düsseldorf, Studium ebendort. 1992 Ernennung zum Bayerischen Kammersänger, 1996 Debüt bei Bayreuther Festspielen. Gast mit den Partien seines Fachs in allen wichtigen Musikzentren, darunter Wien, München, New York, Budapest, Dresden, Berlin, Tokio, Salzburg und London. Zahlreiche Aufnahmen mit den wichtigsten Dirigenten unserer Zeit, Echo Klassik als „Sänger des Jahres 1999“. Peter Seiffert gehört heute zu den Star-Tenören und wird vom Publikum enthusiastisch gefeiert; von der internationalen Presse als Sänger und Darsteller gewürdigt. Juni 2013 Ernennung von der Wiener Staatsoper zum Österreichischen Kammersänger, 2014 Kammersänger der Deutschen Oper Berlin.

Ks. Tomasz Konieczny – Pizarro: Geboren in Łódź/Polen, Studium ebendort als Schauspieler. Gesangsstudium in Warschau und Dresden. Preisträger beim 33. Internationalen DvorakGesangswettbewerb 1998 in Karlsbad. 2002 Ensemblemitglied in Mannheim, 2006-2014 Ensemblemitglied Deutsche Oper am Rhein. 2008 Debüt Semperoper Dresden, 2010 Deutsche Oper Berlin, 2011 Opéra National de Paris, 2019 Metropolitan Opera New York. Zusammenarbeit mit den wichtigsten Dirigenten unserer Zeit, darunter Christian Thielemann, Marek Janowski, Franz Welser-Möst, Sir Simon Rattle. 2019 Ernennung der Wiener Staatsoper zum Österreichischen Kammersänger.

Ks. Reiner Goldberg – 1. Gefangener: Geboren in in Crostau/Oberlausitz, Studium in Dresden. 1973 Ensemble der Semperoper Dresden, 1981-2005 Ensemble der Staatsoper Unter den Linden Berlin. Gastverpflichtungen als Heldentenor bei Bayreuther Festspielen und an allen großen Häusern der Welt, darunter Paris, New York, London, Mailand, Wien, Zürich, Hamburg und Berlin. 1977 Ernernnung der Dresdner Semperoper zum Kammersänger, 2019 Ehrenmitglied der Staatsoper Unter den Linden Berlin.

Peter Kellner – Rocco: Geboren in der Slowakei, Studium in Košice, Mozarteum Salzburg und Graz. 2015-2018 Ensemblemitglied der Oper Graz, seit 2018 Ensemblemitglied der Wiener Staatsoper. 2013 Engagement bei den Salzburger Festspielen, seither Debüts in Bratislava, in der Volksoper Wien, Royal Opera House London sowie beim Glyndebourne Festival. Preisträger des Int. Mozartwettbewerbs Salzburg 2018, Independent Opera Fellowship der Wigmore Hall Song Competition, 1. Preis des Int. Wettbewerbs Ferrucio Tagliavini Deutschlandsberg. Zusammenarbeit mit Dirigenten wie Sir Antonio Pappano, Vasily Petrenko, Adam Fischer, Marco Armiliato, Ivor Bolton & Friedrich Haider.

Narine Yeghiyan – Marzelline: Geboren in Armenien, Studium in Jerewan. 2009 beim Internationalen Gesangswettbewerb „Neue Stimmen“ Semifinale & Sonderpreis der Liz Mohn Stiftung ausgezeichnet. 2013 Stipendiatin des Richard-Wagner-Verbandes und 2011-2013 Stipendiatin der Liz Mohn Stiftung sowie Mitglied des Internationalen Opernstudios der Staatsoper im Schiller Theater; seit der Spielzeit 2013/14 an Berliner Staatsoper Ensemblemitglied. 2016 bei den Opernfestspielen St. Margarethen sowie Debüt in der Philharmonie Berlin. Zahlreiche Konzerte in ganz Europa.

Mario Lerchenberger – Jacquino: Geboren in Österreich, Gesangsstudium in Graz. Ebenfalls Studium der Chorleitung, Dirigieren mit Schwerpunkt Chor sowie Gesangspädagogik. Meisterkurse bei u.a. Cheryl Studer, Brigitte Fassbaender und Marius Vlad. Sänger bei Opernproduktionen im In- und Ausland, darunter Linz, Jaroslaw, Köln, „styriarte“ und „La Strada“ Graz. Seit 2019 Mitglied des Opernstudios der Oper Graz. Grazer Debüt mit großem Erfolg als Alfred in der „Fledermaus“.

Neven Crnić – Don Fernando: Geboren in Bosnien und Herzegowina, Studium in Graz, seit 2017 Ensemblemitglied der Oper Graz. 2018 Teil des Young Singers Project der Salzburger Festspiele, 2019 erster Preis und Publikumspreis beim 2. Internationalen Haydn Wettbewerb. Heuer war Europatour mit Gustavo Dudamel & Mahler Chamber Orchestra sowie Engagement bei den Salzburger Festspielen geplant – coronabedingt leider verschoben.

Marcus Merkel – Dirigent: Geboren in Berlin, Studium in Berlin, seit 2015 Pianist und Kapellmeister an der Oper Graz. Preise als Komponist, Pianist und Sänger. 2013 Gründer der Jungen Philharmonie Berlin, 2019 Gründer der Jungen Konzerte Graz. Gastdirigate in Kyoto, Amsterdam, Bozen, Rostock, zahlreiche kurzfristige Einspringer für Oksana Lyniv, Julien Salemkour sowie erkrankte Kollegen am eigenen Haus. Seit 2018 Einstudierung aller Beethoven Klavierkonzerte für Rudolf Buchbinder, 2019 Debüts in Koblenz und München.

Mitglieder der Grazer Philharmoniker – Orchester: Gegründet am 1. September 1950, geht das Grazer Philharmonische Orchester aus zwei bis dahin bestehenden Grazer Orchesterformationen, dem „Städtischen Orchester“ und dem „Funkorchester der Sendergruppe Alpenland“, hervor. Das Funkorchester wird damals im Zuge einer Strukturreform im Österreichischen Rundfunk aufgegeben, die der Stärkung des RSO Wien dient. Das Städtische Orchester kann auf eine traditionsreiche Rolle im steirischen Musikleben verweisen, denn es hatte beispielsweise Anton Bruckners Symphonie N° 5 zur Uraufführung gebracht. Auch wurde unter der Leitung des Komponisten im Jahre 1906 „Salome“ zur österreichischen Erstaufführung gebracht. Das Gründungskonzert des Grazer Philharmonischen Orchesters – auf dem Programm stehen Beethovens „Eroica“ und Strauss‘ „Ein Heldenleben „– findet am 4. September 1950 unter Herbert Albert im Grazer Stefaniensaal statt. Als integraler Bestandteil der Grazer Oper und des Grazer Kulturlebens spielt das Grazer Philharmonische Orchester vornehmlich Oper, Operette, Ballett und Musical. Darüber hinaus präsentiert sich das Grazer Philharmonische Orchester in der Grazer Oper mit einem eigenen Konzertzyklus und ist regelmäßig im Musikverein für Steiermark zu Gast.

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GESAMTE OPERN IM RUNDFUNK 9. – 15. JULI 2020

Röhrenradios / Antike Radios - Radios | willhaben

(Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern bezieht sich ausschließlich auf die untenstehenden Sender). Kurzfristige Programmänderungen der Sender vorbehalten!
Alle Zeiten MEZ.

9.7. IL BARBIERE DI SIVIGLIA (aus London, Aufnahme v. 17.9.2016) BBC 3-15 Uhr
11.7. FALSTAFF (aus Wien, Aufnahme v. 4.12.2016) Radio 4Hilversum-19 Uhr
LA VILLE MORTE (aus Göteborg, Aufnahme v. 8.3.) Deutschlandradio-19.05 Uhr
ARABELLA (aus Wien, Aufnahme v. 21.6.1964) ORF Ö1-19.30 Uhr
L’ORFEO (aus Kopenhagen, Aufnahme v. 7.3.), BBC 3-19.30 Uhr
LA JUIVE (aus Hannover, Aufnahme v. 14.9.2019) HR 2-20.04 Uhr
CAVALLERIA RUSTICANA-PAGLIACCI (aus New York, Aufnahme v. 13.1.2018) RAI 3-21.15 Uhr
12.7. DOKTOR FAUST (aus München, Aufnahme v. 28.6.2008) SWR 2-20.03 Uhr

EMPFANGSMÖGLICHGKEIT ÜBER DAS INTERNET
ORF – Ö 1 http://oe1.orf.at/
Bayern 4 https://www.br-klassik.de/index.html
HR 2 http://www.hr-online.de/website/radio/hr2/
WDR 3 http://www1.wdr.de/radio/wdr3/index.html
SWR 2 http://www.swr.de/swr2/-/id=7576/otnbb1/index.html
Deutschlandradio http://www.deutschlandradiokultur.de/startseite.197.de.html
RAI 3 http://www.radio3.rai.it/dl/radio3/programmi/PublishingBlock-61ab4215-547b-4563-8b1f-8932531e5469.html
Radio Suisse R. https://www.rts.ch/
Radio 4Hilversum https://www.nporadio4.nl/gids-gemist
VRT Klara http://www.klara.be/
RNE Clasica Madrid http://www.rtve.es/radio/radioclasica/programacion/
MET-Stream http://www.metopera.org/Season/Radio/Free-Live-Audio-Streams/
BBC 3 http://www.bbc.co.uk/radio3/programmes/genres/music/classical/opera/all
France Musique https://www.francemusique.fr/opera

Das sind jene Sender, die regelmäßig Opernübertragungen senden. Sollten unseren Lesern noch andere derartige Sender bekannt sein, dann bitten wir um Bekanntgabe inkl. Internetadresse.
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Oper ohne Chöre:

Friedeon Rosèn meint:  Oper ohne Chöre, da merkt man leicht den Mangel an. Seit Monteverdi erscheinen Chöre unerzichtbares Opern-Bestandteil. Nur Händel konnte es sich erlauben, in einer Phase auf sie zu verzichten. Auch Wagner ist nach einer Experimentierphase in Meistersinger, Götterdämmerung, Parsifal zu großer Choroper zurückgekehrt. Wenn D.Schwarz in Berlin nun ohne Chöre spielen will: ich würde nie hingehen. Der Chor gehört integral zum Opernhaus, es sind genauso solistisch ausgebildete Sänger wie die Ensemblemitglieder. Diese SängerInnen aus Geldgründen wegzulassen, weil man unbedingt wieder spielen möchte, halte ich für den falschen Weg. Auf großen Bühnen kann man auch in Coronazeiten einen Chor stellen, das ist der Erfindungsgabe der Regisseure anheimgestellt.

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ERFURT: Deutscher Bühnenverein teilt richterliche Auffassung nicht – Theater Erfurt startet neues GMD-Auswahlverfahren

 Zur Überraschung des Deutschen Bühnenvereins entschied das Landesarbeitsgericht Erfurt, die Anwendung des Artikels 33 GG auch für Stellen für Künstler*innen. Keiner der Richter*innen sah darin eine Einschränkung der Kunstfreiheit nach Artikel 5 Abs. 3 GG . Sie bemängelten die nicht ausreichend durchgeführte Dokumentationspflicht im Bewerbungsverfahren des Generalmusikdirektors (GMD). Nach Auffassung des Gerichts besteht bei Anwendung des Art. 33 GG aber eine solche Dokumentationspflicht.

Der Bühnenverein sieht zwar großen Handlungsbedarf, gegen dieses Urteil vorzugehen, empfiehlt aber dem Theater Erfurt das Auswahlverfahren aus sachlichen Gründen abzubrechen, um keine Zeit für künftige Spielpläne zu verlieren. Dieser Empfehlung folgt die Stadt Erfurt und ihr Theater, ohne dass ihr ein finanzieller Schaden entsteht.

Sollte zukünftig dieses Urteil noch einmal eine Rolle spielen, würde der Deutsche Bühnenverein dies zum Anlass nehmen, gegebenenfalls bis zum Bundesverfassungsgericht zu gehen, da diese richterliche Entscheidung im erheblichen Maße der etablierten Praxis künstlerischer Engagements in der deutschen Theaterlandschaft widerspricht. Das Grundgesetz regelt auch die Kunstfreiheit. „Eine Besetzung von GMD-Positionen nach Grundsätzen des Beamtenrechts wäre ein Desaster für die Orchester und Theater. Solche Fälle sind uns weder auf dem nationalen, noch auf dem internationalen Parkett bekannt“, kommentiert der Präsident des Deutschen Bühnenvereins Ulrich Khuon. 

Die künstlerische Arbeit des Philharmonischen Orchesters Erfurt wird durch diese juristische Entscheidung keineswegs beeinträchtigt. Der Dirigent Myron Michailidis wird als „Conducter in Residence“ für zwei Spielzeiten von 2020 bis 2022 eingeladen. Die GMD-Stelle wird demnächst ausgeschrieben.

Hintergrund: Ab der Spielzeit 2020/21 suchte das Theater Erfurt einen Generalmusikdirektor. 121 Bewerber*innen haben ihr Interesse bekundet. Mit dem Orchestervorstand einigte man sich auf zehn Kandidat*innen, die man für eine Probe und ein Konzert zum Vordirigat einlud. Danach schieden die Hälfte aus, und die anderen fünf leiteten einen Opernvorstellung. Am Ende blieben drei Dirigent*innen übrig, die sich erneut beweisen durften und zu einem persönlichen Gespräch nochmals eingeladen wurden. 

Der Kläger Adrian Müller kam nur durch ein Nachrückverfahren zunächst auf Platz 10. Er schaffte es nicht unter die letzten drei Kandidat*innen und verklagt seitdem das Theater Erfurt wegen nicht korrekten Auswahlverfahrens, wonach er sich auf den Artikel 33 des Grundgesetzes beruft. Dieser formuliert das Gleichbehandlungsgebot und einen Grundsatz der Besten-Auslese beim Zugang zu öffentlichen Ämtern. 

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