Online Merker Logo

Die internationale Kulturplattform

INFOS DES TAGES (DONNERSTAG, 6. SEPTEMBER 2018)

06.09.2018 | Aktuelles

INFOS DES TAGES (DONNERSTAG, 6. SEPTEMBER 2018)

WIENER STAATSOPER: LIVE STREAMS IM SEPTEMBER

 

Dienstag, 11. September 2017 | 19:00*
Carl Maria von Weber
DER FREISCHÜTZ

Wenige Stücke der Opernliteratur waren in ihrer Rezeptionsgeschichte einem derart intensiven und häufigen Paradigmenwechsel unterworfen wie Webers Freischütz: Galt er beispielsweise den einen als Schöpfer des natu?rlichen Volkstons, so den anderen gar als „deutschester“ Komponist (Wagner). Sahen diese das Gespenstische als zentrales Handlungselement, wollten jene das Schicksal oder gar die Natur, konkret den Wald, als eigentliche Hauptrolle erkennen (Pfitzner). Später verwies man gerne darauf, wie sehr Weber ganz grundsätzlich in der Nachfolge der französischen Revolutionsoper bzw. hinsichtlich der Verwendung des Volksliedtons in der Nachfolge Haydn und Beethoven stand. Ungeachtet all dieser Überlegungen gehört der Freischütz, diese im umfassenden Sinn „romantische Oper“, zum beliebten Kernbestand des deutschsprachigen Repertoires.

* Die Live-Übertragungen aus der Wiener Staatsoper werden innerhalb von 72 Stunden auch zeitversetzt gesendet.

 

Donnerstag, 13. September 2018 | 19:30*
Richard Strauss
ARIADNE AUF NAXOS

Die geistreiche musikalische Komödie Ariadne auf Naxos – für viele die beste Zusammenarbeit von Richard Strauss und Hugo von Hofmannsthal – erzählt von den auf die raue (Theater-)Wirklichkeit prallenden Wünschen und Träumen eines jungen Komponisten, von gebrochenen Frauenherzen und von der leichten Art, das Leben und die Liebe zu nehmen. Und nicht zuletzt geht die Oper der Frage nach menschlicher Treue, nach Wandlung und Beständigkeit, nach Vergessen und Freiheit nach.

* Die Live-Übertragungen aus der Wiener Staatsoper werden innerhalb von 72 Stunden auch zeitversetzt gesendet.

 

Sonntag, 23. September 2018 | 18:00*
Giuseppe Verdi
La Traviata

Die schöne Kurtisane Violetta Valéry lebt am Rande der bürgerlichen Gesellschaft: begehrt, aber auch verrufen. Der wahren Liebe hat sie abgeschworen – bis sie Alfredo trifft, der sie aus ganzem Herzen liebt. Doch die todkranke Violetta muss mit ihm brechen, um – durch seinen Vater gedrängt – den guten Ruf seiner Familie zu schützen. Verarmt, körperlich und seelisch gebrochen siecht sie dahin: die Rückkehr Alfredos und die Einsicht seines Vaters können sie nicht mehr retten .

* Die Live-Übertragungen aus der Wiener Staatsoper werden innerhalb von 72 Stunden auch zeitversetzt gesendet.

 

Freitag, 28. September 2018 | 19:00*
Jules Massenet
Werther

Jules Massenets Werther basiert auf dem berühmten Briefroman Goethes Die Leiden des jungen Werthers. Die tragische Handlung rund um den unglücklichen jungen Werther, der in die verheiratete Charlotte verliebt ist und aus unerfüllter Leidenschaft Selbstmord begeht, rührte und rührt auch in der Opernfassung Generationen von Zuschauern. Für Wien hat die Oper eine besondere Bedeutung – wurde sie doch im Jahr 1892 im Haus am Ring mit großem Erfolg uraufgeführt! In der aktuellen Inszenierung von Andrei Serban ist das Geschehen in die 50er Jahre des letzten Jahrhunderts verlegt. Der französische Dirigent Frédéric Chaslin, dem Haus seit langem eng verbunden, leitet die Vorstellungsserie im September.

* Die Live-Übertragungen aus der Wiener Staatsoper werden innerhalb von 72 Stunden auch zeitversetzt gesendet.

Diesen Monat kostenlos in der Videothek für unsere Abonnenten:     

La Fanciulla del West | Giacomo Puccini
Aufzeichnung aus der Wiener Staatsoper, 2013

La Forza del destino | Giuseppe Verdi
Aufzeichnung aus der Wiener Staatsoper, 2008

Patchwork | Tristan Schulze
Aufzeichnung der Wiener Staatsoper, 2017

Erleben Sie Wiener Staatsoper Live at Home –  auf all Ihren Geräten.

Erfahren Sie hier, wie einfach Sie Übertragungen aus der Wiener Staatsoper zu Ihrer bevorzugten Startzeit auf all Ihren Geräten ansehen können: Video ansehen < http://cdn.mlwrx.com/sys/r.aspx?sub=Jv2dt_yYnWP&tid=0-1X9NsV-1iHni5&link=f1kR >

Direkt über die Website

Sehen Sie Live-Übertragungen und Aufzeichnungen aus unserer Videothek direkt über unsere Website auf Ihrem Computer oder Laptop, am Besten über ein angeschlossenes großes TV-Gerät oder einen Beamer.  > Web Test-Stream jetzt ansehen

In der Samsung SmartTV App

Installieren Sie die Wiener Staatsoper SmartTV App, verbinden Sie das Gerät mit Ihrem Kundenkonto und sehen Sie die Übertragungen bequem am Großbildschirm. Sie können mit Ihrer Fernbedienung jederzeit zwischen Live-Opernfilm und Gesamtblick auf die Bühne umschalten.

Mobil /  A1TV Media Box / Apple TV / Amazon Fire TV Empfangen Sie unsere Übertragungen in den Live Apps für Ihr Mobilgerät (iOS und Android), im neuen Apple TV, auf Amazon Fire TV, und besonders bequem im MENÜ Ihrer A1TV Mediabox unter den INTERNET APPS. Einmal gebucht, brauchen Sie nur mehr Ihre gewohnte Fernbedienung!

Immer zur besten Zeit

Wählen Sie beim Kauf aus, ob Sie die Übertragung live zur  Wiener Beginnzeit oder zu Ihrer persönlichen Prime-Time in Ihrer Zeitzone sehen möchten. Bestimmen Sie Ihre Wunsch-Beginnzeit innerhalb von 72 Stunden. Mehr erfahren

Wir freuen uns auf Ihren Besuch auf http://cdn.mlwrx.com/sys/r.aspx?sub=Jv2dt_yYnWP&tid=0-1X9NsV-1iHni5&link=f1kT!

Wiener Staatsoper GmbH, Opernring 2

———————————————————————————————————-

WIENER STAATSOPER: ARIADNE AUF NAXOS ab 7. SEPTEMBER

Besetzungsänderung in „Ariadne auf Naxos“ an der Wiener Staatsoper

Herbert Lippert singt in der morgigen, 7. September 2018, Vorstellung von „Ariadne auf Naxos“ den Tenor/Bacchus anstelle des erkrankten KS Stephen Gould.


Jochen Schmeckenbecher. Foto: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Am Freitag, 7. September 2018 wird Strauss’ Ariadne auf Naxos wiederaufgenommen: KS Adrianne Pieczonka verkörpert die Titelpartie, Herbert Lippert den Tenor/Bacchus, KS Sophie Koch den Komponisten, Daniela Fally die Zerbinetta, Jochen Schmeckenbecher den Musiklehrer und KSCH Peter Matić den Haushofmeister. Svetlina Stoyanova, in dieser Saison Stipendiatin von Novomatic, gibt als Dryade ihr Debüt im Haus am Ring, ihre Staatsopern-Rollendebüts geben Rafael Fingerlos als Harlekin und Jinxu Xiahou als Scaramuccio.
Patrick Lange leitet erstmalig Ariadne auf Naxos im Haus am Ring.

Bildergebnis für wiener staatsoper ariadne auf naxos
Daniela Fally. Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Bildergebnis für adrianne Pieczonka
Adrianne Pieczonka. Copyright/ Bo Huang

Reprisen: 10. und 13. September



MUSIKVEREIN FÜR STEIERMARK/ GRAZ: SAISONSTART


Oksana Lyniv, YOUTH SYMPHONY ORCHESTRA OF UKRAINE. Copyright: I.Sereda

  1. FESTKONZERT

Mo 17.09.2018

Konzert für Menschenrechte I Saisoneröffnungsfest

Uhrzeit: 19:30 Uhr
Ort: Stefaniensaal

OKSANA LYNIV
YOUTH SYMPHONY ORCHESTRA OF UKRAINE
ANTONII BARYSHEVSKYI Klavier

Werke von Ludwig van Beethoven | Franz X. Mozart

Seit 2017 ist Oksana Lyniv Chefdirigentin der Grazer Philharmoniker. Neben ihrer internationalen Tätigkeit engagiert sich die Ukrainerin für den musikalischen Nachwuchs und das Musikleben der Ukraine. So hat sie nicht nur das „LvivMozArt“-Festival, sondern auch das Youth Symphony Orchestra of Ukraine gegründet, das die talentiertesten Jungmusiker der Ukraine vereint. Auf Einladung des Musikvereins, dessen Konzerte für Menschenrechte seit 2015 regelmäßig für große mediale Beachtung sorgen, werden Oksana Lyniv und mehr als 60 junge Musiker aus der Ukraine die 204. Musikvereins-Saison eröffnen. Auf dem Programm stehen unter anderem Beethovens 7. Symphonie sowie Klavierwerke aus der Feder von Mozarts Sohn Franz Xaver. Damit setzt der Musikverein einmal mehr ein Zeichen für Toleranz und ein friedliches Miteinander.

  1. FESTKONZERT
    Mi 19.09.2018
    Uhrzeit: 19:30 Uhr
    Ort: Kammermusiksaal

ANGELIKA-PROKOPP-SOMMERAKADEMIE
DER WIENER PHILHARMONIKER
MICHAEL WERBA Gesamtleitung

Wolfgang A. Mozart
La clemenza di Tito

Das Œuvre Wolfgang A. Mozarts als Basis fundierter Musikausbildung wird jährlich im Rahmen

der Sommerakademie der Wiener Philharmoniker unter „philharmonischer Anleitung“ gepflegt und erarbeitet. Nach Cosí fan tutte und Le nozze di Figaro findet der jährliche Opernreigen am 19.9. mit der szenischen Produktion von La clemenza di Tito zum Thema Toleranz auch seine inhaltliche Fortsetzung: Trotz Intrigen beharrt Kaiser Titus auf der Herrschertugend der Großmut und vergibt schließlich seinen Verrätern. Mit diesem Projekt wird der 2009 mit Rossinis Il signor Bruschino begonnene Kammeropernreigen des Musikvereins fortgeführt.

Opera seria in zwei Akten
In Kooperation mit der Angelika-Prokopp-Sommerakademie
der Wiener Philharmoniker | MUK Privatuniversität Wien

Karten: Konzertkasse
Sparkassenplatz 2, 8010 Graz
Mo. 9-18 Uhr, Di.-Fr. 9-15 Uhr

0316 82 24 55, tickets@musikverein-graz.at

————————————————————————————————————–

WIEN MODERN MIT 80 UR- BZW. ERSTAUFFÜHRUNGEN

Bildergebnis für wien modern

1988 wurde Wien Modern von Claudio Abbado gegründet, 2017 feierte das Festival für vielfältige neue Musik sein 30. Jubiläum. Die 31. Ausgabe im November 2018 lädt unter dem Thema «Sicherheit» zu unterschiedlichsten Grenzgängen und musikalischen Drahtseilakten. Das Programm ist jetzt online unter www.wienmodern.at.

Musik ist geradezu abenteuerlich gut dazu geeignet, um zu spüren, wie Kontrolle und Freiheit, Sicherheit und Risiko, Vorsicht und Wagemut einander in der Balance halten: Nichts wäre langweiliger als ein Konzert, bei dem alle nur an Vorsicht, ständige Sicherheit und das perfekte Einhalten strenger Regeln denken. Nichts ist schöner, als Musikerinnen und Musiker auf der Bühne dabei zu erleben, wie sie an Grenzen gehen, die Komfortzone verlassen, Fehler riskieren, die Augen schließen und einige kostbare Augenblicke lang Unmögliches möglich werden lassen.

«Je schöner etwas ist, desto riskanter ist es», sagte Nikolaus Harnoncourt, «ganz knapp neben der höchst erreichbaren Schönheit ist der Abgrund – und der Absturz. Dort haben wir uns hinzubegeben, wir haben nicht in der Sicherheitszone herumzuwursteln.» Diese Aufforderung nehmen verschiedenste Künstlerinnen und Künstler im Programm von Wien Modern 2018 beim Wort: Komponistinnen und Komponisten balancieren in zahlreichen Auftragswerken und Wettbewerbseinreichungen auf dem schmalen Grat zwischen Determination und Zufall, Freiheit und Kontrolle. Interpretinnen und Interpreten trauen sich atemberaubende Drahtseilakte der Virtuosität oder des Improvisierens, üben seit Monaten an sauschweren Meisterwerken oder proben blindes Zusammenspiel und blitzschnelle Reaktionen.

An 34 Spieltagen und 30 Spielstätten in 11 Wiener Gemeindebezirken finden über 110 Veranstaltungen mit rund 80 Ur- und Erstaufführungen statt. Der Generalpass gibt Zugang zu fast allen Produktionen (€ 130 / € 85) und ist heuer erstmals auch als Stipendium erhältlich. Als weitere Neuerung gibt es in diesem Jahr eine Vorteilskarte, die 30% Rabatt gewährt. Das Programm ist online unter www.wienmodern.at, der Vorverkauf läuft ab dem 10. September.

————————————————————————————————————-

OPERNSTUDIO DER OPER FRANKFURT FEIERTE 10-JÄHRIGES BESTEHEN


Copyright: Oper Frankfurt/ Barbara Aumüller

Das Opernstudio der Oper Frankfurt feiert in der aktuellen Spielzeit 2018/19 sein 10-jähriges Bestehen. Grund genug, diese Einrichtung, welche sich zu einer der renommiertesten Talentschmieden an deutschsprachigen Opernhäusern entwickelt hat, mit einem Festkonzert zu ehren. Dieses fand am am Dienstag, dem 4. September 2018 im Opernhaus statt, gemeinsam mit aktuellen und ehemaligen Stipendiatinnen und Stipendiaten auf der großen Bühne des Opernhauses
________________________________________________________________________.

Österreichische Nationalbibliothek restauriert wertvolle Weltkarte

Die beinahe zwei Quadratmeter große Weltkarte des Guiseppe Rosaccio stammt aus der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts und kam als Geschenk an die Österreichische Nationalbibliothek. Vor kurzem konnte das wertvolle und äußerst seltene Werk erfolgreich restauriert werden.


Seemonster und fiktive Kontinente

Weltkarte aus der großen Zeit der Entdeckungen
Die Weltkarte stammt von Guiseppe Rosaccio (um 1530–1620), einem italienischen Arzt und Philosophen mit großem Interesse für Kosmografie. 1597 ließ er in Venedig erstmals eine 111 x 188 cm große Karte mit dem Titel „Universale Descrittione Di Tutto Il Mondo“ herausgeben. Sie repräsentiert das geografische Wissen des sogenannten „Entdeckungszeitalters“ und zeichnet sich durch einige Besonderheiten aus.

Auffallend ist etwa eine riesige Landmasse am unteren Rand der Karte. Dieser Südkontinent beruht auf einer Hypothese des antiken Philosophen Aristoteles, der der Ansicht war, dass sich auf der Südhalbkugel ebenso viel Land befinden müsse wie auf der Nordhalbkugel, damit die Erde nicht ins Trudeln gerät. Diese sogenannte „Terra Australis“ findet sich auf zahlreichen Karten, bis James Cooks Expeditionen im späten 18. Jahrhundert ihre Nichtexistenz bewiesen.

Besonders bemerkenswert sind auch die zahlreichen bildlichen Darstellungen. Sie zeigen Seemonster ebenso wie Neptun, den Gott des Meeres, der in einer von einem Seepferd getragenen Muschelschale über den Ozean fährt. Es finden sich außerdem Szenen, die das Leben und die Bräuche der indigenen Völker Nordamerikas wiedergeben, sowie allegorische Darstellungen der Kontinente Europa, Afrika, Asien und Amerika. Ausführliche Texte mit geografischen und ethnografischen Erläuterungen ergänzen das Bild.

Die Karte ist in insgesamt fünf Ausgaben bekannt. Das nun restaurierte Exemplar entspricht der vierten Ausgabe von 1647 und kam 2016 als Schenkung einer Privatperson, die anonym bleiben möchte, an die Österreichische Nationalbibliothek.

Neue Restauriermethode
Die großformatige Karte ist ein auf Leinwand kaschierter, zehnteiliger Kupferstich auf Papier. Dieser Druck war aus heutiger Sicht unsachgemäß gelagert und durch Feuchtigkeit und Insektenschäden schwer beschädigt. Teile der Karte waren zudem mit einem kupferhaltigen Grünpigment bemalt worden, das sich im Lauf der Zeit braun verfärbt und das Papier durch chemische Reaktionen stark abgebaut hat.

Die komplizierte Restaurierung dauerte insgesamt ein Jahr. Sie gelang durch jene Erkenntnisse, die im Rahmen eines Forschungsprojekts des hauseigenen Instituts für Restaurierung gewonnen und nun erstmals erfolgreich angewendet werden konnten. Sie ermöglichten u. a. die Trennung der kolorierten Druckgrafik von der Leinwand und die Abnahme des Klebstoffes, was für die weitere Lagerung der wertvollen Karte unumgänglich ist. Durch Reinigung und das Ergänzen der zahlreichen Fehlstellen ist die Karte wieder besser lesbar.

Derzeit wird das restaurierte Werk digitalisiert. Nach weiteren konservatorischen Maßnahmen steht es ab November in der Kartensammlung der Österreichischen Nationalbibliothek für Forschungszwecke zur Verfügung.

_________________________________________________________________

 

Diese Seite drucken