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INFOS DES TAGES (DONNERSTAG, 6. MAI 2021)

06.05.2021 | Aktuelles

INFOS DES TAGES (DONNERSTAG, 6. MAI 2021

Das Programm der „Osterfestspiele Salzburg  im Herbst“

29. Oktober bis 1. November 2021

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Die Osterfestspiele Salzburg finden 2021 im Herbst statt – am Allerheiligen-Wochenende vom 29. Oktober bis zum 1. November. Christian Thielemann und Nikolaus Bachler präsentieren hochkarätige Konzerte mit der Sächsischen Staatskapelle Dresden als Residenzorchester und unter anderem mit Hilary Hahn, Anja Kampe, Golda Schultz, Daniele Gatti, Stephen Gould, Denis Matsuev und René Pape.

Christian Thielemann steht an drei Abenden am Pult der Staatskapelle Dresden

Christian Thielemann und die Sächsische Staatskapelle Dresden eröffnen die „Osterfestspiele im Herbst“ am Freitag, 29. Oktober, mit Wolfgang Amadeus Mozarts Requiem. Es singt der Bachchor Salzburg, die Solopartien sind mit Golda Schultz, Christa Mayer, Sebastian Kohlhepp, und René Pape besetzt.

Am Samstag begrüßen die Osterfestspiele Gastdirigent Daniele Gatti am Pult der Staatskapelle: Hilary Hahn, ein gefeierter Weltstar der Violine, wird Mozarts A-Dur-Konzert interpretieren. Ebenfalls auf dem Programm stehen Felix Mendelssohn Bartholdys Meeresstille und glückliche Fahrt, sowie Robert Schumanns 3. Symphonie.

Am Sonntag präsentieren Christian Thielemann und die Staatskapelle Dresden mit einem Konzert unter dem Titel Winterstürme Ausschnitte aus Richard Wagners Die Walküre und Götterdämmerung. Anja Kampe, bei den Osterfestspielen 2017 die Brünnhilde, singt neben Stephen Gould (Siegmund) und René Pape (Hunding) die Sieglinde im 1. Aufzug der Walküre. Im zweiten Teil des Konzerts erklingen die Morgendämmerung, Siegfrieds Rheinfahrt und Siegfrieds Trauermarsch, bevor Anja Kampe den Abend mit dem Schlussgesang der Brünnhilde aus der Götterdämmerung beschließt.

Zum Abschluss des Festivals zu Allerheiligen wird Denis Matsuev, einer der meistgefragten Pianisten seiner Generation, Edvard Griegs Klavierkonzert interpretieren. Unter der musikalischen Leitung von Christian Thielemann steht im zweiten Teil des Konzerts außerdem Richard Strauss‘ „Tondichtung für großes Orchester“ Ein Heldenleben auf dem Programm.

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Franz Welser-Möst: »Nivellierung funktioniert nur nach unten«

Franz Welser-Möst am Pult der Wiener Philharmoniker im letzten der drei Konzerte nach dem ersten »<abbr>COVID-19</abbr>-Lockdown« im Juni&nbsp;2020 © Wiener Philharmoniker/Dieter Nagl
Franz Welser-Möst am Pult der Wiener Philharmoniker im letzten der drei Konzerte nach dem ersten »COVID-19-Lockdown« im Juni 2020. Foto: Wiener Philharmoniker/Dieter Nagl

Der Maestro im Pressegespräch über die Bildungspolitik in Österreich, politische Kurzsichtigkeit und private Initiativen.

»Jetzt müssen Sie sich von mir eine Tirade anhören«, beantwortete Franz Welser-Möst vor seinem philharmonischen Konzert die Frage, ob Initiativen für Schüler in Cleveland, verbilligte Eintrittskarten für Jugendliche und die Orchester-Akademie der Wiener Philharmoniker nicht nur ein Tropfen auf einem heißen Stein seien. »Ich würde die Politik bitten aufzuhören, von Österreich als Kulturnation zu reden.« Österreich habe beim PISA-Test 2018 in den musisch-kreativen Fächern »den ehrenvollen letzten Platz« belegt. Aber darüber aufgeregt habe sich niemand. »Das war nirgends ein Thema.«…
http://www.dermerker.com/index.cfm?objectid=BAF97F3D-EB69-D4F4-D54DB45D121BAABE

Thomas Prochazka/ www.dermerker.com
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Die MET zeigt heute den ganzen Tag auf ihrem Streamingkanal Ambroise Thomas‘ eher selten gespielte Oper Hamlet in einer Aufzeichnung aus der MET von 2010.

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 Simon Keenlyside als Hamlet

Die Produktion von Moshe Leiser und Patrice Caurier wurde zuvor schon in Genf, London und Barcelona mit großem Erfolg gespielt. Leider hat sie es nie nach Wien geschafft. Der Hamlet ist eine der Paradepartien Simon Keenlyside’s und die MET hat eigens für ihn die Produktion nach New York geholt. Marlis Petersen sprang quasi über Nacht als Ophelia ein, nachdem Natalie Dessay die Partie kurz vor der Premiere zurückgelegt hat. Jennifer Larmore ergänzte als fulminante Gertrud, Hamlet’s Mutter. Die hervorragenden Sängerdarsteller machen aus dieser Oper wahrlich packendes Musiktheater!

https://www.metopera.org/season/on-demand/opera/?upc=811357013625

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Zu „TURANDOT“ in St. Margarethen: Ein Interview  mit dem Regisseur Thaddäus Strassberger (aus dem Jahr 2018, geführt von Dr. Klaus Billand)

Billand hält das für eine gute Wahl

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Thaddäus Strassberger. Foto: Olga Kereluk

https://onlinemerker.com/thaddeus-strassberger-regisseur/

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Livestream aus dem Burgtheater am 9. Mai um 11 Uhr
EUROPA IM DISKURS – DEBATING EUROPE: Do we need post-covid economic revolution?

Burgtheater Wien startet mit generativem Design in die neue Spielzeit –  Design Tagebuch

 Auch im Mai wird die Matinee EUROPA IM DISKURS – DEBATING EUROPE via Livestream aus dem Burgtheater übertragen: Am Sonntag, den 9. Mai um 11 Uhr diskutieren hochkarätige Gäste über die Frage „Do we need a post-covid economic revolution?“. Auf www.burgtheater.at können Sie die Diskussion live und kostenfrei mitverfolgen.

Die COVID-19-Pandemie und die von ihr ausgelöste Wirtschaftskrise sorgen nicht nur in der Finanz- und Sozialpolitik in den meisten Industrieländern für Erschütterungen, sondern auch in der von Ökonom*innen geführten Debatte über die Rolle des Staates, die Zukunft der Arbeit und das Gleichgewicht zwischen notwendigem Wirtschaftswachstum und den Erfordernissen zur Bekämpfung der globalen Erwärmung. Wie viele dieser neuen Ideen werden fortbestehen, wenn die Pandemie vorbei ist? Ist die Zeit für einen neuen Ansatz in der Ökonomie endlich gekommen?

Es diskutieren:

Albena Azmanova ao. Professorin für Politische und Gesellschaftstheorie an der Brussels School of International Studies, Universität Kent
Daniel Gros Distinguished Fellow und Vorstandsmitglied, Centre for European Policy Studies
Lisa Herzog Professorin für Politische Philosophie an der Universität Groningen
Harald Oberhofer Professor am Institut für Internationale Entwicklung und am Institut für Volkswirtschaftslehre
Moderation: Eric Frey Der Standard

Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt.

Seit über zehn Jahren präsentiert die mit internationalen Expert*innen besetzte Gesprächsreihe EUROPA IM DISKURS – DEBATING EUROPE im Burgtheater damit Gäste aus Politik, Ökonomie und Wissenschaft. Sie diskutieren kontrovers brandaktuelle Themen, zu denen Europa sich verhalten muss. Die erfolgreiche Reihe wird nun bereits zum zweiten Mal via Livestream von der Burgtheaterbühne übertragen.

Eine Kooperation von ERSTE-Stiftung, Institut für die Wissenschaften vom Menschen (IWM) und DER STANDARD.

Diskutieren Sie mit auf Twitter: #EuropaimDiskurs

Burgtheater: Spielplan Mai/ Juni

anbei übermitteln wir Ihnen die Premierentermine für den Monat Mai sowie einen Ausblick auf die Premieren im Monat Juni 2021.Den vollständigen Spielplan für Mai finden Sie unter https://www.burgtheater.at/spielplan

Vorverkaufs-Hinweis: Der allgemeine Vorverkauf für die Mai-Vorstellungen beginnt am 14. Mai 2021 – an den Kassen & online: 8 Uhr, Kreditkartenhotline +43 (0) 1 51444 4545: 10 Uhr. Alle Abonnent*innen erhalten Informationen direkt von unserem Abonnement-Büro.

Premieren im Mai im Akademietheater, Kasino und Vestibül

 Akademietheater
19.05.2021, 20.00 Uhr
Fräulein Julie
August Strindberg                                   

 Sommer 1888. August Strindberg lebt mit seiner ersten Frau Siri von Essen und ihren Kindern auf dem heruntergekommenen Herrensitz Skovlyst in der Nähe von Kopenhagen. Eine Zeit ständigen Umherziehens durch Europa liegt hinter ihnen, in der Ehe kriselt es und in der Kasse auch. Innerhalb kurzer Zeit, vom 22. Juli bis zum 10. August, schreibt Strindberg Fräulein Julie und in den Wochen danach, vermutlich länger als am Stück, das berühmte Vorwort: „In dem vorliegenden Drama habe ich nicht versucht etwas Neues zu bringen – denn das kann man nicht – sondern nur die Form gemäß den Forderungen zu modernisieren, welche, nach meiner Meinung, die neuen Menschen unserer Zeit an diese Kunst stellen sollten. Und zu diesem Zwecke habe ich gewählt oder mich ergreifen lassen von einem Motiv, von welchem man sagen kann, es liegt außerhalb der Parteikämpfe des Tages. […] Als moderne Charaktere, die in einer Übergangszeit leben, welche hektischer und hysterischer ist als die vorhergehende, habe ich meine Figuren schwankender, zerrissener, von Altem und Neuem zusammengesetzter geschildert.“

Wir befinden uns heute wieder in einer Übergangszeit mit schwindenden Sicherheiten. Nicht zuletzt erzählen uns die Stücke des späten 19. Jahrhunderts deswegen noch so viel, weil sie Nachrichten aus Zeiten des Umbruchs sind, weil wir auf eine Art genauso verloren sind wie Jean und Julie. Und dass, wenn zwei Instanzen träumen und eine dritte plant, wir uns sicher sein können, wer die Macht ergreifen wird.

Regie: Mateja Koležnik

Bühne: Raimund Orfeo Voigt
Kostüme: Ana Savić-Gecan
Choreografie: Matija Ferlin
Musik: Michael Gumpinger
Dramaturgie: Götz Leineweber

Mit: Sarah Viktoria Frick, Maresi Riegner, Itay Tiran

Kasino
22.05.2021, 20.00 Uhr
Österreichische Erstaufführung
Der Fiskus

Felicia Zeller

Sie heißen Bea Mtinnen, Nele Neuer, Elfi Nanzen, Reiner Lös und Angie Außen, arbeiten in einem baufälligen Finanzamt und nehmen sich unserer wichtigsten Sache an, der Steuererklärung. Die Angestellten im mittleren und höheren Dienst durchschauen alle, auch jene, die nach den Schlupflöchern im Steuerrecht suchen wie nach dem Heiligen Gral.
Es geht um Gewinn und Verlust, Sieg und Niederlage – um den Betrag unter dem Strich, also sind Verzweiflung, Neid und Streitigkeiten ihre täglichen Begleiter. In der Welt der Paragrafen und Reglementierungen möchten sie manchmal nur noch eines absetzen, nämlich sich selbst. Allein die Sehnsucht nach Gerechtigkeit hält ihre Seelen vereint und kämpferisch. Hauptsache sie sind nicht kleiner als die Überflieger der Investmentbanken und Wirtschaftskanzleien, die ihre Millionen am Ende doch nicht zahlen. Felicia Zeller macht den langweiligsten Ort der Welt zur Bühne menschlichen Versagens und wirft mit pointierten Dialogen, Wortwitz und Swing den Blick auf das, was die Welt im Innersten zusammenhält: die Zahlen.

Anita Vulesica, Regisseurin und Schauspielerin, spielte mehrfach in Theaterstücken und Filmen von Felicia Zeller, die mit ihrer Komödie Der Fiskus für den Mülheimer Dramatikerpreis 2020 nominiert wurde.

Regie: Anita Vulesica
Bühne: Henrike Engel
Kostüme: Janina Brinkmann
Musik: Andreas Radovan
Technische Chorproben: Hannes Marek
Choreografie: Mirjam Knebel

Licht: Norbert Gottwald
Dramaturgie: Rita Czapka, Tobias Herzberg

Mit: Bardo Böhlefeld, Stefanie Dvorak, Dorothee Hartinger, Sabine Haupt, Deleila Piasko

 Vestibül & mobil

22.05.2021, 16.00 Uhr
Mein ziemlich seltsamer Freund Walter

Sibylle Berg

Burgtheaterstudio
für alle ab 8

Ganz schön seltsam ist es auf diesem blauen Planeten, findet Klakalnamanazdt. Er kommt aus dem extraterrestrischen All und hat sein Raumschiff zurück nach Hause verpasst. Ausgerechnet auf der Erde ist er gestrandet, die als Reiseziel nicht den besten Ruf hat; alle haben ein wenig Angst vor diesen Menschen. Klakalnamanazdt hat aber Glück: Er trifft auf die achtjährige Lisa, die ihn Walter nennt und bei sich aufnimmt.

Leider gefällt Walter Lisas Alltag so gar nicht: Seit Lisas Eltern arbeitslos sind, bewegen sie sich nur zwischen Sofa und Bett, miteinander gesprochen oder zusammen gegessen wird nicht mehr. Und als wäre das nicht schon genug, sind auch Lisas Schultage voller Gemeinheiten: Die Jugendlichen auf dem Spielplatz schreien ihr blöde Sprüche hinterher und auch die Lehrerin ist nicht gerade nett zu Lisa. Zum Glück hat sie ihren selbstgebauten Computer und ihre Bücher, die sie durch die Tage bringen. Das geht so nicht, denkt sich Walter und verspricht, solange auf der Erde zu bleiben, bis sie gemeinsam einen Weg gefunden haben, wie Lisa mit all ihren Schwierigkeiten zurechtkommen kann.

In ihrem ersten Kinderstück erzählt Nestroy-Preisträgerin Sibylle Berg von einer interplanetaren Freundschaft und Verschiebungen der Perspektive, die das Unerträgliche erträglich werden lassen.

Das Stück entstand als Auftragswerk der Kunststiftung NRW anlässlich ihres 25-jährigen Jubiläums 2014.

Regie & Bühne: Richard Panzenböck
Kostüme: Nina Holzapfel

Puppenbau: Bettina Franz & Richard Panzenböck
Musik: Andreas Radovan
Licht: Enrico Zych
Dramaturgie: Maike Müller

 Mit: Ludwig Wendelin Weißenberger, Pia Zimmermann (Studierende der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien sowie des Max Reinhardt Seminars)

 Akademietheater

23.05.2021, 19.00 Uhr
Bunbury
Oscar Wilde

Die beiden Dandys Algernon und Jack lieben das Doppelleben. Um Laster und Vergnügen mit ihren gesellschaftlichen Verpflichtungen unter einen Hut zu bekommen, haben sich beide Lügen ausgedacht: Algernon erfindet einen kranken Freund namens Bunbury, um möglichst oft zu diesem aufs Land fahren zu können, und Jack gibt vor, sich um seinen Bruder Ernst kümmern zu müssen, um regelmäßig in die Stadt zu kommen.

Jack verliebt sich in Algernons Cousine Gwendolen und macht ihr einen Heiratsantrag. Diese ist versessen darauf, jemanden zu heiraten, der Ernst heißt. Algernon behauptet, Jacks Bruder Ernst zu sein. Dabei verliebt er sich in Cecily. Auch sie hält den Namen Ernst für eine unbedingt notwendige Voraussetzung für ihren zukünftigen Mann … Von nun an nimmt eine wilde Komödie um Mehrdeutigkeit der Sprache, Ernsthaftigkeit, Wahrheit und Lüge ihren Lauf.

Uraufgeführt 1895 in London, entwickelte sich diese gleichzeitig absurd komische und bitterböse Abrechnung mit Heuchelei, Oberflächlichkeit und einer gewissen Verflachung des Charakters zu einem Klassiker. Der italienische Schauspieler, Regisseur und Autor Antonio Latella realisierte zahlreiche internationale Inszenierungen und war von 2016 bis 2020 Leiter der Theaterbiennale in Venedig.

 Regie: Antonio Latella
Bühne: Annelisa Zaccheria
Kostüme: Graziella Pepe
Musik: Franco Visioli
Choreografie: Francesco Manetti
Videodesign: Lucio Fiorentino
Licht: Marcus Loran

Dramaturgie: Federico Bellini, Andreas Karlaganis

Mit: Mehmet Ateşçi, Regina Fritsch, Max Gindorff, Marcel Heuperman, Mavie Hörbiger, Florian Teichtmeister, Andrea Wenzl, Tim Werths

Akademietheater

26.05.2021, 19.30 Uhr
Die Jagdgesellschaft

Thomas Bernhard

In einem Jagdhaus, fernab der Stadt, inmitten eines Zuchtwalds von gigantischen Ausmaßen, warten die Generalin und der Schriftsteller auf die Ankunft des Generals: ein stolzer Stalingrad-Veteran, Großgrundbesitzer, Jäger und ranghoher Politiker auf dem Höhepunkt seiner Macht. Es schneit, und der Bedienstete Asamer heizt ein gegen die winterliche Kälte. Das Gespräch der Generalin mit dem Dichter kreist um den Finalzustand, in dem sich der alte General und dessen Welt entgegen dem Anschein tatsächlich befinden.

Der Wald ist von Borkenkäfern zerfressen und muss abgeholzt werden, im Körperinneren des Generals wütet eine unheilbare Krankheit, und sein Augenlicht ist vom Grauen Star angegriffen, die Erblindung nur eine Frage der Zeit. Den unvermeidbaren, doppelten Untergang sieht der General nicht voraus: Seine Frau versucht mit allen Mitteln, die unheilbaren Krankheiten von Wald und Körper vor ihm zu verheimlichen. Als der General schließlich mit seiner Gefolgschaft aus Ministern, Prinz und Prinzessin im Jagdhaus ankommt und sich zur Jagd bereitmacht, ahnt er noch nicht, dass es seine letzte sein könnte.

Thomas Bernhard hat Die Jagdgesellschaft wiederholt als eine der gelungensten seiner Dichtungen bezeichnet. Annähernd 50 Jahre nach der Uraufführung im Burgtheater 1974 widmete sich die Regisseurin Lucia Bihler, zwischen 2019 und 2021 Hausregisseurin an der Berliner Volksbühne, der Neuinszenierung des selten gespielten Bernhard’schen Sprachkunstwerks für das Akademietheater.

Regie: Lucia Bihler
Bühne: Pia Maria Mackert
Kostüme: Laura Kirst
Choreografie & künstlerische Mitarbeit: Paulina Alpen
Komposition: Jörg Gollasch
Sounddesign: Thomas Felder & Clara Tesarik
Licht: Norbert Piller
Dramaturgie: Alexander Kerlin

Mit: Jan Bülow, Maria Happel, Arthur Klemt, Robert Reinagl, Markus Scheumann, Martin Schwab, Dunja Sowinetz, Soleil Jean-Marain & Vito Vidovič sowie zwei Wiener Sängerknaben

Vestibül

29.05.2021, 16.00 Uhr
Nur ein Tag

Martin Baltscheit
Burgtheaterstudio
für alle ab 6

Das Leben von Fuchs und Wildschwein verläuft friedvoll und gemütlich: Essen suchen, Essen essen, Essen verdauen und dann ein Nickerchen. Bis zu jenem einen, besonderen Tag – dem Tag, an dem die Eintagsfliegen am nahen See schlüpfen. Solch kurzlebige Bekanntschaften bringen nur Kummer, doch noch bevor es den beiden gelingt, sich aus dem Staub zu machen, hat die frischentpuppte und überaus bezaubernde Eintagsfliege sie schon entdeckt und fragt sie rundheraus nach dem Grund für ihre traurigen Gesichter. Nun haben Fuchs und Wildschwein ein Problem: Wer bringt der hübschen Fliege bei, dass ihr Name kein Zufall ist? Kurzerhand behaupten sie, der Fuchs sei derjenige, der bald sterben müsse – und die Eintagsfliege zeigt ihnen, wie sich das ganze Leben in einen Tag packen lässt: mit Schulbank-Drücken, Gänse-Jagen, Verliebt-Sein und Nachwuchs. Zum Glücklich-Sein hat man immer genug Zeit – denn die ist bekanntlich relativ.

Für die Verfilmung seines gleichnamigen Theaterstücks erhielt Martin Baltscheit den Preis der deutschen Filmkritik 2017 in der Kategorie „Bester Kinderfilm“. Nur ein Tag ist ebenso witzig wie tiefgründig – und für Kleine und Große eine unterhaltsame Anleitung für das geglückte „Carpe diem“.

Regie: Anja Sczilinski
Bühne. Claudia Vallant
Kostüme: Lili Wanner
Musik: Kilian Unger
Licht: Enrico Zych
Dramaturgie. Claudia Kaufmann-Freßner
Mit: Max Gindorff, Lukas Haas, Maresi Riegner

 

Ausblick auf die Premieren im Juni

 Akademietheater

08.06.2021
Alles, was der Fall ist
Dead Centre nach Ludwig Wittgenstein

„Wofür ist Philosophie gut? Hilft sie, die Welt zu verändern oder wenigstens, sie zu verstehen? Wann immer etwas Wichtiges geschieht, suchen wir nach Möglichkeiten, darüber zu reden.

In seinem philosophischen Hauptwerk Tractatus logico-philosophicu argumentiert Ludwig Wittgenstein jedoch, dass uns, wenn es um das Wichtigste geht, die „Probleme des Lebens“, die Worte fehlen: „Es ist klar, dass sich die Ethik nicht aussprechen lässt.“ Für das, was um uns herum passiert, gebe es keine Sprache; besser wäre es also, zu schweigen. Die Abhandlung fordert uns auf, die Philosophie hinter uns zu lassen und einzusehen, dass die Probleme des Lebens zwar nicht ausgedrückt, aber gezeigt werden können. Man kann sie sozusagen auf einer Bühne sehen. Aber wozu dient dieses Theater? Hilft es uns, die Welt zu verändern? Oder wenigstens, sie zu verstehen?“ (Dead Centre)

Das britisch-irische Regie- und Autorenduo Dead Centre stellte sich dem Wiener Publikum mit seiner Adaption von Sigmund Freuds Die Traumdeutung vor. Nun nähert das Duo sich dem bedeutendsten Wiener Philosophen und macht die Theaterbühne zum Schauplatz von Wittgensteins gescheitertem Traum, einer Welt, die mit Sätzen beschreibbar ist.

Regie: Ben Kidd & Bush Moukarzel
Bühne & Kostüme: Nina Wetzel
Videodesign: Sophie Lux
Sounddesign & Musik: Kevin Gleeson
Licht: Marcus Loran
Dramaturgie: Andreas Karlaganis

Mit: Philipp Hauß, Alexandra Henkel, Andrea Wenzl, Tim Werths, Johannes Zirner
Live-Kamera: Mariano Margarit

Akademietheater

12.06.2020
Pelléas und Mélisande
Maurice Maeterlinck

Mélisande ist auf der Flucht. Wovor, wissen wir nicht. Im Wald trifft sie auf den geheimnisvollen Witwer Golaud, der sie sofort heiratet und auf das Wasserschloss seines Großvaters Arkel mitnimmt. Bei Golaud findet Mélisande jedoch nicht die ersehnte Seelenruhe. Vielmehr gerät sie in eine düstere Traumlandschaft, in der sie von den Nebeln ihrer verdrängten Vergangenheit eingeholt wird. Grausamkeit und Gewalt sind in ihrer neuen Familie an der Tagesordnung. Doch zwischen all den Schrecknissen eröffnet sich ihr plötzlich und mit voller Wucht die Liebe des Pelléas.

Der amerikanische Regisseur Daniel Kramer fragt in seiner Bearbeitung von Maurice Maeterlincks (1862–1949) symbolistischem Hauptwerk in intensiven Bildern nach der Struktur traumatischer Erfahrung. Er erzählt Mélisandes Geschichte sensibel, zwischen Märchen und antiker Tragödie – mit allen Höhen und Tiefen: als Suche einer Frau nach weiblicher Stärke und selbstbestimmter Lust.

Regie: Daniel Kramer
Bühne: Annette Murschetz
Kostüme: Heidi Hackl
Musik: Tei Blow
Licht: Friedrich Rom
Dramaturgie: Alexander Kerlin

Mit: Leonie Berner, Rainer Galke, Barbara Petritsch, Felix Rech, Maresi Riegner, Branko Samarovski, Sophie von Kessel

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GESAMTE OPERN IM RUNDFUNK 6. – 12. MAI 2021

WUK Radio - WUK

(Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern bezieht sich ausschließlich auf die untenstehenden Sender). Kurzfristige Programmänderungen der Sender vorbehalten!
Alle Zeiten MEZ.

6.5. MANON (aus Paris, Aufnahme v. 29.2.2020) BBC 3-15 Uhr
8.5. ATLANTIDA-LA VIDA BREVE (aus Vredenburg, Aufnahmen v. 23.3.1988 u. 17.2.1991) Radio 4Hilversum-19 Uhr
PETER GRIMES (aus Madrid, Aufnahme v. 24.4.) RNE Classica Madrid-19 Uhr
ROBERTO DEVEREUX (aus New York, Aufnahme v. 16.4.2016) ORF Ö1-19.30 Uhr
RUSALKA (aus New York, Aufnahme v. 8.2.2014) BBC 3-19.30 Uhr
WERTHER (aus Wien, Aufnahme v. 10.12.2020) RAI 3-20 Uhr
MANON (aus Paris, Aufnahme v. 29.2.2020) HR 2-20.04 Uhr
9.5. DER GOLEM (aus Bonn, Aufnahme v. 24.1.2010) 20.03 Uhr

EMPFANGSMÖGLICHGKEIT ÜBER DAS INTERNET
ORF – Ö 1 http://oe1.orf.at/
Bayern 4 https://www.br-klassik.de/index.html
HR 2 http://www.hr-online.de/website/radio/hr2/
WDR 3 http://www1.wdr.de/radio/wdr3/index.html
SWR 2 http://www.swr.de/swr2/-/id=7576/otnbb1/index.html
Deutschlandradio http://www.deutschlandradiokultur.de/startseite.197.de.html
RAI 3 http://www.radio3.rai.it/dl/radio3/programmi/PublishingBlock-61ab4215-547b-4563-8b1f-8932531e5469.html
Radio Suisse R. https://www.rts.ch/
Radio 4Hilversum https://www.nporadio4.nl/gids-gemist
VRT Klara http://www.klara.be/
RNE Clasica Madrid http://www.rtve.es/radio/radioclasica/programacion/
MET-Stream http://www.metopera.org/Season/Radio/Free-Live-Audio-Streams/
BBC 3 http://www.bbc.co.uk/radio3/programmes/genres/music/classical/opera/all
France Musique https://www.francemusique.fr/opera

Das sind jene Sender, die regelmäßig Opernübertragungen senden. Sollten unseren Lesern noch andere derartige Sender bekannt sein, dann bitten wir um Bekanntgabe inkl. Internetadresse.
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OPER FRANKFURT; BAROCKABEND IM STREAM (Freitag, 7. Mai )

Opernstudio - Oper Frankfurt
Florina Ilie. Foto: Barbara Aumüller

im Rahmen des an jedem Freitag eines Monats stattfindenden digitalen Programms Oper Frankfurt zuhause ist ab

Freitag, dem 7. Mai 2021, um 19.30 Uhr

ein Barockabend im Stream mit dem Titel Pur ti miro! („Ich sehe Dich an!“) über die Website der Oper (www.oper-frankfurt.de) bzw. deren Kanäle bei YouTube (www.youtube.com) und Facebook (www.facebook.com) abrufbar. Die Veranstaltung wird vorab auf der Bühne des Opernhauses aufgezeichnet und steht auch zu einem späteren Zeitpunkt zur Verfügung.

Liebe und Eifersucht, Lust und Verzweiflung, Rache und Todessehnsucht  ̶  fünf Sänger*innen präsentieren das ganze Panorama barocker Gefühlswelten. Zu ihnen zählen die Mitglieder des Opernstudios Ekin Su Paker (Sopran), Marvic Monreal (Mezzosopran) und Gabriel Rollinson (Bassbariton) sowie aus dem Ensemble Florina Ilie (Sopran) und Theo Lebow (Tenor). Die musikalische Leitung der fast ausschließlich aus Mitgliedern des Frankfurter Opern- und Museumsorchesters bestehenden Instrumentalformation, welche die jungen Solist*innen begleitet, hat Felice Venanzoni. Der künstlerische Ausbilder der Studiomitglieder wird darüber hinaus auch am Cembalo zu erleben sein. Das Programm reicht von den expressiven Madrigalen des Claudio Monteverdi (1567-1643) bis hin zu Opernarien von Antonio Vivaldi (1678-1741) und Georg Friedrich Händel (1685-1759). So ist ein fein verwobener musikalischer Abend zu erleben, der die emotionalen Konflikte verschiedener Charaktere spielerisch offenlegt. Regieassistentin Aileen Schneider zeichnet für die szenische Einrichtung verantwortlich, und die Ausstattung besorgt Bühnenbildassistent Christoph Fischer. Dramaturg Maximilian Enderle übernimmt die Moderation.

Die Oper Frankfurt dankt Familie Jäger für ihre großzügige Spende

 Mit freundlicher Unterstützung des Frankfurter Patronatsvereins – Sektion Oper

Nähere Informationen zu den kommenden Online-Veranstaltungen sind unter www.oper-frankfurt.de/de/oper-frankfurt-zuhause/ einzusehen.

Wer für diese kostenlosen digitalen Programme der Oper Frankfurt etwas spenden möchte, findet unter www.oper-frankfurt.de/de/news/?detail=481 weitere Angaben.

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VORARLBERGER LANDESTHEATER: SCHLAFES BRUDER IM STREAM – Online-Premiere am 14. Mai (Schauspiel)

wir freuen uns Ihnen mitteilen zu dürfen, dass SCHLAFES BRUDER bald auch virtuell zu erleben ist.

https://landestheater.org/fileadmin/user_upload/image/presse_2020-21/SCHLAFES_BRUDER/schlafesbruder_Luzian-Hirzel_Maria-Lisa-Huber_c_Anja-Koehler_210480.jpg
Luzian Hirzel, Maria-Lisa Huber. Foto: Anja Köhler

Die Online-Premiere der Aufzeichnung von SCHLAFES BRUDER findet am Freitag, den 14. Mai um 19.30 Uhr auf unserem YouTube-Kanal statt. Über die Website des Vorarlberger Landestheaters wird der entsprechende Link geteilt und für 24 Stunden zur Verfügung stehen.

SCHLAFES BRUDER
Robert Schneider
Inszenierung und Choreografie: Teresa Rotemberg
Online-Premiere: 14. Mai 2021, 19.30 Uhr, YouTube-Kanal des Vorarlberger Landestheaters

Mit: Luzian Hirzel, Maria Lisa Huber, Tobias Krüger, Natalina Muggli, Nico Raschner
und dem Bürger:innenchor des Vorarlberger Landestheaters

Szenenfotos, Programmheft und Presseinformationen finden Sie im Pressebereich unserer Website (HIER).
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Saarländisches Staatstheater startet Digitale Bühne mit Premieren-Highligths und interaktiven Formaten

Das Saarländische Staatstheater startet am kommenden Samstag, 8. Mai 2021, mit dem Singspiel »Im weißen Rössl« erstmals seine Digitale Bühne.

Auf dem Programm bis Ende Mai stehen vier Online-Premieren und viele kreative Formate wie ein Get-Together im »Virtuellen Foyer«, zu dem Generalintendant Bodo Busse zu Beginn der Digitalen Bühne einlädt, Nachgespräche mit Dramaturgen und Regisseuren, ein Live-Konzert oder andere originelle Formate wie ein »herzerwärmendes, literarisches Live-Treffen am Kamin«, ein literarisch-musikalischer Audio-Walk via Podcast auf dem Halberg, die »sparte4-Nozfrequenz« mit Silvio & Michi und »Melodien für Millionen« oder ein Talk über die Kooperation zwischen Staatstheater und Musikhochschule unter dem Motto »Junge Stimmen: Staatstheater meets HfM«. 

Die Streaming-Angebote der Vorstellungen des Staatstheaters auf  der Plattform dringeblieben.de sind kostenpflichtig: Tickets gibt´s für 10,00 € (Vollzahler), 5,00 € (ermäßigt) oder als Support-Ticket für 20,00 € (für alle, die das Staatstheater unterstützen möchten), auf www.dringeblieben.de/saarlandisches-staatstheater/videos Die interaktiven Talks und andere Formate sind kostenfrei, Abonnent*innen des Saarländischen Staatstheaters können zudem auch die Online-Premieren kostenlos genießen.

»Uns ist natürlich bewusst, dass virtuelle Formate nie den Live-Charakter eines Theaterbesuches ersetzen können. Aber in Zeiten ohne Theater wollen wir trotzdem für Theater sorgen und den Kontakt zu unserem Publikum nicht verlieren«, sagt Generalintendant Bodo Busse und freut sich, dass sein Team in so kurzer Zeit ein so vielseitiges digitales Programm zusammengestellt hat. »Mit der neuen Digitalen Bühne gehen wir zudem einen ersten Schritt in Richtung digitaler Transformation und wollen damit das Saarländische Staatstheater auch in der Zukunft um neue digitale Formate ergänzen.«

Das vollständige Programm der Digitalen Bühne finden Interessierte im Spielplan auf www.staatstheater.saarland.

Für alle, die dabei sein möchten:

So funktioniert die Digitalen Bühne:

Wie kann ich die Streaming-Formate anschauen? Hier die Anleitung Schritt für Schritt: So klappt der Ticketkauf auf der Streaming-Plattform dringeblieben.de

  • Mit Klick auf den jeweiligen Button das entsprechende Ticket auswählen: Es gibt ein Vollzahler-Ticket zu 10,00 €, ein ermäßigtes Ticket zu 5,00 € und für alle, die das Staatstheater unterstützen möchten, ein Support-Ticket für 20,00 €.
  • Namen und E-Mailadresse eintragen, mit Weiter bestätigen.
  • Das Häkchen bei Ich akzeptiere die Teilnahmebedingungen setzen, mit Weiter bestätigen.
  • Die Zahlart auswählen: Zur Verfügung stehen die Zahlung per PayPal, Kreditkarte, GiroPay und Sofortüberweisung.
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2.dann holst du es von da ab oder lässt es dir gegen portogebühr schicken
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ich kann die exemplare im pfarrsaal deponieren und du deponierst den gegenwert.

gehabt euch wohl und seid mir weiter gewogen
euer kurt heiling
heiling.at

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