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INFOS DES TAGES (DONNERSTAG, 4. AUGUST 2022)

04.08.2022 | Aktuelles

INFOS DES TAGES (DONNERSTAG, 4. AUGUST 2022)

BAYREUTH: SIEGFRIED. Erste Fotos aus der Premiere (3.8.2022)

Dieser Siegfried hätte in Bayreuth noch weitersingen können, bis die Sonne aufgeht

Von Mythos und Mystik ist im Bayreuther Ring nicht viel zu spüren. Optisch ist die Inszenierung von Valentin Schwarz in einer tristen Jetztzeit angekommen. Eine bedrückende Tristesse spricht aus dem Bühnenbild von Andrea Cozzi. Grau, grau, grausam! Buhrufe ohne Ende!
Der Niederösterreicher Andreas Schager ist der Superstar der Bayreuther Festspiele 2022. Was dieser Tenor mit seiner Mega-Power, seiner Stimmschönheit und seiner physischen Präsenz als Siegfried in der gleichnamigen Oper von Richard Wagner im Festspielhaus ablieferte, war pure Weltklasse. Dieser Andreas Schager kam nach der Aufführung auf die Bühne und genoss in seinem fast komplett durchgeschwitzten T-Shirt die Ovationen des Publikums. Er klopfte sich mit seinen Fäusten auf die breite Brust. Sicher hatte noch nie ein Siegfried in der abwechslungsreichen Geschichte der Bayreuther Festspiele eine so unverwüstliche Energie, eine solch phantastische Stimmleistung und und eine solch spielerische Vitalität vorzuweisen.

Ansonsten waren alle Solisten mindestens 2 + – morgen folgt eine ausführliche Kritik. Besonders herzlich und lautstark vom Publikum aufgenommen wurden der Bass-Bariton Tomasz Konieczny als Wotan, zwei Tage zuvor noch verletzt ausgeschieden in der „Walküre“ (seine Liege brach zusammen) und Daniela Köhler als Brünnhilde – eine Sopranistin mit immens viel Potenzial, um ein vielfaches besser und deutlich angenehmer zu hören als Iréne Theorin mit ihrem weite Strecken nervenden Dauervibrato in der „Walküre“.

Klassik-begeistert.de

Wagner on the rocks: „Siegfried“ bei Bayreuther Festspielen
Nach den Eiswürfeln und der Hausbar auf der Bühne sehnten sich bei der Sommerhitze wohl viele Zuschauer: Regisseur Valentin Schwarz bietet Unterhaltung mit schlichter Botschaft. Das sorgt eher für Befremden als für Unmut, die Sänger werden bejubelt.
BR-Klassik.de

Buh-Rufe für „Siegfried“ bei Bayreuther Festspielen
Bayreuth (dpa/MH) – Der neue „Ring des Nibelungen“ auf dem Grünen Hügel von Bayreuth hat es beim Publikum weiter nicht leicht. Nach dem dritten Teil „Siegfried“ gab es am Mittwochabend lautstarke Buhs für die ideenreiche und unkonventionelle Inszenierung von Regisseur Valentin Schwarz.
http://www.musik-heute.de/24317/buh-rufe-fuer-siegfried-bei-bayreuther-festspielen/

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Er ist rechtzeitig wieder genesen: Tomasz Konieczny (Wanderer). Foto: Enrico Nawrath/ Bayreuther Festspiele

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Andreas Schager (Siegfried), Igor Schwab (Grane), Daniela Köhler (Brünnhilde). Foto: Enrico Nawrath/ Bayreuther Festspiele

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Alexandra Steiner (Waldvogel), Andreas Schager (Siegfried), Arnold Bezuyen (Mime), Branko Buchberger (der junge Hagen). Foto: Enrico Nawrath/ Bayreuther Festspiele

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Andreas Schager (Siegfried), Wilhelm Schwinghammer (Fafner). Foto: Enrico Nawrath/ Bayreuther Festspiele

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Okka von der Damerau (Erda). Foto: Enrico Nawrath/ Bayreuther Festspiele

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Daniela Köhler (Brünnhilde). Foto: Enrico Nawrath/ Bayreuther Festspiele

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Am Sonntag, den 4. September findet in der Wiener Staatsoper der Tag der offenen Tür statt.

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Copyright: Peter Mayr/ Wiener Staatsoper

Was erwartet Sie:

• Eine Wanderung quer durch das Haus – sowohl durch den Zuschauerbereich wie auch Backstage
• Ein Treffen mit zahlreichen Mitarbeiter*innen der Direktion, der Technik, der Abteilungen Maske und Kostüm
• Eine Ausstellung von eindrucksvollen Kostümen und Requisiten
• Ein Besuch bei einer szenischen und einer musikalischen Opernprobe
• Ein Besuch einer Ballettprobe
• Ein Besuch einer Chorprobe und einer Probe der Opernschule
• Eine Kinder-Rätselralley inkl. Kinderschminken
• Eine Technikpräsentation
• Moderierte Gespräche mit Ensemble-Mitgliedern
• Ein gemeinsames Sing Along von bekannten »Opern-Hits« im Zuschauerraum mit dem Bühnenorchester der Wiener Staatsoper sowie den Ensemblemitgliedern Patricia Nolz, Maria Nazarova, Jörg Schneider und Clemens Unterreiner

Das erste Kontingent an kostenlosen Zählkarten ist ab Montag, den 1. August erhältlich. Entweder Sie bestellen die Karten über unsere Website oder Sie besuchen unsere Kassen im Opernfoyer (Sommeröffnungszeiten: Montag-Freitag 10.00-14.00 Uhr).

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Literarische und musikalische Vielfalt im Grandhotel Panhans und im Kulturpavillon Semmering

5. Festivalwoche 5. – 7- AUGUST 2022

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Zu Beginn der nun bereits fünften Festivalwoche erwartet das Publikum auf 1000 Meter Seehöhe geradezu ein musikalisches Feuerwerk: Die grandiose Maria Bill folgt mit französischen Chansons von Jacques Brel und Edith Piaf der Bühnenpremiere von Timna Brauers neuem Album, in welchem sie gemeinsam mit dem temperamentvollen Vienna Tango Quintet der Liebe keine Träne nachweint. Serge Falck bringt gemeinsam mit Antonia Straka literarische Perlen der Jahrhundertwende zum Leuchten und als ganz besonderen Höhepunkt des Festivals darf man im kleinen Höhenluftkurort den gefeierten ‚Jedermann‘ Lars Eidinger erleben, wenn er mit der Lyrik von Bertolt Brecht dessen ‚Hauspostille‘ als radikal funkelndes Gesamtkunstwerk auf die Bühne des Kulturpavillons bringt. Zum Ausklang des Wochenendes sorgt Miguel Herz-Kestranek für Lachsalven mit seinen Best-of Lachertorten, bevor Martin Schwab gemeinsam mit dem ‚Merlin Ensemble‘ vier Jahrhunderte ‚Faust‘ wieder auferstehen lässt und Shira Patchornik und Michael Schade anstelle des verhinderten Günther Groissböck mit einem berührenden Clara & Robert Schumann Abend den Zuhörern ein fulminantes Klassik-Finale bereiten.

Gemeinsam mit dem mondänen „Menu à la Belle Époque“ entsteht im spektakulären Jahrhundertwende-Ambiente des legendären Grandhotels Panhans ein Fest für alle Sinne!

Donnerstag, 4. August 2022 I 19.30 Uhr I Kulturpavillon Semmering
Timna Brauer und das Vienna Tango Quintet: Nur nicht aus Liebe weinen. Minnesang und Drang

Die Tochter Arik Brauers, seit vielen Jahren als Liedermacherin und Chansonnier ein Fixstern der Musikszene, widmet sich heute ganz der sängerisch dichtenden Bardenkunst. Mit viel Gefühl erzählt sie wilde, schwärmerische Liebesgeschichten, ergänzt um Werke jüdischer Tradition etwa von Kurt Weill, Georg Kreisler, Blea Koren und jener der legendären Zarah Leander, begleitet von den südlichen Rhythmen des Vienna Tango Quintett.

Freitag, 5. August 2022 I 15.30 Uhr I Grandhotel Panhans Semmering
Maria Bill singt Jacques Brel: Quand on n’a que l’amour
Samstag, 6. August 2022 I 15.30 Uhr I Grandhotel Panhans Semmering

Die unvergleichliche Chansonnière zeigt nicht nur weibliches schauspielerisches Talent. Vielmehr schlüpft sie am Freitag in die Rolle von Jacques Brel und singt vom Erinnern, Begehren, Verlassen und Wiedersehen, ebenso wie vom Träumen und Sich-Verlieren. Mit Leidenschaft interpretiert Maria Bill die ausdrucksstarken Stücke des großen belgischen Sängers.
Am Samstag hingegen ist sie ganz Frau: mit ihrer sensationellen Verkörperung der großen Edith Piaf wird die französische Chanson-Legende durch ihre Schwester im Geiste Maria Bill in ihrer ganzen Intensität und Tragik auf der Bühne präsent. In der stets aufs Neue faszinierenden Hommage wird die Lebensgeschichte des gar nicht kleinen „Spatzen von Paris“ lebendig – sie fasziniert und berührt – aufregend und authentisch und mit großem Gefühl.

Freitag, 5. August 2022 I 18.00 Uhr I Grandhotel Panhans Semmering
Samstag, 6. August 2022 I 18.00 Uhr I Grandhotel Panhans Semmering

Menu à la Belle Époque – eine kulinarische Entdeckungsreise im Grandhotel Panhans

Soupieren wie einst die Crème de la Creme der altösterreichischen Literatur- und Kunstwelt, des Großbürgertums und des Adels. Sogar der Kaiser höchstselbst war hier im Grandhotel Panhans zu Gast. Das Menu à la Belle Époque entführt auf eine genussvolle Zeitreise in diese wohl schillerndste Ära des traditionsreichen Grandhotels.
Nach einem Aperitif auf der Panoramaterrasse vor der Nachmittagsvorstellung werden im Anschluss an diese in den eleganten Speisesälen handverlesene Gaumenfreuden von den beiden mit je zwei Gault-Millau-Hauben prämierten Spitzenköchen Leo Doci und Gerald Jeitler serviert. Der viergängige kulinarische Streifzug führt von Wien über den Semmering an die Adria, begleitet von den Jahrhundertwende-Melodien des Semmeringer Salonquartetts.
Das Menu à la Belle Époque kann mit einer Vorstellung aber auch separat gebucht werden.

Freitag, 5. August 2022 I 19.30 Uhr I Kulturpavillon Semmering

Achtung Programmänderung:
Serge Falck & Antonia Straka: als damals alles noch etwas anders war …

Ausgewählte literarische Perlen der Jahrhundertwende von Franz Molnar, Arthur Schnitzler, Ernst Heimeran, Friedrich Torberg, Jaroslav Hasek und vielen mehr werden musikalisch untermalt von der gefeierten jungen Cellistin Antonia Straka.

https://www.kultursommer-semmering.at/Assets/img/gallery/press/Small/serge_falck_c_sabine_starmayr.jpg

Samstag, 6. August 2022 I 19.30 Uhr I Kulturpavillon Semmering
Lars Eidinger und Hans-Jörn Brandenburg: Hauspostille von Bertolt Brecht

Das Stück ist Punk in seiner puren Essenz: der furios schreibende Brecht arbeitet sich in seiner Gedichtsammlung an den Rändern der Gesellschaft ab – alles Abgründige und Schmutzige wird tabulos ans Licht gezerrt, die Scheinheiligkeit mit großer Lust entlarvt. Lars Eidinger, der immer schon ein Faible für Figuren hat, die etwas zu verbergen scheinen, bringt mit musikalischer Begleitung durch Hans-Jörn Brandenburg am Harmonium ein sehr radikales und dennoch funkelndes Gesamtkunstwerk auf die Bühne.
https://www.kultursommer-semmering.at/Assets/img/gallery/press/Small/lars_eidinger_c_nils_mueller.jpg

Sonntag, 7. August 2022 I 11.00 Uhr I Kulturpavillon Semmering
Miguel Herz-Kestranek: Best-of Lachertorten!

Mit viel Humor präsentiert der beliebte Schauspieler Gustostückerln aus seinen legendären Lachertorten-Progammen – da bleibt kein Auge trocken. Köstliche Theater- und Opernanekdoten, satirische Szenen und skurrile Skizzen, Geistreiches und Wehmütiges, Altes und Neues aus eigener und fremder Feder von Altenberg bis Wiener – empfindsam und ein bisserl bissig, aber jedenfalls herrlich komisch – genau so, wie man es halt mag.

Sonntag, 7. August 2022 I 15.30 Uhr I Grandhotel Panhans Semmering
Martin Schwab und das Merlin Ensemble Wien: Faust

Facetten der Geschichte des berühmten Doktor Faust werden beleuchtet durch Texte des Stücks aus vier Jahrhunderten. Christopher Markow, Hermann Hesse oder Nikolaus Lenau kommen zu Wort. Beethoven, Liszt und Schumann sorgen für ein musikalisches Spannungsfeld, dass sich dem Wahnsinn nähert – der Erzähler Martin Schwab wird selbst zu Faust und Mephisto – begleitet von den teuflischen Klängen des Merlin Ensembles.

Sonntag, 7. August 2022 I 19.30 Uhr I Grandhotel Panhans Semmering
Achtung Programmänderung:

Shira Patchornik & Michael Schade: Mond/Nacht

Es gibt wohl wenige Liebesbeziehungen in der Musikgeschichte, die so herzerwärmend sind, wie diejenige zwischen dem jungen deutschen Komponisten Robert Schumann und seiner zukünftigen Frau Clara Schumann (geborene Wieck). In Robert und Claras eigenen Worten – und vor allem auch durch Ihre jeweiligen Kompositionen – reisen wir weit in die Welt der Deutschen Romantik. Wir begleiten sie durch Sturm und Drang und erleben hautnah eine zärtlich empfundene und dann auch tief traurige, wenn auch immer treue Liebe, bis zu Ihrem Ende. Dieses Konzert ist eine Reise durch das Leben, begleitet von herrlichen Duetten und Liedern, die vom Mond und von der Nacht, wie auch von Licht und Liebe sprechen.

www.kultursommer-semmering.at
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WIEN / Letztes Erfreuliches Operntheater: NAPOLEON UND SEINE KASTRATEN 2. August 2022

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Robert Crowe (sitzend) und Stefan Fleischhacker. Handyfoto von Manfred A. Schmid

Vor ein paar Tagen die Premiere von Kálmáns Kaiserin Josephine in der Badener Sommerarena und nun im L.E.O, so die Kurzbezeichnung für  Wiens „Letztes Erfreuliches Operntheater“, ein Abend unter dem Titel Napoleon und seine Kastraten: Da muss man einfach hingehen. Besonders wenn man weiß, dass der amerikanische Sänger und Musikforscher Robert Crowe mit im Spiel ist, der wie kein anderer seriösen Operngesang und Komik so gut miteinander zu verbinden weiß. Und man darf sich zu Recht darauf freuen, welche neuen Erkenntnisse und kühne Querverbindungen der gefragte Spezialist für Kastraten-Partien in Opern des Barock und der Vorklassik aus der Operngeschichte diesmal charmant und pointiert präsenteren wird.

Wer weiß schon, dass Napoleon das Kastratenwesen in Frankreich abgeschafft hatte, aber ein glühender, heimlicher Verehrer dieser so eigentümlichen Institution blieb, in neueroberten Ländern begierig nach solchen Aufführungen Auschau hielt und gegebenenfalls Kastratensänger mit Gewalt herbeischaffen ließ. Dazu gibt es Arien aus der Oper Giulietta e Romeo von Nicoló Antonio Zingarelli, die schon vor der Wiederentdeckung bei den Salzburger Festspielen 2016 Crowes Aufmerksamkeit auf sich gezogen hatte. Unterstützt wird er dabei von der famosen Sopranistin Annette Fischer und dem Buffo-Haustenor Stefan Fleischhacker, der zudem ein genialer Kunstpfeifer ist und schwierigste Koloraturen in höchster Stimmlage mit souveräner Leichtigkeit wiedergeben kann. Nicht zu vergessen Eliana Moretti, die exzellente Begleiterin am Klavier…

…Am Schluss noch eine Rarität: Giuseppe Nicolinis Oper Carlo Magno, die fast 200 Jahre als verschollen galt, 2014 in Frankfurt erstmals wieder konzertant aufgeführt wurde. Daraus gab es ein köstliches, höchst komödiantisch vorgetragenes Terzett zu hören, in dem der als Nebenbuhler verdächtigte Widukind gegenüber Karl dem Großen seine Unschuld beweisen kann.

Mit einem zauberhaft gesungenen Mozart-Duett als Zugabe und natürlich mit Fleischhackers zarten Pfeiftönen geadelt, geht ein erfreulicher Abend zu Ende, der wieder einmal zeigt, dass Unterhaltung und (Weiter-)Bildung einander nicht ausschließen müssen.

Zum Bericht von Manfred A. Schmid
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ORF III am Donnerstag und Freitag: Gunther-Philipp-Abend mit zwei „Filmschätzen“ und „ORF-Legenden“-Porträt

Außerdem: Krimi-Doppel mit „Inspector Barnaby“ =

Wien (OTS) – ORF III Kultur und Information zeigt am Donnerstag, dem 4. August 2022, mit „Du bist tot!“ und „Ein Mörder kommt nach Hause“ zwei „Inspector Barnaby“-Krimis. Am Freitag, dem 5. August, präsentiert ORF III einen Abend mit und über Gunther Philipp: Zum Auftakt stehen im Rahmen der Reihe „Filmschatz Österreich“ die Produktionen „Mikosch im Geheimdienst“ und „Der kühne Schwimmer“ auf dem Programm, gefolgt von einer Ausgabe der „zeit.geschichte“-Reihe „ORF Legenden“.

Donnerstag, 4. August

Im Hauptabend ermittelt „Inspector Barnaby“ in zwei spannenden Fällen: In „Du bist tot!“ (20.15 Uhr) dreht sich alles um den Mord an Bentham DeQuetteville – kurz bevor dieser vom Dach des Herrenhauses Quitewell gestoßen wurde, will er einen kopflosen Reiter auf einem Schimmel gesehen haben. Die Ermittlungen führen auf den Grund einer diabolisch eingefädelten Intrige. In „Ein Mörder kommt nach Hause“ (21.50 Uhr) kehrt Grady Felton nach vielen Jahren aus dem Gefängnis in sein Cottage zurück, nachdem er wegen Mordes an Daniel Denning eine Haftstrafe verbüßt hat. Tatsächlich sterben kurz darauf zwei Personen, denen Grady Rache geschworen hatte, eines gewaltsamen Todes. Bei der Aufklärung der Morde wird der Inspector von seinem Assistenten Jones unterstützt, der einst die Ermittlungen gegen Grady miterlebte.

Freitag, 5. August

Ab 20.15 Uhr zeigt ORF III in der Reihe „Filmschatz Österreich“, die neu restaurierte heimische Filmklassiker in HD präsentiert, zwei Produktionen mit Gunther Philipp: Den Anfang macht der von Franz Marischka in Szene gesetzte Streifen „Mikosch im Geheimdienst“ aus dem Jahr 1959. In Bad Ischl soll ein Treffen der Kaiser von Österreich-Ungarn und Preußen sowie des Zaren von Russland stattfinden. Da ein Anschlag befürchtet wird, will der österreichische Geheimdienstchef Rittermeister von Schöndorn seine „Spezialtruppe“ einsetzen: Mikosch (Gunther Philipp) und seine chaotische Theatergruppe mit den Freunden Schumrich (Kurt Großkurth) und Sperling (Walter Gross).

Danach verliebt sich in der 1957 entstandenen Komödie „Der kühne Schwimmer“ (21.45 Uhr) von Karl Anton der wasserscheue Nichtschwimmer Otto von Senff (Gunther Philipp) während eines Badeurlaubs in die hübsche, wohlhabende Amerikanerin Gaby Marshall (Susanne Cramer). Als diese nur knapp dem Ertrinken entgeht, gibt Otto sich stolz als liebenswerter Lebensretter aus – dabei war der Bauernbursche Xaver (Franz Muxeneder) eigentlich der wagemutige Schwimmer.

Zum Abschluss des Abends widmet sich im Rahmen der Programmleiste „zeit.geschichte“ (23.15 Uhr) ein Porträt der „ORF Legenden“-Reihe Gunther Philipp, der im Laufe seiner Karriere zum unverwechselbarer Starkomiker des deutsch-österreichischen Nachkriegsfilms wurde. Die Dokumentation von Regina Nassiri und Georg Schütz beleuchtet die wenig bekannten Seiten des Künstlers jenseits des Klischees des Komikers.

 

 

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