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INFOS DES TAGES (DONNERSTAG, 3. SEPTEMBER 2020)

03.09.2020 | Aktuelles

INFOS DES TAGES (DONNERSTAG, 3. SEPTEMBER 2020)

WIENER STAATSOPER: WIEDERAUFNAHME DES SPIELBETRIEBES (Teil 1, Teil 2 folgt morgen)


Dr. Bogdan Roscis, Dr. Petra Bohuslav (Kaufmännische Leiterin). Foto: Michael Pöhn/ Wiener Staatsoper

Die Premiere von »Madama Butterfly« am 7. September signalisiert nicht nur den Beginn einer neuen Saison, sondern auch die Wiederaufnahme des regulären Spielbetriebs an der Wiener Staatsoper. Nach der COVID-19-bedingten Schließung des Hauses im Frühling können in der neuen Saison alle geplanten Vorstellungen wie angekündigt angeboten werden – natürlich unter Einhaltung der strengsten Sicherheitsvorkehrungen.

Die Staatsoper realisiert in der kommenden Saison ein besonderes Konzept, dessen Produktionen das Repertoire des Hauses entscheidend erneuern werden. Diese Erneuerung umfasst viele der populärsten Werke der Opern-Literatur und wird den Spielplan stark prägen. Zehn Opern-Premieren, zwei BallettPremieren und zwei Kinderopern-Premieren sind geplant.

Allein im September stehen neben der von Musikdirektor Philippe Jordan dirigierten »Butterfly«- Neuproduktion mit Ausnahmekünstlerin Asmik Grigorian in der Titelpartie unter anderem die Wiederaufnahme von Harry Kupfers eindringlicher »Elektra«-Inszenierung, die Wiederaufnahme des fünfaktigen französischen »Don Carlos«, weitere Werke von Verdi und Donizetti sowie der Ballettabend »Jewels« auf dem Programm.
Dabei erwarten die Zuseherinnen und Zuseher hochkarätige Besetzungen, in denen langjährige Publikumslieblinge Seite an Seite mit bemerkenswerten Künstlerinnen und Künstlern agieren, die erstmals am Haus zu erleben sind. So kehren die Dirigenten Franz Welser-Möst und Bertrand de Billy ebenso zurück wie Jonas Kaufmann, Ildar Abdrazakov, Günther Groissböck, Plácido Domingo, Carlos Álvarez, Javier Camarena oder Jane Archibald. Ihre Debüts geben – neben der erwähnten Asmik Grigorian – unter anderem die hochgelobte Sopranistin Pretty Yende, der junge Tenor-Geheimtipp Freddie De Tommaso, weiters Malin Byström, Eve-Maud Hubeaux, Igor Golovatenko, Derek Welton, das neue Ensemblemitglied Vera-Lotte Boecker und mit Giacomo Sagripanti auch einer der interessantesten Dirigenten der neuen Generation. Und in Donizettis »La Fille du régiment« ist überdies die großartige Maria Happel erstmals auch auf der Bühne der Wiener Staatsoper zu sehen.
Die erste Premiere der neuen Spielzeit wird live-zeitversetzt auf ORF III (ab 20.15 Uhr) sowie live auf Radio Ö1 (ab 19.00 Uhr) übertragen.

DIE OUVERTÜRE ZUR SAISON: DAS ERÖFFNUNGSWOCHENENDE
Selbst wenn die von den COVID-19-Maßnahmen bestimmten Rahmenbedingungen zum Saisonstart unter anderem die Durchführung des angekündigten »Tag der offenen Tür« nicht ermöglichen, präsentiert sich die Wiener Staatsoper doch als offenes Haus. So wird schon vor Beginn des eigentlichen Spielbetriebs zu einer Reihe von Sonderveranstaltungen geladen: Am Wochenende vor der ersten Premiere gibt es die Gelegenheit, bei der Einführungsmatinee einen Einblick in die Neuproduktion »Madama Butterfly« zu gewinnen oder – sofern man unter 27 Jahre alt ist – die Generalprobe zu besuchen. Ein Symposium untersucht Risiken und Chancen des Repertoiretheaters, dessen Weiterentwicklung eines der wichtigsten Vorhaben der neuen Direktion ist.

SYMPOSIUM
»Das Repertoiretheater ist tot!« – Es lebe das Repertoiretheater?
Freitag, 4. September, Wiener Staatsoper, Gustav Mahler-Saal, 10.30-17.15 Uhr

In Vorträgen, der Nachstellung einer legendären Wiener Operndiskussion aus dem Jahr 1966 und einem Streitgespräch widmet sich ein Symposium der Geschichte und Gegenwart des Repertoiretheaters, seinen Voraussetzungen und Herausforderungen.
10.30-11.15 Uhr »Theater nach Corona«
Begrüßung durch Bogdan Roščić, Direktor der Wiener Staatsoper
11.30-13.30 Uhr »Repertoire – was ist das? «
Versuch einer kulturgeschichtlichen Vermessung
 Sergio Morabito (Wien): Welche Ordnung der Dinge? – Zum Repertoire der Opernbühnen des 17. und 18. Jahrhunderts
 Univ. Prof. Dr. Michael Walter (Graz): Entstehung der Repertoiretheater im 19. Jahrhundert
 Dr. Andreas und Dr. Oliver Láng (Wien): Das Repertoire der Wiener Hof- und Staatsoper im Wandel
 Univ. Prof. Dr. Andrea Amort (Wien): Entwicklung des Ballettrepertoires
14.30-15.15 Uhr »Stagione- oder Ensemble-Oper?« – Historisches Reenactment

Über diese Frage diskutierten am 16. Mai 1966 im Palais Palffy Theodor W. Adorno, Rolf Liebermann, Hans Hotter, Hermann Juch, Erwin Thalhammer, Herbert Schneiber und Helmut Fiechtner. Diese Veranstaltung sorgte in Wien damals für einige Aufregung, sie ist aber nicht von rein historischem Interesse. Denn die damals getroffenen Aussagen können auch heutige Opernbesucher in ihrer Aktualität und Schärfe verblüffen. In sämtliche Rollen schlüpfend, wird Cornelius Obonya entscheidende Passagen dieser legendären Diskussion nachstellen.

15.30-17.15 Uhr »Systemrelevant?
Wie lässt sich das Repertoire- und Ensembletheater-Modell in die Zukunft führen?«
Podiumsdiskussion mit Peter de Caluwe (Intendant der La Monnaie in Brüssel), Brigitte Fassbaender, Bernd Feuchtner (Publizist und Dramaturg), Sergio Morabito (Chefdramaturg der Wiener Staatsoper), Martin Schläpfer (Ballettdirektor der Wiener Staatsoper), Roland Geyer (Intendant Theater an der Wien), Franz Welser-Möst und Bogdan Roščić.

BUCHPRÄSENTATION
»Mein Tanz, mein Leben«, Martin Schläpfer im Gespräch mit Bettina Trouwborst
Freitag, 4. September, Wiener Staatsoper, Gustav Mahler-Saal, 19.00 Uhr
Von Juli 2019 bis 2020 hat die Kulturjournalistin Bettina Trouwborst mit Martin Schläpfer neun Gespräche geführt, die tiefe Einblicke in das Leben, Denken und die künstlerische Arbeit des neuen Direktors und Chefchoreographen des Wiener Staatsballetts geben. Im Leipziger Henschel-Verlag sind diese nun in einem reich bebilderten Buch erschienen, das Martin Schläpfer, Bettina Trouwborst und Dramaturgin Anne do Paço in einem Gespräch mit Signierstunde präsentieren.

Für alle Veranstaltungen am Freitag, den 4. September sind kostenlose, personalisierte Zählkarten (nach Verfügbarkeit) in der Kassenhalle der Österreichischen Bundestheater, Operngasse 2, 1010 Wien erhältlich.

»Ö1 KLASSIK-TREFFPUNKT«
Samstag, 5. September, Wiener Staatsoper, Gustav Mahler-Saal, 10.05-11.40 Uhr

Im Gespräch mit Albert Hosp reflektiert Staatsopern-Direktor Bogdan Roščić im Gustav Mahler-Saal über die herausfordernden letzten Wochen, seinen Amtsantritt sowie die Spielplanstrategie der kommenden Saison. Doch auch die persönlichen kulturellen, natürlich ganz besonders: musikalischen, Vorlieben kommen im Rahmen der Radiosendung zur Sprache.

Für diese Veranstaltung sind kostenlose, personalisierte Zählkarten (nach Verfügbarkeit) in der Kassenhalle der Österreichischen Bundestheater, Operngasse 2, 1010 Wien erhältlich.

»MADAMA BUTTERFLY« – GENERALPROBE
Samstag, 5. September, Wiener Staatsoper, 13.00-16.15 Uhr

Zuschauerinnen und Zuschauer unter 27 Jahren können ab sofort alle Generalproben der Wiener Staatsoper besuchen. Bereits zwei Tage vor der Premiere ist es dadurch möglich, einen Blick durchs Schlüsselloch des Probenbetriebs zu bekommen und sich einen Eindruck von der Neuproduktion mit Asmik Grigorian und Freddie De Tommaso in den Hauptrollen zu verschaffen. Bei einer Generalprobe sollte alles schon wie bei einer Aufführung laufen, Unterbrechungen und kleine Einschränkungen sind aber möglich.
Für den Bezug der Karten ist eine Registrierung über die Website der Wiener Staatsoper nötig. Die Karten kosten jeweils 10€, pro Kauf können maximal 2 Karten erworben werden.

»OPEN CLASS« – DES WIENER STAATSBALLETTS
Samstag, 5. September, Ballettakademie der Wiener Staatsoper, Goethegasse 1, 1010 Wien, 16.00-17.15 Uhr

Die Open Class des Wiener Staatsballetts zur Eröffnung der neuen Saison als besondere, intensive Erfahrung für alle Tanzinteressierten: Unter Anleitung der stellvertretenden Ballettdirektorin Louisa Rachedi und zu Live-Musik können Grundlagen des klassischen Balletts selbst erprobt werden.
Zur Einhaltung der Covid-19-Sicherheitsauflagen ist die Teilnehmerzahl auf 20 Personen begrenzt; es sind weder Umkleide- noch Duschmöglichkeit vorhanden. Bequeme Kleidung und Mitnahme von Getränken wird empfohlen.
Der erste Termin ist kostenlos. Personalisierte Zählkarten (nach Verfügbarkeit) sind in der Kassenhalle der Österreichischen Bundestheater, Operngasse 2, 1010 Wien erhältlich.

»MADAMA BUTTERFLY« – EINFÜHRUNGSMATINEE
Sonntag, 6. September, Wiener Staatsoper, 11.00-12.30 Uhr
Durch die jahrzehntelange Tradition der beliebten Einführungsmatineen haben auch Außenstehende die Möglichkeit, schon vor der Premiere erste Eindrücke zu gewinnen: In den von Direktor Bogdan Roščić moderierten Vormittagsveranstaltungen sprechen Mitwirkende der jeweiligen Neuproduktion über das Werk und dessen Schöpfer, die entstehende Inszenierung, über Fragen der Interpretation und Rollengestaltung. Darüber hinaus wird das Gesagte durch musikalische Hörproben – vor allem auch durch Live-Auftritte von Sängerinnen und Sängern – bereichert und vertieft.
Zur Einführungsmatinee von »Madama Butterfly«, haben Musikdirektor Philippe Jordan und Regisseurin Carolyn Choa ihr Kommen ebenso zugesagt wie zentrale Sängerinnen und Sänger der Premiere – allen voran die international gefeierte Hausdebütantin Asmik Grigorian (Cio-Cio-San) und der noch als Geheimtipp gehandelte junge britisch-italienische Tenor Freddie De Tommaso (Pinkerton).
Karten (€ 9 – 13,-) für die Einführungsmatinee sind über die Website der Wiener Staatsoper sowie in der Kassenhalle der Österreichischen Bundestheater, Operngasse 2, 1010 Wien erhältlich.

»OPERNFOYER« – DAS BESUCHERZENTRUM
»DON’S OPERN-POP-UP«
Hochkarätig kulinarisch begleitet wird der Saisonauftakt im Haus am Ring: Am 5. September eröffnet das österreichische Cateringunternehmen DoN ein kulinarisches Pop-Up in den künftigen Räumlichkeiten des Besucherzentrums der Wiener Staatsoper.
Das Besucherzentrum selbst, das Anfang Dezember eröffnen und den Titel »Opernfoyer« tragen wird, wird einen großzügigen Kassenraum, einen Merchandising-Bereich, sowie ein Café umfassen. Damit übersiedelt der Kartenverkauf der Bundestheater von der Operngasse in die Wiener Staatsoper.
Bis 31. Oktober 2020 können nun alle Kulinarik-Interessierte Snacks und Getränke, innovative GourmetKreationen und feinste österreichische Küche in einzigartigem Ambiente genießen. Das Angebot richtet sich an alle Genussfreudigen, unabhängig vom Besuch einer Opernvorstellung.
Gleich zwei gastronomische Locations werden seitens Opern Pop-Up bespielt:
→ DoN’s Tagesbar im Arkadengang
In den historischen Arkaden im Freien lädt DoN’s Oper Pop-Up mit einer Tagesbar zum Verweilen und Entspannen mit hochwertigen Snacks und Getränken ein.
Montag bis Sonntag, 11-23 Uhr
→ DoN’s Restaurant in der Säulenhalle: Dinner in 3 Gängen und ein Wiedersehen mit Bernie Rieder
Ein Wiedersehen, über das sich viele Genießerinnen und Genießer freuen werden, gibt es mit Avantgarde-Koch Bernie Rieder, einem der bekanntesten und kreativsten österreichischen Haubenköche mit ausgewiesenem Faible für klassisches Handwerk und innovative Interpretation der traditionellen Küche. Er verwöhnt am Abend mit exklusiven 3-Gang Menüs. Ein Glas Kattus Brokat stimmt auf Bernie Rieders Kreationen (auch als fleischlose Variante) ein. Maximal 70 Personen finden in der luftigen Säulenhalle in stilgerechtem Ambiente Platz und werden mit feinster österreichischer Küche verwöhnt.
Montag bis Sonntag, 17-01 Uhr, um Reservierung wird gebeten
Information und Reservierung:
bit.ly/opernpopup
T +43 664 800227125

COVID-19
DAS SICHERHEITSKONZEPT
Die Wiederaufnahme des Spielbetriebes erfolgt aufgrund der Corona-Pandemie unter strengster Einhaltung aller von der Bundesregierung verordneten – und zusätzlicher selbst auferlegter Sicherheitsmaßnahmen. Die Staatsoper wird bei der Umsetzung ihrer Präventionsmaßnahmen von einem Medizinischen Expertenrat begleitet:
→ Priv. Doz. Mag. Dr. Alexander Indra (Facharzt für Klinische Mikrobiologie und Hygiene, AGES -Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit)
→ Doz. DDr. Stefan Mustafa (Facharzt für medizinische und chemische Labordiagnostik, Leiter von Labor Dr. Mustafa)
→ Univ.-Prof. Mag. Dr. Dr. Stefan Thurner (Professor für Wissenschaft komplexer Systeme an der Medizinischen Universität Wien, Präsendent des Complexity Science Hub Vienna)
→ Betriebsärztin Dr. Elisabeth Szedenik (Allgemeinmedizin)
Das Konzept behandelt sowohl den Schutz des Publikums als auch den Schutz der Künstlerinnen und Künstler sowie der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Für alle Gruppen sind die vom Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz empfohlenen Maßnahmen zum Schutz vor Corona-Viren Teil des allgemeinen
Verhaltenscodex:
→ Regelmäßig Hände mit Seife waschen und mit Desinfektionsmittel desinfizieren.
→ Gesicht und vor allem Mund, Augen und Nase nicht mit den Fingern berühren.
→ Händeschütteln und Umarmungen vermeiden.
→ Niesen und Husten in Armbeugen oder Papiertaschentuch, welches zu entsorgen ist.
→ Ein Abstand von 1 Meter zwischen Personen, die nicht im gemeinsamen Haushalt leben oder nicht einer gemeinsamen Besuchergruppe angehören, ist grundsätzlich einzuhalten.
Darüber hinaus gelten für die jeweiligen Gruppen folgende zusätzlichen Regelungen bzw. Maßnahmen:
Besucherinnen und Besucher
→ Erfassen der Kundendaten beim Kartenverkauf für ein schnelles und zielgerichtetes ContactTracing inklusive stichprobenartiger Identitätsüberprüfungen beim Einlass. Bei Weitergabe der Karten muss in den Tagen vor der Vorstellung eine neuerliche Personalisierung erfolgen. Im Haus selbst, unmittelbar vor der Vorstellung, ist das nicht möglich.
→ Es können bis zu 4 Karten in einer Gruppe gekauft werden, wobei jede Karte konkret zugeordnet und personalisiert werden muss.
→ Klare Besucherstromregelung mit Hinweisschildern, Videoscreens, Absperrbändern und Abstandsmarkierungen.
→ Klares Ein- und Auslassmanagement: Öffnung möglichst vieler Ein- und Ausgänge, Einlass bereits eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn.
→ Deutliche Reduktion der Sitzplätze unter Einhaltung der Abstandsregeln von 1 Meter. Ein dynamischer Saalplan bei Buchung ermöglicht Sicherheitsabstände unter Berücksichtigung der innerhalb einer Gruppe gekauften Anzahl von Tickets. Insgesamt können so zwischen 1.000 und
1.200 zugewiesene Sitzplätze vergeben werden
→ Generelle Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes im gesamten Gebäude außer am Sitzplatz während der Vorstellung.
→ Verbesserte und erhöhte Reinigungs- und Desinfektionsmaßnahmen, Desinfektion von exponierten Räumlichkeiten durch einen TÜV-geprüften DesinfektionsmittelHochdruckvernebler.
→ Desinfektionsmittelspender an allen Eingängen, an zentralen Zugangsbereichen zum Zuschauerraum, in den Sanitärbereichen sowie im Bereich der Buffet-Ausgabestellen.

Wird morgen fortgesetzt, mit Stehplatzregelungen und budgetäre Situation

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 WIENER VOLKSOPERNFREUNDE

Liebe Volksopernfreunde! Sehr geehrte Damen und Herren!

Wir hoffen, dass Sie alle gesund sind und trotz aller coronabedingten Widrigkeiten und Einschränkungen einen erholsamen Sommer hatten! Heuer ist sicherlich für uns alle ein in jeder Hinsicht

herausforderndes Jahr! Auch wir mussten seit März leider alle unsere Veranstaltungen absagen. Wir alle haben erfahren müssen, dass das kulturelle Leben nicht nur in Wien und Österreich, sondern weltweit fast gänzlich zum Erliegen kam..

Musik und die Kultur allgemein sind gerade in einer Zeit der Unsicherheit ein wichtiger „Haltegriff“ – der „Kitt“ der uns kulturaffine und musikbegeisterte Menschen zusammenhält und unser aller Leben

so wunderbar bereichert! Viele Veranstaltungen sind aber bereits wieder in Planung und wir sind guter Dinger, dass wir Ihnen in der kommenden Saison wieder spannende Konzerte und Gespräche bieten können!

Wie gewohnt starten wir die Saison mit der traditionellen „Soirée“ am Freitag, dem 11.September ab 16:30 Uhr im Gasthaus Lechner (Wilhelm-Exner-Gasse 28, 1090 Wien).

Aus Sicherheitsgründen bitten wir Sie jedoch unbedingt um VORANMELDUNG mit einem kurzen e-mail an volksopernfreunde@outlook.com oder telefonisch: 0676 / 3407464 (Band!)

Wir freuen uns auf ein Wiedersehen, wünschen Ihnen einen guten Start in den Herbst und vor allem Gesundheit!

Mit musikalischen Grüßen

Der Vorstand der Wiener Volksopernfreunde

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OPER FRANKFURT: HEUTE ERSTE WIEDERAUFNAHME I PURITANI


Brenda Rae (Elvira). Foto: Barbara Aumüller)

Erste Wiederaufnahme
I PURITANI
Opera seria in drei Teilen von Vincenzo Bellini
Text von Carlo Pepoli
In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln
Musikalische Leitung: Oksana Lyniv
Inszenierung: Vincent Boussard
Szenische Leitung der Wiederaufnahme: Caterina Panti Liberovici
Bühnenbild: Johannes Leiacker
Kostüme: Christian Lacroix
Video: Isabel Robson
Licht: Joachim Klein
Chor: Tilman Michael
Dramaturgie: Zsolt Horpácsy


Andrzej Filończyk (Sir Riccardo Forth), Breda Rae (Elvira). Foto: Barbara Aumüller

Elvira: Brenda Rae
Lord Arturo Talbo: Francesco Demuro
Sir Riccardo Forth: Andrzej Filończyk
Lord Gualtiero Valton: Thomas Faulkner
Sir Giorgio: Kihwan Sim
Sir Bruno Roberton: Tianji Lin
Enrichetta di Francia: Karolina Makuła
Eine Frau: Evie Poaros
Chor der Oper Frankfurt
Frankfurter Opern- und Museumsorchester
Koproduktion mit der Opéra Royal de Wallonie, Liège

„Weltklasse ist Brenda Rae als Elvira. Ihre Stimme bietet alles, was diese Rolle braucht: schmelzendes Legato, perlend virtuose Koloraturen, leichtes Staccato, kluge Atemführung. Zwei Wahnsinnsszenen billigt der Komponist dieser Partie zu, in beiden folgt das Publikum der im Frankfurter Ensemble großgewordenen Sängerin atemlos.“ So wie der Kritiker der Frankfurter Neuen Presse überschlugen sich alle Rezensent*innen nach dieser Premiere der Puritani von Vincenzo Bellini (1801-1835) am 2. Dezember 2018 im Opernhaus. Ein Blickfang der von Vincent Boussard inszenierten Produktion waren sicherlich auch die Kostüme von Couturier Christian Lacroix, und das werden sie auch wieder bei der ersten, den Corona-Auflagen angepassten Wiederaufnahme sein. Also bitte nicht verpassen: Koloraturwunder Brenda Rae trägt Lacroix!
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HILDESHEIM/ THEATER FÜR NIEDERSACHSEN: Rarität I BRIGANTI von Saverio Mercadante am 12. September

Am Samstag, 12. September, 19 Uhr, feiert das theater für niedersachsen mit der Opernrarität i briganti die erste Premiere der neuen Spielzeit und damit gleichzeitig den ersten Teil der diesjährigen Trilogie. Unter der musikalischen Leitung von Generalmusikdirektor Florian Ziemen und in Szene gesetzt von Manuel Schmitt ist diese Oper von Saverio Mercadante erst zum zweiten Mal auf einer deutschen Bühne zu erleben.
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WIENER MUSEUMSQUARTIER: Wiens Festwochen mit einem skurrilen Endzeitspiel und die ‚Libelle‘ als ein neuer kultureller Treffpunkt


Copyright: Wiener Festwochen

Die Wiener Festwochen 2020 nehmen in diesem Monat die beiden Hallen von Wiens Museumsquartier in Beschlag (bis 26. September). Und die neue „MQ Libelle“, um rund 7,5 Millionen Euro am flachen Dach des Leopold Museums errichtet, soll nun neugieriges Publikum in die Höhen über dem Kulturareal locken. ‚Eine  öffentliche Terrasse ohne Konsumzwang‘, so möchte  MQ Chef Dr. Christian Strasser diese neue bauliche Errungenschaft beworben wissen. Ist ab nun salopp für MQ Besucher mit Lift zu bewältigen. Trotzdem …. auch zum Konsumieren wird hier oben auf der weiten Terrasse und dem aufgesetzten und groß thronenden Veranstaltungsraum mit seiner geschwungenen Glasfront und einer aufwendigen abendlichen Lichtinstallation geworben.

Festwöchentlich ebenso salopp in der Halle G: „Farm Fatale“-Besucher dürfen sich einem originellen Endzeitspiel hingeben. Wie klingt Musik in solch ländlichen Überresten eines leer gefegten Bauernhofes auf unserer bereits devastierten Erde? Nun, der künstliche Musik-, Menschen- und Tiersound hört sich aus den Boxen noch irgendwie rhythmisch erfrischend und aufbauend an. Diese „Farm Fatale“ – das zweite Kurzgastspiel bei den Wiener Festwochen, eine Produktion der Münchner Kammerspiele – verführt mit einem besonderen Charme. Lieber gesagt: mit diffizilem schwarzen Humor in frecher bunter Kleidung. Konzept, Bühne, Regie sind aus einem Genuß: Inszenator Philippe Quesne, Chef des Pariser Theater Nanterre-Amandiers, ist ein wahrer Phantasiemann. Und in dieser fatalen Farm schlürfen fünf urige Vogelscheuchen herum, gemächlich und kraftlos, arbeitslos nun geworden, da es keine Vögel zu verscheuchen gibt – in der ausgestorbenen Natur finden wir auch  keine Tiere mehr. Mit köstlich ausgefeilter Pantomime und Maskerade, mit einfacher Sprache und doch wohligem Klang wird ein theatralisch geglücktes Plädoyer gegen die heute rücksichtslose Ausbeutung der Natur vorgetragen.

Als ein Plädoyer für einen neuen kommunikativen Treffpunkt, als einen ‚Leuchturm für Kunst und Kultur‘ möchten Christian Strasser und Architekt Laurids Ortner die ‚MQ Libelle‘, diese sicherlich attraktive Novität gepriesen wissen. Ja, Schlagworte schwirrten bei der Eröffnung herum: „Leuchtfeuer für die Stadt, aufgeladen mit feiner Energie …. ein optimales Signal …. geschwungene gläserne Figuren auf dem steinernen Kubus …. die Lichtinstallation ‘Lichtkreise‘ als ein weithin sichtbares Zeichen des Museumsquartiers …. Ringe aus Licht über den Dächern kreisend …. die Lichtringe strahlen aus und ziehen an.“ Ja, es wird sicher so ähnlich gut funktionieren. ‚Kunst, Kunst, Kunst‘ ist hier ständig zu hören, doch heutzutage ist es zumeist eine in keiner Weise bewegende Kunst. Das Leopold Museum ist an und für sich keine baulich außergewöhnliche Schönheit, und auch die Bekrönung mit der Lichtwunder versprechenden Libelle wirkt sehr zweckdienlich, angemessen, keineswegs aber so richtig mit schöpferischer Phantasie hingezaubert. Doch dies ist nicht das Wesentlichste – zwei starke Argumente sprechen für diesen neuen Aufbau. Die Terrasse ist frei zugänglich für ein breites Publikum und bietet …. ja, bitte, der MQ Werbeslogan lautet: ‚Der Ausblick ist pure Magie‘. Und für jene, dich sich auch mit Kunst beschäftigen wollen: die Libelle wird sowohl vermietet werden und auch für Kunst & Kulturprojekte zur Verfügung stehen.

Meinhard Rüdenauer

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GESAMTE OPERN IM RUNDFUNK 3. – 9. SEPTEMBER 2020

Medien: Geschichte des Radios - Medien - Kultur - Planet Wissen

(Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern bezieht sich ausschließlich auf die untenstehenden Sender). Kurzfristige Programmänderungen der Sender vorbehalten!
Alle Zeiten MEZ.

5.9. IL TURCO IN ITALIA (aus Mailand, Aufnahme v. 22.2.) ORF Ö1-19.30 Uhr
AGRIPPINA (aus London, Aufnahme v. 11.10.2019) France Musique-20 Uhr
6.9. ARSILDA (aus Prag, Aufnahme v. 12.11.2019) Deutschlandradio-19.05 Uhr
7.9. MADAMA BUTTERFLY (Live aus Wien) ORF Ö1-19 Uhr
8.9. CARLO IL CALVO (Live aus Bayreuth) Bayern 4-18 Uhr

EMPFANGSMÖGLICHGKEIT ÜBER DAS INTERNET
ORF – Ö 1 http://oe1.orf.at/
Bayern 4 https://www.br-klassik.de/index.html
HR 2 http://www.hr-online.de/website/radio/hr2/
WDR 3 http://www1.wdr.de/radio/wdr3/index.html
SWR 2 http://www.swr.de/swr2/-/id=7576/otnbb1/index.html
Deutschlandradio http://www.deutschlandradiokultur.de/startseite.197.de.html
RAI 3 http://www.radio3.rai.it/dl/radio3/programmi/PublishingBlock-61ab4215-547b-4563-8b1f-8932531e5469.html
Radio Suisse R. https://www.rts.ch/
Radio 4Hilversum https://www.nporadio4.nl/gids-gemist
VRT Klara http://www.klara.be/
RNE Clasica Madrid http://www.rtve.es/radio/radioclasica/programacion/
MET-Stream http://www.metopera.org/Season/Radio/Free-Live-Audio-Streams/
BBC 3 http://www.bbc.co.uk/radio3/programmes/genres/music/classical/opera/all
France Musique https://www.francemusique.fr/opera

Das sind jene Sender, die regelmäßig Opernübertragungen senden. Sollten unseren Lesern noch andere derartige Sender bekannt sein, dann bitten wir um Bekanntgabe inkl. Internetadresse.
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NATIONALTHEATER MANNHEIM:  Uraufführung „DARK SPRING  von Hans Thomalla  (11.9.)

die Sommerpause ist vorüber und so feiern wir bereits am 11.09.2020 mit der Song-Oper »Dark Spring« von Hans Thomalla die erste Uraufführung der neuen Saison. Die Musikalische Leitung hat der Amerikaner Alan Pierson inne, der von der New York Times als »musikalischer Visionär« beschrieben und von Fanfare als »eine der aufregendsten Figuren der Neuen Musik von heute« bezeichnet wurde.
Im Zentrum der Geschichte stehen vier junge Menschen zwischen Teenagerleben und Erwachsenwerden, die mit dem Leistungsdruck der Gegenwart und dem Zwang der permanenten Selbstoptimierung, bei gleichzeitiger Suche nach der eigenen Identität, kämpfen. Zwischen Anziehung, großer Einsamkeit sowie der Sehnsucht nach Nähe bewegen sich die Protagonist*innen in extremen Gefühlswelten, die die spannende junge Regisseurin Barbora Horáková Joly zu erforschen sucht. Horáková Joly arbeitete bereits erfolgreich u. a. in Basel, Neuchâtel, Oslo, Bilbao, Wuppertal, Lyon, am Theater an der Wien sowie der Dresdner Semperoper. Sie war 2017 Preisträgerin beim Ring Award und wurde 2018 bei den International OPERA Awards Newcomer des Jahres.

Der renommierte und mehrfach ausgezeichnete Komponist Hans Thomalla schrieb »Dark Spring« in kammermusikalischer Orchester¬besetzung als Auftragswerk des Nationaltheaters Mannheim und erforscht darin musikalisch die Lebensphasen der Protagonist*innen. So mäandert die Song-Oper u. a. zwischen Oper, Popsong, Neuer Musik, Musical und Technosound. Sie driftet, wie die Jugendlichen selbst, in dieser aufregenden und herausfordernden Zeit.

www.nationaltheater.de
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Waldviertler Serie „KERZENLICHT-KONZERTE“ am 12. September 2020 im STIFT ZWETTL –

RAINER KÜCHL Violine & ROBERT POBITSCHKA Klavier konzertieren im Festsaal

Stift Zwettl | Nach erfolgreichen Produktionen 2018 und 2019 setzen die „Kerzenlicht-Konzerte“ am 12. September 2020 mit einem weiteren Konzert im Festsaal die Zusammenarbeit mit dem Stift Zwettl fort. Rainer Küchl & Robert Pobitschka gestalten an diesem Abend ein Programm mit Sonaten von Bach, Franck und Poulenc. Der Abend war ursprünglich für den 14. März geplant, konnte aber wegen der Corona-Verordnungen nicht stattfinden.

Star-Geiger Rainer Küchl erscheint als Kammermusiker (Küchl-Quartett, 2019 Japan-Tournée gemeinsam mit Mischa Meisky u.v.m.) und als Solist auf den grossen Bühnen der Welt. Bis 2017 war er 1. Konzertmeister der Wiener Philharmoniker. Das Konzert in Zwettl ist sein bisher dritter Auftritt im Rahmen der „Kerzenlicht-Konzerte“. Der Pianist Robert Pobitschka ist dem zwettler Publikum auch als Komponist ein Begriff, 2019 brillierte er im Stift – gemeinsam mit Streichern des Mozarteum Orchesters Salzburg – als Solist in seinem 2. Klavierkonzert.

Mit Sonaten von Caesar Franck und Francis Poulenc für Violine und Klavier setzen die beiden Musiker am 14. März einen Frankreich-Schwerpunkt. Francks tiefsinnige Sonate zählt zum Standard-Repertoire, Poulencs Werk besticht durch spritzig-temperamentvolle Passagen und Virtuosität. Zur Eröffnung des Abends erklingt Johann Sebastian Bachs Sonate in c-Moll.

Kerzenbeleuchtung – das Markenzeichen der „Kerzenlicht-Konzerte“ – und natürlich das ganz besondere Ambiente von Stift Zwettl garantieren darüberhinaus für den ganz besonderen Zauber.

RAINER KÜCHL Violine, 1. Konzertmeister der Wiener Philharmoniker em. & ROBERT POBITSCHKA Klavier
Werke von Bach, Franck & Poulenc

KARTEN zu € 25.- (Studenten und Schüler € 17.-) ab 19.30 an der Abendkassa. VORVERKAUF im Klosterladen an der Stiftspforte zu den Öffnungszeiten
RESERVIERUNGEN: 0650 – 53 29 909 oder info@kerzenlicht-konzerte.at
Veranstalter: Verein Kerzenlicht-Konzerte

www.rainerkuechl.com | www.robertpobitschka.com
www.stift-zwettl.at | www.kerzenlicht-konzerte.at
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Neue Originale in der Beethoven-Ausstellung in Baden

Durch die Beethoven-Brille gesehen: neue Exponate sind soeben aus Bonn eingetroffen und ab sofort in der Ausstellung MYTHOS LUDWIG VAN im Kaiserhaus Baden zu besichtigen.

   
Fotodownload: http://bit.ly/MythosLudwigVan

Das Beethoven-Haus Bonn stellt der Ausstellung MYTHOS LUDWIG VAN im Kaiserhaus Baden weitere Originale zur Verfügung. Dr. Julia Ronge hat die Exponate persönlich nach Baden gebracht und an Museumsleiterin Dr. Ulrike Scholda und Stadtrat Hans Hornyik übergeben.

Neu zu sehen ist eine Originalbrille Beethovens aus seinen späten Jahren, die das Fortschreiten seiner Kurzsichtigkeit belegt. Die Brille mit beweglichen Bügeln stammt aus den Jahren 1820-1827 und ist nun neben seinem Hörrohr zu sehen. In der gleichen Vitrine erinnert Beethovens Gehstock mit Elfenbeingriff an seine berühmten Spaziergänge in der Natur. Außerdem ergänzt nun der Abguss von einem Stück der Schädeldecke die ausgestellten Reliquien, die in der Ausstellung vom Umgang mit dem toten Komponisten erzählen. Die Geldkassette aus Besitz des Komponisten ist heute leer, Dokumente wie das ebenfalls ausgestellte Nachlassverzeichnis in der Ausstellung belegen allerdings, dass Beethoven durchaus vermögend war. Drei originale Schriftstücke mit Beethovens Handschrift bieten einen weiteren Blick auf seine Persönlichkeit, darunter die Übertragung der Rechte für seine Biographie kurz vor seinem Tod.

MYTHOS LUDWIG VAN
Die Ausstellung MYTHOS LUDWIG VAN im Kaiserhaus Baden beschäftigt sich aus unterschiedlichen Blickwinkeln mit der Frage, wann und unter welchen Umständen der Mythos um Ludwig van Beethoven entstand und wie er sich im Lauf der Zeit verändert hat. Die Ausstellung ist Dienstag bis Sonntag und an Feiertagen 10.00 – 18.00 geöffnet und unter Beachtung der allgemeinen Corona-Sicherheitsmaßnahmen zu besichtigen. kaiserhaus-baden.at

Bis 20. Dezember 2020
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