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INFOS DES TAGES (DONNERSTAG, 20. SEPTEMBER 2018)

20.09.2018 | Aktuelles

INFOS DES TAGES (DONNERSTAG, 20. SEPTEMBER 2018)

METROPOLITAN OPERA: SAMSON ET DALILA (Saisoneröffnung am MONTAG, 24.9.

When mezzo-soprano Elīna Garanča and tenor Roberto Alagna joined forces for a new production of Carmen at the Met, the results were electrifying. Now this star duo reunites for another sensual French opera when they open the season in the title roles of Saint-Saëns’s biblical epic Samson et Dalila. Darko Tresnjak, who won a Tony Award for Best Direction of a Musical in 2014 for A Gentleman’s Guide to Love & Murder, makes his Met debut directing a vivid, seductive staging, featuring a monumental setting for the last-act Temple of Dagon, where the hero crushes his Philistine enemies. Sir Mark Elder conducts the first new Met production of the work in 20 years.


Roberto Algna, Elina Garanca. Copyright: Metopera

Szene aus der Wiener Samson-Produktion:

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Und so sahen Samson und Dalila in Wien aus. Foto: Wiener Staatsoper/ MichaelPöhn

Nun bin ich weit davon entfernt, die Amerikaner für mich als Vorbild zu nehmen. Manchmal könnte/sollte man das tun, sehr oft aber auch nicht!

Welche Szenerie ihm besser gefällt, möge jeder für sich selbst beantworten!

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THOMAS WEINHAPPEL – »Operette & Musical« – Freitag 21.9.2019, 19:30 Uhr (also morgen)

Im Borromäussaal (Borromäusplatz 3, Wien III, U3 – Rochusgasse) singt Thomas Weinhappel, unterstützt von Heidi Manier (Sopran) und István Bonihády (Klavier),

Arien und Duette aus Operetten und Musicals. 

Wenige Restkarten: office@thomasweinhappel.com 

Info: http://www.thomasweinhappel.com/index.php/de/news/44-operette-musical18

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Wiener Staatsballett, 17.9.: „Giselle“ – ein Ballettprinz aus Korea mit Edelglasur 

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Kimin Kim. Foto: Wiener Staatsoper

Kimin Kim, Koreaner im Dienste der glorreichen Ballettkompanie des St. Petersburger Mariinski-Theaters und eines dessen Aushängeschilder, hat sich im derzeitigen Aufführungsreigen von Adolphe Adams „Giselle“ erstmals in der Wiener Staatsoper  vorgestellt. Als Herzog Albrecht – ja, als ein wahrer Ballettprinz mit Edelglasur. Auf Höhenflügen mit immenser Sprungkraft, als ein spielerisch wirbelnder Kreisel, sich leichtfüssig und seidenweich präsentierend, mit starker, klarer Pantomime, als präzise assistierender Partner.

Rund um ihn, im romantischen Spiel eigentlich wichtiger als er, stellte sich eine elegante Ballerinenriege vor: Nina Poláková mit voller Hingabe im Einsatz als erdige Giselle sowie die fein studierten jungen Damen des Corps de Ballet zuerst als wohlgemut auftanzende Bauernmädchen, hierauf im zweiten Akt als die unglücklichen gespenstischen Geister-Wilis. Mit Ermanno Florio stand ein gestandener Routinier als Gast am Dirigentenpult. Tadellose Werbung mit schöner alter Balletthistorie für die Opernbesucher in der noch sommerlichen Touristenstadt Wien – sehr sehenswert.

Meinhard Rüdenauer

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WIEN/ sirene operntheater im „Reaktor“ 1170 Geblergasse 36-40)JEANNE & GILLES (Premiere am Freitag, dem 21. September 

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Lisa Rombach und Paul Schweinester. Copyright: sirene-operntheater

Die Handlung dreht sich um Jeanne d’Arc und den jungen Grafen Gilles de Rais, der enger Kampfgefährte Johanna von Orléans war, später aber auch Alchemist, Folterer, Serienmörder.

Autorin Kristine Tornquist beleuchtet die euphorisierende und die traumatisierende Seite des Krieges, Komponist François-Pierre Descamps schrieb dazu eine energische, eindringlich-modale Musik von schillernder Expressivität. Eine Metapher des Krieges, der zu Beginn seine glänzende Seite und im Nachhinein die Abgründe in den Seelen der Überlebenden zeigt.

Termine: 21./23./26./27./28./29. September 2018 (Beginn: 20.00 Uhr)

REAKTOR, 1170, Geblergasse 36-40

www.sirene.at; www.reaktor.art
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MONTAG STARTET DER „MERKER-KUNSTSALON IN DIE NEUE SAISON:

Ein Tipp: Hingehen. Die Staatsoper hat an diesem Tag einen Schließtag. Die Metropolitan Opera eröffnet an diesem Abend ihre Saison, aber das wird Ihnen wohl zu weit sein.

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STAATSTHEATER KARLSRUHE: Regisseur Tobias Kratzer erneut nominiert für den Deutschen Theaterpreis DER FAUST 2018

Das STAATSTHEATER gratuliert herzlich!

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Tobias Kratzer. Foto: privat)

Die Götterdämmerung überzeugt: Regisseur Tobias Kratzer wurde mit seiner Interpretation von Richard Wagners Oper für den Deutschen Theaterpreis DER FAUST 2018 in der Kategorie Regie Musiktheater vorgeschlagen. Wieder gab eine Inszenierung am STAATSTHEATER KARLSRUHE den Ausschlag. Es ist bereits zum zweiten Mal, dass er für die wichtigste nationale Auszeichnung ausgewählt wurde – 2015 wurde er für seine Inszenierung von Die Meistersinger von Nürnberg am STAATSTHEATER nominiert.
„Kratzer ist eine schlichtweg atemberaubende Götterdämmerung gelungen. Klug durchdacht, mit subversivem Spürsinn für die Bedeutungsschichten unter der Oberfläche und mit einer durchweg meisterhaften Personenregie. Er stellt einen Bezug zu den anderen Teilen her, nutzt aber die Singularität dafür, sich auf den Psychokrimi und den Blick in den Abgrund Mensch zu konzentrieren. […] So was wie diese Götterdämmerung in Karlsruhe kriegt man nämlich nur aller Jubeljahre zu sehen“, lobt Joachim Lange in seiner Kritik für Die Deutsche Bühne.

2018 ist ein besonderes Jahr für Tobias Kratzer: Im Januar wurde er in der Kategorie Regie für den International Opera Award, den weltweit wichtigsten Musiktheaterpreis, nominiert. Seine bildgewaltige Inszenierung von Lucio Silla am STAATSTHEATER feierten Publikum und Kritik. Im September wurde er von der Zeitschrift Die Deutsche Bühne als Regisseur des Jahres ausgezeichnet. 2019 wird er bei den Bayreuther Festspielen Richard Wagners Tannhäuser inszenieren.

Tobias Kratzer nahm 2008 unter zwei Pseudonymen am internationalen Regie-Wettbewerb „Ring Award Graz“ teil und gewann alle im Rahmen des Wettbewerbs vergebenen Preise. Für seine Inszenierung von Donizettis Anna Bolena am Luzerner Theater wurde er von der Opernwelt als „Opernregisseur des Jahres“ genannt. Mit seinen Meistersingern von Nürnberg 2013/14 in Karlsruhe wurde er im Jahrbuch der Zeitschrift Opernwelt als „Opernregisseur des Jahres“ ausgezeichnet. Kratzers Wiederentdeckung von Giacomo Meyerbeers Der Prophet am STAATSTHEATER erregte bundesweites Aufsehen.

Bereits zum dreizehnten Mal würdigt der Deutsche Theaterpreis DER FAUST jährlich die einzigartig vielfältige Theaterlandschaft Deutschlands und zeichnet die herausragende Leistungskraft von Theaterkünstler*innen aller Sparten aus. Im gleichen Zug ist es ebenfalls eine Anerkennung für die künstlerische Ausstrahlung des Theaters. DER FAUST wird vom Deutschen Bühnenverein, den Bundesländern, der Kulturstiftung der Länder und der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste veranstaltet.

Die Preisverleihung findet am 3.11.18 in Regenburg statt.

Wir zeigen Tobias Kratzers Götterdämmerung wieder am 30.9., 4.11., 2.12. & 3.2.19 im GROSSEN HAUS. Mehr Informationen finden Sie unter www.staatstheater.karlsruhe.de.

Die Wagnersänger*innen von morgen können Sie im Halbfinale des 9. Internationalen Gesangswettbewerbs für Wagnerstimmen am 27.9. um 17.00 Uhr und im Finale am 29.9. um 18.00 Uhr im GROSSEN HAUS erleben. Den Vorsitz der hochkarätigen besetzten internationalen Jury hat die langjährige Leiterin der Bayreuther Festspiele, Eva Wagner Pasquier.

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Stefan Herheims „Wozzeck“-Inszenierung an der Deutschen Oper am Rhein für den Deutschen Theaterpreis DER FAUST nominiert

Mit seiner an der Deutschen Oper am Rhein entstandenen Inszenierung von Alban Bergs „Wozzeck“ ist der norwegische Regisseur Stefan Herheim in der Kategorie „Regie Musiktheater“ für den Deutschen Theaterpreis DER FAUST nominiert worden. Der Preis, der am 3. November 2018 im Theater Regensburg verliehen wird, würdigt herausragende künstlerische Leistungen in acht Kategorien. Der Komponist Aribert Reimann wird für sein Lebenswerk geehrt.

Stefan Herheim ist einer der international gefragtesten Opernregisseure und designierter Intendant des Theaters an der Wien. Seine Inszenierung von Alban Bergs Oper „Wozzeck“ war am 20. Oktober 2017 der überregional Aufsehen erregende Spielzeitauftakt im Opernhaus Düsseldorf. Mit exzellenten Solisten wie Bo Skovhus (Wozzeck), Camilla Nylund (Marie) und Matthias Klink (Doktor) inszenierte Herheim das Meisterwerk der musikalischen Moderne als groteske Todesrevue im Sterbemoment: Angelehnt an die in den USA heute noch legitimierte Praxis, Menschen im Namen der Gerechtigkeit zu töten, wird Wozzeck in einer Todeskammer durch die Gift¬spritze hingerichtet. Sobald das Gift seinen Blutkreislauf erreicht und die Musik beginnt, vermischen sich seine Erinnerung, Angst, Wahn, Hoffnung und Verzweiflung zu surrealen Bildern: In 15 musikali¬schen Szenen erlebt Wozzeck seine Existenz als Höllenritt in einer Gesellschaft, die ihn zum Mörder macht. Seine Inszenierung entwickelte Stefan Herheim im Team mit Bühnen- und Kostüm¬bildner Christof Hetzer und Dramaturg Alexander Meier-Dörzenbach. Generalmusikdirektor Axel Kober hatte die musikalische Leitung.

Schon 2013 hatte Stefan Herheim in Düsseldorf mit seiner Inszenierung von Georg Friedrich Händels Barockoper „Xerxes“ begeistert. Sie ist im Januar 2019 wieder im Opernhaus zu erleben. In der Original¬besetzung wird auch „Wozzeck“ in einer der nächsten Spielzeiten auf die Bühnen der Deutschen Oper zurückkehren.

Weitere Informationen zum Deutschen Theaterpreis DER FAUST: http://www.buehnenverein.de/de/der-faust/der-faust-2018_1.html

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STUTTGARTER BALLETT: Adhonay Soares da Silva für den Deutschen Theaterpreis DER FAUST nominiert

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Adhonay Soares da Silva. Copyright: Carlos Quezada

Wir freuen uns, Ihnen mitteilen zu können, dass der erst kürzlich zum Ersten Solisten beförderte Adhonay Soares da Silva für den Deutschen Theaterpreis DER FAUST nominiert wurde

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Einmaliges Theaterexperiment in Berlin und Dortmund: Quantenphysik im Theater
Stefan Keim und Tobi Müller im Gespräch mit Vladimir Balzer
DeutschlandfunkKultur

Die Schauspieler Peter Moltzen und Friederike Tiefenbacher in einer Szene des Stücks "Die Parallelwelt". Simultan-Uraufführung vom BERLINER ENSEMBLE und dem SCHAUSPIEL DORTMUND. (Birgit Hupfeld)
Peter Moltzen und Friederike Tiefenbacher in der Simultan-Uraufführung von „Die Parallelwelt“ in der Regie von Kay Voges in Berlin und Dortmund. (Birgit Hupfeld)

Mit diesem Thema befasst sich unser Mitarbeiter Tim Theo Tinn seit über 15 Jahren. Tatsächlich hat das nach seinem Eindruck aus Presse und Fernsehbericht aber nur sehr entfernt mit Quantenphysik und den Parallelwelten in diesem Rahmen zu tun, ist dann doch Etiketten-Mogelei.

Die Digitalisierung mit der Quantenphysik gleichzusetzen ist falsch. Die ist ja in keiner Weise aus der Quantenphysik entstanden sondern das faszinierende Ergebnis überkommener mechanischer wissenschaftlicher Forschung und Entwicklung – die Quantenphysik wird niemals Digitalisierung benötigen.  Durch sie werden alle  mechanischen Wissenschaften obsolet.

Und die vorgestellte Parallelwelt hat nichts mit der tatsächlichen Parallelwelt als Variantenraum im unendlichen Mikro – und Makrokosmos mit allem was ist, war und vor allem sein könnte ( in also allen denkbaren und undenkbaren Varianten) zu tun.

Hier wird ja lediglich 1 Schicksal aus 2 Perspektiven vorgestellt – gleichförmig aber ohne Varianten. Das ist unspektakulärer Alltag vor – u. rückwärts betrachtet. In synthetisch künstlicher Welt – weit weg vom vitalen Leben, dass angefangen bei archaischem Leben und deren Weisen  heute von der Quantenphysik fortgesetzt wird.

Ich habe ca. 10 Besprechungen gelesen – keiner der Rezensenten hat auch nur ansatzweise Ahnung von diesen Themen – überwiegend findet sich pseudointellektuelles Gemähre, das Kenntnisdefizite verkleistern soll, dabei hätte man doch nur meine 4 dramaturgischen Schriften lesen müssen. (Tim Theo Tinn)

Ein Beispiel aus Tinns Schriften
https://onlinemerker.com/dramaturgische-schriften-von-tim-theo-tinn-nr-4/

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DÜSSELDORF: HA Schult rüttelt auf – The Spirit of Düsseldorf

Von Andrea Matzker und Dr. Egon Schlesinger


The Spirit of Düsseldorf HA Schult.

Der Kölner Künstler HA Schult ist immer eine Reise wert, ob es nun das goldene Flügelauto in Köln sei, seine Armee von Müllsoldaten in Köln, Rom oder auf der chinesischen Mauer, sein Kunsthaus für Obdachlose am Rhein oder Körper aus Cola-Dosen. Ihm zuzuhören, ist jedes Mal neu ein Erlebnis, denn er sagt ohne Umschweife, worum es ihm geht. “Kunst ist die höchste Form von Freiheit. Der Künstler spricht das aus, was der Gesellschaft auf der Zunge liegt. Freiheit ist ein Gut, das wir gemeinsam verteidigen müssen.“


Düsseldorf: Wall of Freedom

Sein Name steht für außergewöhnliche und aufsehenerregende Kunstwerke. Diesmal schuf er mit der Wall Of Freedom ein bewegliches Symbol für die Freiheit. In der Landeshauptstadt Düsseldorf, der er als ehemaliger Absolvent der Kunstakademie seit längster Zeit verbunden ist, verewigte er einen Teil der über 20.000 Zuschriften zum Thema Freiheit auf der bunt gestalteten Fassade des Andreasquartiers und kehrte somit wiederholt zurück – back to the roots – zum Ort seines Studiums.


Oberbürgermeister Thomas Geisel und HA Schult

Am 21. September wird seine große Ausstellung The Spirit Of Düsseldorf in Mitarbeit von drei bedeutenden Galeristen im Andreasquartier eröffnet und dauert voraussichtlich mindestens bis zum 25. November 2018. Das Ensemble ist ein Beispiel für gelungene Revitalisierung von Innenstädten und ihrer Wiedergewinnung für anspruchsvolles Wohnen. Benannt nach der benachbarten barocken Klosterkirche St. Andreas, steht im Zentrum des Quartiers das zu Beginn des 19. Jahrhunderts erbaute Amts- und Landgericht, das nach allen Regeln des Denkmalschutzes inmitten der Düsseldorfer Altstadt unmittelbar zwischen Kunstakademie und Kunstsammlung NRW in ein modernes Wohn- und Büroquartier umgewandelt wurde. HA Schult stattete Foyer, Treppenhaus, Wandelgänge, Suiten und den Garten mit seinen Kunstwerken aus. So sieht man zum Beispiel in der Castle-Suite seine Aktion auf dem Markusplatz von Venedig aus dem Jahre 1976 eindrucksvoll dargestellt.


Düsseldorf/ Andreas-Quartier. Copyright: Andrea Matzker

Der findige Künstler erfand im Rahmen dieser Ausstellung einen neuen Beruf: Der weltweit einzige Art Concierge arbeitet für ihn in seiner Galerie im Andreasquartier, wo man ihn persönlich besuchen kann. Während der Ausstellungsdauer finden verschiedene Führungen statt, die auch Einblick in die von HA Schult unterstützten Ateliers für junge Künstler bieten. Auch sei auf eine Plakette hingewiesen, die, an der Außenwand der Galerie angebracht, an einen bedeutenden Düsseldorfer erinnert, der durch die Wirklichkeit und im Anschluss durch den Roman Effi Briest zu trauriger Berühmtheit gelangte: Emil Hartwich, im Roman Major Crampas, der sich einstmals im Düsseldorfer Malkasten und im Schloss Benrath in dessen Bewohnerin Elisabeth von Plotho, verheiratete von Ardenne, und die Titelfigur in Fontanes Roman, verliebte und daraufhin von deren Ehemann viel zu jung erschossen wurde, denn ansonsten hätte er noch wesentlich mehr freidenkerische und gesundheitspolitische Erneuerungen auf internationalem Terrain erreicht. Hartwich war im Übrigen neben seinem Beruf als Amtsrichter ein anerkannter Maler und hervorragender Cellist.


Düsseldorf/ Andreas-Quartier. Copyright: Andrea Matzker

Der Kölner HA Schult gehört zu den Düsseldorfer Jonges, die von Emil Hartwich gegründet wurden und in der Düsseldorfer Kulturwelt eine große Rolle spielen. Von einer angeblichen Fehde zwischen den zwei Städten am Rhein ist bei diesem Projekt nichts zu spüren, denn der Künstler hat seinen berühmten Autodom, bestehend aus den gesamten Teilen eines Ford Fiesta, im Innenhof des Andreasquartiers installiert.


Autodom, bestehend aus den gesamten Teilen eines Ford Fiesta, im Innenhof des Andreasquartiers. Oberbürgermeister Thomas Geisel und HA Schult. Copyright: Andrea Matzker

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THEATER ST. GALLEN: Szenen einer Ehe. Schauspiel von Ingmar Bergman

Premiere: Freitag, 28. September 2018, 19.30 Uhr, Grosses Haus

Die Schauspielsaison im Grossen Haus wird am Theater St.Gallen mit Ingmar Bergmans Klassiker Szenen einer Ehe eröffnet. Die Premiere ist am Freitag, 28. September, 19.30 Uhr. Es inszeniert die Hausregisseurin Barbara-David Brüesch.

 Diesen Sommer hätte der schwedische Drehbuchautor, Film- und Theaterregisseur Ingmar Bergman seinen 100. Geburtstag feiern können. Unsterblich ist er schon längst. Als 1973 sein Mehrteiler Szenen einer Ehe im Fernseher lief, waren die Strassen leer gefegt. Bergman hatte mit seinem Ehedrama einen Nerv der Zeit getroffen. Plötzlich wurde über Unzufriedenheit in der Ehe, über Betrug und sexuellen Frust gesprochen – und das Thema treibt Männer und Frauen bis heute um. 1981 feierte Bergmans Theaterfassung in seiner eigenen Regie am Residenztheater München Premiere. Das Psychogramm des Musterpaares Marianne und Johan spiegelt Fragen über die Möglichkeiten des glücklichen Zusammenlebens. In der kleinsten sozialen Zelle, der Zweierbeziehung, bildet sich der Zustand der Gesellschaft ab.

Erstmals sind die Szenen einer Ehe nun am Theater St.Gallen zu sehen. Barbara-David Brüesch inszeniert die schonungs- und zeitlose Beziehungsanalyse auf der grossen Bühne. Nach Ödön von Horváths Volksstück Geschichten aus dem Wiener Wald, das weiterhin im Spielplan figuriert, sind Szenen einer Ehe in diesem Jahr die zweite Arbeit der Hausregisseurin des Theaters St.Gallen. Das Bühnenbild stammt von Damian Hitz, die Kostüme entwarf Bernhard Duss. Das Ehepaar Marianne und Johan wird gespielt von Diana Dengler und Matthias Albold, in weiteren Rollen sind Jessica Cuna, Christian Hettkamp und Anja Tobler zu sehen.

Premiere                                            Freitag, 28. September 2018
Zeit                                                     19.30 Uhr
Ort                                                     Grosses Haus

Einführungsmatinee                Sonntag, 23. September, 11 Uhr, Lokremise

Inszenierung                                Barbara-David Brüesch
Bühne                                                Damian Hitz
Kostüm                                              Bernhard Duss
Licht                                                   Andreas Enzler
Musik                                                 Sandro Corbat
Video                                                  Heta Multanen
Dramaturgie                                      Anja Horst

 Spiel                                                  
Diana Dengler
Matthias Albold
Jessica Cuna
Anja Tobler
Christian Hettkamp

Die weiteren Vorstellungen

Montag, 1. Oktober 2018, 19.30 Uhr
Mittwoch, 3. Oktober 2018, 19.30 Uhr
Sonntag, 7. Oktober 2018, 17 Uhr
Sonntag, 14. Oktober 2018, 19.30 Uhr
Sonntag, 21. Oktober 2018, 14.30 und 19.30 Uhr
Freitag, 26. Oktober 2018, 19.30 Uhr
Donnerstag, 1. November 2018, 19.30 Uhr
Donnerstag, 8. November 2018, 19.30 Uhr
Dienstag, 20. November 2018, 19.30 Uhr
Mittwoch, 19. Dezember 2018, 19.30 Uhr
Freitag, 21. Dezember 2018, 19.30 Uhr

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