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INFOS DES TAGES (DONNERSTAG, 19. NOVEMBER 2020)

19.11.2020 | Aktuelles

INFOS DES TAGES (DONNERSTAG, 19. NOVEMBER 2020)

PARIS SPIELT UNTER AUSSCHLUSS DER ÖFFENTLICHKEIT UND KONZERTANT, ABER ES GIBT UMBESETZUNGEN

Paris
Running the Paris Opera Was Never Going to Be Easy. But Come On.
Alexander Neef has taken on one of the most prestigious jobs in culture amid a pandemic, labor strikes and internal unrest.
https://www.nytimes.com/2020/11/18/arts/music/paris-opera-alexander-neef.html

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WEITERE SPIELPLANÄNDERUNGEN IN DER SAISON 2020/21 AN DER OPER FRANKFURT

Oper Frankfurt ist zum fünften Mal 'Opernhaus des Jahres'
Oper Frankfurt. Foto: Barbara Aumüller

Aufgrund der Corona-Pandemie kommt es in der Saison 2020/21 zu weiteren Spielplanänderungen an der Oper Frankfurt.

Zu Beginn der aktuellen Spielzeit wurden bereits Menottis The Medium, neu kombiniert mit Kompositionen für Chor und Orchester, anstatt Ligetis Le Grand Macabre sowie Pergolesis La serva padrona / Stabat mater anstatt Jacques Offenbachs Die Banditen ins Programm genommen.

Alle geplanten Frankfurter Vorstellungen von Donizettis Don Pasquale sind dem November-Lockdown zum Opfer gefallen. Die Produktion geht nun zuerst zu den Tiroler Festspielen Erl und kehrt dann nach Frankfurt zurück. Zudem ersetzt Martins Le vin herbé / Der Zaubertrank die Neuproduktion von Zemlinskys Der Traumgörge, wobei das Team und die besetzten Sänger*innen weitestgehend identisch geblieben sind.

Bei den weiteren Premieren stehen folgende Änderungen im Verlauf der Spielzeit an:

Alle acht geplanten Vorstellungen von Giordanos Fedora in der Regie von Christof Loy werden auf vier Aufführungen eines von Loy mit denselben Sänger*innen neu kreierten Tschaikowski-Projekts unter dem Motto „Nur wer die Sehnsucht kennt…“ und vier konzertanten Aufführungen der Fedora aufgeteilt.

Giuseppe Verdis Aida wird durch Luisa Miller, die Vertonung von Schillers Kabale und Liebe desselben Komponisten, ersetzt. Auch hier bleiben das Team und die besetzten Sänger*innen weitestgehend wie vorgesehen.

Statt Mussorgskis Boris Godunow in der Regie von Keith Warner wird Weills Der Zar lässt sich fotografieren in Kombination mit Orffs Die Kluge in Warners Sicht ins Programm genommen.

Vorerst unverändert stehen das Britten-Doppel The Burning Fiery Furnace und The Prodigal Son, Händels Orlando und Poulencs Dialogues des Carmélites auf dem Programm. Die Uraufführung von Lucia Ronchettis Inferno wurde bereits aus der vorherigen Spielzeit in diese Saison verschoben.

Auch bei den Wiederaufnahmen wird es Änderungen geben:

Neben zahlreichen planmäßig aufgeführten Wiederaufnahmen wurde lediglich statt Schostakowitschs Lady Macbeth von Mzensk Massenets Werther gezeigt; diese Serie ist bereits abgespielt. Bizets Carmen entfällt vollständig, fast alle geplanten Vorstellungen dieses Werks werden auf die bereits angelaufene Aufführungsserie von Puccinis Manon Lescaut übertragen. Statt Janáčeks Aus einem Totenhaus wird Mozarts Don Giovanni wiederaufgenommen. Die Oper Frankfurt arbeitet weiterhin daran, möglichst viele der noch ausstehenden Wiederaufnahmen zeigen zu können. Gleiches gilt für die Liederabende und diverse Sonderveranstaltungen.

An Silvester und Neujahr wird ein Konzert mit Solist*innen der Oper Frankfurt unter der musikalischen Leitung von Karsten Januschke ins Programm genommen.

Alle anfallenden Änderungen der Aufführungstermine sollen – sobald es die Corona-Lage zulässt – baldmöglichst auf der Homepage der Oper Frankfurt (www.oper-frankfurt.de) eingesehen werden können.

Aufgrund der unsicheren Situation müssen die Abonnements bis zum 1. März 2021 pausieren. Alle zwischen 1. Dezember 2020 und 28. Februar 2021 liegenden Vorstellungen werden durch Tauschgutscheine ausgeglichen. Nähere Informationen hierzu und zu den exklusiven Vorteilen für Abonnent*innen innerhalb dieses Zeitraums (Vorkaufsrecht, Ermäßigungen, Überraschungsgutscheine) können baldmöglichst unter www.oper-frankfurt.de/de/news/?detail=548 auf der Opern-Website abgerufen werden.

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GESAMTE OPERN IM RUNDFUNK 19. –25. NOVEMBER 2020

Rundfunk- und Fernsehsender – Museum für Kommunikation – Sammlungen
Foto: Museum für Kommunikation

(Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern bezieht sich ausschließlich auf die untenstehenden Sender). Kurzfristige Programmänderungen der Sender vorbehalten!
Alle Zeiten MEZ.

19.11. ORPHEUS (aus London, Aufnahme v. 15.4.2015) BBC 3-15 Uhr
20.11. MARINO FALIERO (Live aus Bergamo) RAI 3-20 Uhr
21.11. ELEKTRA (aus Stockholm, Aufnahme v. 14.5.1965) Radio 4Hilversum-19 Uhr
DIE ENTFÜHRUNG A.D. SERAIL (aus Paris, Aufnahme v. 21.9.2015) Bayern 4- 19.05 Uhr
PIQUE DAME (aus London, Aufnahme v. 26.7.1992) ORF Ö1-19.30 Uhr
ZAZA (aus Wien, Aufnahme v. 18.9.2020) BBC 3-19.30 Uhr
AIDA (aus Mailand, Aufnahme v. 15.10.) France Musique-20 Uhr
DER FREISCHÜTZ (aus Brüssel, Aufnahme v. 17.3.2019) HR 2-20.04 Uhr
22.11. DARK SPRING (aus Mannheim, Aufnahme v. 11.9.2020) SWR 2-20.03 Uhr

EMPFANGSMÖGLICHGKEIT ÜBER DAS INTERNET
ORF – Ö 1 http://oe1.orf.at/
Bayern 4 https://www.br-klassik.de/index.html
HR 2 http://www.hr-online.de/website/radio/hr2/
WDR 3 http://www1.wdr.de/radio/wdr3/index.html
SWR 2 http://www.swr.de/swr2/-/id=7576/otnbb1/index.html
Deutschlandradio http://www.deutschlandradiokultur.de/startseite.197.de.html
RAI 3 http://www.radio3.rai.it/dl/radio3/programmi/PublishingBlock-61ab4215-547b-4563-8b1f-8932531e5469.html
Radio Suisse R. https://www.rts.ch/
Radio 4Hilversum https://www.nporadio4.nl/gids-gemist
VRT Klara http://www.klara.be/
RNE Clasica Madrid http://www.rtve.es/radio/radioclasica/programacion/
MET-Stream http://www.metopera.org/Season/Radio/Free-Live-Audio-Streams/
BBC 3 http://www.bbc.co.uk/radio3/programmes/genres/music/classical/opera/all
France Musique https://www.francemusique.fr/opera

Das sind jene Sender, die regelmäßig Opernübertragungen senden. Sollten unseren Lesern noch andere derartige Sender bekannt sein, dann bitten wir um Bekanntgabe inkl. Internetadresse.
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DRESDEN: Semperoper erarbeitet Ersatzspielplan Januar/Februar 2021.

»Ring«-Zyklen im adaptierten Format.

Auf Grund der derzeit unabsehbaren Entwicklung der Corona-Situation sieht sich die Semperoper veranlasst, statt der für Januar und Februar 2021 programmierten Veranstaltungen einen bereits in Konzeption befindlichen Ersatzspielplan einzusetzen. 

Diese Maßnahme betrifft auch die angekündigten »Ring«-Zyklen unter der Musikalischen Leitung von Christian Thielemann, die nicht im vorgesehenen Format in der Inszenierung von Willy Decker aufgeführt werden können. Die Semperoper arbeitet jedoch an einer den geltenden Hygienevorschriften kompatiblen Alternativlösung, um ihrem Publikum das mit Spannung erwartete musikalische Ereignis weiterhin im Januar und Februar 2021 ermöglichen zu können.

Der komplette Ersatzspielplan Januar/Februar 2021 wird in Kürze vorgestellt. Gäste, die bereits Karten für die »Ring«-Vorstellungen erworben haben, werden vom Besucherservice kontaktiert.

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WIEN: ELSA KASTELA-KREIHSL GESTORBEN


Elsa Kastela-Kreihsl bei der Eröffnung der Galerie des Online-Merker im Jahr 2013. Foto: Barbara Zeininger

Die Sopranistin Elsa Kastela wurde in der Bucht von Kastela (daher auch ihr Künstlername) in Piräus als Tochter einer hochmusikalischen Familie geboren.
Ihre Mutter war Musikprofessorin in Athen und erteilte ihr auch den ersten Unterricht. Von 1948 bis 1957 studierte Elsa Kastela am National-Konservatorium in Athen Klavier und Gesang und graduierte jeweils mit Auszeichnung in den Fächern Sologesang und Oper sowie im Konzertfach Klavier.

Diese Ausbildung setzte sie von 1958 bis 1962 an der Wiener Akademie für Musik und darstellende Kunst bei den Professoren Elisabeth Radó (Sologesang), Alexander Kolo (Operndarstellung), Erik Werba (Lied und Oratorium) und Ludwig Czaczkes (Klavier) fort. Am Ende eines sechsmonatigen Studienaufenthalts in den USA im Jahre 1961 erhielt sie von der „Julliard School of Music“ in New-York ein ausgezeichnetes Zeugnis.

Im Mai 1961 gewann sie beim internationalen Opernsängerwettbewerb der Zeitung „Express“ in Wien unter ihrem Familiennamen Elsa Lapaki den von Mario del Monaco im Konzerthaus überreichten Dritten Preis. Noch im gleichen Jahr schloss sie ihren ersten Bühnenvertrag als erste Sopranistin mit dem Theater der Stadt Bonn ab und debütierte als Kleopatra in Händels „Julius Caesar“ unter Peter Ronnefeld.

Nach dem großen Erfolg ihres Debüts erhielt sie nach einer Vorversetzungsprüfung im Jänner 1962 ihr Abschlussdiplom für Gesang und Operndarstellung von der Akademie für Musik und darstellende Kunst in Wien.

1966 sang sie in Bonn in der Uraufführung von Wolfgang Fortners Oper „Die Bluthochzeit“ die Rolle der Braut.

In Bonn war Elsa Kastela dann die „Primadonna“ und sang die größten Sopranrollen. Damals war Bonn  Bundeshauptstadt und bis 1999 Regierungssitz der Bundesrepublik Deutschland,

Nach Beendigung ihrer Bühnenlaufbahn bildete sie am Konservatorium der Stadt Wien viele Sängerinnen und Sänger aus! Bundespräsident Dr. Klestil verlieh ihr den Berufstitel „Professor“


Elsa Kastela als Elisabetta in Don Carlo

ZUM FOTOALBUM Elsa Kastela-Kreihsl (Online-Merker)
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STUTTGARTER BALLETT: LIVESTREAM VON TÄNZERISCHEN HÖHEPUNKTEN (27.11.)


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DER HERZSCHLAG DES THEATERS – Kunst-Flashmob des Staatstheater Mainz


Foto: Staatstheater Mainz

Mit einem Kunst-Flashmob haben Künstler*innen und Mitarbeiter*innen des Staatstheater Mainz gezeigt, wie das Haus hinter den geschlossenen Vorhängen auf den Spielstätten, in den Werkstätten, auf den Probebühnen weiter pulsiert und atmet. Der Herzschlag des Theaters in der Stadtmitte läuft auf hoher Frequenz, Shutdown hin oder her – und sobald dieses Herz wieder künstlerischen Sauerstoff in die Stadt pumpen kann, sind wir bereit!

Dass es lebendige, analoge Kultur in dieser Zeit nicht geben darf, entzieht unserer Gesellschaft Wesentliches. Wir warten darum mit wachsender Ungeduld darauf, hoffentlich bald wieder für unser Publikum da zu sein.
Das wollen wir mit dieser Aktion zeigen und haben dafür das Haus von innen nach außen gekrempelt: Projektionen in den Fenstern am Gutenbergplatz zeigen Kolleg*innen bei der Arbeit in den Werkstätten, die Ensembles und das Orchester bei den Proben. In kurzen Live-Acts brechen Darsteller*innen aus – auf dem Balkon, in geöffneten Fenstern, durch die Tür – befeuert von der Sehnsucht, vor Menschen zu spielen.
Bis ihnen einfällt, dass das nicht geht und sie sich wieder zurückziehen…

So divers der Kulturbetrieb ist, eines gilt für uns ohne Unterschied – der Coronastillstand trifft uns ins Mark, inhaltlich und gesellschaftlich uns alle, finanziell in brutaler Härte vor allem die freie Szene. Wenn wir dafür kämpfen, als große Kulturinstitution sichtbar zu sein, tun wir dies durchaus stellvertretend. Es geht um Wahrnehmung. Um Wertschätzung. Um Lebendigkeit. Und um Existenzen. Darum ist Teil der Aktion heute
eine Demonstration von Mitgliedern des Schauspielensembles, die sich mit allen Freischaffenden/ Selbstständigen im Kulturbetrieb solidarisieren, denen durch die Schließung der Theater, Bühnen, Clubs und Veranstaltungsräume ihre Einkünfte wegbrechen.

Nach einem kurzen künstlerischen Aufbäumen wurde es dann wieder still und dunkel rund ums Staatstheater: Vorhang zu und alle Fragen offen. „Die Aussichten sind mehr als vage derzeit, das stellt unser Haus mit seiner komplexen Disposition vor große Probleme“, betont Intendant Markus Müller, „die von der Politik nun für den 25. November angekündigten klaren Perspektiven brauchen wir dringend, wir brauchen Planbarkeit.“
Wie und wann wird es weitergehen? Wir hoffen auf jeden Fall bald und setzen auf die Treue und Solidarität unserer
Besucher*innen, für die wir all das hier tun: „Verehrtes Publikum, los, such dir selbst den Schluß! Es muß ein guter da sein, muß, muß, muß!“ (Bertolt Brecht)
, eine
Videodokumentation der Aktion steht Ihnen ebenfalls ab
morgen Vormittag unter folgendem Link zur Verfügung:
https://www.dropbox.com/sh/68fgk6pjqz5dtue/
AAAWvU0-x51uD3WvYqCJwJ6Na?dl=0
Der Flashmob wurde als Livevideo auf Facebook und Instagram erstellt.

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ORF III am Donnerstag: „Im Brennpunkt Verbrechen“ mit ORF-III-Neuproduktion „Estibaliz C. – Die Eislady“

 Außerdem: „Wilde Reise“ mit „Der Zauber des Westens“, „Politik live“, „Inside Brüssel“ und „Wiener Vorlesungen“, tagsüber Nationalratssitzung live =

ORF III Kultur und Information startet am Donnerstag, dem 19. November 2020, um 9.05 Uhr in „Politik live“ mit der Übertragung der Nationalratssitzung. Inhaltlich geplant sind die Schlussabstimmungen zum Budget 2021 sowie zum neuen Bundesfinanzrahmen. In ORF III wird die Sitzung in voller Länge übertragen und von Vera Schmidt und Anna Stahleder kommentiert. Parallel dazu kommentiert Fritz Jungmayr die Übertragung in ORF 2 von 9.05 bis 13.00 Uhr.

Im Hauptabend zeigt „Wilde Reise mit Erich Pröll“ den zweiten Teil der Dokureihe „Amerikas Naturwunder“. Der Film „Der Zauber des Westens“ (20.15 Uhr) von Florian Graner führt in den „Olympic“-Nationalpark, an dessen Küste die am besten erforschten Orca-Gruppen der Welt leben. Außerdem ziehen Seehunde, -otter und -löwen dort im Schutz der Tangwälder ihre Jungen auf.

Anschließend diskutiert ORF-III-Chefredakteurin Ingrid Thurnher in „Politik live“ (21.05 Uhr) mit ihren Gästen über aktuelle politische Themen.

Eine neue Ausgabe der ORF-III-True-Crime-Reihe „Im Brennpunkt Verbrechen“ widmet sich mit „Estibaliz C. – Die Eislady“ (21.55 Uhr) einem spektakulären Fall der jüngsten österreichischen Kriminalgeschichte. Am 6. Juni 2011 wurde bei Reparaturarbeiten nach einem Wasserrohrbruch in einem Kellerabteil ein schrecklicher Fund gemacht. In zubetonierten Tiefkühltruhen und Blumentrögen entdeckte man Leichenteile von zwei Männern, beide ehemalige Lebensgefährten der Eissalonbesitzerin Estibaliz C. Während der Täterin zunächst die Flucht gelang, konnte sie drei Tage später in Italien gefasst werden. Was ist damals wirklich passiert? Wie ist es zu den Morden gekommen? Warum konnten sie so lange unbemerkt bleiben? Und wie hat die Polizei Estibaliz C. letztlich geschnappt? ORF III begibt sich in dieser – von Lisa Enzinger gestalteten – Produktion auf die Spur des Verbrechens und spricht mit Vertrauten, Ermittlern und Psychiatern.

Danach lädt Peter Fritz zu einem „Inside Brüssel“ (22.45 Uhr), in dem er über Wege aus der Corona-Krise sowie über das Thema Radikalisierung diskutiert. Dazu sind die EU-Abgeordneten Othmar Karas (ÖVP), Andreas Schieder (SPÖ) und Claudia Gamon (NEOS) sowie Maximilian Krah (AfD) zu Gast. Zum Abschluss des Abends appelliert Autor Roger de Weck in den „Wiener Vorlesungen“ für Zukunftsoptimismus und präsentiert zwölf Vorschläge zum Thema „Kraft und Krisen der Demokratie“ (23.35 Uhr).

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