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INFOS DES TAGES (DONNERSTAG, 18. MÄRZ 2021)

18.03.2021 | Aktuelles

INFOS DES TAGES (DONNERSTAG, 18. MÄRZ 2021)

Star-Dirigent James Levine ist gestorben
James Levine, Former Met Opera Maestro, Is Dead at 77 - The New York Times
James Levine ist tot

Der Dirigent James Levine ist mit 77 Jahren gestorben. Das teilte sein persönlicher Arzt mit. Levine war ein vielseitiger Dirigent, viele hielten ihn für den besten der Welt. Eine grosse Zeit seines Lebens verbrachte James Levine an der New Yorker Metropolitan Opera. Von 1976 bis 2016 wirkte er dort als musikalischer Direktor und Dirigent.

ZUM TOD VON JAMES LEVINE

(Nachruf von Heinrich Schramm-Schiessl)

Er war das „Internationale Gesicht der Metropolitan Opera“, denn nahezu alle weltweit ausgestrahlten TV-Übertragungen der berühmten Samstag-Nachmittag-Matineen des Hauses wurden von ihm dirigiert.

Geboren 1943 in Cincinnati bestimmte die Musik bereits in frühester Kindheit– seinen ersten Klavierunterricht erhielt im Alter von vier Jahren – sein Leben. Nachdem er bereits in frühen Jugendjahren erfolgreich bei Konzerten auftrat und sich eine Pianistenkarriere abzeichnete, interessierte er sich bald für den Dirigentenberuf und studierte u.a. bei Jean Morel. Im Rahmen eines Wettbewerbs wurde er von keinem Geringeren als George Szell entdeckt, der ihn zum Cleveland-Orchestra holte.

1970 debutierte er als Operndirigent mit „Aida“ an der Welsh-National Opera in Cardiff und mit „Tosca“ an der San Fracisco-Opera. Nach dem Tod Szell’s wechselte er an die Metropolitan Opera New York und debutierte dort 1971 ebenfalls mit „Tosca“. 1972/73 war er dort zunächst Gastdirigent und später Chefdirigent. Nach dem Rücktritt von Raffael Kubelik wurde er 1974 Musikdirektor. Er dirigierte alle bedeutenden Werke der Operliteratur, setzte sich auch für zeitgenössische Werke ein und leitete zahlreiche Uraufführungen amerikanischer Komponisten.

Bald begann auch seine internationale Karriere, im Laufe der er als Dirigent nahezu aller wichtigen Klangkörper auftrat. Von 1982-1998 war mit Unterbrechungen bei den Bayreuther Festspielen tätig und dirigierte dort „Parsifal“ und den „Ring“.

Seine Tätigkeit in Österreich begamn 1975 bei den Salzburger Festspielen mit einem Konzert des London Symphonie-Orchestras. Bereits 1976 gestaltete er gemeinsam mit dem unvergessenen Jean-Pierre Ponnelle eine Produktion von „La clemenza di Tito“ in der Felsenreitschule und machte dieses als schwierig geltende Werk erstmals bei den Festspielen zu einem Publikumserfolg. Zu einem absoluten Festspielhit wurde die Produktion der „Zauberflöte“ – abermals unter der Regie von Ponnelle – die unter seiner Leitung bis 1986 am Spielplan blieb. Weitere Opernproduktion in Salzburg waren  „Idomeneo“ (mit Luciano Pavarotti), „Les Contes d’Hoffman“ (mit Placido Domingo) und „Moses unf Aron“, alle ebenfalls in der Regie von Ponnelle. 1986 übernahme er von Herbert von Karajan die Leitung von „Le nozze die Figaro“ in jener Ponnelle-Regie, die wir seit kurzem auch in Wien wieder im Repertoire haben. Dazu kamen noch regelmäßig Konzerte mit den Wiener Philharmonikern und trat er außerdem als Liedbegleiter von Christa Ludwig, Jessey Norman und Kathleen Battle auf. Bis 1993 war er regelmäßig an der Salzach tätig. 2002 kehrte er nochmals für zwei Konzerte des MET-Orchesters zurück.

Seine Tätigkeit in Wien beschränkte sich leider nur auf Konzerte mit den Wiener Philharmonikern von 1982 bis 2002. An der Wr. Staatsoper dirigierte er nur 1982  dreimal „Otello“ (mit Mirella Freni und Placido Domingo), wobei man mit dieser Aufführung nicht wirklich glücklich wurde.

Ich selbst erlebte mit ihm neben diversen Konzerten in Wien und Salzburg sämtliche Opernproduktionen in Salzburg, die allesamt wunderschöne Aufführungen waren. Insbesonders seine Mozart-Interpretationen gehörten mit zu den besten, die man in Salzburg erlebt hat.

Levine hat eine ungemein große Anzahl von Ton- und Bildträgern aufgenommen, wobei seine Met-Produktionen nahezu komplett dokumentiert sein dürften.

In den letzten Jahren seiner Tätigkeit war er an den Rollstuhl gefesselt und 2018 beendete die MET im Zuge der in den USA besonders exzessiven #Me-too-Bewegung, offenbar unter dem Druck ihrer Sponsoren, die Zusammenarbeit.

Am 9. März ist James Levine in Palm Springs gestorben.

H.S.S.

Nachtrag von Valentino Hribernig-Körber:

Ein kleines Detail ist am Levine Nachruf von HSS zu ergänzen. Levine dirigierte an der Wiener Staatsoper neben den erwähnten Otello-Aufführungen noch ein weiteres Mal, uzw. 1986 eine für das amerikanische Fernsehen produzierte und auch im ORF übertragene sogenannte „Gala der Stars“. 

Ein Mammutkonzert mit E. Gruberova, M. Price, G. Jones, L. Rysanek, A. Kraus, B. Weikl, L. Nucci, H. Prey, G. Benackova, M. Freni (?)  u.v.a.m., das interessanterweise im Archiv der STOP verschwiegen wird, in einzelnen youtube Clips aber dokumentiert ist. 

Legendär die Kommentare von Altmeister Grissemann zur Überbrückung der für ihn unerklärlichen, überlangen Pausen zwischen den einzelnen Auftritten. 
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OPER ZÜRICH: ANNETTE WEBER WIRD NEUE OPERNDIREKTORIN

Annette Weber - Blog der Staatsoper HamburgBlog der Staatsoper Hamburg
Annette Weber. Foto: Oper Zürich

Ab der Saison 2021/22 wird Annette Weber die neue Operndirektorin des Opernhauses Zürich. Die derzeitige Castingdirektorin der Staatsoper Hamburg wechselt im Sommer 2021 an die Limmat.

«Schon lange ist es mein Wunsch, an diesem großartigen Haus zu arbeiten. Es ist ein großes Privileg zu dem exzellenten Team des Zürcher Opernhaus dazu zustoßen. Mit meinen Ideen möchte ich gemeinsam mit Andreas Homoki und Gianandrea Noseda, einen Teil zum internationalen Operngeschehen beitragen».

Annette Weber studierte in Mainz Theater- und Musikwissenschaft, sammelte parallel Erfahrung als Regieassistentin und war bis 2004 am Badischen Staatstheater Karlsruhe als Spielleiterin verpflichtet. Im Anschluss daran war Annette Weber bis 2010 in der gleichen Funktion an der Staatsoper Unter den Linden Berlin engagiert. Dort gab sie auch szenischen Unterricht für die Mitglieder des Internationalen Opernstudios und erarbeitete im Rahmen des Musikkindergartens Berlin unter der Leitung von Daniel Barenboim »Karneval der Tiere« und »Die Zauberflöte«. Zwischen 2010 und 2016 arbeitete sie regelmässig mit Stefan Herheim in u. a. Berlin, Bayreuth und Salzburg zusammen. Von 2013 bis 2018 arbeitete sie als Referentin der Künstlerische Betriebsdirektion der Semperoper Dresden, wo sie für künstlerische Angelegenheiten und Besetzungen verantwortlich war. Im Anschluss daran wechselte sie an die Staatsoper Hamburg. Sie tritt die Nachfolge von Michael Fichtenholz an, der das Haus zum Ende der Saison verlassen wird.

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GESAMTE OPERN IM RUNDFUNK 18. – 24. MÄRZ 2021

Radio Arabella Empfangen - Arabella Wien

(Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern bezieht sich ausschließlich auf die untenstehenden Sender). Kurzfristige Programmänderungen der Sender vorbehalten!
Alle Zeiten MEZ.

18.3. ANDREA CHENIER (aus London, Aufnahme v. 24.5.2019) BBC 3-15 Uhr
20.3. LA FILLE DU RÉGIMENT (aus Marburg, Aufnahme v. 13.3.) Deutschlandradio- 19 Uhr
DAS VERRATENE MEER (aus Wien, Aufnahme v. 14.12.2020) Radio 4Hilversum- 19 Uhr
CENDRILLON (aus New York, Aufnahme v. 28.4.2018) RNE Classica Madrid-19 Uhr
LA TRAVIATA (aus Wien, Aufnahme v. 7.3.) ORF Ö1-19.30 Uhr
CARMEN (aus New York, Aufnahme v. 28.10.2014) BBC 3-19.30 Uhr
RINALDO (aus Florenz, Aufnahme v. 7.9.2020) RAI 3-20 Uhr
FIDELIO (aus London, Aufnahme v. 3.3.2020) HR 2-20.04 Uhr
21.3. DER ROSENKAVALIER (Live aus München) Bayern 4-15.30 Uhr
LA CAMPANA SOMMERSA (aus Montpellier, Aufnahme v. 4.12.2003) SWR 2-20.03 Uhr
IL TROVATORE (aus New York, Aufnahme v. 27.1.1961) WDR 3-20.04 Uhr

EMPFANGSMÖGLICHGKEIT ÜBER DAS INTERNET
ORF – Ö 1 http://oe1.orf.at/
Bayern 4 https://www.br-klassik.de/index.html
HR 2 http://www.hr-online.de/website/radio/hr2/
WDR 3 http://www1.wdr.de/radio/wdr3/index.html
SWR 2 http://www.swr.de/swr2/-/id=7576/otnbb1/index.html
Deutschlandradio http://www.deutschlandradiokultur.de/startseite.197.de.html
RAI 3 http://www.radio3.rai.it/dl/radio3/programmi/PublishingBlock-61ab4215-547b-4563-8b1f-8932531e5469.html
Radio Suisse R. https://www.rts.ch/
Radio 4Hilversum https://www.nporadio4.nl/gids-gemist
VRT Klara http://www.klara.be/
RNE Clasica Madrid http://www.rtve.es/radio/radioclasica/programacion/
MET-Stream http://www.metopera.org/Season/Radio/Free-Live-Audio-Streams/
BBC 3 http://www.bbc.co.uk/radio3/programmes/genres/music/classical/opera/all
France Musique https://www.francemusique.fr/opera

Das sind jene Sender, die regelmäßig Opernübertragungen senden. Sollten unseren Lesern noch andere derartige Sender bekannt sein, dann bitten wir um Bekanntgabe inkl. Internetadresse.

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Oper Graz Hautnah: jetzt gibt es den Film!
Musik „hautnah“ erleben, das geht jetzt via Video!

Verpackt in einen etwa 20-minütigen Film, werden im Rahmen eines musikalischen Rundgangs für alle Interessierten ab 5 Jahren durchs Opernhaus Ecken und Winkel gezeigt, die auch in Nicht-Corona-Zeiten nicht so einfach zugänglich sind. Lisa Fellner von OperAktiv! trifft bei ihrem Spaziergang auf drei Musikerinnen und Musiker der Grazer Philharmoniker. Es gibt Mitmachaktionen und kindgerecht aufbereitete Hintergrundinformationen zum Opernhaus: Wie viele Eisbären wiegt eigentlich der Eiserne Vorhang? Wo hielten sich anno dazumal Adelige auf? Wofür braucht es eigentlich einen Dirigenten und können Geigerinnen tanzen und spielen gleichzeitig? Ergänzend dazu gibt es auf Anfrage Begleitmaterial für Pädagoginnen und Pädagogen, als Anregungen zum Einsatz des Videos im Klassenzimmer sowie Rätsel- und Spielideen zum Thema „Opernhaus und Orchester“.

Den Film gibt es hier!
Nähere Informationen bei lisa-christina.fellner@oper-graz.com


OPER ZÜRICH: STREAMING-REIHE «SOUVENIRS». LEGENDÄRER «DON GIOVANNI»

AB FREITAG 19. MÄRZ

Ein Teil des legendären Zürcher Mozart-Da-Ponte-Zyklus ist «Don Giovanni». Dem Mozart-Spezialisten Nikolaus Harnoncourt stand bei der Aufführung aus dem Jahr 2001 ein erstklassiges und perfekt aufeinander abgestimmtes Ensemble zur Verfügung. In der Rolle der zwar stark auftretenden, aber innerlich höchst fragilen Donna Elvira gab Cecilia Bartoli damals ein fulminantes, emotionsgeladenes Rollendebüt. Die Titelpartie singt der Amerikaner Rodney Gilfry, einer der grossen Don Giovanni-Darsteller seiner Generation, der den liebeshungrigen Verführer nicht nur stimmlich, sondern auch darstellerisch ideal verkörpert. Regisseur dieser Produktion war Jürgen Flimm.

Die Aufzeichnung ist von Freitag, 19. März, 18 Uhr bis Sonntag, 21. März, 24 Uhr als Video on Demand auf der Website des Opernhauses kostenfrei abrufbar.

Das Video on Demand und weitere Informationen finden Sie hier:
https://www.opernhaus.ch/digital/corona-spielplan/don-giovanni/

FOTO-DOWNLOAD HIER.

«DON GIOVANNI»
Wolfgang Amadeus Mozart
Regie: Jürgen Flimm
Dirigent: Nikolaus Harnoncourt
Mit (u.a.): Cecilia Bartoli, Liliana Nikiteanu, Rodney Gilfrey, Philharmonia Zürich, Chor der Oper Zürich
Aufgezeichnet im Opernhaus Zürich 2001
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Günther Groissböck probt im Wiener Musikverein (mit Karl-Michel Ebner und den Philharmonia-Schrammeln)

Auszug aus Instagram: Widerspruchsgeist, und -mut, ein starkes Rückgrat, Hirn, Humor und auch eine gewisse „Rotzpippn“-Haftigkeit: wichtig/notwendig, um „Corona“ zu überleben!!! (Brigita Schwarz)

ebgr
ZU INSTAGRAM mit weiteren Fotos

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Gernot Kranner: ALLER GUTEN GRÜNDE SIND DREI – „WIENER KUNSTWOLKE

 Einladung zur Kunstgebung am 27.3.2021

Wiener Kunstwolke

Der 27. März 2021 wird aus dreierlei Gründen ein besonderer Samstag.

Zum einen sperren die Schanigärten (hoffentlich) auf.

Zum zweiten ist das der Welttag des Theaters.

Und drittens organisiert an dem Tag die Plattform DIALOG DER KREATIVITÄT eine Kunstwolke!

Das sollten doch Gründe genug sein, um sich uns anzuschließen.

scani

Wir sind Künstler*innen aller Genres und treffen uns mit allen Menschen, denen Kunst und Kultur am Herzen liegen am 27. März um 10 Uhr, verweilen beim einen oder anderen der auf unserem Weg liegenden Schanigärten und bieten dort kurze künstlerische Kostproben dar. Um ca. 13 Uhr treffen wir uns zur gemeinsamen künstlerischen Abschlusskundgebung. Die genaueren Orte werden noch bekanntgegeben

Hinter unserem Auftreten stehen zwei Anliegen, die wir unter Einhaltung aller Corona-Schutzmaßnahmen unserem geschätzten Publikum und der Öffentlichkeit näherbringen wollen:

KUNST UND KULTUR DÜRFEN NICHT STERBEN!

KUNST UND KULTUR MÜSSEN WIEDER STATTFINDEN KÖNNEN!

 Eingeladen zur Teilnahme sind Sänger*innen, Schauspieler*innen, Tänzer*innen, Autor*innen, Artist*innen, Musiker*innen, Bildende Künstler*innen, Kunstpfeifer*innen, Kammbläser*innen und viele andere mehr 😉

Jede*r ist willkommen, ganz egal, ob er/sie von seiner/ihrer Kunst leben muss oder sie nur aus Freude ausübt.

Jede*r ist willkommen, der/die Kunst und Kultur liebt und sich für sie einsetzen möchte.

Wer nicht in Wien lebt und an der Kunstwolke teilnehmen kann, wird gebeten, eine ebensolche Aktion in seiner Heimatgemeinde zu organisieren und dort anzumelden.

KONTAKT:
DIALOG DER KREATIVITÄT

Gernot Kranner                                             Gerhard Ruiss

Mail: gernot.kranner@aon.at                       Mail: g.ruiss@literaturhaus.at

Tel.: 0676 32 69 289                                      Tel.: 0664 405 74 94

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LINZER LANDESTHEATER +++ EINLADUNG ZUR ZWEITEN NETZBÜHNE-PREMIERE +++

THE WAVE (DIE WELLE) (URAUFFÜHRUNG)
MUSICAL VON OR MATIAS NACH DEM BERICHT VON RON JONES

NETZBÜHNE-ONLINE-PREMIERE SA 20. MÄRZ 2021, AB 19.30 UHR, NETZBÜHNE

waver
The Wave. Copyright: Reinhard Winkler

 Netzbühne-Premiere von der Bühne des Schauspielhauses des Landestheaters Linz am 20. März ab 19.30 Uhr. Mit „The Wave“ präsentiert die Musicalsparte des Landestheaters eine weitere Uraufführung – nach etlichen Preisen für die bisherigen neuen Musicals. „The Wave“ basiert auf dem Experiment des Geschichtslehrers Ron Jones von 1967 an einer amerikanischen Highschool, das durch den Roman von Morton Rhue und mehrere Filmadaptionen berühmt geworden ist.

 Stream a dream! Starten Sie das Theater-Abenteuer auf http://bit.ly/ltl_netzbühneangebot! Nach der Online-Premiere ist „The Wave“ vier Wochen (bis 17. April 2021) on demand (Pay-as-You-Wish) zu sehen.

 Zusätzlich zum Stream gibt es auch eine Stückeinführung von Musicaldramaturg Arne Beeker, Begrüßungsworte von Matthias Davids (Künstlerischer Leiter Musical) sowie ein Online-Programmheft. Es werden auch Untertitel wahlweise in Deutsch und Englisch verfügbar sein.

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