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INFOS DES TAGES (DONNERSTAG, 15. NOVEMBER 2018)

15.11.2018 | Aktuelles

INFOS DES TAGES (DONNERSTAG, 15. NOVEMBER 2018)

SALZBURGER FESTSPIELE 2019 – Das Programm

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Vorwort der Salzburger Festspiele: 2019 wollen wir Ihre Empathie für die Mythen der Antike wecken, in denen Festspielgründer Hugo von Hofmannsthal „einen magischen Spiegel“ sah. Stellen doch die mythischen Erzählungen von einst die ewiggültigen Fragen nach unserer Existenz. Sie thematisieren Krieg, Flucht, Opfer, Rachedurst, Schuld und Sühne.
Die Eröffnungspremiere wird Mozarts Idomeneo sein. Hier wird der Herrscher zu bewusstem Handeln gezwungen, zerrissen zwischen der Pflicht gegenüber den Göttern und der Liebe zur Familie.

Mit Œdipe in George Enescus gleichnamiger Oper steht uns hingegen ein Unwissender gegenüber: Er wird schuldlos schuldig. Familiäre und politische Konflikte liefern auch die fesselnde Handlung für Simon Boccanegra. Verdis Werk erinnert uns an die schicksalhaften Verkettungen in den großen antiken Erzählungen.

Eine der zentralen mythologischen Frauenfiguren istMedea, die sich in unserem Programm zweifach widerspiegelt. Basierend auf dem Stoff von Euripides’ Tragödie komponierte Luigi Cherubini 1797 mit Médée ein großes Seelendrama um enttäuschte Liebe und blutige Rache. Der französische Komponist Pascal Dusapin bietet uns hingegen, ausgehend von Heiner Müllers Medeamaterial , eine aufwühlend zeitgenössische Interpretation.

Auf ganz andere Weise reagierte Jacques Offenbach auf den Antikenkult seiner Zeit. Seine Operette Orphée aux enfers ist Persiflage und Gesellschaftssatire zugleich.

Und wie jedes Jahr nehmen wir die Pfingstoper mit unserer wunderbaren Cecilia Bartoli im Sommer wieder auf. Georg Friedrich Händels
Alcina wurzelt tief im mündlichen Erzählschatz vergangener Zeiten.
 

OPERN:

Wolfgang Amadeus Mozart: Idomeneo
Luigi Cherubini: Médée
George Enescu: Œdipe
Jacques Offenbach: Orphée aux enfers
Giuseppe Verdi: Simon Boccanegra
Georg Friedrich Händel: Alcina
Richard Strauss: Salome
Francesco Cilea: Adriana Lecouvreur (konzertant)
Giuseppe Verdi: Luisa Miller (konzertant

https://www.salzburgerfestspiele.at/cms/wp-content/uploads/2018/11/2018-11-14-Jahrespressekonferenz_SF2019.pdf

QUO VADIS SALZBURG? – KURZE GEDANKEN ZUM OPERNPROGRAMM DER FESTSPIELE 2019

(Heinrich Schramm-Schiessl)

Habe ich das Festspielprogramm 20117 noch durchaus ambitioniert  gefunden, so hielt sich meine Begeisterung bereits 2018 in sehr engen Grenzen. Nunmehr liegt das Programm 2019 vor und die Enttäuschung, bzw. die Frage, wohin Salzburg eigentlich geht, ist noch größer. Das beginnt schon damit, dass die Opern Mozarts wieder nur mit einem Werk vertreten sind. Nun ist mir schon klar, und ich habe diese Meinung auch immer vertreten, dass die Salzburger Festspiele kein Mozart-Festival sind, aber die Opern des Genius Loci haben trotzdem den Schwerpunkt des Programmes zu bilden, wie das in der nun fast hundertjährigen Geschichte bisher immer der Fall war. Heuer fiel die Wahl auf „Idomeneo“ und da dieser vom selben Team, nämlich Teodor Currentzis und Peter Sellars, die vor zwei Jahren schon den „Tito“ an die Wand gefahren haben, betreut wird, ist nicht wirklich Gutes zu erwarten. Man nur nur hoffen, dass die Oper zumindest diesmal nicht wieder mit anderen Werken vermanscht wird.

Die übrigen szenischen Opernaufführungen sind mit Ausnahme der Wiederholung der „Salome“ aus dem Vorjahr diesmal nicht ganz im Mainstream des Repertoires zu finden – was kein Fehler ist – aber die Durchführung erscheint lieblos. Von der Besetzung her am interessantesten erscheint noch die „Médée“ mit Sonya Yoncheva in der Titelrolle und einer sonst größtenteils ordentlichen Besetzung. Durchwachsen ist hingegen das Leading-Team mit Simon  Stone, dessen „Lear“ vor zwei Jahren alles andere als überzeugend war und ob ich Cherubini unbedingt von Herrn Hengelbrock hören möchte, bleibt dahin gestellt. Umgekehrt ist es bei „Simon Boccanegra“, wo mit Valery Gergiev einer der Spitzendirigenten unserer Zeit am Pult steht, andererseits aber die Besetzung bestenfalls einer guten Repertoirevorstellung, nicht aber einer Festspielproduktion zur Ehre gereicht. Auch der Regisseur Andreas Kriegenburg – er zählt zu den dzt. „üblichen Verdächtigen“ – wird nicht für positive Überaschungen sorgen. Mit Enescus „Oedipe“ wird die Reihe der Opern des 20. Jahrhunderts fortgesetzt und hat auch mit Ingo Metzmacher den richtigen Dirigenten ist aber von der Besetzung her nicht sehr perönlichkeitsstark. Achim Freyer ist diesmal das Regiethater-Urgestein, dass dieses Werk inszeniert und vielleicht hat er den Mut, die Naturbühne der Felsenreitschule wirklich zu nutzen. Bei Offenbachs „Orpheus“ frage ich mich allerdings, was dieser im Programm soll, noch dazu – auch wenn das Ausstattungsteam ein anderes ist – im zweiten Aufguss der Inszenierung von Barry Koskie, die dieser 2012 für „seine“ Komische Oper in Berlin geschaffen hat, wobei auch die Besetzung zum Teil aus diesem Haus kommt. Ergänzt wird das szenische Opernprogramm mit Händels „Alcina“ mit Cecilia Bartoli von den Pfingstfestspielen, die allerdings nur einem kleinen Kreis vorbehalten ist, da ja die Dame konsequent weder Radio- noch Fernsehübertragungen gestattet und man sich das von ihr auch gefallen lässt.

Erfreulich ist allerdings, dass mit Ausnahme des „Idomeneo“ und der „Alcina“ sämtliche szenische Opernaufführungen von den Wr. Philharmonikern orchestral betreut werden.

Die beiden konzertanten Aufführungen, die in der Rubrik „Geld verdienen“ laufen, betreffen diesmal Cileas „Adriana Lecouvreur“ mit Anna Netrebko und Anita Rachvelishvili und eine Fortsetzung der Bariton-Versuchsreihe von Placido Domingo mit Verdis „Luisa Miller“, die sonst mit Nino Machaidze in der Titelrolle und Pjotr Beczala als Rodolfo durchaus festspielwürdig besetzt ist. Das bedeutende Künstler wie Netrebko oder Beczala – Domingo als „Bariton“ lasse ich hier bewußt aussen vor – in Salzburg dabei sind, sollte eine Selbstverständlichkeit sein, aber im Rahmen der szenischen Oper und nicht in einer konzertanten Alibiaktion mit Werken, mit denen sie gerade um die Welt reisen.

Geben wir aber die Hoffnung nicht auf, dass auf das eher mäßige Programm des Sommers 2019 ein Feuerwerk zum hundertjährigen Festspieljubiläum 2020 folgt.

(Heinrich Schramm-Schiessl)

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WIEN: RUSALKA an der Wiener Staatsoper

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Dvořáks Rusalka kehrt heute, Donnerstag, 15. November 2018, zurück auf die Staatsopernbühne. In der Titelpartie ist wieder Camilla Nylund zu erleben, erstmals verkörpern im Haus am Ring Brandon Jovanovich – der Enée der kürzlich zu Ende gegangenen Premierenserie von Les Troyens – den Prinzen, Nadia Krasteva die Fremde Fürstin, Maria Nazarova die 1. Elfe, Szilvia Vörös die 2. Elfe und Wolfram Igor Derntl den Jäger.

Jongmin Park singt den Wassermann und Monika Bohinec die Ježibaba.
Eivind Gullberg Jensen dirigiert erstmals Rusalka an der Wiener Staatsoper.

Reprisen: 19. und 22. November

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HEUTE: CASTING-AUFRUF WIENER FESTWOCHEN 2019

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Haben Sie Freude am Theater und trifft eine der unten angeführten Beschreibungen auf Sie zu? Der argentinische Filmemacher und Regisseur Federico León sucht für sein Theaterprojekt 2019 noch männliche Darsteller aus Wien mit unterschiedlichen Fähigkeiten.
 
– Cartoonist, der schnell zeichnen und während der Performance 15 Cartoons produzieren kann. 

– Saxophonist, der Tenor-Saxophon spielen und Skateboard fahren kann (oder bereit ist, Skateboard fahren zu lernen). Bitte zum Casting eigenes Saxophon und Skateboard mitbringen.

– „Hütchenspieler“, der geschickt Hütchen spielen und die Zuschauer*innen austricksen kann. (Pokerface von Vorteil)

Skateboarder, 40-45 Jahre alt. Bitte zum Casting eigenes Skateboard mitbringen.

Bei Interesse schreiben Sie bitte bis 15. November um 12 Uhr an Lenneke Willemsen: 
 l.willemsen@festwochen.at

Das Casting findet am 16. November ab 14 Uhr statt. 
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OPER GRAZ: Premierenjubel und Pressereaktionen für „Salome“. Heute nächste Vorstellung
Die „Salome“- Premiere am Wochenende war ein großer Erfolg beim Publikum. Auch die Presse berichtet überwiegend positiv.


Johanni van Oostrum (Salome). Copyright: Werner Kmetitsch/ Oper Graz

Lesen Sie hier einige Pressestimmen:

„Johanni van Oostrum singt diese, ihre erste Salome, vielschichtig, mit warmem, vollem Sopran, der das mädchenhaft Lyrische der Rolle nicht außer Acht lässt. Etwas, was sie den vielen metallisch-stählern singenden Interpretinnen weit voraushat. (…) Manuel von Senden (singt) einen fantastischen Herodes: wortdeutlich, rhetorisch, prägnant, präzise. (…) Eine singdarstellerische Klasse für sich ist Iris Vermillion als Herodias. (…) Lyniv unterstreicht die Kühnheiten der Musik, ihr gelingt viel Intensives und sie zeichnet Salomes Tanz mit sicherem Strich. Gezeigt wird der Tanz nicht. Klepper installiert hier einen Fiebertraum aus Videoprojektionen, eine Bilderflut aus Rückblenden und Fantasien. So viel inszenatorischen Mut hätte man sich noch öfter erhofft.“ (Kleine Zeitung)

Die Regisseurin geht in ihrer Geschichte und Deutung gleich aufs Ganze, zieht mit Videoprojektionen eine zweite Erzählebene mit dem inzestbeladenen Leben am Hofe des Tetrarchen ein, in welcher in einer, einem Glashaus ähnlichen Atmosphäre, Salome-Doubles die jeweiligen Stationen des Niederganges ihres Originals beobachten, wobei auch eine von ihnen mit ihrem eigenen Schädel in der Hand im Schlussbild erscheint. Und dann wird da heftig Party gefeiert und dazwischen läuft die biblische Story mit Jochanaan ab. Damit – so die Regisseurin – „öffnen wir einen Resonanzraum für Salomes Reise ins Innere des Systems“. Und aus tiefenpsychologischer Perspektive heraus wurde auch das Gefängnis Jochanaans nach oben, über das Schlafzimmer der Herodias verlegt – jetzt wird es klar, dass der Prophet diese ständig als Hure beschimpft bei dieser Lauschverbindung – „während der Tanz der Salome tief hinein in Salomes Unterbewusstsein führt“ so Frau Klepper. Dieser Tanz aber, der spielt sich ebenfalls in Videoprojektionen ab.
Und wenn das Geheimnis der Liebe – laut Originaltext – größer als das Geheimnis des Todes ist, so stecken aber die letzten Geheimnisse der Regie wie immer auch diesmal im Programmheft und nicht in der Logik der Bühne. (Online-Merker/Peter Skorepa)

„Herodes (exzellent: Manuel von Senden) wirkt als schleimiger, erbärmlich verlebter Sexprotz. Frauen sind – inklusive Salome und Herodias (in einer famosen Charakterstudie: Iris Vermillion“ – nur Werkzeuge. (…) Die Musik wirkt unter den souverän lenkenden Händen Oksana Lynivs wie ein Aufputschmittel.“ (Salzburger Nachrichten)

„Erfreulicher Weise war die Grazer Premiere in musikalischer Hinsicht eine Aufführung auf hohem und zu Recht vom Publikum einhellig mit großem Beifall gewürdigtem Niveau. Der erfahrene deutsche Heldenbariton und Jochanaan-erprobte Thomas Gazheli überzeugte mit stimmlicher Wucht. Pavel Petrov als Narraboth verbreitete den von ihm zu erwartenden tenoralen Wohlklang. Seit dieser Saison neu im Grazer Opernstudio ist die deutsche Mezzosopranistin Mareike Jankowski, die als Page mit schönem Stimmmaterial aufhorchen ließ. Iris Vermillion überzeugte als dominant-grelle Herodias – man versteht, dass sie mit dieser Rolle bereits an der Wiener Staatsoper eingeladen war und demnächst auch an der Met in New York gastieren wird. Das seit Jahrzehnten bewährte Ensemblemitglied Manuel von Senden war ein überaus wortdeutlicher, schäbig-herabgekommener Herodes. Auch alle kleineren Rollen waren adäquat und präzise besetzt (…). Die zentrale Figur war unbestreitbar die Südafrikanerin Johanni van Oostrum, die in Graz ihre erste Salome sang. Man hatte sie in Graz schon vor drei Jahren in Schrekers Der Ferne Klang als sehr sympathische Sängerin schätzen gelernt. Sie wurde bei ihrem Rollendebut am Ende vom Publikum einhellig umjubelt. Sie bewältigte die exponierte Partie mit sicherer Technik, glänzenden Spitzentönen und sehr schönen Pianophrasen ausgezeichnet (…). Zu den positiven Eindrücken des Abends zählt unbedingt auch die Leistung der Grazer Philharmoniker unter seiner Chefdirigentin Oksana Lyniv. (…) Speziell zu Beginn des Abends sorgte sie für eine ideale Klangbalance zwischen Orchester und Bühne – das war sehr schön durchsichtig und „durchhörbar“. Die gewaltigen Orchesterausbrüche waren kräftig akzentuiert und stets kontrolliert.“ (Der Opernfreund/ Hermann Becke))

„Ein beeindruckendes Rollendebüt gelang Johanni van Oostrum, die sich nach einem vorsichtigen Start bis zum großen Finale stetig steigerte und sich in ihrer Schlussszene regelrecht in einen ekstatischen Rauschzustand sang. (…) Auch darstellerisch warf sich van Oostrum voll in die Partie und zeichnete das Bild einer jungen Frau, die in einem Umfeld aus Machtmissbrauch und sexualisierter Gewalt groß geworden ist und nun ihrerseits diese Verhaltensmuster an einem „Untergebenen“ genüsslich auslebt. (…) Ein beeindruckendes Rollendebüt gelang Johanni van Oostrum, die sich nach einem vorsichtigen Start bis zum großen Finale stetig steigerte und sich in ihrer Schlussszene regelrecht in einen ekstatischen Rauschzustand sang. In (…) der Mittellage und den Höhen blüht ihr Sopran (…) wunderbar auf und verlieh der Figur einen Mix aus gelangweilter Trotzigkeit und purem Wahnsinn. Auch darstellerisch warf sich van Oostrum voll in die Partie und zeichnete das Bild einer jungen Frau, die in einem Umfeld aus Machtmissbrauch und sexualisierter Gewalt groß geworden ist und nun ihrerseits diese Verhaltensmuster an einem „Untergebenen“ genüsslich auslebt.“ (Bachtrack)

Salome
nächste Vorstellung heute am 15. Nov 2018
Oper von Richard Strauss
Termine & Karten
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Anna Netrebko: Ulyana Sergeenko

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HEUTE PREMIERE IM THEATER IN DER JOSEFSTADT: DER EINSAME WEG


Alma Hasun, Bernhard Schir, Ulrich Reinthaller. Copyright: Barbara Zeininger

Dieses Stück ist der Herbst einer Jugend. Herbst eines Genießers, der traurig ist (im Grunde nicht, weil das Sündenleben ein Unrecht war, sondern weil es zu Ende geht).
Dieses Stück ist der Aschermittwoch nach einem holden, eigentlich schon früher melancholischen Karneval: Katzenjammer der Seele; Entsagen; Alter; Schuldgefühl; Einsamkeit; sinkende Hüllen.
Etwas Trauervolles dehnt sich über die Vorgänge. Eine Trauer, die nicht immer in der Zeiten Lauf gefeit sein wird gegen eine lächelnde Betrachtung. Heut ist sie es: kraft der besondren Süße dieses Dichters, den wir, die Zeitgenossen, lieben, vielleicht weil er in manchem Werk mit leiser Stimme etwas gesagt hat, das wir Jetzigen, nur wir Jetzigen, so in uns dämmern fühlten. Eine halbe Regung; ein gleitender Schatten, ein verwehender Duft, ein Sekundentraum…Und wenn der Hauch nicht mehr gefühlt wird, die Süße nicht mehr geschmeckt, der gleitende Schatten nicht mehr gesehn: dann werden die Kommenden vielleicht lachen.
Alfred Kerr


Alexander Absenger, Bernhard Schir, Alma Hasun, Peter Scholz. Copyright: Barbara Zeininger

Mateja Koležnik, an der Josefstadt zuletzt verantwortlich für die nestroypreisnominierte Erfolgsproduktion Die Wildente von Henrik Ibsen, setzt Schnitzlers fein-melancholisches Meisterstück in Szene.
In einer vom Lebensgefühl des Fin de Siècle geprägten Atmosphäre beschreibt Schnitzler eine Gesellschaft, der die Welt in Jugendtagen offen stand.

Doch die Träume und Hoffnungen sind in einer ernüchternden Lebensbilanz aufgegangen, die Freuden von einst werden zu Schatten der Vergangenheit.


Alma Hasun. Copyright: Barbara Zeininger

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MERKER-KUNSTSALON: RARITÄT VON MASCAGNI AM 20.11.

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NÄCHSTES KÜNSTLERGESPRÄCH BEIM „ONLINE-MERKER“

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THEATER NORDHAUSEN VOR DER PREMIERE HÄNSEL UND GRETEL

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Inszenierung: Anette Leistenschneider

Weitere Informationen und Karten unter: (0 36 31) 98 34 52, 
www.theater-nordhausen.de und www.schlossfestspiele-sondershausen.de 
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UNGARISCHE STAATSOPER BUDAPEST

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Neue ORF-III-ARTE-Dokutrilogie „Habsburgs Hoflieferanten“ präsentiert

TV-Premiere ab 20. November in ORF III – einteilige ARTE-Fassung 2019

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Wien (OTS) – Ob Hofzuckerbäcker Demel, Hofjuwelier Köchert oder Glashersteller Lobmeyr. Sie alle zählten zu „Habsburgs Hoflieferanten“. Der gleichnamige neue ORF-III-ARTE-Dreiteiler der Filmemacher Kurt Mayer und Judith Doppler – zu sehen am 20. und 27. November sowie am 4. Dezember 2018, jeweils um 21.05 Uhr in ORF III – richtet den Fokus auf das letzte Jahrhundert habsburgischer Herrschaft aus der Sicht jener Geschäftsleute, die exklusiven Zugang zum Hof genossen. Gestern, am Dienstag, dem 13. November, wurde die Produktion von ORF-III-Programmgeschäftsführer Peter Schöber und ARTE-Programmdirektor Bernd Mütter in den Räumlichkeiten des k. u. k. Hofzuckerbäckers Demel vorgestellt. Bei einem Treffen im Vorfeld der Präsentation betonten ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz und der ARTE-Programmdirektor die langjährige gute Zusammenarbeit, die mit Koproduktionen wie dieser fortgesetzt und gestärkt wird.

ORF-Generaldirektor Wrabetz: „Partnerschaft mit ARTE vorbildhaftes Beispiel für öffentlich-rechtliche Content-Allianzen“

„Es freut mich sehr, dass der ORF und ARTE ihre seit 1998 erfolgreiche Zusammenarbeit mit Koproduktionen wie der neuen ORF-III-Trilogie ‚Habsburgs Hoflieferanten‘ oder neuen Projekten im Dokumentar-, Fiction- und Kulturbereich von ORF eins und ORF 2 weiter ausbauen“, sagt ORF-Generaldirektor Dr. Alexander Wrabetz. „Diese Partnerschaft ist ein vorbildhaftes Beispiel für internationale öffentlich-rechtliche Content-Allianzen, die gewährleisten, dass heimische Produktionen auch über die Landesgrenzen hinaus regelmäßig das Wissen über Österreich und seine Geschichte und Kultur stärken“, so Wrabetz.

ARTE-Programmdirektor Mütter: „Programme in Partnerschaft mit dem ORF sind eine große Bereicherung für ARTE und ein Schaufenster europäischer Kultur und Gesellschaft“

„Vor genau 20 Jahren wurde die Partnerschaft zwischen ORF und ARTE ins Leben gerufen“, sagt ARTE-Programmdirektor Bernd Mütter. „Im Laufe der Zeit konnten wir mit vereinten Kräften eine Vielzahl erfolgreicher Koproduktionen im fiktionalen, im dokumentarischen und im kulturellen Bereich verwirklichen. Mit Freude blicken wir auf Fernsehfilme wie ‚Der Tote am Teich‘, die Reihe mit Kommissar Polt, die Entdeckungsdokumentationen wie ‚Turtle Hero‘ oder Kulturprogramme wie das Porträt von Egon Schiele zurück. Nicht zu vergessen sind die Kooperationen im Rahmen von attraktiven Konzertaufzeichnungen wie ‚Christmas in Vienna‘ und die Beteiligung bei Großprojekten wie dem Achtteiler ‚Krieg der Träume – 1918–1939‘. Die Programme sind eine große Bereicherung für ARTE und ein Schaufenster europäischer Kultur und Gesellschaft für unsere Zuschauerinnen und Zuschauer, in das die Kulturgeschichte der Hoflieferanten in Europa gut hineinpasst“, unterstreicht Mütter.

ORF-III-Programmgeschäftsführer Schöber: „Ich freue mich, mit unserem langjährigen Produktionspartner ARTE ein weiteres, wichtiges Stück europäischer Geschichte erzählen zu können“

„Das Jahr 1918 war in mehrfacher Hinsicht eine Zäsur. Einerseits ging die alte Weltordnung mit drei den Kontinent dominierenden Kaiserreichen zu Ende, andererseits entstanden mit Ende des Ersten Weltkriegs viele jener europäischen Staaten, die sich heute in friedlicher Koexistenz innerhalb der EU als Partner und Freunde wiederfinden“, ergänzt ORF-III-Programmgeschäftsführer Peter Schöber. „Ich freue mich daher besonders, dass wir, u. a. nach der zehnteiligen Dokureihe über das k. u. k. Staatsarchiv, mit unserem langjährigen Produktionspartner ARTE ein weiteres wichtiges Stück europäischer Geschichte erzählen und für unser Publikum einen Blick in die Vergangenheit werfen können. Mein besonderer Dank gilt ARTE-Programmdirektor Bernd Mütter, der erheblich zur Realisierung des Films beigetragen hat und als Historiker eine große Affinität zum Produkt beweist“, so Schöber.

ORF-III-Trilogie als einteilige Fassung in ARTE

Die neue Koproduktion der beiden Sender über „Habsburgs Hoflieferanten“ ist am 20. und 27. November sowie am 4. Dezember, jeweils Dienstag um 21.05 Uhr im Rahmen der ORF-III-Prorammschiene „Erbe Österreich“ zu sehen. In ARTE wird der Film unter dem Titel „Der Glanz der Dinge – Die Hoflieferanten im Spiegel der Zeit“ als einteilige, inhaltlich (u. a. auf Frankreich) erweiterte Fassung voraussichtlich im Weihnachtsprogramm 2019 Premiere feiern. „Habsburgs Hoflieferanten“ begibt sich im ersten Teil auf eine Einkaufstour mit Sisi und Franz, geht in Folge zwei zurück zu den Anfängen des kaiserlichen Haushalts bzw. zur Entstehung des Status Hoflieferant und thematisiert schließlich dessen Untergang und Wiedergeburt im Zuge des politischen Umbruchs 1918. Denn während die Hoflieferanten nach dem Zerfall der Monarchie einiges an Prestige einbüßen mussten, sind sie heute wieder „en vogue“ und gerne besucht – von internationalen Gästen genauso wie von der österreichischen „Hautevolee“.

Filmemacher Doppler und Mayer: „Ein ganz neuer Blick auf 300 Jahre Kultur- und Wirtschaftsgeschichte“

„Es war ein herausforderndes Unterfangen, sich mit der Geschichte der k. u. k. Hoflieferanten zu beschäftigen – schließlich kennt man viele ihrer Namen und kann ihnen zum Teil heute noch begegnen, wenn man durch die Wiener Innenstadt spaziert“, so die Filmemacher Judith Doppler und Kurt Mayer. „Besonders spannend war es aber, die Zeit zurückzudrehen, sich gedanklich auf eine historische Einkaufstour zu begeben und die Frage zu beantworten, was wohl ein Kaiser braucht, der eigentlich alles hat? Viel – wie sich herausstellt. Kuriose Investitionen und extreme Sparsamkeit treffen auf Protz und Verschwendung. Über rare Dokumente und Familienerinnerungen gewannen wir einen ganz neuen Blick auf 300 Jahre Kultur- und Wirtschaftsgeschichte, stießen auf humorvolle Anekdoten und überraschende Bestellungen – und lernten dabei historische Persönlichkeiten auf intime Weise kennen, wie es sonst kaum möglich ist. Zusammenfassend kann man jetzt nur sagen: Es war alles sehr schön. Es hat uns sehr gefreut!“

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