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INFOS DES TAGES (DONNERSTAG, 15. APRIL 2021)

15.04.2021 | Aktuelles

INFOS DES TAGES (DONNERSTAG, 15. APRIL 2021)

Die Wiener Neuproduktion von Parsifal im Stream, Radio und TV

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Jonas Kaufmann, Elina Garanca. Foto: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Das Highlight des Online-Programms in dieser Woche ist die Streaming- und TV-Premiere von Kirill Serebrennikovs Neuinszenierung von Wagners Parsifal.  Die eindrucksvolle Produktion wurde vergangenen Sonntag unter der Leitung von Musikdirektor Philippe Jordan ohne Publikum in der Wiener Staatsoper aufgezeichnet. Als Parsifal ist Jonas Kaufmann zu erleben, Elina Garanca gibt als Kundry ihr lange erwartetes internationales Rollendebüt, ebenso wie Ludovic Tézier als Amfortas. Weitere Wiener Rollendebüts wichtiger Gastsolisten: Georg Zeppenfeld als Gurnemanz und Wolfgang Koch als Klingsor.

Multimediales Parsifal-Wochenende im ORF

Der ORF gestaltet am kommenden Samstag und Sonntag ein multimediales Parsifal-Wochenende: In der zweistündigen Sendung »Der Fall Parsifal« in ORF 2 (Samstag, 17. April 2021, 22.00 Uhr) wird der Mythos Parsifal in einer ganz besonderen Version des Monumentalwerks mit umfassenden Ausschnitten aus der Produktion, Interviews und Beiträgen behandelt. Die »matinee«, ebenfalls in ORF 2, (Sonntag, 18. April ab 9.05 Uhr) zeigt Portraits der Protagonisten und Weltstars Jonas Kaufmann und Elina Garanca.

ORF.at streamt die Gesamtaufnahme der Neuproduktion am Sonntag (18. April ab 16.00 Uhr) und beschäftigt sich mit Beiträgen, Interviews, Fotos und Videos mit dem Werk und dessen Deutung durch Kirill Serebrennikov. Die Inszenierung wird darüber hinaus sieben Tage lang via TVthek.ORF.at online abrufbar sein.

Radio Ö1 sendet die Aufzeichnung bereits am Samstag (17. April, ab 19.30 Uhr).

Staatsoperndirektor Bogdan Rošcic:
»Eine neue Parsifal-Inszenierung ist für jedes Opernhaus immer eine große Herausforderung. Dieser Parsifal aber war ein Projekt, das über mehrere Jahre unter schwersten Bedingungen verwirklicht werden musste. Umso glücklicher bin ich, dass weder eine Epidemie noch politische Willkür imstande waren, seine Realisierung zu verhindern und dass das Publikum trotz Lockdown via ORF und ARTE Concert auf so vielen Kanälen erleben kann, was sich vergangenen Sonntag in der Staatsoper ereignet hat.«

ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz:
»Dank der wunderbaren Partnerschaft mit der Wiener Staatsoper kann der ORF seinem Publikum am kommenden Wochenende ein multimediales Parsifal-Erlebnis bereiten: Die viel erwartete und Aufsehen erregend umgesetzte Neuinszenierung von Richard Wagners Alterswerk mit Stars wie Jonas Kaufmann und Elina Garanca, das in herausfordernden Zeiten wie diesen besondere Symbolkraft hat, präsentiert die ORF-Kulturflotte gleich drei Mal: eine werkbetrachtende Kompaktversion in ORF 2 sowie das gesamte Oeuvre in Ö1 und online auf ORF.at. Umfassende ORF-Kulturpakete wie diese können zwar Live-Erlebnisse in Theatern oder Konzertsälen nicht ganz ersetzen, aber sie ermöglichen vielen Menschen, die Nähe zur Kultur nicht zu verlieren oder manchen gar, diese neu zu erfahren.«

Stream weitere 30 Tage lang auf ARTE Concert abrufbar

Ebenfalls am 18. April 2021 ab 14.00 Uhr ist die Gesamtaufnahme von Parsifal europaweit auf ARTE Concert kostenlos abruf- und dort mindestens 30 Tage lang verfügbar.

Virtuelle Einführungsmatinee

Knapp vor der Premiere am 11. April hat die Wiener Staatsoper eine von Staatsoperndirektor Bogdan Rošcic moderierte Einführung zu dieser Neuproduktion eingefilmt, in der Philippe Jordan, nicht zuletzt anhand der wichtigsten Motive der Partitur, eine musikalische Höranleitung gibt und Chefdramaturg Sergio Morabito mit Regisseure Kirill Serebrennikov über grundlegende Gedanken zu dieser Inszenierung spricht.
Die Einführungsmatinee ist auf dem Youtube-Kanal der Wiener Staatsoper unter diesem Link abrufbar.

Auch auf ORF-Stream abrufbar

https://der.orf.at/unternehmen/aktuell/parsifal100.html?fbclid=IwAR3FyTWuXoQq9EdtEmwV9HgoBP0z9EgUL8e2LCY7J3QnNmIJkcC_G-dkFzE

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SCHWEIZ: BUNDESRAT BESCHLIESST LOCKERUNGEN

 Freude über Lockerungen

Nach vier Monaten ohne Konzerte und Theatervorstellungen vor Publikum eröffnen die neuesten Beschlüsse des Bundesrates endlich wieder Perspektiven für den Kulturbetrieb. Die heute bekannt gegebenen Lockerungsschritte erlauben es, Kultur ab dem 19. April 2021 wieder live anstatt ausschliesslich über Online-Kanäle erleben zu dürfen. Die Genossenschaft Konzert und Theater St.Gallen freut sich über diesen positiven Entscheid. Sie hat Verständnis für die erneute Begrenzung der Besucherzahl, bedauert jedoch, dass dabei wie schon im Herbst unabhängig von der Saalgrösse die starre Limite von maximal 50 Personen pro Vorstellung gilt.

Für St. Gallen ergibt sich ein neuer Premierenreigen, welcher am 20. April mit dem Schauspiel König Lear im UM!BAU beginnt. Darauf folgen am 23. April das Tanzstück Cinderella und am 8. Mai die Oper Florencia en el Amazonas. Die Lokremise-Produktion Die Orestie (revisited) erlebt am 27. April ihre Premiere. Über den detaillierten Konzert- und Theaterspielplan für April und Mai wird Konzert und Theater St.Gallen spätestens am Freitag informieren.

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GESAMTE OPERN IM RUNDFUNK 15. – 21. APRIL 2021

Gottesdienste via Radio, TV und Internet — Katholische Kirche Vorarlberg

(Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern bezieht sich ausschließlich auf die untenstehenden Sender). Kurzfristige Programmänderungen der Sender vorbehalten!
Alle Zeiten MEZ.

15.4. DER FREISCHÜTZ (aus Brüssel, Aufnahme v. 17.3.2019) BBC 3-15 Uhr
17.4. LE COMTE ORY (aus New York, Aufnahme v. 2.2.2013) RNE Classica Madrid-19 Uhr
OTELLO (aus Barcelona, Aufnahme v. 27.3.) Deutschlandradio-19.05 Uhr
PARSIFAL (aus Wien, Aufnahme v. 11.4.) ORF Ö1-19.30 Uhr
DON GIOVANNI (aus New York, Aufnahme v. 10.3.2012) BBC 3-19.30 Uhr
ZAZA (aus Wien, Aufnahme v. 18.9.2020) RAI 3-20 Uhr
HIPPOLYTE ET ARICIE (aus Paris, Aufnahme v. 14.11.2020) (HR 2-20.04 Uhr
18.4. DER WAFFENSCHMIED (aus München, Aufnahme v. 15.3.1992) WDR 3-20.04 Uhr
20.4. LUISA MILLER (Live aus Rom) RAI 3-20.30 Uhr

EMPFANGSMÖGLICHGKEIT ÜBER DAS INTERNET
ORF – Ö 1 http://oe1.orf.at/
Bayern 4 https://www.br-klassik.de/index.html
HR 2 http://www.hr-online.de/website/radio/hr2/
WDR 3 http://www1.wdr.de/radio/wdr3/index.html
SWR 2 http://www.swr.de/swr2/-/id=7576/otnbb1/index.html
Deutschlandradio http://www.deutschlandradiokultur.de/startseite.197.de.html
RAI 3 http://www.radio3.rai.it/dl/radio3/programmi/PublishingBlock-61ab4215-547b-4563-8b1f-8932531e5469.html
Radio Suisse R. https://www.rts.ch/
Radio 4Hilversum https://www.nporadio4.nl/gids-gemist
VRT Klara http://www.klara.be/
RNE Clasica Madrid http://www.rtve.es/radio/radioclasica/programacion/
MET-Stream http://www.metopera.org/Season/Radio/Free-Live-Audio-Streams/
BBC 3 http://www.bbc.co.uk/radio3/programmes/genres/music/classical/opera/all
France Musique https://www.francemusique.fr/opera

Das sind jene Sender, die regelmäßig Opernübertragungen senden. Sollten unseren Lesern noch andere derartige Sender bekannt sein, dann bitten wir um Bekanntgabe inkl. Internetadresse.
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Opera National du Rhin. Strasbourg. The world premiere of the opera „Hemon“

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When the preparations for the ARSMONDO Festival in Strasbourg were underway, I dreamed of an opera that took place in ancient ruins, where the action took place below, and we watched what was happening on the ancient stage from above, from the ground level, where the conductor Bassem Akiki led the show.

Imagine my surprise listening to the live broadcast of the opera „Hemon“ by Zad Moultaka, this opera perfectly fit into my imagination, just like the conductor from Lebanon from a town where Roman and Byzantine ruins are a tourist attraction.
The world premiere of the opera „Hemon“ based on the libretto by Paul Audi took place in a concert version at the Opera National du Rhin in Strasbourg on the first day of the festival devoted to Lebanon. What fascinated from the first moments was the music narrating the events that the invited artists sang about, in the online version without vision, the greatest emphasis is placed on music to meet our expectations and encourage people to listen to the performance. It focused our attention and built a space to imagine the events taking place, being a set design, stage, props and everything that artists need to build a very good performance. The audible details emphasized the reception of the work and stimulated the imagination.
The team of producers

Haemon Raffaele Pe Creon Tassis Christoyannis Antigone Judith Fa Eurydice Béatrice Uria Monzon Hyllos Geoffroy Buffière Quatre récitantes Marta Bauzà, Claire Péron, Francesca Sorteni, Anaïs Yvoz choir de l’Opéra national du Rhin, orchestra philharmonique de Strasbourg conducted by Bassem Akiki showed us a performance in which a false image of the individual was shown, a misrepresentation of the main character, who was wrongly perceived by his own mother, who at the most difficult moment in her life for a moment seemed to be a loser, lost, defeated, to show his inner strength, faith in love, goodness and made the right choice in his life: to relinquish power, brutal and bad governance. He chose his own path, thereby saving his life.

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Bassem Akiki
 

Iwona Karpińska/Wrocław

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Am 29. April wird SCHLAFES BRUDER im Großen Haus des Vorarlberger Landestheaters zur Premiere gebracht.
Die Regisseurin und Choreographin Teresa Rotemberg erzählt SCHLAFES BRUDER für die Bühne indem sie Erzählung, Drama und choreografische Ausdrucksformen zusammenführt.

SCHLAFES BRUDER

Robert Schneider

Inszenierung und Choreographie: Teresa Rotemberg
Premiere: Donnerstag, 29. April 2021, 18:00 Uhr, Großes Haus

Weitere Vorstellungstermine werden nach Verordnungslage rechtzeitig auf unserer Website (https://landestheater.org/) bekannt gegeben.

Unsere Vorstellungen finden unter Einhaltung der momentan geltenden Schutzmaßnahmen statt. Alle Besucher:innen sind verpflichtet, einen von offizieller Stelle zertifizierten Test auf SARS-CoV-2 mit negativem Ergebnis vorzuweisen. Des Weiteren ist das Tragen einer FFP2-Schutzmaske während Ihres Besuchs in unserem Haus, auch während der Vorstellung, verpflichtend. Detaillierte Informationen zu unseren Schutzmaßnahmen finden Sie auf unserer Website www.landestheater.org/service/schutzmassnahmen.

SCHLAFES BRUDER
ROBERT SCHNEIDER
Ein genialisches Talent in einer Welt der geistigen Enge, zwischen der unbarmherzigen Härte eines Bergbauernlebens im frühen 19. Jahrhundert und der entrückten Sphäre der Musik, der Kunst.

Zwischen Liebe und Verrat, zwischen wildem Schaffensdrang und unstillbarer Todessehnsucht.
Als das Erstlingswerk des in Bregenz geborenen Robert Schneider 1992 erschien, war es nichts weniger als eine literarische Sensation. Die fiktive Biografie seines Elias Alder entzieht sich jeder Genreeinordnung, ihr Umgang mit der Sprache ist unerhört: Selbstbewusst spielt Schneider mit
archaisch anmutenden Konstruktionen und Neologismen ebenso wie mit dem hiesigen Dialekt – und kennt dabei keine Angst vor Pathos.

Die Regisseurin und Choreographin Teresa Rotemberg erzählt SCHLAFES BRUDER für die Bühne erzählt.

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Die Genfer Oper bringt Purcells Dido and Aeneas unter der Leitung von Emmanuelle Haïm als Neuproduktion im Mai heraus

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Emmanuelle Haim. Copyright: Carole Parodi

Emmanuelle Haïm gilt als Pionierin unter den Dirigentinnen und als Spezialistin im Barockrepertoire und wird nun in Genf mit ihrem Ensemble Concert d’Astrée und mit dem Chor des Grand Théâtre Purcells nur 50-minütige Oper aufführen. Choreograph Franck Chartier und seine Tanzcompany Peeping Tom haben das Stück inszeniert und betreten damit aus surrealistischer Perspektive und im typischem Tanztheaterstil zum ersten Mal die Opernwelt – nach vielen prominenten Vorgängern von Pina Bausch bis Sasha Waltz. Einen füllenden Abend versprechen die musikalischen Zwischenspiele des Komponisten, Continuo-Spielers und Mitglieds von Concert d’Astrée, Atsushi Sakï. Er transformiert die Purcell’schen Motive in eigene, moderne und loopingartige Klänge mit den Streichern des Orchesters und im Zusammenspiel mit Peeping Tom.

Ungewöhnlich ist, dass die weiblichen Gesangsprotagonisten mehrere Rollen interpretieren. So singt die Schweizer Mezzosopranistin Marie-Claude Chappuis in dieser Produktion sowohl die Partie von Dido als auch Corceress und Spirit. Aeneas wird vom amerikanischen Bariton Jarrett Ott verkörpert. Belinda und 2nd Witch singt die ungarische Sopranistin Emőke Baráth. Aus der Nachwuchsschmiede der Genfer Oper stammt die junge Sopranistin Marie Lys, die als 2nd Woman und 1st Witch zu erleben sein wird. Den Sailor verkörpert Jaime Caicompai
Die Neuproduktion von Dido and Aeneas startet am Grand Théâtre de Genève und geht anschließend an die Häuser der Koproduktionspartner Théâtres de la Ville de Luxembourg und Opéra de Lille.

Aufführungen soweit pandemiebedingt möglich:
2./4./6./8./11. Mai 2021, 20.00 Uhr

Live-Stream: 3. Mai 2021, 20.00 Uhr durch Mezzo live HD und auf gtg.ch/digital
* Ausführliche Mappe zum Download hier: https://www.gtg.ch/presse/

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Multimediales ORF-„Parsifal“-Wochenende: Kompaktfassung in ORF 2, komplette Oper in Ö1 und auf ORF.at

 Außerdem: „matinee“-TV-Porträts Jonas Kaufmann und Elīna Garanča, „Parsifal“-Online-Special =

Wien (OTS) – Nach einer coronabedingten Verzögerung feierte Kirill Serebrennikows viel erwartete Neuinszenierung von Richard Wagners Spätwerk „Parsifal“ vergangenen Sonntag (11. April) an der Wiener Staatsoper Premiere. Der ORF gestaltet am kommenden Samstag und Sonntag ein multimediales „Parsifal“-Wochenende und präsentiert das bedeutende Werk mit Elīna Garanča und Jonas Kaufmann in der Titelpartie gleich drei Mal – in ORF 2, Ö1 und auf ORF.at.

Im Fernsehen gewährt die gut zweistündige Sendung „Der Fall Parsifal“ am Samstag, dem 17. April 2021, um 22.00 Uhr in ORF 2 mit umfassenden Ausschnitten aus der Produktion, Interviews und Beiträgen Einblick in Richards Wagners Mythenkosmos und das Monumentalwerk „Parsifal“. Begleitend dazu bringt ORF 2 in der „matinee“ am Sonntag, dem 18. April, ab 9.05 Uhr Filmporträts der Weltstars Jonas Kaufmann und Elīna Garanča, die hier ihr Weltdebüt als Kundry gab.

Die rund vierstündige Gesamtaufnahme der „Parsifal“-Neuproduktion sendet zuvor Ö1 am Samstag (17. April) ab 19.30 Uhr. In Bild und Ton ist diese dann zusätzlich am Sonntag (18. April) ab 16.00 Uhr als Streaming auf ORF.at zu erleben – sowie darüber hinaus sieben Tage lang via TVthek.ORF.at online abrufbar. ORF.at beschäftigt sich außerdem in einem multimedialen Special aus Beiträgen, Interviews, Fotos und Videos mit dem Werk und dessen aufregender und politisch hochaktueller Deutung des „Parsifal“-Stoffes durch den regimekritischen russischen Starregisseur Kirill Serebrennikow, der aufgrund eines Ausreiseverbots per Video und E-Mail inszeniert hat.

ORF-Generaldirektor Dr. Alexander Wrabetz: „Dank der wunderbaren Partnerschaft mit der Wiener Staatsoper kann der ORF seinem Publikum am kommenden Wochenende ein multimediales ‚Parsifal‘-Erlebnis bereiten: Die viel erwartete und aufsehenerregend umgesetzte Neuinszenierung von Richard Wagners Alterswerk mit Stars wie Jonas Kaufmann und Elīna Garanča, das in herausfordernden Zeiten wie diesen besondere Symbolkraft hat, präsentiert die ORF-Kulturflotte gleich drei Mal – eine werkbetrachtende Kompaktversion in ORF 2 und das gesamte Oeuvre in Ö1 sowie online auf ORF.at. Umfassende ORF-Kulturpakete wie diese können zwar Live-Erlebnisse in Theatern oder Konzertsälen nicht ganz ersetzen, aber sie ermöglichen vielen Menschen, die Nähe zur Kultur nicht zu verlieren oder manchen gar, diese neu zu erfahren.“

Staatsoperndirektor Dr. Bogdan Roščić: „Eine neue ‚Parsifal‘-Inszenierung ist für jedes Opernhaus immer eine große Herausforderung. Dieser ‚Parsifal‘ aber war ein Projekt, das über mehrere Jahre unter schwersten Bedingungen verwirklicht werden musste. Umso glücklicher bin ich, dass weder eine Epidemie noch politische Willkür imstande waren, seine Realisierung zu verhindern und dass das Publikum trotz Lockdown via ORF und ARTE Concert auf so vielen Wegen erleben kann, was sich vergangenen Sonntag in der Staatsoper ereignet hat.“

Der „Parsifal“-Fahrplan im ORF:

Samstag, 17. April: 19.30 Uhr, Ö1: „Parsifal“ (Gesamtaufnahme) 22.00 Uhr, ORF 2: „Der Fall Parsifal“ (kompakte Werksbetrachtung, ca.130 Minuten)

Sonntag, 18. April: 9.05 Uhr, ORF 2: „matinee: Elīna Garanča – Die scheue Diva“ 9.55 Uhr, ORF 2: „matinee: Jonas Kaufmann – Ein Jahrhundert-Tenor“ 16.00 Uhr, ORF.at: „Parsifal“ (Gesamtaufnahme)

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LINZ/ THEATER PHÖNIX:  BRANDSCHADEN DOCH GRÖSSER ALS URSPRÜNGLICH ANGENOMMEN

Am Freitag, 2. April brach gegen 18.00 Uhr im hinteren Bereich des Theaters, Probenraum 1, ein Feuer aus, das im Raum rasch um sich griff. Als Folge der Hitzeentwicklung schmolz die Kunststoffdachkuppel. So konnten der Rauch und die Hitze entweichen, wodurch die Nachbarschaft auf den Brand aufmerksam wurde und sofort die Feuerwehr informierte. Durch diesen frühzeitigen Alarm konnte der Brand von den umgehend eintreffenden Einsatzkräften der Berufsfeuerwehr Linz und der Freiwilligen Feuerwehr Ebelsberg sehr schnell unter Kontrolle gebracht werden, Personen kamen nicht zu Schaden.

Obwohl der Brand rasch gelöscht werden konnte, blieb der Schaden nicht auf den Probenraum 1 beschränkt. Das Ausmaß der Verrußung sowie deren unmittelbare Folgen wurden erst im Zuge der Begutachtungen durch Expert*innen an den Folgetagen klar. Diese Verrußung hat mit Ausnahmen des Bauteils an der Wienerstraße inkl. Büros und Vereinslokal im gesamten Theater ihre Spuren hinterlassen.

Unmittelbar betroffen sind die Werkstätten, der Möbelfundus, der Kostümfundus, die Schneiderei, die Künstler*innengarderoben, die Bühne, der große Saal samt Bestuhlung, das technische Equipment inkl. aller Scheinwerfer, das Bühnenbild von „Draußen vor der Tür“, alle bisher fertig gestellten Bühnenteile für die kommenden Stücke, alle Böden, die Aushänge an den Wänden, u.v.m. Zusätzlich ist im hinteren Bauteil des Theaters, dem Anbau von 2005, die Elektroanlage und somit die gesamte Stromversorgung dieses Bereichs den Flammen zum Opfer gefallen.

Der von der Verrußung betroffene Teil des Theaters muss völlig geräumt und professionell gereinigt und saniert werden. Die zeitliche Prognose für diesen Teil der Brandschadensanierung liegt aktuell bei 6-8 Wochen, womit eine Nutzung dieser Räume inklusive der Werkstätten frühestens ab Ende Mai wieder möglich sein wird.

Bezüglich der Sanierung des abgebrannten Probenraumes ist davon auszugehen, dass dieser frühestens ab August wieder nutzbar sein wird, da umfangreiche bauliche Maßnahmen notwendig sein werden.

Gemäß der Untersuchung der Experten der Brandverhütungsstelle wird aktuell als Brandursache von einem technischen Defekt als Brandursache ausgegangen. Hinweise auf Fremdverschulden liegen keine vor. Die Schadenssumme beläuft sich nach derzeitigem Kenntnisstand auf ca. 300 000 Euro, die Kosten für die Instandsetzung und Brandsanierung sind durch die Versicherung gedeckt.

Aufgrund der umfassenden Instandsetzungs- und Sanierungsarbeiten ist bis auf Weiteres kein regulärer Proben- und Vorstellungsbetrieb im Haus möglich.

Aber dem Theater Phönix kam auch eine Welle der Solidarität entgegen. Schon am Tag des Brandes bekundeten viele Freund*innen und Kolleg*innen ihr Mitgefühl und boten ihre Hilfe an, so auch Hermann Schneider, Intendant des Landestheater Linz, der umgehend seine Unterstützung zusagte. Ab kommender Woche wird „Taumel und Tumult“ von Thomas Arzt in den Räumen des Landestheaters proben können. Aber erst die nächsten Wochen werden zeigen, ab wann ein Spielbetrieb im Theater Phönix wieder möglich sein wird.

Mit freundlichen Grüßen

Sigrid Blauensteiner
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